Beiträge von Rhein

    Hallo RF,
    mh, nein, Wohnungseinrichtungen muessen nicht stylisch sein, es gibt da ja auch einfach nur ganz praktische hinweise, wie was zu stellen ist, was wie kombiniert werden koennte und was man evtl. als naechstes hinzukaufen koennte

    wenn man sich beraten laesst behaelt man ja trottzdem die kontrolle wie es laufen soll. oder laesst du dir sachen aufreden die du gar nicht willst?

    ja, ich erkenne den Wert vom sesshaft sein an, bei mir geht das beruflich nicht und ich bin froh aus den Umzuegen und den Wechseln viel positives zu ziehen - es ist wirklich so, der Mensch kann an seinen Herausforderungen wachsen.

    Rhein

    hallo RF:
    eine Frage dazu dass du schwierigkeiten hast dir die wohnung gemuetlich zu machen: wie sieht es mit dem wohnung finden, aussuchen, entscheiden aus?

    ich muss oefter umziehen und ich habe immer oefter schwierikgeiten mich fuer wohnungen zu entscheiden, zu fuehlen, dass ich in eine wohnung mich wirklch wohl fuehlen koennte, ob diese wohnung zu mir pqsst usw..

    gut, das wir verschiedene gruende haben, aber u.a. auch, dass ich glaube mittlerweile gar nicht mehr richtig sesshaft werden moechte. Aber auch, dass ich denke: wie um himmels willen soll ich eine wohnung mal wieder wohnlich kriegen?

    ich fuehle mich bei anderen leuten SOFORT wohl in deren wohnungen, komplett egal ob huih oder pfui, die wohnung von denen ist ja nicht meine. ich bewerte deren wohnungen auch nicht. aber bei meinen wohnungen und meiner eirichtung, da muss mal wieder alles perfekt sein, da muss alles aus einem guss sein. da ich aber oft umziehe wachsen meine wohnungen nicht "organisch" mit. ich weiss, ich ueberwerte das mit der wohnungseinrichtung und stehe mir damit selber im weg. ich weiss aber nicht woher das kommt.

    ich denke, man kann sich aber auch beraten lassen von freunden oder auch professionellen beratern f[rs wohnungeinrichten.

    bei mir ist so, dass ich glaube mit meiner wohnungseinrichtung meine Persoenlchkeit offenzulegen. deshalb z.B gibt es moebel bestimmter hersteller die sind horror fuer mich, weil sie mir so unpersoenlch vorkommen.
    Und dann denke ich, es sind doch nur gebrauchsgegenstaende. na ja, aus diesem Zwiespalt komme ich nicht raus.
    ich frage mich, ob ich hier auch einen bezug zu meiner co abhaengigen beziehung mit meinem alkohlkranken ex partner herstellen kann.

    Rhein

    Hallo RenateO,

    "Die Gefühlswelt von Frauen ist anders als die von Männern (ich sags mal so pauschal)und das machen sich Alkoholiker zu nutzen."
    Wie Du schreibst ist das eine pauschale Aussage, die ich dennoch zur weiteren Diskussion nutze.

    Es gab im co Abhängigkeitsbereich immer mal wieder die Feststellung, daß im Co Abhängigkeitsbereich weniger Männer als Frauen schreiben.

    Daraus kommt die Frage:
    - ist der %uale Anteil in der Gesellschaft von alkoholkranken Frauen geringer als der von Männern?
    - sind alkoholkranke Frauen weniger in Partnerschaften als Männer, so daß sich weniger Männer aus Co abhängig hier melden?
    - kriegen Männer in Partnerschaften mit alkoholkranken Frauen eher die Biege?
    - kriegen Männer in Partnerschaften mit alkoholkranken Frauen das eher weniger mit, daß die Partnerin alkoholkrank ist/haben Männer eine höhere Toleranzschwelle was sie ertragen können und werden daher gar nicht Co abhängig?

    Wenn ich mir die Beiträge im EKA Bereich ansehe stelle ich fest, daß - so mein Eindruck - dort die Beiträge ausgewogen von alkoholiker Müttern und alkoholiker Vätern berichten und von Partnerinnen und Partner, die das über Jahre mitgemacht haben. Rein statistisch aus diesem Bereich ließe sich nicht bestätigen, daß Männer weniger zu co Abhängigkeit neigen.

    Was meint ihr?
    Rhein

    Hallo Klarheit,

    was nützt einem der Vergleich mit anderen Menschen wenn das eigene Glück mit einem anderen Menschen auf eine Illusion aufgebaut zu sein scheint?

    Das Traurig sein schmerzt, ich fühlte mich alleine, betrogen, belogen, ungläubig. Aber ich sah, die Beziehung mit einem Alkoholiker war zu einer Illusion von einer ordentlichen Beziehung geworden.

    Vor kurzem hast Du geschrieben, daß Du inzwischen auch ganz gut ohne ihn kannst.
    Ja, das sind die Hoch und Runterphasen. Ich glaube, das gehört dazu, zur Entwöhnung eines Co Abhängigen.

    Du hast zu Beginn September geschrieben, daß jetzt etwas in Richtung Co Abhängigkeit losgeht und was von einer SHG, die Dir erst nicht so gefallen hatte aber dann schriebst Du, die SHG sei jetzt doch wichtig.
    Hast Du in diese Richtung bereits etwas für Dich getan? Hast Du Dir Hilfe und Unterstützung geholt? Wie geht es Dir körperlich?

    Rhein

    Hallo klarheit,

    mir hat das damals auch geholfen: sich vorzustellen, wie Situation sein könnten, mit und ohne dem alkoholkranken Partner. Und dann bei den Situationen die man sich ohne den Partner vorstellt sich diese positiv vorstellen zu können. Das war zu anfang gar nicht einfach, sich ohne den Partner zu sehen und sich das zu gestatten.
    Schön finde ich daher die Ergänzung von Melinak mit der dritten Vision, der Positivversion ohne Partner.

    Sei stark und erlaube Dir Dir ein Leben ohne Deinen Partner vorzustellen, in Alltagssituationen und auch längere Momente, wie einen Urlaub, wie eine Wohnung ohne ihn, gute und schlechte Zeiten ohne ihn, Besuche bei Freunden ohne ihn. es ist schwer sich das vorzustellen, denkt man nicht: Liebe für immer, was auch immer kommen mag? man kann ihn doch nicht im Stich lassen, er meint es doch gar nicht so und überhaupt: es ist doch der Alkohol der ihn fremdbestimmt und er ist es gar nicht selber, der handelt.
    wirklich? Wir sind für unser handeln seber verantwortlich, der Alkoholkranke und der co Abhängige. Sich zu gestatten ein gesünderes, zufriedeneres Leben zu leben, sich zu erinnern,daß das es soetwas schon mal gab - ein Urlaub mit Blick auf das Meer, unbeschwert, rein, in tiefen Zügen die frische Luft, ohne sich rechtfertigen zu müssen, ohne sich schwarz und weiß Denken des Partners auszusetzen, sein zu dürfen - sich schöne Versionen eines Urlaubs vorzustellen und daran zu arbeiten wie man das erreichen kann - das ist ein guter Gedanke.

    Rhein

    Hallo Mitzu,

    ja, es stirbt jedesmal etwas bei, wenn die eigenen Bemühungen dem Partner die Wertschätzung zu zeigen nicht gewürdigt werden.

    Und das, so wie du es beschreibst, war dein Verhalten grundsätzlich vollkommen normal, ein Geschenk vorzubreiten, dem Partner bei der Vorbereitung der Feierlichkeit zu helfen. Dein Verhalten ist da normal. Vielleicht hattest Du vorher schon gedacht daß es so verlaufen könnte wie es nun verlaufen ist. Du bist vielleicht etwas in Deiner Ahnung bestätigt worden. Das fand ich bei mir irgendwann das problem: daß ich trotz schlechter Ahnung noch "normal" handelte. Mit jedem weiteren respektlosem Handeln mir gegenüber, nicht Würdigung meines normalen Verhaltens ihm gegenüber - immer verschwand etwas, wurde etwas in mir kaputt gemacht. Nicht nur die Beziehung wurde stück für Stück kaputtgemacht, auch ich ging Stück für Stück kaputt. Ich hatte Glück, daß ich das irgendwann schmerzhaft realisiert hatte. Wahrscheinlich bist Du noch nicht soweit, wenn Du Glück hast kommt Dein Tiefpunkt irgendwann, dann wenn Du nicht mehr weiterkannst. Für diesen Moment wünsche ich Dir jetzt schon viel Kraft. Die Frage ist, muß es erst zu diesem Tiefpunkt kommen. Bei co Abhändigen Menschen geht es wohl nicht anders. Das zeichnet den Co Abhängigen wohl aus.

    Paß auf Dich auf
    Rhein

    Hallo Melinak,

    - als ich mich distanzierte weil mein Partner ein Alkoholproblem hatte und ich dadurch zu meinem Tiefpunkt kam fühlte ich mich nicht schuldig, daß ich mich distanzierte. Das war überlebenswichtig für mich, ich war endlich wieder prioritär.
    - jetzt, nach einem Jahr, da er nun einen Entzug gemacht hat, eine Kurzzeittherapie bevorsteht, will er das Band zwischen uns wieder verstärken und mit mir wieder zusammenkommen. So, da viel es mir schwieriger mich zu positionieren. Es gab nicht mehr den äußeren Grund "Alkohol" und was damit verbunden war sondern die Frage: liebe ich ihn noch, kann ich ihm noch vertrauen. Also eher "weiche Merkmale" die ich prüfen muß. Wie kann Liebe vergehen? damit habe ich jetzt eher schwierigkeiten, vielleicht zu gestehen, daß Liebe vergehen kann. da fühle ich mich dennoch nicht schuldig. nein, schuldig habe ich mich bei dieser Beziehungn nicht gefühlt, bei keinem meiner Rückzüge.

    Gruß
    Rhein

    hallo,
    ich habe nach fast genau einem Jahr des Abstands von meinem Ex seit zwei Wochen wieder engeren Kontakt mit meinem Ex. Dies, seitdem er bei seiner Ärztin war und sich zur Alkoholkrankheit bekannt hat, jetzt im Entzug ist und dann wohl eine ambulante Therapie macht: sprich: er sich um seine Krankheit kümmert.

    Ich bin unentschlossen, ob das gut für mich ist, was ich wirklich von ihm wollen will, ob ich vielleicht nur reagiere und nicht agiere. da ich selber im Umbruch bin (Umzug weit weg) kann ich andererseits selber Stabilisierung gebrauchen, jemanden der mich umarmt.

    Ich weiß nicht wie es jetzt weitergeht so mit mir und ihm, aber das ich da jetzt wieder tiefer reinrutsche sehe ich im Moment nicht, da ja auch wegziehe.

    Rhein

    Hallo Broti,
    willkommen!
    ja, wenn man die vielen Berichte liest findet man viele Parallelen. Das hilft einem dann einzuschätzen, wo man steht und wie die weitere Entwicklung in der eigenen Partnerschaft mit dem alkoholkranken Partner verlaufen könnte.

    Ich habe mich gefreut, wenn ich im Zusammenhang mit meiner Co Abhängigkeit und dem Alkoholproblem meines Ex Partners Wut empfunden hatte. Das tat so gut, wütend sein, rumjammern. Das befreit und man nimmt wieder Kontakt mit dem Bauchgefühl auf. Den Zugang zu den eigenen Gefühlen hatte ich als Co Abhängiger recht weit verloren.

    Das mit dem Türen aufmachen und Schuhe zubinden - wissen ist eine Sache, es machen eine andere. Wenn es nicht nur weißt sondern auch machst - das würde mich für Dich freuen.

    Rhein

    Hallo Faithfully,

    ich wünsche Dir eine gute Zeit in Deinem Wellness Urlaub. Das hast Du Dir verdient. Viel Erfolg beim Abschalten und Entspannen!

    MaryLou: finde ich gut, was Du geschrieben hast. Das zeigt Du bist übern Berg, was Deinen Ex Partner betrifft.

    Rhein

    Liebe Frau,

    das ist eine gute Nachricht! Toll, daß Du das geschafft hast, war ja alles nicht so einfach mit der Wohnung und den ganzen Umständen!
    Alles Gute für die nächste Zeit in der neuen Wohnung, gute erste Nächte.
    Rhein

    hallo,

    habe mich nunmehr, obwohl ich bereits seit so ca zehn Monaten im offenen Forum bin und im offenen Bereich vieles geschrieben, bearbeitet und erkannt habe, entschlossen, doch mal in den "geschlossenen" Bereich zu wechseln. Bin gespannt welche Möglichkeiten es dort gibt und wie ich diese wahrnehmen kann. fühlt sich noch etwas komisch an. Werde sicher auch weiter im offenen Bereich lesen.
    so long
    Rhein

    hallo leacologne,

    ich war auch so wie du zwei Jahre mit meinem Partner, der ein Alkoholproblem hat, zusammen. Ebenso führten wir eine Art Wochenendbeziehung.

    im forum scheints mir sind fälle eher so, daß die Partner zusammenleben und der Co Abhängige unter dem Alkoholkonsum des Partners in ganz praktischen Alltagsfragen leidet. Du und ich haben unter diesen alltagsbedingten Problemen des Alkoholabhängigen nicht so sehr zu leiden gehabt, eher unter Beleidigungen, unsachlichen Telefonaten/SMS, Schuldzuschreibungen, Herabwertungen.

    Dennoch: auch wenn man nicht zusammenlebt kann ich sehr wohl co abhängig sein.

    Ich war damals bei einer Alkoholberatungsstelle und habe mich dort als Angehöriger beraten lassen und sprach dort an mich für die Teilnahme an einer Co Abhängigengruppe zu interessieren. Die Beraterin sagte mir, daß man in Co Abhängigenselbsthilfegruppen insbesonderen Co Abhängige antreffen würde, die eben mit ihren Partnern zusammengelebt hätten bzw noch würden und im Rahmen dieses Zusammenlebens mit dem Co Abhängigen Dinge erlebt hätten, die wir als in einer Entfernungsbeziehung lebenden Co Abhängigen so in der Regel nicht erlebt hätten. Die Beraterin gab daher zu bedenken, daß ich in einer "klassischen" Co Abhängigen Selbsthilfegruppe vielleicht nicht ganz richtig sein. Ich glaube, damit könnte sie recht haben. Dennoch habe ich nach wie vor das Bedürfnis mich auszutauschen und finde daher interessant von Dir zu lesen, da Du eben auch zwei Jahre eine Entfernungsbeziehung mit dem Alkoholpartner hattest.

    Schätze Dich glücklich, daß Du seine Art zu kommunizieren mittlerweile besser einschätzen kannst; daß Du erkennst wenn er unsachlich wird (und daß das dann nichts mit Dir zu tun hat), daß du erkennst daß die SMS mit großer Wahrscheinlich keit unter Alkoholeinfluß geschrieben wurde, daß Du seine Denkmuster kennst (und somit nicht mehr so schnell darauf hinfälltst und Du somit den ersten Schritt tust nicht in co abhängiges Verhaltensmuster zu verfallen.

    Du hattest in einem früheren Post geschrieben, daß Du seine 'Entschuldigung nicht annehmen wolltest. Das ging mir auch mal so, die Entschuldigungen schienen mir nur noch leer, ohne jede Erlärung.

    Du schreibst du hast den Kontakt erneut abgebrochen. In einem früheren Post schreibst du, daß ausgerechnet er sich von dir getrennt hat und nicht du dicih von ihm.
    Du hast natrülich jetzt die Chance das auszugleichen und Dich, nachdem ihr jetzt zwischendurch wieder irgendwie zusammenkamt von ihm zu trennen. letztlich denke ich aber ist es nicht wirklich wichtig wer sich zuerst trennt.

    vielleicht findest du eine Co Abhängigengruppe in einer Nachbarstadt wenn Dir das an Deinem eigenen Wohnort zu eng wird und Du Überschneidungen befürchtest (was ich nachvollziehen kann).

    und überhaupt: ich kann das verstehen, daß Du mit ihm wieder zusammengekommen bist. Man kann es als Rückfall Deinerseits sehen. Die äußeren Bedingungen (LZT) schienen ja auch nicht allzuschlecht. Ich kann nicht ausschließen, daß ich mit meinem Partner auch nochmal zusammenkäme wenn sich dafür eine Gelegenheit bieten würde...

    Ich wünsch Dir Alles Gute
    Rhein

    hallo mischa30,

    ich hatte mal einen thread eröffnet zum thema Bedeutung S exualität in der Beziehung zwischen Co Abhängigen und Abhängigem. Vielleicht willst Du da mal nachlesen (Du schreibst, daß es Dich noch bei ihm hält weil es in der Kiste gut klappt, was ja so erstmal eine schöne Sache ist).
    Wenn ich so zurückdenke hat sich im Sex zwischen ihm und mir auch irgendwo irgendwie ein Muster Co Abhängigkeit gezeigt, also ich meine Beziehungsstörungen die es im Alltag gab auch dort wiedergespiegelt.

    ich kann verstehen, daß Du diesen Traum, der sich sogar mit einer Heirat, was Du ursprünglich so für Dich nie vorgesehen hattest, manifestiert hat, nicht aufgeben willst. Es ist aber so, daß man wenn man in eine Sache hineingegangen ist es meistens einen Weg heraus gibt. Sich vorzustellen, eine Ehe aufzulösen, nach außen hin die Fassade aufzugeben, zu prüfen und evtl. zuzugeben, daß man die letzte Zeit in einer Illusionsblase gelebt hat, das ist sehr schwer. kann ein so gut aussehender Mann wirklich ein solches Problem haben und ist es wirklich möglich, daß dieser gutaussehende, potente Mann gegen DIESES SEIN Problem nicht in der Lage sein wie ein MANN zu handeln und sich und die Familie zu schützen? Da will man sich schon ganz sicher sein, wenn man an Trennung denkt, kann ich verstehn.

    Bist Du Dir sicher? Was kann Dich sicher machen?
    guck wie es Dir geht, was das alles mit Dir macht, wie es Dich verändert. Laß Dich von einer Alkoholberatungsstelle beraten, teile Ihnen Deine Beobachtungen zu seinem Alkoholkonsum mit.

    Denkst Du Du mußt Dich gleich ganz von ihm trennen? wie wäre es mit einer Kontaktsperre über zwei Wochen und dann vielleicht nochmal zwei Wochen, damit Du einen klareren Kopf bekommst. Du gehst zu einer Freundin, Familie für diese Zeit?

    ein Kontaktsperre führte mich wieder mehr zu mir selbst, dauerte alles sehr lange bis ich wieder bei mir angekommen war. ob ich jetzt glücklicher bin (monty schrieb so)? mh. Bei mir ist durch den Tiefpunkt einiges aufgebrochen, was ich mir ansehe, immer wieder kommt etwas Neues hoch, alles dadurch, daß ich im Rahmen der Partnerschaft mit dem Alkoholabhängigen meinen Tiefpunkt erreicht hatte. Was ich im Nachgang an Erkenntnissen zu meinem eigenen bisherigen Leben aufdecke ist nicht leicht ins Auge zu schauen. Und trotz allem fehlt mir ein Partner und manchmal bin ich traurig, dann denke ich: warum konnte ich das mit ihm nicht länger aushalten, dann hätte ich jetzt einen Partner. Na ja, dann wäre ich noch stärker in die Dynamik reingerutscht und die Probleme ließen sich in der Partnerschaft leider nicht klären. Was ich sagen will: wenn man sich trennt geht es einem mittelfristig wieder besser weil die Probleme mit dem Ex Partner nicht mehr alltäglich sind, auf dem Heilungsprozeß kann man auf Erkenntnisse des eigenen bisher gelebten Lebens stoßen die stark fordernd sein können.

    Ich wünsch Dir Alles Gute, guck daß es DIR gut geht.

    Rhein

    Hallo Mischa30,

    Zu den Leberwerten: mein Partner hatte sich auch mal die Leberwerte geben lassen, waren ohne Befund. das hieß für ihn: guckt her, ist doch alles i.O..
    Ich hatte ihm nicht schlechte leberwerte gewünscht damit er schwarz auf weiß hat, daß er ein Alkoholproblem hat. Er hatte zuvor schon zugegeben, ein Alkoholproblem zu haben. Klar, wer will schon gerne ein solches Problem haben und wenn dann die Leberwerte i.O. sind kann man sich des Problems ja wieder freisprechen.

    Vielleicht läßt Du Dich von einer Alkoholberatungsstelle beraten wie das mit den Leberwerten zu sehen ist. Je nachdem was für eine Ärztin das ist welche deinen Mann behandelt fehlt ihr vielleicht weiteres Wissen um Alkoholismus ob/zu wann/unter welchen Bedingungen Leberwerte ein Alkoholproblem wiederspiegeln und wie weit fortgeschritten das Alkoholproblem dann schon sein muß damit überhaupt es erst zu einer Leberbeeinträchtigung kommt.

    Und, kommt es nicht darauf an, wie Du Dich mit seinem Alkoholkonsum fühlst? ich habe meinen Partner gesagt: ich will keinen Partner mit Alkoholproblem. Das er ein Alkoholproblem hatte, dafür brauchte ich als Nachweis keinen Lebertest, der das bestätigt.

    Rhein

    Hallo Boehmi,
    ich finde Dein Vorhaben Sport zu treiben wirklich toll. Es hilft die Woche/Tag zu strukturieren, macht den Kopf frei, frische Luft, man kommt aus der Bude raus (wobei das oft das Problem ist, den A....hochzukriegen), man kann Grenzen austesten und Ziele erreichen, man gewinnt an Kondition und verliert auch Gewicht.

    hast Du Dir schon überlegt, mit wieviel Strecke Du anfangen willst? zu Anfang 2 km mit Gehpausen, dann Steigerung? hast Du eine schöne Strecke im Blick die Du laufen würdest wenn Du 5km, 7 km durchlaufen könntest? Mir ist wichtig eine schöne Strecke zu haben, d.h. im Grünen, vielleicht außerhalb des Ortes, an einem Fluß, in einem großen Park.

    Du darfst Dich nach dem Laufen auch belohnen, mit einem schönen Film, einer schönen Dusche.

    Bei Dir ist die wunderschöne Eifel in der Nähe. Leider kostet der Zug dahin wieder Geld, dort könntest Du wandern, macht auch fit, ist aber was anderes als Joggen.

    Ich fand bisher immer, daß es sich bei mir gelohnt hat wenn ich den inneren Schweinehund überwunden hatte und dann tatsächlich joggen gegangen bin.

    ob zu Anfang gleich ein Joggingpartner gefunden werden kann, mh. der oder die müßte ja auch Anfänger sein.
    Ich bin lange alleine gejoggt bis ich vor zwei Jahren anfing mit einem Freund zu joggen und zu meiner Überraschung läßt sich beim joggen hervorragend reden (ich dachte immer das geht nicht mit der Atmung, falsch gedacht).

    Viel Erfolg und überwinde den Inneren Schweinehund!
    Rhein