Beiträge von juergenbausf

    Moin frank,

    Zitat

    Rückfälle zu verschweigen ist kontraproduktiv, egal wie spöttisch manche Kommentare hier sind.
    Jeder, wirklich jeder hat die Chance trocken zu werden, auch ich

    richtig, und jeder hat jeden Tag die gleiche Chance.
    Es ist nur saufen oder nicht saufen was zählt, alles (respektlose) Gerede (über andere) ist am Ende für "die Tribüne".
    Ich respektiere und bewundere Deinen Mut, Dich der Kritik hier zu stellen.
    Ich wünsche Dir wirklich viel Erfolg, auch wenn ich das nur marginal beeinflussen kann.
    Du bist der Gegner in Deinem Ring.

    Gruss Jürgen

    Hallo Maria,

    ich verlängere meine "selbstverordnete Forenpause" bis Montag, den 01.09.14.
    Bis incl. 31.08.14 logge ich mich hier nicht mehr ein.
    Die gestellten Fragen laufen nicht weg und ich auch nicht.

    Gruß Jürgen

    P.S.: Mir geht es gut, ich lebe abstinent, kann meine täglichen Sorgen und Probleme bewältigen bzw. einer Lösung zuführen. Ich erlebe positive Dinge im Umgang mit anderen Menschen.

    Hallo Maria,

    ich mache eine weitere "selbstverordnete Forenpause" bis Montag, den 04.08.14.
    Bis incl. 03.08.14 logge ich mich hier nicht mehr ein.
    Die gestellten Fragen laufen nicht weg und ich auch nicht.
    Ich bin auch gern bereit, dann in Ruhe darauf einzugehen.
    Ich denke, es ist für meine Abstinenz (Gesundheit) und die Abstinenz (Gesundheit) aller anderen Beteiligten förderlicher, wenn wir hier nicht unnötig weitere (verbale) Konflikte suchen.
    Ich gehe davon aus, dass in 3 Wochen eine emotional unaufgeregtere Unterhaltung möglich sein wird als zur Zeit.

    Gruß Jürgen

    Moin Matthias,

    Zitat

    besonders am anfang ist ne abweichung n risiko --> n "indivitueller weg" wer das will, dem kann ich nur noch schreiben wie riskannt sein tun is - ja ich bin selber einige risiken eingegangen - einfacher und leichter is es ohne bewustes risiko.

    genau darum geht es mir.
    Ich als abstinent lebender Alkoholiker erlebe "natürlich" auch so etwas.
    :shock:
    Wichtig ist doch dann meine Reaktion auf solche Ereignisse und dass ich so etwas hier schreiben "darf" ohne Angst haben zu müssen, "beschimpft" zu werden.
    Ich habe mit Sicherheit noch nie an den Grundbausteinen rümgemäkelt und handhabe einiges was mich und meinen häuslichen Bereich angeht sogar sehr viel strikter als manch einer hier.
    Nur bin ich keine 70, nicht verheiratet, ledig und habe noch einen Testosteronspiegel.
    Wenn mir da "die falsche" Frau begegnet, bei der ich dann "plötzlich" ihr gegenübersitze, sie ein Bier in der Hand und sie küsst mich, als gäbe es kein morgen, dann möchte ich mal wissen, wer hier den Spruch "Ich bin Alkoholiker, keine Küsse bitte" rausholen würde ...
    Aber vermutlich ist das ja bereits ein Rückfall, ein Frau geküsst zu haben, die ein Bier getrunken hatte !? :shock:
    Dass das im Nachgang oft nicht passt, weil sie jeden Abend ein Bier trinken möchte, steht doch auf einem ganz anderen Blatt.

    Gruß Jürgen

    P.S.: Nun aber ein schönes Wochenende.

    Moin Maria,

    Zitat

    ich hätte auch drüber schreiben können, wie es ist, solche Erfahrungen zu machen oder machen zu müssen.

    Aber ganz ehrlich gefragt, warum sollte ich das tun?
    In diesem speziellen Faden ging es nie darum, sich ein Leben ohne Alkohol aufzubauen. Sondern sich eine selbst gezimmerte Fassade aufrecht zu erhalten. Zumindest ist es das, was ich daraus gelesen habe.



    um denen zu helfen, die es (angeblich) zu schützen gilt.

    "Neulinge", die sich die gleichen Fragen wie Manni stellen bzw. in der gleichen Situation sind.
    "Neulinge", die Ihre Verzweiflung und Ihren Frust anders oder gar nicht äußern.
    Ich hatte keine Partnerin oder Saufkumpels (mehr), die ich "hätte vom Hof jagen müssen", wenn sie mein Leben nicht "nach meinen Spielregeln" weiterspielen.

    Gruß Jürgen

    Moin Katha, moin Matthias, moin @all,

    Zitat

    Soll ich meine Frau verlassen, weil sie abends ihren Feierabendwein trinkt?
    Kontakt zu besten Freunden aufgeben nur weil sie Alkohol trinken?
    Mein Hobby aufgeben weil dort wahrscheinlich Alkohol konsumiert wird?
    Die einsame Berghütte dem All inclusive Urlaub vorziehen, weil es dort keine Hotelbar gibt?

    die "Beantwortung" dieser Fragen von Manni durch ehrliche Erzählung, wie es zu diesen Fragen im eigenen Leben lief habe ich vermisst.
    Lediglich Matthias hat dazu einen Ansatz gestartet, danke dafür.
    Ich mag ja "ein Idiot sein", aber ich erinnere mich dunkel, dass auch Du Matthias bei der Suche nach einer neuen Partnerin nicht immer vor den Grundbausteinen, sondern oft vor geöffneten Weinflaschen standest.

    Die "Arroganz" mit der hier im Forum - ohne konkrete eigene Erfahrung z.B. zu der o.a. Frage "Soll ich meine Frau verlassen, weil sie abends ihren Feierabendwein trinkt?" auf andere mit den Grundbausteinen "eingedroschen" wird, ist mir oft kaum erträglich.
    Wo sind die 5 Langzeitabstinenten, die in diese Frage in Ruhe etwas Licht bringen können durch Erzählung, wie es bei Ihnen letztlich über die Jahre gelaufen ist ???

    Gruß Jürgen

    Hallo Andi,

    Zitat

    Für mich hätte so etwas, in meinem damaligen Zustand ernsthafte negative Konsequenzen haben können.

    ich schreibe hier kurz nochmal was in Deinem Faden und auch einmal im offenen Bereich, da es für alle interessant sein dürfte.

    Ich habe mir abgewöhnt, Sätze mit hätte, könnte, würde, sollte, müsste usw. gegenüber anderen "zu bringen", da sie nicht der erlebten Realität entspringen, sondern der Phantasie.
    Sie sind nicht geeignet, das Handeln oder Denken anderer Personen in positiver Weise zu verändern.
    Sie triggern völlig unnötig die Gefühle Sorge/Angst (eigen) und Schuld (fremd) .

    Gruß Jürgen

    P.S.: Wenn Du mich dabei ertappst, dass ich es doch einmal tue, weise mich bitte darauf hin. Ich bin ja nicht perfekt. Aus den o.a. Gründen möchte ich solche Formulierungen vermeiden.

    Hallo Andi,

    Zitat

    Aber: Ich finde, wir sollten dabei bedenken, dass wir hier im Offenen Bereich, sozusagen im Eingangsportal des Forums schreiben.

    Dort wo diejenigen grad frisch ankommen, die ggf. erst Tage abstinent leben.

    Für mich hätte so etwas, in meinem damaligen Zustand ernsthafte negative Konsequenzen haben können.

    Schiebst Du nicht mit einer solchen Aussage anderen Personen die Verantwortung für Dein Handeln zu ?

    Ich war ja auch 16 Wochen in einer Langzeittherapie und bin dort 100-150 anderen Personen begegnet, die lernen wollten, auf Alkohol zu verzichten. Also Meinungskontrolle gab es dort nicht!

    Ist es nicht meine Aufgabe, mir aus allem was gesagt wird, das Notwendige und Richtige herauszufiltern ?
    Kann Abstinenz überhaupt auf Dauer ohne Selbstverantwortung funktionieren?
    Soll oder kann das hier überhaupt ein "Meinungs-Schutzraum" werden, der Menschen abstinent hält ?

    Gruß Jürgen

    Moin Manfred,

    Ich würde mir auch mehr Toleranz hier wünschen.
    Ich fände es besser, wenn sich hier jeder auf seine eigene Alkoholsucht konzentrieren würde.
    Ich fände es besser, wenn ich Dir die Zeit geben dürfte, die Du benötigst, um Dir die oben markierten Fragen selbst zu beantworten - wie auch immer. Auch wenn es Jahre dauern sollte.
    Ich bezweifle, dass ein Konzept der "agressiven Nachsorge" mehr Erfolg bringt als ein Konzept, das auf Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen setzt und ihm diese auch lässt.
    Auch meine "kritischen" Beiträge werden ja bereits zensiert und ich offen aufgefordert, das Forum zu verlassen.
    Ich wüsste nicht warum.
    Ich habe noch keine sachliche Begründung dafür gehört.

    Gruß Jürgen

    Moin Manfred,

    Vorsicht mit Deinen Vorsätzen. :shock:
    Ich definiere von vornherein keine Bedingungen, unter denen ich wieder saufen werde oder würde.
    Es soll ja neben der Altersdemenz auch die "Alkoholdemenz" geben.
    Die setzt auch und gerade des öfteren vor dem ersten Schluck ein. :roll:

    Gruß Jürgen

    Moin Matthias,

    Zitat

    deshalb geh ich da bald weg (oder ich bleib gleich fern), wo s nur bier gibt - und nehm mein wasser mit.

    das können im Grunde nur Kumpels sein, die auf Bierkisten sitzen.

    In jedem öffentlichen Lokal oder auf jeder Party, die ich kenne, gibt es auch alkoholfreie Getränke.
    "Wo nur Bier getrunken wird" da bleibe ich fern, entspricht eher meinem Gefühl.
    Das liegt insbesondere aber auch am Ergebnis der Sauferei.
    Dort wo nur getrunken wird, ist es sinnlos sich länger aufzuhalten, wenn man nicht mitmacht.
    Das wird jeder vernünftige Mensch so sehen, der nicht oder kaum trinkt.

    Kann aber im übrigen nicht schaden, Selters dabei zu haben, denn die Preise dafür in einem Lokal sind ja manchmal recht saftig.
    Da kostet der Liter umgerechnet schnell mal 12-15 EUR.

    Gruß Jürgen

    Moin Katha,

    danke für Deine ausführlichen Betrachtungen :wink:

    Zitat

    Ich habe den Eindruck, dass in SHG´s seit Jahren vermehrt auch Gedanken und Probleme auf den Tisch kommen, die mit der Krankheit Alkoholismus direkt nichts mehr zu tun haben. Einfach aus dem Grund, weil immer mehr Menschen kaum noch Jemanden haben, mit dem sie diese Probleme besprechen können. Wenn es aber den Menschen hilft, sich auszusprechen, um den Druck wegzunehmen und sie dadurch stabil bleiben, höre ich gern auch 111 Mal zu.

    Ich erzähle in den Live-SHG's durchaus die "schrägen Gechichten" aus meinem täglichen Leben, weil ich genau dort dies durch Erzählen auch verarbeiten kann und damit meine Ausgeglichenheit herstellen oder erhalten kann ...
    Dort wird zwar nicht diskutiert und kommentiert, dennoch begreife ich spätestens nach 2-3 Mal, wie ich mit den Dingen, die mir so beim Labern, Lieben, Leben, Lachen, Leiden so begegnen, im Einzelfall umgehen sollte und werde. Oft kann ich ja bereits über vergangene Dinge lachen, wenn sie nur 1 Woche her sind.
    Da sind halt die Geschichten, was ich erlebe, wenn ich auf die "Reste vom Schlagermove" oder auf die "Harley Days" treffe oder wieder mal beim Milchkaffee in der Schanze rumsitze.
    Auch in meiner WG ist ja relativ viel Bewegung und wenn nichts klappt, klappt auch oftmals die Tür nachdem die vereinbarte Zeit abgelaufen ist.
    Manche verschwinden auch einfach, so isses halt, wenn ich auch Menschen in "schwierigen Lebenssituationen" ein Zimmer anbiete.
    Vieles von dem was ich erlebe kann und will ich hier in diesem Forum nicht wiedergeben.
    Das gehört eher in ein anonymes Meeting, wo es vergessen ist, wenn das Meeting vorbei ist.

    Gruß Jürgen

    Moin Katha,

    Gedanken heissen Gedanken, weil ich sie für mich behalten darf.
    Ich muss nicht jeden Gedanken in Worte fassen.
    Ich darf mir auch zuhören, bevor ich etwas sage und mit meiner mentalen Energie und der mentalen Energie der anderen ökonomisch haushalten.

    Jeder in einer SHG erzählt das, was ihm hilft, abstinent zu bleiben.
    Und wenn er es 111 Mal erzählt, ist es auch ok.
    Ich kann mir ja "die Beine vertreten", wenn meine Gedanken gerade interessanter sind ...

    Edit ....gruß Hartmut 

    Gruß Jürgen

    Hallo co2013,

    Zitat


    "Süchte" und "Rückfälle" als freie Entscheidung" schließen sich per Definition aus.

    das stimmt so meines Erachtens nicht ganz.
    Wer längere Zeit abstinent lebt hat sehr wohl die freie Entscheidung, wie er mit seiner Sucht und seiner Abstinenz umgeht.
    Körperliche und psychische Abhängigkeit sind ja gebrochen während der Abstinenz.

    Wer allerdings der Sucht dann nachgibt, der hat nicht mehr die Möglichkeit gezielt zu kontrollieren, wann, ob und wie er aus der Suchtspirale wieder aussteigen kann.

    Insoweit verwende ich auch eher das Wort "Wendepunkt" als "Rückfall".
    Wer 1 oder 3 Wendepunkte hat, lebt abstinent.
    Wer 2 oder 4 Wendepunkt hat eben nicht.

    Gruß Jürgen