Hallo Wolfgang,
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habe aber gelernt ein Mann ist tapfer und weint nicht.
Da hst Du etwas falsches gelernt, das Dir jetzt im Wege steht.
Es geht Dir nicht anders als den meisten suchtkranken Menschen, die "plötzlich aufwachen" und bemerken, daß das wahre Leben eben ein wenig anders aussieht als mit Promille.
Bis zu einem gewissen Zeitpunkt ist das auch völlig normal und folgerichtig.
Dann beginnt der Rückblick und die Aufarbeitung, und last not least die "eigene Abrechnung".
Schuldvorwürfe etc. pp.
Spätestens hier beginnt die Trockenarbeit, die immer so stattfindet, wie Du es willst. Du allein bist Herr über Deine Gedanken, Du allein entscheidest, welche Gedanken Du zu welchem Zeitpunkt preisgeben willst.
Irgendwas hindert Dich daran, daß Du den Rückblick konsequent und ehrlich vollziehen kannst.
Bei mir selbst war es das Eingeständnis, daß ich viele Jahre eben nur "stark" war, wenn ich getrunken hatte.
Es fiel mir nicht einfach, das zuzugeben, aber ich hatte den Drang mich kennenzulernen.
Ein tiefer Rückblick in meine Kindheit brachte Aufschlüsse, die mir mein späteres Verhalten erklären sollten.
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Ich bin aber nicht Stolz auf den Menschen der ich jetzt bin. Ich Funktioniere nicht mehr,
Doch, Du "funktionierst". Du funktioniert nur anders, als Du es gewohnt warst.
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Bin nicht mehr der starke Mann zu Hause
Warst Du das denn wirklich, oder wolltest Du das eigentlich lediglich immer nur sein ?
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Ich sollte für meine Familiue dasein und was ist?
Du bist doch da, und das genügt. Deine Erwartungshaltung an Dich selbst scheint mir zu hoch.
Als ich den vermeintlich "starken Mann" in mir abgelegt hatte, und mich darauf besann "was noch übrig war" von mir, war ich zutiefst schockiert.
Diese vermeintliche Stärke war Fassade und nichts anderes.
Mit einer gezielten Therapie lernte ich, daß es nicht schwach ist, zu seinen Schwächen zu stehen, sondern exakt das Gegenteil davon bedeutet.
Meine Umwelt (Familie/Freunde/Bekannte) nahmen mich plötzlich ganz anders wahr, als ich die Maske fallen ließ.
Es war schwer, diese Maske immer hochzuhalten, viel schwerer als mit der Wahrheit zu leben.
Heute kann ich z.B. ohne Schwierigkeiten sagen "ich kann das nicht" oder "ich habe Angst davor" oder eben "ich will das nicht".
Meine emotionale Verfassung ist eine völlig andere heute.
Ich kann heute Dankbarkeit zeigen und ausdrücken ohne, daß ich das im Gegenzug von anderen Menschen erwarte.
Auch mein Verständnis von Liebe ist heute ein anderes. Ich kann heute sagen "ich liebe Dich" ohne Angst davor zu haben, daß ich mein Gesicht als starker Mann dabei verliere.
Alles was ich sage, kommt glaubhaft an, weil ich endlich ehrlich zu mir selbst bin.
Wenn ich früher glaubte stark zu sein, so weiß ich heute, daß ich es bin.
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Diese Intollerante, Egoistische, Ellbogengesellschaft halte ich nicht aus.
Dieser Satz begleitete mich einige Jahre, bis ich bemerkte, daß das ganz großer Unfug ist.
Ein Irrbild, das mich da begleitete, weil diese "böse Gesellschaft" sich plötzlich nicht mehr für mich interessierte. Ich war raus, und das konnte ich nicht verstehen.
Aber warum war ich raus ? Weil ich mir selbst nichts mehr wert war ....
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Aber Vielleicht wäre es für sie leichter ohne mich.
Finde es heraus, indem Du Dich glasklar zu erkennen gibst.
Zeig allen, daß Du so stark bist, daß Du Deine Schwächen benennen kannst, und das Du gewillt bist mit diesen Schwächen zu leben.
Zeig allen Menschen, wer Du wirklich bist und wie Du wirklich bist.
Du wirst überrascht sein !
Du selbst forderst Toleranz und Empathie von Deinen Mitmenschen.
Sei tolerant und empathisch zu Dir selbst und zeig "denen" wie es geht.
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Das Leben mit klaren Kopf und Gedanken ist schwer auszuhalten für mich.
und nun die Hosen runter: Vor was hast Du wirklich Angst ?
lg
gipfel