sorry, sollte heissen "Alk-Buecher" nicht "Lak-Bueche"......manchmal les ich nicht wirklich genau Korrektur, *aehm*.
Lindi
Beiträge von Lindi
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Hallo Karl,
schoen, dass Du Dich wieder meldest....auch wenn Dir ja gleich zu Beginn einige unschoene Tatsachen um die Ohren gehauen wurden.....
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1 Therapiestunde? EINE? Und jetzt nix mehr oder wie? Wars das schon? Kindheit, fehlendes Urvertrauen etc-pp. ratz-fatz aufgearbeitet?
*aeh* ....glaubst Du (oder sie) oder Beide eigentlich noch an den Weihnachtsmann?
Scheint mir eher so, als sei das eine Alibi-Stunde gewesen, um dem Ehemann zu demonstrieren "ich tu ja was, als halt mal schoen die Fuesse still".....meinste nicht?Maria hatte Dir geschrieben: "Schau auf das, was sie TUT, nicht auf das, was sie tun will" oder sagt tun zu wollen oder ..... und was siehst Du da, nach 2 Wochen?
Einen Angestellten, der eine vergleichbare Leistung bringt auf der Arbeit....was wuerdest Du tun, wenn Du Chef waerst und nicht Ehemann/Compagnion in Personalunion?
Abmahnung, Frist .....Kuendigung. Oder etwa nicht?
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Es ist ein langer Weg, lieber Karl, wirklich einzusehen, dass es nichts bringt, an die Einsicht eines Suchtkranken zu appelieren.
Ich sag Dir, Du hast ein Problem, Du siehst es ein....und NATUERLICH aenderst Du es dann...was denn sonst? das funktioniert einfach nicht! Vergiss es, spar Dir Kraft und Spucke!
Die Folgerung: Du bist schuld, weil Du das Thema dauernd auf den Tisch bringst und deshalb muss ich......ist natuerlich hahnebuechner Unsinn, von ihrer Warte aus gesehen vielleicht aber sogar schluessig.....auch wenn ein "normaler" Mensch das nie nachvollziehen koennen wird.
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Vergiss es einfach, mit ihr ueber das Thema reden zu wollen......das ist IHRS........und DEINS ist, Dir zu ueberlegen, ob und wie Du damit leben kannst. Oder eher nicht.
Und ob das, was IST (nicht das was sein koennte wenn) fuer eure Kinder ein tragbares Umfeld ist.Auch ein Vater, der sich dauernd Gedanken drum macht, was mit der Frau ist und ob und wie und Lak-Bueche verschlingt anstatt Maerchenbuecher....und keine Kapazitaeten frei hat die Kinder ueberhaupt wahrzunehmen, ist nicht der "Burner".
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Lieber Karl, Scheidung muss ja nicht unbedingt sofort ein Thema sein....raeumliche Trennung scheint mir aber geboten.
Damit alle ueberhaupt erst mal zum Durchschnaufen kommen, raus aus dem Kreis "und dann hast Du und deshalb muss ich und weil Du bin ich/hab ich" undsoweiter. Und zum ueberlegen........auch unter Umstaenden Deine Frau....
drauf wetten wuerd ich aber nicht, an Deiner Stelle.Besinn Dich, Karl, ist doch Advent, Zeit der Besinnung! Auch wenns weh tut.
Liebe Gruess, Lindi -
Hallo Sonne,
*puh*, das hast Du ja einiges um die Ohren gehabt die letzte Zeit!
Aber Du hoerst Dich nun sehr entschlossen und klar an. Wenn die Geschehnisse noetig waren, damit Du einen Abschluss finden kannst, dann war es wohl "irgendwo" auch gut so.Mit Deiner Huendin das tut mir sehr leid....aber bedenke, dass genau dies der letzte Liebesdienst ist, den wir unseren Tieren schulden. Die Entscheidung zu treffen, "wann es genug ist". Denn sie koennen es nicht alleine.
Das wird ein schwerer Schritt, ganz sicher, aber sie wird es Dir danken. Ganz bestimmt.
Dein Weg faengt nun erst an. Wenn Du real-Unterstuetzung hast, prima!
Und ansonsten weisst Du ja, wo Du Ansprache, Rat und eventuell das eine-oder andere gute Wort finden kannst.Gerne wuerden wir Dich naemlich weiter begleiten.....nicht nur im Jammertal, sondern auch auf der Sonnenseite des Lebens!
Alles Gute fuer Dich,
Gruesse, Lindi -
Hallo Tatti,
ich muss sagen, mir faellt es ein bisschen schwer Dich, Tatti, als Person hinter den Posts zu sehen. Ueber Deine Freundin wissen wir jetzt schon einiges. Aber wer bist Du?
Wie alt bist Du denn (ungefaehr?) Auf mich wirkst Du sehr "jung" in Deinen posts, aber das kann taeuschen.
Wie kommt es dass Du Dich fuer das, was Deine Freundin aus sich und ihrem Leben macht so verantwortlich fuehlst? Bei ihr putzt? Deine Welt mit einer SMS von "ihr" steht und faellt?Wie eine Freundschaft, auch von mir aus eine langjaehrige Freundschaft, wirkt das nicht mehr.....
Renate hat es schon angesprochen......die Schwester von Deiner Freundin und Du koenntet als Allererstes mal ueberlegen, was ihr fuer die kleinen Kinder tun koenntet. So wie Du es beschreibst, ist Deine Freundin wohl kaum in der Lage angemessen fuer diese zu sorgen.
Gibt es da noch weitere Verwandschaft, die eventuell die Kinder voruebergehend aufnehmen koennten? Wenn die Freundin in Therapie ginge (was ja noch nicht feststeht) stuende dieses Thema eh an.
Das sind aber Dinge, dioe weit uber den Einflussbereich einer Freundin, und sei sie noch so gut und eng, hinausgehen. Betrifft eher die Herkunftsfamilie und wenn diese nicht in der Lage ist, die entsprechenden Aemter.Du bist mit alledem ueberfordert und hast auch "rechtlich" kaum/keine Moeglichkeiten einzugreifen.
Warum geht Di das alles so ans Mark? Klar, Niemand sieht gerne zu wie eine nahestehende Person ins Unglueck rennt.
Aber bei Dir scheint mir doch wesentlich mehr dahinterzustecken....
Kann das sein?
Gruesse, Lindi -
Hallo Zimttee,
ich lese das gerade von Dir mit dem "es geht nicht" ....und das ist auch gerade bei mir ein Punkt.
Ich stelle bei mir fest, dass ich bestimmte Gedankenstraenge einfach "nicht zu Ende denken kann". Es geht nicht. Ich erinnere mich schon an die Vorkommnisse, sie sind also nicht irgendwo im Orkus des U-Bewusstseins verschwunden....aber ich kann mich nicht nachtraeglich reflektiv mit Ihnen auseinandersetzen (was eigentlich wohl noetig waere).
Es ist dann immer so, als wuerde dann in mir ein Schild auftauchen "Stopp, bis hierher, nicht weitergehen, nicht weiterfuehlen, nicht weiterdenken", auch wenn ich eigentlich ja gerne wollte.....
Ist das Verdraengung? Ist es "gut" fuer mich? Oder eher hemmend? Belastend?
Ich weiss es nicht.
Ich war eigentlich mein Leben lang Jemand, der in innerer Uebereinstimmung mit sich selbst gehandelt hat. Nicht immer die Besten Entscheidungen getroffen, aber nunja.
Seit den Vorfaellen vor 10 Jahren ist da ein "Riss" in mir. Ich kann mich dem, was passiert ist, meinem Anteil daran oder vielleicht eher meiner "Bloedheit" nicht stellen, die Konsequenzen nicht ansehen. "Stopp, nicht weiter".
Ich dachte eigentlich bisher, dass das gut und normal waere und sich geben wuerde, wenn die Zeit reif ist. Nach ueber 10 Jahren allerdings bin ich da nicht mehr so sicher.Fuer die Anderen: ich bin kein EKA, das was ich hier beschreibe sind Ereignisse, die schon aus meinem Erwachsenen-Leben datieren. Ich fand die Beschreibung von Zimttee halt nur interessant und treffen und habe mich dazu eingeklinkt.....
Man moege es mir nachsehen.
Gruesse, Lindi -
Hallo Karl,
Strohhalm oder nicht.....das wirst Du dann sehen.
Halt halt einstweilen den Ball flach, verknuepfe keine ueberzogenen Erwartungen an den Therapiebeginn (wird eh was laenger dauern, bis da Fruechte wachsen) .... und positioniere Dich derweil neu.
Es hindert Dich ja Niemand dran, unterdessen Deine Moeglichkeiten, Alternativen, Handlungsspielraeume weiter abzuchecken .... und wieder ZU LEBEN! Mit Deinen Kindern....fuer sie ..... denn da steht die Uhr ja nicht still und wartet, bis Deine Frau...oder nicht....oder nicht jetzt....oder noch nicht sondern erst wenn ..... usw.usw.usw.Vielleicht ist es ein Anstoss, wenn der "langeweiligste Ehemann der Welt" auf einmal wieder Interessen nachgeht, sich weiterentwickelt, Dinge unternimmt, aktiv ist ...... ohne wie der Mond um die Sonne zu kreisen (was btw. vermutlich wirklich ziemlich langweilig ist, auch ganz ohne Alkoholproblematik).
Wenn Du fuer Dich Deine Position neu eingenordet hast und davon wirklich im tiefsten Inneren ueberzeugt bist, dann koenntest Du ihr auch die Ansage machen, dass Du bereit bist, den Weg weiterhin an Ihrer Seite zu gehen, wenn sie das auch moechte.
Dass Du aber nicht bereit bist, weiterhin ihren Alkoholkonsum mitzutragen (wie gesagt, es ist dabei egal, ob Alkoholiker, Missbraeuchler, exzessiv-Trinker, Problem-Trinker, Gesellschaftstrinker, Heimlichtrinker oder whatever).
Nicht im Sinne einer moralischen Erpressung "Wenn Du nicht, dann..." sondern einfach als sachliche Feststellung. Von der Du im Innersten fest ueberzeugt bist.
Schlau waers allerdings, dafuer vorher die Optionen abzuchecken (Firma, Haus, wo koennt ihr eventuell hin) .... sonst ist das naemlich nur ein Versuchsballon voll heisser Luft. Und somit voellig fuer die Fuesse.Gruesse, Lindi
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Hallo Karl,
die Fragen, die Du Dir gerade stellst, habe ich mir auch Jahrelang gestellt.
Ist "er" nun Alkoholiker, Misbbrauchler, oder was oder wie?
Mein xy trinkt nicht taeglich. Ein "Schema" konnte ich nicht ausmachen bisher. Er kann das ohne Probleme 4 nicht tun.....ist ganz normal "geht seinen Pflichten nach" ....und dann *peng*. Wieder mal.
Ich kann den hier beschriebenen "Zwang" zu trinken weil sonst nix mehr geht (was mir fuer die, die es so erlebt haben wirklich leid tut) bei ihm nicht feststellen (ohjeh, jetzt hagelts bestimmt wieder Kritik).... er hat keine Entzugserscheinungen koerperlich, echt nicht .... und dann *peng*.Was ich feststellen konnte, war dass es einen gewissen Zusammenhang zwischen seelischer Anspannung gibt, dem Wunsch, aus seinem Leben auszubrechen, seiner Umwelt (mir inclusive) mal wieder die Lichter gradezuruecken, seine Meinung zu sagen (was er nuechtern scheinbar nicht kann, da ist er immer sehr lieb und angepasst)....und (!) er kann nach dem ersten Schluck nicht aufhoeren. Wenn es denn mal einen ersten Schluck gab, wo auch immer (beim Angeln mit den Kumpels 1 Dose Bier.....dann ist es so sicher wie das Amen in der Kirche, dass es dann an dem Tag weitergeht. Bis zum Abwinken)
Alkoholiker? Missbraeuchler? Ganz deutlich in der Gefahrenzone? Schon drin? Wie tief drin?
Ich habe fuer mich festgestellt, dass es MIR voellig schnurz sein kann und muss.
Die konkreten Auswirkungen sind gravierend gewesen. Beinah toedlicher Unfall ohne FS (der war zu dem Zeitpunkt eh schon weg), beinah in den Knast gekommen, nur mit viel Glueck wurde diese Geschichte als "Ordnungswidrigkeit" und nicht als Straftat gewertet. Berufsunfaehigkeit wegen den Folgen des Unfalls. Armut. Gesundheitliche Folgeprobleme (die Wirbelsaeule ist ziemlich kaputt) .... usw.Da sollte man doch meinen, dass da ein Denkprozess eingesetzt haette .....nein.......*peng*....wieder mal.
Und in diesem Fall kann ich noch nicht mal das "Suchtmoment" gelten lassen....Jemand der 4,6, 9 Wochen gar nix trinkt, wirklich kein bisschen, und sich DANN ohne FS ans Steuer setzt.......um in die Kneipe zu fahren.....der waere wohl in dem Moment des Schluessel rumdrehens noch faehig gewesen zu denken. Aber nein *peng*.
Undsoweiterundsoweiter.
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Was ich getan habe? Ich habe wie schon beschrieben eine "innere Trennung" vollzogen. Auch materiell haben wir soweit alles auseinanderklamuesert. Und ich lasse ihn machen. Reg mich nicht mehr auf, schwaetze nicht mehr auf ihn ein, kontrolliere nicht, draenge nicht, laber nicht, bestrafe nicht durch schweigende Blicke...... wenn es ein *peng*-Tag zu werden droht, geh ich ihm aus dem Weg, bin nicht da.....und am naechsten Tag bin ich ganz normal. Nicht sauer, nicht vorwurfsvoll. Es ist SEINE Sache und sein Recht! Das habe ich wirklich verinnerlicht.Ist das eine lebendig Beziehung? Nein, sicher nicht. Und deswegen sind wir auch offiziell getrennt.
Und soll ich Dir was sagen? Seitdem gibt es "diese Tage" nur noch so selten, dass es fast schon unwirklich ist. Er meinte mal zu mir: "Ist Dir nie der Gedanke gekommen, dass ich das absichtlich gemacht habe?'" .... Doch, der IST mir gekommen! Schon laenger! Reaktionen provozieren, Aufmerksamkeit erzwingen.....und wenn schon keine Liebe, dann wenigstens Wut!
Das muss bei euch nicht so sein .....aber denke halt mal drueber nach, wo "Dein Anteil" sein koennte, so wie ich "meinen Anteil" eben auch sehen musste. Ich sage "Anteil"....nicht Schuld! Das ist ein Unterschied.
Und, uebrigens.....Bevormundung koennte durchaus ein Anteil sein.....wenn auch "gut gemeint". Aber Du musst ihr nicht Papi-maessig die Pflichtlektuere anbringen und dann nachkontrollieren, ob sie die Lektionen verstanden hat....Verstehst Du, was ich Dir sagen moechte?
Gruesse, Lindi
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Hallo Karl,
wie waers, wenn Du mal einen Termin bei der Suchtberatung machst. Die sind auch fuer Angehoerige da. Und eventuell dort mal das Thema "Wie sag ichs" ansprichst....odr Dir dort weiterfuehrende Adressen geben laesst, die speziell auf den Bereich "Kinderpsychologie" geschult sind.
Einfach erst mal hoeren, was die so zu sagen haben ...... "machen" kannst Du dann ja immer noch, wie Du es fuer richtig haelst.Es kommt JETZT auch nicht mehr auf 2-3 Tage an.
Klar, jezt bist Du "aufgewacht" und der Aktionismus bricht aus ..... Infos einholen waer glaub ich nicht ganz verkehrt.
Gruesse, Lindi
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Hallo Carl,
es sei Dir unbenommen, dass Du es ueberwiegend als Willensschwaeche siehst.
Nur bitte - das habe ich weder gesagt, noch gemeint, auch nicht angedeutet...ich habe mir eben extra nochmal durchgelesen, was ich geschrieben habe.
Was ich allerdings gesagt habe (auch dann in den weiterfuehrenden Diskussionen) ist, dass ich die Aufspaltung der Persoenlichkeit in den "lieben" Nuechternen und den "boesen" Betrunkenen so fuer mich nicht mehr akzeptiere. Beide Teile sind als Anlage in der Person vorhanden.Darueber kann ich nicht (mehr) hinwegsehen.
Lindi -
Hallo Karl,
Dein 4-Punkte-Plan klingt fuer mich als Sofort-Massnahme erst einmal sinnig. Zuendstoff rausnehmen.
Wie es weitergehen soll/wird .... ergibt sich dann eventuell daraus. Du wirst ein Gefuehl dafuer entwickeln, was "richtig" ist. Fuer Dich richtig und stimmig und auch fuer Deine Kinder richtig.
Fue "sie" richtig......*hmmmmm*........das genau ist der Lernschritt, den es zu vollziehen gilt.....ihrs bei ihr lassen. Wenn sie trinken will/muss, dann wird sie das tun. Egal ob Du nun der langweiligste Ehemann auf Gottes Erdboden bist oder nicht. Oder sie wird aufhoeren zu trinken, wenn sie merkt, dass sie so ihr Leben gegen die Wand faehrt. Ihrs. Nicht euers. Oder auch nicht. Oder spaeter....oder nie. Da hat leider Niemand hier eine Kristallkugel.
Alles Gute auf Deinem weiteren Weg.
Lindi -
Naja, Hartmut .....
wie Du selbst sagst, sind viele Verhaltensauffaelligkeiten erstaunlich aehnlich. Nicht die Personen dahinter. Schon klar.
Wem das hilt, es so zu sehen?
Mir hatte es damals unheimlich geholfen, um es nicht mehr "persoenlich" zu nehmen.
Und ich denke, es geht vielen aehnlich. Weil sich ja zuerst einmal alles innerhalb der 4 Waende abspielt. Oder genauer gesagt....im Geflecht der Zweier-Beziehung. Sich Wechselseitige Reaktionen ergeben......
Zu erkennen "das hat nichts mit mir zu tun, es ist egal, was ich sage, tue, denke......" das war der erste Schritt um Distanz reinzubekommen. Emotionale Distanz. Um das Geflecht aufzudroeseln aus : und dann hat er und dann hab ich und dann passierte das und dann mussste ich und daraufhin hat er......
Den Fokus wieder auf "mich" und "meinen Anteil" an der Chose richten.
Denn soooo einfach wie "Hier die "Boesen" und da die "Guten", die alles tun nur damit, und wie wirds gedankt....." Soooo einfach ist es ja nie.
Das Taeter-Opfer-Schema passt nie.
Da gibt es durchaus Anteile von Beidem bei Beiden!Wenn zwei Leute gemeinsam kochen und das Resultat ist ein ungeniessbares Etwas.....dann war das eben nicht nur Einer, der den Eintopf versalzen/anbrennen/unmoeglich abgeschmeckt hat.
Gruesse, Lindi
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Hallo Karl,
Du hattest nach der "Hoffnung" gefragt.
Leider ist es nicht so einfach, wie "schlepp sie gegen ihren Willen zum Seelenklempner und der schraubt ein bisschen rum und dann wird alles wie frueher".
Das hattest Du hoffentlich nicht erwartet, oder?Es ist ein langer Weg der Bewusstwerdung. Fuer Beide. Und der Veraenderungen. Auch fuer Beide.
Denn der IST-Zustand, wo der hingefuehrt hat, das hast Du ja geschrieben.
Von der Bestandsaufnahme: "so isses"....bis hin zu Veraenderungen....ist es ein schmerzlicher Weg.
Bewusstwerdung. Du Dir. Vielleicht auch sie sich.
Loslassen. Die alten Plaene, die alten Lebensentwuerfe, eventuell auch das "Projekt" Ehe .....da ist alles drin. Alles offen. Das KANN auch eine Chance sein. Fuer Dich, fuer Deine Kinder, eventuell, ganz eventuell sogar fuer euch alle gemeinsam als Familie.
Letztere Option allerdings.....da taet ich nicht drauf wetten. Noch ist Deine Frau ja weit davon entfernt einzusehen (fuer sich einzusehen), dass es ueberhaupt ein Problem geben koennte.
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Die widerspruechlichen Aussagen, abends hueh und morgends hott....das allerdings kann Dir hier Jeder bestaetigen. Das ist NORMAL im Zusammenleben mit einem Alkoholiker.
Was Du glauben sollst? Nichts von Allem ..... oder Alles. Denn diese "Abspaltung", eigentlich ist sie ja ganz lieb, nur wenn sie getrunken hat, dann.... das bringt nicht weiter.
Diese Dinge, die im betrunkenen Zustand unreflektiert rausgebruellt werden, die sind ja da! Das ist TEIL Deiner Frau! Ein nuechterner Mensch ist allerdings in der LAge, diese dunklen Seiten zu reflektieren, zu filtern und angemessen zum Ausdruck zu bringen. Der Alkoholiker schreits raus wies kommt.
"In vino veritas" ...sagten schon die alten Roemer.
Da ist dann am naechsten Tag die Scham gross .... und "ich erinner mich an nichts mehr".....die bequemste Ausrede.Ich kann Dir nur empfehlen, Dich hier einzulesen und auch bei den trockenen Alkoholikern ein wenig zu lesen.
Es nicht mehr gar so persoenlich nehmen, denn alles was Du beschreibst ist sooooo typisch.....fast schon symptomatisch!
Liebe Gruesse, Lindi
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Hallo Karl,
ich finde es sehr mutig, was Du geschrieben hast. Und ich kann Dich verstehen. Verstehen deshalb, weil ich mich auch schon zu solchen Aktionen habe hinreissen lassen. Und ich bin eine Frau!
Natuerlich finde weder ich noch sonstjemand es "Gut" wenn es zu koerperlichen Ausschreitungen kommt, das ist ganz klar!
Aber ich kann die Verzweiflung, die Ohnmacht, die Trauer dahinter spueren......den Wunsch "wachzuruetteln", die eigene Seele, die nicht mehr anders kann, als sich so Luft machen...
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Aber es ist auch klar, dass dies eine moralisch verwerfliche Handlung ist und durch nichts "schoenzureden". Und auf keinen Fall sich widerholen sollte.Was tun?
Dieses "verfolgtwerden", zugequasselt, beschimpft und belabert, egal wohin ich gehe....auch das kenne ich leider zur Genuege.
In meinem Fall (mein Lebenspartner trinkt nicht regelmaessig, eher exzessiv und anfallsweise) bin ich dem konsequent aus dem Weg gegangen, mit dem Hund auf die Strasse auch um 4 h NAchts,. wenn es sein musste.
Das hat schon mal viel "Druck" fuer mich rausgenommen......ich hab mir das einfach nicht mehr "gegeben", nicht mehr angehoert.Ueberleg einfach mal, welche Moeglichkeiten es akut gibt, Dich und die Kinder aus der Schusslinie zu bringen. Evtl. gibt es ja raeumliche Moeglichkeiten dazu?
Das war natuerlich bei mir nur der erste Schritt, hat nur die Situation erst mal entschaerft. Und genau das wuerde ich Dir raten. Entschaerfung.
Damit alle erst mal wieder zum Durchatmen kommen.
Ungenutzes Keller-App. wo man uebergangsweise ein Bett reinstellen kann ..... denk mal nach, ob es nicht so was geben koennte bei euch.Gruesse, Lindi
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Freundschaften?
*Hm*.... das ist etwas komplex und auch von den jeweiligen Umstaenden mitbeeinflusst.
Grundsaetzlich bin ich schon Jemand, der gerne "mit sich allein" in der Natur ist. Auch meine Hobbys (Pferde, Hunde) praedestinieren nicht unbedingt zu geselligem Tohuwabohu.
Das ist schon immer so gewesen.
Ich hatte (frueher) wenig Probleme Kontakte zu schliessen, war auch beruflich in einer "Laber-Branche"
und insofern war es dann der Ausgleich privat weniger Laber-Kontakte zu pflegen. Meine Herzensfreundin und noch ein paar "Nebenfreundinnen", Family plus Anhang, das hat mir gereicht.Jetzt lebe ich im Ausland, auf einem Kaff, SEINEM Kaff .... und selbst nach 12 JAhren ist es mir nicht klar, wer der Cousin, Schwager, Grossonkel von wem ist und weshalb ich bei bestimmten Leuten aufpassen muss, was ich so erzaehle und wo das "landet" und welche Folgen das hat....insofern erzaehle ich halt Niemand garnix. Privates, tiefes, schon gar nicht.
Und so hat sich das halt sehr zusammengezogen. Die Randbedingungen erschweren es noch zusaetzlich. Seit seinem schweren Autounfall 96 und der daraus resultierenden Berufsunfaehigkeit doch recht aermliche Verhaeltnisse...da scheidet schon mal viel aus. Weggehen, selbst wenns nur auf nen KAffee ist oder die Ausfluege und Touren die ich frueher mit Bekannten unternommen habe (zu Pferd)...oder sonstwas. Dass das nicht gerade "Kontaktfoerdernd" ist, ist klar.Jetzt war ich vor einigen Wochen in Deutschland zu Besuch......und fand das ganz seltsam, dass ich dort auf einmal mit Leuten wirklich REDEN und unbeschwert LACHEN konnte. Und habe wirklich einige Tage gebraucht, mich da wieder zu oeffnen. Zu sehr war ich es gewohnt, alles in mich reinzufressen, in mir zu verschliessen, bloss Niemand merken lassen.....das war fast schmerzhaft, in gewisser Weise....aber dann auch befreiend.
Das habe ich schon sehr vermisst.
Langfristig Freundschaften aufzubauen, mal sehen, ob es mir (wieder) gelingt. Hier jedenfalls nicht mehr....und dort? Schaun mer mal.Das war jetzt eine sehr gekuerzte Zusammenfassung......hoffentlich trotzdem "verstaendlich".
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Und wie gehts Dir grad? JETZT?Gruesse, Lindi
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Hallo FroileinNicole,
na siehste
! Spazierengehen mit Hund ist doch schon mal ein guter Anfang! Und der freut sich ja sicher auch, wenns mal laenger als nur die uebliche "Pipi-Runde" ist! Meiner hat jedenfalls zur Zeit so knackige "Baeckchen", wie noch nie! Wenn das bei mir nur halb so schnell und spektakulaer ginge, wie beim Hund 
Sozialkontakte schliessen....auch bei mir ein brachliegender Acker! Ueberleg halt mal, was es bei euch fuer Angebote gibt, weiss nicht, VHS mit Zeichen-oder Malkursen oder der "gute alte Turnverein" mit Angeboten, die Dich ansprechen wuerden.... ich finde, im Rahmen von "was zusammen machen" entstehen Kontakte noch am zwanglosesten....und diese gemeinnuetzig ausgerichteten Sachen sind ja oft erschwinglich. Monats-Abo im Schwimmbad ist auch billiger, als Einzelkarten! Wenn Du das gerne machst ....
Ueberleg halt, wo Du ansetzen kannst, was Dir Freude macht. Dir und nur Dir! Denn darum gehts jetzt erst mal.
Eine Portion *Motivation rueberreicht*
Gruesse, Lindi -
Hallo FroileinNicole,
ich finde Deinen Text gar nicht wirr, im Gegenteil!
Und wenn Dein Geschreibsel nur einem Einzigen Menschen beim klarwerden hilft, naemlich Dir selbst, dann ist das doch schon viel!
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10 kg in einem Monat: WOW! Da darfst Du stolz sein! Jawoll! Dein Koerper ist in gewisser Weise naemlich das sichtbare Bild dafuer, wie Du in der Vergangenheit mit Dir umgegangen bist. Dir selbst geschadet hast. Und dass sich da jetzt sichtbar etwas aendert.
Wegen dem Sport....ich habe nun seit etwa 1 1/2 Jahren angefangen erst zu Walken und seit ca 6 Monaten auch zu Joggen *aechz*. Am Anfang war es echt hart! Aber, das ist komisch, das haette ich nie gedacht, langsam faengt es an, eine Eigendynamik zu entwickeln! "Spass" waere jetzt zuviel gesagt, dafuer ist es (noch) zu muehselig
, aber ich bin danach immer sehr zufrieden mit mir, bin auch stolz auf meine Disziplin (nicht gerade eine meiner Staerken sonst) .....und auch seelisch tut es mir gut, weil ich sonst naemlich dazu neige, tatenlos "rumzuhaengen", mich zu verkriechen.....da ist das Projekt "Joggen" immer ein Anschubs, der sich aber nicht nur darauf beschraenkt, sondern der Elan und die Freude darueber, wieder was geschafft zu haben zieht langsam seine Kreise auch in andere Bereiche.Ich weiss ja nicht, wie Dein aktuelles Gewicht ist (musst Du auch nicht schreiben, wenn Du nicht willst) aber es gibt ja Gelenkschonende Alternativen.....Schwimmen z.B. oder Radfahren ...... fuer den Anfang zumindest. Damit sich alles auch wieder schoen strafft......
Dass ich davon abgenommen haette kann ich jetzt nicht sagen
, aber ich gehe so ungefaehr 2 mal im Monat in die Apotheke, auf so eine spezielle Waage, die den Koerperfett-Anteil misst....und da kann ich sehr deutlich erkennen, dass ich 3 kg Fett abgenommen habe und 4 kg Muskeln zu.....was unterm Strich bedeutet, dass ich zwar nicht abnehme, Brutto, aber sich die "Qualitaet" veraendert. Muesste mal den Jeans-Test machen und gucken, ob die aus dem letzten Jahr nun wieder besser passt :P.Ich moechte Dich ermutigen, es einfach anzupacken. Und sei es auch nur Spazierengehen fuer den Beginn. Dabei kann ich z.B. auch immer wunderbar nachdenken, ohne ins schwere Gruebeln zu verfallen. Und die Natur geniessen. Soll ja ein Traum-Herbst sein, bei euch, hab ich gehoert.....
Viele Gruesse, Lindi
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Hallo Jenny,
gut das Du fuer Dich das so erkannt hast mit dem Alkohol ;-). Klar, irgendwie muss Jeder fuer sich einen Umgang damit finden, als Jugendlicher besonders.....aber sei Dir halt bewusst, dass Du evtl. ein hoeheres "Risiko" mit Dir herumschleppst, als die Kumpels an der Uni. Ob Alkoholismus nun teilweise vererbbar ist (bzw. die "fehlerhafte" Verstoffwechselung) oder das Verhalten "abgeschaut" und verinnerlicht wird, ist nach wie vor nicht so ganz wissenschaftlich geklaert.....
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Nein, natuerlich wird Dein Verantwortungsgefuehl und die gefuehlte Schuld nicht "einfach so" verschwinden, wenn Du ausziehst. Das waere naiv, das anzunehmen. Aber zumindest gibt Dir raeumlicher Abstand die Moeglichkeit dazu, wieder klar zu erkennen, was wohin gehoert. Wenn Du permanent dem Kreuzfeuer und den Salven und den Vorkommnissen ausgesetzt bist, hast Du ja kaum Moeglichkeit dazu. Und dann ist die Mutter mal wieder kurz lieb, und schon denkst Du "ich kann doch nicht, ich muss doch..."
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Zimttee hat es schon ganz gut zusammengefasst. Es ist absolut normal, dass Jugendliche in Deinem Alter (manche etwas frueher, manche etwas spaeter) sich selbstaendig machen. Das gehoert zum Erwachsen-Werden dazu.
Die meisten Eltern sehen diesen Schritt ihrer Sproesslinge auch als weitere Entwicklungsstufe. Nicht alle sind froh und gluecklich darueber, da hat Zmttee, vielleicht ein ein bisschen idealisiertes Bild der "Normalo-Familie" .... aber nach einigem Hin-und-Her lassen die meisten ihre Sproesslinge ziehen. Weil es NORMAL ist! So wie der Zahnwechsel oder der beginnende Bartwuchs (bei Jungs, klar!).
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Was Du beschreibst, das "in sich reinfressen", mit Niemand reden koennen ....das allerdings kenne ich aus eigener Erfahrung. Und fuer mich war es damals eine regelrechte Befreiung, endlich hier im Forum mit Leuten zu sprechen...und all das, was ich so graesslich fand, mich so runtergezogen hat, als das zu erkennen, was es ist. Symptome einer Krankheit.
Das war ungeheuer erleichternd.Davon abgesehen koenntest Du Dich auch umsehen, wo fuer Dich Ansprech-Stellen sein koennten......Suchtberatung der Caritas, z.B. oder psychologischer Dienst an der Uni (wurde hier mal von Jemand Anderem beschrieben, dass es das gibt)..... einfach damit Du mal "eingenordet" wirst .....das ist "Sucht", das ist "emotionale Erpressung", das ist einfach nur "Humbug" ....es hilft ungemein, wenn die Dinge ploetzlich einen Namen haben und nicht mehr als grauslige unbebenennbare Monster unterm Bett lauern!
Viele Gruesse, Lindi
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Hallo Jenny,
Willkommen hier im Forum.
Ich kann Dir wenig aus meiner eigenen Erfahrung erzaehlen, da ich "nur" Lebensgefaehrtin eines (oder besser zwei) Alkoholikers war. Das ist noch mal anders, wenn es die eigenen Familie betrifft. Schon klar.Allerdings straeuben sich mir die Nackenhaare, wenn ich lese, dass "Du Dich am liebsten einfach nur zuschuetten willst", um der Situation zu entkommen!!!!!
Du weisst schon, dass DAS genau der Weg ist, den Deine Mutter eingeschlagen hat, gelle? Und das es das ist, was Du an ihr erlebst. Sich dem Schicksal ergeben, einfach nur zuschuetten....um was-auch-immer zu entkommen.
Haelst Du das fuer Dich wirklich fuer eine geniale Loesung?
Du bist 19, kannst also nun selbst entscheiden.
Auch wenn Du materiell noch nicht auf eigenen Fuessen stehst.Was ist denn mit Deinem leiblichen Vater? Da besteht doch Kontakt und auch Rueckhalt? Kannst Du nicht ubergangsweise zu ihm ziehen?
Mutter und Stiefvater Alkoholiker .... und er laesst sein Kind da aufwachsen und weiterhin leben.....HALLO??????Erst wenn Du emotional etwas Abstand gewonnen hast (und dafuer ist raeumlicher Abstand die Voraussetzung), kannst Du Dich mit den "Folgen" auseinandersetzen, z.B. Deinen Schuldgefuehlen, dem Verantwortungsgefuehl, etc....
So lange Du noch so hautnah drinsteckst, ist das schwer bis unmoeglich!
Also Schritt 1 vor Schritt 2.Dir einen regen Austausch mit anderen Betroffenen, Du bist ganz sicher nicht allein in dieser Lage!
Gruesse, Lindi
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Hallo Abbey,
nun hier "bei Dir".....
Nunja, so einige Stichworte hast Du ja schon erwaehnt....
"Helfersyndrom" ist sicher ein ganz wichtiges....wenn auch evtl. nicht der Ausloeser. Also mit Sicherheit "suchst" Du Dir nicht bewusst "hilflose" Partner, aber Du rennst auch nicht schnell genug, wenn sich solch ein "Maengelexemplar" in Deinem Leben einschleicht, sondern versuchst zu helfen..... was nicht geht, wie Du sicher auch schon erfahren hast.Wieso triffst Du nun also immer diese Typen?
Selbstwert ist hier ein Stichpunkt....hast Du je erfahren und gelernt, dass Du was Wert bist? Fuehlst Du das ganz tief in Dir drin? Oder sitzt die fruehe Erfahrung von den eigenen Eltern abgelehnt/abgeschoben (Pflegeeltern) zu werden unbewusst so tief, dass Du es insgeheim als "richtig" empfindest schlecht/lieblos behandelt zu werden.....war schon immer so, hast halt nichts anderes verdient, musst froh sein, wenn ueberhaupt Jemand sich Deiner annimmt...All so Gedanken wuerde ich mir machen...
Und, nicht vergessen, das Ganze funktioniert eben auch andersrum.... das heisst "hilfsbduerftige Menschen" (muss nicht unbedingt Alkoholiker sein, koennte auch alles moegliche Andere sein, psychische Probleme z.B.) habe auch einen Radar dafuer, wo sie andocken koennen. Und peilen zielstrebig eben solche an. Eine selbstbewusste Frau wuerde nach den ersten "Ausfall-Erscheinungen" sagen, nee, also Freundchen, bis hier und nicht weiter...und die Beine in die Hand nehmen.
LG, Lindi
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Hallo Abbey,
hast Du Dich schon mit der Co-Abhaengigkeit allgemein und insbesondere mit Dir auseinandergesetzt?
Denn Co-Abhaehgig bist und bleibst Du, auch wenn Du Dich aktuell grad von dem Mann getrennt hast.
Ich wuerde es mit dem Herpes-Virus (Lippenblaeschen) vergleichen. Diesen Virus hat man (sofern man ihn hat) immer in sich, fuer den Rest des Lebens.....er muss aber nicht zwangslaeufig zum Ausbruch kommen und ich kann ergruenden, in welchen Situation er virulent wir (Sonne, allgemeine Schwaechung, anrollende Erkaeltung) und diese Situationen meiden.Bei Dir wirst Du nicht drumrumkommen, zu schauen, was da in Dir so an verinnerlichten Erziehungs-Grundsaetzen schlummert. Eine Frau ist nur was Wert, wenn sie Teil eines Paares ist, eine Frau ist dazu "geschaffen" sich fuer Mann und/oder Kinder aufzuopfern.....und was es da in der Richtung noch so an gesellschaftlichen Maximen gibt....
Denn sonst ist der naechste "Juchuuuu, da liebt mich wer, egal wer-Effekt" absehbar.
Hast Du hier einen eigenen Thread, um einen gezielter persoenlichen Austausch mit Dir fuehren zu koennen?
Liebe Gruesse, Lindi