Beiträge von schnuffig

    Hallo Nys!

    Du tust gut daran, deiner Wahrnehmung zu trauen.

    Bei mir war alles ein Spiel. Absolut alles.
    Wenn ich dann manchmal auf Frauen ( und Männer) traf, die von der schwere ihres Lebens getroffen waren, hat sie mein spielerischer Umgang mit allem sehr angezogen.
    Manchmal war eine von ihnen mit mir aus und angetan von der Leichtigkeit mit der ich ihnen die Türen öffnete, den besten Platz wählte, das Getränk orderte von dem sie noch nie gekostet hatten, sie waren angetan von der Souveränität mit der ich Kontakte herstellte oder ihnen Leute vorstellte.
    Ihnen diese eine Nacht zu Füßen legte.
    Damals dachte ich ernsthaft noch dass ich ein netter Mensch bin. Eigentlich.
    Dabei hab ich ihnen nicht mehr erlaubt, als einen kleinen Auftritt in meinem Spiel zu haben.
    Verlässlichkeit? Pha! Beständigkeit? Pha! Echte Gefühle? Wie uninteressant, wie langweilig.
    Da hab ich auch nie ein Geheimnis daraus gemacht.
    Nichts desto trotz dachten einige, ich würde für sie eine Ausnahme machen.
    Ich hab nie eine Ausnahme gemacht.
    Das Spiel, dass ich dann später trocken als mein Leben erkannte, wurde immer nur nach meinen Regeln gespielt.
    Zusätzlich hatte ich keinen Respekt vor denen, die das willfährig machten.

    Solltest du so ein Verhalten inzwischen durchschauen können, dann freut mich das sehr für dich!
    Denn am Ende des ganzen standen die anderen mit leeren Händen da und haben wohl auch festgestellt, dass sie nur drauf reingefallen waren, auf das Gefühl, es wäre je anders gewesen.
    Die Hauptperson meines Spiels war immer ich. Mir ging es immer nur um mich.
    Ich hab auch nie was bereut und leid getan hat mir auch nix. Im Gegenteil.

    Also freue ich mich neben deiner Wahrnehmung auch noch über deine Urteilskraft.
    Lass dich nie wieder fangen und einwickeln von Typen wie mir.
    Ich wärs nämlich echt nicht wert gewesen!

    Liebe Grüße

    Hallo Andreas!

    Dann beantworte ich die Beziehungsfrage mit Blick auf mich selbst. ;)

    Eine Freundin hab ich, seit mehr als 10 Jahren, mit der hab ich vor kurzem so ein Kartenspiel mit Fragen gespielt, das den Zweck hatte, den anderen besser kennen zu lernen. Mit dem Ergebnis, dass sie die eine Hälfte der Fragen nicht beantworten wollte und ich die andere Hälfte nicht.
    Grund: Grenzverletzung.
    Ich glaub die halbe Straße hätte unser schallendes Lachen gehört ( wär ein Fenster offen gewesen).
    Aber alles an diesem Lachen und mit dem Finger auf die andere zeigen, beinhaltete auch ein intensives: Wie sehr ich dich doch liebe, weil du bist wie du bist.
    Das ist mal ein klares Ja. Ist möglich.

    Und die Beziehung zum Mann?
    Den find ich auch gut so wie er ist und ich freu mich ihn zu sehen.
    Weiß nicht. Mir gefällt es.
    Wäre seins meins und meins seins, wie würde sich das denn anhören?
    Wenn du mich lieben würdest, dann hättest du das und das getan und gesagt und das und das gelassen und nicht gesagt?
    Seins das meins ist und meins das Seins ist, fühlt sich für mich nach: Ich liebe dich, aber....sei doch ein bisschen anders...an.
    Da fällt mir aber auch nichts anders dazu ein als: Nein.
    Ich bin nicht darauf aus, mich in jemand anderem zu verlieren oder mich fallen zu lassen.
    Ich bleibe bewusst bei mir.
    Somit gibts dann zwei Menschen, die sie selbst sind und ganz bei sich.
    Das ist schon sehr intensiv und auch interessant.
    Zeig mir wer Du bist statt wir sind wir.

    LG

    Hallo Andreas!

    Wegen der Abgrenzung: Dieses Monat helfe ich einigen mir unbekannten älteren Damen ein ehrenamtliches Projekt durchzuziehen.
    Sie haben mich nicht gefragt und ich hab auch nicht gefragt ob sie Hilfe brauchen. Hab meinen Namen gesagt und mir einen Karton geschnappt.
    Inzwischen sind es schon sehr viele Kartons geworden. Das beste daran ist, dass die mich nicht fragen warum ich das mache, weil ich weder Nächstenliebe noch Wir Gefühl anzubieten hätte.
    Ich machs für mich, weil es mir gut tut. Andere Gründe habe ich nicht anzubieten.
    Muss ich auch nicht haben.
    Denn auch wenn ich die Dinge nur für mich mache, hat dadurch auch sogar oft wer was davon.
    Das freut mich dann auch.
    Das geht deshalb, weil ich meine Bedürfnisse kenne. Ich schade niemandem wenn ich mich darum kümmere.

    LG

    Hallo!

    So einfach fand ich die Eingangsfrage nicht.
    Weil den einzigen zwei Wahlmöglichkeiten, klar und kryptisch ja auch noch zusätzliche Eigenschaften zugeschrieben wurden:
    Klar: Eindeutig, gerade, leicht verständlich.
    Kryptisch: Spekulationen, Fantasie, Traum
    Da steht ja z.B. nicht : Klar: Der Abstand zu den gemachten Erfahrungen ist bereist so groß, dass durch Selbstrefelxion schon eine Erkenntnis gewonnen werden konnte, daraus folgt das Mitteilen dieser Erkenntnis in möglichst einfachen Worten.
    Kryptisch: Ist noch mitten drin in der Erfahrung. Ist verwirrt, hofft eventuell auf Erkenntnisgewinn durch Austausch.

    Klar klingt für mich hier auch nach wahr. Frei von Traum und Fantasie eben.
    Ich konnte ( und kann) in aller Klarheit und Eindeutigkeit lügen ohne nachzudenken und praktisch ohne je erwischt zu werden.
    Und da bin ich nicht die einzige, die das kann. Ich kann mit klaren Worten manipulieren und noch einiges mehr. Da bin ich erst recht nicht die einzige die das kann.

    Mit kryptischen Worten geht das viel schwieriger.
    Der Schreiber eines Romans kann auch mehr Lügen als der eines Gedichtes, für den es nur ein einzig richtiges Wort gibt das an einem einzigen Platz stehen kann.

    Klar=Authentisch= Wahr , dieser Gedankengang, falls den wer hatte, ist nicht wirklich richtig.

    Richtig, so habe ich herausgelesen ist aber, dass hier Klarheit gewünscht ist.
    Im eigenen Interesse wohl auch Ehrlichkeit.

    Grüße

    Hallo!

    Die Menschen, die aus kryptisch phantastischen Türmchen schreiben, oder die, die von theoretischen Hochsitzen aus Fremdwörter fallen lassen, haben ebenso das Recht an ihrer Nüchternheit zu arbeiten wie ich, selbst wenn ich kein Wort verstehe.
    Also ist es egal, ob ich sie verstehe oder nicht. Ich verstehe ob sie saufen oder nicht, glaub ich mal.

    LG

    Hallo Weidenkätzchen!

    Bei mir wars dann so, dass die glücklichen Momente meiner Kindheit eines gemeinsam hatten- es fehlten die Menschen. Glück bezog sich auf Tiere und Natur. Ist oft bei wem so.
    Bei mir wird man das wohl immer merken, wenn ich draußen bin und so Sachen sage wie: " Oh ein Käfer. Guten Tag Herr Käfer, darf ich mich zu ihnen setzen? "
    Manche sagen dann ja, manche nein. ;)

    Innerlich wachsen. Da interpretiere ich mal die Frage Wozu das ganze- rein.
    Wenn mir das Ausmaß dessen was man mit mir gemacht hat bewusst ist und ich es als destruktiv und somit böse erkenne, dann lasse ich mir solche Behandlungen weiterhin nicht mehr gefallen. Egal von wem sie kommen. Weil ich anhand der Erfahrungen gelernt habe mich zu schützen.
    Ebenso bin ich gut zu mir. Sehr schwierig manchmal noch für mich.
    Und, weil ich spüre wie weh das alle tat und manchmal noch tut, verletze ich auch niemand anderen. Nach Möglichkeit.
    Das ist es Wert, sich die eigenen Verletzungen anzusehen, sie nochmal zu spüren.

    Liebe Grüße

    Hallo!

    Wenn ich schon dabei bin, hab ich mir von meinen alten Freunden auch das Gesamtpaket verkaufen lassen.
    Mit dem alten Trick, der Nacht in Verbindung mit Alkohol magische Eigenschaften zuzuschreiben, die beide nicht besitzen.
    Weder Nacht noch Alk.
    Ich weiß das und ich kann dieses Wissen auch nicht mehr rückgängig machen.
    So ist das nun mal wenn aus einer Meinung durch Erfahrung und ein paar andere Zutaten Wissen wird.
    Das hat man dann.
    Keine Magie wo keine ist. Weil da nie eine war. Nicht mal eine Sehnsucht danach. Wenn schon, dann wars eher eine nach Mystik und ein besoffener Mystiker kann nix.

    So fertig.

    LG

    Hallo Forum!

    Beim Einkaufen lief ich einem meiner alten Kumpels über den Weg. Das Gespräch dürfte so drei Minuten gedauert haben, und da ich danach im Auto saß, aber nicht selber fuhr, weiß ich, dass es 29 Minuten dauerte, bis sich das, was ich für mein Suchtgedächtnis halte, wieder abschaltete und ich die Vorstellung mich mit diesen Freunden zu treffen, mit meinem elend verkaterten Aufwachen abschließen konnte. Es dauerte also 29 Minuten bis zu meinem klaren: Nein danke, nie wieder.

    Ich bin echt nur froh, dass ich keine Telefonnummern mehr habe, keine Emailadressen und nicht mal mehr Adressen besitze, dass ich nie einem dieser Kumpels in einem Lokal über den Weg laufen werde, weil ich in keines mehr gehe.

    Dass dem so ist habe ich eine knappe halbe Stunde bedauert, wäre es anders, wären wir irgendwie in Kontakt, würde ich mich nicht an die Grundbausteine halten, wäre alles kaputt was ich mir so schön aufgebaut habe. Inklusive mir selbst versteht sich.
    Eine grausame Vorstellung, die ich nie in der Realität erleben möchte.
    Dafür kann ich etwas tun.
    Auch darüber bin ich froh.

    Liebe Grüße

    Hallo Weidenkätzchen!

    Meinst du das Geheimnis, dass es in der Vergangenheit gegeben haben muss, dieses eine Trauma, das immer wieder hochkommt und dich und mich in bestimmten Situationen blockiert?
    Nach dem habe ich lange gesucht. Doch das gibt es nicht.
    Es ist da nur die Summe, die sich aus den einzelnen Teilen zusammen setzt. Aus diesen vielen Jahren.
    Das kann man sich dann wenigstens in Ruhe ansehen. Damit können du und ich dann auch arbeiten.
    Sozusagen mal zuerst eine Schadensbilanz ziehen und sich dann denn wenigen aber wichtigen Dingen nähern die es für ein gelungenes Leben oder was auch immer braucht.
    Ich fahr jetzt mit dem Bus. ;)

    Liebe Grüße

    Hallo Herbststurm! :)

    Sowas hatte ich mal, so einen Gehässigkeitsabprallschutzanzug. ( tolles Wort). Die Möglichkeit mich zu verletzen hatten zwei, nämlich der keiner und der niemand.
    Weil ich es ja nicht sagen konnte: Das was du zu mir gesagt hast, was du getan hast hat mich verletzt und da ich mich nun nicht mal mehr selber verletze und mich auch nicht mehr über mich lustig mache, erlaube ich das auch dir nicht.

    Das hätte mir manches erspart an schlechtem Umgang mit mir selbst.

    Ich freue mich, dass du wieder hier schreibst!

    Liebe Grüße

    Hallo Herbststurm!

    Wie geht es dir heute?
    Starke Menschen dürfen weinen wenn man sie verletzt, harte Menschen hingegen können gar nicht mehr weinen wenn man sie verletzt. Viel besser stark zu sein als einfach nur hart, oder?
    Was die Konsequenz für dich sein wird. Hm. Keine Gespräche mit Betrunkenen( unabhängig vom Verwandschaftsgrad ) mehr.
    Das endet doch immer böse.

    Liebe Grüße

    Hallo Laury!

    Das freut mich auch für euch!
    Ich hab das auch lange gedacht, dass meine Mutter mal mit mir mitgeht, aber ihr fehlte dann doch der Mut. ( Für Mut braucht man diesen Zorn und die Wut.)
    Euch beiden wünsche ich alles Gute.
    Ich hoffe du berichtest wie es euch geht, bzw. vor allem wie es dir geht.

    Liebe Grüße

    Hallo Maik!

    Bei mir ist da, wenn ich dieses Auf uns höre, lese, ein Glas dazwischen.
    Auf uns mit einem hörbaren Kling.
    Mir ist aber klar, dass du es auch so gemeint hat, nämlich freundlich.
    Trotzdem fühle ich mich damit nicht wohl.
    Also mit der Freundlichkeit schon.

    Es waren ja auch die vielen kleinen "Na macht nichts" , die von mir gedachten aber nicht gesagten, der Wunsch mit meinen Mitmenschen eine Basis zu schaffen wo keine war, einen Konsens zu finden, irgendeinen Kompromiss, weswegen ich den früher benutzt habe, den Trinkspruch " Auf uns" und auch andere Sprüche um irgendeine Gemeinsamkeit zu schaffen.

    Deshalb lass ich das jetzt.

    Wie gehts dir?

    Liebe Grüße

    Hi Wacholderfrau!

    Das zu leben was ist, das ist doch schon der Sinn. :)
    Das ist das Gegenteil von dem was wir lebten, als wir noch tranken.

    Dein Fluß klingt wunderbar und mit deinem inneren Lächeln hast du mich gerade angesteckt.

    Wünsche dir einen bezaubernden Tag!

    Hallo Lena!

    Vor kurzem habe ich das Kinderbuch Momo von Michael Ende wieder mal gelesen und musste an dich denken, weil da ja eine spitzenmäßig langsame, aber immer den Weg wissende Schildkröte vorkommt.

    Langsamkeit, ja was bedeutet das heute überhaupt? Dass man sich das Recht herausnimmt, einigermaßen gründlich eines nach dem anderen zu tun?
    Kann schon sein, oder. :)

    Liebe Grüße!

    Hallo Just!

    Wenn dir dein Verhalten jetzt auffällt, kommt natürlich die Gegenfrage: Wie gehst du damit um, dass du dir keine Sicherheit geben kannst und wie schaut dein Plan aus, da raus zu kommen?

    Liebe Grüße

    Hallo Weidenkätzchen!

    Bin wieder da. ;)
    In deinen vorigen Postings kommt die Ohnmacht ja auch vor.
    Typisch EKA eben, denn was kann man schon tun als Kind? Zusehen wie alles den Bach runter geht, wie alles entgleist, und da man klein ist, muss man sich auch noch mitreißen lassen. Hat kaum Handlungsspielraum.
    Und wenn, zeigen die Handlungen keine Wirkung. Die Bremse zieht nicht, das Lenkrad blockierte sozusagen. Es ging immer weiter abwärts.
    Es krachte ja auch dauernd.
    Dann kann es auch leicht passieren, dass man als Erwachsene kein Stückchen Macht mehr abgeben möchte. Nicht das winzigste. Aber auch das engt den Handlungsspielraum ein.
    Noch was: Ich hatte mal einen auf Angst spezialisierten Zahnarzt und hab ihn eingetauscht gegen einen, der seinen Beruf mit Leidenschaft ausübt und der am neuesten Stand der Technik ist.
    Ich bin kein Opfer mehr, sondern eine Überlebende und inzwischen mehr der Typ, der Hilfe bei einem Ralleyfahrer suchen würde. ;)

    Liebe Grüße

    Hallo Laury!

    Ja und ja. Also ja ich kenne diese Zerrissenheit und ja, das hört irgendwann auf.
    Nämlich dann, wenn du ganz auf deiner Seite stehst, zu dir hältst, dich selber auf keinen Fall mehr im Stich lässt.
    Dann ist es für deinen Weg nicht mehr wirklich wichtig ob dein Vater trinkt oder nicht, denn diese Entscheidung gehört zu seinem Weg.
    Du schaffst das!

    Liebe Grüße