Beiträge von flower 40

    Hallo,war länger nicht mehr hier.Viel Arbeit und viel Stress nebenher.Nach zig Rückfällen und viel Streit(und teilweise körperlichen Übergriffen) habe ich meinem Partner gesagt,dass es so nicht mehr weiter geht .Dass ich getrennte Wohnungen haben möchte,da ich nicht mehr zur Ruhe komme.Er ist gegangen und seit 1 Woche weg.Keine Ahnung wohin.Hab ihm über einem Anwalt mitteilen lassen,dass er bis Ende des Monats die Wohnung zu verlassen hat.Er hat sich kurz telefonisch bei mir gemeldet,dass er sich dann ganz trennen will,auf eine Beziehung mit getrennten Wohnungen hat er keine Lust.
    Bin einerseits froh,endlich meine Ruhe zu haben.Andererseits kann ich diese Ruhe gar nicht so richtig genießen.Bin enttäuscht,dass der Alkohol unsere einst mal schöne Beziehung zerstört hat.Denke manchmal an die schönen Zeiten,versuche sie dann schnell zu verdrängen und rufe mir die schlechten Zeiten ins Gedächnis.Habe Angst,was die ungewisse Zukunft bringt.Brauche eine neue Wohnung(diese ist zu teuer alleine),der Auszug,was passiert mit unseren gemeinsamen Sachen...Was mache ich mit der Freizeit,die ich sonst mit ihm im Guten oder im Streit verbracht habe.Gedanken,was wird aus ihm.Schafft er es,endlich vom Alkohol loszukommen?Dann wieder Gedanken,dass er meinen Traum vom zusammensein bis wir alt auf einer Bank im Garten sitzen,zerstört hat.Bin wütend,gezwungen zu sein,nochmal ein neues Leben beginnen zu müssen.
    Wie seid ihr mit der Trennung zurechgekommen ?Wie habt ihr es geschafft,wieder glücklich und zufrieden zu werden?Wie seid ihr mit der Veränderung umgegangen?

    LG Flower 40

    Hallo Dorothea,
    du hast ja recht.Alle meine Fragen helfen mir wahrscheinlich nicht.Alles reden,nachdenken,informieren auch nicht.Bisher war ich ein Mensch,der immer für alle Probleme eine Lösung gefunden hat.Egal,ob es meinen eigenen waren oder Probleme anderer.Aber bei dieser Angelegenheit muß ich einfach aufgeben.Und ich glaube,daß es das ist,was mir so schwer fällt.
    Danke,daß ihr alle immer so ehrlich antwortet habt.Das regt einen zum nachdenken an.Schaffen muß ich es alleine,ich weiß.Genauso wie mein Partner.
    LG Flower 40

    Hallo Aurora,
    ja,was bedeutet das für mich,wenn ich diese Antworten lese?!Ich glaube,daß sich mit der Einstellung,die er jetzt hat,er immer wieder mit trinken anfangen wird und ich immer wieder diese schlimme Zeit mitmachen muß/werde.Und ich eigentlich das,was ich mir beim letztenmal vorgenommen habe,durchziehen müßte.Wenn ich doch nur stark genug wäre.Nach dem ganzen Stress der letzten Trinkphase bin ich gerade etwas zur Ruhe gekommen und genieße das jetzt eigentlich gerade.Und jetzt auszuziehen,würde neuen Stress bedeuten und dem wär ich im Moment noch nicht gewachsen.Es ist auch schwer,was passsendes zu finden.Ich sehne mich ja auch meistens nach meinen eigenen 4 Wänden,wenn er trinkt.Und dann kriegt man nichts so schnell und muß das alles mit ihm aushalten.Außerdem möchte ich ja eigentlich hier wohnen bleiben.Ach,das ist alles so kompliziert...Das einfachste wär,er würde aufhören...Aber so einfach ist das ja leider nicht...

    - edit, bitte hier nicht so viel über Angehörige schreiben, danke, Linde -

    LG Flower 40

    Hallo,
    habe Tobys Beitrag gelesen und frag mich nun,ob man es nur mit Hilfe und ständiger Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht schaffen kann.Mein Partner hat auch immer wieder Rückfälle,aber er geht nirgendwo hin,tauscht sich mit niemandem aus(außer mit mir).Erst heute hat er noch zu mir gesagt,wenn er trinken will,dann trinkt er.Da würde ihm auch kein Therapeut oder eine SHG bei helfen können.Liegt es wirklich nur am eigenen Willen?Kann man es wirklich alleine schaffen?Ich hab da so meine Zweifel!Wie seht ihr das?
    LG Flower 40

    Hallo sadness,
    diese im Kreis drehen kenne ich auch.Ich frag mich auch immr,wo der Mann geblieben ist,in den ich mich verliebt habe.Und nach jeder Entgiftung und jedem neuen Versprechen von ihm,aufzuhören mit trinken,hab ich wieder Hoffnung gehabt,alles wird wie früher.Hoffen tu ich nach 8Jahren immr noch,aber ich weiß,daß es nicht mehr so wird wie früher.Das er durch die Sucht ein anderer Mensch ist wie früher.Zur Zeit ist mein Partner nüchtern.Seit ca. 2 Wochen,nachdem er ungefähr 5 Wochen durchgezaubert hat Rund um die Uhr.Montag fängt er einen neuen Job an.Und ich weiß,daß jederzeit die Gefahr besteht,rückfällig zu werden.Sei es durch den Stress am neuen Arbeitsplatz(ein Bierchen nach Feierabend zum Beruhigen),oder aus anderen Gründen.Ich weiß,was auf mich zukommen kann,und trotzdem schaffe ich es nicht,daß was ich mir letztesmal vorgenommen habe(eine eigene Wohnung)durchzuziehen.Ich habe im Moment nicht die Nerven dazu und ein kleines bißchen Hoffnung,daß er es endlich sein läßt.Aber das ist ja das schwierige:Alkoholiker bleiben ihr lebenlang Alkoholiker.Manche schaffen es,einen Weg zu finden um trocken zu bleiben,manche nicht.Und man muß sich überlegen,ob man damit leben kann,daß jederzeit die Gefahr eines Rückfalls besteht.
    Was das an sich selbst denken betrifft:Mir ist das auch schwer gefallen,nach so vielen Jahren,die ich nur an den Partner ,die Kinder usw. gedacht habe.Aber nachdem ich es einmal ausprobiert habe,hat es sich richtig toll angefühlt.Frei!
    Ich weiß,irgendwann kann man es schaffen.Ich wünsch dir viel Kraft und das du den für dich richtigen Weg findest!
    LG flower 40

    Hallo Sadness,
    wie es weitergehen soll frag ich mich auch ständig.Ich kenne dieses Gefühl,keine Kraft mehr zu haben.Das Gefühl,mit allen Problemen und den Kindern alleine dazustehen.Während der Partner sich nur um sich und sein Trinken kümmert.Ich habe auch schon so oft an Trennung gedacht und trotzdem immer wieder gehofft,daß alles gut wird.Aber nach 8 Jahren meines Lebens und vielen Beiträgen aus diesem Forum habe ich erkannt,daß ich wahrscheinlich noch 20 Jahre hoffen kann...aber mir das nichts nützt.Der trinkende Partner ist mit sich und seiner Sucht beschäftigt und wir beschäftigen uns damit auch.Und vergessen uns selber.Dinge,die schön sind,Spaß machen...
    Mich zu trennen habe ich leider auch noch nicht geschafft,aber zumindest laß ich mir von ihm keine Schuldgefühle mehr einreden und ich hab seit langem mal wieder was alleine unternommen,was mir richtig,richtig gut getan hat.Das hab ich auch hier im Forum gelernt:an sich zu denken,sich selbst was Gutes tun.Zuerst hab ich es nicht verstanden,aber so langsam weiß ich ,was gemeint ist.
    Was macht dir denn im Moment solche Sorgen,was du nicht schaffen kannst?

    LG Flower 40

    Hallo ihr Lieben,
    die Therapie hat mir ein bißchen geholfen,manche Sachen besser zu verstehen.Aber Dinge zu verändern fallen mir trotzdem schwer,da mir bekannte,gewohnte Dinge Sicherheit geben.Alles Unbekannte,Neue macht mir irgendwie Angst.In Kur war ich nicht,weil keins meiner Kinder mit will/wollte.Und sie alleine bei meinem Unikat lassen will ich sie auch nicht.
    War gestern ja zum Essen mit Bekannten,er war erst wieder nicht begeistert,hat mir aber viel Spaß gewünscht und nachdem ich zuhause war auch kein Theater gemacht.Das war bisher noch nie so.Hab ihm gesagt,daß ich hier im Forum immer mal lese und es viele Gemeinsamkeiten mit den trinkenden Partner gibt.Das mit dem Besuch zum Beispiel.Er hat gesagt,andere Nichtalkohilker würden sich auch darüber aufregen.Ich hab gesagt,ich kenne aber sonst niemanden.Darauf er,die würden alle auch mal abends ihr Bier zum Beruhigen trinken.
    Bin gerade ihm gegenüber zurückhaltend und in Wartestellung.Kann ihm noch nicht so recht trauen,da er sagte er will für uns aufhören zu trinken.Hab gesagt,er muß es für sich tun,sonst wird das nichts.Schaue trotzdem immer mal wieder nach einer Wohnung und versuche jetzt auch,mehr zu unternehmen,auch alleine.Hat mir gestern richtig gut getan.Bin mal gespannt,wie es sich entwickelt.
    LG Flower 40

    Hallo Waldliebende
    unglaublich,daß sich hier im Forum viele Dinge ähneln.Ich dachte mein Partner wäre ein Unikat!
    Meine Kinder haben das alles sehr früh mitbekommen und ich hab ihnen von Anfang an erklärt,daß es eine Krankheit ist.Trotzdem konnten sie mit seinen Rückfällen nicht umgehen.Schlimm fand ich immer,daß nach einem Rückfall er sich völlig daneben benommen hat,nach der Entgiftung er sich das Vertrauen der Kinder zurückgeholt hat,um es Wochen später wieder kaputt zu machen.Warum lassen wir das alles zu?Ich versteh mich manchmal selber nicht.Ich bin eine Kämpfernatur,aber die für die ich eigentlich kämpfen sollte,lass ich mit mir mitleiden!Und kämpfe für jemanden,wo meine Energie reine Zeitverschwendung ist!Ich war schon beim Nervenarzt,hab eine Therapie gemacht,bin ständig beim Hausarzt,3x sollte ich schon eine Kur machen und scheiter trotzdem immer wieder.Ich komm mir so dumm vor!
    LG Flower 40

    Hab jetzt gerade nochmal mit ihm geredet.Ich wär Schuld,daß er soviel getrunken hat.Ich hätte ja schon bei den ersten paar Flaschen angefangen zu meckern.Außerdem hätte ich in der Kindererziehung nicht mit ihm an einem Strang gezogen(soll heißen ,seine Erziehungsmethoden mitzumachen).Wir hätten immer wegen der Kinder gestritten(es sind nicht seine,er wollte auch nie welche,er wollte eigentlich immer nur mich).Meine Kinder sind anständig,ein Kind hat Abitur und das hätte es nicht geschafft mit seinen Erziehungsmethoden.Er fühlte sich deshalb immer als Außenseiter.Hab gefragt,warum er sich nicht einfach in unser Familienleben integriert hat.Bei uns wär ja immer so ein Trubel,nirgends hätte man seine Ruhe.Hab gesagt,dann geh doch ins Wohnzimmer und mach die Tür zu.Er wüßte aber trotzdem,daß hier alle rumlaufen.Er sucht gerade nach Gründen,warum er immer trinkt.Angeblich sind wir daran Schuld.Hab gesagt,dann zieh doch aus,dann hast du Ruhe.Er meinte,wenn er ausziehen würde,wär die Beziehung auch vorbei.Er würde sich dann ein neues Leben aufbauen.Hab gesagt,dann tu das doch.Das will er aber nicht,wir könnten ja auch mehr auf seine Art zu leben eingehen(Kein Besuch,alles ruhig,Kinder sind nur für Hausarbeit da und ich für ihn).Das wär ja ein tolles Leben,was meint ihr?Bin mal gespannt,was morgen wird(Essen gehen).....
    Viele Grüße Flower 40

    Hallo,er duscht gerade.Also leider stehen wir beide im Mietvertrag.Und wir sind nicht verheiratet,sind auch nicht seine Kinder.Und wenn ich sage,ich zieh aus,sagt er ,daß er hier nicht in der Wohnung bliebe.Dann könnte ich ja hier bleiben,oder?Aber nein,solange ich hier bin,zieht er auch nicht aus.Hab ihn vorhin gefragt,was er denn jetzt gegen die Sucht Unternehmen würde.Er meinte,er war ja schon in Therapie.Er wüßte,worum es geht.Er müsse sich beim nächstenmal,wenn er Suchtdruck hätte,einfach nur daran erinnern,wie schlecht es ihm später wieder geht.Das alleine reicht doch nicht,oder?Das hat er mir vor 3 Monaten auch schon mal erzählt.Hat ja auch nicht funktioniert.Morgen will ich zum ersten mal seit Jahren mit Bekannten von mir Essen gehen.Er weiß noch nichts davon.Frag mich ,wie er reagiert,wenn ich es ihm sage.Er denkt nämlich immer,wenn ich alleine irgendwo hin gehe,dann nur weil ich einen Anderen habe oder kennenlernen könnte.Bin mal gespannt....
    Möchte mich auch noch mal für eure ehrlichen(und manchmal harten)Antworten bedanken.Bei manchen sind mir schon Tränen in die Augen geschossen....
    LG Flower 40

    Hallo pirc und Grazia,
    ich verstehe,was ihr meint.Er ist heute aus dem Krankenhaus gekommen und bringt sein Leergut weg.Die Ruhe hier zu Hause ohne ihn war schön.Und das ist momentan eigentlich mein größtes Problem:Keine Ruhe zu finden,nach stressiger Arbeit,Haushalt,Kindern usw.Sich dann halt noch mit ihm und seiner Sucht zu befassen,bzw.ihn im Rausch zu ertragen.Eigentlich wär für mich erstmal eine eigene Wohnung wichtig.Und da fängt dann mein zögern an.Ich und die Kinder fühlen uns hier sehr wohl.Stören tut ja eigentlich nur er und sein Problem.Deshalb müßte er eigentlich gehen,nicht ich.Für mich wär es im Moment eine Überforderung,umzuziehen,da ich durch Arbeit und Kinder(ein Kind hat gesundheitliche Probleme) schon genug um die Ohren habe.Er soll einfach ausziehen.Aber das tut er ja nicht.Und so zögere ich alles hinaus,um mir weiteren Stress zu ersparen.Umzug kostet Zeit,Geld und Nerven.Und das hab ich zur Zeit alles nicht.

    LG Flower 40

    Danke Pirc,ich weiß das du Recht hast,aber mein Verstand will das alles noch nicht so wahrhaben.Das Alkohol einem Menschen so wichtig sein kann,selbst wenn er Gefahr läuft,alles zu verlieren.Ich freu mich für dich,daß du es geschafft hast.Ich muß meinen ganzen Mut zusammennehmen und das letzte bißchen Kraft einsetzen,um das,was ich schon seit ein paar Jahren denke,endlich durchzuziehen.In der Hoffnung,daß wir beide wieder ein lebenswertes Leben führen können.Aber mir grauts schon jetzt vorm dem Theater,daß er machen wird.Er wird mich nicht so einfach gehen lasen.Ich hoffe,es wird nicht so schlimm...

    LG Flower 40

    Hallo Pirc,er entgiftet in einem normalen Krankenhaus und aus Erfahrung weiß ich,daß die ihm nicht viel Unterstützung gegeben wird.Und ich befürchte auch,daß er nur wieder viel verspricht,damit ich nicht ausziehe.Mein Gefühl sagt mir,daß seine Sucht mit seiner kaputten Kindheit(sehr schlechtes Elternhaus)zu tun hat,aber er sich nicht damit auseinandersetzen will.Er hat nur Wut in sich oder ist deprimiert.Und mit Alkohol will er das verdrängen,fröhlich tun oder einfach entspannen.Und fällt jedesmal auf die erste Flasche Bier rein(morgen hör ich ja wieder auf).Hat noch nie geklappt.Was soll ich ihm sagen,wenn er wieder zu Hause ist?Freundlich mit ihm reden?Hart bleiben und auf getrennte Wohnungen bestehen?Mich beleidigen lassen,streiten?Ihn ignorieren?Ich weiß nicht,wie ich ihm meinen Standpunkt(ich kann nicht mehr,ich brauche Abstand)verständlich machen soll.Er meint immer,ich will diesen Alki einfach nur loswerden.Aber so ist ja nicht,ich will nur erstmal Abstand und Ruhe für mich und die Kinder.Und auf Abstand sehen,wie sich alles entwickelt.Nur wie mache ich es ihm verständlich?
    LG Flower 40

    Hallo,
    mein Partner kommt Ende der Woche aus der 30.Entgiftung.Er war 2 Jahre trocken,um bestimmte Ziele zu erreichen(was er auch geschafft hat)Danach folgte eine Entgiftung nach der anderen.Sein Konsum lag bei ca. 20 Fl.Bier täglich und kurz bevor es zum Krankenhaus geht,muß noch ne Flasche Wodka rein(damit ich weg bin und schlafen kann).Alkohol macht ihn agressiv,beleidigend und er fühlt sich wie der King.Ich bin dabei mir eine Wohnung zu suchen,weil ich das nicht mehr ertragen kann.Er sagt,brauch ich nicht,er hört auf damit(klar einfach so).Was an Hilfe könnte ich ihm vorschlagen,damit er in 6 Wochen nicht wieder im Krankenhaus landet?Nicht wegen mir,sondern um ihm ein letzes mal zu helfen,den richtigen Weg zu finden?Ihm Vorschläge zu machen,welche Hilfe es nach dem Entzug für ihn gibt.Den Weg muß er dann allein gehen,so wie ich meinen auch.Wißt ihr vielleicht Rat?
    LG flower 40

    Danke für deine Antwort,Waldliebende.Daß das nichts mit Liebe zu tun hat,erzähle ich ihm schon seit Jahren.,bzw.hab ich diese Gedanken seit Jahren.Trotzdem bin ich geblieben.Anscheinend hab ich auch ein Problem,sonst wär ich ja schon längst weg.Ich glaube,es liegt daran,daß ich niemanden leiden sehen kann und helfen will.Weil ich meine,Kraft genug für Probleme anderer zu haben.Hat bisher auch geklappt,aber nach 8 Jahren hab selbst ich keine Kraft mehr.Ich frage mich gerade,warum ich so blöd bin?

    Ich möchte noch hinzufügen:Das ich mich bisher immer wieder überreden lassen habe zu bleiben,ist glaube ich die Sehnsucht nach Liebe.Immer diese Hoffnung,es wird mal wieder so wie früher.Das mein Durchhalten die ganzen Jahre doch einen Sinn gehabt haben muss.Viele Menschen,mit denen ich zu tun habe,mögen mich,sind gerne mit mir zusammen,respektieren mich.(Auch wenn er versucht,sie alle zu vergraulen).Ich kann es nicht begreifen,daß mein eigener Partner mit mir zusammenbleiben will,aber mir gleichzeitig mein Leben kaputt macht.Das ist doch keine Liebe?Was ist es dann?

    Hallo,mein Partner ist seit gestern zum x. mal in der Entgiftung.Er hat mich die Wochen vorher im Rausch gedemütigt und beleidigt.Und auch meine Kinder.Er weiß,daß ich seit 3 Wochen nach einer Wohnung suche.Und das erste was er heute nüchtern am Telefon fragte:Du suchst doch nicht immer noch eine Wohnung?Ich sagte:doch!Das bräuchte ich nicht,er würde jetzt auch nichts mehr trinken.Das wäre unfair,weil er ja jetzt im Krankenhaus nichts machen könnte(ich frage mich:was will er machen,wenn er hier wär).Hab gesagt,daß eine räumliche Trennung beiden nützen würde und wir wären ja immer noch ein Paar.Wieder sagt er,ich bräuchte nicht ausziehen,er hört jetzt auf.Und wenn wir getrennt wohnen würden,dann trennt er sich ganz.Auf so einen Mist hätte er keine Lust.Und immer wieder dieses:Such dir keine Wohnung,ich hör auf mit Trinken.Ich weiß,daß er es nicht tut.Und das ich wieder leiden werde.Das geht schon 8 Jahre so.Ich fühl mich so wohl,wenn er nicht da ist.Auch nüchtern ist es nicht schöner,da er dann unter Depressionen leidet,ernst ist.Ich habe,so doof es sich auch anhört,das Gefühl das er eifersüchtig ist auf mich.Er kann es nicht haben,wenn ich lache.Wenn mich Menschen anrufen und ich länger mit denen rede.Wenn ich arbeite oder mich die Kinder kümmer.Wenn ich 1x im Jahr mit Familienmitgliedern essen gehe.Sobald ich mich ein bißchen wohlfühle,macht er das kaputt...Ich wär ja keine richtige Frau,oder wie eingebildet ich lachen würde,wegen mir und der Kinder müßte er ja saufen,wir wären ja alle nicht normal usw.usw.Ich würde mich wohl für oberschlau halten aber er würde sich nicht von mir verarschen lassen.Brauch er ja nicht.Sag ich zu ihm .Dann trennen wir uns eben.Das könnte mir so passen,nachdem was er alles für mich getan hat(Weihnachtsgeschenke für die Kinder,kaputte Haushaltsgeräte ersetzt,mehr nicht).Ich schweife schon wieder aus ,sorry...
    Ich will mich einfach nicht wieder überreden lassen,zu bleiben.Ich weiß,wenn er aus dem Krankenhaus kommt,tut ihm alles wieder leid,er ändert sich bla,bla...Und in ein paar Wochen steh ich genauso da wie jetzt.Ich weiß nicht,wie ich ihm begreifbar machen soll,daß ich das Recht habe,zu wohnen wo ich will.Und das er mir nicht drohen brauch,alles klein zu schlagen,er würde mich schon finden usw.Wieso respektiert er nicht,was ich möchte?Ich versteh das einfach nicht...Hab hier schon so viel gelesen,weiß auch wie der richtige Weg für mich aussieht.Aber er macht mir das Gehen so schwer,verunsichert mich...Werd ich es diesmal schaffen,konsequent zu bleiben und auszuziehen?
    LG Flower 40

    Hallo,ihr Lieben
    Hab meinen Freund nach 5 Wochen Dauertrinken vorhin zur Entgiftung gebracht.Bin schon seit 3 Wochen auf der Suche nach einer Wohnung für mich und die Kinder.Er droht mit allem möglichen,wenn ich ausziehe,macht mich schlecht bei irgendwelchen seiner Bekannten,die ich nicht kenne(ich wär eingebildet,hätten seine Bekannten auch schon gesagt).Er hat mir Schläge angedroht,meine Arbeit und meine Kinder wären Schuld,daß ich mit den Nerven fertig wär(nicht er).Er beleidigt mich in Anwesenheit der Kinder oder anderen Familienmitgliedern,meint,wir wären alle gleich,würden zusammenhalten und er wär der Außenseiter.Aber er würde es mir schon zeigen.Vorhin im Krankenhaus wollte er wissen,ob ich immer noch ausziehen will,nach der Entgiftung wär er ja nüchtern.Hab gesagt,wir reden über alles,wenn er wieder nüchtern wär.Sofort wurde er wieder agressiv,was ich mir eigentlich einbilden würde,er würde nicht nach meiner Pfeife tanzen ,ich müßte mich erstmal ändern,netter werden(ich wär ne Hexe,er könnte meine Stimme schon nicht mehr hören),meine scheiß Tochter könnte er auch nicht mehr sehen,sie soll endlich ausziehen...
    Ich hab mir jedenfalls fest vorgenommen,auszuziehen,obwohl es mir Angst macht,weil ich nicht weiß,wie er reagiert,ob er agressiv wird oder durchdreht.Ich hab Angst,nicht stark genug zu sein,es hinauszögere wie schon so oft.In seinen Augen bin ich ja Schuld,die Kinder,der schlechte Arbeitsmarkt.Wie habt ihr es geschafft,euer Vorhaben durchzuziehen?Trotz Arbeit,Kinder und schwachen Nerven?

    LG Flower 40

    ich weiß,daß du Recht hast.Aber das,was ich ändern möchte,ist so schwer umzusetzen,da mein Partner meine Wünsche nicht akzeptiert.Als ich ihm gesagt habe,daß ich ausziehen werde weil das so nicht weitergeht,hat er gesagt brauch ich nicht,er würde schon ausziehen.1 Stunde später hat er gesagt,er würde aufhören zu trinken,ich brauch nicht gehen,wieder 1 Stunde später hat er gesagt,ich hau die ganze Bude klein und zünde das Haus an.Meine Sorge ist,wenn ich das tue,was ich für richtig halte,er durchdrehen könnte.Psychisch gesehen wäre alles möglich bei ihm.Und das macht mir Angst.