Beiträge von Faithfully

    Hallo, Sonne

    ja, bin froh Euch zu haben...und das der Austausch hier mich vor solchen Schritten bewahrt.

    Prompt hat er sich gemeldet...mit den selben Kosenamen wie immer und der Bitte ob ich nicht diesmal Donnerstag kommen kann.
    Er wills nicht begreifen und versucht die Vogel-Strauß-Masche wie immer.
    Ich muß wohl irgendwie deutlicher werden.

    Faithfully

    Hallo, Ihr Lieben...

    HIIILLLFFFEE!!!

    Ich bin hier gerade in der Krise...kurz davor, mich bei ihm zu melden.

    Ich vermisse ihn, hab dolle Sehnsucht. Entzugserscheinungen...

    Er meldet sich nicht, und ich renn ihm hinterher. Wie immer.

    Muß mich versuchen schwerst abzulenken.

    Warum ist das nur so schwer??

    Eine verzweifelte Faithfully

    Toll, daß ihr mich versteht...Hab sonst nur meine beste Freundin, mit der ich darüber reden kann, die steckt aber selber in ner Co-Kiste, der Partner hat zwar kein erkennbares Alkoholproblem, aber er betrügt, benutzt Frauen und tut meiner Freundin auch alles andere als gut und das seit 16 Jahren!!! Ist also schwer sich gegenseitig zu helfen, mal kippt die Eine dann die Andere.
    Er ist ein liebenswerter Mensch ABER Alkoholiker, dass triffts so gut, Grazia.
    Ein be- und merkenswerter Satz!!!

    Und trotz der Angst, merk ich doch gleichzeitig Ansätze von freier Fühlen und das es mir mit der Klarheit besser geht. Hab wieder angefangen Sport zu machen, der Anfang ist schwer, meine Gesundheit will noch nicht so mitmachen. Vielleicht mach ich auch zu viel. Denke auch ein Co. muß sein "Suchtmittel" mit irgendwas kompensieren. Ich hab mich für Sport entschieden :) Bin dabei, meine Ernährung umzustellen, möchte endlich die Kilos von der Schwangerschaft wegbekommen. In absehbarer Zeit werde ich ja auch wieder Arbeiten gehen. Ich hab mir vorgenommen alle Energie auf mich zu verwenden und mich selbst glücklich zu machen.
    Ihr seid mir eine riesen Hilfe auf dem Weg dahin und eben nicht mehr umzukippen.

    Danke!!!

    Faithfully

    Nö, Melanie, da stimmt nix mehr überein und hat es auch noch nie. Das Sprechen, Schreiben und das Handeln. "Ich liebe Dich" hat er nur einmal über die Lippen gebracht, sonst nur schriftlich und das kann ich an einer Hand abzählen in über drei Jahren. Da hat er sich immer dran vorbeigedrückt, aber vielleicht war das ja ehrlich und ich sollte froh darüber sein. Er hat mir nie versprochen, was zu ändern. Er leugnet ja fleißig und schiebt mir noch Schuld zu. Ich würde das alles zu einseitig sehen und hätte ein festgefahrenes Bild was sein Trinken angeht etc. und ich hätte mich ja schon längst gegen ihn entschieden. Ne,ne er hat sich gegen mich/uns und seine Tochter entschieden!!!
    Und ja, diese Küsse machen Druck...aber sie werden mich nicht mehr beeinflussen!!!! Und ja, das krieg ich noch nicht hin, mich da deutlich genug abzugrenzen.. aber beim nächsten Mal. Aber während ich das hier schreibe spüre ich die Angst, die mir den Nacken hochkriecht, ich glaube Angst vor dem vermeintlichen "Liebesentzug", der Reaktion, wenn er realisiert, daß die Co nicht mehr will.

    Faithfully

    Hast wohl Recht Silberkralle...

    war ja bisher auch verdammt einfach, die Co wiederzubekommen.

    bin nur mal gespannt, wie die Reaktion ausfällt, wenn er merkt, daß ich das durchziehe. Ist er ja nicht gewohnt von mir...

    Der Gedanke, daß es zumindest theoretisch ne Chance gibt, ist schwer auszuhalten für mich. Ehrlich gesagt gehts mir besser, wenn ich ihn als hoffnungslosen Fall abstempel. Ziemlich krass, was? Aber wie soll ich auch was anderes denken können, wenn jemand so weit davon entfernt ist, sein Problem sehen zu wollen..wie gesagt trotz all der körperlichen Beschwerden, aber die scheinen noch nicht schlimm genug zu sein. Ich merke aber, daß er da angreifbar ist, nimmt gegen die Krämpfe Magnesium, puscht sein Immunsystem mit Zink und wirft sich sonstige Vitaminpillchen ein. Seine Gesundheit scheint ihm also prinzipiell nicht egal zu sein...

    Ich rede aber kaum mit ihm darüber, weil sein Leugnen und sich alles Schönreden mich nur fertig macht. Ich weiß nicht mehr, was ich da noch tun oder sagen sollte. Oder sollte ich ihm doch jedes Mal, wenn er von seinen Beschwerden erzählt, ne klare Ansage machen?

    Faithfully

    Er war also gestern hier...

    Ich bin ihm erst mal aus dem Weg gegangen und er hat sich um die Kleine gekümmert. Da hat er schon ziemlich komisch geguckt...

    Nachher als die Kleine schlief, hab ich es dann doch nicht fertig gebracht, ihn alleine auf der Terasse sitzen zu lassen. Gespräche sind oft kaum möglich..er sitzt dann da und starrt Löcher in die Luft bzw. vor sich hin. Da mach ich mir direkt Gedanken, wie schlecht es eigentlich um ihn bestellt ist. Er isst kaum...hat nachts Krämpfe..schon ne OP gehabt wegen einem Geschwür im Nasen-Rachen-Raum, was bei Alkoholikern wohl auch nicht ungewöhnlich ist, da die Schleimhäute stark angegriffen werden, zumal er auch noch starker Raucher ist. Einen Großteil der Zeit, die er hier ist, verbringt er eh mit Rauchen, Kaffee oder Wassertrinken und zur Toilette rennen. Super-effektiv verbrachte Zeit für seine Tochter.
    Das ihm all das nicht schon zu denken gibt, also seine körperlichen Beschwerden, ist für mich weiterhin unbegreiflich.
    Tja und er hat oder will wohl nicht begreifen, daß die Sache mit uns für mich gelaufen ist. Er meinte, ich solle doch mein Postfach wieder in Ordnung bringen, damit er mir mailen kann. Ich war nicht in der Lage, zu sagen, daß er sich das sparen kann und unsere Kommunikation sich nur noch aufs Wesentlichste beschränkt sprich was unsere Tochter angeht. Zum Abschied krieg ich dann nen Kuss, den ich so gar nicht haben wollte. Die Nähe zu ihm tut mir nicht gut, ich gerate, obwohl ich so fest wie nie bin, tendenziell wieder ins Wanken und hab doch wieder ein bißchen Angst, daß ich in ein paar Wochen wieder umkippe. Ihn wieder an mich ranlasse, körperlich wie emotional. Wenn er so am Ball bleibt, glaube ich wohl, daß das was mit Liebe zu tun hat und es vielleicht ja doch ne Chance gibt, er irgendwann sein Problem einsieht etc...
    Ich muß mir wirklich tibetisch vorbeten, daß er die Wahl hatte, das Alles keinen Sinn hat und ich das Fünkchen Liebe, daß ich für ihn habe, nur retten kann, indem ich jetzt die Grenze setze. Einmal um die Elternbeziehung einigermaßen auf die Reihe zu kriegen und ich auch nicht den totalen Hass auf ihn schieben möchte. Er ist doch neben der Tatsache, daß er Alkoholiker ist, ein liebenswerter Mensch und vielleicht will ich dieses Fünkchen eben auch bewahren um nicht den letzten Rest Hoffnung sterben zu lassen. Oh, Mann...

    Danke fürs Lesen

    Faithfully

    Danke auch an Dich Melanie!

    Ja, das kann ich Dir versichern ich werde alles in meiner Macht stehende dafür tun, daß meine Tochter ein glücklicher Mensch wird und werden kann.
    Mit den Schuldgefühlen, daß ich mich auf einen alkoholkranken Mann und damit Vater für Sie eingelassen habe, damit werde ich leben müssen. Ich kann jetzt nur alles dafür tun, daß sie möglichst behütet, beschützt, geliebt aufwächst. Ich möchte alles daran setzen, daß sie selbst keine Sucht entwickelt oder eben selber Co. wird. Ich werde dafür sorgen, daß sie soviel wie eben möglich ist, von ihrem Papa nehmen kann. Er ist ja nicht nur Alkoholiker. Er ist sehr gebildet, Künstler, mit vielen Talenten, sehr liebevoll und liebt eben auch seine Tochter so sehr er das denn eben kann.
    Das ist ja gerade das Traurige...das so wertvolle Menschen sich zugrunde richten und wir das noch machtlos mitansehen müssen. Das schmerzt so sehr...

    Faithfully

    Hallo, Thomas

    bin gerade auf Deine "Geschichte" gestoßen.

    Erübrigt sich fast, Dir zu sagen, daß ich sehr mit Dir fühle???

    Sind wir ja tatsächlich fast in derselben Situation, nur hast Du mit Deiner Frau ja wesentlich mehr "durch". Mein Freund (wir sind nicht verheiratet) ist scheinbar Lichtjahre davon entfernt überhaupt einzusehen, daß er ein Problem hat.

    Ich denke unsere Kinder müssen wir schützen, schützen, schützen. Vater oder Mutter hin- oder her. Den Tipp zum JA, Dir nen Rechtsanwalt suchen etc. kann ich Dir auch nur wärmstens ans Herz legen. Mein Freund kam mir nämlich auch schon mit RA, als ich den Besuchskontakt ausgesetzt habe, aufgrund mehrfachen Erscheinens mit Fahne. Das war ein Hammer für mich und spätestens da hab ich auch sämtliche Hebel und Instanzen in Bewegung gesetzt um mich bzw. die Kleine zu schützen. Ich kann aber auch verstehen, daß jeder die Zeit braucht, die er eben braucht. Aber wie gesagt, die Kinder sollten Motiviationsfaktor Nr. 1 sein und dann gibts da eigentlich ja kein Vertun mehr.

    Drück Dich mal feste

    Faithfully

    Danke Thomas!

    Du sprichst mir aus der Seele...

    Ja, bloß kein Streit und keine Diskussionen (mehr) vor der Kleinen. Sie ist zwar erst 17 Monate aber auch die Kleinsten kriegen ja alles mit.

    Das hab ich mir fest vorgenommen, das nächste Mal ne Fahne und ich schick ihn nach Hause...ja, und das Umfeld...ich kann nur sagen, daß erschüttert mich. Das hat/haben er und die Betreffenden sich ganz toll eingerichtet. Ja, und ich bin die Böse. Aber was solls, Hauptsache ich komm zusammen mit meiner Tochter und vor Allem meine Tochter irgendwie heil aus der Sache raus bzw. können damit umgehen.

    Ich kann nur hoffen, Du hast Recht und man ist irgendwann gestärkt und die Sache hat irgendeinen Nutzen für mein Leben. Bis jetzt kann ich da noch nicht viel sehen. Habe schon mit diesen Selbstzweifeln und auch vielen Schuldgefühlen zu kämpfen und verurteile mich sehr und kann nicht verstehen wie ich mich auf diesen Mann einlassen konnte. Habe viel an mir, meiner Vergangenheit und auch immer an meinen aktuellen Problemen gearbeitet um möglichst bewußt mit allem umzugehen und dann passiert mir sowas...Für mich selbst kaum nachvollziehbar, obwohl ich dieses Co-Muster aus meiner Familie kenne.

    Dankbar bin ich für meine kleine Maus, weniger ihm, als dem Schicksal und für Sie werde ich kämpfen und auch morgen alle Klarheit und "Nüchternheit" aufbringen die ich kann.

    Danke fürs Lesen

    Faithfully

    Vielen Dank Ihr Beiden!

    Tja, das mit der Wahrnehmung ist so eine Sache...meine ist mittlerweile so übersensibilisiert, daß ich ihm schon Manipulation oder Dinge unterstelle wo gar keine sind. Hatte ich nicht geschrieben, daß er sich nicht meldet ? Gestern rief er an, und sagte er habe mehrfach versucht, mir eine Mail zu schicken, mein Postfach sei wohl voll. Das wollte ich erstmal nicht glauben und dachte wieder, er versucht mir "Schuld" zuzuschieben. Aber nee...er hatte Recht. Aber gut ist das wohl nicht. Sobald er sich so verhält, wie ich das auch von jedem anderen Partner erwarten würde, fangen meine Grenzen an aufzuweichen, schon alleine deshalb, weil ich in dem Moment einfach nur froh und dankbar für jede "Normalität" im Sinne meiner Tochter bin. Morgen kommt er also, na supi, mal sehen wie ich das auf die Reihe kriege. Letztes Mal hab ich mir schon nen riesen Berg Wäsche zum Bügeln bereit gelegt, damit ich in der Zeit wo er hier ist, ihm möglichst lange aus dem Weg gehen kann. Er hat halt eine Sog-Wirkung auf mich und bloß keine Nähe entstehen lassen. Er hat aber selbst diese Zeit nicht wirklich gut mit der Kleinen hingekriegt...hat sie mir laufend runter gebracht, in den Keller, weil er ja Rauchen mußte oder zur Toilette. Mir ist schon geraten worden, ihm ganz aus dem Weg zu gehen und zu fahren, wenn er kommt. Ihm also die Kleine hier zu überlassen, aber das bring ich nicht, vielleicht noch nicht. Da gerate ich ja in den Zwiespalt auch bzgl. Jugendamt, die auch meinen, daß "betreuter" Umgang die beste Lösung sei. Nur mir machts das natürlich unendlich schwer mich von diesem Mann zu lösen, seh ihn 1x die Woche und er hat halt seine Wirkung insbesondere wenn er nüchtern vor mir sitzt und alles scheinbar so normal und wunderbar ist. Mann, drückt mir die Daumen für Morgen....

    LG
    Faithfully

    Hallo, Zusammen

    ich habe bisher immer im Bereich der EKA´s gelesen und auch mal geschrieben, da ich eine kleine Tochter mit einem Alkoholiker habe und mich die Sicht der Kinder interessiert.

    Anscheinend wird mir jetzt erst richtig bewusst, wie sehr ich selber "drinhänge" und schon allein das Lesen hier im Co-Bereich hilft mir sehr. Ich glaube ich bin jetzt endgültig soweit, den Absprung zu schaffen. Wir leben Gott sei Dank nicht zusammen und ich habe ihm letzte Woche gesagt, daß er die Wahl hat und hatte zwischen uns und dem Alkohol. Er leugnet ausgerechnet vor mir, daß er ein Problem mit Alkohol hat. Seine Mutter beschimpft mich, ich hätte wohl ein Problem, ich würde rigoros Alkohol ablehnen. Was gar nicht stimmt und sie auch gar nicht behaupten kann, da sich mich kaum kennt und auch meine Einstellung zu Alkohol überhaupt nicht kennt. Das Gespräch mit der Mutter hat mir natürlich klar gemacht, wie schlimm dieses gesamte Umfeld ist und mein Freund wunderbar alles aufrecht erhalten kann. Das macht mich Alles so stinkewütend! Er leugnet und leugnet und dreht mir die Worte im Mund rum, Schuld haben immer die Anderen und er ist der bemitleidenswerte Papa, der seine Tochter ja nur Donnerstags besuchen kann. Was kotzt mich dieses Verhalten an... Bei der letzten Verabschiedung hieß es von ihm: Wir telefonieren oder mailen...was natürlich im Klartext heißen sollte, meld Du Dich. Ich habs nicht getan....er allerdings auch nicht. Normalerweise liefen an der Stelle "Filme" bei mir ab und ich habs nicht ausgehalten mich nicht zu melden. Sofort hab ich riesen Angst, er hat ne Neue. Ist in der Vergangenheit schon mal passiert, nachdem er für mich völlig aus der Luft gegriffen Schluß gemacht hat. Aber all diese Gefühle hab ich nicht mehr oder nur noch sehr sehr schwach ausgeprägt. Er hat so auf meinen Gefühlen rumgetrampelt, daß ich die Liebe, die ich für ihn hatte nicht mehr sprüen kann.
    Donnerstag wird er wieder kommen, seine Tochter besuchen. Ich bin mir noch nicht klar, wie ich mit ihm umgehen soll. Ich schwanke zwischen normal freundlich, reserviert oder doch meine Wut rauslassen? Die einzige große Sorge die ich sonst noch habe ist, daß er Ansprüche stellt, von wegen die Kleine übers Wochenende etc.. Ich habe allerdings schon mit dem JA gesprochen, da er in der Vergangenheit mehrfach mit Fahne vor der Türe stand und ich mit ihm eine Absprache diesbezüglich hatte....Soweit erst mal.
    Ich kanns selbst nicht fassen...sollte ich es wirklich geschafft haben? Krieg ich die Vollkrise wenn ich ihn mit ner Neuen sehe? Aber was die dann bekommt, weiß ich ja.Hat er mich jemals geliebt oder immer nur benutzt? Weiß nicht welches Resümee ich ziehen soll unter die ganze Geschichte...Alles ein bißchen wirr, oder?
    Wäre schön, der eine oder andere sich meldet.

    LG
    Faithfully

    Ja, Nina

    die Frage stelle ich mir auch, ob es besser ist keinen Kontakt zu haben und die Kleine lernt ihren Papa später kennen, wenn sie danach fragt oder sie sieht ihn einmal in der Woche und kann sich von klein auf ein Bild von ihm machen, auch wenns nicht sonderlich positiv ist. Ich bin da noch hin- und hergerissen.

    Danke auf jeden Fall für Deine Auskünfte, die haben mir wieder Hoffnung gegeben, weil Du geschrieben hast, daß die beim JA so geschult sind, daß sie auch nen nüchternen Alkoholiker erkennen. Ich hoffe, daß trifft beim JA hier vor Ort auch zu.

    LG Faithfully

    Hallo, Spedi

    was heißt so schlimm? Schlimm daran ist für mich, daß ich diesen Mann sehr geliebt habe und gerne hab ich ihn immer noch und ich mir den Umgang mit ihm und unserer Tochter anders vorgestellt habe. Ich dachte, das würde so, wie wir es bisher gehandhabt haben, funktionieren. Weit gefehlt, wie man sieht. Ihm wird der betreute Umgang beim JA nicht schmecken und ich denke, da wird er sich auch nicht drauf einlassen. Das wirds dann gewesen sein. Ich weiß, sein Problem - mir tuts trotzdem weh.

    LG
    Faithfully

    Danke Ihr Beiden für Eure Antworten!

    Ich habe nächste Woche einen Termin bei einer Beratungsstelle für Frauen und werde wohl auch noch einen machen bei einer Suchtberatungsstelle. Im schlimmsten Fall wird es wohl auf den betreuten Umgang hinauslaufen. Das Schlimme ist, daß es mir psychisch so schlecht geht mittlerweile, daß ich Dienstags schon mit den Nerven am Ende bin bevor er Donnerstags kommt. Immer dieses Einfühlen wie wird er wohl drauf sein, hat er getrunken oder nicht etc. etc.. Ich kann irgendwo nicht mehr und genau das will ich meiner Tochter ersparen. Ich habe Angst davor, daß er jetzt fordernd auftritt und das Ganze womöglich vor Gericht endet und was ich so im Internet lese bzgl. Umgangsrecht....da wird mir ganz schlecht. Ich müßte ihm erstmal nachweisen, daß er Alkoholiker ist und wie sollte ich das anstellen? Ob man dem Jugendamt so trauen kann und ob der Schuß nicht nachher nach hinten losgeht, davor hab ich riesen Angst. Ich werd mich jetzt informieren so gut es geht und muß sehen ob und wie er reagiert....Ich wollte alles gut für meine Tochter regeln - das sie weiß, wer ihr Papa ist, das er Unterhalt zahlt, Umgang hat - er steht jetzt offiziell in ihrer Geburtsurkunde...dadurch hat er jetzt Rechte und das Ganze bereue ich jetzt fast...
    Das Ganze war wohl der größte Fehler meines Lebens- natürlich nicht meine Tochter, sie ist so süß und zauberhaft...uns sooo unschuldig. Ich kann nur dafür beten und mein Bestes geben, daß sie trotz Allem ein glücklicher Mensch wird und sie das Problem ihres Vaters richtig einordnet.

    Toll, daß es dieses Forum gibt und man sich nicht so alleine fühlen...

    Faithfully

    Danke Gela,

    doch, ich kann mich gut da einfühlen und ich hab jetzt schon Angst vor dem Tag an dem die bewußte Auseinandersetzung meiner Tochter mit der Sucht ihres Vaters beginnt. Muß wohl kaum erwähnen wie schuldig ich mich jetzt fühle, aber ich weiß auch, daß damit jetzt keinem mehr geholfen ist. Deinen Ratschlag werde ich auf jeden Fall beherzigen und genau so auch handhaben.

    Das mit dem Besuchsrecht ist wirklich ein Problem. Ich hab mich heute Vormittag im Internet schlau gemacht und das sieht nicht wirklich gut aus. Obwohl ich das alleinige Sorgerecht habe, hat er natürlich ein Umgangsrecht. Nichts lieber als das würde ich ihm gerne gewähren, aber eben nicht so alkoholisiert. Rein rechtlich müsste ich ihm nachweisen, daß er überhaupt ein Alkoholproblem hat. Das ist natürlich nicht so einfach, da ich aus seinem Umfeld keinen auf meiner Seite habe...
    Wenn er jetzt auf sein Besuchsrecht pocht, weiß ich nicht, wie ich reagieren soll. Nachgeben, weil ich rechtlich eh kaum Chancen habe und damit inkonsequent werden oder auf meinem Standpunkt beharren?
    Im Moment weiß ich da echt nicht weiter...

    Eine etwas verzweifelte Faithfully

    Hallo Zusammen,

    ich bin 40 Jahre alt und habe eine 15-Monate alte Tochter mit einem Alkoholiker aus einer außerehelichen Beziehung. Diese Beziehung ist beendet und ich bin weiterhin mit meinem Mann zusammen, der der beste Stiefpapi ist, den sich meine Tochter wünschen kann. Sie hat noch eine große Schwester von fast 13 Jahren, die sie sehr liebt. Der Papa meiner kleinen Tochter hat sie bis dato wöchentlich besucht und wir hatten die Vereinbarung das er in unserer Anwesenheit nichts trinkt bzw. hier ohne Fahne oder nach Alkohol riechend erscheint. Er hat das bereits mehrere Male nicht eingehalten. Wirklich kontrollieren kann ichs ja eh nicht... Letzte Woche wars mal wieder soweit und ich bin in der Situation nicht in der Lage, ihn auf der Stelle nach Hause zu schicken. Ich habe ihm aber vorgestern auf den AB gesprochen, daß ich nicht mehr möchte, daß er kommt, da er ja bereits mehrmals unsere Vereinbarung gebrochen hat und ich das Alles auch nicht mehr ertragen kann. Diese Lügerei und Sich-und-mir-Vormacherei. Ich mag nicht mehr, und muß für mich und meine Tochter die Grenze ziehen.
    Trotzdem machts mir jetzt zu schaffen....bin ich zu hart? Er ist jaandererseits auch ganz lieb, bringt Rosen und Geschenke mit für die Kleine und versucht sich zu kümmern so gut er kann. Dieses Können beschränkt sich darauf, sie hier zu besuchen und die Hälfte der Zeit verbringt er mit Rauchen, Kaffee und Wasser trinken. Er läuft mit der Kleinen durch den Garten und guckt auf mein Anraten hin schon mal ein Buch mit ihr. Ich weiß eh nicht, ob das so der Bringer für die Kleine ist und sein wird??? Ein wirklicher Papa kann er ja gar nicht sein. Er zahlt regelmäßig seinen Unterhalt und von daher hat er ja auch ein Besuchsrecht, aber wie ich finde, eben nicht unter solchen Umständen.
    Was meint Ihr und was könnt ihr mir für Tipps geben als betroffene Kinder, was ich für meine Tochter tun kann, damit sie mit möglichst wenig Schaden mit der Sache umgehen lernt, auch für später, wenn sie sich damit auseinandersetzen wird müssen.

    Danke Euch fürs Lesen und hoffentlich Antworten.

    LG Faithfully