Beiträge von juergenbausf

    Erik ,

    - ich weiss nicht, ob Du mittlerweile 1x pro Woche (oder mehr) zu einer SHG gehst. Erzähl es mir.
    - ich weiss nicht, ob Du eine ambulante oder stationäre Therapie beantragt hast. Erzähl es mir.
    - ich weiss nicht, warum Du Dich von mir angegriffen fühlst. Erzähl es mir.

    - ich sehe, dass Du Dich nach knapp einem Monat wieder zu Wort meldest und erzählst. Das halte ich persönlich für deutlich zu wenig.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Dennis ,

    Zitat

    Auch können sie nicht vollständig verstehen oder nachempfinden was es heißt Alkoholiker zu sein.

    ich bin Alkoholiker, kann damit dennoch nicht viel anfangen.
    Was heisst es denn ? Ich bitte um Erklärung.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Erik ,

    Zitat

    So, der gute Vorsatz, mich und euch hier auf dem Laufenden zu halten, habe ich FÜR´S ERSTE eingehalten. Nun seit ihr dran, mir zu weiter zu helfen!

    hä ?
    Ich hatte Dir Anfang Januar ganz konkrete Tips gegeben, was Du tun kannst.
    Was ganz konkret hast Du denn unternommen seitdem, um Deine Alkoholsucht behandeln zu lassen ?
    Einmal im Monat hier schreiben halte ich übrigens für viel zu wenig.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @LoL,

    in der LZT traf ich auf ca. 20-30% latent gewalttätige oder gewaltbereite Patienten.
    In der Mehrzahl wollten oder sollten ( Gerichtsauflage ) diese dort Ihren "Suff" kurieren lassen, nur wenige hatten die Klarheit an Ihren Agressionen zu arbeiten.
    Die wenigsten dieser Spezies dürften hier im Forum aufschlagen und falls doch dürften die wenigsten von diesen wenigen von Ihren "Heldentaten" gegenüber Frauen und kleinen Kindern erzählen.
    Insofern liest man davon eher bei den Erzählungen der Co-Abhängigen oder der EKA's.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Hartmut ,

    ich verkneife mir das bei Co-Abhängigen ebenso wie bei nassen Alkoholikern, da das "Einquatschen" auf akitve Co-Abhängige wohl ebenso sinnvoll ist, wie das "Einquatschen" auf aktive Alkoholiker.

    Sinnvoll wäre der Verweis an eine SHG, Suchtberatung oder einen Arzt.
    Und - wie Du beschrieben hast - der Erfahrungsbericht ehemaliger Co-Abhängiger aus der ICH-Persepektive.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Hartmut ,

    es kommt mir ein wenig "schizophren" vor,
    einerseits einem vierjährig Abstinenten hier glückwünschend auf die Schulter zu klopfen
    und andererseits dem nach 5 Jahren Rückfälligen die abstinenten Jahre
    als "Trinkpause" abzuwerten.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    BC,

    na nu müssen wir erstmal einen suchen, der Dich auch haben will :)
    Weitblick haben übrigens die grossen Männer naturgemäss mehr ...
    Ansonsten denke ich, Du hast genug Humor, das ist die beste Voraussetzung um mit dem "Elend auf 2 Beinen" umzugehen, nicht wahr ?

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Hallo Lena,

    Zitat

    Ich hab da mal eine Frage an alle: wie war das bei euch, wird so ein Antrag auch öfter mal abgelehnt??

    meine Erfahrung ist eine sehr positive.
    Ich habe mich genau wie Du damals sehr konsequent um Hilfe bemüht und war sehr erstaunt, wie schnell das ging.
    Ich hatte innerhalb von 4-5 Wochen eine Zusage der Rentenversicherung und war schon 7 Wochen nach meinem Antrag in der LZT.
    Höfliches Nachfragen ist übrigens erlaubt, es zeigt ja Dein Interesse an der Lösung des Problems.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @BC,

    schön, dass diese Diskussion wiederbelebt wurde.
    Ich beneide Dich nicht, um Deine Co-Rolle.
    Mir kommt diese "Krankheit" oft noch schwieriger "heilbar" als die eines Alkoholikers vor. Aber - nur ein Gefühl.

    Es ist in der Tat so, dass Co-Abhängige und Alkoholiker hier im Moment eine unterschiedliche "Behandlung" erfahren.

    Einem aktiven Alkoholiker, der hier "rumschwurbelt", werden sehr wohl sofort enge Grenzen gezogen und er ggf. aus dem Forum verwiesen.
    Aus meiner Sicht richtig - da nur konsequentes Handeln etwas nützt.
    Alles andere wäre nämlich schon "Co".

    Da ich mich nun widerum nicht als "Co" bezeichnen kann, halte ich mich soweit wie möglich - gelingt nicht immer - in den Co-Fädchen zurück.
    Hier wäre es meines Erachtens dringend erforderlich, dass ein oder mehrere "trockene Co." Grenzen ziehen und ggf. auch Konsequenzen für "rumschwurbelnde Co." umsetzen.
    Dem "rumschwurbelnden Co." ewig zuhören dürfte nämlich auch keine Hilfe darstellen, sondern sein Leiden eher noch verlängern, da er keinerlei Konsequenzen ziehen muss.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @Karsten,

    habe mich gerade aus dem anderen Alki-Forum endgültig verabschiedet, weil dort sträflich leichtsinnig mit noch aktiven Alkis in "Selbsttherapie" umgegangen wird.
    Es bekam den Anflug eine "Kneipe" ...

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Martin ,

    wenn Du Dir das Saufen abgewöhnen willst, ist JEDE Einrichtung zu empfehlen.
    Ich bin einfach hingegangen und habe aus den dortigen Gegebenheiten das für mich Optimale gemacht.
    Zu meckern findet man immer was, nur ehrlich gesagt, sind das meistens banale Dinge im Vergleich zu 10 Jahren Saufen.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Trocken Bleiben ,

    ich sehs ganz einfach, der wöchentliche Besuch der SHG erinnert mich daran, dass ich Alkoholiker bin.
    Es wird also mindestens dem menschlichen Leichtsinn vorgebeugt.
    Wenn ich dann auch noch über mein Befinden reden kann - umso besser.
    Ein SHG-Kollege sagte mal: "Dienst hält trocken ..."
    Klang schwülstig, dürfte aber letztlich zutreffen.
    Wer regelmässig etwas für andere Alkoholiker tut, wird nicht vergessen, wo er persönlich steht und seine Abstinenz nicht aufs Spiel setzen durch Nachlässigkeit.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Leonia ,

    Zitat

    auch diesen Begriff "es ist schwer zu ertragen, wie sich die Betroffenen hier im Kreise drehen" habe ich hier schon öfter gelesen und frage mich dabei dann immer: Für wen ist es denn schwer zu ertragen?

    Ist es für Dich schwer zu ertragen, Jürgen?

    ja, ich meinte schon mich.
    Es ist für mich genauso schwer zu ertragen, wie ein aktiver Alkoholiker, der hier monatelang oder jahrelang "rumschwurbelt".
    Das ständige Wechseln der Absichten oder der Meinungen kann ich persönlich nicht nachvollziehen.
    Das liegt aber an meiner Denkstruktur, die eher digital geprägt ist.
    Für mich gab und gibt es nur 0=saufen, 1=nichtsaufen.
    Ich wollte auch nur verdeutlichen, dass ein "rumschwurbelnder", aktiver Alkoholiker hier relativ schnell den "A****tritt" erhält, während aktive Co-Abhängige dies offensichtlich jahrelang tun können.
    Ich halte mich aber in "Threads" von Co-Abhängigen soweit ich kann zurück, da ich wie gesagt keiner bin und eine andere Denkstruktur habe.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @all,

    nun ja - es gibt wohl einen allgemeinen Konsens in diesem Forum, wie mit aktiven Alkoholikern umgegangen wird, die nicht mit dem Trinken aufhören wollen.
    Bzgl. aktiven Co-Abhängigen gibt es meiner Einschätzung nach einen solchen Konsens nicht, daher ist es manchmal schwer zu ertragen, wie sich die Betroffenen "im Kreise drehen".

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @BC,

    Zitat

    Na dann ist ja alles nicht so schlimm. Er konnte ja noch Verantwortung übernehmen.... aha! Da würde ich mal ganz leise fragen - war es eine tolle Kindheit für Dich?

    deswegen schrieb ich auch "bedingt", da es eine ziemlich gefühlsarme und weiss Gott keine tolle Kindheit war.
    Ich musste aber Gott sei Dank nicht frühzeitig Verantwortung für ihn oder meine Mutter übernehmen, dadurch ist mir die Rolle des Co-Abhängigen erspart geblieben ...

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @all,

    ich denke, jeder Betroffene muss sich aufgrund der Erfahrungsberichte anderer, die ähnliches durchlebt haben, eine Meinung bilden und dann letztlich
    die Verantwortung für sein eigenes Handeln übernehmen.
    Natürlich stehe auch ich manchmal "machtlos" daneben und denke "warum tust Du denn nichts", "warum tust Du nicht, was ich tun würde" usw.
    Aus diesem Grund halte ich mit seit einiger Zeit in den "Threads" von Co-Abhängigen und Angehörigen soweit wie möglich zurück,
    weil ich einfach keine eigenen Erfahrungsberichte aus der Sicht eines Co-Abhängigen geben kann.
    Als Angehöriger eines trinkendes Vaters schon eher, aber auch da nur bedingt, weil er immer in der Lage war trotz Alkohol Verantwortung zu übernehmen.

    Es wär natürlich schön, wenn es hier mehr Berichte von Co-Abhängigen gäbe, die den Alkoholismus Ihres Partners erfolgreich (mit ihm?) durchgestanden haben
    und heute mit ihm ein zufriedenes Leben führen.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.