Beiträge von juergenbausf

    Hallo BC,

    ich lese mindestens 10-mal soviel, wie ich schreibe ...
    Was ich davon wie in meinen Alltag übernehme ist mir überlassen.

    Insoweit hat mir auch dieses Forum auf meinem ganz persönlichen Weg geholfen, indem es mich in einigen Meinungen bestätigt hat,
    meine Erkenntnisse erweitert hat, manchmal gezeigt hat - wie es nicht geht ... usw ...

    Im Grossen und ganzen gilt:
    Alle Gründe aus denen ich getrunken habe, sind die wahrscheinlichsten Rückfallgründe.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Marni ,

    Zitat

    Aber da kommt schon wieder die Stimme des Teufels von der anderen Schulter,...dann verlierst du das Haus, mußt dir eine Wohnung suchen, darfst deine Katzen vieleicht nicht mitnehmen und und und!!!

    Dein Haus und Taschen voller Geld wirste ins Jenseits nicht mitnehmen können - ein "bescheidenes" Leben und "bescheidene" Erinnerungen vielleicht schon.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Leo ,

    Alkohol trinken ist nicht strafbar, warum sollte ich also jemanden bestrafen können, weil er trinkt ? Jeder darf trinken, soviel er will.
    Es geht meines Erachtens eher um Verantwortung.
    Wer Verantwortung für sein Leben übernimmt, übernimmt auch die Verantwortung für sein Fehlverhalten - ob nun betrunken oder nicht spielt für mich da gar keine Rolle.
    Wer Verantwortung für sein Leben übernimmt, sucht keine Schuld - schon gar nicht bei anderen.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    lawyer ,

    Zitat

    Eine Psychotherapie kann lange dauern und ich erwarte auch nicht, dass mein Mann sich schlagartig in jeder Hinsicht zum Positiven verändert. Ich möchte, dass er kontinuierlich (!) an sich arbeitetet mit dem Ziel, psychisch stabil und dauerhaft trocken zu werden.

    eine Psychotherapie mit einem aktiven Alkoholiker führt kein seriöser Therapeut durch.
    Ohne Abstinenz wird eine Psychotherapie scheitern.
    Der Wille zur absoluten Abstinenz sollte zuerst da sein.

    Ich kann nur eine Langzeittherapie empfehlen, da dort parallel zur
    Abstinenz eine Psychotherapie ( Einzeltherapie und Gruppentherapie ) stattfindet. Das ist ein geeigneter Einstieg.
    Danach sollte ABSTINENZ absolute Priorität haben.
    Und dann kann man Depressionen angehen.

    Das ist MEINE Erfahrung - ich habe das durch - erst mit absoluter Abstinenz habe ich alles andere in den Griff bekommen.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    lawyer ,

    Alkoholismus ist im wesentlichen eine psychische Krankheit.
    Irgendwann gleitet das dann bei jedem in die zusätzliche körperliche Abhängigkeit über. Man muss nur lang genug trinken.

    3 Wochen körperlicher Entzug, ggf. mit unterstützenden Medikamenten sind schnell erledigt.
    Die eigentliche Arbeit ist die jahrelange Überwindung / Umkonditionierung der eigenen Psyche.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @Trauerweide,

    sorry - hatte Deinen letzten Beitrag übersehen.
    Demnach hast du dich ja um eine LZT bemüht.
    Ich drücke dir die Daumen, dass es bald losgeht.
    Auf jeden Fall hingehen und auf jeden Fall durchhalten - es lohnt sich.

    LG Jürgen

    @Trauerweide,

    Zitat

    Ich bin im Moment sehr stolz auf mich. Morgen werde ich sehr wütend aufwachen, aber ohne Kater und ohne das schlechte Gewissen gescheitert zu sein.

    stolz über 1 Tag ohne Alkohol ?
    Der Stolz ist unangebracht - begib Dich in ernsthafte Behandlung.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @tantalus,

    Zitat

    Ist Ihr Konsum bedenklich?

    der von Dir beschriebene Konsum ist für eine zierliche Frau mehr als bedenklich.

    Wenn Sie bereits einräumt, Alkoholikerin zu sein, sollte sie sich auch entsprechend behandeln lassen. Also Entzug, Abstinenz, Langzeittherapie, Selbsthilfegruppe.

    LG Jürgen

    "Kapitulation vor dem Alkohol"

    heisst für mich, einzusehen, dass mein Wille nicht ausreicht, die negativen Folgen des Alkoholkonsums aufzuhalten, wenn ich weiterhin Alkohol trinke.

    Also lasse ich es. Hat was mit Einsicht zu tun.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @zimbo,

    Zitat

    Auf das mich einer rettet wenn ich am abrutschen bin!

    ich habe nicht vor, abzurutschen.
    Ich möchte meine Abstinenz nicht davon abhängig machen, dass zufällig jemand meine Gedanken errät.
    Da sage ich es doch lieber gleich selbst, wenn ich das Gefühl habe, ich drohe abzurutschen.

    LG Jürgen

    gipfel ,

    Zitat

    Zurück zum Thema "Suchtdruck".
    Für mich kein großer Akt, kaum der Rede wert.
    Für andere sicherlich die Hölle schlechthin - aber nachfühlen kann ich es nicht, und ich will es auch nicht.

    ich übrigens auch nicht.
    Ich verneine aber nicht, dass nicht zwei andere Personen dies miteinander können.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    gipfel ,

    Zitat

    Kein Mensch ist in der Lage die Gefühle eines anderen "mitzufühlen", weil jeder ein anderes empfinden hat, oder weil jeder anders verarbeitet.

    wenn genau zwei Menschen sich über Ihre Erlebnisse und Gefühle unterhalten, können die beiden dies sicher selbst anschliessend für sich gemeinsam beurteilen.
    Ich habe nicht den Anspruch Ihnen diese Fähigkeit abzusprechen, warum auch ?

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    gipfel ,

    Zitat

    Ich finde es auch höchst gefährlich zu versuchen die Gefühle von anderen Menschen aufzunehmen und versuchen zu verstehen. Das ist bestenfalls Sache von Therapeuten.

    ich kann schon spüren, wie es Menschen geht, die ich gut kenne.
    Ich kann entscheiden, wie weit ich dies an mich heranlasse und ob ich versuche, dies in Worte zu fassen.
    Im Rahmen der Therapiegruppe äussere ich dies auch durchaus.

    Ich bin sehr vorsichtig, was persönliche freundschaftliche Bindungen zu anderen Mitgliedern meiner Therapiegruppe betrifft, da ich spüre,
    dass ich zu 80% Enttäuschungen erleben würde oder in Leid hineingezogen werden würde, das ich schlicht und einfach nicht möchte.
    Dafür fühle ich mich weder berufen noch stark genug.
    (Abstinenter) Alkoholiker zu sein allein ist für mich noch keine ausreichende Basis für eine tiefere Beziehung oder Freundschaft.
    Das war auch zu Trinkzeiten nicht so.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    @BC,

    gar nichts.

    Ich halte nichts von Begriffen, in die jeder wild das für sich passende hineininterpretieren kann.

    Ich lebe abstinent und arbeite dran es zu bleiben. Lebenslang.
    Durch Auseinandersetzung mit der Krankheit Alkoholismus im Allgemeinen, Krankheitsverlauf, Rückfallgefahren, Behandlungskonzepte, Einordnung und adäquate Behandlung meiner Person.

    Alle andere Arbeit an mir und möglichen weiteren Erkrankungen hat im Grunde nur insoweit mit Alkholismus zu tun, als dass sie mittelbar hilft, die Rückfallgefahren zu mindern oder zu eliminieren.
    Ansonsten dient die andere Arbeit an mir der Behandlung getrennter Erkrankungen und der Persönlichkeitsentwicklung. Lebenslang.
    Diese andere Arbeit dürfte ein Nicht-Alkoholkranker genauso nötig haben.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

    Hartmut ,

    ich wollte nur darstellen, dass ich das (noch?) nicht beurteilen kann.

    Zitat

    Wenn dann so ein User , ob nun CO oder Alkoholiker, den ich hier im Forum tagtäglich begleite , erkenne das er oder sie sich verändert , das eventuell auf die Krankheit zurückführen ist , hinterfrage ich das.

    Ist das nicht üblich in einer SHG?

    Nö, leider nicht - insbesondere nicht bei denen, die immer schön bei sich bleiben wollen und weit verbreitet sind.
    Habe aber diese SHG bereits gewechselt.

    LG Jürgen
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    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.