Als ich die ersten drei Übungen gemacht habe, kam mir der Gedanke, dass ich ein "unerwünschtes" Kind gewesen sei, also ungewollte Schwangerschaft. Ich habe dann meine Mutter danach gefragt und sie hat mir das bestätigt. Interessant, dass das gerade bei den Übungen "hoch" gekommen ist. Ich habe aber auch viel Wärme, ein Lächeln etc bei den Übungen wahr genommen....ich frage mich nur, ob ich mich da nicht irgendwie in meine Kindheit "verzettel" und das alles Nebenprodukte sind, die nicht so viel mit meinen Problemen zu tun haben ...
Beiträge von Just
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Ich habe heute Vormitttag die CD von Luise Reddemann gehört und die ersten drei Übungen zum inneren Kind gemacht. Als ich die Übungen gemacht habe, habe ich mich ganz wohl gefühlt, habe gelächelt und Wäre empfunden. Jetzt, heute Nachmittag geht es mir nicht so dolle. Die Symptome sind wieder voll da ...ist das normal, wenn man sich dem "inneren Kind" nähert oder sich damit beschäftigt?
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Zitat von gartenblume
Hi just
Ist bei mir aehnlich ich kann keine Wut empfinden weil ich dauernd entschuldigungen fuer ihn Suche und somit dauernd im schlechten gewissen lande.ich glaube wenn ich einsehen wuerde das ich eigentlich das Opfer bin wuerde es mir besser gehen aber ich mach mir dauernd selbstvorwuerfe weil ich ihn nicht retten kann und hab keine ahnung warum ich das Tu.Wie geschrieben, ich kann mich an nicht viel erinnern und bin deshalb immer mit mir im Zwiespalt ob es wirklich so schlimm war. Was ich weiss ist die schlimme Zeit nach der Scheidung ...da war ich 18 JAhre. Ich lebte bei ihm in unserer alten Wohnung und das war die Hölle pur.
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Lese gerade das Buch "vergiftete Kindheit" von Forward ...im zweiten Teil des Buches steht, dass man die Verantwortung abgeben muss ...und das man Wut und Agressionen empfinden sollte gegenüber demjenigen, der einen so Mißhandelt hat. Ich weiß von Kopf her, dass mein Vater die ganze Familie zerstört hat, er hat die Verantwortung für die ganze Schei---e aber ich empfinde keine Wut ihm gegenüber ...
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Hallo,
hat von Euch auch einer die Problematik, dass er Angst vor Krankheiten entwickelt hat und sich dadurch ständig beobachtet? Los ging es bei mir durch Schwindel und die Angast vor einem Gehirntumor. Danach kam die Angst vor schweren psychischen Erkrankungen (Schizophrenie etc.). Sieht einer von Euch da den Zusammenhang zur Kindheit?
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Ich habe noch das Problem, dass ich keine Gefühle der Wut etc. gegenüber meinem Vater empfinden kann ...das geht nur, wenn ich mir meinen Sohn anschaue und dann denke: So mies hast Du Dich mir gegenüber benommen ....
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Zitat von gartenblume
Hi just
Das ist der 1.weg zur Besserung.bei mir ists auch so ich dachte immer war ja net so schlimm und dachte von mir selber ich bin gestört oder so weil ich dauernd mit angst zu kaempfen hatte.aber auf Nachfragen hin mit Oma und mom wurde mir bestaetigt das eS schlimm war.mein Vater hatte auch viele ausraster.jetzt kann ich mir selber sagen ok es war schlimm und ich bin nicht gestört,sondern ich war zu lange stark.mir fehlt eigentlich nur noch die Einsicht das ich fuer ihn nicht verantwortlich bin.aber die Einstellung das ich nachdem allem erst recht ein schönes leben verdient habe ist da.welche Symptome hast du?lgEntfremdungserlebnisse ... Depersonalisation
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Hallo zusammen,
ich hatte gestern ein etwas längeres Gespräch mit meiner Mutter. Es ging um das Alkoholproblem in unserer Familie.
Ich wollte von ihr wissen, wie das denn alles so gewesen sei, damals. Ob es wirklich so schlimm war etc.
Von meiner Seite aus waren mit die Probleme bekannt, ich habe sie aber nie als so schlimm angesehen.
Sie hat mir dann den "Zahn" gezogen und gesagt, dass mein Vater mind. 2 mal die Woche ausgerastet sei und besoffen nach
Hause kam oder Abends einfach abgehauen sei ...Nachdem ich das für mich akzeptiert hatte und die "schöne" Kindheit doch nicht so dolle war,
wurde es mit meinen Symptomen besser. Ich habe mich schon längere Zeit mit der Problematik EKA beschäftigt, habe aber immer für mich gedacht,
dass das bei mir in der Familie damals wohl ein Thema war aber nicht so schlimm sei ...jetzt sehe ich das anders und kann so einige Symptome, die ich jetzt
habe auf die Zeit früher zurückführen ...Resultat: gestern Abend waren die Symptome wohl weg (obwohl ich dem nicht so trauen kann). Es geht mir jetzt wesentlich besser, obwohl der negative Gedanke auch da ist, dass ich mir die Besserung nur einbilde ...hat einer von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht? -
Meine Therapeutin hat mir geraten, meinem "inneren Kind" mal einen Brief zu schreiben. Kennt Einer von Euch die Arbeit mit dem inneren Kind?
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Hallo,
wie habt Ihr es hinbekommen, "tote" Gefühle wieder neu zu entdecken und zu spüren?
Durch meine Therapie habe ich jetzt das erste Mal Gefühle der Ergriffenheit in mir gespürt.
Tod sind zZ alle Gefühle der Freude etc.
Was immer da war war das Gefühl der Angst. -
Und jetzt schlage ich mich seit ca. 20 Jahren mit Depersonalisation rum und überlege, was ich denn so "abspalte", damit es mir "besser" geht.
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Zitat von Zimttee
Vielleicht aus Selbstschutz?
Oder weil wir es nicht anders kennen?
Mir sagen auch viele Leute, dass es grausam gewesen sein muss. Häufig sagen sie, dass sie betrunkene Menschen als unangenehm empfinden und unberechenbar und dass sie dies als besonders schlimm für Kinder betrachten, die ja Verlässlichkeit brauchen.Bei mir war es so, dass mein Vater regelmässig "ausgetickt" ist ...er ist dann von der Arbeit nicht nach Hause gekommen, war in Bars und hat das Geld durchgebracht. Ich kann mich noch daran erinnern, dass meine Mutter öfters in der Nacht mich genommen hat und zu meiner Tante/ Oma mit mir gefahren ist.
Ich habe meine Mutter jetzt mal gefragt, wie oft das denn so vorgekommen sei - ich habe so mit alle 5 -6 Monate gerechnet ...sie sagte mir 1-2 mal die Woche ...das hat mich doch schon schockiert. Daran kann ich mich übehaupt nicht mehr erinnern. Ich weiss nur noch, dass ich mit meinem Vater und Freunden von mir am Samstag öfters zum Fussball gefahren bin ...wir haben dann vor dem Spiel immer "Station" in einer Kneipe gemacht und mein Vater war dann schon ziemlich angetrunken. Mir war das megapeinlich ...dann kann ich mich noch so ganz grob daran erinnern, dass ich meinem Vater Vorhaltungen gemacht habe warum er wieder getrunken hätte etc. Ich habe so das Gefühl, jetzt im Nachhinein, dass ich aufgepasst habe, ob er wieder getrunken hat ....was mit hängen geblieben ist ist diese Peinlichkeit und halt dieses Flüchten Nachts ...dann weiss ich noch, dass meine Mutter und ich mal wieder vor einer Bar standen und ich als männliches Wesen meinen Vater da rausholen sollte ...da muss ich aber schon Teeny gewesen sein ....Gewalt habe ich eigentlich bewusst nicht mitbekommen. Meine Mutter hat immer gesagt, er würde psychische Gewalt ausübern. Er würde einem im angetrunkenen Zustand mit Worten fix und fertig machen ...ich, als Kind, hatte immer panische Angst davor, dass meine Eltern sich trennen würden. Ich konnte es nie haben, wenn sie sich mal wieder wegen des Alks gestritten haben ...meine Frage immer zu meiner Mutter und meine Ängste: ist denn wieder alles ok ...ich hatte panische Angst davor, dass sie sich trennen würden ...meine Mutter hat meinem Vater immer wieder gesagt das wenn ich 18 Jahre alt sei, sie gehen würde ...so ist es dann auch gekommen und danach wurde es alles noch viel schlimmer mit dem Alk und meinem Vater. -
Zitat von schnuffig
Geh nicht hin. Du sollst ja gar nicht hingehen zu dem der dich nicht liebt, dich gequält hat und es immer noch tut.
Kannst du dir das für dich vorstellen, den Kontakt ganz abzubrechen?
Zu meiner Oma schon ...Vater ...weiß ich nicht obwohl es wohl besser wäre aber er tut mir dann auch wieder leid und ich versuche sein Verhalten für ihn zu rechtfertigen ...
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Gut, es war schlimm ...was damals in der Kindheit passiert ist und was nach der Scheidung, als ich 19 Jahre alt war, geschehen ist.
Bei mir kommt danach dann das Rechtfertigen wollen ...er kann ja nix dafür, liebt mich vielleicht doch, kann es nur nicht so zeigen etc -
Zitat von schnuffigAlles anzeigen
Ok.
Es hört sich für mich so an, als kämest du gerade aus dem Regen wieder rein, ganz nass und nun fragst du, ob ich (z.B.) glaube, dass du vom Regen nass geworden bist.
Ob ich glaube, dass deine Ängste aus den Misshandlungen entstanden sind, die du in der Kindheit erleiden musstest?
Ja. Das glaube ich. Es ist sogar so offensichtlich, dass ich sagen kann: Ja. Das weiß ich.
Und ich wollte nur wissen, ob du den Zusammenhang selber wirklich nicht erkennst. Ob du die Antwort auf diese Frage brauchst.
Falls dem so ist, sage ich es nochmal.JA, Just, deine Ängste hast du aus deiner Kindheit.
Liebe Gruesse!
Weisst Du, vom Kopf her kann ich mir das alles ziemlich eindeutig herleiten. Vom Gefühl her sag ich immer: Mensch, so schlimm war das doch wohl alles gar nicht, dass das solche Symptome bei mir auslöst ...verstehst Du, was ich meine? Ich bin immer noch dabei mich zu hinterfragen ob die Kindheit wirklich so schlimm war und ich das jetzt alles idealisiere oder ob das eigentlich gar nicht so schlimm war ...von Kopf her weiss ich das wohl, meine Therapeutin sagt auch, dass das alles ziemlich schlimm gewesen ist, damals aber ich empfinde das immer noch nicht so ...
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Warum soll ich dann noch zu meinem Vater gehen? Weil es mein Vater ist? Weil ich vielleicht noch etwas von der alten "Familie" für mich behalten möchte? Oder wäre es besser, den Kontakt ganz zu beenden? Ich werde nie die Anerkennung bekommen, die man vielleicht im Vater-Sohn Verhältnis als Sohn bekommen könnte ...Liebe spüre ich auch nicht von seiner Seite aus ...vielleicht kann er ja aus seiner Sichtweise nicht anders ...geiches Problem bei meiner Oma: sie hat mir jahrelang das Leben zur Hölle gemacht, hat bei meinen Schwiegereltern angerufen und mich schlecht gemacht, jahrelang, bei meiner Zivi-Stelle damals angerufen und mich schlecht gemacht etc. Warum gehe ich da nur wieder hin? Weil ich das Gefühl der Familie brauche? Ich weiss es nicht ...
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Zitat von schnuffig
Wie furchtbar Just.
Ich wurde auch viel alleine gelassen.
Ob das Ängste generiert, wenn man jemanden, der nicht in der Lage ist, ohne andere zu überleben, weil er ein Kind ist, den Erwachsenen mit allem was ihnen so einfällt, völlig ausgeliefert ist....wo es um dein Leben ging, um dein Überleben?
Die Frage hast du noch nicht beantwortet. Bei dem Fall wo dieser jemand du warst.
Du bist.
Das ist nun mal aber wichtig, dass du die Dinge selber siehst.Mir ist nicht ganz klar, was DU meinst. Ob ich damals Angst empfunden habe?
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Die Frage stelle ich mir gerade ...mein Vater ist jetzt jahrelang trocken, ist aber noch immer ein Egoist, wie es im Buche steht. Nur er ist wichtig, alle anderen sind entweder doof oder unwichtig.
Er behandelt mich nicht anders ...anstatt zu sagen: hey, super, dass das mit dem Studium jetzt so gut bei dir klappt kommt ein: na, warum machst Du das jetzt überhaupt noch, setz dich da mal nicht unter Drucke etc. und wenn ich es dann versuch zu erklären kommt nur ein "spitzes" "Aha" ...was mit fehlt ist dieses Vater-Sohn Verhältnis ...einfach mal vom Vater als Sohn aufgefangen werden etc - nix kommt.
Jetzt stell ich mir die Frage: warum gehst Du da noch hin? Was bringt dir das? Ich glaube, ich mache mir da was vor ...aber was suche ich bei den "Besuchen"? So ganz klar ist mir da mein Verhalten nicht ...kennt das Einer von Euch?