Hallo!
@ Melinak: sicher, das Lesen zwischen den Zeilen geht in Sekunden(Bruchteilen). Wenn ich an die Übung in der Fortbildung zurückdenke, so konnte ich die vorgegebenen Sätze nicht zwischen den Zeilen lesen, weil es eben nur ein Satz war, ohne konkreten Hintergrund. Ich denke, daß ich wohl auch in diesen Sekundenteilen nicht schlecht zwischen den Zeilen lesen kann, hab mir das so nochmal überlegt.
Vielleicht konnte ich das sogar auch mehr oder weniger in der Partnerschaft mit dem Alkoholpartner, nur daß ich das, was ich meinte zwischen den Zeilen erkannt zu haben, verleugnet hatte. Ich nahm es wahr, es paßte mir jedoch nicht, ich drückte es weg oder versuchte es intellektuell positiv umzusteuern, da mich das, was ich zwischen den Zeilen was mein Partner sagte, verunsicherte.
@ Lindi:
danke für den Hinweis, daß mehr das was das Gesagte in mir auslöst wichtig ist und nicht wie ich es verstehe. Das stimmt! Ich dachte bei meinem Ex Partner, ich könnte seine Bemerkungen, die ich zu Beginn länger nicht einordnen konnte, einfach intellektuell deuten, klären und meine Gefühle könnte ich davon separieren. Nein, das klappte nicht und kann ich auch keinem raten. Insofern, ja, hätte ich schon eher meinen Gefühlen bei Gesprächen mit ihm vertraut sowie meine Gefühle besser wahrgenommen und auf sie gehört (!) hätte ich vielleicht zu einem früheren Zeitpunkt anders gehandelt.
@ nici: hatte auf einer anderen Fortbildung in Sachen Kommunikation vermittelt dieses Theoriemodell vermittelt bekommen, daß jede Aussagen in vier Richtungen verstanden werden kann. D.h. eine Aussage kann vom Absender an das: - Beziehungsohr, - Appellohr, - Sachohr und noch irgendein Ohr gerichtet sein. Das Modell soll helfen, daß man die Aussage besser zuordnen kann. Sozusagen eine Interpretationshilfe. Tagtäglich könnte ich das Modell nicht anwenden, vielleicht hilfts ja wirklich in Konfliktsituationen.
@ Speranza: ich hätte gerne Deine Ausbildung und Deine Fähigkeit (sag ich jetzt mal so).
Ja, direkt nachfragen, damit habe ich keine Probleme. Aber das macht erst dann Sinn, wenn ich merke, daß ich etwas falsch verstanden habe könnte. Dann ist es mitunter schon zu spät, die Situation hat sich entwickelt, Entscheidungen wurden getroffen.
In der Fortbildung sagte ich in einem bestimmten Zusammenhang: ich würde es nicht mögen, wenn andere Menschen ihre Wünsche in mich hineinprojizieren.
Die (sehr nette und gute) Leiterin sagte darauf hin: Sie scheinen ein großer Individualist zu sein.
Ja, ist wohl so, fand ich früher bestätigend und aufwertend wenn man mir das sagte, heute scheints mir als leide ich mitunter darunter.
Rhein