Beiträge von Eisbaer

    Hallo,

    ich habe nun auch Kontakt zu einer Suchtberatung aufgenommen. Ist glaube ich auch Diakonie. Telefnisch fühle ich mich da schon mal ganz gut aufgehoben. Nächste Woche soll ich persönlich vorbei kommen. Allerdings hat sie mir die Kontaktdaten von 2 SHG gegeben, wo ich so mene Zweifel habe. Bem ersten Anruf wurde mir gesagt, dass ich in diese Gruppe nicht passe, da hier eher die "Ex Hardcore" vertreten sei, die weder mir noch ich ihnen weiter helfen könne. Man hätte da schlechte Erfahrungen mit Verharmlosung und Bagatellisiererei gemacht. Beim zweiten Kontakt wate ich auf enen Rückruf. Bin auf einer Mobilbox gelandet (Urlaub?).

    Bei der Suche nach einem neuen Hausarzt erlebe ich momentan auch nur einen Flop nach dem anderen. Keiner der sich richtig engagiert. Zweimal habe ich die Auskunft bekommen: Unsere Praxis ist soooo voll, da können wir uns nicht um "so einen wie sie" kümmern. Damit sind wohl die chronischen Erkrankungen wie Alk und mein gesundheitliches Problem, sowie mein Übergewicht gemeint.

    LG
    Bär

    Hallo,

    ich habe nun auch Kontakt zu einer Suchtberatung aufgenommen. Ist glaube ich auch Diakonie. Telefnisch fühle ich mich da schon mal ganz gut aufgehoben. Nächste Woche soll ich persönlich vorbei kommen. Allerdings hat sie mir die Kontaktdaten von 2 SHG gegeben, wo ich so mene Zweifel habe. Bem ersten Anruf wurde mir gesagt, dass ich in diese Gruppe nicht passe, da hier eher die "Ex Hardcore" vertreten sei, die weder mir noch ich ihnen weiter helfen könne. Man hätte da schlechte Erfahrungen mit Verharmlosung gemacht.

    LG
    Bär

    Hallo,
    ich glaube, ich stelle mich hier noch mal kurz vor. Sollte das tun und nicht einfach so in ein Forum platzen ;-). Ich werde diesen Beitrag nutzen, alls meine Information noch mal zusammen zu stellen und dann meine Erfahrungen hier zu posten.

    Ich bin 45 Jahre alt und in Vollzeitl berufstätig. Ist ein recht verantwortungsvoller Job, der mich einiges an nerven kostet.

    Ich habe als Jugendlicher in der Clique angefangen etwas häufiger zu trinken. Nicht regelmäßig, aber wenn dann ... :twisted: Nach der Ausbildung verschlug es mich in die Fremde. Ich kannte niemanden und begann mit Abends die Langeweile weg zu trinken. Zu diesem Zeitpunkt waen es ca. 6-10 x 0,33 l Bier. Habe aufgehört, als ich meiner erste Frau kenen gelernt habe. Diese hatte jedoch, wie sich heraus stellte ein Problem mit ihren Essgewohnheiten. Das wurde recht stressig und ich begann wieder Abends zu trinken. 4-6 0,5 l Bier. Dann kam die Trennung, Scheidung und ich lernte sie und Justizia so richtig kennen. Ich traute mich teilweise keine Briefe mehr zu öffnen. In der zeit trank ich abends 1-2 Liter Wein um das Gewissen zu beruhgen und weil Bier ja dick macht. Ich lernte dann meine jetzige Frau kennen, hörte wieder auf mit dem trinken, bzw. trank eine Zeit das, was ein Normalo normal nennt. Da meine Frau mit trank merkte ich nicht, dass es auch immer mehr und regelmäßiger wurde. Bis zu 6 x 0,5 l Bier am Abend. An Wochenden auch gerne viel mehr. Meine nächste Trinkpause kam mit enem gesundheitlichen Schock. Dieser reichte dann, um 2 Jahre lang nichts zu trinken und ca. 79 Kilo !!!! abzunehmen, bis mir meine Frau verkündete: Du, ich hab da jemanden kennen gelernt. Aus Scheidungsangst und Kummer begann ich seit dem regelmäßig jeden Tag meine 8-10 x 0,5 l Bier zu trinken. Auch nach dem sich meine Frau doch für mich entschieden hat. Der Schock sass und sitzt immer noch tief. Diese Menge trank ich dann über 2 jahre hinweg jeden Abend. Vor 4 Monaten kam dann der nächste gesundheitliche Schock. Ich musste mit dem Alkohol aufhören und trinke seit dem nichts.

    In meinen Augen hatte ich kein Alkoholproblem, da ich ja nieeeeee hochprozentiges trank, immer nur Bier und Wein. Ich konnte ja auch immer wieder aufhören (von dem kalten Entzug habe ich erst jetzt mit Entsetzen gelesen). Ich hatte nur plötzlich so komische Probleme. Das mit dem Arzt habe ich ja an anderer Stelle beschrieben. Was mir jedoch mehr Sorge machte, war das plötzliche Verlangen nach Bier. Ich habe plötzlich unheimlich Lust drauf und das wird schlimmer, wenn ich einkaufen gehe und an der Bierabteilung vorbei gehe. ich muss mich da vorbei zwingen, ertappe mich dabei, wie ich doch überlege es mal an zu testen und dann doch wieder gehe. Dabei bin ich plötzlich hypernervös und habe Beklemmungen in der Brust. Ganz schlimm ist es, wenn ich mich den tag über nicht ablenken kann, wie z.B. jetzt an Wochenenden. ich hoffe, dass ich bald körperlich wieder Sport machen kann um mich abzureagieren.

    Mit diesem Zweifel habe ich mich im Forum vorgestellt und musste erkennen, dass mein Verdacht richtig ist. Normalos passiert das nicht, was mir passiert. Also bin ich mittlerwele Alkoholkrank. Und ich da jetzt etwas unternehmen und trocken bleiben bevor es zu der Karriere abwärts kommt.

    Leider habe ich bei meinem Hausarzt als erste Anlaufstelle das Phänomen: Sie sind kein Alkohliker erlebt, da ich ja jetzt eine ganze Zeit lang trocken bin und meine Leberwerte recht gut sind. Ich weiß jetzt auch noch nicht, wie ich weiter mit meiner Krankheit umgehe, da man ja alles nur vom hören sagen kennt. Allerdings immer in der viel schlimmeren Form, die ich bislang für Alkoholkrank annahm. Ich rechne halt mit vielen blöden Kommentaren, wie die vom Arzt. Kein Verständnis, da man mich im Tagesgeschäft nicht als Alkoholiker kannte und wahr nahm. Selbst mit meiner Frau... das muss ich mir noch überlegen, wie ich es ihr bei bringe.

    Ich hoffe auch auf euren Erfahrungsschatz und auch mal Mutzuspruch, wie ich es hier schon öfters gelesen habe, wenn es mal schwierig wird. Vielleicht kann ich später mal was zurück geben. Das erste was ich nach Erkenntnis aus diesem Forum mit genommen habe ist dieses:

    1. Ich habs kapiert (daher auch die Überschrift)
    2. Mein Hausarzt ist bisher keine Stütze, entweder wechseln oder ernsthaft mit ihm reden
    3. Beratungsgespräch, um zu sehen, wo ich mir Unterstützung holen kann

    Vielen Dank für eure Aufnahme hier. Ich bitte um Verständnis, dass ich vorerst nur Mit Nick unterschreibe. Ich habe einen Arbeitgeber, der in Zusammenhang mit meinem Job sehr konservativ ist und ich rechne mir Schwierigkeiten aus, wenn er von meiner Krankheit erfährt.

    LG
    Bär

    Hallo,
    danke für eure Postings.
    Habe vorhin geschrieben, nachdem ich beim einkaufen erneut ein schwer beklemmendes Gefühl verspürt habe. Wieder diese verflixte Versuchung.
    Meistens geht es gut, aber zum Wochenende hin, wenn so ein bisschen der Alltagstrott raus ist und man nicht mehr abgelenkt ist, dann kommt sie.

    Ich bin selber noch ein wenig geschockt, von der Erkenntnis, dass ich wohl Alkohiliker bin. Ich kann öffentlich auch noch nicht darüber reden. Selbst meiner Frau habe ich noch nichts gesagt. daher bin ich froh, dass ich mich hier austauschen kann. ich weiß auch nicht, was zu tun ist und dachte, erste Anlaufstelle sollte ein Arzt sein...

    Danke für euren Ratschlag. Ich werde mir so eine Beratungsstelle suchen und dahin gehen. Es sollte anonym bleiben. Men Arbeitgeber sollte nach Möglichkeiten nichts erfahren - der sucht noch Freiwillige um Personal ab zu bauen (-:

    LG
    Bär

    Hallo,
    ich bin seit kurzem zu der Ansicht gelangt, dass ich offensichtlich Alkoholkrank bin. Zu meiner "alkohilischen Karriere" in Kurzform: Als Jugendlicher durch die Clique wollte man dazu gehören. Hier begannen die ersten Kontakte zum Alkohol. Nicht übermäßig und nicht regelmäßig, wenn, dann aber heftig. Nach der Lehre bin ich ausgezogen. In die Fremdo sozusagen. da ich niemanden kannt, habe ich meine Abende mit dem Sixpack vor dem Fernseher. Dan lernte ich meine erste Frau kennen, trank eine Zeit überhaupt nicht und begann, durch den Druck der Scheidung. Tagsüber trank ich gar nicht, jedoch abends 6-7 halbe Liter oder 1 Liter Wein. Als ich meine jetzige Frau kennen lernte, habe erneut einen längeren Zeitraum sehr wenig getrunken. Durch Beziehungsprobleme dann wieder deutlich mehr. Ein gesundheitliches Problem zwang mich damals dazu, abzunehmen. Ich trank 2 Jahre lang nichts mehr. Bis dann ein beruflicher schwerer Rückschlag kam und gleichzeitig meine Frau sich von mir trennen wollte. Letzteres hat sie zum Glück rückgängig gemacht. jedoch trank ich seit dem 8-10 halbe Liter Bier jeden Abend, weil ich die Trennung bis heute nicht richtig verarbeitet hatte. Ich konnte nicht vernünftig schlafen nichts. Wegen einem erneuten schweren gesundheitlichen Problems trinke ich seit fast 4 Monaten gar nichts mehr.

    Ich habe bislang niemals geglaubt, dass mein Verhalten Alkoholkrank ist. jedoch hat mich 1 eine Aussage meines Arztes stutzig gemacht und 2. eine Antwort auf meine Votstellung im Forum.

    Seit zwei Wochen verspürte ich jedoch wieder Lust darauf, Bier zu trinken. Ich gehe manchmal im Laden dreimal um die Abteilung rum bis dann die Vernunft sagt: NEIN!!! Ich merke jetzt aber plötzlich, dass ich unruhig werde, wenn ich daran denke und ich habe in der letzten Zeit ein paar Symptome, wie verstärkt Rücken- und Gelenkschmerzen verbunden mit dieser Unruhe, Beklommenheitsgefühlen um den Brustbereich usw. Stutzig machte mich eine Aussage des Arztes: Kein körperlicher Befund aber haben sie ein Alkoholproblem? Ich habe es verneint, da ich bislang immer wieder mit dem trinken aufhören konnte, nie harte Sachen trank und ich mich auch ein wenig schämte, von meinen Biergenüssen zu erzählen. Ich trank ja auch nie tagsüber, sondern immer nur abends. Der Arzt sagt mir, dass die Symptome ähnlich psychischer Spätfolgen nach Alkoholentzug seien... Ich habs trotzdem abgestritten. (Leberwerte sind okay, aber eine vergrößerte Leber hat er trotzdem fest gestellt.

    Aufgrund meiner Erkenntnis, dass ich Alkohiliker bin, habe ich erneut mit dem Arzt gesprochen. Dieses Mal habe ich die überraschende Antwort erhalten, dass ich aus seiner Sicht kein Alkoholiker bin....................??????????? Ansonsten wäre ichnicht in der Lage, einfach so mit dem trinken aufzuhören. Außerdem wüßte er jetzt nicht, was ich von ihm wollte. Eine Entziehung benötige ich nicht und das bisschen Willemskraft werde ich doch wohl noch aufbringen... Das könne er der Krankenkasse nun nicht erklären, warum er mir jetzt therapeutische Maßnahmen verordnen soll.

    Jetzt verstehe ich die Welt nicht mehr. Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich was unternehmen will und auch bereit bin, dazu zu stehen und dann???? Muss man erst so richtig abstürzen, bevor man Unterstützung erhält oder ist das tatsächlich so, dass man Unterstützung nur bis zu einem gewissen Punkt erhält?

    Okay, momentan bin ich tatsächlich an einem Punkt, wo ich das alles im Griff habe. Ich weiß jedoch, dass mich das nächste Verlangen wieder einholen wird. genau dadurch bin ich auch zu der Erkenntnis gekommen, dass ich Alkohlkrank bin, da es gesunden wohl nicht passiert, dass das Verlangen z.B. wächst, wenn man beim einkaufen in der entsprechenden Abteilung steht. ich weiß auch, dass ich, wenn ich wieder etwas trinke nicht bei einem Bier aufhöre... und wenn ich einmal angefangen habe etwas zu trinken, dann schadet es auch nicht am nächsten Abend... Genau so ging es mir ja jedes mal.

    Ich hoffe, dass mir eure Erfahrungen weiter helfen, weil ich zukünftig tocken leben will und muss. Danke für eure Geduld wegen des langen Textes.

    LG
    Baer