Moin Katha,
danke für Deine ausführlichen Betrachtungen 
Zitat
Ich habe den Eindruck, dass in SHG´s seit Jahren vermehrt auch Gedanken und Probleme auf den Tisch kommen, die mit der Krankheit Alkoholismus direkt nichts mehr zu tun haben. Einfach aus dem Grund, weil immer mehr Menschen kaum noch Jemanden haben, mit dem sie diese Probleme besprechen können. Wenn es aber den Menschen hilft, sich auszusprechen, um den Druck wegzunehmen und sie dadurch stabil bleiben, höre ich gern auch 111 Mal zu.
Ich erzähle in den Live-SHG's durchaus die "schrägen Gechichten" aus meinem täglichen Leben, weil ich genau dort dies durch Erzählen auch verarbeiten kann und damit meine Ausgeglichenheit herstellen oder erhalten kann ...
Dort wird zwar nicht diskutiert und kommentiert, dennoch begreife ich spätestens nach 2-3 Mal, wie ich mit den Dingen, die mir so beim Labern, Lieben, Leben, Lachen, Leiden so begegnen, im Einzelfall umgehen sollte und werde. Oft kann ich ja bereits über vergangene Dinge lachen, wenn sie nur 1 Woche her sind.
Da sind halt die Geschichten, was ich erlebe, wenn ich auf die "Reste vom Schlagermove" oder auf die "Harley Days" treffe oder wieder mal beim Milchkaffee in der Schanze rumsitze.
Auch in meiner WG ist ja relativ viel Bewegung und wenn nichts klappt, klappt auch oftmals die Tür nachdem die vereinbarte Zeit abgelaufen ist.
Manche verschwinden auch einfach, so isses halt, wenn ich auch Menschen in "schwierigen Lebenssituationen" ein Zimmer anbiete.
Vieles von dem was ich erlebe kann und will ich hier in diesem Forum nicht wiedergeben.
Das gehört eher in ein anonymes Meeting, wo es vergessen ist, wenn das Meeting vorbei ist.
Gruß Jürgen