Beiträge von juergenbausf

    Hallo,

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    eines meiner Hobbies seit 20 Jahren war Weinsammeln. Löse diese Sammlung gerade auf (befindet sich bereits physisch nicht mehr bei mir!). Liebe Moderatoren, bitte nicht schimpfen, das ich nicht alles gleich in den Gully gekippt habe, aber wir reden hier über den Wert eines Mittelklassewagens, neu, versteht sich. Ein Teil davon wird in ebay erscheinen. Der Rest wird oder habe ich schon verschenkt.

    kann ich verstehen, ich würde es einem Weinhändler anbieten oder einen anderen mit dem Verkauf gegen Provision beauftragen.
    Riechen an Wein würde ich mir verkneifen.

    LG Jürgen

    Hallo Dante,

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    Wenn Jürgen schreibt, die Liebe des Co's sei klebrig & lästig, dann erklärt er damit sein persönliches Empfinden in dieser Sache als allgemeingültig.

    da hast Du mich in der Tat "ertappt" und dies war meinem aktuellen Frust über die eigenen Süchte eben dieser Co-Abhängigen heute geschuldet.
    Dass diese Äusserung provozieren "musste" kann ich durchaus verstehen.

    LG Jürgen

    Hallo oldie,

    Kommunikation hat immer (!) 4 Ebenen.
    Die Sachebene ist nur eine.
    Mir persönlich hat die Lektüre über Kommunikationsmodelle sehr geholfen,
    meine Kommunikation, meine Reaktionen auf andere und die Reaktion anderer auf mich zu verstehen.
    Auch Schweigen auf eine Frage oder Vorwürfe ist Kommunikation.

    LG Jürgen

    Hallo,

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    Ich frage mich, welche persönliche Erfahrung hinter dem Beispiel der ausnutzenden Gattin, die nur am Geld ihres Mannes interessiert ist, steckt; das alles verbunden mit dem Seitenhieb, wenn sie schon das Geld liebt, dann muß sie die Konsequenzen tragen.
    Zumindest mir ist im Angehörigenbereich diese Gestalt noch nicht vorgekommen und erinnert mich an die Witze und Stammtischgespräche von Männern, die sich ihre persönliche Rechtfertigung für ihr Saufen zurechtlegen.

    ich vermute - gar keine, da es sich wie ich schon schrieb vermutlich um eine Drehbuchszene aus "Dallas" handelte.
    Solche Ausführungen dienen in aller Regel der " ungerichteten Provokation ".
    Ich kenne es als ein gutes Mittel der Kommunikation, um mit "sinnleeren Botschaften" die "Beziehungsebene" und zu anderen Personen
    und die "Betroffenheitsebene" von anderen Personen abzuklären.
    Wer nicht betroffen ist, springt nicht darauf an.
    Wer keinerlei "Beziehung" eingehen mochte, antwortet gar nicht erst.

    LG Jürgen

    Hallo speranza,

    ich schrieb: "Sie konnte mir nicht helfen. Sie trank sogar gut mit."

    Zitat

    Es muss dir doch bekannt sein dass sich ein nasser Alkoholiker nur selber helfen kann? Aber warum lässt er sich überhaupt auf so eine Beziehung ein?
    Um danach total schlecht über die Co zu reden die schliesslich auch krank ist?

    Es ist erstaunlich (für mich), dass Du diese Aussagen als "total schlecht reden" empfindest. Das sind einfach nur Fakten gewesen. Ich konnte Ihr übrigens bei Ihrer aktuellen Tiersucht und Kaufsucht ja auch nicht helfen und habe deshalb (auch für sie) einen endgültigen Strich gezogen unter meine "Hilfeversuche". Bzgl. Alkohol war sie eher auch keine Co., so sahen wir darin beide damals nicht das grösste Problem.

    LG Jürgen

    Hallo c2...,

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    Hallo,
    gut gemacht. Wenn man nach 16 Stunden aus dem Meeting heimkommt, seinen 12-Zylinder in der Doppelgarage abgestellt hat, seinem laufenden Gärtner leutselig zuwinkt und die Gattin seltsam hastig und mit rotfleckigem Gesicht aus dem Schlafgemach stürmt und unverlangt ein Wasserglas voll Single Malt zur Begrüßung reicht, wird es Zeit, die Beziehung zu überdenken...

    ... Larry Hagman und Dallas lassen grüssen.

    LG Jürgen

    Hallo c2...,

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    Die (echte) Co-Abhängigkeit ist eine komplizierte Symbiose, wobei Wirt und Parasit zwischenzeitlich auch vertauscht auftreten können, etwa wenn der Alkoholiker noch gut funktioniert und das Familieneinkommen und den Lebensstandard auch des Partners sichert. Im Verlauf der Krankheit wird der Kranke zwar oft zum Parasiten, aber meistens durchaus mit dem Einverständnis des Wirtes, der sich in der Helfer-, Komplizen- und Beschützerrolle als kompetent bestätigen kann.

    sehr schöne Beschreibung. Ich konnte seinerzeit noch in Phase 1 aussteigen, lange bevor ich zum "Parasiten" wurde. Ich bin aber "todsicher", dass sie auch Phase 2 gern mit mir gegangen wäre - aus "Liebe" und Selbstbestätigung in der Helferrolle.
    Sie konnte mir nicht helfen - sie trank übrigens sogar gut mit.

    LG Jürgen

    Hallo Georg,

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    PS: Falls Du Lust hast, kannst Du hier gern auch die Fragen von Jonas beantworten. Die finde ich nämlich sehr passend für mich. Wie immer genau auf den Punkt gebracht.

    ich denke, das was ich als gut gemeinten Rat meinte, ist wohl als "Handlungsanweisung" rübergekommen.

    Auf mich wirkte es halt wie "Super-Schorsch", weil du Dir neben den nötigen Aufgaben und Verpflichtungen noch unnötige ( Pressesprecher, SHG-Leitung, etc ... ) oben draufpackst.
    Wenn Du das - in Anbetracht Deiner Gründe fürs Trinken - so weiterbetreiben möchtest, ist das Deine Sache.
    Ich bin kein "Hochaktiver" mehr, ganz einfach weil das (m)einen Trinkrückfall sehr begünstigen würde.
    Ich trank aus Stress, Überlastung, Selbstüberschätzung und um das Fremdbild aufrecht zu erhalten.

    LG Jürgen

    Hallo,

    ich denke, ich habe meiner Frustration über "meine ehemalige Co-Abhängige", die mich seit Jahren Ihrerseits in Ihre Süchte hineinzuziehen versucht (hineinzieht), etwas Luft machen müssen.
    Sie Ihrerseits stellt Ihre Süchte auch noch unterschwellig als Ventil für unsere gescheiterte "Beziehung" dar - statt sich selbst mal drum zu kümmern.
    Da bin/war ich nun wieder anders, ich habe immer die Selbstverantwortung für meine Sucht übernommen.
    Ich halte mich einfach ein paar Wochen mit solchen Pauschalaussagen zurück, dann passt es schon.

    LG Jürgen

    Hallo oldie,

    Du hast recht, wenn Du Dich gegen Verallgemeinerungen wehrst.
    Hätte ich ja auch getan, wenn ich mich angesprochen fühlte.
    "In aller Regel" zielte auf das typische 80:20 Verhältnis ab.

    Ich habe Erfahrung mit einer Co-Abhängigen, die Schuld für mein Saufen würde ich Ihr aber niemals geben.
    Sie wäre aber heute noch mit mir eng befreundet und wenn ich 3 Flaschen Schnaps am Tage trinken würde.
    Sie hätte mich auch aus Liebe "bis in den Tod gepflegt".
    Ich trennte mich von Ihr.
    Im weitesten Sinne kam es Ihr schon entgegen, dass ich durch meinen Suff weniger entscheidungsfähig und kritisch war.

    80% der Co-Abhängigen, die ich seitdem in SHGs kennenlernte, reden zuviel vom Alkoholiker und treten jahrelang auf der Stelle,
    weil sie den Glauben an Ihre Zukunft ( allein! ) verloren haben.

    Co-Abhängige sind oft auch "Täter" in einer Beziehung mit dem Alkoholiker.
    Sie "speisen die Energie ein", die eine kaputte Beziehung aufrecht erhält.

    LG Jürgen

    Hallo,

    Co-Abhängige klammern sich in aller Regel deshalb noch an den Alkoholiker, weil sie meinen dass bei Ihnen "allein nichts geht".
    Mit "Liebe" hat das in aller Regel gar nichts (mehr) zu tun.
    Da wird sich konsequent selbst belogen.
    Der Alkoholiker empfindet diese "Liebe" eher als klebrig und lästig.

    LG Jürgen

    Hallo georg66,

    für die unfreundliche Ausdrucksweise meiner damaligen Worte entschuldige ich mich gerne. Ich war - zugegebenermassen - nicht sooo freundlich drauf den Tag. Inhalt steckte dennoch drin in meinen Worten.

    Ich erlebe Dich hier in Deinen Berichten als "Super-Schorsch", der morgens seinen blau-roten Umhang überwirft, keine Überlastung kennt, überall dabei sein muss, alles regelt und sich dann noch in der SHG Gedanken über die Motive und die Trockenheit der anderen Protagonisten macht.

    So ähnlich habe ich mich mal in meiner LZT aufgeführt, was relativ schnell zu Problemen mit anderen "Mit-Insassen" führte.
    Ich durfte dies nach einigen Wochen (später über mich selbst lachend) erkennen und zurückfahren.

    Ich habe getrunken, weil ich mich mit meinen eigenen Überlastungen, Schmerz nicht auseinandersetzen wollte und konnte.
    Das Fremdbild, das ich bei anderen erzeugte, stimmte überhaupt nicht mit meinem Inneren überein, wenn ich abends allein war.
    Ich erkenne bei Dir auch solche Verhaltensmuster.
    Lerne, die Hälfte zu machen. Lerne Überlastungen zuzugeben. Lerne, Dir Hilfe zu holen.
    Weitere (Helden-) Aufgaben annehmen ist völlig kontraproduktiv.

    LG Jürgen

    Hallo carpenter,

    1. Freut es mich, dass du hier immer noch sehr aktiv bist. Damit beweist Du den Willen, abstinent zu leben und gedankliche Veränderungen zuzulassen.

    2. Habe ich an mir bemerkt, daß manche Diskussion ( im real life ) ganz anders abläuft, wenn ich einfach mal 3,4,5 Minuten nichts sage und nur zuhöre. Klingt einfach, ist es aber gar nicht. Habe ich in den letzten Jahren in meinen SHGs gelernt und hat mir schon einige Male geholfen ( den anderen Diskutanten übrigens auch ) .

    3. Wollte ich noch anmerken, dass Du weniger an der "Kompensation von Schuldgefühlen" Deinen Jungs gegenüber arbeiten solltest, sondern zu gegebener Zeit an der Aufarbeitung Deiner vergangenen "Verfehlungen" und "Versäumnisse" mit den Betroffenen. Deine Wortwahl im Zusammenhang mit der Abholung Deiner betrunkenen Jungs deutete für mich auf ein "Kompensationsbedürfnis" hin. Kompensation überlagert aber nur und beseitigt nicht. Ablegen von Schuldgefühlen - eventueller in einer gemeinsamen Therapie - ist viel sinnvoller.

    4. Ich wünsche Dir viel Erfolg und Ausdauer auf Deinem neuen Lebensweg.

    LG Jürgen

    Hallo carpenter,

    Zitat

    Es gibt genaugenommen nur eine einzige Person, die mich in eine derartige Rage bringt, daß ich gegen jegliche Vernunft handle und total ausraste...

    daran wirst Du arbeiten müssen, denn eine solche Person im direkten Umfeld ist keine dauerhafte Basis für eine stabile Abstinenz.
    Es gibt zwei Möglichkeiten der Veränderung: selbst nicht mehr so in Rage kommen oder Person und Streit vermeiden.

    LG Jürgen

    Hallo Hartmut,

    Zitat

    Unwissentlich das es dich in Gefahr bringen konnte oder bewusst weil du anderer Meinung warst?

    nun, wissentlich sicherlich nicht.
    Eher Unwissenheit / Leichtsinn in den ersten 6 Monaten meiner Abstinenz.
    Unterschätzung der Krankheit durch mich und meine Begleitung.
    Meiner Begleitung kann ich das ja nicht vorwerfen.

    In den betreffenden Situationen damals konnte ich mein Unwohlsein auch nicht sofort äussern und die Situation abbrechen.
    Ich habe es dann eher erduldet, bis es vorbei war, das würde ich heute nicht mehr tun.

    Dass ich heute anders denke und handeln würde, habe ich mit Sicherheit meiner umfangreichen Beschäftigung mit dem Thema zu verdanken.
    ( 2-mal die Woche SHG und Forum hier fast täglich )

    LG Jürgen

    Hallo Hartmut,

    ich konzentriere mich im wesentlichen darauf, selbst abstinent zu leben.

    Ich kann nicht das Leben anderer Alkoholiker regeln, das ist Ihre Sache.
    Ich bin nun mehrere Jahre abstinent und habe - im Rückblick - am Anfang auch manche Dinge gemacht, die ich heute nicht mehr machen würde.
    ( z.B. betrunkene Freunde fahren, zu lange auf einer feuchtfröhlichen Geburtstagsfeier bleiben bzw. überhaupt hingehen, etc. )
    Ich bin nicht rückfällig geworden, aber auch nicht hochmütig geworden.
    Ich denke heute im Rückblick eben nicht - na siehste geht doch - sondern - nee danke laß mal lieber beim nächsten Mal.

    Insoweit kann ich nur empfehlen, 100% die Abstinenz an die 1. Stelle stellen und mit der Materie Alkoholabhängigkeit beschäftigen.
    Der Rest an Persönlichkeitsveränderung und Gedankenveränderung wird sich ( hope so ) von selbst einstellen.

    LG Jürgen