Beiträge von juergenbausf

    Hartmut ,

    1. Ich habe eine Suchterkrankung wie Millionen andere Deutsche auch.
    ( Essucht, Nikotinsucht, Alkoholsucht, Spielsucht, Heroinsucht, etc. )

    2. Ich kann die Suchterkrankung durch Verzicht auf das Suchtmittel zum Stehen bringen.

    3. Die Alkoholsucht kann unmittelbar oder mittelbar tödliche Folgen haben.
    ( Essucht, Nikotinsucht, Heroinsucht, etc. übrigens auch ! )

    4. Je länger der aktive Suchtkonsum erfolgt, desto geringer die Heilungschancen.

    5. Ich muss mich für eine Suchterkrankung nicht schämen, für Verdrängen, Verleugnen, Verschleppen der Behandlung schon.


    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @mieze,

    Du bist schlicht und einfach "beziehungssüchtig".
    Erkundige Dich nach der passenden Behandlung dafür. ( wird sicher nicht mit nassen Alkoholikern behandelt... )

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Die_Frau ,

    es macht aus meiner Sicht wenig Sinn, ihm Versprechen abzunehmen, die er unter Umständen gar nicht einhalten kann.

    1. Bevor er beim Arzt und/oder einer Suchtberatung war, ist ein konkreter Plan zum Komplettausstieg nicht sinnvoll.
    Er wird es möglicherweise gar nicht allein schaffen können, falls die Abhängigkeit weiter fortgeschritten ist. Gefährlich ist es obendrein wegen der möglichen Entzugssymptome.

    2. Erst in einem solchen Gespräch mit Arzt und/oder Suchtberatung können die notwendigen Massnahmen festgelegt werden, damit er eine Abstinenz erreichen kann.
    Mal ein paar Wochen nichts trinken kann kein sinnvolles Ziel sein. Dauerhafte Abstinenz wird eine ambulante Therapie, stationäre Therapie und/oder Besuch einer SHG erfordern.

    Du wirst einen Alkoholiker an den Taten messen müssen, nicht an den Worten. Kein Besuch beim Arzt und/oder Suchtberatung -> vergiss es.
    Keine weiteren Massnahmen nach dem Arztbesuch und/oder Suchtberatung -> vergiss es.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Kerstin ,

    hallo und herzlich willkommen hier.
    Hast Du bereits eine Selbsthilfegruppe aufgesucht ?
    Du solltest auf keinen Fall zuviel allein zuhause mit dem Problem
    rumsitzen, sondern 1-2 Mal die Woche in eine SHG gehen, um über
    Deine Gedanken, sorgen, Erlebnisse zu reden.
    Das hilft.

    Hier regelmässig lesen und schreiben natürlich auch.
    Und hier ist zu jeder Uhrzeit jemand da ...

    LG Jürgen

    @BC,

    Du kannst mir ja mal aufgrund meiner Beiträge erzählen,
    ob ich nun noch kürzer oder schon "länger trocken" bin ...
    Ich vermisse dagegen manchmal "sinnbringende" Beiträge - ich mach mir
    dann weniger Gedanken, wie lange derjenige/diejenige abstinent lebt.

    Ich finde es im übrigen auch schade, dass durch den geschlossenen Bereich eine Art "zweigeteiltes Forum" entsteht - kann aber verstehen,
    dass die meisten hier kein Fädchen hier im offenen Bereich führen wollen.

    Ich sehe persönlich daher auch keinen Anlass, im offenen Bereich einen "Faden" extra für mich und mein Leben einzurichten.
    Ich tausche hier nur Meinungen zu allgemeinen Themen aus.
    Da ich vor Ort zwei Live-SHGs habe, ist das für mich auch völlig ausreichend.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Erik ,

    ich schriebs schon einmal ... wird sind doch alle erwachsen und selbstverantwortlich:

    1. Du wirst Dich selbst herantasten müssen, welcher Umgang mit Alkohol für Dich zu einer stabilen Abstinenz führt. Vorsicht ist besser als Rückfall.
    2. Von dem Begriff "trocken" halte ich persönlich gar nichts. Da interpretiert nämlich jeder was anderes rein. Ich lebe abstinent und gebrauche mein Gehirn.
    3. Abweichendes Verhalten von den Grundbausteinen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zu abweichenden Ergebnissen führen. Klingt logisch - oder ?

    In diesem Sinne viel Glück bei Deiner Suche nach dem "richtigen Weg" für Dich.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Martin ,

    Zitat

    D.h.: Abstinenz, auf jeden Fall! Aber über ALLES Andere stellen...?

    ich habe das Gefühl, es wird oft nicht verstanden, was ich damit meine.
    Wenn eine Beziehung, eine Arbeit, ein Freundeskreis, oder irgendetwas anderes meine Abstinenz mittel- oder langfristig gefährdet,
    dann wird etwas daran geändert, aber NIEMALS etwas an meiner Abstinenz.
    Darum - um diese Einstellung - geht es.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    jamor ,

    der "richtige Weg" ist, die Abstinenz IMMER an die oberste Stelle zu stellen. Vor ALLES andere.
    Der Rest ergibt sich im Laufe der Jahre von selbst.
    Abstinent bin ich sehr gut in der Lage, den für mich "richtigen Weg in anderen Dingen" zu finden und aktiv zu gehen.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Erik ,

    Zitat

    Ich fühle mich nicht getriggert oder irgendwie schlecht, weil ich als einziger nüchtern war (eher im Gegenteil ) aber ab einem bestimmten Punkt merkt man halt bei den anderen, dass das Gehirn einfach zum Teil abgeschalten worden ist. Das ist am Anfang vielleicht noch lustig, aber spätestens wenn man dann mal etwas anspricht und die "Konversation" zu einem völlig chaotischem Desaster wird, spätestens dann...

    ... nervts einfach!

    die "wertvollere" Erkenntnis ist irgendwann die, dass es Dir nicht guttut und Deine Abstinenz gefährdet.
    Andere "Problemtrinker" , "Vieltrinker", "Alkoholiker" nerven mich nicht mehr, ich war ja früher mal genauso unterwegs.
    Es ist ihr gutes Recht auf dem Weg der "Selbsterkenntnis". Ich gehe dem aus dem Weg, um mein Suchtgedächtnis nicht unnötig zu "triggern".
    Darum gehts. Dein Suchtgedächtnis wird durch die Situation und durch den Anblick von Alkohol getriggert. Glaubs mir.

    LG Jürgen

    Erik ,

    1. Du wirst Dich selbst herantasten müssen, welcher Umgang mit Alkohol für Dich zu einer stabilen Abstinenz führt. Vorsicht ist besser als Rückfall.
    2. Von dem Begriff "trocken" halte ich persönlich gar nichts. Da interpretiert nämlich jeder was anderes rein. Ich lebe abstinent und gebrauche mein Gehirn.
    3. Abweichendes Verhalten von den Grundbausteinen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zu abweichenden Ergebnissen führen. Klingt logisch - oder ?

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Erik ,

    ich gestehe Dir das Recht zu, genau die gleichen Fehler zu machen wie viele Alkoholiker vor Dir.
    Ich habe übrigens auch 2-3 mehrmonatige Trinkpausen mit der von Dir favorisierten Methode geschafft. Mehr nicht.
    Seit ich ALLES was meine Abstinenz gefährdet als nachrangig einordne läuft es bestens.

    Wenn Du Dich nach 40 Tagen Abstinenz in eine Umgebung begibst, in der viel Alkohol getrunken wird (und wo Du früher Alkohol getrunken hast), gefährdest Du in höchstem Maße Deine Abstinenz.
    Das wird über kurz oder lang in die Hose gehen - glaub es mir.
    Du bist sehr jung und hast noch genug Zeit, Dich ERST an eine stabile Abstinenz und DANN an einen Umgang mit der Musikerszene neu heranzutasten.
    Im Verlauf von Jahren und nicht Tagen oder Wochen.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Erik ,

    Zitat

    Gerade eine interessante SHG kennegelernt.
    Mit Sicherheit werde ich wieder hingehen, vielleicht sogar schon nächste Woche.

    Schön, dass Du hingegangen bist und es gut "überstanden" hast.
    Warum das "vielleicht" ? Wenn Abstinenz = Prio1 -> SHG = Prio1 .

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @sebajama,

    Zitat

    hinzu kam, dass ich wieder verstärkt kornflaschen fand. in seiner tasche, im keller, im auto. angeblich benutzt er die, um den filter seiner e-zigarette zu reinigen.

    Vertrauen ist bei den Tatsachen ja wohl unangebracht.
    Kein trockener Alkoholiker würde sich so verhalten.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @jazz,

    mich wundert immer wieder , dass sich ein Süchtiger freiwillig seinem Suchtmittel physisch aussetzt. Die Rückfallgefahr ist um ein Vielfaches höher.
    Du solltest spätestens nach dem 1. Rückfall aussteigen, wenn Du es ernst meinst. Besser vorher.

    (Kommt mir vor wie der Ex-Heroinsüchtige, der nun als Dealer arbeitet...)

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Moin krümmelkäfer,

    wenn Du abstinent bleiben möchtest, sei so schlau und geh KEINE unüberschaubaren Risiken ein.
    Das ist eine Frage der richtigen Prioritätensetzung.
    Falsche Prioritäten -> falsches Ergebnis ( über kurz oder lang )

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Hartmut ,

    Zitat

    Oder lasse ich da nicht im Unterbewusstsein Platz /zu hohen Stellenwert , dieses noch als Option anzusehen?

    ich glaube, dass es durch das "Suchtgedächtnis" diesen Platz im Unterbewusstsein ohnehin gibt.
    Es gilt also, das Suchtgedächtnis möglichst selten zu triggern und/oder durch möglichst häufiges anderes Verhalten das "Suchtgedächtnis" zu "überschreiben".
    Es kann eben Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis das Suchtgedächtnis nicht mehr (so häufig) anspringt.

    Ich persönlich kann mit dem "Kognitiv-behavioralen Rückfall-Modell" am meisten anfangen.
    Stolz über "Nichttrinken" halte ich für genauso unsinnig wie Anzahl trockener Jahre zählen.
    Da ich nicht mehr trinke, ist die Anzahl trockener Jahre vollkommen wurscht.
    Ich suche hier nicht die Konkurrenz zu anderen Alkoholikern, um Abstinenzrekorde aufzustellen.
    Wer 100 wird, kann naturgemäss mehr abstinente Jahre schaffen als der der mit 70 ins Gras beisst.
    Abstinente Jahre steigern nicht zwingend die Gehirnleistung, da gehört mehr dazu.


    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Hartmut ,

    kommt meines Erachtens auf die Situation an.
    Wenn mich in irgendeiner Situation das "Suchtgedächtnis" triggert, weil ich mich ja schliesslich 15 Jahre anders verhalten habe, so halte ich das für normal.
    Es gilt ja schliesslich, das "Suchtgedächtnis" durch andere Verhaltensweisen in ähnlichen Situationen "zu überschreiben".
    Dort ist die Aussage: "Ich habe mich aber anders verhalten als früher." legitim und angebracht und kann und wird in der entsprechenden Situation Ergebnis einer rationalen Güterabwägung sein.
    Da gilt es sich auch mal zu zwingen - gegen das "Suchtgedächtnis".

    Selbstverständlich gilt vorher natürlich das Vermeidungsprinzip für das "Suchtgedächtnis" triggernde Situationen.
    In der Praxis wird sich das aber nie 100% vermeiden lassen - meines Erachtens.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.