Beiträge von schnuffig

    Hallo!

    Jetzt, ein paar geschriebene Seiten später, weiß ich, dass ich keine vielen Liter Wasser brauche.
    Ich weiß auch, was mich so nervös gemacht hat. Hätte ja nämlich leicht sein können, dass ich wieder nach außen schreibe.
    Dass es einen Empfänger gibt. Ob bewusst oder unbewusst, ob einen echten oder vorgestellten, es hätte sein können, dass ich für irgendwen da draußen schreibe. Für irgendeinen Leser.
    Ist aber nicht so.
    Da bin nur ich. Mein Sein.
    In mir drehen die Worte eine Schlaufe und berühren dabei niemanden.
    Nur mich. Meistens in einem hübschen Achter.
    Was mich lauthals zum Lachen bringt.
    Das sind jetzt die Früchte meiner Trockenheitsarbeit. Mein Lohn. :)

    Liebe Grüße

    Hallo!

    Was ich mich frage ist, wann aus "Meiner Meinung" eigentlich Wissen, bzw. Erkenntnis wird.
    Wenn 99 von 100 Menschen die mit einem nassen Alkoholiker leben unglücklich sind?
    Wenn 99 von 100 Kindern die mit einem nassen Alkoholiker im Haus aufwachsen später an den Folgeschäden leiden?
    Oder ist das dann einer zu wenig?

    Ich glaube nicht, dass man jemandem die Zeit vorschreiben kann, zumindest nicht genau, die er braucht um zu einer Erkenntnis zu gelangen.
    Allerdings kennt man den Inhalt dieser Erkenntnis:

    Das Zusammenleben mit einem nassen Alkoholiker macht auf Dauer unglücklich und krank.

    Das kann man mithilfe von Erfahrungen, Statistiken und was es sonst noch gibt belegen.

    Also ist es mehr als nur "meine Meinung".

    Es ist mit am Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Wahrheit.

    LG

    Hallo Bruce!

    Wenn das Gefühl von außen kommen würde, dann wäre ich höchstwahrscheinlich gar nicht nervös. Oder nicht länger als die üblichen 5 Minuten.
    Da ist gestern eindeutig vorbei und ich vermisse nichts daran, am allerwenigsten die "Bezahlung" , die sich eh nie mit dem was ich unter Anerkennung verstehen täte, vereinbaren lassen hat.

    Aber die Nervosität kommt von innen. Während sich in meinem Kopf Überschriften und Kapitel formen ( die auch nicht mehr zu dem passen, was ich mal geschrieben habe), erhöht sich mein Puls und so weiter.
    Ich glaube ich bin einfach feig! Denn selbst wenn ich bei jedem Gedankenwechsel, bei Dialogen mit mehr als zwei Beteiligten Wasser trinken würde, könnte ich's riskieren.

    Ich werde halt hier weiter drüber schreiben, das hilft.

    Danke

    Hallo Peachi!

    In öffentlichen Bibliotheken und Internet Cafés darf jeder an den PCs.
    Auch dein Vater.
    Ich fände es ja noch weniger unwürdig für dich, wenn du ihn dahin begleitest, anstatt dich weiter erpressen zu lassen.

    Liebe Grüße

    Hi Maik, hi Forum!

    Ich glaube, es macht mich vor allem das nervös, dass ich nicht weiß, ob und wieviel Wasser ich beim Schreiben inzwischen trinken muss.
    Mit Betonung auf müssen.
    Mir wäre wohler, wenn ich da auf die Erfahrungen anderer zurückgreifen könnte.

    LG

    Hallo ennariam!

    Jetzt habe ich noch mal darüber nachgedacht und glaube dass mich meine fehlende Aggression wenn ich betrunken war, auch daran gehindert hat, mir meine Krankheit einzugestehen.
    Alkoholiker brüllen rum, schlagen mit ihren Fäusten auf den Tisch, beleidigen Leute, raufen und sind laut.
    Ich hingegen war das nicht. Ergo hatte ich auch kein Problem.

    Was nicht stimmte!!!

    Ich hab aber mal meine Mutter gefilmt, nüchtern, wie sie brav und freundlich ist und besoffen wie sie dann völlig rückhaltlos
    ihren ganzen Hass und Ekel auf ihre Kinder rauslässt.

    Das hat mich nämlich mal sehr beschäftigt. Welche ist denn nun die echte? Und sie hat mich dabei unterstützt, denn ihrer Meinung nach zählt das, was man betrunken macht nicht.
    Zumal sie sich ja nicht erinnern kann.

    Inzwischen ist mir das aber nicht mehr wichtig, welche nun die echte ist.
    Die gleichen Gedanken hatte ich mir übrigens über meinen Vater gemacht.
    Das einzige, was mir wichtig ist, ist, dass ich mir das nie wieder anhören werde.

    Liebe Grüße

    Grüß dich Mäuki!

    Das liest sich für mich bei dir in etwa so: Alles was an unangenehmen Gedanken hoch kommt, wird irgendwo reingestopft, runtergedrückt und zum Ruhig sein gezwungen und alles was angenehm ist, wird oben drauf gelegt, mit der Auflage, dass es sicher und ohne zu wackeln dort liegen zu bleiben hat.

    Versuch das mal mit deinen Kleidern. Stopf alles was nicht so schön ist, ohne zusammenlegen willkürlich in den Kleiderschrank und die schönen Sachen legst du oben drauf.
    Binnen einer Woche bekommst du die Tür nicht mehr zu und außerdem ist alles durcheinander und auch die schönen Sachen sind ganz zerknittert.

    Auch die Gedanken die hoch kommen, müssen in Ordnung gebracht werden, müssen angesehen und auf ihren Platz gelegt werden.

    Das ist Arbeit. Ich glaube für eine gewisse Stabilität ist diese Arbeit auch etwas, wovor man sich nicht drücken darf. Muss man erledigen sowas!

    Liebe Grüße

    Hallo ennariam!

    Es kommt öfter vor, dass Mütter ihre Kinder hassen, weil sie denken, sie hätten ihnen ihre Pläne und ihre Zukunft ruiniert. Damals.

    Gibts auch unter Nichtalkoholikern.

    Was ich nicht verstehe ist, dass ein erwachsener Mensch seinen Friseurbesuch überhaupt mit seiner Mutter abspricht.

    LG

    Hey Maik!

    Ja von meiner Seite aus kommt da nichts mehr bei der Person.
    Das ist einfach vorbei!

    Solange ich ehrlich bleibe darf ich es ja auch vermissen. Tatsache ist halt nur, dass das meiste künstlich war und nicht authentisch. Wieviele Menschen habe ich denn gekannt, die ihr Inneres nach außen sichtbar gemacht haben und wieviele waren es, die einfach nur dem Mainstream nachgehoppelt sind?
    Eben.

    Es gibt ne Menge zu erzählen. Wär mir noch nie passiert, dass mir nichts mehr einfällt. Überhaupt solange ich drüber lachen kann. Trotzdem macht mich das zur Zeit nervös und das hasse ich.

    Liebe Grüße

    Hallo Jasmin!

    Der Mann der maßgeblich am Entstehen deiner Angststöruung und Bindungsangst beteiligt war, kann doch wohl seine Bewerbungen mit der Hand schreiben.

    So wie er jetzt lebt, macht er doch schon die ganze Zeit Schluss. Ist also nichts Neues was er da von sich gibt, oder?

    Liebe Grüße

    Hallo!

    Superklug nenne ich das nicht gerade von einer ehemaligen Freundin, die ich zufällig getroffen habe, beim 4. Satz schon zu sagen, wie schade es sei, dass ich nicht mehr trinke.
    Sie wird also weiter auf mich verzichten müssen.
    Ich hab sie ja auch nie wirklich vermisst. Manchmal, wenn alles so schön gesittet abgeht, vermisse ich den Anblick von gepiercten, tätowierten Menschen, von geschminkten Männern und von schwarzem Nagellack.

    Und ich habe, hoppla, zwei Geschichten geschrieben. Es war einfach zu verlockend.
    Aber irgendwie macht es mich auch nervös. Das ist ein Teil von mir, den ich nicht kontrollieren kann.

    Jetzt ist es dann zwei Jahre her, dass ich mich für den Applaus für meine Arbeit bedankte und dabei nur hoffte, dass man meinem Knicks nicht anmerkte, wie arg der Kater war, den ich da hatte.

    Ich habe nicht vor, dass ich mir nochmal vom Alkohol irgendwas, was auch immer, ruinieren lasse.

    Selbst wenn ich den Rest meines Lebens nur mehr Katzen zeichne.

    Aber festgestellt, dass ich es immer noch prima kann, mich unter Druck zu setzten, das habe ich in letzter Zeit schon.

    Liebe Grüße

    Hallo Morgana!

    Ich mag Tiere und habe auch eine Katze. Das ist schon mal prima.
    Es gibt auch ein paar Hunde die ich mag und da mag ich dann meistens auch die Menschen am Ende der Leine.
    Taubenfüttern im Park war ich auch. Das ist für mich das klassische Bild der Einsamkeit.
    Ein Mensch, der mit altem Brot auf einer Parkbank sitzt und putt putt putt sagt.
    Aber die anderen Menschen reagieren drauf! Fragen auch, ob da noch Platz für sie ist auf der Bank.
    Ich entkomme der Einsamkeit indem ich sie suche und lasse mir dabei von den Tieren helfen.

    Liebe Grüße

    Hallo Sarawen!

    Du schreibst, du hast nie gelernt zu streiten und in Beziehungen zu kommunizieren.
    Bist du dir da sicher, dass das stimmt? Ich bin bei Eltern aufgewachsen, die nie gelernt haben, wie man streitet, diskutiert, kommuniziert.
    Und ja, ich wohne in einer Welt, in der das gleiche dann meistens auch unreflektiert für mich gilt.
    Aber bei genauerer Betrachtung hab ich's zuerst von den Tieren, dann beim Lindenstraße schauen gelernt und dann beim Lesen und in der Schule, bei Freunden....du nicht auch?

    Ich glaube die Dinge haben sich eher von selber geändert.
    Aber ich kenne das, was du da beschreibst gut, dieses quälende Warten auf eine Antwort, die nicht kommt, die nicht kommen wird.
    Die nie kommen wird.
    Keine einzige Frau kenne ich, die das nicht kennt.
    Damit ist es dann vorbei, wenn man innere Unabhängigkeit erlangt hat.
    Wenn du der Kuchen bist und die Männer, der Mann, der dein Leben noch kreuzt, die Kirschen und die Schlagsahne auf dem Kuchen sind.
    Köstlich und unwiderstehlich aber nicht essentiell.
    Es reicht zu wissen, ob du Kinder möchtest oder nicht. Es reicht zu wissen, wieviel Nähe du brauchst.
    Dann kannst du Sätze formulieren, die nicht mit einem Fragezeichen enden. Dann kannst du einfach sagen, was du möchtest und lässt so auch dem anderen genug Raum um sagen zu können, was er möchte und nicht das was du hören willst.
    Wer dann immer noch nicht sprechen kann, muss sich schon mal von mir auslachen lassen.
    Und: Du kannst immer noch singen, wenn du merkst, dass du zu weit gehst.

    Liebe Grüße

    Hi Sarawen!

    Es gibt Worte, die kleiner machen und Worte, die größer machen. Das ist auch abhängig von der Art wie man sie sagt.
    Frau: "Nie räumst du deine schmutzigen Socken weg."
    " Immer liegen deine Bartstoppeln im Waschbecken. Ich finde beides widerlich."
    Mann: " Ist schon recht. Reg dich wieder ab, Schatz. "
    Frau: Abregen, wieso abregen? Reg ich mich auf? Das einzige was mich aufregt sind deine Socken und deine grauslichen Stoppeln."
    Spätestens jetzt steht Frau auf, geht in die Mitte des Raumes und Mann verschränkt schon mal die Arme, sagt nichts, schaut weg.
    Frau: " Kannst du mich nicht anschauen wenn ich mit dir rede? Hallo, das gibts ja gar nicht!"

    Und ab geht die Post. Am Ende muss Frau sich dann entschuldigen und die kleine leise Stimme von der du sprichst fällt auf fruchtbaren Boden.

    Du fragst wie du in den Situationen reagieren sollst. Ich frage dich, was du mit den Gesprächen, Streitereien erreichen willst?

    Entlastung in irgendeiner Form?

    Ich hab zwei Sachen geändert. Oder drei. Wenn du magst, sag ich dir später auch was.

    Liebe Grüße

    Hallo Verena!

    Mir scheint, das hat dein Freund doch, nachdem was es hier zu lesen gibt, eh immer : Verständnis für dich :)

    Bei mir ist es auch so: Frei ich mich auf den Mann, treffen wir uns, freu ich mich nicht, treffen wir uns an einem anderen Tag.
    Das gab noch nie Probleme.

    Viel Vergnügen!