Beiträge von schnuffig

    Hallo Weidenkätzchen!

    Es ist auch amüsant wenn ich mich mit dir übers Auto fahren austausche! Aber ich tus trotzdem, da ich viele km/h entfernt bin, dir Ratschläge zu geben.

    Zur Panik:
    Ich glaube Ursachenforschung wird da nicht erspart bleiben, aber das weißt du bestimmt selbst.
    Trotzdem: Sehen wir uns das Jetzt an.
    Panik setzt wie ein:
    Zuerst erhöht sich dein Herzschlag ( immer an einer bestimmten Stelle oder in einer bestimmten Situation ? ), die Hände werden nass, der Magen klein, der Hals trocken...
    Oder in einer anderen Reihenfolge?
    Notier dir das mal. Geht ja sicher auch als Trockenübung. Also die bloße Vorstellung wie du in diese Situation kommst, jagt schon deinen Puls hoch.
    Bei mir geht das. Ich fahre am besten geistig über einen Pass auf dem ne Baustelle ist und schwups muss ich aufpassen, dass ich nicht von der Tastatur rutsche mit meinen nassen Händen.
    Lenke ich die Aufmerksamkeit dann aber auf das Jetzt- Jetzt ist da nichts. Jetzt geht es mir gut. Achte auf Bienchen und Blumen und was ich eben vor der Nase habe, fährt der Körper wieder runter.
    Panik passt nicht zum Jetzt. Die kommt aus dem Gestern oder nimmt schon mal ein ziemlich diffuses, selbst generiert schauerliches Zukunftszenario vorweg.
    Alle Achtsamkeit auf das Jetzt und der Körper macht mit. Das geht natürlich nicht nur über die Augen, sondern auch über die Ohren.

    Bis dann!

    Hallo Daniel!

    Das hier ist ja kein Meinungsaustausch sondern ein Erfahrungsaustausch.
    Hab ich aufgrund meiner Erfahrung das Gefühl du nimmst einen Weg der nicht zur zufrieden Trockenheit führt, sag ich das.
    Umgekehrt hoffe ich auch, dass mir das wer sagt.
    So funktioniert das und ich kann nur sagen, es funktioniert gut.
    Sicher bietet man mir ab und an auch an, mir die Worte Alkohol und schön in einem Gedankengang anzusehen, aber es war nichts weiter als schön blöd.

    Liebe Grüße

    Hallo Weidenkätzchen!

    Ob die Arbeiter, die die Autobahnbrücke gebaut haben, wohl aus persönlichen Gründen ein bisschen mehr Sand in den Mörtel mischten als gut für die Brücke war?
    Ob die Frau, die sich am Lenkrad festklammert nen leisen Dunst hat, was ein Reißverschlusssystem ist? Ob die LKW Fahrer wohl geschlafen haben? Ob wieder mal fast alle die rechte Spur für so uncool halten, dass sie nicht wieder rüber fahren?
    Oh Hilfe!
    Ich bin mehr der Offroad Typ.
    Das heißt ich hab kein Problem mit Pferden, Motorrädern, Fahrrädern und Autos an sich.
    Ich weiß, dass ich nie wo in der Pampa festsitzen würde und ich weiß auch, dass mir das ganze Zeug Spaß machen kann.
    Aber da wo ich wohne, nehme ich die öffentlichen Verkehrsmittel oder die Füße.
    Ich denke auch nicht, dass sich da noch groß was ändern wird.
    Inzwischen stehe ich auch dazu, was bleibt mir auch anderes übrig?
    Mir ist schon klar, dass für die meisten Auto fahren mit Lebensqualität zu tun hat, für mich halt nicht.
    Aber ich hab auch nie behauptet, dass ich keinen Knall habe.
    Tut mir leid, dass ich dir da nicht weiterhelfen kann.

    Liebe Grüße

    Hi Maik, hi Forum!

    Danke der Nachfrage, mir gehts gut. Ich freue mich jedesmal, wenn ich abends die Fenster öffne und dann zuerst betrunkenes Lachen und später dann Streitereien von irgendwo im Freien höre, kein Teil mehr davon zu sein.
    Ich möchte es nie wieder.
    Ein ganzes Leben ohne Alk, am Anfang ein Gedanke der unvorstellbar ist und dann einer, dem ich aus ganzem Herzen Juhuhhhhuu zurufe.
    Ein Leben ohne Alkohol. Wunderbar!

    LG

    Hallo kleinerkolibri!

    Toll, dass du mit deinem Haus schon so weit bist.

    Es ist halt mehr als schwierig ohne Grundbausteine, wie zum Beispiel dem Aufbauen eines alkoholfreien Umfeldes.
    Ich nehme nicht teil an Festen, an denen getrunken wird und begegne dem Alkohol somit auch nicht überall wo ich hingehe.
    Was könntest du denn für dich, fernab solcher Feste machen?

    Irgendwann ist sicher wieder Geld für einen Hin- und Rückflug da. Trocken bekommst du das hin!

    LG

    Hallo Andreas!

    Den meinigen Miezekater hat der erste Besitzer auch beim Umzug "vergessen" mitzunehmen.
    Das einzige was ich ihm davon noch anmerke, ist, dass er auch nach Jahren noch davonläuft, wenn er wo einen schwarzen Müllsack sieht.
    Tiere sind toll. Ich kann mich in ihrer Ggenwart immer entspannen.
    Dir noch viel Spaß mit deinen Hunden!

    LG

    Hallo Daniel!

    Es wundert mich nicht besonders, dass du Saufdruck hast, du redest dir deine Zeit mit dem Alk nämlich schon schön. Mit den schönen Sachen die du dir zugelegt hast und den anscheinend für dich praktischen Erinnerungslücken. Und natürlich gibts immer andere, die noch mehr tranken.
    So funktioniert Suchtgedächtnis. An das Gute wird gedacht, das Schlechte wird beiseite geschoben und oder ignoriert.
    Wird wohl Zeit, dass du lernst, Entscheidungen zu treffen.
    Klare, nüchterne Entscheidungen. Entscheidest du dich dafür, dein Leben zu leben, ja oder nein?

    LG

    Hallo !
    Vielleicht kann man es zeichnen. Dazu müsste man sich vor ein Blatt setzen und warten bis es drüber huscht.
    Während 99 Prozent von mir sich vorher und nachher fragen, ob ich nichts besseres zu tun habe.
    Eigentlich, wenn ich mal ganz ehrlich bin, nicht. Nichts Besseres, aber viel Notwendigeres.
    Zwiespalt im Prioritäten setzen soweit das Auge reicht. Wie lange schon? Immer schon.

    LG

    Hallo Lena!

    Erschwerend kommt hinzu, für mich zumindest, dass überlebt haben nicht als Stärke anerkannt wird. Es fehlt das Schulter klopfen, das Wow das hast du gut gemacht, es fehlt das Nachfragen: Wie hast du es gemacht? . Maximal wird vielleicht mal nachgefragt, was man erlebt hat, aber auch nur dann wenn das Gegenüber nicht beim Zurückblicken in die eigene Geschichte erstarrt und deswegen das Jetzt als das einzig Wahre predigt.
    Banausen die. ;)
    Ums kurz zu sagen, so ein ausgedehntes Päuschen nach all dem Erlebten zur Erholung und Orientierung hätte auch mir gut getan.
    Aber dann geht es eben jetzt behutsam voran.
    Im eigenen Tempo. :)

    Einen schönen ersten Arbeitstag wünsche ich.


    Liebe Grüße

    Hallo Matthias,

    Na das nenne ich mal eine tolle Faunzfeige, wegen sowas geschlagen zu werden. :)

    Aber manchmal, manchmal ja da fühlt sich der Zorn auch gerecht an. Aber es ist ein schmaler Grat.

    Ich wurde mal vorm Ertrinken gerettet, hab aber noch niemanden gerettet.

    Dass du das tust, passt gut zu dir.

    Obwohl ich's mir auch schwierig vorstelle ( das Auto) finde ich es richtig toll von dir!

    Liebe Grüße

    Guten Tag!

    In dicken dreidimensionalen Buchstaben bekommt sich dieses Wort immer weiß, immer wieder und wieder, und es ist dann nicht in mir, sonder schön vor mir. Alles was ich je darüber zu wissen glaubte, ist dann weg. Ich kann meinen Kopf schief halten oder mit den Ohren wackeln, mich anstrengen oder entspannen. Irgendwie hat nichts Einfluss darauf. Mein meistgegoogeltes Wort.
    ONTOLOGISCH heißt der weiße Frechdachs. Uns verbindet soweit nichts.
    Keine Ahnung ob ich Synästhetikerin bin. Manches passt, manches nicht.
    Nur weg gehts nicht durchs Nüchtern sein.
    Zwei Jahre hätten dazu wohl ausgereicht.
    Ich könnte ONTOLOGISCH eine Dampflok mit einem Tender nachschicken. Na warte, so erwische ich dich auch noch.
    Aber irgendwie glaube ich, es ist schneller.
    Es ist nämlich immer schneller.

    LG

    Hallo Matthias!

    Einen Jugendlichen kenne ich, der die Sauferei nicht mag, der ist nämlich sehr gerne bei mir. Weil ich nichts trinke und seine Freunde mögen den Satz nicht: Entweder du hast es ( das Coolsein) im Blut oder du hast es sowieso nicht drauf.

    Aber gestern saß ich mit ein paar Kleineren in einer Wiese, wir haben gesungen und Kekse gegessen, da rief die Mutter von einem auf seinem Handy an und der musste dann sofort nach Hause gehen, weil einer bei ihnen zu Besuch kam.
    Da ich die Leute kenne, bin ich mir ziemlich sicher, dass der Kleine seinen Abend damit verbrachte zuzugucken, wie die Erwachsenen sich besoffen haben.
    Ich werde denen mit Sicherheit nochmal sagen, wie froh ich bin, dass ich das nicht mehr muss.

    Aber Gelassenheit sieht anders aus.

    Schönen, trockenen Tag dir!

    Hallo Matthias!

    Das geht schon mehr als mein halbes Leben lang so.
    Mein Umgang damit hat sich aber geändert.
    Es ist nur eigenartig es aufzuschreiben, wenn ich bedenke, dass im neu aufgelegten Standardwerk für psychische Erkrankungen nun auch Trauer bei Verlust eines Menschen, die über zwei Wochen dauert, PMS und ähnliches Zeugs als Erkrankung aufgelistet wird.

    Habe ich also das Recht, einfach so zu schreiben, zu sagen, wie ich bin, wie ich die Welt sehe, und sie mich, ohne abgeurteilt und in eine behandlungswürdige Schublade gesteckt zu werden?

    Das ist eine der zentralen Fragen für mich.

    Besser ich sage nichts, oder tu so, als hätte ich das erfunden hat sich ja nun wenn ich an meine alten Strategien denke, nicht so bewährt.

    Gar nicht so einfach das.

    Liebe Grüße

    Hallo Mäuki!

    Ich schon wieder. :)
    Mit Kämpfen und Im Griff haben funktioniert das nicht. Besser du schreibst deine Gefühle, die hochkommen hier auf. Solange es eben nötig ist.
    Für mich ist das nicht jammern, sondern Austausch. Dazu sind wir ja hier.

    Liebe Grüße

    Weiter im Text.

    Ich und die Anderen.

    Sie verwechseln mich täglich, die anderen. Winken mir, grüßen mich, rufen mir zu dass sie sich freuen mich wieder zu sehen, werden mich sogar anrufen oder erklären mir dass ich ihre Lieblingsstudentin o.ä. war.
    Ich lächle, winke auch und freue mich mit. Wobei all diese Menschen eines gemeinsam haben.
    Sie kennen mich nicht, haben mich noch nie gesehen und ich kenne sie natürlich auch nicht.
    Trotzdem vergeht kein Tag draußen ohne mindestens eine von diesen Begegnungen.
    Erklärung habe ich keine dafür.
    Wenn man mit mir unterwegs ist, sollte einen das nicht stören und Erklärung kann ich eben auch keine dazu geben.
    Und nein, ich kenne sie wirklich nicht. Aber sie gehören trotzdem dazu, die Fremden, denen ich vertraut bin.
    Ich werde auch oft nach dem Weg gefragt, nach der Uhrzeit, nach Waren in Geschäften, nach der Funktion von Automaten, nach allem möglichen.
    Umgekehrt helfe ich auch ohne gefragt zu werden, mache Mülltonnen Deckel auf, binde alten Leuten ihre Schuhe zu, halte Türen auf und rede mit manchen Omas übers Wetter, fische Insekten aus dem Wasser, trage Schnecken von der Straße und öffne Nüsse für die Krähen.
    Ein paar dieser Dinge, die, die ich nicht in der Hand habe, die waren schon dabei, beim Saufen, weil mich das Warum interessiert hat.
    Zwei Jahre später zucke ich mit den Schultern. Grüße sie eben und winke, egal in welcher Stadt ich bin und nehm's meistens wie es ist.
    Aber ich frage auch niemanden mehr, ob er auch dauernd verwechselt wird, weil das Lächeln, dass ich auf das Nein meines Gegenübers dann doch irgendwann von mir gebe, dieses Na egal, doch nicht so egal ist, wie mein Lächeln vorgibt.
    Es wäre nämlich viel lustiger, mit wem darüber herzlich zu lachen, dem es auch so geht.
    Das ist allerdings nur eins der Dinge, über die ich nicht rede, weil ich nicht wüsste mit wem.
    Schreibe ich sie eben hier rein, alleine und doch nicht alleine.
    Prima.
    Und so schön trocken.

    LG

    Hallo Mäuki!

    Es ist auch nicht einfach, einfach mal was zu tun, was nicht notwendig ist. Was nicht unter Arbeit fällt. Oft kann wer nicht einfach drauf los malen.
    Du kannst dir aber eine Ecke in deiner Wohnung suchen, die du verschönerst.
    Das geht leichter und macht auch ein gutes Gefühl.
    Bleib dran.

    LG