ZitatImmer wieder Nachts mit mir zu meinen Großeltern "geflohen" etc.
Ich auch,7 Jahre alt im Winter´nur im Schlafanzug mit nackigen Füßen mit meiner Schwester durchs Dorfzu einer Freundin, weil meine Mutter uns wieder mit Tellern beworfen hat.
ZitatWas ich wohl noch von meiner frühen Kindheit bezüglich des Alkoholproblems meines Vater weiss waren immer wieder meine Ängste als Kind, dass meine Eltern sich nicht wieder vertagen würden. Ich habe meine Mutter immer wieder gefragt, ob denn jetzt wieder alles in "Ordnung" sei ...ich hatte panische Angst, dass es nicht so war und meine Eltern sich trennen würden ...meine Mutter hat meinem Vater immer wieder gesagt, dass wenn ich 18 Jahre alt wäre, sie sich von ihm trennen würde ...was ja dann auch passiert ist.
Meine Mutter sagte mal zu mir: "Ich habe so geweint, als der Doktor gasagt hat, sie sind wieder schwanger. Denn ich habe immer gesagt, wenn der jüngste 10 Jahre alt ist, verlasse ich meinen Mann."
Gruselig, wie ähnlich sich die Storys sind. Die Wirkung ist immer die gleiche: Das Kind fühlt sich nicht nur für das Wohlergehen der Eltern verantwortlich, es wird konkret zur Ursache des Unglücks der Eltern verantwortlich benannt. Denn bei dir wie bei mir steht doch die gleiche Aussage im Hintergrund: Es wäre besser, wenn es dich überhaupt nicht geben würde. Die reine Existenz zum Vorwurf gemacht, und da soll man nicht verrückt werden. Natürlich wird das dann abgestritten...so hab ich das doch garnicht gemeint BLABLA - aber genau so hast du (Mutter) es gesagt.
ZitatGanz ehrlich: ich weiss auch nicht, warum da keine Wut, keine Agressionen sind gegenüber meinem Vater ...ich vermisse aber auch ein Wort der Entschuldigung, mal ein Gespräch, was er mir angetan hat ...nix, er "nimmt" mich jetzt so, als wenn nix gewesen wäre ...eigentlich vom Verstand her "zu billig" aber ich habe keine Wutgefühle gegen ihn ...ich spüre eigentlich nix auch keine Liebe ...
Ist das nicht das Schlimmste? Solange man Wut hat, hat man Energie. Aber diese Abstumpfung, diese Gleichgültigkeit ist doch grausam. Aber sie habens nicht anders gewollt, wie viele EKAs haben solange gekämpft, bis sie selbst mit dem Saufen angefangen haben.
So gehts mir mit meiner Mutter jetzt auch. Sie dämmert von der Welt verlassen in einem miesen Pflegeheim vor sich hin. Ich bin der einzige der sie besucht aber länger als eine halbe Stunde alle zwei Wochen halte ich es bei ihr nicht aus. Ich sehne ihren Tod herbei, damit dieses Kapitel endlich geschlossen werden kann.
Irgeneinen Preis muss halt jeder zahlen. [/quote]