Danke euch noch mal.
Sich was Gutes tun, das ist manchmal gar nicht einfach.
Ich denke es ist mir gelungen, nicht über meine Grenzen zu gehen, bei mir zu bleiben.
Zu unterscheiden zwischen dem was ich in dieser Situation leisten kann, meine Aufgaben wahrzunehmen, zu erledigen, aber mich nicht im Leid der Anderen, in ihren Aufgaben zu verlieren.
Das ist gut.
Das ist Risikominimierung.
Weniger gut war, dass ich lange brauchte bis ich überhaupt auf die Idee kam, eine Freundin anzurufen.
Eigentlich zu lange.
Zu überlegen, was mir außerdem noch gut täte, außerhalb des Bereiches Essen und Trinken, und Arbeiten, war noch schwieriger.
Heraus kam: Am Fensterbrett einen Pflanzensamen einsetzen.
Neue Ordnung schaffen. Ein Kästchen freimachen für Hauben und Handschuhe und es auf den richtigen Platz stellen.
Tschüß überfüllte Garderobe.
Ordnung ist immer befreiend. Wenn sie bleibend ist. Oder neu.
Oder beides.
Ich schaffe also bei mir winzig kleine Freiräume, durch veränderte Strukturen und denke, dass ich aufgrund des Todes, der von jetzt auf jetzt die alte Ordnung, die alte Struktur zerstört hat, leichter neue Ordnung schaffen kann, in den größeren Bereichen in die ich involviert bin.
Im Gegensatz zu früher, wo ich einfach nur davon laufen wollte, weg von hier, weg von mir, mit Hilfe von Alkohol wenigstens für ein paar Stunden, bleibe ich dieses Mal einfach.
Diesesmal gibt es nichts Unerledigtes in der Vergangenheit. Die Trauer darf bleiben, denn es gibt keine Erschütterung des Fundaments. Kein ich fühle mich wie erschlagen, sondern ein: Mach aus dem was du bekommen hast, was du gelernt hast, etwas.
Gut war, dass ich auch aus Toccos Schicksal lernen konnte. Da habe ich gut aufgepasst, darüber nachgedacht als es noch nicht zwingend nötig war.
Ein Plus fürs Zuhören, fürs Mitgeteilt bekommen (!) und fürs Nachdenken ist das.
Also Extragrüße nochmal an dich Tocco, und auch an alle.
