Beiträge von juergenbausf

    Hallo prinzessin, hallo enya,

    im Gegenzug gilt es zu bedenken, dass Lügen erst recht kein Vertrauen herstellt - auch nicht in die Fragestellung, ob jemand eine gute Mutter ist.
    Ich sehe die Ängste auch eher in der eigenen (Un)Sicherheit begründet, sich den Weg des (heimlichen) Trinkens in der Zukunft offenhalten zu wollen.

    Und das Ganze bitte trotzdem mit dem Ruf "eine gute Mutter zu sein".
    Wirkt doch eher so, als ob Ihr keine gute Mutter wart und das verheimlichen / leugnen wollt.

    Denn was bitte soll an der Botschaft "Ich trinke keinen Alkohol mehr" , angreifbar sein, so sie denn ernstgemeint ist.

    LG Jürgen

    Hallo carpenter,

    Zitat

    Das ist keine Frauenkrankheit, sondern eher die Eigenschaft, sich gefühlvoller zu äußern...den Beweis trittst Du ja in Deinem eigenen Post an
    Männer (auch ich) sind da meiner Erfahrung nach manchmal etwas direkter, ohne daß diese Direktheit immer zwingend nötig wäre. Man(n) könnte Dinge auch durchaus einfühlsamer ansprechen...das hat dann nicht gleich was mit Beschönigen der Wahrheit zu tun.

    das hast Du schön gesagt und das trifft es wohl auch.
    Wobei das bei mir sicher auch varriiert je nachdem wie lange ich die schönen Geschichten von "da hab ich wohl zuviel am Gläschen genippt" höre und wie grad meine persönliche Laune ist.
    Generell bin ich in der Tat der Meinung, dass ich ( man) den (mangelnden) Abstinenzwillen einen Süchtigen besser mit einem kräftigen Tritt in seine "Wohlfühlzone" denn mit Streicheleinheiten teste und (be)fördere.

    LG Jürgen

    Hallo sternenhimmel,

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    Auch ihn habe ich unter anderem auch schon beim Einkauf gesichtet,aber mich dann davon geschlichen.Er könnte mich ja ansprechen,weil ich ja schon lange nicht mehr dort war.Oder weil ich nichts mehr kaufe,könnt ja am Wein liegen!!Er würde mich bestimmt fragen und ich müsste mir dann irgenwie was einfallen lassen und wieder lügen und das möchte ich nicht mehr.Ich war schon guter Kunde und habe auch für den Schwiegervater,den es gar nicht gab,so einiges eingekauft.Hab mich und ihn belogen,dafür schäm ich mich mich ganz arg und ich bin bei dem immer auf der Flucht irgendwie.Aber ich kann mit leben.

    Wie wärs denn einfach mal mit der guten Botschaft, dass Du nicht mehr trinkst - also mit der Wahrheit ?
    Schon dumm, dass man dabei zugeben muss, dass man mal zuviel getrunken hat -- oder was ???
    Ist das ne "Frauenkrankheit", dass das "Beschönigen der Wahrheit (=Lügen) " weiter geht ?

    LG Jürgen

    Hallo c2...,

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    Guten Morgen,
    richtig, so wie die abstinente Alkoholikerin sich den ihr unbekannten "vorgeblich abstinenten" juergenbausf wahrscheinlich genauer ansehen würde...
    Jede Beziehung kann problematisch werden oder sogar scheitern. Das gilt auch für staubtrockene.
    Ein Vorteil einer Partnerschaft zwischen abstinenten Akoholikern ist, dass die jeweiligen Wohnräume und Umfelder schon kompatibel sind. Beide haben keinen Alkohol im Haus, beide meiden Orte, an den Alkohol getrunken wird, das soziale Umfeld beider ist informiert.
    Vielleicht wäre es keine schlechte Idee, eine Online-Partnerbörse für abstinente Alkoholiker einzurichten.

    es ist Dir mal wieder gelungen, viel zu reden, ohne das Wort "ich" zu verwenden.
    Ich habe noch keine "abstinente Alkoholabhängige" kennengelernt, die mir gefallen hätte, halte es eh für keine Partnerschaftsbedingung.
    Ich freue mich auf eine von Dir eingerichtete Partnerschaftsbörse.

    LG Jürgen

    Hallo,

    ach ja, bzgl. Ehrlichkeit.
    Da gehe ich sowieso ganz offen mit um, insoweit stellt sich das Problem bei mir nicht.
    In einer Internet-Börse würde ich das aber nicht zum Thema im Profil machen.
    Das ist eine private Sache, die ich in ersten Telefongesprächen oder Treffen ansprechen kann.

    Mittlerweile wurden mir allerdings so viele "assoziierte oder nicht assoziierte Störungen" als "Alkoholismus verkauft", dass ich lieber von Alkoholabhängigkeit und Abstinenz rede.
    Über meine anderen leichten oder schweren Erkrankungen kann ich getrennt reflektieren.

    LG Jürgen

    Hallo s.z.,

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    Pärchen die sich als "trockene" finden haben's extrem schwer und ziehen sich in aller regelmäßigkeit gegenseitig in den Keller, bis dann doch einer wieder abspringt, oder doch beide in die Grube fahren, also finde ich solltest Du eventuell ne Schippe Ernsthaftigkeit in Deinen Posts mit drauf legen.....

    ich gebe ja zu, dass ich auch sehr vorsichtig wäre mir eine "vorgeblich abstinente Alkoholikerin" als Partnerin zu angeln.
    Deshalb schaue ich ggf. halt etwas länger und genauer hin - ist doch mein gutes Recht.
    In dem Falle hatte ich c2... die Bemerkung mit den gleichen Interessen - nämlich Abstinenz (!) - aber durchaus als wohlwollend abgenommen.

    Dass hier gleich immer "Leute in die Grube fahren" , wenn jemand einen Rückfall baut, erschliesst sich wohl nur der eigenen Phantasie der Protagonisten. Ich frage mich ernsthaft, was der Doktor einem "Essüchtigen" nach Deiner "Methode" raten sollte, denn dem "muss" er ja quasi verkaufen, dass er es mit "kontrolliertem Essen" schaffen kann und nicht dass er sich "garantiert totfressen" wird.

    LG Jürgen

    Hallo cora,

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    Ein Grund warum ich nicht mehr zu den ** gehe - das Programm ist super und ich lebe danach aber ich stelle mich nicht hin und sage "Ich bin..." denn darauf bin ich bestimmt nicht stolz

    ich denke, es geht darum mit der Tatsache, "alkoholabhängig", "alkoholkrank", oder oder oder zu sein gar keine Gefühle mehr zu verbinden.
    Es als Tatsache zu akzeptieren, ohne Schuld, Leiden, Trauer, Stolz, Verlustängste oder oder oder.
    Es hat mich noch niemand in irgendeiner SHG getadelt, wenn ich mich als Jürgen, "alkoholabhängig" vorgestellt habe.
    Das darf ich auch 30 Jahre lang tun, wenn ich es so möchte.

    Also - nächste Ausrede, warum Du dort nicht mehr hingehst ... :)

    LG Jürgen

    Hallo uwe,

    und ich wollte darauf hinaus, dass ich beeinflussen kann - durch mein Denken - welche Gefühle in Zukunft entstehen werden.
    Dafür reflektiere ich natürlich in der Vergangenheit Erlebtes.
    Ich kann steuern, dass mir "Euphorie" hinter dem Mann an der Supermarktkasse - siehe mein Beispiel - nicht mehr kommt ...

    LG Jürgen

    Hallo Uwe,

    Zitat

    Was soll ein Gefühl, wie zum Beispiel überschwängliche Freude oder auch tiefe Trauer denn anderes machen, als plötzlich aufzutreten und auch ebenso abrupt zu verschwinden.

    Gefühle sind (in Massen) auch kontrollierbar bzw. steuerbar.
    Es ist eine falsche Annahme, dass Gefühle nicht beeinflusst werden können - siehe positives Denken versus negatives Denken.
    Denken beeinflusst Gefühle.

    LG Jürgen

    Hallo silberkralle,

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    auch hier andersrum - lungenkrebs, raucherhusten, raucherbein und und und sin worte die ich fast täglich hör - das ich am alk hätte verrecken können hab ich erst in der selbsthilfe erfahrn.

    das isn Ding ...

    Ich hab ja nie öffentlich viel getrunken, aber die, die am Alkohol verrecken würden oder könnten hab ich früh erkennen können. Könnten halt - genau wie beim Rauchen. Es war nur irgendwie normal (!) und Ihr Ding. Waren ja öffentlich als Säufer erkennbar und ich konnte das schon immer gut akzeptieren, wenn sich jemand zum Leben als Penner oder Säufer entscheidet.

    Ich hab (mich) nie dazu gezählt, weil ich (noch) nicht in der Phase war, wo mich Alkohol unmittelbar bedroht körperlich hätte ( also Hirnschäden, Leberschäden, Nervenschäden, Bauchspeicheldrüse, Krampfadern, Wasserbauch, etc ... ) .

    Einem mittelbaren Tod durch Alkohol ( Autounfall im Suff, Fahrradunfall im Suff, Sturz im Suff ) bin ich einige Male ( insgesamt 6-10 ) "von der Schippe gesprungen".
    Das stellt nach meiner Erfahrung bei bis zu 50% des durchschnittlichen deutschen Mannes meines Alters das "normale Risikoverhalten" dar.
    War halt lange alles irgendwie ziemlich "normal".


    LG Jürgen

    Hallo Uwe, hallo Matthias,

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    euphorie is ne feine sache und hat m.e. n riiesen "heilungspotential" - gefährlich wirds, wenn die euphorie plötzlich und unerwartet aufhört.
    deshalb weise ich gerne drauf hin, dass sie aufhören wird.

    ich meine nur die Euphorie über Abstinenz an sich.
    Ich habe ( und oder erlaube ) mir weder ausgeprägte Trauer oder Selbstmitleid über meine Trinkphase und auch keine Euphorie über meine Abstinenzphase.

    Das ist die Euphorie, die am Anfang auftrat, wenn ich an der Kasse am Supermarkt den Säufer vor mir seine Flasche auf das Band legen sah und dachte "ha, das arme Schwein, Du hast das hinter Dir, Du bist schlauer ..."
    Heute denke ich gar nichts mehr zu der Angelegenheit. Wenn ich sowas mal sehen sollte, dann sehe ich eine Flasche, einen Menschen und mache mir keine Gedanken mehr über ihn und mich.
    Das ist die Euphorie, die am Anfang auftrat, wenn ich zufällig bei einem Konzert o.ä. in eine Menge von Menschen - vielleicht sogar Bekannte - geriet, die sich kräftig "Alkohol verabreichten". Und ich dachte: "ha, die armen Teufel, die müssen das noch tun, ich habe das hinter mir ..."
    Heute denke ich weder über deren Leben nach, noch erlaube ich mir zu denken, dass ich es für immer hinter mir habe.
    Ich weiss nur, dass ich es nicht mehr möchte und tue viel dafür, dass ich es nicht mehr muss.

    Freude, ggf. Euphorie darüber, dass ich ein schönes Leben habe, erlaube ich mir jeden Tag. Hat aber nichts unmittelbar mit Alkohol zu tun, sondern mit einem schönen Spaziergang mit Hund bei Sonnenschein, mit wachsender finanzieller Unabhängigkeit und der Freiheit, meine eigenen Lebensvorstellungen unabhängig von finanziellen Zwängen zu verwirklichen. Freude, dass ich lebe. Freude, daß ich vergleichsweise gesund bin. Freude, dass ich Menschen habe, mit denen ich reden kann. Freude, dass ich Dach überm Kopf, Wärme, zu Essen habe und um mein Überleben nicht täglich kämpfen muss.

    LG Jürgen

    Hallo uwe,

    Zitat

    Sicher waren auch bei mir die Ursachen vielfältig (multikonditionalen Ätiologie), jedoch halte ich eine erblich bedingte Anlage (genetische Disposition) für zweifelhaft. Sehr glaubhaft hat mir mal ein Biologe erläutert, dass durch die eingeschränkte Zeugungsfähigkeit (Impotenz), sich das Thema Sucht/Depression geschichtlich (evolutionär) schon selbst erledigt hätte. Das macht es für mich zumindest weit erträglicher, wenn mir diese „Entschuldigung“ wegfällt – hat es nun doch etwas mit mir zu tun.

    ich bin zu radikaler Selbstverantwortung erzogen oder "sozialisiert", insoweit hat sich mir die Frage nach dem GEN usw. nie gestellt.
    Ich trank, weil ich trinken wollte.
    Ich lebe abstinent, weil es genug war.
    Wenn ich wieder trinken möchten sollte - na Du weisst schon - so tue ich das und übernehme die Verantwortung für ALLE Folgen.

    LG Jürgen

    Hallo Karsten,

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    scheint ja wieder mal ein Thema zu werden, wo mehr auf andere Menschen geschaut wird, als auf sich selbst

    das passiert selbst den Moderatoren hier mehr als gelegentlich ... :)
    Insofern nix schlimmes, normal, passiert Menschen wohl mehr als gelegentlich.
    Aber gern zurück zum Thema, es ging ja um die Süchte an sich ohne Ansehen von "Person und Stand".

    LG Jürgen

    Hallo mutig,

    da kann ich nun doch nicht den Mund halten, denn in diesem Fall ging es
    um das öffentliche Ausleben von "Nikotinsucht" und "Alkoholsucht".
    Es ging nicht um die anderen "Verdienste" der Protagonisten.
    Ich mache da keine Unterschiede in Person und Ansehen.

    Kritikloses öffentliches Ausleben von Sucht in Funk und Fernsehen befürworte ich nicht.
    Habe ich noch nie befürwortet.

    LG Jürgen

    Hallo mutig,

    Zitat

    richtig
    Nochnichteinmal gegen Helmut Schmidt konnte eine Klage durchgesetzt werden als er öffentlich Günther Jauch, im TV vollqualmte

    es wäre durchaus "zeitgemäss" und "angemessen" ihn schlicht und einfach nicht einzuladen.
    So kann ich ihn ja auch in seinen 4 Wänden interviewen.
    Gleiches gilt übrigens für Auftritte von "Helmut Berger" etc ...

    LG jürgen

    Hallo uwe,

    Zitat

    Einmal ist mir die Furcht oder Angst über Euphorie suspekt – Ich genieße diese Phasen – gerade wenn mir kreativ etwas gelingt, aber auch, wenn ich etwas erreiche, was ich ausschließlich meiner nüchternen Lebensweise zuschreiben kann. Ein Gefühl, dass ich nicht missen möchte. Ich weiß es allerdings einzuordnen und bin mir der kürze des „Lustgewinns“ bewusst. Jedenfalls ist es für mich kein Grund, mich zu verstecken.

    in dieser Frage habe ich vermutlich kein "normales Empfinden".
    Wobei ich das naturgemäss schlechter beurteilen kann als der Therapeut seinerzeit in der LZT.
    Auch der gab mir den Tipp mir durchaus öfter mal für das Geschaffte, Geleistete ( im Zusammenhang mit Abstinenz ) auf die eigene Schulter zu klopfen.

    Ich denke mal - ich fühle mich wohler, wenn es ein anderer Mensch tut.
    Da steckt die blöde Erziehung "Eigenlob stinkt" drin ...
    Ich kann es ja heimlich morgens vor dem Spiegel tun - ein weit verbreiteter und vermutlich guter(!) Tip.

    LG Jürgen

    Hallo Uwe,

    Zitat

    Die Akzeptanz, "alkoholabhängig" zu sein - ohne Hinterfragen von Gründen - erspart mir 98% Kopfkino und Nachdenken, was ich mir an Begegnungen mit Alkohol zumuten möchte.“ <, zwar verstehen – aber reicht das wirklich aus? Nach einer gewissen Zeit war mir eine formale Frage nach dem „Warum?“ schon wichtig – und sie hat mich weiter gebracht, da ich mich nun besser verstehe – was wiederum zu einer brauchbareren Akzeptanz der eigenen Person geführt hat. So ganz ohne Argument anzuerkennen, was ist, war mir nicht unumwunden möglich.

    danke für den Hinweis.

    Eine Frage, die ich ja vielleicht in 3,5,10 Jahren besser beantworten kann.
    Ich sehe es - Stand heute - eher als glücklichen Zufall an, dass ich "die Sache" in 8 Jahren exzessivem Saufen "erledigen konnte" statt 40 Jahre "Problemtrinker" zu spielen.

    Aus meiner aktuellen Sicht - was aber in den kommenden Jahren noch zu beweisen sein wird - hat die Sauferei und die erst daraus folgende Abstinenz (!) zur Einleitung eines "dritten Lebensabschnittes" bei mir geführt, der wesentlich mehr durch "Arbeit mit Menschen" als durch "Arbeit gegen Geld" geprägt sein wird.

    Insoweit ist eine positive Abstinenz und ein derart radikales Umdenken im Leben bei mir erst durch vorherigen Missbrauch des Suchtmittels Alkohol möglich geworden.

    Du merkst vielleicht - bei der Frage "Warum?" suche ich eher nach dem Sinn als dem Grund.
    Ist das einfach nur positives Denken ?

    LG Jürgen

    Hallo Hartmut,

    Zitat

    Juergen das du stabil bist weißt nur du aber auch für mich ist das auch der Eindruck.

    in diesem Satz stecken (für mich) zwei wichtige kleine Informationen.

    1. Dass bei jedem Süchtigen (Alkoholiker) nur "Gott" und der Betroffene wissen können, ob er 100% abstinent lebt.
    Daraus folgt übrigens (für mich), dass die Abstinenz eines anderen nicht mein Kopfkino beeinflussen sollte, sondern nur der Mensch selbst, in der Zeit in der er mir "begegnet".
    Wichtig sind ( für mich ) in dem Moment die Gedanken und Gefühle, die er mit mir teilen möchte. Nicht mehr und nicht weniger.

    2. Dass bei Dir - Hartmut - mein Selbstbild ( "empfundene Realität" ) und Deine Wahrnehmung meiner Person ( "Fremdbild" ) durch die Forenkommunikation übereinstimmen. Eine für mich wichtige Information.

    Nun könnte ich natürlich "ein versoffener Akademiker" sein, der gute rhetorische Fähigkeiten und ausgeprägte Langeweile besitzt und dessen Hobby es ist, bei anderen anonymen Menschen im Internet einen guten Eindruck zu erwecken, um sich selbst das eigene Problem kleiner zu reden und sich selbst über andere zu erheben. Das widerum könnte eine für die anderen wichtige Information sein, die sich über Kommunikation im Internet nur schwer erlangen lässt.

    Die letzte Ausführung ist nur ein Beispiel dafür, dass sich jeder von uns - bewusst oder unbewusst - je mehr er sich auf eine emotionale Bindung zu einem "Gesprächspartner" einlässt, auch ein Bild desjenigen zeichnet, dass manchmal nur der "eigenen Realität" entspricht.
    Völlig egal, ob nun "negativ oder positiv interpretiert".

    LG Jürgen

    Hallo uwe,

    Zitat

    Der unverwässerte Blick auf das Wesentliche, Hartmut, ist für mich die Sicht auf meine – ureigen persönlichen – Bedingungen, die mich der Sucht haben verfallen lassen. Dabei war das Suchtmittel unwesentlich. Für mich ist es ein Kausalitätsfehler, den Alkohol verantwortlich zu machen. Nicht der Alkohol ist die Ursache meines Leidens, sondern lediglich ein Mittel um die Ursachen zu verdecken. Daher kommt der Satz: „Aufhören alleine reicht nicht!“

    da möchte ich uneingeschränkten Beifall klatschen zu den Ausführungen.
    Und am Ende sogar noch die Kurve bekommen zum "Alkoholiker ohne Diplom".

    LG Jürgen

    Hallo carpenter,

    Zitat

    Ich bin einerseits froh, daß mir diese Euphorie fehlt und damit verbunden auch diese Stimmungseinbrüche nach der Euphorie, frag mich aber trotzdem, warum das bei mir anders läuft...ich mach mir da schon so ein paar Gedanken...

    das Kopfkino kannst Du getrost abschalten, ich bin ohne Euphorie (über Abstinenz ) bereits mehrere Jahre abstinent.
    Euphorie über Dinge, die mir in den vergangenen Jahren gelungen sind, gönne ich mir natürlich gern.

    Ich "fasel" aber nun auch nicht ständig, dass mir dieses oder jedes mit Alkohol nie gelungen wäre. Ich kann das nicht wissen, da ich immer nur einen Weg gehen kann. Ich bin den ohne Alkohol gegangen. Der Rest hat sich mit klarem Kopf aufgrund meiner eigenen Ansprüche, meines Intellektes, meines Fleisses, meines Glücks oder oder oder ergeben.

    LG Jürgen