Beiträge von schnuffig

    Mutig ist jetzt Gast, na geh :(
    Das finde ich schade! Jetzt ist mir auf einmal gar nicht mehr nach "phylosophieren".
    Es wäre um einen Löwen gegangen. Ach.

    Nichts desto trotz muss ich umdenken. Auch das, was bei mir unter Kür fällt, ist Pflicht.
    Ich kann mir keine Schieflage erlauben. Kann nicht nur meine Pflicht erfüllen, das ist mir was meine Trockenheit betrifft einfach zu riskant.

    Bis dann

    Hallo Lea!

    Ich bin da was die Regressionstherapie betrifft, ganz deiner Meinung!

    Später ist nur mehr von Gesprächen die Rede, vom Nutzen der Gefühle, die landläufig unter negativ fallen, wie Wut und Zorn und Hass, und das sich für die eigene Geschichte interessieren, nicht für die seiner Ahnen, und eben davon, dass man spürt, dass die frühere Gefahr nun vorbei ist. Dass man erwachsen ist, sich schützen kann.

    Wut- Trauer - Frieden

    Und für mich ganz wichtig, nie wieder Alkohol.

    Ich kann mich ja an Dinge erinnern, da war ich noch kein Jahr alt.
    Meine Eltern haben das bestätigt: Davon kannst du nichts wissen, da warst du noch ein Baby.
    Ich habe auch viel Tagebuch geführt.
    Meine Monster kommen nicht mehr zurück, ich fühle aber mit denen, bei denen es anders ist.

    Ja, wieviele Erwachsene muss ein Kind fragen, bis ihm einer glaubt?
    Laut Kriminalstatistik 7 - 9.
    Das schließt für mich auch meine Erfahrungen mit Therapeuten/ Therapieformen als Erwachsene ein!

    Nichts desto trotz, glaube auch ich an Hilfe durch Gespräche und ich hab auch wen mit dem ich das kann.

    Die Basis dabei bleibt, den anderen nicht abzustoppen, ihm nichts anzubieten wie Meditation oder irgendeine Technik. Einfach nur mitgehen im Gespräch und nett sein.
    Hören wollen, was der andere zu sagen hat.

    Liebe Grüße

    Hi!

    Ich schreibe aus meiner Sicht, denn ich denke nachschauen und oder lesen, kann eh jeder selber.

    Die Traumatherapie bietet mir jene Techniken zur Aufarbeitung an, die ich früher benutzt habe, um zu überleben.
    Also zum Beispiel konnte ich mir was mit mir geschah immer schon aus der Distanz ansehen, langsam oder schneller, aus verschiedenen Perspektiven oder es ganz wegsperren, verstecken. Sonst hätte ich meinen Alltag teilweise ja gar nicht auf die Reihe bekommen.
    Aber ich wollte mir das dann gar nicht mehr aus der Distanz ansehen, ich wollte ein klares Bild, Nähe zu mir, mit jemandem über alles mal reden, der das aushält.

    Es gibt in "Am Anfang war Erziehung" eine kurze Passage, wo Miller einen jungen Mann beschreibt, der über viele Seiten Schimpfwörter für seine Mutter findet und für sich aufschreibt und sie lobt diesen wegen seiner Kreativität.

    Das war etwas, was mir bis dahin noch nie begegnet war. Das war etwas, was ich vorher nicht denken konnte. Dem bin ich auch nie sonstwo begegnet.
    "Meine Mutter dieser schleimige Lurch von von einem halblinden Axolotel in ihrer Stinkegrube."
    Das gab ja schon ein Räuspern von der Gegenseite oder hochgezogene Augenbrauen, oder auch mal, ein ist schon gut oder ein, so redet man nicht über seine Mutter, sie ist immerhin deine Mutter, oder ein, du wärst ja gar nicht du, wenn du nicht all das schlimme erlebt hättest. Irgendsowas.

    Mein, geschultes und bezahltes, oder befreundetes, Gegenüber stellte sich dadurch relativ schnell, verbal oder nonverbal auf die Seite meiner Mutter.
    Und ich hatte dann irgendwas einzusehen oder anzuwenden.

    Miller, je später desto deutlicher, machte das nie. Die steht felsenfest auf der Seite des Kindes und geht da auch nicht weg.
    Ihre Worte sind eindeutig, klar, und (mit Ausnahme von Du sollst nicht merken) kommt sie ohne ein einziges Fremdwort aus.
    Ich musste nie mein psychologisches Wörterbuch benutzen beim Lesen ihrer Bücher.

    Ich wollte mir meine Realität ansehen, meine frühere, ich wollte wissen was passiert ist und davon ein klares Bild haben.
    Ich wollte es nur nicht alleine tun, sondern mit jemandem der mich begleitet und schützt, nicht vor mir schützt, sondern vor meinen Eltern bis ich selber dieses Kind schützen kann, dass ich einmal war, bis ich mich selber schützen kann. Bis ich felsenfest auf meiner Seite stehe und nicht dieses Gerede vom Guten mich wieder unsicher und wackelnd machte.

    Sie hat ja sehr viele Jahre (gratis) Leserbriefe beantwortet.
    Das geht jetzt natürlich nicht mehr.

    Aber ihre Bücher kann man natürlich noch lesen.

    Liebe Grüße

    Hallo Linde!

    Da hast du nichts verpasst! Soweit mir bekannt wird man mit Hilfe von Dunkelheit und ähnlichem wieder in den Zustand eines möglichst kleinen Kindes versetzt.
    Und manchmal dann auch dort gelassen, deswegen die Gefahrenwarnung.

    Liebe Grüße

    Hi Wacholderfrau!

    Du meinst das so: Wie weit kann einem ein Buch überhaupt helfen?

    Es gibt ja auch eines ( frei im Netz), dass nur aus Erfahrungsberichten und ihren Antworten darauf besteht.

    Für mich ist und bleibt Kindheit ein interessantes Thema und ich tausche mich gerne darüber aus.
    Hat man für diesen Austausch eine gemeinsame Basis, z.b. ein Buch, bringt es mehr wie ich finde.

    Liebe Grüße

    Hallo Wacholderfrau!

    Ja was soll ich sagen? Miller war 20 Jahre Psychoanalytikerin und da sie dann diverse Theorien, va. die Triebtheorie nicht mehr mittragen konnte, verließ sie den Verband der Psychoalanytiker und nannte sich Kindheitsforscherin.

    Von daher weiß ich nicht was du vor vielen Jahren gelesen hast und ob du es verstanden hast, wenn du jetzt von ihren Theorien sprichst.
    Die da wären?

    Liebe Grüße

    Hi Lea!

    Über die Primärtherapie, die von irgendeinem Mann entwickelt wurde und an der Miller vor 20 Jahren teilgenommen hat, und dann davor gewarnt hat, kann ich dir nichts sagen.

    Schau, du bringst das eingeredete Monster mit. In keinem ihrer Bücher wirst du das finden. Schon gar nicht als Konzept.

    Das mit dem Bösen, das in uns allen steckt, ebenso nicht!

    Aber: Wenn man Miller erzählte, man habe ein Monster in sich, oder sich selbst eben so fühlt, als wäre da was, dann wird dieses Monster nicht, wie bei der klassischen Psychologie, ins Reich der Fantasie abgeschoben, sondern ernst genommen.
    Man muss sich nicht entziehen um es zum Verschwinden zu bringen. Man muss nur hinsehen.

    Ich bin nicht liebenswert wenn ich kratzemüde bin, ansonsten
    war's nur mehr so, wenn ich einen Kater hatte.

    Liebe Grüße

    Hi Lea!

    Ach so!
    Nö, das ist dann klar. Das ist eher was für Menschen wie mich, die fanden oder manchmal auch immer noch finden, das irgendwas nicht in Ordnung ist mit ihnen.
    Also Menschen, die das Gefühl haben, sie hätten tief in sich ein Monster oder endlose Abgründe.
    Die sich nicht liebenswert finden und es noch schlimmer finden, anderen nicht mit der Liebenswürdigkeit begegnen zu können, mit der sie das eigentlich möchten.
    Ich hatte ihre Werke schon während meiner Studienzeit auf meiner Leseliste und empfinde das oft als Vorsprung gegenüber jenen, bei denen das nicht so war.

    Liebe Grüße

    Hallo Sarawen!

    Halte ich für eine gute Idee.


    Hallo Lea!

    Die Primärtherapie findet sich in den letzten Auflagen, die ja sehr oft überarbeitet wurden, wenn überhaupt nur mehr mit dem Hinweis, dass diese gefährlich ist.
    Weil das ja schon über 20 Jahre her ist, dass sie das probiert hat.
    Ihr Therapiekonzept gibt es auch nur in ihrem letzten Buch.
    Die anderen Gründe würden mich interessieren.
    Ebenso was du denn so als Grundlage nimmst.

    Liebe Grüße :)

    Hallo!

    Gibt es hier eigentlich jemanden, der als Grundlage zur Arbeit mit der eigenen Kindheit die Werke der Kindheitsforscherin Alice Miller heranzieht?
    Manchmal beschleicht mich nämlich das Gefühl, ich sei die einzige hier die das macht.
    Sich ohne Millers Forschungsergebnissen von den Schäden der eigenen Kindheit zu befreien, ist glaube ich in etwa so mühsam (und erfolgreich) wie ohne Mehl zu backen oder ohne Formeln zu rechnen.
    Würde mich echt interessieren!

    LG

    Hi Sarawen!

    Ist das nicht eigentlich das, was du von deiner Therapeutin wissen wolltest und nicht umgekehrt?

    Das mit dem dunklen Raum hast du gut gesagt.
    Wie kommt man denn konkret irgendwo raus wo man eigesperrt ist?
    Fenster einschlagen? Tür eintreten?
    Kurz: mit Zorn und Wut und allem was unter negative Gefühle eingeordnet wird.
    Das befreit, wenn man auf die zornig wird, die diesen Zorn auch verursacht haben.
    Sprich: Deine Eltern.
    Dann kann man diese Anfälle zumindest mal weg lenken von der Person, die es eigentlich nicht betrifft: von deinem Partner.

    Bist du in der Lage, Zorn, Wut und Hass zu empfinden, wenn du daran denkst, was dir als Kind angetan wurde?

    Ich glaub nicht, denn diese Rage ist ja ein Zeichen von Ohnmacht.

    LG

    Hallo Matthias, Tocco und Forum!

    Ich habe geschlafen und mir Nüsse gekauft.
    Das ist nämlich das, was ich immer wieder vernachlässige und was mir gefährlich wird.
    Ich verschiebe meine Sachen in die Nacht und esse was so da ist.
    Wirkt sich jedesmal negativ aus.
    Gestern wollte ich euch eigentlich noch sagen, dass ich schon sehr gerne so ein normales Leben mag, aber dann ist mir was eingefallen, was ich unbedingt gleich machen möchte und mache.
    Wie immer eigentlich.
    Nur dass ich jetzt mal für ein paar Tage die Kür vor der Pflicht erledige.
    So wichtig nehme ich das andere, meins, jetzt mal.
    Schönen Tag!

    Liebe Sarawen!

    Das habe ich auch erfahren, mit diesem Gefühl, in der Vergangenheit gefangen zu sein.
    Und trotzdem apropos Vergangenheit :

    Da gibts so ein Tier, das angeblich mal gelebt hat. Eins mit Schuppen und Krallen, prächtigen Nüstern, Flügeln und einem prima Schwanz.
    Wenn es angegriffen hat, hat es nichts hinterlassen als verbrannte Erde und wer es töten konnte, wurde für alle Zeit ein Held.
    Bis heute wohnt es noch unter uns. Es wohnt mit Männern zusammen und wenn's die Nüstern bläht sagen sie:
    Meine Frau, die ist ein Drache.
    Ich glaub nicht, dass es einen Mann gibt, der nicht weiß was damit gemeint ist und der sich nicht auch schon mal gewünscht hätte ein Held zu sein. ;)
    Die altgriechische Bande rund um Hippokrates dachte, dass die Gebärmutter, hystera, anfängt im Körper rumzuwandern wenn man sie nicht mit Samen füttert und sich dann irgendwann im Gehirn festbeißt und Hysterie auslöst.
    Selbst dieser Massagestab, den es heute mit Batterien gibt, wurde eigens dafür erfunden, nämlich um Frau Drache zu entschärfen.
    Und glaubst du, es gäbe eine Psychoanalyse, gäbe es keine Frauen, die ihre Hände in die Hüften stemmten und sagten: Mann, ich habe ein Problem mit dir, auch wenn ich nicht weiß welches!
    Gäbe es nicht.
    Denn in Freuds Aufsatz über die Hysterie kam das Wort Psychoanalyse das erste Mal vor.
    Nur die Erkenntnis, die er darin gewann gefiel nicht.
    Denn da kam heraus, dass Väter maßgeblich beteiligt waren, am Entstehen der Hysterie und zwar so viele Väter, dass er seine Verführungstheorie zurückzog, Ödipus aus der Griechenkiste holte und hey, das war echt gemein von ihm.
    Fritz Riemann, den ich gerne immer wieder lese (Grundformen der Angst) hat sich auch damit beschäftigt und es bei der hysterischen Persönlichkeit trotzdem geschafft mich zweimal zum Lachen zu bringen: Armer Mann! Böse Drachin!
    Oder Derrida, der Philosoph, der einen Schmarrn über Hysterie in zwei Absätze packt, der an Arroganz nicht zu überbieten ist.
    Und so weiter.
    Und so fort.
    Eines haben sie aber alle, Riemann noch am wenigsten, gemeinsam:
    Der Fehler ist alleine bei der Frau zu suchen.
    Witzigerweise bin ich ja nicht mehr hysterisch, seit ich das nicht mehr mache.

    Dein Held, was sagt denn der? Dass er nichts dafür kann, wenn du in deiner Kindheit und Exbeziehung zu wenig Liebe bekommen hast und das jetzt an ihm auslässt? Dass er völlig unschuldig zum Drachenfeuer kommt?
    Und dazu vielleicht noch, dass es zwar bei deinem Verhalten einen Zusammenhang zwischen deiner Kindheit und deinem Heute gibt, aber bei ihm, der ja auch aus ähnlichem Elternhaus stammt, nicht?
    Das sagen viele. Stimmen tut es halt nur nicht.
    Es gibt sogar Männer, die sich nicht in ihrer inneren Burg verschanzen, sobald sie den Drachen riechen. Es gibt welche, die schauen nicht permanent weg bei solchen Streitigkeiten, verschränken die Arme nicht und geben einem nicht das Gefühl man könne auch gleich eine Wand anschreien.
    Dir da alleine die Schuld zu geben ist eine Falle.

    Liebe Grüße

    Hallo mutig!

    Ja, das mit dem Müssen ist so eine Sache. Ich muss nämlich nicht. Ich könnte mir einen kleinen Job suchen und den Rest meiner Energie meiner Familie und deren Freunden und meinen Freunden zur Verfügung stellen.
    Wie gehabt eigentlich, wie gewohnt. Jeder wäre zufrieden und keiner würde sich darüber aufregen.
    Ich glaube das einzig wirklich rücksichtslose was ich seit ich erwachsen bin je gemacht habe, war zwei Jahre lang jedes Wochenende saufen zu gehen.
    Mit dem Schluss, dass das vor allem rücksichtslos gegenüber mir war.
    Und diese Worte bleiben jetzt da stehen.
    Für mich.

    Liebe Grüße

    Hallo!

    Mir ging es bei mir eher um das Löschen von Programmen als um Korrekturen von Fehlverhalten, nichts desto trotz ist das am besten funktionierende Mittel der Wahl das Gespräch mit einem interessierten, offenen Gegenüber.

    Aber gestritten hab ich als ich so Mitte 20 war auch viel.

    Von daher:

    Bist du dir denn sicher, dass du nicht schon um Liebe und Zuneigung buhlst, bevor du den Streit vom Zaun brichst um am Ende beides eventuell zu bekommen?
    Ich bin mir irgendwie schon ziemlich sicher, dass dein neuer "gesunder" Partner dir nicht während deines Streites die Hand auf die Schultern legt und sagt: Nun ist es aber gut!
    Es hört sich so an als würde er gar nichts sagen, bis du fertig bist mit reden.
    Das heißt, ich bin mir gerade gar nicht sicher, ob es da jetzt nur um dein Fehlverhalten geht.

    Liebe Grüße