Beiträge von juergenbausf

    Hallo carpenter,

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    Ich könnte mir vorstellen, daß die Anfangseuphorie bei Neutrockenen (die ich ja leider nicht habe) dazu führt, gleich noch mehr anzupacken...das halte selbst ich für gefährlich...genau aus diesem Grund versuch ich derzeit auch nicht mehr, die Ursachen für meine Alkoholsucht zu erforschen...das könnte zu viel Energie kosten, die mir bei meinem Bestreben, dauerhaft trocken zu bleiben, möglicherweise entscheidend fehlen könnte.

    ich nehme an, dass war eher sarkastisch gemeint, oder ?
    Euphorie über Abstinenz ist nämlich unangebracht und macht leichtsinnig.
    Freude an anderen Dingen, die einem (wieder) gelingen, ist doch auch ok.

    Ansonsten lebe ich auch mit der 98:2 Regel.
    Die Akzeptanz, "alkoholabhängig" zu sein - ohne Hinterfragen von Gründen - erspart mir 98% Kopfkino und Nachdenken,
    was ich mir an Begegnungen mit Alkohol zumuten möchte.

    LG Jürgen

    Hallo Hartmut,

    Zitat

    Ich muss mir doch keine Gedanken über andere Süchten machen, wenn ich trocken werden will. Lenkt doch von der eigentliche Intention ab. Das hat doch zeit bis ich stabil bin

    da bin ich 100% Deiner Meinung.
    Ich halte mich übrigens für stabil abstinent und gestatte mir daher auch "Gedankenabschweifungen" zu anderen Süchten.
    Ich habe sowieso nicht vor, ein einmal abgelegtes Suchtmittel wieder einzunehmen.
    Dafür müsste ich mit etwas Vergangenem wieder anfangen.
    Dazu neige ich per se gar nicht.

    LG Jürgen

    Hallo Speranza,

    Zitat

    Könntest du mir bitte die Unterschiede erklären? An was machst du das fest ob jemand kontrolliert raucht oder Suchtraucher Ist?

    das ist in etwa so einfach, wie die Feststellung, dass jemand anderes Alkoholiker ist - schlicht nicht möglich. Es gibt wie immer die üblichen Indizien ...

    Zitat

    Meiner Meinung nach hat das eine mit dem anderen nichts zu tun, auch als ständiger Raucher bin ich in der Lage vernünftig mit Alkohol umzugehen.

    Ich habe eben "nur" die eine Sucht nach Zigaretten.

    na das will ich doch für Dich hoffen ... :)
    Wenns mal schlimmer wird, in der richtigen Gesellschaft bist du ja bereits.

    LG Jürgen

    Hallo,

    einen Vergleich zu einer anderen Abhängigkeit habe ich persönlich doch noch zu bieten.
    Witzigerweise habe ich dies bereits vergessen vorhin ...
    Ich hatte vor 7-8 Jahren noch eine - edit, Medikamentenbezeichung entfernt, Linde - ( Medikamentenabhängigkeit ) am Hals, neben der bestehenden / beginnenden Alkoholabhängigkeit. War durch eine Schmerzerkrankung und Selbstmedikation mit den - edit, Medikamenten - und Alkohol so entstanden.

    Ich habe vor 7-8- Jahren die - edit, Medikamente - innerhalb von 6-8 Wochen runterdosiert und nie wieder eingenommen. Auch nie wieder darüber nachgedacht. Aber noch weitergetrunken, da mir meine Alkoholabhängigkeit entweder nicht klar war oder die Schmerzen die "Weitermedikation befürworteten".

    Mein Prinzip und der Umgang mit beiden Suchterkrankungen ist aber identisch:

    Niemals Wiedereinnahme eines abgelegten Suchtmittels.

    Es ist für einen abstinenten Alkoholiker allemal besser ein paar Jahre (sogar mehr als vorher ) weiterzurauchen,
    als auch nur ein einziges Mal wieder zum Alkohol zu greifen.

    LG Jürgen

    Hallo,

    was ich damit sagen wollte, ist, dass ein (selbst)verantwortlicher Mensch jeden Tag neu entscheiden kann, ob er eine Partnerschaft zu den gegebenen Konditionen aufrechterhalten möchte.
    Dem "nicht Betrunkenen" müsste das "theoretisch" ja sogar leichter fallen.

    Fur mich beweisen die meisten der Geschichten, dass zwei nicht (selbst)verantwortliche Menschen aufeinander getroffen sind.
    Inwieweit sich dies überhaupt mit dem Begriff Liebe vereinbaren lässt, da fehlt mir oft der Glaube.

    Da ich in den 8 Jahren meiner Saufzeit keine Partnerschaft mit Zusammenleben oder Kindern hatte, selbständig war,
    ein Haus mit erheblichen Raten selbst abbezahlte, war das mit der Verantwortung eher kein Thema für mich.
    Selbstverantwortung war schon deutlich weniger vorhanden.

    Das Saufen habe ich nach der 1. Autofahrt mit Filmriss an den Nagel gehängt. Kein Unfall. Keine Polizei. Nur das miese Gefühl.
    Wichtig war für mich der Filmriss ( = nicht mehr zu wissen wo ich war, was ich getan habe, 100% Kontrollverlust mit Auto als Waffe (!) )
    Sicher eher untypisch als erster Anreiz, um aufzuhören.
    Ich bin froh drum.

    LG Jürgen

    Hallo Hartmut,

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    Und sie endet nun mal tödlich wenn ich sie nicht stoppe. Irre ich mich da?

    ich kann die Frage - was Deine Person betrifft - nicht beantworten.
    Das kannst Du Dir aber selbst und tust es ja auch.

    Für andere einzelne Personen kann ich die Frage ebenso wenig beantworten.
    Für mich schon mit : erhebliche Gefahr auf alkoholbedingten Unfalltod oder fahrlässige Tötung anderer im Strassenverkehr.
    Das hat mir gereicht fürs Aufhören und fürs nicht mehr Anfangen.

    Ich werde nicht wieder anfangen zu saufen, weil ich die Alkoholkrankheit für nicht immer tödlich halte.

    Das Leben kommt wohl oft dem Tod durch Alkoholkrankheit mit anderen Krankheiten zuvor - z.B. Lungenkrebs - kann ja nicht jeder 100 werden.
    Mein Vater ist funktionierender Trinker seit 40-50 Jahren und wird sicher nicht auf der Strasse und auch nicht mit Sicherheit am Saufen sterben.
    Dazu ist er zu zuverlässig anderen gegenüber, hart gegen sich selbst und der Alkohol zu billig.

    Ich habe im Rahmen von sozialer Arbeit auch viel zu oft mit obdachlosen, aktiven Alkoholikern zu tun, als dass ich mir den Kopf darüber zerbrechen wollte, dass die alle "der Alkoholteufel holen" wird.
    Auch wenn in dieser Gruppe die Häufigkeit am höchsten ist.
    Ich akzeptiere jeden - ob er trinken möchte oder nicht - und das möchte sogar die Mehrheit derer, die ich auf der Strasse kennenlerne.

    Letztlich geht es bei der sozialen Arbeit auch eher um konkrete Hilfe, den Alltag, Krankheiten auf der Strasse zu bewältigen und darum überhaupt erst einen (vertrauensvollen) Kontakt aufzubauen.

    LG Jürgen

    Hallo Hartmut,

    ich habe ja solche Vergleiche angestellt.

    Ich halte diese Vergleiche bzgl. der Funktionsweise von Suchterkrankungen und der gesundheitlichen Auswirkungen auf die Gesamtgesellschaft für absolut machbar und zutreffend.

    Fresssucht z.B. halte ich für wesentlich fataler und lebensverkürzender als Alkoholsucht.

    Hilft mir vielleicht bei dem Gedankengang, dass es mich ja sooo schwer nun auch nicht erwischt hat.
    Ich kann abstinent leben und "fertig ist der Lack".
    Auf Essen verzichten wird einem Fresssüchtigen nicht wirklich helfen können.
    Der muss also lernen, kontrolliert zu essen !
    Ich hab mich grad heute gefragt, was wohl ein MS-Kranker ob der "Probleme" denken muss, die wir hier wälzen.
    Also meine "Alkoholabhängigkeit" bekommt keinen weiteren Schub, wenn ich abstinent lebe und die Pulle von mir fernhalte.
    Da darf ich auch mal "fröhlich" zur Kenntnis nehmen, dass ich es noch "gut getroffen" habe.

    LG Jürgen

    Hallo duza,

    Zitat

    Krankheit hin Krankheit her, ich werde mich nie mit ihm auf eine Stufe stellen lassen.

    ich erlebe es immer wieder, dass EX-Partner - auch unabhängig vom Alkoholismus - sich nach einer Trennung aufregen, dass Ihr EX-Partner x Jahre lange wirklich der allerletzte A.... gewesen sei ...
    Na Du kennst das sicher - auch von anderen.
    Ich lächele dann eher süffisant und sage: Aus irgendeinem Grund wird es ja x Jahre gepasst haben.

    LG Jürgen

    Hallo Uwe,

    schön zu hören.

    Die Aufgeregtheit mancher "Alkoholiker" gegenüber "dem Rest der Welt" erklärt sich mir persönlich auch nur aus der Tiefe oder Länge des Einschnitts und der mangelnden Möglichkeit oder Fähigkeit die Jahre der Sauferei als eine Lebensphase abzuhaken.

    Nun hat es aber auch jeden unterschiedlich gebeutelt, bevor er zu seiner Abstinenz fand.
    Ich schrieb es mal in einem anderen Forum: Ich bin ein W=1, N=3, X=8, TP=2, A=48
    Das ist naturgemäss ein ganz anderer Lebensweg wie ein W=5, N=8, X=27, TP=57, A=48 obwohl der gleichen Alters ist wie ich.

    LG Jürgen

    P.S.: W=Anzahl Wendepunkte bzgl. Alkohol, N=abstinente Jahre (01.01.-31.12.) , X= Jahre des Missbrauchs, TP=Anzahl Trinkpausen > 2 Wochen < 1 Jahr , A=Alter in Jahren. Die ersten 14 Jahre meines Lebens zähle ich bei N nicht mit, obwohl abstinent verbracht.

    Hallo Andreas,

    ich bin nie auf die Idee gekommen, hier einen "Fred" zu führen, in dem ich mein tägliches Leben wiedergebe.
    Ich denke, die möglichen Kopfschmerzen, derer die anders leben und die Alkoholabhängigkeit sowie seine Begleitkrankheiten und -umstände nicht als "bunte "Wiese" sehen wären möglicherweise gross.
    Für so etwas nutze ich mein Tagebuch und Live-SHGs.
    Ich kam allerdings auch erst hierher als ich schon mehr als 1 Jahr abstinent lebte.

    Für meine Abstinenz ist hier in diesem Forum wichtig, mich zu grundsätzlichen Fragen und Gedanken auszutauschen und vielleicht mal anderen einen Rat geben zu können - in der Sprache, die der jeweils Betroffene versteht.
    Es ist sicher auch wichtig, andere Betroffene überhaupt vorzufinden und sie über die Jahre zu begleiten, denn dadurch bin und fühle ich mich mit meiner Alkoholabhängigkeit und der Arbeit an meiner Abstinenz nicht allein.

    LG Jürgen

    Hallo prinzessin,

    ich frag mich bei manchen Beiträgen hier auch, ob das "der Lackmustest für Alkoholiker" werden soll und ob bzw. warum er für den Fragenden notwendig ist.
    Bei mir färbt sich auch nicht das Gesicht rot ( wie der Lackmus im Alkohol ) , weil mich jemand "Alkoholiker" nennt oder genannt hat.
    Ich kann mit allen Bezeichnungen von "alkoholkrank" bis "Alkoholiker" leben.
    Ich selbst verwende in Foren und privat (meistens) "alkoholabhängig" und "abstinent". Übrigens gern für alle - nicht nur für mich.

    Aus "Rücksicht" auf den Leidensweg und die Gefühle der "hier-sitzen-500-Jahre-Knast-Alkoholiker" und um unnötigen Diskussionen aus dem Weg zu gehen verwende ich in einschlägigen SHGs auch den Begriff "Alkoholiker" für mich.

    Carpenter ,

    Zitat

    Ich fänds schade, wenn Du die Segel streichst wegen Karsten und Hartmut...beide hättest Du in Ihrer Meinung damit nur bestätigt...Karsten in punkto Samthandschuhen (ein absurder Thread) und Hartmut mit seiner "es gibt nur einen - meinen Weg" - Einstellung.

    genau am Weglaufen trennt sich am Anfang der Abstinenz die Spreu vom Weizen. Mein Anfangsreflex war zu Beginn meiner Abstinenz auch manchmal "Weglaufen" - insbesondere wenn ich mich mal wieder zu Unrecht in eine falsche Schublade gesteckt fühlte - ich habe das gottseidank durch "Jetzt erst recht - ich stehe dazu und begründe meine Position durch Worte und Taten" ersetzen können. Ich schlucke auch mal ein Vorurteil und atme einfach 3 Tage durch. Meine Abstinenz war mir einfach zu wichtig, als dass ich sie durch Weglaufen gefährden wollte.

    LG Jürgen

    Hallo Cora,

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    Ich persönlich tu mir mit der Vorstellung "Ich bin Alkoholikerin" schwer. Nicht weil ich es nicht war haben will sondern weil ich in erster Linie ein Mensch bin der ganz normal lebt und eben an dieser Krankheit leidet.

    ich hatte auch am Anfang meiner Abstinenz auch eine solche Phase.
    Ich konnte ehrlicherweise eingestehen, dass es im wesentlichen an meinen eigenen Vorurteilen gegenüber "dem Alkoholiker" lag.

    Sobald ich die eigenen Vorurteile abgelegt hatte, war mir das Kopfkino, das bei anderen entsteht, ziemlich egal.
    Es sind Ihre Kopfschmerzen, die da entstehen.
    Ich erfülle diese Vorurteile schlicht einfach nicht und die Sache wird belanglos.

    Ich meine an mir zu spüren, dass auch eine Art "Angst" vor dem rückfälligen Alkoholiker entsteht, denn "der Typ" kann "meine eigene Stabilität und Abstinenz" bedrohen, wenn ich eine "emotionale Beziehung" zu Ihm eingegangen bin. Diese "Angst" vor meinem eigenen Rückfall führt oft zu einem "harschen" Verhalten denen gegenüber, die sich in - für mich gefühlte - Gefahr begeben.

    Ich kann dieses Problem lösen, indem ich innerlich jedem Menschen seine komplette Selbstverantwortung "zurückgebe" ohne mich, meine Authentizität und meine Gefühle aufzugeben.
    Gelingt nicht immer, der Weg ist auch da das Ziel.

    LG Jürgen

    Hallo carpenter,

    was bin ich froh, dass ich meine letztjährige Meetingleitung nach einem Jahr wieder abgeben durfte an den Nächsten, der sich daran versucht.
    Wir wechseln das in der Live-SHG alle 12 Monate - oder bei Ausfall des Protagonisten eben häufiger - und ich finde das gut so.

    Es kommen ganz unterschiedliche Stile, eine SHG zu führen, mal dran.
    Ich konnte durchaus erkennen, dass auch bei mir manches entspannter lief, nachdem ich die gedanklichen und tatsächlichen Eskapaden anderer als allein Ihre Baustelle begriff. Meine Meinung und Einstellung hat das nicht geändert. Aber ich war entspannter ob des Tuns anderer.

    In der Realität führen "Eskapaden" dann gelegentlich halt zu Unverlässigkeit bzgl. übernommener Aufgaben, was ich überhaupt nicht mag, da ich nicht so bin. Unzuverlässigkeit anderer führt bei mir zu Verlust von Vertrauen und damit irgendwann konsequenterweise zu einem "Beziehungsabbruch".
    Ich nenne es dann aber auch einfach so, wie es ist: "Unzuverlässigkeit".
    Ob jemand dafür wieder saufen musste oder nicht, ist für mich dann schon zweitrangig, solange er nicht das Bedürfnis hat, es zu erzählen und oder zu ändern.

    Ich arbeite in die Richtung, dass ich mir über das Kommen und Fernbleiben von Menschen in einer SHG keine Gedanken mehr mache und auch keine Gedanken über die möglichen Gründe dafür. Bringt nur eigenes Kopfkino, bei entwickelter "Beziehung" sogar Kopfschmerzen.
    Ich sehe zu, dass ich klarkomme, regelmässig das tue, was mir gut tut und mein Leben auf die Reihe bekomme.

    Klar "tret" ich auch manchmal anderen "in die Eier" - wenn ich es für sinnvoll erachte, denn Schmerz rüttelt einen aktiven Süchtigen überhaupt erst wach und ermöglicht überhaupt erst die Aufnahmefähigkeit des Gesagten.

    Ansonsten bauen sich hier manchmal auch "Konflikte" an sowas wie Sprachterminologie auf, schlicht und einfach deshalb weil "die Szene" irgendwann "eine eigene Sprache" entwickelt hat und diese oft kritiklos adaptiert wird. Wer diese Sprache nicht spricht, ist dann unter Umständen schon gefühlt verdächtig. Ich denke da an Sprüche über andere wie "Du bist nass in der Birne". Selbst wird sich dann gern "Nüchternheit", "Trockenheit", "trockene Gedanken" oder ähnliches attestiert. Wirkt naturgemäss wie eigene Selbsterhöhung und ein "nach unten treten", selbst wenn es nicht so gemeint ist.

    Ich versuche, da ganz bewusst nicht mit in die Sprachterminologie "einzusteigen".
    Selbst der Spruch "Ich bin ein Alkoholiker" enthält nach meiner jetzt mehrjährigen Erfahrung ein riesiges Spektrum an Interpretationsspielraum. Ich schrieb es ja an anderer Stelle, dass "Alkoholiker" im Grunde "Alkoholabhängigkeit" plus x ist.
    Statt das eigene x mal konkret zu benennen und getrennt zu reflektieren ( z.B. Depression, Psychose, Persönlichkeitsspaltung, Narzismus, Agressionsstörung, Angststörung, Gefühlsstörung, andere aktive Suchterkrankungen usw. ) wird meist eher ungewollt in andere "Alkoholiker" das eigene x mit hineininterpretiert. Das ist mitnichten zutreffend.
    Ich sehe das eher als "sehr bunte Wiese", was ich da erlebe.

    Bezüglich der Alkoholabhängigkeit rede ich von Abstinenz, bezüglich meiner vorhandenen anderen Diagnosen oder "Verhaltensstörungen" nenne ich möglichst diese Dinge konkret beim Namen und arbeite daran, für mich schädliche Verhaltensmuster durch "gesundes" Verhalten zu ändern.

    LG Jürgen

    Hallo contemplation,

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    Und diese scheiß Krankheit kotzt mich einfach an. So viel leid und fast ein ganzes Leben versaut!! So viele Leben für nichts und wieder nichts. Man dieser scheiß Alkohol, wenn ich könnte wie ich wollte, ichwürde allen Alkohol der Welt auf den Mond schießen!!! Und selbst das wäre noch zu wenig.

    diese Gedanken - so ich sie denn je hatte - habe ich mir längst abgewöhnt.
    Ich habe getrunken - so what.
    Irgenwas daran wird mir ja wohl gefallen haben.
    Es gibt nichts zu bereuen oder zu bejammern.
    Ich bin ein selbstverantwortlicher Mensch und jeder andere auch.
    Es gibt hunderte andere fiese Krankheiten, die ich auch nicht auf den Mond schiessen kann.
    Alkoholkrankheit ist da eine der harmlosesten.

    LG Jürgen

    Hallo c2...,

    Zitat

    Im Rahmen unseres zweiten Hobbys befragen wir abstinente Alkoholiker, weil wir davon ausgehen, dass sich die Suchtpersönlichkeit schon lange vor dem Erstkontakt mit Alkohol erkennen lässt. Unser (größenwahnsinniges) Ziel ist, Eltern, Lehrern, Erziehern und GPs handfeste Kritierien an die Hand zu geben, nach denen gefährdete Kinder (wir interessieren uns für 4-11Jährige) möglichst frühzeitig erkannt und in der voralkoholischen Phase hoffentlich abgefangen werden können, denn in dieser Phase trennen sich Süchtige von Nicht-Süchtigen.

    sicher interessant, die Frage ist aber eher, ob nicht an der Interessenlosigkeit des Vaters und der Überverwöhnung durch die Mutter gearbeitet werden kann und sollte.
    Also die "Dachschäden" der Erziehungsberechtigten ermitteln und "bearbeiten".

    Ansonsten halte ich es für sinnvoll, Menschen frühzeitig zur Selbstverantwortung zu erziehen und "Alkoholaufnahme" - ähnlich wie "Nikotinaufnahme" - gesellschaftlich mehr als "sinnlos" und "gesundheitsgefährdend" zu stigmatisieren.

    LG Jürgen

    Hallo,

    Zitat

    Das war ich. Mir hilft mein plakativer Aktionismus enorm und die Veränderungen sind für mich wichtig. Welche Veränderungen sind denn für dich wichtig? Ich parke auch noch vor der Haustür, aber in die andere Fahrtrichtung.

    wenn es Dir "hilft" - so what.
    So etwas in einen allgemeingültigen Zusammenhang mit Abstinenz zu bringen ist mir allerdings zu "hoch".

    LG Jürgen