Beiträge von Caruso

    Zitat von Joachim


    Wichtig ist dann, wenn man für sich einmal festgestellt hat, dass man mit dem Alkohol nicht umgehen kann, konsequent abstinent zu leben, mit all den notwendigen Veränderungen im Leben.


    Gruss Joachim

    Hallo Joachim,

    die vielen notwendigen Veränderungen, ich habe das hier schon oft gelesen. Ist natürlich klar, wenn sich das Leben jahrelang nur darum gedreht hat, wann endlich Zeit für Alkohol ist, im Bekantenkreis nahezu überall getrunken wird, muss Veränderung her. Nur habe ich dann vielleicht bald ein anders Problem ? Schlimmer als die Sauferei kann es wohl nicht sein, aber im Bekanntenkreis, selbst öffentliche Veranstaltungen, es wird überall Alkohol konsumiert. Das stelle ich mir fast noch schwerer vor, als die Finger vom Alkohol zu lassen. Da ich auch geschäftlich sehr oft an Festivitäten teilnehmen muss, steht mir wohl noch einiges bevor. Aber bestimmt ist es besser, nichts zu trinken, als mal wieder unangenehm aufzufallen. Ich kann mein Umfeld nicht von heute auf morgen auswechseln und ob ich stark genug bin offensiv mit meiner Sucht, gegenüber Aussenstehenden, umzugehen, das bezweifle ich zur Zeit. Es wird wohl ein ziemliches Stück Arbeit werden und wenn ich bedenke, was ich in den vielen Jahren mit dem Alkohol schon zerstört habe, kann es wohl nur noch besser werden.
    Ist jetzt ziemlich lang geworden, und wenn es in diesen Bereich nicht hinein gehört, verschiebt es bitte.

    Danke für's Lesen

    Caruso

    Zitat von Annika


    Wie willst du es angehen ? Zum Arzt, Suchtberatungsstelle ?

    Hallo Annika,

    vielen Dank für die "schnelle" Begrüssung. Ich möchte den Entzug allein schaffen. Ich habe von vielen gelesen, dass es schiefgelaufen ist, allerdings möchte ich mir die Chance geben es allein zu schaffen. Ich tue es ja schliesslich auch für mich. Vor dem körperlichen Entzug habe ich nicht so grosse Angst, da ich das vor einigen Wochen schon einmal bewältigt habe, die schlaflosen Nächte und Alpträume, habe ich aber wohl leider zu schnell vergessen, um mir nicht am letzten Wochenende wieder die Birne zu zukippen. Es hat mir bisher sehr geholfen hier zu lesen und ich werde es schaffen das 1. Glas stehen zu lassen. Denn das ist mir mittlerweile klar, ich kann eben nicht 1 oder 2 Bier trinken....


    Caruso

    Hallo,

    ich lese hier schon eine geraume Zeit, und habe jetzt für mich den Entschluss gefasst, auch mal etwas zu schreiben. Den Ausschlag dazu gab, ein für mich mal wieder unrühmliches Wochenende. Ich war mit mehreren Bekannten auf Sauftour. Ich hatte am Sonntagmorgen, nicht zum 1. mal, ein beschissenes Gefühl. Nicht nur, das ich völlig verkatert war, und mich auch heute noch beschissen fühle, sondern, dass ich so rein gar nicht stolz darauf bin, fast 3 Tage durchgesoffen zu haben. Nur, habe ich es trotzdem getan, obwohl ich es im Nachhinein völlig verabscheue. Wir haben in der Gesellschaft von ca. 500 Leuten mal wieder richtig die Sau rausgelassen. Sind das alles Alkoholiker ? Ich trinke manchmal einige Tage überhaupt keinen Alkohol, dann aber auch mal wieder bis zum völligen Kontrollverlust. Also habe ich ein Problem damit, das ist mir auch mittlerweile klar. Ich will das in den Griff bekommen und zwar so, dass ich keinen Tropfen Alkohol mehr trinke. Ich trinke seit mittlerweile 25 Jahren mehr oder weniger Alkohol. Ich habe auch immer wieder die Gesellschaft von Leuten gesucht, die Alkohol trinken. Warum habe gerade ich so ein Problem damit ? Kurzum, ich habe gestern beschlossen nie wieder Alkohol zu trinken.


    Danke für’s Lesen

    Caruso