Beiträge von schnuffig

    Gut.
    Früher begannen meine Gespräche um Dinge zu klären mit: "Im Moment", "Jetzt".
    Heute geht das natürlich nicht mehr, weil ich ja auch nicht im Moment krank bin oder jetzt, sondern für den Rest meines Lebens, immer.
    Auf der einen Seite bin ich auch sehr sensibel. Überhaupt was Sprache betrifft. Und ein paar andere Sachen.
    Auf der anderen Seite war ich schon immer robust. Ich würde nicht sonderlich viel Wert darauf legen, einen Blick von mir abzufangen, der mit einem "Zurück" unterstrichen ist.
    Klein beigeben kann ich mir nicht mehr leisten. Mich klein machen auch nicht. Ich bin auch nicht klein rein von der Größe her.
    Es gibt junge Leute die sind alt, ältere Leute, die sind jung und ganz alte, sehr junge Leute.
    Ich glaube alle, die noch dazu lernen, sind jung.
    Die Krücke Alkohol ist tödlich.
    Für mich ist es, egal was auch so ist, ein Privileg am Leben zu sein.
    Aber das bleibe ich eben nur trocken.

    Weiter geht´s. In aller Ruhe und bewusst! :)

    Hallo Melanie!

    Manipulativ wäre es für mich, wenn es mit einem Versprechen verknüpft ist - Du musst dich trennen - dann bekommst du deine Freiheit sicher wieder.

    Aber du weißt das ja und schreibst das ja auch nie, weil sich jemand dann nahtlos den Nächsten angeln kann, wenn das alles ist was er, sie tut.

    Manipulativ ist für mich, jemanden etwas in Aussicht stellen: Tust Du a und dann b, kommt sicher c.

    Mein Leben hat mich gelehrt, dass es nicht so sein muss.

    Nur klar ist auch: Tust du weder a noch b, dann kommt nichts Neues.
    Aber das ist keine Aufforderung, sondern einfach eine Feststellung.
    Grabe ich im Herbst keine Tulpenzwiebel ein, kommt im Frühling sicher keine raus.
    Grabe ich eine ein, kommt sie vielleicht heraus.

    Sage ich jemandem: Du, auf dieser Welt gelten die Gesetze der Schwerkraft, dann ist das einfach eine Tatsache.
    Und wenn der andere dann sagt, nein, das glaube ich dir nicht, es gibt nicht nur deine Wahrheit sondern viele und derjenige wirft seinen Apfel immer wieder in die Luft und wartet bis er oben bleibt - der wird am Ende nicht mehr haben, als einen zermatschten Apfel und ein paar Beulen.
    Ich werde denjenigen nur nicht mit meinem Physikbuch verfolgen, bis er endlich kapiert, was er im Grunde nicht verstehen will:
    Es gibt Gesetzmäßigkeiten denen entkommt man nicht.
    Ein nasser Alkoholiker wird daran sterben, bleibt er nass - das ist auch so eine.
    Ich gehe davon aus, dass jeder, der hier liest und schreibt, das auch schon begriffen hat.
    Genauso wie: Man kann niemanden trocken legen.

    Trotzdem graben nicht alle ihre Zwiebel ein und warten im Frühling dennoch das es blüht. Trotzdem werfen viele immer wieder ihre Äpfel nach oben.

    Würden sie es lassen, würde man sie einfach manipulieren?
    Lass den Apfel los und tausende werden dir zu Füßen liegen.
    Dein Garten wird ein Blumenmeer sein.
    Kann sein, oder?

    Und ich meinte nur, sowas mag ich nicht. Auch wenn sehr viele das mögen - gelockt werden mit solchen Angeboten.

    Aber ich meinte nicht, dass du oder andere das hier tun!

    Feststellungen zu machen, Hypothesen, die jeder jederzeit selbst überprüfen kann, hat für mich nichts mit Co - Abhängigkeit zu tun, auch dann nicht, wenn sie mit DU beginnen.

    Versprechungen zu machen schon eher.

    Sag mal Immergrün, quält dich Frage "zwei" eigentlich auch: "Bin ich die, die ich bin zu einem Großteil deswegen, weil mich andere zu der gemacht haben, die ich bin? Bin ich im Grunde nur das Produkt einer langen Kette an Misshandlungen?

    Ich glaube, das Ja auf diese Frage, war meine größte Angst.
    Ich bin nur die, zu der sie mich gemacht haben.
    Kein Selbst weit und breit.

    PFFFFFFFFFFF! Da mache ich nicht mehr mit!

    Liebe Grüße! :)

    Du Botschaften die keine Fragen sind, so wie: "Wie geht es dir? Was machst du so?", sondern dieses Du musst...sollst....Zeugs, die finden sich in esotherischen Guru Büchern wieder.
    Dort spricht man die Leser mit Du an und dann folgt eine Endlosschleife an Dingen, die man befolgen soll.
    Bei mir stellen sich da immer die Nackenhaare auf und dann pfeffere ich das Buch so gut wie immer in die nächste Ecke.
    Google ich dann die Autoren, stellt sich auch meistens heraus, dass das Seelenheil der Leserschaft wohl nicht der tiefere Sinn des ganzen war, sondern Eigennutz.
    Von daher habe ich eine große Abneigung gegen Du- Sachen. Auch gegen Wir - Sachen.
    Für mich fühlen sie sich vereinnahmend an und so, als würden sie etwas verstecken, was ich nicht bemerken soll.
    Zum Beispiel, dass mir jemand das Denken abnehmen und nicht lernen möchte:
    Unterwerfung versus Wachstum

    Aber so ein: Wie geht es dir?, das weiß ich schon zu schätzen.

    Hallo Bohemi!

    Igitt - igitt - wieso bist du denn neidisch auf Leute, die ihren Körper mit Nervengift schädigen?
    Tun sie das jetzt unbeschwert oder vielleicht doch nur ohne zu wissen, was genau sie da tun, so wie ich früher?
    Du gehörst nicht mehr zu den Leuten, die sich selbst und ihre Umgebung vergiften?
    Prima!
    Außerdem gibt es sowas wie EIN BIERCHEN gar nicht.
    Das mag ja ganz niedlich klingen, hat aber mit der Wirklichkeit überhaupt nichts zu tun!
    Weder das ein, noch das -chen.

    Trockene, freundliche Grüße!

    Liebe Mia!

    Ohne ein Gegenüber ist es sicher viel schwieriger, von daher ist es gut, dass du hier schreibst - das ist schon mal was!

    Bei mir dauerte das mit dem auf den Verstand setzen eine gefühlte Ewigkeit und einen Tag und als auch der vorbei war, war ich in der Lage mich ernst zu nehmen, mich nicht mehr zu verurteilen, aber dass ich mich nicht mehr verrate, das ist noch keine sieben Monate her.
    Ich weiß auch trotz der ungefähr eine Tonne schweren Bücher die ich alle konsumiert habe, nicht genau wer ich bin, nur vergesse ich nicht mehr, dass ich wer bin und das reicht.
    Zu wissen wo ich herkomme und das auch zu akzeptieren, hat die Sicherheit meiner Schritte in dieser Welt aber schon erheblich erhöht.
    Malst du?
    Bei hohem Wellengang ist das meiner Erfahrung nach zielführender als schreiben - denn der Verstand malt nicht mit. Buntstifte und ein Blatt reichen auch völlig.
    Ich gehöre auch ganz sicher nicht zu denen, bei denen das Ziel, der innere Frieden, über Verzeihen hergestellt wird.
    Denn das geht echt voll in die Hose. Sämtliche Versuche multiplizierten nur das schlechte Gewissen.
    Das trennt auch Psychologen untereinander. Ich fand welche, die auf der Seite der Eltern standen, die sind Gift, die reden auch nicht über ihre eigene Kindheit und wenn, dann in einem ganz eigenen Slang - Marke: Dankbarkeit, Verzeihen, Gott, natürliche Ordnung.
    Aber jemand, der deine Empörung teilt, der auf deiner Seite steht - mächtiger ist als deine Eltern ist natürlich schon eine gute Hilfe.
    Falls du da draußen auf so jemanden triffst, ist das fein!
    Schließlich kann man die Folgeschäden deiner und auch meiner Kindheit beseitigen. Nicht vielleicht, oder nur fast, oder gar nicht wirklich, oder nicht für immer - sondern nachhaltig und wirklich!
    Klug sein, und du klingst klug, schadet da auch kein bisschen!

    Liebe Grüße

    Hallo Silberkralle!

    Ich war Gesellschaftstrinkerin mit Tendenz zur Gesellschaftssäuferin.
    Da besteht die Abhängigkeit eher darin, dass niemand nach Hause geht, bevor man genug hat.
    Dieses obligatorische " Eines haben wir immer noch getrunken"....bla bla bla....das ist auch nicht ganz sauber.
    Der Unterschied liegt aber sicher auch darin, dass man sich dabei nicht um den anderen kümmert, sondern nur darum, dass man das Gift nicht alleine konsumieren muss.

    Liebe Grüße

    Tocco, HERZLICHE Gratulation!

    Drei Monate, das ist schon mal sehr gut!

    Bedanken musst du dich bei mir natürlich nicht mehr als ich mich bei dir.

    Die "Anwärter" was meinen Freundeskreis betrifft sind zufällig alle männlich.
    Hoffen dass das nicht zu Komplikationen führt ist leider zu wenig für jemanden der Trockenheit an erster Stelle hat.
    Da kann man im Vorfeld noch so klare Worte sprechen. Wissen, ob sie dann nicht doch irgendwann Stress machen, kann ich nicht. Stress dieser Art ist Gift für mich. Weil das etwas ist, was ich nicht verstehe - dass man jemanden ab irgendwann ganz für sich alleine haben möchte.
    Ob das anders auch möglich ist? Wen ich da fragen könnte, weiß ich auch nicht.
    Spiel ich eben weiter mit meinem Kater.

    Dir auch alles Gute.

    Schön, dass du hier bist! :)

    Hallo Karsten!

    Das mit dem unter Druck setzen stimmt.

    Alles andere ging soweit ganz einfach mit: "Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe."
    Ich werde versuchen das mit dem neuen Freundeskreis etwas lockerer anzugehen.
    Danke.

    Hallo Convaincu!

    Bei mir war das mit dem Cut nicht ganz schmerzlos.
    Fair bleiben und sich trennen. Hm. Aber es ging.
    Wobei ich zufällig auch immer wieder Leute traf, auf der Straße und so, die ich ewig nicht gesehen hatte und von denen ich wusste dass sie nicht abstinent sind.
    Von der Wiedersehensfreude beinahe nahtlos zum Abschied.
    Ja, es ist spannend. Keinen Alkohol zu trinken ist insgesamt viel spannender als die Zeit davor.

    Wer weiß schon was kommt. Solange es kein Rückfall ist, ist es auf eine Art sicher auch immer eine Bereicherung!

    :)

    Hallo Mia und hallo auch Immergrün!

    Klar habe ich dich erwischt :) , ich habe auch jahrelang wirklich exzellente Unterstützung auf meinem Weg erfahren.

    So wie du habe ich auch lange Zeit auf meinen Verstand gesetzt - versucht mich mithilfe meiner Intelligenz und meines Denkens zu befreien.
    Geht nicht - apropos loslassen.
    Und er tröstet dich auch nicht, wenn es dir schlecht geht - Schwachsinn sagt er und nicht - ich verstehe dich, ich bin bei dir, wir schaffen das. Er schimpft eher mit dem Herz, weil es in seinem Fühlen falsch liegt. Ohne ihm wirklich zu helfen.
    Man kann sich nicht durch Denken zwingen, das "richtige" zu fühlen.
    Das was wir alle hier erlebt haben, hat furchtbar weh getan. Über viele Jahre.
    Sowas wie Gerechtigkeit als Ausgleich dafür gibt es auch nicht.
    Meistens kommen diese Wellen auch nicht ohne Vorwarnung oder wie aus dem Nichts heraus.
    Man ist zumindest verspannt oder hat Kopfweh - der Körper weiß das vor dem Kopf.
    Man muss sehr freundlich zu sich sein und sich das Mitgefühl geben, dass man sich selbst so lange verwährt hat und das man auch von den Eltern nicht bekommen hat.

    Immergrün hat recht. Ohne Mitleid keine Schuldgefühle, ohne Schuldgefühle kein schlechtes Gewissen und irgendwann dann Frieden.
    Letzterer ist das Ziel.

    Das zu erreichen steht uns auch zu!


    Liebe Grüße

    Hallo Hartmut!

    Ersteres bezieht sich auf meine unumstößliche Entscheidung, nicht mehr der beruflichen Tätigkeit nachzugehen, die ich im Vorjahr hatte.
    Und mich zusätzlich natürlich auch nicht mehr mit den Leuten zu treffen, die ich in meiner nassen Zeit am Wochenende traf.
    Das geht gut.
    Da sehe ich auch kein Problem.
    Ich arbeite inzwischen alleine und zwar ausschließlich alleine.

    Trockene Alkoholiker habe ich durch meine Trockenheitsarbeit auch kennengelernt. Die Gespräche beziehen sich auf Trockenheitsarbeit. Gut so.

    Dennoch bin ich auf der Suche nach ein paar Leuten, die ebenfalls keinen Alkohol trinken, und so ähnliche Interessen haben wie ich.
    Bis jetzt passt mir das so wie es ist noch nicht ganz.

    Ich habe sie noch nicht gemacht, die Übung, *räusper* , aber sie bleibt auf meiner Liste für Tage die nicht so beginnen wie üblich.

    Außerdem habe ich mir ein Sparschwein für kleine Reisen zugelegt.

    Punkt 7 der Grundbausteine, das alkoholfreie Umfeld -außerhalb meiner Wohnung- nimmt immer noch am meisten Zeit in Anspruch.

    Aber ich probiere es natürlich weiter.

    Zitat von Mia

    Es war schon immer so, dass ich ein gesteigertes Verantwortungsgefühl hatte. Vermutlich auch weil ich zuhause immer dafür gesorgt habe, dass es allen gut ging. Und Schuldgefühle kommen womöglich daher, dass ich meine Eltern, im besonderen meinen alkoholkranken Vater nicht retten konnte und kann. Er trinkt immer noch fleissig. (auch wenn ich weiss, dass dies nie meine Aufgabe war).

    OK, ich weiss, woher diese Dinge zurückzuführen sind.
    Mia

    Grüß dich Mia!

    "Vermutlich auch", "womöglich"

    Wissen, also wirklich wissen, mit Kopf, Herz, Seele, Körper, wenn man weiß, schleicht sich da kein vermutlich, womöglich in die Worte die man spricht, schreibt, denkt.

    Formuliere das mal um ohne diese Unsicherheiten. Um Gedankenspiralen zu entkommen, braucht es Klarheit!

    Liebe Grüße!

    Hallo Lindi!

    :lol: Schon witzig!

    Vielleicht sollte man die anderen Frauen (Männer) auch fragen wie sie ihre erste Liebe mit der sie nicht verwandt waren, erlebt haben.
    Also die Beziehung zum Lieblingsstofftier.
    Ob sie sich auch nicht trennen wollten, von den plattgeküssten Bären und Bärenkollegen?
    Das würde ich durchaus interessant finden. Auch ob man sich bis heute in dieser Art zu lieben wiederfindet.
    Wer weiß?

    Also, wie war das denn so zwischen euch und den Plüschfreunden? ;)

    Fröhliche Grüße!

    Sicht eines erwachsenen Kindes eines Alkoholikers und einer Co- Abhängigen:


    Als ich noch ein ganz kleines Kind war, da hatte ich gar keinen Platz in meinem Bett, weil ich alle Stofftiere zu mir geholt habe.
    Eigentlich wollte ich ja nur mit einem im Bett schlafen, aber dann wäre ja den anderen kalt geworden und das wäre meine Schuld gewesen.
    Meine alleine, da war es besser kaum Platz im Bett zu haben.
    Natürlich musste ich im Winter auch versuchen alle Insekten vor dem Erfrieren zu retten und im Sommer vor dem Ertrinken.
    Viele andere Kinder waren zeitgleich Schlitten fahren bzw schwimmen.
    Das was ich tat war natürlich ungleich wichtiger in meinen Augen.
    Immerhin hatte ich eine Co-Abhängige Mutter der es nachzueifern galt.
    Die war nämlich dabei meinen Papa zu retten, was sie vorzugsweise versuchte, in dem sie ihn entweder anbrüllte, bestrafte oder lobte für das was er schon wieder getan hatte.
    Nebenbei erledigte sie noch seinen anderen Kram versteht sich. Socken bügeln, Lieblingsessen kochen - alles hatte sich in bester Ordnung zu befinden.
    Was die beste Ordnung war, das bestimmte natürlich sie - sie und sonst niemand, denn sie war ja die Gesunde.
    Die nicht Säuferin. Die Erwachsene.
    Das hieß sich warm anziehen, wenn der Mutter kalt war hatte mir auch kalt zu sein.
    Der Alkoholiker, der von ihr entmündigte musste natürlich auch dann eine Haube aufsetzen wenn sie es sagte. Schließlich hatte sie es ohnehin schon so schwer mit ihm.
    Also wurde gegessen wann und was sie für richtig hielt, schlafen gegangen wann sie müde war.
    Das Geld so ausgegeben wie sie es portioniert hatte.
    Kurz - sie war groß und gesund und man hatte ihr zu folgen.
    Ich hatte zu verstehen. Zu verstehen wie sehr sie unter ihrem Mann litt.
    Punkt.
    Und hey - ich habe es auch verstanden! Ich litt ja auch unter ihm. Aber mein Leid war natürlich proportinal zu meiner Körpergröße kleiner als das meiner großen Mutter.
    Also ließ ich mit der Zeit auch das Tiere retten in den Hintergrund treten und kümmerte mich hauptsächlich um die Friedenssicherung in dem Haus.
    Was kümmerte es mich schon, was andere Kinder taten?
    Radfahren, spielen, lachen? ich musste dafür sorgen, dass meine Eltern sich gegenseitig nicht erschlagen, ich musste dafür sorgen, dass sie aufhören sich anzubrüllen und dafür musste ich zuerst meinen Vater decken, wenn er wieder was angestellt hatte, und dann musste ich meine Mutter trösten, weil sie so einen schlechten Mann hatte und dann musste ich mich um meinen echten Bruder kümmern, weil er so aggressiv war.
    Dann musste ich meine Schulsachen erledigen, und dann erst konnte ich mich um Tiere in Not kümmern.
    Jahrelang.
    Irgendwann habe Nachrichten geschaut und da sprach der damalige Uno Generalsekretär.
    Er war sehr traurig, weil es ihm nicht gelungen war einen Konflikt zwischen zwei Ländern friedlich zur Lösung zu führen.
    Ich war, tauschte man das Wort Länder gegen Eltern aus, aus dem gleichen Grund traurig.
    Aber ich war nicht die Uno Generalsekräterin sondern immer noch ein Kind.
    Das war mir ab da bewusst.
    Ich war nur ich und was der andere nicht kann, konnte ich schon lange nicht.
    Musste ich auch nicht können.
    Und hey - wenn ich nicht muss, dann muss meine Mutter auch nicht!
    Meine Mutter war aber nur gar nicht entzückt darüber, dass ich die Lösung jetzt gefunden hatte - wir müssen beide nicht, also hören wir auf damit.
    In ihren Worten war das totaler Schwachsinn. Und überhaupt hatte sie schon lange das Gefühl, dass mit mir ohnehin irgendwas nicht stimmt.
    Mich hat sie nie wieder verlassen diese Erkentniss.
    Ich bin dann auf den dunklen Dachboden gezogen.
    Sie hat sein Leben lang bei ihm im Bett geschlafen.

    Was genau könnte ich also wohl aufgrund meiner Erfahrungen Co Abhängigen als einzigen Rat geben?


    Hm?

    Wieviel ist eins und eins? Zwei?

    Sollte ich mich nicht verrechnet habe, lautet die Antwort auf obige Frage aus ähnlichen Gesetzmäßigkeiten heraus:


    Geht weg von ihm.


    Liebe Grüße

    Ich habe heute schon versucht, den Apfel samt Zusammenhang wieder rauszuwürgen.
    Weil ich mir ja nicht von mir verbieten lasse, ins Theater zu gehen. Pha, Phu Pho, bäh.
    DAS Denkmuster kenne ich aber schon. Es dauert dann nicht lange und ich komme nicht mehr, weil ich den Kompaß über Bord geworfen habe in der irrigen Meinung nicht unterzugehen.
    FALSCH!
    Ich habe mich dann im Kreis gedreht wie ein Derwisch und das hat doch funktioniert um wieder einen klaren Kopf zu bekommen.
    Hast du schon mal meditiert, Tocco?
    Bei einer Art setzt man sich auf den Sessel, Arme hängen herunter und Beine stehen nebeneinander und dürfen sich nicht berühren.
    Dann atmet man sich ein und die anderen aus = Schritt eins.
    Dann stellt man sich vor, am Ende des Rückgrads eine Eisenkette mit am Ende einer Eisenkugel angemacht zu haben, die man durch alle Schichten der Erde bis zu ihrem Mittelpunkt schickt, dort, am magnetischen Kern dockt die Kugel an, stabilisiert einen und man beginnt die rote Energie von der Erde in sich aufzunehmen und die blaue von oben.
    Ich habe es ewig nicht mehr gemacht.
    Irgendwo in mir ist die richtige Richtung und ich bin stur, mutig und ausdauernd genug um sie auch zu finden.
    Das behaupte ich jetzt auch einfach mal von dir Tocco.
    Und jetzt verkrümle ich mich in mich und suche sie.

    Bis dann!

    Hallo!

    Ich bin eine Frau und gehe auch nicht gerne zum Arzt.
    Aber die, zu denen ich ab und an gehen MUSS, die kennen mich schon und finden es erstaunlich, dass Menschen tatsächlich grün im Gesicht werden können.
    Das kommt vom Feig sein.
    Vielleicht seid ihr ja auch ein ganz kleines bisschen feig.

    Zum Teufelchen. Ich konnte nicht mit Geld umgehen. Schon, aber nicht so, wie ich es eigentlich wollte.
    Da ein hübsches Paar ach so günstige Schuhe, dort eine Wimperntusche...da ein Kleidchen....hach ja :P

    Das habe ich dann in die Vergangenheitsform gesetzt.
    Ich konnte nicht mit Geld umgehen - jetzt kann ich es.
    Laut Kontoauszug hat es funktioniert.

    Vielleicht bist du ja auch einfach einer, der nicht schwimmen gegangen ist. Aber jetzt geht.

    Liebe Grüße!

    Hallo Kossi!

    Ich frage mich beim Lesen deiner Worte schon, wer und was dich so verletzt hat. Für mich liest du dich so, als hätte man dich bildlich vor langer Zeit angeschossen und die Kugel steckt immer noch tief drinnen.
    Manche Sachen verjähren nicht, sie beginnen zu eitern und tun einfach immer weiter mal mehr mal weniger weh.
    Deshalb gehört sie raus, die "Kugel" auch wenn es noch so weh tut.
    Aber an Gefühlen stirbt man nicht.
    Auch die anderen sterben nicht, wenn du deine Gefühle zeigst.

    Du meinst, das Leben ist schwer zu ertragen. Aber das bist du. DU bist das Leben.

    Sei lieb zu dir.

    Apropos verfestigen und überhaupt.

    Ich sitze am Abend da und lese ein Sachbuch. Das Radio ist leise im Hintergrund eingeschaltet.
    Meines Wissens über mich bin ich nicht multitasking fähig und so beansprucht mich das Buch komplett.
    Dachte ich.
    Denn auf einmal hatte ich das Telefon in der Hand, wählte und erst als es läutete wurde mir bewusst, dass ich die Nummer von jemandem gewählt hatte, mit dem ich früher immer ausgegangen bin.
    Ich habe aufgelegt als hätte ich mich verbrannt.
    Dann erst hörte ich das leise Lied im Radio. Es war eines, das ich mir bevorzugt beim Anziehen vor dem Ausgehen angehört habe.

    Was sagt mir das jetzt?
    Ich bin für: Je länger ich abstinent bin, desto höher muss die Aufmerksamkeit sein, damit ich es auch sicher bleibe.

    Ich habe nämlich nicht die geringste Lust einen Rückfall zu erleiden oder das ganze hier irgendwann rückwirkend als Trinkpause einzuordnen.

    Deshalb steht meine Trockenheit an erster Stelle und dann kommt mal länger nichts.
    Den Theaterbesuch, den ich mir eigentlich schon erlauben wollte, weil ich das Stück so gerne gesehen hätte, der ist jedenfalls gestrichen.