Beiträge von schnuffig

    Hi Tocco!

    Ach darum! Ich meine ach darum verstehen wir uns. Auch. Mit ohne welchen Gott auch immer habenden Menschen bin ich nämlich anscheinend langfristig nicht kompatibel.
    Ist mir erst 2013 aufgefallen. Dabei wars eindeutig immer schon so. Nur, ich glaub ich wollte es vorher auch nicht wahr haben.
    Im Moment will ich gerade nicht wahr haben, dass ich heute was produziert habe, was maximal ausschaut wie eine Futterschüssel für Enkidus Gazellen. Irgendwie nah dran und doch total falsch.
    Seufz. Was ist jetzt seltsamer? Du der du bei der Frage an die innere Unabhängigkeit keinen Blick auf ihre Quelle geworfen hast, weil sie immer da ist oder ich mit meinem Napf?:D


    Liebe Grüße :)

    Hi Tocco!

    Ich bin nicht zufrieden mit meiner Antwort an dich. Mit deiner an mich schon denn da sind wir Unkraut das sich schon x mal erfolgreich durch Asphalt gekämpft hat und weiß, dass es das wieder könnte.
    Dass die Welt mit Unkraut schöner ist, wissen wir auch.
    Ich hab mich vor der Gretchenfrage gedrückt vorher.
    Ich hab eine erzkatholische Prägung. Gehe zwar nicht in die Kirche wenn da Messe ist, aber ich frag eher Paulus um Rat als dass ich mich am Zeitgeist orientiere oder Menschen Einfluß auf mich nehmen lasse, die gottlos sind aber statt dessen auf Vampire stehen. ;)
    Ich muss also vor den Menschen keine Rechenschaft ablegen und bin deswegen relativ unabhängig.
    Auch nicht mehr so angepasst seit ich nicht mehr versuche mir diese tief verwurzelte Prägung rauszureißen, was nämlich nicht geht. Wie du sicher weißt.
    Bleibt aber noch die körperliche Nähe. Da ist mir aber gerade nicht nach Wahrheit.
    Auch ganz liebe Grüße nochmal :)

    Hi Tocco!

    Sehr interessante Frage. Die Antwort läuft bei mir wohl auf Transzendenz hinaus, zumindest war sie das erste was mir eingefallen ist. (und jetzt erklären sie das mal schön frl. schnuffig...ähm äh)
    Sternenstaub, Glühwürmchen und Jandl Gedichte ist das schwierig.
    Aber unabhängig davon was jemand über die drei sagen könnte, es käme bei mir nur dann an, es würde sich nur dann nach Nähe anfühlen, wenn dieser jemand was auch immer er sagt, es mit Freude täte.
    Alles andere täte sich nicht so anfühlen, als hätte es auch mit mir zu tun.
    Mit meinem Wesen. Dann müsste ich für Nähe wieder anfangen, da Brücken zu bauen wo keine hin sollen.
    Weil's ja eh nur einen Hüpfer braucht um zu mir zu kommen.
    Und ich ja eh immer da bin, außer dann wenn ich gleich wieder komme.
    Nur meine innere Unabhängigkeit, meine Schaffens- kraft, die hole ich mir nicht von der Welt und ihren Meinungen, Kränkungen, Ansichten und Worten, sondern von da wo sie überschritten werden.
    Ich hole sie mir von außerhalb der Welt und wenn ich sie mir nicht holen kann, warte ich bis sie kommt. Und sie kommt.

    Während dessen zerstrubble ich Frisuren, deine zum Beispiel. :)
    Liebe Grüße

    Hallo Marco,

    Ich bin gerade dabei mir vorzustellen wie das bildlich mit dem Sport aussehen würde, wenn du ihn auf Platz eins lässt und die Trockenheit auf Platz zwei.

    Du kommst dann gegen Ende in so eine kleine Arena, im Zirkus oder im Vergnügungspark, die Arena ist voller Streu, die nicht mehr ganz frisch ist, die nach Angst und Pisse riecht und du schaust den Athleten zu, wie sie sich auf ihre Auftritte vorbereiten, mit einem stechenden Schmerz in deiner Brust.
    Denn du weißt, dass du eigentlich einer von ihnen wärst.
    Dass du das Zeug dazu gehabt hättest.
    Wenn nicht, ja wenn dann nicht wieder die Belohnung in Form von Gift gekommen wäre.
    Jetzt musst du am Boden bleiben in der Arena, jemand bringt dir deinen Kopfschmuck, es sind alte, nach Mottenkugeln riechende rostrote Federn und dir bleibt nichts anderes über als sie dir aufzusetzen, denn du musst alles für denjenigen tun, der dich in dieser Arena angestellt hat.
    Weil du es so wolltest.
    Du hörst schon den Knall seiner Peitsche und beginnst loszutraben. Wie ein Pferd, dabei bist du doch gar keines.
    Du senkst den Kopf, denn der Anblick der Athleten über dir, den erträgst du nicht.
    Du bist kein Pferd und trotzdem hält wer deine Zügel. Es ist deine ehemalige Belohung. Sie hält deine Zügel und zieht sie immer fester.
    Im Kreis im Kreis im Kreis den ganzen Tag, das ganze Leben.
    Bis? Bis du so vergiftet bist, dass du nicht mal mehr dazu taugst.
    Bis du zu nichts mehr zu gebrauchen bist.
    Dann kommst du einfach in die Wurst und niemand wird dich vermissen.

    Das sind meine Grüße an dein Unterbewusstsein.

    Du bekommst nochmal extra welche, weil du das mit dem Tee und dem Forum gut gemacht hast. :)

    Ich finde das sehr amüsant wenn wer aus dem Grund dass ich die Nerven nicht verliere, dann seine verliert.

    Weil ich nämlich schon wieder einen Grund zum Lachen habe.
    Da haben mich doch Kinder aus einer Alkoholiker Familie gebeten ihnen zu helfen, aber die Firma die mir entgegenkommen musste um helfen zu können, hat sechs mal Nein gesagt.
    Nein das geht nicht, da brauchen wir gar nicht diskutieren.
    Und als ich zum 7. Mal fragte, haben sie eine Lösung gefunden.
    Ach manchmal mag ich mich wirklich.
    :D

    Hallo Marco,

    das mit der Prioritäten Liste halte ich für eine gute Idee.
    Bei mir steht ganz oben die Trockenheit und was ich tun und lernen kann um sie auch ganz oben stehen lassen zu können.
    Ich vertraue drauf, dass der Rest dann auch klappt, eben weil ich meinen Teil dazu tue.
    Es ist jetzt Jahr 3 bei mir und ich lerne immer noch gerne.
    Zu trinken aufhören ist das wo ich am meisten über mich erfahren habe.
    Find ich spannend.
    Wenn dir dein Sport so gut tut, findet der sicher auch noch wo Platz.

    Grüße :)

    Guten Tag :)

    Inzwischen glaube ich einfach nicht mehr daran, dass mein Leben, mein trockenes, soviel Staub aufwirbelt, dass ich mit den Konsequenzen nicht leben könnte.
    Ich lebe ganz prima damit, ob wer nachdenkt oder nicht, es ist mir eigentlich egal.
    Und ich war ja sehr dezent.
    Ja das war ich. ;)

    Hallo,

    ich bin einer Einladung gefolgt, kurz in einem Restaurant vorbei zu schauen, zu einer Person, die überhaupt keinen Alkohol trinkt und einer anderen.
    Die andere war nervig. Mich zuerst anreden, auf meinen Nicht Konsum und das auch noch mehrmals und sich dann Alkohol bestellen und in meine Nähe schieben.
    Also bin ich aufgestanden, habe mich verabschiedet und bin gegangen.
    Ich hoffe mal sein Glas wars auch wert.
    Aber eigentlich ist mir das eh egal. Ich finde eher mich witzig als den blöd.

    Schönen Tag euch :)

    Hi Q.,

    du hast eine lange Liste mit Sachen, die du noch erledigen sollst und kommst nicht weiter?
    Bei mir kommt das Empfinden dass der Alltag Last ist, daher.
    Mach mal einen Strich auf einen Zettel für jedesmal wo du dir was Negatives über dich denkst: Das kann ich nicht, das krieg ich nicht hin, das geht sich nie aus, ich bin doof....etc.
    Ich glaub anhand der Strichliste kannst du gut sehen, wo es herkommt, das Gefühl.
    Nämlich daher.

    Angenehmen trockenen Tag

    Hi Heinmück,

    ...aber...genau, das macht meine Mutter auch. Oder machte, denn jetzt darf sie nichts mehr über ihre oder meine Kindheit zu mir sagen.

    Ich dachte viele Jahre lang, das sei bloß ein Missverständnis.
    Meine Mutter möchte mich natürlich lieben, sie kann's halt nur nicht so gut.
    Ich muss nur Geduld haben.

    Das war ein Irrtum. Sie möchte was sie immer schon wollte.
    Dass jemand dieses Loch ausfüllt, dass da irgendwo in ihr ist.
    Sie möchte die Kontrolle.
    Und Macht. Ich weiß auch, dass sie enttäuscht ist, dass sie beides nicht mehr über mich hat.
    So wie ich enttäuscht war, dass sie mich nicht einfach liebt.
    Das nenne ich Unvereinbarkeit.

    Das Denken kann man ausschalten mit allem was Geräusche macht. Mit zuhören. Das wolltest du ja eh üben. ;)

    Boxen?

    Bevor ich nichts mache, hüpfe ich halt durch die Wohnung wenn keiner da ist.
    Obwohl ich auch viel geboxt habe und es auch heute noch manchmal mache.

    Wünsche dir einen schönen Tag

    Hi Matthias,

    Wiederholung ist sogar die Mutter des Lernens. :D

    Ja, was könnte mich dazu bringen, wieder mit dem Saufen anzufangen.
    Ist irgendwie die Frage aller Fragen.

    Höchstens was, was ich nicht sehe. Irgendwas im toten Winkel.
    Das ist der Grund warum ich hier schreibe, denn was ich nicht merke, nicht sehe, seht ihr vielleicht.

    Ich werde tun was ich kann um nie wieder zu trinken, weil ich jetzt weiß was ich verliere, sollte ich es doch tun.
    Alles nämlich.

    Grüße und danke fürs Wiederholen

    Hallo Heinmück,

    da wo ich aufgewachsen bin, sagen manche heute noch das Mensch zu Mädchen.
    Ich wurde auch so genannt: " Das Mensch weint schon wieder. Ich werd dir gleich ein paar Watschen geben, damit du wenigstens einen Grund hast zu weinen."
    Oder sie haben mich einfach ausgelacht.
    Versus: " Ich bin ja so arm, ich hab nämlich einen Alkoholiker geheiratet und du Kind hörst mir jetzt zu, ich sag dir wie gemein der zu dir war, und du sagst mir was ich tun soll und tröstest mich. Und es wird Jahre dauern, bis du drauf kommst, dass ich nie daran dachte, wirklich zu tun was du sagst, sondern dass du nur mein emotionaler Mülleimer warst."

    Ich kann glaub ich also schon nachvollziehen, was du meinst.

    Aber eins weiß ich mit Sicherheit: Ich habe mein Herz noch.
    Ich kann fühlen. Hell und Dunkel, laut und leise, Schmerz und Freude, Rot, Grün, Blau, Elefant und Schmetterling, das Fallen eines Steines in den schier endlosen Abgrund und das Auftreffen des Schnees auf die Spitze des Berges.
    Mich wie ich dir schreibe, dich wie du mir schreibst.

    Es ist ihnen nicht gelungen, mich zu töten.
    Ich bin eine Überlebende. Darin liegt endlos Kraft. Kraft weiter zu machen.

    Ich kann meine Wut kanalisieren, ich kann sie darstellen auf viele Arten, ich kann sie auch unterdrücken.

    In etwa weiß ich auch, was ich nicht tun darf um mich nicht zu überfordern, in etwa weiß ich wie ich mich schützen kann vor Dingen die mir schaden.
    Ich denke, ich werde hier solange schreiben, bis ich es richtig kann.

    Fürchte dich nicht!
    Es gibt keinen Grund.

    Und Kung Fu schaut lässig aus.

    Grüße :)

    Ich nochmal :)

    Mir hat das sehr weh getan, mich von meinen alten Freunden langsam aber sicher zu verabschieden.
    Also von denen, die ich kannte seit ich 15 war. Die, die ich zu meiner Familie erklärte, weil ich's zu Hause nicht ausgehalten habe.
    Ich hab sie Brüder genannt und ich war stolz darauf sie zu haben.
    Später haben wir uns selten aber doch gesehen und ich fands toll, dass die wussten wo ich herkomme, dass ich nichts erklären musste und das eigentlich alles erlaubt war bis auf Stress machen.
    Dachte ich zumindest. Dann hab ich sie als ich nichts mehr trank noch vier Mal getroffen. Anfangs, als ich das was man mir hier geschrieben hat, nicht annehmen konnte, zb.
    Da hab ich dann bemerkt, dass sie nüchtern nicht mal in der Lage sind, mit einem Stäbchen einen Takt auf den Tisch zu klopfen, so gehemmt.
    Dass sie sich vor Konzerten abschießen, weil sie Angst vor den Menschen haben, die ihnen zuhören.
    Dass sie saufen, wenn ihnen ne Frau gefällt. Weil sie Angst vor einer Abfuhr haben.
    Und dass ich nicht so bin.
    Dass das auf einmal Stress macht, dass ich nüchtern Sachen kann, die sie nur zugedröhnt können.
    Und dass ich natürlich furchtbar gemein bin, ihnen das indirekt vor die Nase zu halten.
    Ich meine, sie waren sehr lange gut zu mir. Hatten immer tadellose Manieren mir gegenüber, weil sie wussten, dass ich das mag.
    Aber nichts desto trotz kommen sie nicht mehr vom Fleck, weil sie saufen oder keine Ahnung was noch machen.
    Es sind noch immer dieselben Räumlichkeiten in die sie gehen, es ist großteils dieselbe Musik die sie hören und es sind dieselben Geschichten die sie erzählen.
    Es ist normal, dass man weggeht, von seiner Familie, wenn man erwachsen ist.
    Nichts anderes habe ich gemacht.
    Ich bin erwachsen geworden. Und ich hab halt einfach kein Interesse daran, mich mein Leben lang im Kreis zu drehen, im Kreis, in dem in der Mitte eine Flasche steht.
    Ich hab noch was vor. Möchte noch was Neues machen, erleben, denken, kennen lernen.
    Ich behalte sie in guter Erinnerung meine Brüder.
    Aber sie sind kein Teil meines Lebens mehr.
    Als sie weg waren, ging auch eine neue Tür auf. Eine, die sich nie und nimmer geöffnet hätte, wäre ich geblieben.
    Meine.

    So.

    Grüße

    Hallo Lyni, willkommen hier.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass deine Gebete was nutzen.
    Denn wenn diese Männer dir den Alk nicht unter die Nase halten, laufen sie Gefahr ihr Spielzeug zu verlieren.
    Also was hätten sie davon, dass du nicht mehr trinkst?
    Nichts.
    Sie würden dich über kurz oder lang verlieren.
    Warum sollen sie dann aufpassen, dass du nicht mehr trinkst?


    Grüße

    Hi heinmuck!

    Oh ja genau Eminem.

    Ich denke wenn du denkst, dass Sport dir hilft dann hilft er dir auch.
    Das mit dem Fürchten, dass etwas Schlimmes passiert, wenn ich meine Gefühle rauslasse, das kenn ich auch.
    Eher von früher, weil ich mich schon lange mit dem Thema auseinandersetze, auf alle möglichen Arten.
    Gefühle, die können schon was, aber sie können nichts tun.
    Wut, Zorn und Hass töteten Menschen - das steht aus gutem Grund nie in der Zeitung.
    Menschen töten, nicht Gefühle. Alle Gefühle die es so gibt, spüren zu können, ist der beste Schutz vor was Schlimmen.
    Denn Menschen, die was richtig Schlimmes tun, sind vorher schon irgendwie innerlich abgestorben. Die spüren sich nicht mehr wirklich. Oder haben es noch nie.

    Was schwebt dir denn für ein Sport vor?

    Grüße :)