Beiträge von juergenbausf

    Melinak ,

    Zitat

    ich habe selbst gewalt erlebt. das ich nicht besonderst gut auf den ex zu sprechen bin. ich such nicht die schuld . ich versuche mit meinem erlebten um zu gehen. ich weiss aber eins ganz sicher, das ich als frau klein und zierlich gegen einen mann einen kopf grösser wie ich kräftemässig immer unterlegen bin und er das ausgenutzt hat. das dreh ich jetzt nicht so hin als wär ich selbst schuld gewesen. denn dann würd ich die nächste beziehung suchen in der das wieder vorkommt.

    ich denke, es geht nicht um Schuld, sondern Verantwortung.
    Du bist verantwortlich dafür, daß Du geblieben bist.
    Daran gilt es (für Dich) zu arbeiten - klare rote Linien ziehen lernen und mit klaren Konsequenzen versehen.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Marie04 ,

    Zitat

    Den Ball könnte ich jetzt glatt zurückgeben denn ich werde nie verstehen warum jemand jahrzehntelang trinkt.

    vielleicht, weil er nicht genug darunter litt !?
    Du wirst von mir nicht erleben, daß ich mich über die 8-10 Jahre meines Trinkens beschwere.
    Es war meine Entscheidung zu trinken, es musste niemand drunter leiden, da ich 6-8 Jahre davon mit einer Frau verbrachte, die ebenfalls gern trank und die letzten 2 Jahre allein trank.
    Vielleicht war es auch noch zu sehr "im normalen Rahmen", denn ich hatte und habe Haus, Job, Führerschein und Freizeitaktivitäten.
    Ich hab alles selbst bezahlt, niemandem auf der Tasche gelegen, das Problem hatte am Ende nur ich selber und für mich habe ich aufgehört.
    Vielleicht die Ausnahme, ich weiß es nicht.

    Ich habe das Gefühl, dass Co-Abhängige mehr jammern.
    Ich habe das Gefühl, daß Nikotinsucht, Fressucht hier gern mal verharmlost werden - das ist aber ok - dafür gibt es sicher andere Foren.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @Karsten,

    meines Erachtens schon, wenn man diese Krankheit jahrzehntelang nicht adäquat behandelt bzw. behandeln lässt.
    Das wäre ungefähr genauso dumm wie weitersaufen für mich.
    Aber ob nun dumm oder krank, entscheidend ist die Botschaft: Sich selbst in den A.... treten, nicht dem anderen.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @all,

    naturgemäß ist hier in diesem Forum die Abneigung gegen Alkoholsucht am grössten.
    Im Grunde funktionieren aber alle Süchte nach dem gleichen Prinzip.
    Fressucht und Nikotinsucht fordern jährlich übrigens mehr Opfer als die Alkoholsucht.
    Ich könnte und würde nicht mit einer fressüchtigen oder nikotinsüchtigen Frau zusammenleben, das verlangt aber auch niemand von mir.
    Wer Jahre oder Jahrzehnte mit einem alkoholsüchtigen Partner verbracht hat, sollte sich für diese Dummheit selbst in den A.... treten, nicht dem Süchtigen.

    LG Jürgen
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    @BC,

    Zitat

    Wenn wir Menschen sehen, die trinken, verbinden wir das sofort mit Rausch und abschießen, können uns gar nicht vorstellen, nur ein Glas zu trinken - bei uns mußte es bis zur Vernebelung oder Absturz sein.

    nur mal als Hinweis: Das, was Du beschreibst, ist nur ein Alkoholiker-Typus. Es gibt (nach Jellinek) 5 Typen.
    Insoweit ist "wir und uns" nur selten treffend.

    LG Jürgen

    Marie04 ,

    Zitat

    Es geht erstmals um eine stoffliche Sucht und nicht um eine emotionale.

    nö, seh ich anders. Alkoholismus ist vor allem eine psychische Krankheit.
    Die körperliche Abhängigkeit ist entweder (noch) gar nicht da oder nach wenigen Wochen überwunden.
    Suchtdruck spielt sich nach Überwindung der Entzugssymptome im Kopf ab, nicht in der Leber oder den Gliedmassen.

    LG Jürgen
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    @all,

    ich habe immer wieder das Gefühl, daß über die Begriffe nass / trocken versucht wird in guter Alkoholiker / böser Alkoholiker einzuteilen.
    Ich halte das für nicht hilfreich.

    trockene Gedanken => trockenes Verhalten => trockener Alkoholiker => langzeittrockener Alkoholiker => guter Alkoholiker
    nasse Gedanken => nasses Verhalten => Trinkpause => Rückfall => schlechter Alkoholiker

    Für mich gibt es nur abstinente und nicht abstinente Alkoholiker.
    Alle anderen menschlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen suche ich getrennt zu beurteilen.

    LG Jürgen
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    silberkralle ,

    bei mir hat in meinen zwei 4-monatigen Trinkpausen das "Herabschauen", "Bedauern" (auf) noch aktive(r) Alkoholiker
    eher zu eigener Arroganz gegenüber dem Thema Alkohol geführt und dann irgendwann zum Wiedereinstieg.

    Genau deshalb "verkneife" ich mir heute solche Gedanken. So tickt halt jeder anders.

    LG Jürgen
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    Rockqueen ,

    Zitat

    ja solche Sachen denke ich ja auch schon.
    Wenn viele von denen wüssten was mal aus ihnen wird... denn manche sehe ich fast jedes Mal.

    solche Gedanken habe ich mir schnell wieder abgewöhnt, denn ich kann mich nicht beklagen, was aus mir geworden ist.
    Ich beachte sowas einfach nicht mehr, genauso wenig wie den Trinker der sich vor mir an der Kasse ne Flasche Schnaps holt.
    Jeder hat die Chance, aufzuhören, wenn er es möchte. Wenn nicht, dann nicht.

    LG Jürgen
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    beagle ,

    Zitat

    Allerdings trifft deine Vermutung, das ich bei Gegenwind wegrenne schon auch manchmal zu. Hier kommt ein altes muster wieder zu Vorschein, nämlich das, dass mich alle mögen sollen -altes, dämliches Muster.

    dann mach es doch mal anders.

    LG Jürgen
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    beagle ,

    die Wahrscheinlichkeit abstinent zu bleiben ist mit Selbsthilfegruppe wesentlich höher.
    Das sagen die Suchtmediziner und das sagt mir mein eigener Verstand.
    Da ich abstinent bleiben will, habe ich mir eine Live-SHG gesucht.
    Da die erste Gruppe nicht passte, habe ich eben weiter gesucht.
    Ich würde es mit Forum allein nicht probieren.
    Ich geh aber auch lieber auf Nummer sicher, Abstinenz hat für mich die 1. Priorität.

    LG Jürgen
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    beagle ,

    "nasse Gedanken" sind für mein Gefühl ein typischer Wortschatz derer, die sich Gedanken um die Gedanken anderer machen.
    Ich lehne es ab, über die Gedanken anderer zu philosophieren.
    Ich schau mir eher an, wie die Leute sich verhalten.
    Ich halte mich da lieber an die Begriffe "riskantes Verhalten", vielleicht noch "geringe Krankheitseinsicht".

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @lacrima,

    wenn Du kämpfen möchtest, kämpfe dafür daß Du Grenzen setzen und konsequent handeln kannst.
    Den "Kampf gegen den Alkohol" kann ganz allein nur der Trinkende führen. Er wird dies nur aus eigenem Antrieb "gewinnen" können.

    LG Jürgen
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