Beiträge von schnuffig

    Zitat

    Ich möchte ihn aber andererseits nicht als schlechten Menschen ansehen.

    Hallo Schwindelfrei!

    Von Vorteil ist es, wenn man Menschen so sehen kann, wie sie sind und nicht so wie man möchte, dass sie sind.

    Dein Ex-Freund ist ein Gewalttäter. Er handelt wie alle anderen auch. An dem was er macht, ist nichts außergewöhnlich. Er ist nicht außergewöhnlich.

    Solche Leute nähren sich von beleidigen, beschimpfen, kritisieren, abwerten, kontrollieren, leugnen, verdrehen, verurteilen.
    Ohne all das sind sie gar nichts.

    Was erwartetst du dir von den Mails und Gesprächen?

    Am Ende wirst du die sein, die sich bei ihm für ihre Worte entschuldigt und nicht umgekehrt.
    Und dann hat er dich genau wieder da, wo er den einzig richtigen Platz für dich sieht - ganz unten.


    Alles Gute!

    Hallo Tocco!

    Schön, dass du hier bist. Vielleicht magst du deine Sicht auf die Dinge ja mal schildern!

    Hallo Wille!

    Freut mich, von dir zu lesen! Du klingst auch gut.
    Das Gefühl noch einmal davon gekommen zu sein und die damit verbundene Erleichterung werde ich wohl nicht verlieren.
    Die Sicht auf die Dinge wird auf alle Fälle klarer ohne die Trugbilder denen der Kopf und Körper vorher ausgesetzt war und ohne die nicht ganz stimmigen, viel zu heftigen Gefühle die durch den Alk ausgelöst wurden.
    Man kann dann selbst viel leichter Ruhe geben und hat sie dadurch auch.
    Denn das war es ja, was ich eigentlich wollte - meine Ruhe.

    Dir auch einen schönen trockenen Tag!


    Hallo Marco!

    Exzessiv ist irrsinnig anstrengend. Wie anstrengend es war, habe ich erst bewusst gemerkt, als es nicht mehr so war.
    Steuern kann man da auch nur mehr schwer. Einerseits sind da die produktiven Phasen und andererseits dann Leere und Durchhänger.
    Exzessive Sachen sind oft auch destruktiv und das passt gar nicht wirklich zu mir.

    Ich glaube die Tage so durchzuplanen wie ich eventuell sollte, das dauert noch ein wenig.
    Im Moment sind nur die Dinge von denen ich mich fernhalte wirklich durchgeplant.

    Dir wünsche ich natürlich auch weiterhin alles Gute auf diesem Weg. Alles wird gut!

    Hallo Lawyer!

    Das mit dem nicht körperlich abhängig traf auf mich auch zu.

    Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, kann man aber sehr wohl genau spüren, wie man sich mit jedem Mal saufen näher auf die dann zusätzlich auch noch körperliche Abhängigkeit zubewegt!

    Die Höhenangst nimmt zu. Stolpern beim Stiegensteigen zum Beispiel. Größere Erinnerungslücken. Größere Mengen an Gift die man bei einmal Saufen zu sich nimmt.
    Kurze, aber sehr heftige Depressionen.
    Schlechtere Konzentration. Schlechtere Gehirnleistung.
    Nichts, was im Entferntesten an Vergnügen erinnert also.
    Das kann man sich höchstens Vorlügen. Aber nicht für immer.
    Dann beginnt das Schämen, das Heulen, die Erinnerung an Peinlichkeiten, die Gewissheit, dass man sich selbst durch die Sauferei um viele schöne Momente gebracht hat. Dass man anderen geschadet hat.
    Diese Dinge nehmen an Lautstärke in einem zu. Grell und unerbittlich laut werden sie.

    Was dann?
    Noch mehr saufen um sie nicht mehr hören zu müssen? Verstohlen kontrollieren ob die Hände am Morgen eh noch nicht zittern und sich deswegen dann einreden, dass alles gut ist?
    Nichts ist gut solange man säuft nur weil die Hände nicht zittern.
    Das ist wirklich total egal.
    Denn am Ende wartet unausweichlich ein grausamer Tod - nach einem verschwendeten Leben.

    Liebe Grüße

    Liebe Dani!

    Jetzt bist du erwachsen, jetzt musst du dich nicht mehr fügen!

    Meine Eltern haben immer gestritten und mein Vater hat immer gesoffen, außer einmal drei Wochen in seinem Leben, da nicht.
    Das war als ich mit dem Abitur fertig war und dachte, meine Eltern würden mich nicht nur gehen lassen, sondern sogar unterstützen.
    Aber sie haben mir dann in einmaliger, trauter Zweisamkeit erklärt, dass sie mir nicht einen Cent geben werden, mich nicht gehen lassen.
    So wie ich das auch bei dir lese, war es schon enorm schwierig bis zum Arbeitsamt zu kommen.
    Ich war also weiterhin gefangen in dem winzigen Ort bei meinen kranken Eltern und völlig pleite.
    Und es kam dann tatsächlich noch dicker.
    Aber irgendwann schaffte ich es.
    Dann dachte ich, dass ich jetzt, wo ich räumlich weg war, auch frei sei, aber das Gefühl, dass irgendwo ein riesiger Staubsauger lauerte, der mich zurückbefördern würde, das gab es leider auch.
    Angst, Angst und wieder Angst hatte ich.

    Diese Überlegung oben stammt aus dem jahrelangen Briefwechsel mit einer bekannten, inzwischen verstorbenen Expertin zu dem Thema.

    Mein "Staubsaugergefühl" ist schon lange weg. Inzwischen treffe ich meine Entscheidungen bevor Dinge aus dem Ruder laufen und ziehe sie auch durch.
    Mein Leben ist bis auf kleine Löcher in die ich falle, mein Leben.
    Es ist nicht immer toll, aber eindeutig meines und das ist schon toll.
    Ich habe keine Angst mehr davor und falls doch mal, hole ich mir alle Hilfe die ich bekommen kann.

    Liebe Grüße

    Angst

    Als wir klein waren, war diese Angst ganz wichtig.
    Stellt euch mal vor, wir hätten von Anfang an die Wahrheit gesagt, dann wäre mein erstes Wort wohl: "Stinktier" gewesen.
    Bloß hätte ich das nicht überlebt, auch weil ich damals nicht mal in der Lage war mir selbst ein Brot zu machen - Kinder nehmen sich eben keine eigenen Wohnungen und leben dann da. Geht nicht.
    Sie sind abhängig von den Eltern.
    Also ist man ängstlich darauf bedacht einfach mal zu überleben.
    Das ist klug!
    Später wird das was damals klug war, plötzlich hinderlich und störend.
    Gemein ist das. Blöde Angst!
    Um sie loszuwerden gehört es dazu, dass man so richtig wirklich selber versteht, dass man jetzt ohne Eltern nicht mehr stirbt.
    Auch wenn es sich oft so anfühlt, als wäre jedes Widerwort ein kleiner Tod.
    Sich überhaupt immer noch jedes ehrliche Wort egal zu wem wie ein schier untragbares Risiko anfühlt.
    Das ist normal, so geht es den meisten von uns.
    Um das durchzustehen braucht man Mut, Mut, für den man von Leuten, die nicht wissen wie das ist, noch nicht mal gelobt wird.
    Von den anderen schon.

    Also Dani, versuch das irgendwie hinzubekommen mit deinem neuen Job.
    Für dich! Weil es dir zusteht!

    Hallo!

    Oliver, genau, auf keinen Fall sind diese Dinge negativ!
    Ich bin froh erkannt zu haben, dass dieses exzessive nichts mit wirklicher Lebendigkeit zu tun hat. Das Wegfallen dieses "über drüber seins" genieße ich sehr.
    Danke.

    Klarerkopf, oh ja, diese Dankbarkeit teile ich!
    Wobei mir vorher nicht klar war, wie sehr sich die Katze da in den Schwanz beißt, mit dem Denken, den aufgestauten Druck mit Alk loswerden zu "müssen", ein Druck, der ohne Alk erst gar nicht entstanden wäre.
    Und: Kein einziges Mal mehr an einem Katertag beim Spiegel vorbeigehen und zu sich sagen: "Was bist du doch pfui!"

    Ja, dankbar trifft es gut.

    Liebe Grüße!

    Hallo Dani!

    Hast du dir schon genau überlegt, was die schlimmste Reaktion sein kann, mit der du seitens deines Vaters zu rechnen haben könntest?

    Sich gut vorbereiten reduziert Angst auch.


    LG

    Eigentlich habe mich mir gedacht, das wird nie anders. Das wird sich nie ändern.
    Ich war schon immer so. Ich werde immer so bleiben. Nämlich exzessiv in allem was ich tue.
    So wie ich bis vor 4 Monaten getrunken habe, so habe ich alles getan - wild und immer irgendwie "über". Übertrieben, überzogen, überspannt, übermäßig, überspitzt...so habe ich meine Kuchen gebacken, so habe ich gestrickt, so habe ich geliebt, gelebt.
    Wenn ich etwas gegeben habe, dann alles, wenn ich etwas genommen habe, dann habe ich alles verlangt.
    Extrem und bedingungslos.
    Kein Entkommen durch erzieherische Maßnahmen, waren sie nun selbst gesetzt oder kamen sie von außen.
    Während andere sich auf die Suche nach dem inneren Kind machten, machte ich mich auf die Suche nach meinem äußeren Erwachsenen.
    Doch der war nirgens.

    Inzwischen hat sich das geändert. In diesen 4 Monaten Abstinzenz bin ich vielleicht ruhiger geworden, aber ich bin immer noch lebhaft und mit dem Wegfallen des Alkohols und der Orte wo ich ihn getrunken habe, hat sich das "über" auf leisen Sohlen davon gemacht.
    Ich backe jetzt keine wilden Kuchen mehr, eher nachhaltige.
    Meine Gedanken sind nicht mehr so brachial, sondern eher gesammelt.
    Ich bin nicht mehr übersprudelnd, aber sprudelnd.

    Mein Leben wandelt sich von exzessiv zu intensiv.

    Wer hätte das gedacht?

    Ich nicht, nicht wirklich.

    Aber - es ist so.

    Daher kann ich vielleicht hier auch wieder ab und an mitschreiben und zwar so dass es Sinn macht.
    Und natürlich auch andere Dinge machen.

    Wahrscheinlich kennt ihr diese Wandlung auch von euch selbst.

    Nicht saufen ist schön!

    Liebe Grüße

    :)

    Liebe Petra!

    Für mich ist es natürlich schön, dass du diese Geduld mit mir hast!
    Ich werde versuchen, hier nicht mehr zu beißen, wenn ich diese Magenkrämpfe und dieses Herzrasen bekomme, das ich ja auch habe. :) :)

    Ich denke mir, wir haben "ihnen" schön in die Hände gespielt, mit dem Saufen.
    Endlich hatte ich mal was getan, was gesellschaftlich akzeptiert ist. Fliehen, beißen, sich totstellen oder eben sich alles und jeden zurechttrinken und sich so einbilden man spräche jetzt wenigstens die gleiche Sprache wie alle anderen.
    So ein Trugschluss!
    In Wirklichkeit habe ich nur das was ich an Verständnis für mich selbst noch habe, durch das Trinken auch nicht mehr verstanden.
    Ich habe meinen Körper auf dieselbe Art missbraucht wie ich mich missbrauchen lassen habe, von den Ansprüchen von denen nirgendwo steht, dass ich sie erfüllen muss, nur weil es jemand gerne hätte.
    Es steht nämlich nirgends, dass man nicht anders sein darf oder anders sein soll.
    Dass sich manche Leute über mein nicht mehr Trinken und mein Trocken werden wollen aufregen, wundert mich auch nicht.
    Ich versuche nämlich so wie du, zu erkennen was vorrangig ist und die Ansprüche anderer zu erfüllen verblasst da zusehends, aber eben langsam.
    -Menschen die mir wohlgesonnen sind...das hast du schön gesagt...

    Liebe Grüße

    Hallo, Petra, Paulina, Penta, Emma, Silberkralle, Hartmut und Spedi!

    Ich freue mich, dass ich noch hier bin und darüber dass du Petra und du Paulina jetzt ein anderes Bild von mir habt.
    Silberkralle, deinen Sack voll Mut gebe ich in meinen Notfallkoffer.

    Emma, früher habe ich das im Mathe Unterricht gemacht. Wenn der Lehrer gefragt ob jetzt auch der letzte Idiot verstanden hat, was er erklärt hat, habe ich brav genickt.
    Dabei hatte ich höchstens theoretisch eine Ahnung wovon er redet, aber praktisch anwenden konnte ich es nicht.
    Das soll mir hier nicht passieren. Egal wie blöd das aussehen mag, dass ich so langsam bin, es ist meine Langsamkeit. Aber ich glaube, ich bekomme das hin, weil ich das alles hier verstehen will. Für mich verstehen will.

    Was ich unter einem alkoholfreien Umfeld verstehe:

    Am Anfang hat Freitagnacht noch um 2 Uhr mein Telefon geläutet, ob ich nicht doch nachkommen möchte.
    Jetzt ruft mich niemand an, dafür habe ich als erstes gesorgt.
    Die Mails, die Samstags dann gerne eintrudeln, mit den Berichten wie es draußen war, die lese ich nicht mehr.
    Die Visitenkarte von dem alten Freund, den ich zufällig getroffen habe und der in meiner Stadt ein Konzert gibt, habe ich weggeworfen.
    Meinen ehemaligen Lieblingsradiosender halte ich nicht mehr aus, weil der dauernd Tipps zum Weggehen gibt.
    Ich war nicht im Theater, nicht im Kino.
    Was aber passiert ist, war, dass ich nach Jahren bei meiner Schwägerin war, weil man mir sagte, sie sei trocken. Und dann hat sie sich ein Bier aufgemacht.
    Mehr als allen zu sagen: "Ich gehe nie wieder zu ihr", fiel mir nicht ein.
    Auf einem anderen Geburtstagsfest gestern war ich auch nicht - zu gefährlich.
    Den Ausflug heute mache ich auch nicht mit - zu gefährlich.
    Zum Running Sushi gehe ich nicht mehr, weil da plötzlich auch Pflaumenwein herumfährt.
    Meine beste Freundin ist sehr lieb, weil sie auch nichts mehr trinkt . Mit ihr kann ich gut reden.
    Bleiben noch die Klamotten und die Gläser. Ich werde andere Wege finden um mich auszudrücken - und wenn ich Gefahr laufe mir Gründe zu suchen warum das denn alles doch sein muss, kann ich die für mich wichtigen Geschehnisse hier nachlesen.
    Keine wie auch immer geartete Bar für mich. Genauso wenig gibt es ein Hotelzimmer für eine Nacht für mich.
    Dafür aber sonst noch jede Menge zu tun...vor allem in meinem Kopf.

    Danke

    Mich ändern

    Wäre ich doch gegangen, im letzten Jahr, in dem ich so oft aus war, wäre ich doch einfach jedesmal gegangen, wenn mich jemand gelangweilt hat. Hätte ich mir doch nicht gedacht: "Jetzt sei doch nicht so, hör ihnen doch ein bisschen zu, beschäftige dich mit ihnen und ihren Gedanken, sei doch froh, dass sie sich für dich interessieren und sauf sie dir zurecht, wenns denn sein muss."
    Sei doch nicht so, sei anders.

    Als ich noch bei meinen Eltern leben musste, weil ich ein Kind war, habe ich mich sehr bemüht anders zu sein, denn wäre ich anders, würden sie mich lieben.
    Irgendwann kam dann die schmerzhafte und mit viel Hilfe von Alice Miller erarbeitete Erkenntnis, nein, meine Eltern haben mich nicht geliebt, und ich habe sie eigentlich auch nicht geliebt.
    Ich sehe mich immer noch dastehen und jedes Gefühl, egal ob es gut oder schlecht war, in mich hineinpressen, ich hab mich so lange gedrückt, bis man mir keines angesehen hat.
    Wie toll es doch war, dass ich einen Daumen hatte! Denn den konnte ich mir in den Mund stecken, das beruhigte so schön und niemand konnte mir den wegnehmen, im Gegensatz zum Schnuller. Außer natürlich, der Schneider, den Oma so gerne zitierte, käme - Bauz - bei der Tür herein und schneidet ihn mir ab.
    Daumenlutschen musste man also verheimlichen.

    Überhaupt gab es viel zu verheimlichen. Deshalb habe ich mir dann auch die Haare am Kopf abrasiert. Damit keiner von meinen Freunden auf die Idee käme mehr von mir zu wollen als Freundschaft. Aber man konnte immerhin "prima" mit mir ausgehen.

    Dass ich mich dann auch in einen Mann verliebte, der gerne sagte: "Sag mal, kannst du nicht ein bisschen anders sein?" das war irgendwie klar.
    Und ich konnte es auch lange - dünner sein, mich nicht schminken, ordentlicher sein, lustiger sein, nicht so sensibel sein, ich konnte es so lange, bis ich fast an einer Kinderkrankheit gestorben wäre.

    Dass mein "grandioser" Plan, als ich wieder ohne Mann wohnte, mein Leben mit ausgehen und Partys zu bereichern, scheiterte, das sieht man an meinem Hier sein.

    Ich habe heuer mein erstes Theaterstück insziniert, Regie geführt, gecastet, eingekleidet und statt nachher irgendwie stolz zu sein, habe ich die entstandene Leere mit Alkohol gefüllt.
    Also kein Theater mehr für mich? Ja, das bedeutet es wohl.

    Auch die Bilder, die ich noch im Kopf habe, werde ich nicht fotografieren, weil ihr recht habt. Die Orte, an denen ich sie machen wollte, sind allesamt zu gefährlich für mich.

    Ich freue mich über die körperlichen Veränderungen die nur dadurch, dass ich nicht mehr trinke, stattgefunden haben.
    Ich freue mich, dass ich weniger Höhenangst habe.
    Ich freue mich, dass ich besser schlafe.
    Ich habe vor Freude gesungen, als ich gelesen habe, dass die Gehirnmasse von trockenen Alkoholikern nach 7 Wochen schon um 2 Prozent zunehmen kann.
    Ich freue mich über alles was mein Körper wieder gut macht, von den Dingen die ich ihm angetan habe.

    Ja, es geht definitiv um mein Leben. Ja, es fällt mir schwer mich von der schönen Scheinwelt, die ich mir parallel zu meinem Leben aufgebaut habe, zu verabschieden. Von der schönen Scheinwelt, die ich schon als Kind gezeichnet habe, nur um dann die Zeichungen wo zu verstecken. Die muss ich loslassen.
    Ich habe Angst.

    Ich freue mich über mein trockenes Dasein und trozdem habe ich riesengroße Angst davor, dass das was ich ohne all das andere Zeug bin nicht genügt.

    Hartmut, was will ich mir denn erhalten? Du hörst dich so an, als wäre ich da öfter gewesen, in der Bar - da du von Besuchen sprichst.

    Was ist denn jetzt an Östrogen und Daumenlutsch Gedanken so angenehm?

    Ach, wir sind ja jetzt wieder bei der Bar.
    Das mit dem Blödsinn und dem Ersparen hatten wir gestern schon.
    Was an meinen Gedanken klitschnass ist, weißt du sicher wirklich besser als ich!
    Denn wenn ich an das Szenario denke, das mit der Bar, sehe ich Kabel, technische Geräte, Regieanweisungen und solche Dinge.
    Punkt.
    Ich werde mich in gewissen Dingen nicht ändern Hartmut, dafür habe ich einen zu langen, zu harten Weg hinter mir.
    Wie wahrscheinlich viele hier.
    Ich bleibe die, dich bin. Wenn die Gedanken, die ich mir mache auf dich angenehm wirken, dann tun sie das eben, obwohl sie es für mich nicht sind.
    Wenn du denkst, ihr seid ohne mich besser dran, dann macht das, was ich euch gestern vorgeschlagen habe.
    In aller Ruhe und in Frieden.

    Perla, ja ich vermisse es. Aber genau darum, um mich zu schützen, war ich letzte Woche bei einem Bekannten und hab mich darüber gefreut, dass alles was ich tun muss ist, mich umzuziehen, damit ich mich so richtig auf diesen Abend freue. Und es war ein schöner Abend in einer alkoholfreien Wohnung.
    Aber das einzige, worauf ich hier seit 2 Tagen reagiere, ist der Besuch dieser B..., der schon länger her ist aber wohl jetzt erst richtig interessant.
    Also kann ich mich auch keinen anderen Inhalten widmen.

    Dir liebe Grüße und danke

    Hallo Poster, danke für deine freundlichen Worte in meinem Thread!

    Ich sehe das auch so: Würde ich wieder trinken, wäre das Selbstmord. Wahrscheinlich würde ich mich schon während der starken Depressionen, die der Alkohol mir die letzten drei Mal nach dem Saufen beschehrt hat, umbringen - nein, das ist es nicht was ich möchte!
    Sondern jetzt mein Leben leben, weil mich das Zeug dabei nicht mehr stört, das möchte ich!

    Liebe Grüße

    Hallo Petra, und auch hallo Paulina!

    Petra, eine Bar ist kein Tanzclub. Da gibt es noch nicht mal eine Tanzfläche. Und ich bin außerdem früh gegangen.
    In einen dieser Clubs würde ich auch nicht gehen und werde ich auch nicht gehen.

    Ich habe selber einige Paar Chucks und ich bin auch oft im Wald.
    Es freut mich, dass du es schön hast mit deinem Hund! :)
    Was mich stört, ist dass da schon wieder High Heels und s...y Kleider vorkommen.

    Und von Paulina, dass ich mir da Bestätigung als Frau hole durch die Blicke.
    Hey!
    Das nenne ich Unterstellung und die stört meine Befindlichkeit.
    Ich weiß auch dass es an mir liegt. Ich weiß auch, dass ich ernsthaft über meine Sucht nachdenke und über mein Verhalten dahingehend.
    Genauso sicher weiß ich aber auch, dass ich nicht ernsthaft durchs Leben gehe möchte, sondern schon fröhlich und heiter. Und wenn geht nicht pleite.

    Was passiert ist? Also richtig arg fand ich die Umstellung des Zyklus, weil die Leber kein Östrogen abbaut während sie Alkohol abbaut. Das wusste ich vorher gar nicht.
    Ich hatte das erste (und zweite) Mal seit weiß ich wie lang PMS und Regelschmerzen und es fühlte sich wirklich reinigend an.
    Und ich denke hin und wieder daran, ganz plötzlich, wie ich damals als Kind Daumen gelutscht habe und was das für ein Gefühl war. Mein Bemühen eine Statistik zu finden, wieviele AlkoholikerInnen früher Daumen gelutscht haben, ist allerdings gescheitert.
    Trotzdem würde es mich interessieren, ob das eine oder andere noch wer kennt.

    Hallo Uwe, du bist der, der als Kellner arbeitet, genau. Danke für das Teilen deiner Erfahrung.


    Mit den plötzlichen Konfrontationen, damit, dass Alkohol wirklich überall auftauchen kann und ich nicht vorbereitet bin, habe ich schon Probleme.
    Das Restaurant, in dem nicht nur Essen, sondern auch Alkohol auf dem Band vorbeigelaufen sind, habe ich verlassen.
    Das war mir zu gefährlich.
    Gläser mit dem Gift drinnen fasse ich auch nicht an. Und zuhause habe ich natürlich auch keinen.
    Biergärten meide ich, ebenso das Theater - noch.
    Für mich vielleicht am Wichtigsten war auch, dass ich mich von den falschen Freunden getrennt habe. Das waren all die, die es nicht lassen konnten, mich zu fragen, wann ich denn endlich wieder "normal" werde.

    Spedi, dein erster Beitrag an mich wurde editiert - was für mich nicht gerade für pure Sachlichkeit spricht.

    Meine Emotionen auch gegenüber Worten von Unbekannten helfen mir sicher dabei zu entscheiden, ob der Ort an dem ich mich jetzt und hier gerade eben aufhalte gut für mich ist oder nicht.
    Umso wichtiger sind sie für mich, wenn ich mich irgendwo "einreihen" soll, wenn ich auf Erfahrungen anderer vertraue und das unbesehen!
    Und: Es gibt eben KEIN vergleichbares anderes Forum im w w w.

    Hallo Penta, natürlich ist manches nicht ganz stimmig, das glaube ich sofort, denn wenn alles in meinem Leben stimmen würde, wäre ich nicht hier gelandet.
    Ich versuche herauszufinden was darin stimmt und was eben nicht ganz stimmt - für mich und mein Leben.
    Das ist gar nicht so einfach. Und dauert dann auch seine Zeit und manchmal kommt dann trotzdem nicht mehr raus als drei Zeilen.

    Hallo Karsten, nachgedacht und dann nochmal darüber geschlafen, über all das hier, habe ich gestern lange.
    Vor allem auch darüber, ob es darum geht (hier) akzeptiert zu werden....zuerst wollte ich natürlich sponatn Nein sagen, weil da Ja zu sagen klingt irgendwie doof, aber ein wenig von dem Ja ist da sicher in mir.
    Vielleicht ist dieses Ja da in mir verwandt mit dem, was du damals hattest, in der Erzählung wo du in der WG viel renoviert hast um schneller auf`s Land ziehen zu können.
    Ich glaube es ist ratsam mich dahingehend selbst genauer zu beobachten - danke.

    Hallo Perla!

    Du meinst, ich habe auf Penta, die sich damals mit mir beschäftigt und mich zitiert hat, überheblich und beleidigt reagiert?

    Ich habe mich doch bei ihr für die Mühe, die sie sich gemacht hat, bedankt!
    Und mit danke meine ich danke.

    Ich arbeite nicht in der Bar, hätte aber gerne den Raum zum Arbeiten ohne dafür zu zahlen.

    Ja, ich mag schöne Dinge. Sehr sogar.