Beiträge von juergenbausf

    @OF

    Zitat

    Es gibt im Forum Menschen, die sich darüber Gedanken machten was
    Internetuser, die Antworten über den Alkoholismus wollen, für ein prolliges
    unangenehmes Bild über die Abhängigen bekommen könnten, wenn sie
    auf dieses Forum stossen.
    Die Vorurteile werden sich verstärken!

    zunächst mal finde ich es gut, wenn jemand sich solche Gedanken macht.
    Ich denke allerdings, daß sich Negativurteile nur verstärken werden, wenn Meinungsverschiedenheiten zu häufig mit Beleidigungen oder Zynismus ausgetragen werden.
    Ich denke, viele Angehörige, die hier erscheinen, haben bereits ein unangenehmes Bild von aktiven Abhängigen und das wohl zurecht.
    Da kann ich als Alkoholiker, der sich aktiv um seine Krankheit kümmert, bestenfalls ein Bild davon zeichnen, welche positive Entwicklung möglich ist
    durch konsequenten Verzicht auf Alkohol und konsequente Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    drybabe ,

    puh, das sind eine Menge Fragen, die so wie ich es sehe, im wesentlichen statistischen Charakters sind.

    Zitat

    Wie seht Ihr das, machen eher mehr Frauen als Männer eine Therapie?

    Dazu müsste man im Grunde die Menge der Therapiebedürftigen ins Verhältnis setzen zu der Menge, derer aus dieser Gruppe, die eine Therapie dazu machen.
    Wenn z.B. 2 Mio alkoholabhängige Männer in Deutschland leben und 1 Mio alkoholabhängige Frauen, so wäre nach meinem Verständnis ein Gleichstand bei der Therapiedurchführung dann erreicht,
    wenn 200.000 Männer und 100.000 Frauen eine Therapie zur Alkoholabhängigkeit durchführen. Also jeweils 10%.
    Aus meiner Sicht hat die Frage rein statistischen Charakter, ich werde mal googeln, ob ich Zahlen dazu finde.


    Zitat

    Haben Männer mehr Angst vor einer Therapie? Evtl. davor, dass Altes und Belastendes hochkommt?

    Ich denke nicht, daß der Grad der Angst messbar ist, daher erübrigt sich die Frage nach mehr oder weniger Angst.


    Zitat

    Wenn diese Männer nun trocken sind, deckeln sie eher die Vergangenheit ab, nach dem Motto : Das war früher, nicht jetzt?

    Ich halte das ebenfalls für eine rein statistische Frage, die hier durch Erfahrungsbeiträge von 5-10 Forumsmitgliedern nicht beantwortbar ist.
    Aber vielleicht gibt es dazu Zahlen von Kliniken, die solche Statistiken erhoben haben.

    LG Jürgen
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    Erik ,

    das mit dem Nehmen und Geben sieht offensichtlich jeder etwas anders hier.
    Ich finde, wenn Du ein persönliches Gedicht von Dir hier hineinstellst, ist das definitiv ein Geben und nicht Konsumieren.
    Ich finde es im übrigen sogar mutig, das zu tun, denn ich erlebe des öfteren, daß Gefühle oder Gedanken auf nicht so freundliche Weise "zerlegt" werden.
    Wenn ich also etwas von Dir lese, ist das zunächst immer ein "Konsumieren".
    Insoweit konsumiere auch ich hier und das ist völlig in Ordnung so.

    Tip: In einem Forum ist eben nicht vorhersagbar, ob oder wann ich Feedback auf einen Beitrag bekomme, da es keine zeitliche Vereinbarung über den Gedankenaustausch gibt.
    Dies ist bei einer Live-SHG anders, dort wiederum ist die Anzahl der Feedbackgebenden naturgemäß mehr eingeschränkt. Such Dir aus beidem das für Dich Gewinnbringende heraus.

    LG Jürgen

    Erik ,

    das Gedicht gestern hat mir auch sehr gut gefallen.
    Einfach, weil ich es mag, Gedanken auch mal in Gedichten zu verarbeiten.
    Was ich hinter den Zeilen des Gedichtes sehe, schreibe ich Dir gern, wenn ich mehr Ruhe habe.

    LG Jürgen
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    Rockqueen ,

    Zitat

    Festivals lasse ich weg, aber gegen Mitte oder Ende des Jahres möchte ich schon auf ein Konzert wenn es mir möglich ist.

    ich kann das zumindest nachvollziehen.
    Ich bin auch bereits einige Male in solcher Umgebung unterwegs gewesen. Einiges würde ich heute sicher nicht mehr machen.

    Einmal war ich auf einer Geburtstagsfeier, wo doch recht viel Alkohol angeboten wurde und blieb fast bis zum Ende der Party.
    Heute - bei der gleichen Party - würde ich nach 1-2 Stunden gehen.

    Einmal habe ich bei einem Restaurantabend den Fahrer gespielt.
    Im Restaurant war es noch ok, ich willigte dann ein noch mit in eine Kneipe zu gehen und dann ersr nach Hause zu fahren.
    Das würde ich heute nicht mehr machen.

    Einmal war ich auf einem Konzert, ich war in Begleitung einer guten Freundin. Es war nicht zu voll und ich hätte jederzeit gehen können.
    Wir haben beide nur alkoholfreies getrunken.
    Eine solche Unternehmung würde ich auch wieder machen.

    Letztlich baut sich jeder seinen persönlichen "Schutzwall" gegen einen Rückfall. Ich denke, dieser Schutzwall kann und wird bei jedem anders aussehen.
    Entscheidend ist aus meiner Sicht, daß ich meinen persönlich gebauten Schutzwall nicht irgendwann aus Leichtsinn selbst "demontiere".
    Ich denke, ich habe ein eigenes Gespür dafür, was ich mir zumuten kann und was nicht.

    Ein paar Stichworte, was meinen "Schutzwall" betrifft:
    absolute Abstinenz, alkholfreies Umfeld zuhause, keinen Job in alkoholischen Umfeldern, aktive Beteiligung an SHG, keine Partnerin, die in meiner Gegenwart Alkohol konsumiert,
    keine Alkoholflasche oder -glas physisch anfassen ( also weder einkaufen, entsorgen, weitergeben, einschenken, verschenken ),
    kein Fahrer für alkoholisierte Freunde, keine Veranstaltungen, wo Alkoholeinnahme im Vordergrund steht - oder halt früher Besuch und früher Abschied.

    LG Jürgen

    jamor ,

    Zitat

    also jürgen ob erwischt oder nicht..es ist und bleibt eine straftat betrunken auto zu fahren..

    FALSCH!

    Aber Du kannst dich ja gern dafür einsetzen, alle in den Knast zu stecken, die beim betrunken Fahren erwischt werden.
    Fang am besten mit der Bischöfin aus Hannover an.
    Ich steige aus dieser unsinnigen Diskussion aus.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    jamor ,

    du "rallst" es ja wohl echt nicht.
    Ich habe aufgehört, bevor ich jemandem ausser mir geschadet habe.
    Kein Unfall. Kein Führerscheinentzug. Keine Verletzten.
    "Nur" eine Trunkenheitsfahrt mit Filmriss. Nachts - falls es Dich wirklich interessieren sollte.
    Die wenigsten Alkoholiker hätten übrigens deswegen aufgehört.
    Jedes Jahr fahren Millionen von Leuten betrunken Auto und Du bläst Dich hier auf wie der "Rächer der Enterbten".

    Die Menschen, denen Du aus Geldgier Drogen verkauft hast, haben übrigens auch Eltern und deren Kindern hast Du sehr wohl und bewusst und mit Vorsatz geschadet.
    Und Du hast erst aufgehört, als man Dich aus dem Verkehr zog und in den Knast steckte.

    P.S.: Ich habe über Deine Selbstherrlichkeit gelacht.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    jamor ,

    Zitat

    ..aber eben ich schliesse hiermit das thema..ich habe jetzt meine meinung kundgetan.

    das ist eine super Idee.
    Ich freue mich einen niveauvollen Ex-Drogendealer, Drogenkonsumenten, Straftäter und Alkoholiker kennengelernt zu haben.
    Niveau ist, wenn man trotzdem lacht.


    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Erik ,

    Zitat

    Letztendlich wäre ein Antidepressiva für mich nur eine weitere Droge, die sich dann in die Liste der Abhängikeiten einreihen würde. Der Grund für Drogen ist (fast) immer die (kurze) Verbesserung des Lebensgefühls und in irgendeiner Art und Weise das Ansprechen des Belohnungszentrums und der Glücksgefühle.

    nur zur Information: so wirken Antidepressiva nicht und darum geht es auch gar nicht.
    Am besten mal mit einem Arzt unterhalten, der sich mit Depressionen und dazugehörigen Medikamenten wirklich auskennt.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @BC,

    ich diskutiere das Thema Alkoholabhängigkeit einfach nicht mehr in der Öffentlichkeit.
    Ich trinke keinen Alkohol mehr. Tut mir nicht gut. Aus. Feierabend.
    Ich habe schon des öfteren - selbst von Therapeuten - Vorverurteilungen in völlig falsche Richtungen erleben dürfen.
    Damit kann ich mittlerweile umgehen - das ist der Preis fürs Aufhören.
    Du glaubst gar nicht, wieviel Freude es anderen Menschen macht - selbst noch aktiven "Vieltrinkern" - sich über Dich das Maul zu zerreißen.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    jamor ,

    das ist ja mal wieder der Klassiker von Dir. Ich könnte brüllen vor Lachen.
    Ich schrieb ja, deswegen habe ich es endgültig sein lassen.
    Damit das nicht irgendwann passieren kann.
    Denke mal lieber über Deine Sünden nach.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    jamor ,

    Zitat

    für was wollen wir alle abstinent sein um nicht etwas glücklicher zu sein?

    also ich habe aufgehört, weil ich nicht irgendwann besoffen jemanden mit dem Auto umfahren wollte.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    jamor ,

    nichts für ungut, aber bei meinen Erkrankungen konsultiere ich einen Arzt und nicht einen SHG-Kollegen.
    Wenn bei Dir keine medikamentöse Behandlung erforderlich ist, um so besser.

    Ich kann mir übrigens keinen Reim drauf machen, wieso Du die Themen Abstinenz und Glück vermengst.
    Ich habe eine Suchterkrankung namens Alkoholabhängigkeit, die ausschliesslich mit Abstinenz behandelt wird. Punkt. Ende. Aus.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    jamor ,

    ich leide übrigens nicht unter zu geringem Selbstbewusstsein.
    Insoweit - Glück gehabt.

    Unter Depressionen leide ich seit langem, ich sehe die Einnahme von Medikamenten dagegen wie die Einnahme von Medikamenten gegen Diabetes.
    Ich werde die Medikamente frühestens herunterdosieren, wenn sich meine Lebenssituation deutlich stabilisiert hat.
    Die von mir eingenommenen Medikamente machen nicht abhängig und haben keine Nebenwirkungen.
    Ob ich die Dinger nun 6 Jahre oder noch weitere 2 Jahre nehme, sollte wohl keine grosse Rolle spielen.

    Deine Gedanken bzgl. Abstinenz solltest Du noch einmal deutlich sortieren.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Erik ,

    ich habe selbst Alkoholabhängigkeit und leide unter Depressionen.
    Insoweit kenne ich die Problematik.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß Alkoholabhängigkeit insoweit immer das primäre Problem ist,
    als daß ich ohne Abstinenz andere Dinge wie z.B. die Depressionen nicht mit der nötigen Konsequenz verfolgen könnte.

    Spontan Leute kennenlernen kannst Du nahezu überall, sobald Du entsprechend selbstsicher bist. Das dauert halt auch seine Zeit,
    bis Du mit den Diagnosen Alkoholabhängigkeit und Depressionen selbst klarkommst und dies im Kontakt mit anderen Menschen keine Rolle mehr spielt.
    Menschen, die meine Abstinenz gefährden, möchte ich eh nicht näher kennenlernen.

    Ich habe beim Sport eigentlich selten Kontakt zu "Vieltrinkern" bekommen, denn je ernsthafter jemand Sport betreibt,
    desto weniger wird er sich mit Gift wie Nikotin oder Alkohol belasten wollen.
    Sport ist bei mir ein sehr gutes Mittel gegen die Depressionen.
    Ich nehme seit mehreren Jahren ein leichtes Antidepressiva ohne weitere Nebenwirkungen außer einer Abflachung der "Stimmungskurven".
    Ich bin einfach problemresistenter und ausgeglichener dadurch.

    Ich kenne übrigens kaum einen Alkoholiker, der Alkoholabhängigkeit als einzige Diagnose hat - es spielen sehr oft andere Diagnosen
    wie Angsterkrankungen, Agressionsstörungen, Depressionen, Schmerzerkrankungen o.ä. mit hinein.
    Du bist nicht allein damit.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @BC,

    hab mich da mal reingelesen, auch hilfreich, aber leider trifft es das nicht.
    Ich wollte in diesem Faden auch sowohl das Thema "Zornige Kreative" als auch "Verbale Gewalt" mal anschneiden.

    Hartmut ,

    das Thema mit den Quadranten stammt von sehr viel früher, ich glaube aus einer Philosophie-Stunde oder Deutsch-Stunde.
    Auch in der LZT konnte ich vom Therapeuten keine Erhellung bekommen.
    Ich suche einfach weiter.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    drybabe ,

    da ich die Gepflogenheiten im geschlossenen Bereich nicht kenne, kann ich nur mir logische erscheinende Gründe anführen:

    1. In der Tat dürfte es nicht im Sinne des Bezahlenden sein, wenn er nach über 100 EUR Vorkasse wegen ungebührlichen Verhaltens aus dem geschlossenen Bereich ausgeschlossen wird.
    Das Geld dürfte ja vermutlich nicht anteilig rückerstattet werden - oder ?

    2. Die Vielfalt ist naturgemäß im offenen Bereich größer, die Bezahlfunktion wirkt ja letztlich wie eine Art Filter.
    Es dürften nur diejenigen sich für eine Mitgliedschaft im geschlossenen Bereich anmelden, die sich mit der Linie des Forums und mit wenigstens einigen älteren Forumsmitgliedern "angefreundet" haben.

    3. Da zu einer Auseinandersetzung immer mindestens zwei Personen gehören und ich nicht erkennen kann, daß ausschliesslich "neue" Forumsteilnehmer in Disput geraten,
    würde ich den Teilnehmern des geschlossenen Bereiches nicht per se besseres Sozialverhalten attestieren.
    Ich denke, im offenen Bereich trifft halt öfter "plitschnass" auf "staubtrocken" - sowohl im Bereich der Angehörigen, Co-Abhängigen als auch im Bereich der Alkoholabhängigen.
    Da ist eine höhere Anzahl von Konflikten schlicht "vorprogrammiert".

    Also - immer schön gelassen bleiben und sich nicht jeden Schuh anziehen, falls mal jemand unsachlich werden sollte.


    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Erik ,

    puh, das klingt nicht gerade harmlos.
    Ich persönlich würde versuchen, das Wochenende von vornherein zu planen, also z.B. Besuch von Flohmarkt, Sportveranstaltung, andere kulturelle Dinge, Verabredungen.
    Spontanes Losgehen am Samstag abend, um neue Leute zu treffen, halte ich für viel zu gefährlich.

    Im übrigen überlege Dir klare Strategien, um die Depression im Griff zu halten, z.b. Sport, unter Leute ( Verein, SHG, anderes )

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.