Beiträge von Gela10

    Halöle,

    war gerade beim Friseur. Da dort keine Termine vereinbart werden, hab ich häufig Wartezeiten. Dafür nehm ich mir ein Buch mit. Bisher war das dann so, dass ich eigentlich lesen wollte, dann aber doch die Gespräche und Situationen um mich rum regelrecht zwanghaft beobachtet habe und mich nicht auf mein Buch konzentrieren konnte...Jede einzelne Person lief durch mein "Analyseverfahren". Warum sagt wer was wie und was steckt dahinter....Dann richtete sich mein Blick wieder aufs Buch, in das ich mich eigentlich vertiefen wollte, doch ich war nicht in der Lage, alles andere in den Hintergrund zu schieben oder gar auszuschalten. Habs dann regelmäßig aufgegeben und mein Buch zugeklappt. Langweilig war es nicht, denn ich war ja trotzdem beschäftigt. Aber eben nicht mit dem, womit ich mich eigentlich hatte beschäftigen wollen. Das war hier nun egal, doch was die Konzentration angeht, so gehts mir regelmäßig mit allem so und das nervt mitunter gewaltig.
    Aber warum ging mir das so? Weil ich das zu Hause so gelernt habe. Mit einem süchtigen Menschen groß zu werden, der völlig wiedersprüchliches Verhalten an den Tag legt, lässt einen wohl automatisch die Antennen schärfen. Gleichzeitig hab ich auch gelernt, meinen Blick nicht auf mich zu richten, sondern auf andere. Und damit hab ich auch Erwartungen wahrgenommen. Und diese Erwartungen wollt ich automatisch erfüllen.
    Beim Friseur war das nun ein mix. Ich muss aufpassen, denn es könnt ja irgendjemand was von mir wollen oder erwarten und ich muss die anderen analysieren, um rauszukriegen, was sie erwarten oder wollen. das lief natürlich alles schon lange nicht mehr bewusst ab, sondern total automatisch.
    Heute wurde mir das bewusst. ich hab mir ins gedächtnis gerufen, dass die Gespräche und Situationen zwischen den anderen nichts mit mir zu tun haben, dass ich sie nicht verstehen muss und dass jeder, der irgendwas von mir will, mich dann ansprechen kann und wird.
    Und siehe da: das Buch ist echt toll. ;) Klar gelang mir das noch nicht durchgehend, aber ich konnte mein Kopfkino auf mein Buch richten und alles andere in den Hintergrund bringen. Ausblenden ging noch nicht....aber gut, das ist ein Übungs- und Lernprozess.

    Gruß Gela

    ist es nicht eher so, dass CO´s versuchen, den anderen zu verstehen? Darüber vergessen, sich um sich selbst zu kümmern? Sich von den eigenen Problemen ablenken? Verlernen, sich mit den eigenen Problemen oder überhaupt mit sich selbst zu beschäftigen? Irgendwann wird die Problemfremdbeschäftigung zur Sucht, weil man gar nicht mehr weiß, wie es geht, sich mit den eigenen auseinanderzusetzen? oder es nicht mehr aushält, weil schon zu viel im Argen liegt? Dann wirds zum Teufelskreis?

    Das ist mein Verständnis davon. Das Thema ist nicht, dass sich alles um den CO drehen soll. das Thema ist, dass der CO sich krampfhaft und selbstzerstörerisch um andere dreht und später lernen muss, zu sich zurückzukommen und bei sich zu bleiben. Das beinhaltet auch ein "sich selbst kennenlernen" oder "sich selbst verstehen".
    ich stelle selbst gerade fest, dass da viele Zwickmühlen für mich enthalten sind und kaue deshalb auch so einige Themen mehrmals durch...

    Gruß Gela

    Hallo Auf der Durchreise,

    mit Deinen jetzigen Gefühlen, Deiner Mutter gegenüber bist Du jedenfalls nicht allein. Die hatte ich damals auch. Ich war 12, als ich begriff, was los ist.
    Und wollte nichts mehr, als dass alles wieder so wird, wie es vorher war. Weil sie mir meine heile Welt wegenommen hat, hab ich sie manchmal gehasst. Dann wieder kam ich mir egoistisch vor, weil sie ja krank war. Und hatte Schuldgefühle...Aus diesem Mix und den gegenseitigen Vorwürfen und Erwartungen wurde später ein starkes Verantwortungsgefühl und je mehr ich ihr helfen wollte und je mehr ich merkte, dass ich ihr nicht helfen kann, umso mieser fühlte ich mich, als Versager.

    Deine Gefühle von Schuld, Scham und Wut sind total normal.Denn wenn man den Eindruck hat, die Mutter ist zwei verschiedene Personen (die eine stark und fröhlich und die andere jemand, der einen ständig belügt), wie soll man damit umgehen??? Das verwirrt. Bringt einen in eine Zwickmühle.
    Aber: Du trägst daran keine Schuld und versuch nicht, aufgrund deiner Schuldgefühle, die Verantwortung für sie zu übernehmen, sie da rauszuholen, etc. Bleib bei Dir! Kümmere Dich um Dein Leben! Wenn sie da raus will (und sie selbst muss es wollen), holt sie sich Hilfe. Bei einer Selbsthilfegruppe oder in einer Therapie. Da gibts genug Möglichkeiten. Du bist dafür nicht verantwortlich und Abstand halten, ist das beste, was Du machen kannst.

    Gruß Gela

    Zitat

    das gibt mir nämlich zum nachdenken, denn meiner meinung nach , die ich mir echt ziemlich hart erarbeitet habe mit der akzeptanz jeder darf trinken , saufen wie er will, es ist sein gutes recht. auch einen rückfall haben.

    ja, klar darf er das. Bei mir würde das auch Trauer auslösen, aber auch "Mitleid" und "Mitgefühl" und ich meine das wörtlich. Ich würde mit leiden und mit fühlen. Veranlagung UND gelernt. Das würde mich runter ziehen und wiederum unter Druck setzen, denn ich will ja nicht mitleiden und auch nicht, dass der andere leidet. Was ist hier jetzt Eigensicherheit? Unbedingt helfen wollen, um mir selbst zu helfen? Nein, denn damit manipuliere ich den anderen. Oder mich abgrenzen. Wie kann ich das tun. Räumlich oder emotional. Räumlich, durch Kontaktabbruch. Wenn ich das nicht will, bleibt emotional.Vollständige emotionale Abgrenzung heißt aber nicht nur: Nicht helfen und wissen, dass es richtig ist. Es heißt auch: nicht helfen, wissen, dass es richtig ist und ein gutes Gewissen dabei haben. Sich nicht egoistisch zu fühlen. SEhr, sehr schwer.
    Erstmal, erwarte ich also vom anderen, dass er keinen Rückfall hat.
    Hat er nen Rückfall, verteufel ich ihn aber nicht dafür, denn das ist seins. Aber ich muss dann bei mir bleiben. Bleib ich da, muss ich lernen, mich abzugrenzen, das Leiden des anderen nicht an mich ranzulassen. Mich nicht verantwortlich zu fühlen. Zieh ich mich zurück, muss ich mich mit dem schlechten Gewissen auseinandersetzen, das mich dann fragt: Konntest Du nichts tun oder wolltest Du nicht? Das alles ist dann aber meins.

    Hallo,

    Zitat von silberkralle


    richtig! und mir is es genau so egal, ob du, der jürgen oder sonst n trockener meine erwartungen erfüllt. ich kann gut damit leben, so und so. es sind ja nur erwartungen, weder bedingungen noch verträge. meine erwartungen betreffen ausschließlich mich.

    also mir ist es nicht egal, ob meine Erwartungen erfüllt werden. Sonst hätt ich die Erwartung ja nicht.
    ABER: Auch ich kann gut damit leben, wenn meine Erwartungen nicht erfüllt werden, denn ich kann dann für mich entscheiden, welche Konsequenzen ich daraus für mich ziehe. Kontaktabbruch oder Lernen damit umzugehen, dass ich eventuell werde zugucken müssen, wie der andere verreckt (so meine Theorie...).
    Das letzte, was ich will und bezwecke, ist, den anderen mit meinen Erwartungen zu irgendeinem Handeln zu manipulieren. Ich bleib bei mir. und ich möchte, dass der andere bei sich bleibt.

    Wenn eine Erwartung bei mir Druck erzeugt: dann kann ich überlegen, warum das so ist und was ich gegen dieses Gefühl von Druck unternehmen kann. Aber auch dabei muss ich bei mir bleiben.

    Gruß Gela

    Hallo BC,

    Zitat


    Meist hilft es mir, wenn ich das nervende Verhalten einfach ignoriere und ihn/sie in ihrer Welt lasse - denn ändern kann ich es nicht. Es gab auch schon Situationen, wo ich dieses nicht-heran-lassen auch gelebt habe und verbale Grenzen ziehen mußte. Erfordert aber diplomatisches Geschick, was ich auch erst noch lernen mußte und immer noch dran arbeite. Denn es hilft nix, einen rasenden Stier noch anzuschreien, dass er aufhören soll mit der Raserei, damit werd ich ihn nur weiter anstacheln.

    genau diese Situation hatte ich vor kurzem. Die Person hat mir "kraft ihres Amtes" immer wieder mit irgendwelchen Erwartungen die Bude eingerannt. Ich hab das ignoriert, weil ich gemerkt habe, dass da ein Grunddenken hintendran steht, das ich einfach nicht teile. Führte dazu, dass ich irgendwann völlig zur Motte gemacht wurde. Zwischen den Zeilen - und da sind wir wieder bei dem wunderschönen Beispiel von Melanies Egoismus - kam der Vorwurf von Egoismus auch ganz deutlich rüber. Ich hab mich entsprechend gewehrt, weil ich nicht bereit bin, mir ständig die Bude einrennen zu lassen...Ich war auch nicht die einzige, die mit dem gutsten ein Problem hatte. Jedenfalls weiß ich jetzt, dass ich drauf angesprungen bin, weil ich mich selbst in dieser Situation egoistisch gefühlt habe und das hatte was mit meinen Erwartungen an mich selbst zu tun. Ich versuch es mal so zu sagen: Meine Bedürfnisse haben sich geändert und die haben mit meinen Erwartungen an mich noch nicht zusammen gepasst...Lag also an mir, drauf anzuspringen. Hätte ich das nicht getan, hätt ich ihm noch sachlich rüber bringen können, warum ich nicht springe, wenn er versucht Druck auszuüben...Naja, egal. Ich hab draus gelernt. Das schlechte Gewissen ist jetzt weg. :) Und genau darum gehts mir. Ich kann Nein sagen und ich kann mich wehren. Ich kann auch standhaft bleiben. Aber ich will dabei hinterher kein schlechtes Gewissen mehr haben.

    Doro : diese 5. Hürde....die ist nicht einfach. Aber die kriegen wir auch noch hin. ;)

    Gruß Gela

    Hallo Penta,

    Zitat von Penta


    Aber ich spüre, dass, wenn ich Mensch und Sache trenne, wesentlich mehr Möglichkeiten habe, mit Menschen in Kontakt zu bleiben, wo mir dieser Kontakt sonst wichtig ist.
    Den Anspruch, dass meine Kommunikation immer perfekt ist, habe ich nicht. Muss ich auch nicht haben. Ich habe meine Erwartungen an mein heutiges Leben und ich habe meine Wahrnehmungen und Erfahrungen. Damit will ich leben. Wer möchte, darf mich gern begleiten. Jemanden, der das nicht möchte oder kann, den werde ich nicht vom Gegenteil überzeugen können. Dieser Grenze bin ich mir sehr bewusst.

    Danke für Deine Beschreibungen. Die Situation, in der Du steckst, ist eine der größten Herausforderungen, die ich mir vorstellen kann. Und eine, bei der ich bisher nicht wüsste, wie ich damit umgehen sollte.
    Wie Du damit umgehst, finde ich bewundernswert und da stecken für mich auch einige Antworten drin. Mensch und Sache voneinander trennen...bemühe ich mich auch. Es gelingt mir noch nicht immer und das liegt mit Sicherheit auch an einigen Reizworten, wie Melanie das beschrieben hat. Ganz wichtig sind meine eigenen Wahrnehmungen und natürlich auch meine Erwartungen an mich selbst. Ich lerne gerade, dass wenn ich ein Problem mit jemandem habe, ich zu allererst auf meine Erwartungen an mich schauen muss. Da liegt der Hund begraben. Und wenn ich nach meinen Erwartungen lebe und zu mir selbst stehe, dann kann ich noch so sehr die Erwartungen des anderen spüren (und auch da bleibts ne Frage der Wahrnehmung), sie gehen nicht mehr an mich ran. Erzeugen keinen Druck mehr.
    Und insofern sind das alles Grenzen, die ich selbst setze und die ich auch nur selbst achten oder missachten kann.

    Gruß Gela

    Hallo Melanie,

    Zitat von Melinak


    ich kann ein buch empfelen das heisst gewaltfreie kommunikation von b marschall und rosenberg.


    Gerade bei Kommunikation hab ich schon sehr an mir gearbeitet, weil mir auch irgendwann das Licht aufging, dass ich dank EKA-Haushalt da einiges an Nachholbedarf habe. Insofern ist das natürlich auch für mich eine interessante Empfehlung und ich werds lesen. Ein spannendes Thema ist das sowieso. :)

    Zitat


    das beispiel auch mit egoismus und gesunder egoismus. meine eltern warfen mir diesen begriff egoist als schimpfwort zu. er kahmt meisst in streitsituationen vor und soll wirken, das ich mich mehr um sie kümmer. er wurde eingesetzt um mich zu manipulieren, da der begriff egoismus für mich die bedeutung HATTE das ich ZU VIEL an mich denke und zu wenig an andere. egoisten sind, laut aussage meiner mutter ganz schlechte menschen.also wurde dieser begriff für mich negativ schlecht bewertet.

    Ja, genau das Bespiel kenn ich auch. :) Egoistisch zu sein, war für mich das ultimative No Go. Und ich fühlte mich egoistisch, sobald ich mit meinen Gedanken bei mir war, denn da war ja ein Mensch neben mir, dem es noch viel viel schlechter ging als mir. Deshalb negativ egoistisch zu sein, wurde mir von meinen Eltern suggeriert. Aber wenn ich so drüber nachdenke, dann noch nicht mal von meiner alkoholsüchtigen Mutter, sondern von meinem Vater. Hatte aber nichts mit ihrer Alkoholsucht zu tun, sondern eher was mit seiner eigenen Herkunft...Oh mann, so langsam wird mir immer bewusster, dass das alles irgendwie ne verdammt ungesunde Kombination war. Wir 4 auf einem Haufen...gar nicht gut. ;)
    Wie krass. Eigentlich gehts in einer Familie darum, für einander da zu sein. Wir haben uns alle gegenseitig das Leben zur Hölle gemacht, ohne dass es einer von uns gewollt hätte...Naja, das heißt wohl nicht umsonst disfunktionale Familie.
    Aber darum ging es gerade nicht. Für mich heißt es gerade, herauszufinden, was für mich der "gesunde" Egoismus ist. Und das hängt sehr damit zusammen, was ich mir selbst wert bin. Bin ich es mir ausschließlich wert, zu leben? Oder bin ich es mir wert, Ich zu sein? Da wo ich die Grenze ziehe, ist für mich der Übergang vom gesunden zum ungesunden Egoismus. Wie seht ihr´s?

    Zitat


    es gibt viele begriffe die benutzt wurden von meinen eltern um mich zu manipulieren. was für ausenstehende oft schwer war nach zu vollziehen warum ich in manchen bereichen so schrecklich heftig reagierte.denn sie haben diese bewertung des begriffes nicht so, können es nicht verstehen.

    hm, das ist eine interessante Idee, mal gezielt auf Begriffsuche zu gehen, wo sich für mich noch negative Wertungen verstecken, die sie eigentlich gar nicht haben sollten. Fallen Dir noch weitere Beispiele ein?
    Was ich bei mir festgestellt habe: Es macht für mich einen sehr großen Unterschied, ob ich mir "nur" klar mache, was ich alles nicht will (das ist meist mein erster Schritt) oder ob ich mir dann auch klar mache, was ich will. Erst dieser zweite Schritt bringt mich wirklich zum Handeln, bringt mich weiter. Aber mit dem Klarmachen, was ich eigentlich will, tue ich mich manchmal noch sehr schwer. Das erste fällt mir dagegen mittlerweile leicht...

    Zitat


    ich stele für mich daraufhin fest wenn ich diesen begriffen eine andere bewertung zuordne, wie am beilpiel egoismus, dann kann das was mir gesagt wird in dem moment wiederum nichts mehr auslösen.
    lieben gruß melanie

    ja das stimmt und bestimmt gibts da bei mir noch gewisse Reizworte. Ich mach mich mal auf die Suche und berichte. :)

    Viele, viele Denkanstöße
    Danke, Melanie

    Gruß Gela

    Hallo Gipfel,

    Du hast die Therapie von ihr erwartet, damit es dir besser ging. Doch nur sie selbst trägt die Verantwortung für ihr Handeln, weil nur sie selbst entscheidet. Aus welchen Motiven sie das tut, bleibt ihre Sache und wenn sie es tut, weil sie sich von Dir unter Druck gesetzt fühlt, dann ist das auch ihre Sache, denn sie müsste lernen, solchen Druck nicht an sich heranzulassen. Es fällt mir auch schwer, zu glauben, dass sie gegen ihren eigenen Willen in Therapie ging. Woher weisst Du, dass sie zusammen gebrochen ist, weil sie in Therapie gegangen ist? Vielleicht wäre sie das auch so...

    Kann aber sehr gut verstehen, dass einem das zu schaffen macht.

    Gruss Gela

    Hallo BC,

    Zitat von BlueCloud

    Heute bin ich mir im Klaren darüber, dass ich meiner Wahrnehmung wirklich vertrauen kann, wenn mein Bauchgefühl kommt, muß ich es nicht mehr unbedingt hinterfragen und wenn, dann habe ich ganz spezielle Menschen, die ich selber als sehr klar empfinde. Ich kann nur eine Linie fahren - ich kann mich nicht nach den Wahrnehmungen von vielen richten, weil dann bin ich viel und irgendwie ohne eigene Kanten. Fahre ich aber eine Linie, gebe ich auch anderen Menschen die Chance mich einzuschätzen und lasse auch anderen die Wahl, ob sie mit mir können oder nicht. Die jenigen, die nur mit mir können, wenn ich mich verbiege, wären doch sowieso auf Dauer zu anstrengend für mich und umgekehrt. Also hat Grenzen setzen durchaus was Positives. Ich spare dadurch viel Energie.

    Stimmt.

    Mir ging es eher um meine Wahrnehmung, wie der andere über etwas denkt. Nicht, weil ich seine Meinung annehmen will, sondern weils mich interessiert. Früher hab ich gedacht, was der andere denken könnte. hab manchmal regelrecht selbst Dialoge geführt, indem ich mir den anderen vorgestellt habe. Aber wie kann ich dem seine Antworten in den Mund legen? Denken, ich wüsste, was der sagen würde? Das mach ich nicht mehr. ich Frage udn will die Antwort vom anderen hören...so meinte ich es.
    Meinem Bauchgefühl zu trauen, wenn es um mich geht, obwohl mir jemand was anderes einreden will. Und ihm zu trauen, auch wenn ich nix begründen kann. Das musst ich auch erst lernen...Muss ich auch heut noch drauf achten. Aber da gelingt mir das "Bei mir bleiben" schon ganz gut. :D

    Hat bei mir wirklich was mit der Situation zu tun und mit meiner Erwartung an mich. Will ich "nur" (über)leben? (und das ist jetzt nicht abschätzig gemeint, ich hatte das ja vorhin schon erklärt) Oder will ich mehr und ziehe deshalb andere Grenzen?

    Gruß Gela

    Gru

    Hallo Ihr,

    vielen, vielen Dank für Eure Beschreibungen von Euch selbst. Ich hab drüber nachgedacht und dabei ist mir ganz schön viel klar geworden.

    ich versuch das mal an Melanies Post irgendwie irgendwie rüber zu bringen:

    Zitat von Melinak

    liebe gela,

    mir half es weiter mir bewusst zu machen was mein problem als coabhängige ist. so habe ich mir nun etwas erarbeitet was mich als co betrifft:

    ich schau nach dem was ICH DENKE was der andere von mir erwartet! (das mein co) ich schau dadurch NICHT mehr nach mir!

    Ich hinterfrage das mittlerweile, inwieweit ich richtig denke. Das Ergebnis bleibt das gleiche. Ich schau nicht mehr nach mir. Der andere ist mir wichtiger als ich selbst.

    Zitat


    dadurch mache ich mich abhängig vom anderen.

    nur noch insofern, als dass es mir Selbstwertgefühl gibt, mich mit dem Problem des anderen zu befassen. (das kann ich ja am besten, hab nix anderes gelernt). Von seiner Reaktion bin ich nicht mehr abhängig, denn mich muss nicht jeder mögen. Das hab ich immerhin schon gelernt. :)

    Zitat


    es sind meine phantasien die ich hatte was von aussen von mir erwartet wird. die haben dann wiederum was mit meiner einstellung zu mir und meiner person zu tun.

    um zu sehen, ob es phantasien sind, habe ich mir angewöhnt, zu hinterfragen. und nein, nicht indem ich die antwort vorwegnehme. ich betone immer, dass ich ne offene und ehrliche antwort will. dabei haben sich meine annahmen sehr häufig (nicht immer) bestätigt. Wollte da für mich mit der Zeit einfach nur mal rausfinden, ob ich meinem Näschen trauen kann oder nicht. Näschen hin oder her: das fragen werde ich beibehalten und nicht mehr in den anderen reininterpretieren (das hab ich mir so vorgenommen)

    Zitat


    da geh ich in dem moment an meine mir bewussten oder unbewussten defizite ran die mich an mir selbst stören und fühl mich da dann verpflichtet für den anderen was anderes darzustellen der ich bin, weil mich die defizite an mir stören. anstelle hin zu gehen mein defizit selbst aufzuarbeiten, dann brauch ich wiederum dieses denken was andere von mir erwarten könnten auch nicht mehr haben.dann bin ich offen und vorallem ehrlich mir gegenüber und auch den anderen gegenüber weil ich mich nicht mehr verstellen muss.

    das mit dem nicht mehr verstellen müssen, krieg ich mittlerweile ganz gut hin. Sonst würd ich es gar nicht schaffen, Nein zu sagen. mein Problem ist eher das, das ich noch zu oft die anderen vor mir priorisiere. Das bei mir zu viel liegen bleibt, weil ich mich mit dem Problem von anderen beschäftige.
    Meine innere Motivation für mein Leben war bisher: "Ich will leben!". Selbsterhaltungstrieb. Die hat mir auch schon mal mehr oder weniger das Leben gerettet. Daraus wurde ein: "Ich kann ganz gut mit mir leben." Immerhin schon mal was. und damit war ich zufrieden. Jetzt ist das aber wohl so stabil, das es irgendwie nicht mehr ausreicht (da war doch was mit Maslow und der Bedürfnispyramide?). Jetzt wird meine Motivation eher: "Ich will mich selbst lieben." Ich kenn mich noch nicht so gut. Kenne meine Stärken nicht. Wenn ich mich lieben will, sollte ich die aber kennen oder? Meine Schwächen kenn ich irgendwie trotzdem verdammt gut, denn ich bin ja ein sehr selbstkritischer Mensch. Um meine Stärken rauszukriegen, sollt ich mal sehr viel Zeit in mich selbst investieren. Vieles ausprobieren. Tue ich auch. Bis einer kommt und mir sein Problem erzählt...Wär jetzt mal an der Zeit, dann zu sagen: ich kann jetzt gerade nicht. Solange aber mein "Ich will mich selbst lieben" ein Nice-to-have bleibt, weil ich nicht wirklich davon üerzeugt bin, dass ich es erreiche, weil ich es mir eigentlich doch nicht wert bin, sondern es mir nur erhoffe. Solange werde ich den anderen immer vor mir priorisieren, weil ich eigentlich immer noch auf dem Level bin "Ich kann ganz gut mit mir leben." Dann ist ja bei mir eigentlich alles i.O. und mein Gott, dann wär das ja total egoistisch, den anderen zu ignorieren...Wenn ichs dann tu, fühl ich mich egoistisch und hab das schlechte Gewissen.
    Deshalb muss das "ich will mich selbst lieben" ein "Must-have" werden, ein ich will auf der jetzigen Stufe nicht mehr stehen bleiben (will ich auch nicht, aber ich häng wohl gerade irgendwo dazwischen). Die vorherige hab ich verlassen, auf der nächsten bin ich noch nicht so ganz angekommen... :)
    Das klingt jetzt auch wirr, oder? Gibts noch eine dazwischen? :wink:


    Zitat


    da einen gesunden egoismus zu entwickeln für mich als co überlebensnotwendig.

    daran wirds vielleicht deutlich: Bisher hab ich auch drauf geguckt, was für mich überlebensnotwendig ist. Jetzt reicht mir das nicht mehr aus. Mein Bedürfnis ist "gestiegen" (ich denk in Pyramide), weil das andere gedeckt ist. Und irgendwie bin ich mir da selbst noch nicht grün und komm mir egoistisch vor...das ist altes Muster. Aber bewusst machen ist schon mal viel wert und dabei hilft mir dieser Austausch extrem.

    Zitat


    kompliziert, ich hoffe ich konnte einwenig beitragen oder hab ich verwirrung gestiftet?

    @ Melanie:
    ist halt einfach ein sehr kompliziertes Thema. Glaub ich konnte deinen Gedankengängen ganz gut folgen. Kannst Du auch meinen folgen oder hab ich jetzt die Verwirrung gestiftet?

    Gruß Gela

    PS: Beim drüber lesen fällt mir auf, dass mein Selbstwertgefühl wohl nicht so stabil sein kann, wenn ich es nur drauf gründe, für andere da zu sein. Kein Wunder, dass ich nicht Nein sagen kann, wenn die Erwartungserfüllung nicht gegen meinen Selbsterhaltungstrieb geht. :shock: ...das wird immer wirrer. aber genau deshalb komm ich da wohl auch schon ne ganze Weile nicht weiter.

    Hallo Gipfel,

    [quote='gipfel']

    eine Erwartungshaltung setzt m.E. voraus, daß die Erwartung vom anderen auch erfült werden kann.
    Dieses muß er signalisieren (können).

    ganz klares NEIN. denn: so, wie Du es beschreibst, heißt das "Ich darf eine Erwartung nur dann haben, wenn der andere Sie auch erfüllen kann." Damit nehme ich die Antwort vorweg und warte nur auf die Bestätigung.

    Wenn ich eine Erwartung an jemanden habe, dann warte ich darauf, dass er etwas tut oder sagt etc. Warum tue ich das? Weil ich einen Grund dafür habe, ein Bedürfnis. Meiner Meinung nach ist das Bedürfnis die Grundvoraussetzung für eine Erwartung. Was mach ich nu mit meiner Erwartung?
    Ich überleg mir, ob der andere sie erfüllen kann und wenn ich bei meiner Überlegung zu einem Nein komme, äußere ich sie nicht, sondern ignoriere sie?
    Damit entmündige ich mein Gegenüber. Nehme ihm die Antwort vorweg, meine es besser zu wissen, als er. Das erscheint mir sehr respektlos.
    Deshalb äußere ich meine Erwartung. Wie ich das formuliere, ist ne andere Sache. Als Frage? Kannst Du das? Dann steckt mein Bedürfnis nicht mehr drin. Oder sag ich, warum mir das so wichtig ist und begründe somit meine Erwartung?
    Ich möchte dann aber auf jeden Fall und das möchte ich grundsätzlich immer (denn sonst bringt mir alles reden nichts und vormachen bringt auch nichts) eine ehrliche Antwort und akzeptiere die auch. Und wenn mir jemand ehrlich sagt, dass er etwas nicht kann, dann respektiere ich ihn umso mehr. Denn nichts weiter ausser Ehrlichkeit will ich. Weil ich dann selbst meine Konsequenzen daraus ziehen kann, genauso wie auch mein Gegenüber.

    Wenn ich eines gelernt habe, dann, dass es überhaupt nichts bringt , anderen Menschen ihre Antworten vorwegzunehmen. Vielleicht kenne ich sie, doch was hilfts mir, wenn ich mich nicht einige (und das kann ich nur, wenn ich es anspreche)? Vielleicht irre ich mich auch und dann sind Missverständnissen und Verletzungen Tür und Tor geöffnet.

    Gruß Gela

    Hallo Gipfel,

    Zitat


    Du kannst nicht über Deine Grenzen gehen, weil es dann keine echte Grenze war.

    doch kann ich. wenn ich meine eigenen Grenzen gar nicht kenne. Wenn ich nicht weiß, wieviel von etwas mir gut tut und wo es anfängt, mir zu schaden, weil ich nie drauf geguckt hab. Weil ich mit meinen Gedanken und meinem Empfinden immer bei anderen war. Warum tat ich das? Weil das sehr früh von mir gefordert wurde. (Das kann man jetzt als Grenzüberschreitung von aussen bezeichnen, aber ich bleib lieber bei mir. ;-))

    Was ist für mich eine Grenze? Ich möchte die Grenze nicht erst dort setzen, wo es mich umbringen würde, wenn ich sie überschreite. Ich möchte die Grenze dort setzen, wo das überschreiten mir selbst nicht mehr gut tut. Vorerst! Ich sagte ja bereits, dass ich jetzt Dinge lernen möchte, die andere als Kinder gelernt haben.

    Dass ich generell, um meinen Horizont zu erweitern, auch mal "über meine Grenzen" hinausgehen muss, ja das weiß ich auch. Kenn ich aus dem Sport. Wenn ich mich weiterentwickeln will, dann in dem Moment, wo ich denke, da geht nix mehr, noch einen drauf. :) Aber das ist dann auf mich persönlich gerichtet. Das bringt mir was.

    Wenn ich das für andere tue, bringt mir das nix. Ganz im Gegenteil.

    Gruß Gela

    Hallo ihr zwei,

    finde mich in allem, was ihr schreibt, zu 100% wieder.

    Doro : genau den Weg des lernens, den Du aufgezeichnet hast, kenn ich auch. Ich habe gelernt Nein zu sagen und auch dabei zu bleiben. Ich habe auch gelernt, Nein zu sagen, obwohl ich es im ersten Moment nicht begründen kann. Ich bin nun mal ein emotionaler Mensch und deshalb läuft bei mir sehr viel über Bauchgefühl und Intuition und auf die könnte ich mich eigentlich auch verdammt gut verlassen. Wenn ich das von Anfang an gelernt hätte....
    (was mich gerade beschäftigt, ist die fünfte Hürde, die Du beschreibst. die hab ich auch noch nicht geknackt...und da setze ich genau bei dem an, was BC beschreibt)

    @BC:...stattdessen habe ich gelernt, ständig über meine Grenzen zu gehen und nicht auf mich selbst zu hören, denn mir wurde ja die ganze Zeit vorgemacht, dass mich der Schein trügt. Das alles anders ist, als ich das sehe...Das gehört zum Alkoholismus in Familien dazu. Wie stark ich darauf reagiert habe, das ist glaub ich typabhängig. Wie stark nehme ich Reize wahr, wie stark nehme ich Stimmungen wahr...Nun, die nehme ich sehr stark wahr und ich schätze Euch geht das genauso? Eigentlich eine Begabung, mit der man, wenn man damit umgehen kann, einiges anfangen kann.
    Damit umzugehen, das möchte ich jetzt lernen und der erste Schritt dazu ist, jetzt das nachzuholen, was andere als Kinder lernen. Meine Grenzen zu finden. Ich fang bei meinem eigenen Körper an: Wenn mir die Augen weh tun, lass ich den Rechner stehen und mach ne Pause. Wenn ich Durst habe, geh ich nicht drüber weg, sondern greife zum Wasser...Blöde Beispiele aber bei solchen Kleinigkeiten gehts bei mir los. Von irgendwelchen Arztbesuchen reden wir gar nicht erst, aber das wird als nächstes kommen. ;)
    Kommt Euch das bekannt vor?
    Und dieses die eigenen Grenzen finden und respektieren und sich selbst nicht dafür zu verteufeln, dass sie da sind und man gerade nicht für den anderen da sein kann und seine Erwartungen erfüllen kann...das muss doch irgendwann auch mal dazu führen, dass ich beim nein sagen kein schlechtes Gewissen mehr habe und mir damit selbst den Druck nehmen, oder?

    Und was mich jetzt natürlich vor allem interessiert (denn hier gehts ja nicht um Problemaustausch, sondern um Erfahrungsaustausch und das Lösungen suchen und finden :wink: ): Wie geht ihr da vor?

    Gruß Gela

    Hallo Ihr,

    ist bestimmt ein Thema, was schon oft angesprochen wurde, doch es hat sich für mich aus dem Thread "Erwartungen an einen Alkoholiker" ergeben.

    Ich frage mich gerade, wie innere Abgrenzung aussieht. Klar, Nein sagen zu lernen, ist eine Sache. Doch was bleibt bei mir nach einem Nein hängen?
    Kann ich dann abhaken? Habe ich mich wirklich innerlich abgegrenzt? Oder sage ich Nein, behalte im Hinterkopf, dass ich das Bedürfnis eines anderen Menschen (welches ich nun mal wahrgenommen habe), der Regel mir in der Regel nicht egal ist, nicht erfüllen kann oder will und habe deshalb ein schlechtes Gewissen?
    Kann ich gleichzeitig ja zu mir selbst sagen und geh mit gutem Gewissen da raus?

    Mir ist aufgefallen, dass ich selbst zwar Nein sagen kann aber eben häufig dieses schlechte Gewissen behalte. Wird die Erwartung oder das Bedürfnis auf der anderen Seite wiederholt, führt das bei mir unter Umständen zum Kontaktabbruch.
    Müsste es das aber, wenn ich selbst aufgrund des Neins kein schlechtes Gewissen hätte und das somit vollständig abhaken könnte?

    Wie seht Ihr das und wie geht ihr damit um oder war das für Euch noch nie Thema? Läuft das automatisch ab?

    Wenn es das nicht immer tat und ihr diese innere Abgrenzung gelernt habt: Wie habt ihr sie gelernt?

    Gruß Gela

    Hallo BC,

    Zitat von BlueCloud


    ich finde es utopisch, in einer Beziehung, wo auch Emotionen beteiligt sind, Erwartungen einfach zu ignorieren.

    Seh ich genauso. Wie soll ich also mit meinen Erwartungen umgehen?

    Zitat


    Es kommt auch auch immer auf die Intensität, an. Wenn ich bei fast jeder Unterhaltung unter die Nase gehalten bekomme, was von mir erwartet wird, dann kann dies die Beziehung zu einem Menschen schon sehr beeinträchtigen.

    Hast recht. Das klingt nach fehlendem Vertrauen. Deshalb die Klappe zu halten bringt aber nichts. Doch Du selbst hast ja dann auch die Möglichkeit entsprechende Rückmeldung zu geben und zu sagen, dass Du damit nichts anfangen kannst, wenn das so ist. Erst so entsteht ein Austausch und man kann sich einig werden, ob es überhaupt noch eine gemeinsame Basis (Vertrauensbasis) geben kann. Nicht nur der Co entscheidet sich für oder gegen die Partnerschaft, sondern auch der trockene Alkoholiker, oder?

    Zitat


    Und es muss ja nicht immer nur der Partner sein - es gibt ja noch andere Beziehungsgeflechte im privaten Umfeld. Familie, Freunde etc.

    stimmt auch. Und weil ich nicht immer den Kontakt abbrechen möchte, wenn Erwartungen an mich gestellt werden, die ich nicht erfüllen möchte oder kann (heut morgen ist mir aufgegangen, dass ich das in der Vergangenheit mehrfach praktiziert habe), möchte ich lernen, mich und mein Gewissen von diesen äußeren Erwartungshaltungen abzugrenzen. Denn mein Problem ist nicht die Erwartungshaltung des anderen. Mein Problem ist mein schlechtes Gewissen, wenn ich Nein sage. Mein Problem ist das Wissen im Hintergrund, dass ich das Bedürfnis des anderen (denn nichts anderes ist aus meiner Sicht die Ursache für eine Erwartung) immer noch im Kopf habe und mich selbst dafür "verurteile" (das ist jetzt ne starke Übertreibung), dass ich das nicht erfüllen kann oder will. Deshalb möchte ich lernen, bei mir zu bleiben. Mich von sowas loszulösen. Nicht nur Nein zu sagen und zu wissen, dass das richtig war. Sondern Nein zu sagen und zu mir Ja zu sagen und deshalb ein gutes Gewissen zu haben.
    Denke, das ist ein Thema für einen neuen Thread?

    Zitat


    In der Arbeitswelt wäre Erwartungsdruck für mich was anderes. Da kann ich ggf. kündigen und mir was anderes suchen, wenn ich mit Druck/Streß nicht fertig werde (und selbst das ist heutzutage nicht gerade einfach).

    Wenn es sein muss, kannst Du in einer Beziehung auch kündigen. Du bist nicht ausgeliefert. Du bist nicht passiv. Die vollendete Lösung ist das noch nicht (die vollendete ist aus meiner Sicht die oben beschriebene Abgrenzung und das ist ein weiter Weg, glaub ich), aber es ist ne bessere als vom anderen zu erwarten, dass er seine Erwartungen runter schraubt, denn das führt zu Missverständnissen und Verletzungen und damit tun sich beide Seiten keinen Gefallen.


    Zitat


    Was ich mal gerne näher beleuchten würde und ich denke, dass können wir auch in diesem Thread:


    Warum gibt es denn überhaupt Erwartungen?

    Was bringt es mir, wenn ich von anderen Menschen etwas erwarte?

    ich glaub meine Antworten stecken oben schon drin. :)

    Gruß Gela

    Hallo nochmal,


    wenn ich mich durch etwas unter Druck gesetzt fühle, dann ist das doch genauso wie das Empfinden von Stress oder? Stress mach ich mir nur selbst. Abhängig davon, wie sehr ich etwas, z.B. eine Erwartungshaltung von wissen überhaupt an mich ran lasse oder sie eben "einfach" zur Kenntnis nehme. Das hätte dann doch auch was mit Abgrenzung zu tun, nämlich die eigene Erwartungshaltung von der fremden zu trennen und nach der eigenen zu leben, also bei sich zu bleiben.


    Wenn ich jetzt Gedankensalat fabriziert haben sollte, vergesst es einfach...

    Gute Nacht
    Gela