Moin manni,
ich nochmal.
Eigene Vorurteile überwinden ist ein ganz normaler Schritt im Prozess, sich selbst den eigenen Alkoholismus einzugestehen.
Selbst ich musste da durch, der ich glaubte, ich hätte keine Vorurteile gegen "Underdogs", "Freaks", "Aussenseiter".
Ich trenne aber übrigens das Thema "Alkoholabhängigkeit" von "anderen Charakterschwächen" oder "Sekundärerkrankungen".
Wenn ich schrieb, das hier ist kein Forum für die, deren "fette Jahre" vorbei sind, dann wohl deshalb, weil ich die Verknüpfung "fette Jahre" <-> Alkohol trinken so gar nicht kenne und auch nicht unterstelle.
Insgesamt kommt bei mir an, dass Du mit dem Älterwerden nicht klar kommst und insoweit das Gefühl hast, "die fetten Jahre" sind vorbei.
Ich denke, Du suchst eine "Perspektive" für die kommenden Jahre und hast vielleicht versäumt "altersgerecht" emotional und geistig zu wachsen.
Mir z.B. macht es schon jetzt mit fast 50 sehr viel Freude, etwas an Erfahrung, Kraft und Hoffnung an Jüngere oder Leute in Problemlagen weiterzugeben.
Nun bin ich keine 64, vielleicht sollte ich Dich an meine 80-jährige Tante verweisen, die grad mehr "reisst" als manch 30-jähriger.
Gruß Jürgen