Beiträge von Caruso

    Moin allerseits,

    da durch meine Anwesenheit in der "Geschlossenen" hier eine totale Verwaisung eingetreten ist, möchte ich mich heute mal offiziell im offenen Bereich zurückmelden. Ich werde meine Gedanken ab sofort wieder hier niederschreiben.

    Liebe Grüße

    Caruso

    Moin su-susi-si,

    nicht dürfen ist für mich der falsche Ansatz. Ich darf nahezu Alles, auch Alkohol trinken. Ich muss mir nur darüber klar sein, dass ich innerhalb kürzester Zeit wieder genau da bin, wo ich nie wieder hin möchte. Ich trinke seit knapp 2 Jahren keinen Alk mehr und bin froh darüber, dass ich ihn nicht mehr trinken muss.

    Liebe Grüße

    Caruso

    Zitat von angelinaa

    Hallo M2109

    Meinst du es bringt was, wenn ich in einem ruhigen Moment meinen Vater anspreche und ihn folgendes Frage:

    1. Wie siehst du selber dein Trinkverhalten?
    2. Meinst du nicht, dass du zu viel trinkst?
    3. Möchtest du an sich weniger trinken?

    Bisher weiß ich nämlich nicht, wie er sich selber einschätzt. Das wäre schon mal gut zu wissen. Danach muss ich dann weitersehen, oder?

    Danke!

    Moin angelinaa,

    ich gebe dir gern mal die Antworten die ich auf deine Fragen gegeben hätte als ich noch getrunken habe.

    1. Mein Trinkverhalten ist absolut in Ordnung. Jetzt wollt ihr mir auch noch mein Bier vermiesen.

    2. Andere trinken deutlich mehr, meine paar Bierchen.

    3. Warum sollte ich weniger trinken, die paar Bierchen haben noch keinem geschadet und ich könnte ja ohne aber warum sollte ich?

    Ich gehe davon aus das dein Vater genau die Antworten geben wird.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Moin speedy,

    natürlich muss etwas getan werden. Wir können aber nicht immer nach der Politik rufen. Das ist mir zu einfach. Die hohe Quote der saufenden und verwahrlosten, teils obdachlosen Jugendlichen und Kinder kann ich nicht alle der Politik in die Schuhe schieben. Die Politik kann evtl. Rahmenbedingungen schaffen aber in allererster Linie sollte man mal überdenken in welchen Familienverhältnissen Kinder heute groß werden. Der 3. Urlaub, die Playstation und das tolle Auto sind heutzutage wichtiger als die Kinder. Alles ist wichtiger als die (eigenen) Kinder. Fehlende Liebe wird versucht mit fetten Geschenken wett zumachen. Da muss angesetzt werden. Kinder müssen klare Grenzen kennen, die kann ich allerdings nur erreichen wenn ich mit meinen Kindern beschäftige und nich froh darüber bin wenn ich sie nicht sehen muss.

    Moin Petter,

    jo, an deine Norwegengeschichte kann ich mich noch sehr lebhaft erinnern. Sind wir beide hier doch fast zur selben Zeit aufgeschlagen. Dein Ausflug nach Norden und jetzt die Krankheit sind sicher fette Brocken aber du hast verinnerlicht, dass es nur ohne Alkohol geht. Das freut mich, mach so weiter.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Moin Blizzard,


    ich würde gar nichts anderes machen als ich jetzt auch tue. Warum auch? An`s Saufen habe ich bei der Frage überhaupt nicht gedacht. Wenn ich saufen will muss ich doch nicht abwarten bis die Welt untergeht. Dann gehe ich in die nächste Kneipe und schütte mir die Birne zu. Komisch, ganz verstehen kann ich das nicht. Die Antworten in deiner Gruppe bringen mir das Gefühl, dass die Leute das Gefühl haben sie werden zur Abstinenz gezwungen. Und wenn die Welt eh untergeht kann man ja nochmal schön saufen. Wie gesagt, unverständlich für mich.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Moin allerseits,

    das liest sich alles sehr interessant und ist für mich auch bis zu einem gewissen Grade nachvollziehbar. Aber, wenn man jemanden mag/liebt tut man natürlich auch gewisse Dinge für ihn, weil man es gern tut. Evtl. auch um dem anderen zu gefallen. Das alles ist ja in einem gewissen Maße auch nicht schädlich. Wenn man dann einen Partner an seiner Seite hat, der ein gesundes Selbstbewußtein hat, wird das auch funktionieren. Denn derjenige wird sich niemals alles abnehmen lassen und sich schon gar nicht kontrollieren lassen. Es wäre für mich z.B. niemals wünschenswert, dass meine Partnerin mir alles vor den Hintern schleppt. Sie müsste allerdings damit leben können, dass ich gewisse Dinge eben dann tue, wenn ich sie für richtig halte und nicht wenn sie es für richtig hält. Ich nenne mal ein Beispiel: Ich persönlich finde es ein Unding wenn Männer ihre Frauen Getränkekisten schleppen lassen, egal ob da Bier oder Coke drin ist*g* Das ist eine Sache für die ich sorge, aber dann wenn es mir passt und nicht wenn die Dame das wünscht. Voraussetzung ist natürlich, dass niemand verdursten muss. Wenn die Partnerin das gern selbst tun möchte, darf sie das natürlich, soll mir aber anschließend nicht damit kommen, dass ich das ja auch hätte machen können. Das ist ein ziemliches einfaches Beispiel aber genau da findet für mich Partnerschaft statt. Nun bin ich allerdings etwas abgeschweift*g* In einer Partnerschaft macht jeder das, was er besser kann oder lieber macht. Mögen es beide nicht müssen es die Kinder tun*lol* Nee, quatsch, dann macht man es entweder abwechselnd oder man macht es gleich zusammen. Du bist im Moment, da du dich intensiv mit deiner Co Abhängigkeit auseinandersetzt, besonders auf der Hut. Das ist auch richtig so. Solltest du in die nächste Beziehung reinschlittern in der dein Partner deine Krankheit nicht versteht/verstehen kann, ist das Chaos vorprogrammiert. Ich lerne auch täglich über die Co Abhängigkeit und finde es sehr interessant wie die Grundsteine dafür gelegt werden und wie es sich im späteren Leben auswirkt. Der gesunde Mittelweg ist sicher die Lösung, denn wenn man es zu sehr übertreibt und aus Angst, dass es Co Verhalten ist, gar nichts für den Partner tut, wäre die Beziehung auch zum Scheitern verurteilt.
    Mal so meine Gedanken.

    Liebe Grüße

    Caruso

    Moin Rose,

    Selbstvertrauen, ich nehme das mal auseinander, Selbst und Vertrauen. Vertraue ich mir selbst, bin ich ehrlich zu mir selbst? Würde ich mich gern als Freund haben wollen? Diese Dinge kann ich mittlerweile alle mit JA benatworten. Vor einem Jahr hätte ich das nicht können. Ich konnte mir nicht mehr selbst vetrauen, da ich ja zeitweise gar nicht ich selbst war. Ich habe mich gehasst für die Sauftouren, nicht währendessen, sondern am nächsten morgen. Und dann war ich natürlich auch nicht ehrlich zu mir selbst, da ich mir eingeredet habe, dass mir die Sache auch noch Spass macht, ein tolles Lebensgefühl ausmacht. Wenn ich heute eine Sache angehe, dann mit Überlegung und das funktioniert, aber wenn ich mir etwas vornehme, dann ziehe ich es auch durch. Sollte ich auf meinem Weg allerdings sehen, dass ich falsch liege, dann zögere ich auch nicht den Fehler einzugestehen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Das ist für mich Selbstvertrauen und ich glaube schon, dass man es erlernen kann.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo Ihr Lieben,

    ich darf nicht kenne ich aus meiner Saufzeit. Wenn ich Auto fahren musste habe ich gesagt, ich darf keinen Alkohol trinken. Da war natürlich ein Verzichtsgedanke da. Heute sage ich ich trinke keinen Alkohol. Nicht ich darf nicht oder ich muss nicht, sondern ich trinke ihn nicht. Ich habe auch von Anfang an meiner Abstinenz gesagt: Ich werde ab heute keinen Alkohol mehr trinken. Damit waren alles Hintertüren zu.

    Liebe Grüße

    Caruso

    Moin Kirsi,

    auch ich bin mit Hilfe dieses Forums trocken geworden und bis heute geblieben. Ich bin nicht der Typ, der in Selbsthilfgruppen geht. Ich habe meine hier gefunden. Am Anfang fand ich auch manche Kommentare, die mich betrafen, ziemlich heftig. Ich habe bevor ich mich hier registriert habe ab und zu mal vorbeigeschaut. In dem Moment, wo ich merkte so soll es mit mir nicht weitergehen, habe ich mich registriert und hier geschrieben. Das wurde dann gleich richtig "spassig", da ich hier einige Dinge zum Besten gegeben habe, die wie Freund es bezeichnen würde, absolut nasses Denken waren. Ich wusste es nicht besser. Ich habe meine eigene Meinung nicht abgelegt, im Gegenteil, sie ist deutlich stärker geworden, aber ich überdenke sie, bevor ich schreibe. Man wird hier übrigens nicht Mod weil man die neuen Leute am Besten fertig macht, sondern wenn man seine Trockenheit verinnerlicht hat und die Kraft hat anderen zu helfen. Ich bin bis jetzt noch nicht soweit, dass ich dazu bereit, in der Lage wäre, anderen zu helfen. Ich bin noch zu sehr mit mir selbst beschäftigt, um meine dauerhafte Trockenheit zu bewahren. Alle die längere Zeit hier sind, haben mal etwas härtere Worte zu Hören bekommen. Die, die noch hier sind, haben sie angenommen und sind grösstenteils bis heute trocken. Viele "Schlaumeier" habe ich in den letzten Monaten Kommen und Gehen sehen. Wir können hier unterstützen, aber den A.... hochbekommen muss jeder selbst. Weiterzusaufen ist sicher einfacher, aber wenn man die erste trockene Zeit hinter sich hat, beginnt ein völlig neues Leben und dann gibt's auch mal ein paar Kuscheleinheiten. Auch das kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen. :lol:


    Liebe Grüße

    Caruso

    Moin scrooge,

    herzlich willkommen bei uns. Um kurz auf Lavendel Bezug zu nehmen, ein paar Dichter gibt's hier dann doch. :D

    Du hast gesoffen lange Zeit,
    warst manchmal schon am morgen breit,
    nun bist Du hier und willst genesen,
    dann musst Du erst mal ganz viel lesen,
    schon viele haben es geschafft,
    doch mancher hat es nie gerafft,
    wenn Du uns glaubst, was wir Dir sagen,
    man muss nicht Alles hinterfragen,
    dann wird es glücken, glaube mir,
    werd’ trocken hier, das wünsch’ ich Dir.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Moin Astrid,

    erröten und auch heulen sind etwas sehr Schönes. Ich habe das Weinen in den letzten Jahren fast verlernt, nicht weil ich es als Schwäche sah, sondern weil ich fast keine Gefühle mehr hatte. Ich hatte sie sozusagen weggesoffen. Ich konnte mich auch gar nicht mehr freuen, egal was passierte. Mittlerweile geht das schon wieder ganz gut, o.k. heulen tue ich eher selten, aber es gab in der letzten Zeit auch keine Begebenheiten, wo mir zum Heulen zumute war. Ich jedenfalls finde es sehr schön wenn man seine Gefühle zeigen kann.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Zitat von Astrid 2

    Lieder sehe ich es bei Dir ähnlich. Ich denke, lieber ein Stimmungskiller als irgendwann ein Alkoholopfer zu sein. Was meinst Du?

    Alles Liebe von Astrid

    was haben den Alkohol und Stimmung miteinander zu tun? Stimmungskiller weil man keinen Alkohol trinkt? An mir ist jedenfalls noch keine Party gescheitert weil ich keinen Alkohol trinke. Sie ist eher an denen gescheitert, die meinen gutsituiert zu trinken und sich anschliessend in die Köppe kriegen, weil sie so voll sind, dass sie nicht mehr klar denken können. Ein paar Tage später wird dann über die ach so tolle Party gesprochen, nur weiß ja keiner mehr so genau was denn abging. Wenn ich dann mal erzähle was los war, dann werde ich zum Stimmungskiller :lol: , denn es kann sich ja keiner vorstellen wie peinlich die Auftritte der einzelnen Statisten waren.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Moin Ihr Lieben,

    meines Erachtens kann man die Veränderung nicht erzwingen. Sie kommt von ganz allein, man kann sich mit der Zeit nicht mal mehr dagegen wehren. So stellt es sich bei mir zumindest dar. Mein Leben hat sich in der letzten Zeit dermassen verändert, dass ich mich schon über mich selbst wundere. Manchmal habeich auch ein bisschen Angst, dass mir das Alles so zufällt. Aber fällt es mir denn einfach so zu? Oder tue ich unbewusst Dinge, die mir ein zufriedens nüchternes Leben ermöglichen?


    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo Ihr Lieben,

    Vorsätze für's neue Jahr gibt es bei mir nicht. Vorsätze ja, aber nicht bezogen auf diesen dusseligen Stichtag. Wenn ich mir etwas vornehme, dann wird das gemacht und zwar nicht erst am Neujahrstag. Dafür habe ich zu oft erlebt, dass Menschen ab Neujahr neue Menschen sein wolten und nichts draus geworden ist. Wiviele Menschen nehmen sich wohl dieses Jahr ab Neujahr keinen Alkohol mehr zu trinken, bzw. nehmen sich das schon seit Monaten vor, um bis Silvester die Legitimation haben weiterzusaufen?

    Hallo ihr Lieben,

    die Überschrift verheisst vielleicht etwas anderes, aber ich fühle mich genau so im Moment. Ich lese hier andauernd das Menschen auf einmal wieder anfangen zu trinken. Klar, es gehört zu unserer Krankheit, oder auch nicht, ich jedenfalls werde das Saufen nicht wieder anfangen. Was geht in einem Menschen vor, der 1 oder 2 Jahre keinen Alkohol trinkt und plötzlich wieder voll abstürzt? Hat derjenige die ganze Zeit gegen den Alkohol gekämpft, es als Verzicht angesehen keinen mehr zu trinken? Wenn ich es als Verzicht sehen würde, wird mich die Abstinenz vielleicht vor dem Tode bewahren, aber der Rückfall ist doch in diesem Moment schon vorprogrammiert. Egal ob ich 3 Wochen oder 3 Jahre nichts getrunken habe. Was treibt einen Menschen dazu nach so langer Abstinenz wieder zu saufen. Es kann mir doch keiner, schon gar nicht jemand dar länger trocken war erzählen, dass das Leben mit Alk besser zu ertragen ist. Das leben ist vielleicht ohne Alkohol manchmal schwer zu ertragen, aber mit ist es dann gar nicht zu ertragen. Ich jedenfalls würde mir dann lieber gleich ne Kugel in die Birne jagen, denn wenn ich etwas tue, dann tue ich es richtig. Langsam im Suff dahinzusiechen, das werde ich mir nicht nochmal antun, denn durch mein neues Leben ohne Alkohol bin ich gaaaanz weit davon entfernt mir selbst das Leben nehmen zu wollen.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Guten morgen marla,

    wenn man sich jahrelang die Birne zuschüttet darf man wohl nicht erwarten, dass es von heute auf morgen ein Spaziergang in die Nüchternheit wird. Wenn dem so wäre hätten wir wohl alle problemlos mit dem Saufen aufgehört. Wenn Du nicht verinnerlichst, dass weiterer Drogenkonsum (ich meine jetzt Alk und Shit), Dich auf Dauer umbringt, wird das nichts. Ich bin seit mittlerweile 5 Monaten ohne Alk und kann Dir nur sagen, es lohnt sich. das geht allerdings nur konsequent ohne, sonst vergiss es besser gleich.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Zitat von Jukka

    Hallo Ihr Lieben,

    sind wieder zuhause. So ein Gedrängel, man oh man... :)

    Caruso : warum ich trotzdem hin gehen wollte? Weil ich mit meiner Familie jedes Jahr auf den Weihnachtsmarkt gehe; ich bin aus gutem Willen mitgegangen, gehört irgendwie dazu. Außerdem kann ich nicht ein Leben lang davor wegrennen, umso früher man lernt damit umzugehen, umso besser. Finde ich. :wink:

    Moin Robin,

    Du hast mich falsch verstanden, vielleicht habe ich mich auch missverständlich ausgedrückt. Dass Glühwein Alkohol ist, spielt für mich in diesem Fall überhaupt keine Rolle. Du hast ihn ja nie gemocht und daher wohl auch nicht getrunken. Ich mochte übrigens auch nie Glühwein und auch ich finde den Geruch abstossend. Was ich meinte war, wenn mir von einem Geruch übel wird, egal welcher es ist, dann werde ich ihn bestimmt nicht vorsätzlich einatmen. Warum? Weil es mir nicht gut tut, so einfach ist das. Und wenn mir etwas nicht gut tut, bekomme ich schlechte Laune, da liegt für mich der Grund.


    Liebe Grüße

    Caruso