Beiträge von Caruso

    Hallo ihr Lieben,

    heute war der erste Tag meiner Abstinenz an dem ich morgens aufgestanden bin und gesagt habe: Ich bin richtig glücklich. Sicher bin ich den letzten Wochen schon besser drauf, aber dass ich aufstehe und es rausschreien könnte, dass es mir richtig gut geht, hatte ich so noch nicht. Ich wünsche Allen hier einen schönen Tag und danke, dass es euch gibt.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo Kristine,

    was Du schreibst habe ich so oder in ähnlicher Form schon einge Male hier im Forum gelesen. Ich kenne genau, was Du meinst, nur von der anderen Seite. Ich war derjenige, der sich wunderbar "bemuttern" liess, es sich mit fast Allen versaut hat und meine Frau hat immer zu mir gestanden. Sie hat allerdings nur die Zeit meines Leidens verlängert. Eines Tages, als sie endlich ernst gemacht hat mit ihren etlichen Ansagen, hab ich ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut. Als ich am nächsten morgen allein zu Haus war, kam der grosse Katzenjammer. Bei mir hat es gewirkt, da ich endlich bemerkt hatte, dass ich für meine Sucht/mein Leben verantwortlich bin. Wir konnten die Beziehung retten, es wird noch lange dauern bis das Vertrauen wieder 100%ig da ist, aber wir sind auf einem guten Weg. Hätte sie mich nicht mal alleine sitzen lassen, wäre mein Schicksal wohl besiegelt gewesen, denn so lange sie meine "Tarnung"perfekt machte, musste ich mir um meine Sucht keine Gedanken machen.


    Liebe Grüße

    Caruso


    Hallo Annika,

    genau so passiert es. Wer neu hinzukommt, wird begrüsst, evtl. warum er/sie da ist. Und dann wird selbstverständlich der Wechsel angeboten. So habe ich es in den letzten Tagn zumindest erlebt.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo Julemaus,

    so eine Frau wie Dich, hätte ich mir zu meinen besten Tagen gewünscht. Besser kann man es ja gar nicht haben. Die Nacht zum Tage machen, keine Verantwortung tragen, Kühlschrank gefüllt, Madame schafft das Geld ran und wenn ich mal Gelüste habe ist die gute Frau auch zugegen.
    Du wirst sicher die Ironie in meinem Beitrag lesen, ich möchte Dich damit nicht persönlich angreifen, aber lies es Dir ruhig nochmal durch.
    Was bringt Dir ein ständig nörgelnder, besoffener Mensch? Einsam macht er Dich auf die Dauer und langfristig auch mittellos. Du hast Dein Leben noch vor Dir. Wirf es nicht weg.


    Liebe Grüße


    Caruso

    Moin Claudi,

    ich habe das Gefühl, dass ich während ich noch richtig gesoffen habe viel einsamer war. Ich war zwar ständig unter Leuten, allerdings nur da wo getrunken wurde, oder zumindest die Aussicht darauf bestand mich besaufen zu können. Irgendwann war ich dann soweit, dass ich gar nicht so oft uner Leute gehen konnte die trinken, wie ich mir den Rausch wünschte. Also habe ich angefangen mich zu Hause in mein "Reich" zurückzuziehen, um mich in Ruhe besaufen zu können. Da begann für mich die Einsamkeit. Mittlerweile, ich trinke ja erst seit 2 Monaten nicht mehr, trennt sich die Spreu vom Weizen. Ich umgebe mich mit Menschen für die der Alkohol nicht die 1. Geige spielt. Wobei ich die Leute die Alkohol trinken deshalb ja nicht ablehne. Wenn ich auf einer Feier bin, stehe ich eben nicht an der Theke um die Versorgung zu sichern, sondern sitze gemütlich am Tisch, esse gut und unterhalte mich mit den Anwesenden. Bisher war es mir auf keiner Feier langweilig und Menschen, die ich schon lange kannte, lerne ich mittlerweile viel besser kennen. Vor Allem bin ich mitlerweile in der Lage Freundschaften aufzubauen und zu pflegen und zwar nicht die fast täglich wechselnden Saufbekanntschaften. Es ist ein langer Prozess, aber ich kann ja nicht erwarten, dass ich auf einmal innerhalb von einigen Tagen, Wochen, Monaten soviele Menschen um mich herumhabe, wie in 20 Jahren "Alkoholkarriere" Gib Dir ein wenig Zeit und es wird werden.

    Liebe Grüße

    Caruso

    Moin Yorkie,

    beruflich scheint unser beider Leben ja im Moment ja ziemlich parallel zu verlaufen. Ich bin auch im Moment dabei mein Leben von Grund auf neu zu ordnen. Ich habe mir jetzt 4 Kästen angelegt, in die ich kleine Zettel packe. Heute, morgen, später und erledigt. Es hilft mir dabei mich nicht zu überfordern. Ich habe mir auch mittlerweile eine feste Zeit gesetzt, zu der ich das Büro verlasse. Ich nehme mir dann noch ca. 30 Minuten Zeit für ein gutes Buch und schlafe dann.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo ihr Lieben,

    im Moment überschlagen sich die Ereignisse ein wenig. Heue hatte ich ein Gespräch mit einer langjährigen Mitarbeiterin. Der Anlass war richtig sch....., ein Kündigungsgespräch. Da ich Kosten einsparen muss, führt leider kein Weg daran vorbei. Ich hatte das Gespräch lange vor mir hergeschoben, bin jetzt aber wahnsinnig erleichtert, dass ich es hinter mir habe. Ich hätte Entscheidungen dieser Art schon länger treffen müssen, habe mir aber sonst lieber die Birne zugeknallt und die Termine vor mir hergeschoben. Das Gespräch lief sehr vernünftig und während des Gesprächs stellte sich heraus, dass sie schon länger Teilzeit arbeiten wollte, mich aber nicht im Stich lassen wollte. In den nächsten Tagen werden wir uns dann daürber unterhalten, ob ich evtl. eine Teilzeitstelle einrichten kann, um sie zu behalten. Wieder mal ein Erfolg, den ich nicht gehabt hätte, wenn ich "unter Strom" gestanden hätte.

    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo ihr Lieben,

    ja, beruflich scheine ich nach fast 2 Monaten Abstinenz die Sache langsam in den Griff zu kriegen. Im Privatbereich wird das deutlich schwieriger. Dadurch, dass ich mich in den letzten Jahren sehr von meiner Frau zurückgezogen habe, kann ich natürlich nicht erwarten, dass ab sofort Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, nur weil ich ohne Alkohol lebe. Ich bin jahrelang den Problemen und Gesprächsversuchen aus dem Weg gegangen, hätte ja unangenehm werden können, nun muss meine Frau auch erst mal wieder Vertrauen finden. Ich werde jetzt erstmal versuchen einen Babysitter zu engagieren, um mit meiner Frau ein Wochenende, und wenn es nur 1 Tag ist, auf neutralem Boden zu verbringen. Vielleicht können wir dann mal ein ernsthaftes Gespräch ohne Zeitdruck führen. Ich hoffe nicht, dass es dafür zu spät ist.

    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo Ihr Lieben,

    Zeit, dass ich mich mal wieder melde. Lesen tue ich ja täglich mehrmals hier, nur fehlte mir in letzter Zeit ein wenig die Musse zu schreiben. Mein nüchternes Leben entwickelt sich langsam aber sicher. Ich hatte in der letzten Woche beruflich einige sehr wichtige, aber unpopuläre Massnahmen durchzuführen. Meine Mitarbeiter und auch die Familie lernen mich mittlerweile als einen sehr konsequenten Menschen kennen. Die Tage, an denen ich Entscheidungen aus Bequemlichkeit gefällt habe, sind vorbei. Jetzt wird es manchmal ungemütlich für meine Mitmenschen. Der Spagat den ich im Moment vollführe, erfordert meine volle Wachsamkeit. Es wurde mittlerweile bemerkt, dass ich hier kein Strohfeuer abbrenne, sondern es bitterernst meine. Meine Mitarbeiter müssen wohl erst wieder lernen, dass ich die Verantwortung trage und das Schiff steuere. Positiv zeigt sich allerdings, dass meine Motivation die anderen auch mitnimmt. Es geht bergauf. Ich kann jetzt endlich die Führung übernehmen und so deligieren, dass es läuft. Ich habe auch langsam das Gefühl, dass meine Mitarbeiter darauf gewartet haben einen Chef zu haben, der diesen Namen auch verdient. Der Gedanke an Alkohol ist jeden morgen vorhanden und zwar wenn ich mir sage, egal was heute passiert, es gibt heute abend keinen Alkohol. Ansonsten spielt er eine untergeordnete Rolle. Mein Leben kommt langsam in Fahrt und ich möchte allen danken, besonders hier, die dazu beitragen, dass meine Leben nüchtern bleibt.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Moin Yorkie,

    ich bin ja, wie Du auch selbständig. In der Zeit, in der ich meine Probleme, privat wie geschäftlich, mit Alkohol betäubt habe, sind nun vorbei. Da man mittlerweile klar denkt, und zwar nicht nur mit kurzen Lichtblicken, sondern auf Dauer, sieht man die Probleme natürlich auch deutlicher. Der entscheidende Unterschied ist, dass man die Probleme jetzt auch angeht und nicht wie sonst mal wieder aufschiebt. Ich habe im Moment das Gefühl, dass mein Leben ohne Alkohol nicht einfacher geworden ist. Oder sagen wir es mal so, ich habe mich im Suff nicht mit meinem Leben, den Problemen auseinandergesetzt. Wäre ich die Probleme früher angegangen, was aber durch die Sauferei nicht möglich war, hätte ich sie jetzt nicht in dieser Fülle. Natürlich kann ich in 2 - 3 Monaten nicht das aufarbeiten, was ich in 15 Jahren versaut habe. Ich wundere mich nur, wie in der besoffenen Zeit Vieles überhaupt gelaufen ist. Ich habe mir jetzt einen Plan aufgestellt, nach dem ich die angefallenen Problem abarbeiten werde. Und ich sehe, nach relativ kurzer Zeit auch wieder Licht am Horizont. Oberste Priorität hat für mich die Abstinenz. Alkohol ist in meinem Arbeitsplan nicht vorgesehen. Im Moment tauchen natürlich, während ich die liegengebliebenen Sachen abarbeite, ständig Neue auf. Das kann an die Substanz gehen, aber wenn ich mein Geschäft im Suff gerade so aufrecht erhalten kann, dann sind ohne Alkohol deutlich grössere Sprünge möglich. Ich sehe eine Perspektive und zwar ein glückliches Leben, es wird eine Zeit dauern, aber sie kommt bestimmt.
    Ist jetzt etwas länger geworden als geplant, aber ich glaube zum Verständnis musste ich das etwas ausführlicher schreiben.

    Liebe Grüße

    Caruso

    Moin Yorkie,

    gerade weil Du Deine Partnerin liebst, versuchst Du ja auf Distanz zu gehen. Ihr Trinken mit Deiner fehlenden Liebe zu begründen, ist ja einfach für sie. Dann muss sie nicht darüber nachdenken, dass sie mit dem Trinken aufhören muss. Du hast für Dich die Entscheidung getroffen, den Alkohol aus Deinem Leben zu verbannen und das ist gut so. Der nächste Schritt muss, meines Erachtens nach, von ihr kommen.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo Lhea,

    auch ich habe mir immer wieder gern Auszeiten genommen. Im Hinterkopf war dann auch immer, noch 2 - 3 Wochen abstinent und dann kannst Du Dir wieder richtig die Kante geben. Das habe ich wohl getan, um mein Gewissen zu beruhigen, so unter dem Motto, du kannst ja eine zeitlang ohne Alkohol leben. Das hat mich allerdings nur weiter runtergezogen. Ich habe mich vor 5 Wochen gänzlich vom Alkohol verabschiedet und meine Belohnung besteht darin, dass ich morgens aufstehe, fit bin und mir keine Gedanken darüber machen muss, was ich am Vortag wieder für Mist verzapft habe. Es lohnt sich dauerhaft trocken zu bleiben, aber eben nur "Ganz" oder "Gar nicht"

    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo Bloody,

    bei mir, mittlerweile seit 5 Wochen trocken, lief es ähnlich ab wie bei Dir. Ich hatte die ersten 3 - 4 Tage ziemliches Unwohlsein, was ich aber eher auf den Kater vom Wochenende davor schiebe, als auf Entzugserscheinungen. Ich habe in den letzten Wochen ein Leben kennen gelernt, dass ich nie mehr missen möchte. Ich werde langsam wieder Herr meiner Gedanken die lange Zeit, bewußt oder unbewußt, nur vom Alkohol bestimmt waren. Mache Dir jeden Tag bewußt, dass es ohne Alkohol ein viel schöneres Leben ist. Bei mir haben sich nach relativ kurzer Zeit soviele schöne Gedanken breit gemacht, dass ich sie mir nicht durch den Alkohol zerstören lassen will. Es geht ohne Alkohol und zwar viel besser als mit.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo ihr Lieben,

    mal wieder ein Bericht von mir, nachdem ein nüchternes Wochenende hinter mir liegt. Heute hat es das 1. mal seit meiner Nüchternheit richtig zwischen meiner Frau und mir gekracht. Ich hatte schon die letzten Tage das Gefühl, dass sich etwas anbahnt, doch heute ist das Fass übergelaufen. Durch meine Nüchternheit bekomme ich ja mittlerweile jede Entscheidung mit, die getroffen wird. Ich sage auch nicht mehr zu Allem "Ja und Amen", um die Ruhe zu haben, mich besaufen zu können. So kam es, wie es kommen musste. Meine Frau hatte für heute abend etwas geplant und mich heute abend vor die vollendete Tatsache gestellt, was ich zu tun habe. Ich hatte aber anders geplant, bzw. wollte die Sache, die meine Frau heute abend noch erledigen möchte, morgen früh erledigen. Vor einigen Wochen hätte ich mir jetzt unter Garantie die Birne zu geknallt, aber das löst das Problem natürlich nicht. In dieser Beziehung bin ich ja mittlerweile etwas "fortgeschritten". Ich hab mich jetzt erstmal in mein Büro verzogen, um die Sachen zu erledigen, die ich mir vorgenommen habe. Nachher wird dann noch ein Gespräch folgen. Ich habe immer gedacht, lass' die Finger vom Alkohol und das Zwischenmenschliche geht richtig bergauf. So einfach ist das wohl nicht. Da kommen noch harte Zeiten auf unsere Beziehung zu.

    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe den gestrigen Abend gut hinter mich gebracht. Ich habe noch einige Zeit hier gelesen und bin dann mit einem guten Buch in's Bett gegangen. Ich bin mal wieder um eine Erfahrung reicher. Es war richtig klasse heute morgen ausgeruht und topfit aufzustehen. Sonntag ist der 1. Monat ohne Alkohol rum. Die Zeit verging wie im Flug, aber ich kann mich an jeden Tag erinnern. Das Leben kann so schön sein.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo ihr Lieben,

    heute abend bin ich den 1. abend seit ich mit dem Trinken aufgehört habe allein zu Hause. Seit heute mittag stellte sich bei mir ein bisschen Nervosität ein. Gerade an den Abenden wenn Frau und Kinder, besonders über Nacht außer Haus waren, habe ich mir richtig die Birne zugeschüttet. Es kam aus dem dusseligen Einfall heraus, wer weiß wann ich mal wieder so richtig in Ruhe saufen kann. Also habe ich mir gerade an diesen Abenden, so 4 - 5 mal im Jahr richtig einen "gegönnt". Ich habe jetzt erstmal in Ruhe Abendbrot gegessen und mich dann hier eingeloggt. Jetzt wo ich schreibe, geht es mir schon wieder deutlich besser. Ich habe gerade wieder ein altes Gewohnheitsmuster an mir entdeckt, welches ich ablegen muss. Glücklicherweise habe ich überlegt und nicht zur Flasche gegriffen.

    Danke, dass es Euch gibt.

    Liebe Grüße

    Caruso

    Zitat von webby

    im gegensatz dazu der alkoholiker... der hat uns "starke persönlichkeiten" doch super im griff oder?... der weiß ganz genau was unsere wunden punkte sind (z.b. die angst vorm alleinsein oder auch das "ich will dir helfen-syndrom")..der erzählt dir ganz schnell was du hören willst :wink: und er handelt auch danach...JA natürlich alles für seinen stoff-das ist die sucht..aber die sucht läßt ihn FÜR seinen stoff verdammt stark werden..um zu vertuschen, zu schauspielern, zu lügen...und das mitunter über jahre hinweg sehr gut...


    LG Kathrin


    Hallo Kathrin,

    kann ich Allem zustimmen, die Beziehung ist aber wechselseitig, denn auch ein Co., zumindest in meinem Fall weiß genau, wie er den Alkoholiker auf die Palme bringt und ihn dann bewußt oder unbewußt noch tiefer reinreitet. Ich merke das zur Zeit recht gut. Ich hab immer gesagt, wenn ich mit der Sauferei aufhöre, wirst Du etwas anderes finden, dass Du mir vorwirfst, bzw. worüber Du Dich aufregen kannst. Da habe ich lieber weiter gesoffen, das war für mich einfacher. Seit ich keinen Alkohol mehr trinke ist es genau so gekommen, nur bin ich nun Herr meiner Gedanken und Worte und für den Co. wird es jetzt nicht einfacher.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo Inseläffchen,

    das Wort Alkoholiker hat ja auch in der heutigen Zeit immer noch das Klischee des verkommenen, unsauberen, ungepflegten Menschen. Viele in der "normalen" Gesellschaft können es kaum glauben, bzw. nicht verstehen, dass es die Krankheit in allen gesellschaftlichen Schichten gibt. So wohl auch meine Frau. Das ich ein Alkoholproblem habe ja, aber Alkoholiker, das war wohl etwas viel für sie. Ich werde ihr jetzt 1 - 2 Tage Zeit geben das ganze sacken zu lassen und werde dann erneut mit ihr über das Thema sprechen. Als ich mir noch regelmässig die Birne zugezogen habe, hat meine Frau mir oft Vorwürfe gemacht. Ich habe es natürlich ignoriert, noch mehr getrunken und mich, soweit es ging in meine eigene Welt zurückgezogen. Sie hat geputzt, ich habe gesoffen. Meine Frau trinkt so gut wie keinen Alkohol. Wenn sie in meiner Gegenwart mal ein Glas Sekt trinkt, macht mir das Nichts aus. Jetzt werden mich vielleicht einige für verrückt erklären, aber ich bin Alkoholiker und habe für mich beschlossen alles zu tun, nie wieder Alkohol zu trinken. Ich werde deshalb aber nicht meiner Frau oder irgend jemand anders den Alkoholkonsum verbieten. Wer es möchte, o.k. ich für mich habe gesehen, was der Alkohol mit mir macht und daher trinke ich ihn nicht mehr.
    Auch meine Kinder waren sicher ein Mitgrund die Sauferei aufzugeben. Ich kann aber nicht für andere Menschen mit dem Trinken aufhören, ich muss es in erster Linie für mich tun, sonst werden die guten Vorsätze sicher nicht lange anhalten. Kein Schluck Alkohol kann schöner sein als das Leben, dass ich in den letzten 3 Wochen geniessen durfte und das führe ich mir jeden Tag auf`s neue vor Augen. Das ist auch ein Grund warum ich jeden Morgen nach dem ich den Rechner eingeschaltet habe, erstmal in diesem Forum lese.


    Liebe Grüße

    Caruso

    Hallo ihr Lieben,

    heute bin ich mal wieder einen großen Schritt weiter gekommen. Seit langer Zeit, sass ich mal wieder ohne Kinder, nur mit meiner Frau am Mittagstisch. Ein sehr guter Moment für mich auf's Thema zu kommen. Wir waren gestern auf einem Familiengeburtstag. Ein Onkel meiner Frau hat gegrillt und zu Beginn erstmal ne komplette Runde "Schwarzwürste" produziert. Ich fraget, ob ich ihn am Grill ablösen sollte, damit er erstmal was essen kann. Ich bemerkte, ich kenne ihn schon sehr lange, dass er nicht mehr nüchtern war. Seine Antwort zum Essen war, er hätte schon eine Wurst gegessen( was ich bezweifle) und würde gern weiter grillen. Die Geschichte habe ich heute mittag meiner Frau erzählt und das ich vermute, ihr Onkel ist Alkoholiker. Ich habe während des Gesprächs dann auf meinen Alkoholismus umgeschwenkt und ihr unumwunden gesagt, dass auch ich Alkoholiker bin. Wir hatten dann ein sehr gutes Gespräch und ich bin davon überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.


    Liebe Grüße

    Caruso