Beiträge von juergenbausf

    Hallo miezekatze,

    die Allgemeinheit kann mit "trockener Alkoholiker" im allgemeinen mehr anfangen als mit "abstinenter Alkoholiker".
    Das dürfte aus meiner Sicht auch schon alles sein.
    Natürlich ist die Rückfallgefahr innerhalb der ersten 1-3 Jahre recht hoch
    und insoweit nehme ich Leute, die sich "trockener Alkoholiker" nennen erst nach 1-3 Jahren Abstinenz und entsprechendem Verhalten "ernst".

    Insgesamt sehe ich persönlich in den Begriffen "trocken", "nüchtern" , "halbtrocken", "mit der Faust in der Tasche trocken", etc. eine Überbewertung der Krankheit Alkoholismus, denn beim Raucher spricht man ja auch nur vom Raucher und Nichtraucher, obwohl Nikotinsucht genau wie Alkoholsucht eine gefährliche Erkrankung ist.
    Es unterscheiden sich lediglich die sozialen Folgen der Sucht.

    Ich lebe abstinent und habe nicht vor, wieder zu trinken.
    Das ist meine Priorität 1 im Leben.
    Ob ich "trocken" bin, überlasse ich dem Urteil anderer, mir reicht meine Abstinenz und persönliche Weiterentwicklung völlig aus.

    LG Jürgen

    Richtig,

    es gehört nicht hierher, mich mit Straftatbeständen zu verunglimpfen, wenn ich einmal in 3-4 Monaten hier etwas in Deinem Fred zum Besten gebe, BC. Das ist kein Stalking.
    Ich behalte mir selbstverständlich vor, gelegentlich in jedem Fred in einem offenen Forum zu schreiben.

    Privat haben wir kein Problem, da keinerlei Kontakt und das wird auch so bleiben.

    Also hör bitte auf, mich hier mit dem Wort "Stalking" zu verleumden.
    Danke.

    LG Jürgen

    Hallo miezekatze,

    es ist immer wieder "schön", wie die Betroffenen an den eigenen Baustellen vorbei reden können.
    Du kannst ihn nicht loslassen, Du hast Angst vor Deinem Leben ( ohne ihn ), Du bist nicht konsequent in Reden und Handeln.
    Ich kann Dir nur raten, an Deiner Veränderung zu arbeiten, und zwar dringend.

    LG Jürgen

    Hallo Dennis,

    Du liest Dich klar, entschlossen und "machst Nägel mit Köpfen".
    Du hast beste Chancen, in Zukunft ein abstinentes Leben zu führen, wenn Du "dran bleibst" und Dich an "die Gewinner" hälst.
    Lesen, lesen, lesen, mit sich selbst auseinandersetzen und lieber den Ratschlägen derer vertrauen, die 5, 10, 20, 30 Jahre abstinent leben,
    als "das Rad komplett neu erfinden".

    Der individuelle Weg kommt von ganz allein.

    LG Jürgen

    Hallo shirley,

    ich habe genug Leute erlebt, die eine Trinkpause einlegten, als Ihnen "der Arsch auf Grundeis ging".
    Die Frage ist eher: Wird ein "Alkoholiker ohne Einsicht" abstinent bleiben ?
    Mein Vater legte nach 5 Jahren mit alkfreiem Bier wieder mit Schnaps los, aber der "ist ja auch kein Alkoholiker".
    Letztendlich alles wurscht, da Du "zum Zuschauer verdammt bist".

    LG Jürgen

    Hallo Renate,

    es gibt (nach Jellinek) verschiedene Trinkertypen.
    Ich bin (bisher) auch "nur" Alpha-Trinker und nur psychisch abhängig gewesen.
    Ich sehe allerdings keine Veranlassung, mich zum körperlich Abhängigen "hochzutrinken", denn es gibt keinerlei Garantie und Wahrscheinlichkeit, daß es "nur" bei der psychischen Abhängigkeit bleibt.
    Im übrigen hatte mein Verhalten am Ende - jeden Abend eine halbe bis eine Flasche Schnaps und besoffen Auto fahren auch nichts mehr von Lebensqualität, Selbstverwirklichung oder Niveau.
    Wenn ich das nicht wieder möchte, tue ich gut daran, nicht wieder zu trinken, egal ob ich mich nun "Problemtrinker", "Dipl.Alk. a.D." oder "alkoholabhängig" nenne.
    Die, die "noch Durst haben" nennen sich in aller Regel "Problemtrinker", denn dann dürfen sie ja wenn die Probleme erstmal weg oder vergessen sind, wieder zuschlagen.


    LG Jürgen

    Liebe miezekatze,

    ich denke, Du hast Angst, ihn zu verlieren und vor Deinem zukünftigen Leben.
    Diese Angst zu überwinden, ist Deine, Dir gestellte Aufgabe.
    Stelle Du Dich Deiner Aufgabe, ob er sich seiner Aufgabe ( Abstinenz ) stellt, kannst Du nach Lösung Deiner Aufgabe irgendwann entspannt beobachten.

    LG Jürgen

    Hallo Bruce,

    das ist was ich meinte, es ist praktisch unmöglich jemanden zu treffen, der seine "Trockenheit" ständig bereut,
    denn ein Alkoholiker ist entweder abstinent glücklich oder nass "glücklich".
    Soweit mein Verständnis vom "selbstverantwortlichen Menschen" und "Diplom-Alkoholiker a.D."

    Es mag natürlich auch die geben, die sich "ständiger Kontrolle durch andere" unterwerfen und dadurch abstinent bleiben.
    Für mich ein völlig abwegiger Gedanke, daß ständige Kontrolle glücklich machen kann.

    LG Jürgen

    Hallo rote beete,

    ich möchte Dir nicht Deine Illusionen nehmen, aber ...

    Zitat

    Einen Satz möchte ich hier noch festhalten den ich gelesen habe: "Ich habe noch niemanden getroffen, der seine Trockenheit bereut hätte." Dieser Satz irgendwie berührt und mir geholfen.

    das liegt schlicht und einfach daran, daß diejenigen wieder oder noch trinken.
    Es erfordert viel Arbeit - auch daran - daß ich meine Trockenheit nie bereue und selbst wenn ich sie mal in schlechten Momenten bereue,
    konsequent zu bleiben.

    Du schaffst das auch!

    LG Jürgen

    Hallo,

    sobald der Wille nicht mehr zu trinken da war, suchte ich mir alle notwendigen Unterstützungen ( Suchtberatung, SHG, LZT, Internetforen ) und arbeite jede Woche daran, daß dieser Wille so erhalten bleibt.

    Wenn ich höre, daß jemand einen Rückfall damit begründet, daß Alkoholabhängikeit eine Krankheit sei, dann "läuten bei mir die Alarmglocken".


    LG Jürgen

    Hallo,

    ich räume ein, daß ich eher ein Freund der "drastischen Sprache" bin.
    Ich hätte auch Selbstmitleid sagen können, nur IAS ist eben jahrelanges Selbstmitleid.
    Ich kenne es ja wie gesagt aus meiner aktiven Trinkerzeit selbst, exzessiver Alkoholkonsum führt zu Depressionen und Selbstmitleid (IAS).

    Zwischen einem Alkoholiker und einem Co-Abhängigen stellt sich im Laufe einer Beziehung ein "Gleichgewicht" in der Beziehung ein, in dem eben oft der betrunkene Alkoholiker den Co-Abhängigen mit drastischen Worten oder Taten verletzt und der Co-Abhängige dennoch nicht in der Lage oder Willens ist, etwas an der Situation zu verändern.
    Beide entwickeln ein IAS-Syndrom und reden eher selten miteinander über dieses Syndrom. Beide trainieren sich ein Fehlverhalten an.

    Die Situation kann nur aus dem Gleichgewicht kommen, indem einer der Partner sein Verhalten ändert oder indem "Katastrophen" eintreten.
    Wer nicht auf Verhaltensänderungen des anderen oder "Katastrophen" warten will, muß sein eigenes Verhalten nachhaltig verändern und das IAS-Syndrom ablegen, damit es nicht zu "Verhaltensrückfällen" kommt.

    LG Jürgen

    Liebe Renate,

    das war so gemeint, wie es dort steht.
    Ich wünsche es jedem, denn dann geht es voran.
    Auch ich hatte, als ich trank, mir ein hübsches IAS-Syndrom herangezüchtet.
    Wer keins (mehr) hat, wird auch Entscheidungen treffen und durchhalten können.

    LG Jürgen

    Hallo melinak,

    ich denke nicht, daß jemand mutmaßen konnte, ich wäre ein Co-Abhängiger.
    Ich habe in der Tat Erfahrung mit einer Co-Abhängigen aus der Sicht eines Alkoholikers - der aber selbständig klarkam.
    Ich habe auch vorhin gemerkt, daß ich (mal wieder) den Fehler machte, in der Rubrik von Co-Abhängigen zu lesen und zu schreiben.
    Ich hätte besser auf die Rubrik achten sollen, es hat wenig Sinn.
    Ich wünsche allen Co-Abhängigen, daß sie bald von Ihrem IAS-Syndrom ( Ich Arme Sau Syndrom ) wegkommen,
    denn dies führt genausowenig zum Erfolg wie beim Alkoholiker.

    LG Jürgen