Beiträge von Rhein

    liebe Speranza,

    du schreibst
    "was das Bauchgefühl gegenüber meinem Partner anging habe ich mir immer eingeredet dass unsere Beziehung normal wäre wie andere Beziehungen auch."

    verstehe, jetzt weiß ich was du meinst. auf die Idee kam ich gar nicht, daß eine co ab / alk partner BZ von Co Ab seiten als normalBZ gesehen werden könnte. Ich für mich wußte, daß da was nicht stimmte, seis bei mir oder bei ihm, mit uns, es war ein ständiger innerer kampf, als normal empfand ich das nicht, hatte es dennoch mitunter als zeichen von liebe mißgedeutet.

    d.h. bei mir wars eher umgekehrt als bei dir.
    Du=BZ als normal eingeschätzt obwohl sie das nicht war = Deine Gefühle sagten Dir aber, da stimmt was nicht;
    ich= BZ (ab einem bestimmten Punkt) nicht als normal eingeschätzt = meine Gefühle drangen aber nicht zu mir durch

    im Ergebnis kamen wir beide zu unserem jeweiligen Tiefpunkt.

    LG
    Rhein

    hallo,
    als Co Ab darf ich dazu sicher auch einen Beitrag leisten:
    Sauffeste: ich kenne folgende und habe auch ebensolche besucht:
    - Weinfeste
    - Osterfeuerfeste (mit eher reduziertem Saufcharakter)
    - Christopfer Street Days
    - Karneval (und damit zusammenhängende Feiern)

    Ich liebe Weinfeste, die Verbindung zur Natur, "Brauchtumspflege", bin selber dabei das eine oder andere mal mehr oder weniger abgestürzt; mit meiner Co Ab Erfahrung
    sehe ich das jetzt etwas kritischer, auch gerade die um einen herum sich betrinkenden Leute, die sehe ich jetzt in einem anderen Blickwinkel und frage mich, ob die oft soviel trinken, interessieren mich dann aber weniger als meine Freunde, mit denen ich unterwegs bin und da mache ich mir dann schon mal den einen oderen Gedanken;

    - Christopher Street Day: beim letzten von mir besuchten CSD in einer großen WDeutschen Stadt war ich geschockt von dem Meer leerer Flaschen auf dem ganzen Terrain; das war kurz vor dem Tiefpunkt mit meinem Partner; da kam an diesem Tag viel schlechtes zusammen; für mich ist die Sauferei dann Kommerz und wieder mal gesellschaftlich akzeptierte ZuVielSaufen in der Öffentlichkeit; ich war abgeschreckt;

    - Karneval: war leider letzten Rosenmontag selber betrunken mit Filmriß.

    wenn ich was an diesen festen nicht gut finde, ist, daß an dem Alkohol Verkauf ziemlich viele Leute dran verdienen einschließlich der Verwaltungen und das die Folgeschäden (wie zB. beim Co2 Ausstoß) nicht berechnet werden.

    Ich als Co Ab vermeide solche Feste nicht, versuche in der letzten Zeit an solchen Orten mit massenweisen Betrunkenen die Leute mehr zu beobachten um so äußerliche Kennzeichen des Betrunken Seins als auch der Betrunkenen aufzunehmen, vielleicht lerne ich da ja daraus und das kann mit dazu beitragen, daß ich mir als nächsten Partner keinen mit Alk Prob auswähle... (wenns so einfach wär)

    Rhein

    hi monty,

    nur kurzer Einwurf: Du willst jetzt keinen Wettbewerb eröffnen, wer den tiefsten Tiefpunkt hatte, wer behaupten darf WIRKLICH seinen oder ihren Tiefpunkt erreicht zu haben und wer das vielleicht behauptet aber den Tiefpunkt trotzdem nicht erreicht hat usw. usf., oder?

    Rhein

    Im letzten Kirchenbrief stand (abgeändert, teilweise in eigenen Worten um nicht zu zitieren):
    "Laß Dir an meiner Gnade genügen, Meine Kraft ist in den Schachen mächtig"
    es geht dann im weiteren darum, daß: Besiegte können zu Siegern werden; ja sagen zur Schwäche weile diese ebenso zum leben gehört genau wie die Stärke und Christus für das Ganze des Lebens steht; daß die "Sieger" nicht mehr Wertschätzung verdienen als die "Besiegten"; wenn wir erkennen, daß Menschen in ihrer Schwäche genauso wertvolle Menschen sind wie starke Menschen kann das wieder zu ihrer Gesundung führen; ohne Schwache und die Schwächen ist das Ziel des Lebens nicht erreichbar da Eigenschaften wie Duldsamkeit, Schmerzempfinden, Ruhebedürftigkeit, Bedürftigkeit sich zufrieden zu geben nicht stattfinden würden. Die Kraft Christi wirkt auch im schwachen.

    So, daß paßte für mich heute. Mein praktischer Bezug zur Kirche und zum Glauben, zum Glauben und zur Kirche ist seit schon einiger Zeit vor meinem Tiefpunkt weniger geworden, auch mit aufgrund meiner Co Ab zu meinem Partner, weil ich mir das nicht mehr gönnte auszuleben. Vielleicht werde ich auch in diese Richtung mal wieder aktiver werden.

    chaqun à son goût.
    Rhein

    Liebe Melinak,

    ja, das hätte ich zu meinem Tiefpunkt nicht vermutet, daß, wie du schreibst:"nun die arbeit an sich und der coabhängigkeit ist ja eine ganzheitliche. du änderst dich als mensch, wirst dir immer bewusster. das geht also nicht nur in richtung partnerschaft sondern es betriff auch alle anderen lebensbereiche."

    das ist spannend, verunsichert, ...und ich dachte ich sei schon "erwachsen" und "reif" und "fertig". Haha, selten so gelacht, seufz.

    Es gibt ja in anderen Threads gerade Stränge zum Thema Psychotherapie (o.ä) notwendig oder nicht, mit oder ohne usw. usf.. Ich will hier jetzt um Himmels willen die Diskussion hierher verlagern oder neu eröffnen, sage aber zu mir, daß ich bis zu meiner jetzigen Aufarbeitung meines Co Abs und meines Tiefpunkts und was damit verbunden war soweit sogut oder soschlecht, wer weiß, ohne Psychotherapie aber mit Therapeutischem TAnzen, drei Gesprächsstunden bei der Diakonie, Meditationsseminaren und Gesprächen mit Freunden gebacken bekommen habe. Wie gesagt, der Weg ist noch weit. Da sich die Fragen nun auch weg von der Partnerschaft mit dem Co Ab hin zu anderen Fragen meines Lebens auffächern und ich die weiteren Erkenntnisse auch mal abgleichen möchte und dazu irgendwann vielleicht Freunde, Seminare, Diakonie nicht mehr zur Verfügung stehen, begrenzt sind kann ich nicht ausschließen, auch in Hinsicht auf die sich so ansammelnden Themchen hier und da auf dem Weg meiner 'Co Ab Aufarbeitung, später mal (weil es jetzt und die nächste Zeit aus xyz Gründen NICHT möglich ist) ins Auge zu fassen. Das ist eine beruhigende Aussicht, daß ich mich mit den Punkten dann und wann mal an jemanden wenden könnte.

    Rhein

    Hallo Gollum,

    ich wünsch Dir Ruhe und Kraft für die nächsten Tage!
    Hat Deine Frau den Notartz gerufen?
    Hast Du dem Chefarzt und der Psychologin von Deiner persönlichen, häuslichen Situation berichtet?
    Wirst Du Dich noch nachbeobachten/checken lassen?
    Ich vermute Du wirst Dich damit befassen, was der Auslöser war, daß Du in diesen Zustand gekommen bist. Wenn ja, dann viel Erfolg. Vielleicht ist sowas ja auch ein Schutzsignal des Körpers, der Seele, damit man vor Ärgerem bewahrt bleibt.

    Alles Gute, Ruhe, Ausgeglichenheit, die Ärzte werden wohl Empfehlungen gegeben haben.
    Rhein

    Hallo Speranza,

    Du schreibst
    "Mein Bauchgefühl und mein gesunder Menschenverstand war schon da ich habe bloss nicht darauf gehört und nicht meinen Gefühlen vertraut."

    Wie bist Du mit Deinen Gefühlen umgegangen, wenn 'Du Ihnen nicht vertraut und nach ihren Appellen (so würde ich es mal nennen; denn die Appelle, also die Botschaften deiner Bauchgefühle waren Dir zu dem Zeitpunkt - so verstehe ich das - ja klar) gehandelt hast?

    Worin haben diese Gefühle denn dann gemündet?

    Gruß
    Rhein

    Nachtrag zu meinem Posting weiter oben:
    ich schrieb, daß ich nocht nicht wieder auf alter Höhe sei was meine Gefühlrswahrnehmung betrifft.

    was ist die alte Höhe? mh, es kann ja nicht um die Höhe (d.h. Menge) der Gefühlswahrnehmung gehen sondern darum, ob ich "gesund" (ich weiß, gewagt) fühle, ob meine Gefühle unter Einbezug der richtigen Informationen und Wahrnehmung und Interpretation dieser Dinge erwachsen oder ob ich in meinen Gefühlen fern von der Realität bin was ich für mich (auch gewagt) als ungesund bezeichnen möchte.

    Ich werde somit also nie wieder wie vorher die alte Gefühls Höhe weder unter Menge noch Qualitätsaspekt erreichen, weil ich ja durch meine Probleme die letzten sieben Monate mich weiterentwickelt habe.

    Ich streiche somit den Satz von wegen Gefühle in der alten Höhe wieder zu erreichen.

    Rhein

    Hallo Melanie,

    zum Zeitpunkt meines Tiefpunkts und auf dem Weg dahin war ich von meinem Bauchgefühl, von meinen Gefühlen überhaupt weit entfernt.

    D.h. ich hatte von Tag zu TAg hin zum Tiefpunkt im Hinblick auf meinen Partner immer stärkere Schwierigkeiten zu fühlen, was ich empfinde, daß ich überhaupt empfinde, daß wenn ich etwas empfand daß ich mir eingestand das überhaupt fühlen zu dürfen, meine eigenen Gefühle nicht zu verurteilen, nur weil ich mich in den letzten Zügen manchmal doch noch versuchte wichtig zu nehmen, was ich schon fast nicht mehr gewohnt war. Mein Problem war dann dazu, daß wenn ich etwas fühlte, daß die Leitung zum Gehirn immer länger wurde. D.h. ich fühlte noch etwas und brauchte Stunden, Tage, um ein schlechtes Gefühl in Worte fassen zu können. Dann war es natürlich zu spät zeitnah oder überhaupt zu reagieren. D.h. Gefühle waren kaum wahrnehmbar und wenn nur als belastend und wenn fehlte die intellektuelle Umsetzung um das dem Partner gegenüber überhaupt ausdrücken zu können.
    Da ich das nicht konnte konnte ich mich auch nicht abgrenzen.

    Ich arbeite nach wie vor an der Wiederherstellung meiner Gefühlswahrnehmung, Tanztherapie, Meditation, Sport, Achtsamkeit. Ich bin noch nicht wieder ganz auf alte Höhe, auch mein Zuvertrauen in meine Menschenkenntnis ist noch nicht wieder ganz wieder da.
    Ich hatte früher jahrelang in meine Intiution, Menschenkenntnis vertraut, ohne zu hinterfragen. Da bin ich jetzt vorsichtiger weil etwas verunsichert. Mal schaun.

    Rhein

    Hallo,
    jetzt auch mein Senf:

    Leute (zB Co Abs) die sich hilfe und ratsuchend an einen Psychologen/therapeuten wenden sind weder bessere noch schlechtere Menschen. D.h. ich sehe das wertfrei.

    es gibt Leute, die wenden sich eher, andere später -sagen wir wenn man sich auf einer Glücklichkeitsskala von 1-10 einordnet werden manche vielleicht "schon" bei 5, andere erst bei 0,5 - also kurz vor knapp - sich hilfe und ratsuchend an eine entsprechende Stelle.

    warum wendet sich einer "eher", ein anderer "später" an einen Psychologen/Theratpeuten? Tja, so als Co Ab wäre meine Antwort: ich wende mich eher später an einen Psychologen/Therapeuten, weil ich leidensfähigkeit schon lange gelernt habe und einiges aushalten kann (bzw. glaube dies zu können) als andere, weil ich es nicht wert bin mir eine Hilfe zu holen, weil ich Schmach habe, weil ich denke wenn ich mich an einen solchen Menschen wende pathologisiere ich mich selber und gebe zu ich bin wahrscheinlich krank, psychisch krank, komme mit diesem Eingeständnis nicht zurecht; Schwellenangst.

    ob es ein Maßstab ist, daß es nun Zeit ist sich an einen Psychologen zu wenden, wenn man denkt immer wieder mal denkt den Wagen an den nächstem Baum zu setzen, kann ich nicht sagen. Ich denke jedoch, daß es Selbstmordgedanken unterschiedlicher Art, Stärke, gibt. Ich für mich sage daß ich glaube, daß es normal ist für Leute wenn man auf dem Bahnhof ist auch mal daran zu denken, wie es wäre jetzt vor den Zug zu springen. Für mich ist das manchmal ein automatisscher Gedanken, der mir aber nicht viel Angst macht. Das jetzt nur ein Exkurs zu Melanies Hinweis, daß ihre vor den Baum fahren Gedanken der Mo,ment waren sich Hilfe zu holen (wenn ich das richtig verstanden habe).

    Lohnt sich ein Gedanke in dieser Diskussion zwischen Notaufnahme im Landeskrankenhaus/Psychatrie in einem akuten psychologischen Notfall mit Selbst/Fremdgefährung und sich an einen Psychologen/Psychotherapeuten wenden mit dem entsprechenden Vorlauf (so wie ich mir den vorstelle).
    D.h.: ich finde es beruhigend im Notfall bei einer psychatrischen Klinik um Einlaß anzuklopfen wennes aus eigener Kraft jetzt NICHT mehr geht. Einen Psychotherapeuten aufzusuchen wäre für mich eine Riesensache, was ich evtl. überbewerte. Die Beraterin bei der Diakonie sagte mir damals, als ich meinte ein Besuch beim Psychotherapeuten hätte was von pathologisch für mich, ich könnte einen Psychotherapeutenbesuch auch als Wellness sehen, Psychowellnes.

    Es gibt wie so oft nicht nur den einen Weg, insofern glaube ich kann man in dieser Diskussion nicht von falsch oder richtig sprechen sondern von hilfreich und nicht hilfreich. Das kann nur jeder für sich herausfinden . Für den einen ist Tanztherapie, Meditaionsseminar, Gestalttherapie usw. was, der andere kann damit gar nichts anfangen.

    Wenn ich eine PsychoTherapie machen würde hätte ich für mich eine große Schwelle überschritten, in der HOffnung durch eine Therapie nicht als krank zu gelten; interessiert auf eine Reise zu gehen, an der ich aktiv teilnehmen kann, für mich selbstverständlich ohne dabei in Abhängigkeit zum Therapeuten zu geraten. Wie genau eine Abhängigkeit hier aussehen könnte weiß icht nicht, dazu fehlt mir die Erfahrung.

    LG
    Rhein

    habe mir einen Gesprächstermin bei der Angehörigen Suchtberatung geben lassen. Bei der selben Stelle und Beraterin, bei der ich vor so um sechs Monaten auch schon drei Mal war.

    Es tat sehr gut den Termin zu vereinbaren, die Terminvereinbarung war für mich emotional, obwohl das alles ganz schnell ging. Ich glaube das war emotional weil ich damals dort gute ERfahrungen gemacht hatte und mir das gut geholfen hatte. Ich brauche dieses Gespräch. Ich muß das was jetzt die letzten Monate so in der Sache mit dem Ex Alk Partner, mit mir passiert ist, was das für Auswirkungen auf mein Leben hat und welche Probleme ich in meiner Zukunft sehe sprechen. Es war immer gut in den letzten Monaten denken zu können, ich kann wieder zu dieser Beratung gehen. Und ich mußte mir jetzt die TAge auch erst wieder sagen: ja, du darfst da anrufen; du darfst dir gestehen daß Du dieses Gespräch bei dieser Beratungsstelle scheinbar jetzt brauchst, daß Du (Orientierungs)Hilfe brauchst. Ich bin sehr froh daß ich diesen Termin vereinbart habe. Er wird keine Wunder bewirken, aber ich kann Sachen, Gedanken abgleichen und bekommen vielleicht neue Impulse.

    @ Speranza:
    richtig, wer hindert mich daran mein leben so zu leben wie ich es möchte?
    so einen ähnlichen Satz warf damals auch die Beraterin bei der Diakonie ein. Ja, von meinem Partner konnte ich mich distanzieren, habe wieder meinen eigenen selbstbestimmten Alltag. Das mit dem Schuldgefühl meinen Eltern gegenüber: es ist ja so, daß sie mich nicht daran hindern mein Leben zu leben, ich erkenne vielleicht derzeit, daß ich mich eben selber hindere. In diesem Zusammenhang wird mir zum ersten Mal nach vielen vielen Jahren bewußt, daß ich einen ARbeitgeber gewählt habe, der mir einerseits wunderbare Chancen bietet, andererseits aber durch bestimmte Umstände starken Einfluß auf meine umfänglichere Lebensplanung hat (kann ich hier nicht weiter erklären). Das fand ich bisher total normal und habe das nie in Frage gestellt. Durch meine persönliche Krise mit meinem Ex Alk Partner, was ich mit mir dadurch nacharbeite, auch Fragen wie: was hindert dich daran, dein eigenes Leben zu leben? da komm ich im Moment zu dem Punkt: mein Arbeitgeber. Das habe ich so noch nie gesehen, weil das bisher immer paßte. Im Moment, jetzt, paßt es aber nicht (mehr) und das verwirrt mich. Ich werde dieses Arbeitsverhältnis jetzt nicht beenden, ich spüre aber, daß ich mir die nächsten 3-4 Jahre mein Verhältnis zu meinem ARbeitgeber, was er von mir an Änderungen (die jetzt wieder ganz aktuell anstehen) der persönlichen Lebensführung (ich weiß, sorry, daß es so kryptisch ist) verlangt und was ich glaube weiterhin geben zu können. Ich werde mir das mal angucken, so in aller Ruhe in den nächsten Monaten und Jahren, welche Möglichkeiten es gibt mit welchen Auswirkungen ich leben müßte wenn ich den Arbeitgeber wechseln würde, vorausgesetzt ich würde überhaupt eine vergleichbare Tätigkeit finden. Ich weiß, daß mag sich für den einen oder anderen zögerlich anhören, aber ein 20 jähriges Arbeitsverhältnis aufzugeben ist wie sich aus einer langen (lange Zeit guten) Partnerschaft zu lösen.

    So, und daß ich jetzt überhaupt auf den Dreh komme meinen Arbeitgeber in Frage zu stellen, die bisher als sehr positiv von mir wahrgenommen Seiten ich jetzt mit großen Fragezeichen für die Zukunft sehe ist für mich ein großer Schritt. Das hängt auch mit dem ganzen Entknäulen mein Co Ab zusammen.

    Rhein

    was ich merke:
    - wenn ich zur Zeit mal Minuten oder auch mal 1 oder 2 Stunden einen Durchhänger habe, so überhaupt, dann denke ich an meinen Alk (Ex?) Partner, wahrscheinlich denke ich, daß mich das dann aufbaut und stabilisiert, weil ich mir durch das Denken an den Alk Partner mir einen Partner immerhin einbilden kann. Nicht gut. Aber wie soll ich solche Gedanken übermalen? kommt sicher mit der Zeit und ich denke es werden auch immer weniger solche Gedanken, aber sie kommen und ich lasse die Illusion dann wieder für ein paar Momente leben.

    - was mir wichtiger ist: jetzt da ich mich wegen des Alk Partners nicht mehr so schlecht fühle, da wir seit Monaten sogut wie keinen Kontakt mehr haben fange ich jetzt an, mich aus bestimmten Gründen meinen Eltern gegenüber schlecht (schuldig) zu fühlen. Den Grund dafür möchte ich hier nicht nennen. Ich habe nichts verbrochen, lebe mein Leben nur so wie ich es seit Jahren lebe, mit den damit verbundenen Veränderungen.
    Wenn ich mir jetzt jemanden anderen (also meine Eltern) als Ersatz suche um mich schlecht/schuldig fühlen zu können weil mein Alk Partner nicht mehr da ist, daß ich mich wegen ihm schlecht/schuldig fühle, dann sieht mir das doch sehr nach Muster aus. Wenn es das wäre, wäre das auch eine Erleichterung, ich hätte etwas erkannt. Vielleicht bin ich es gewohnt mich immer wegen etwas schlecht fühlen zu müssen. Daß ich nicht so sein darf wie ich bin? daß ich nicht mein eigenes Leben leben darf? daß ich den (vermeintlichen!) Erwartungen der anderen gerecht werden will und dafür vieles tue? Aber was bringt mir das schlecht und schuldig fühlen? Davon hat doch keiner was. Außer daß ich mich dadurch spüre, daß ich glaube durch diese Schuldgefühle zu funktionieren, daß ich mich selber bestrafe.
    vielleicht ist es aber auch, daß ich mich weigere Verantwortung für mein eigenes Glück zu übernehmen, daß ich andere hinstelle, von denen ich behaupten kann, daß sie mich einschränken und ich mich deshalb schlecht fühlen muß und mit dem schlecht und schuldig fühlen kann ich dann natürlich nicht glücklich sein. ....daß ich mich weigere, Verantwortung für mein eigenes Glück zu übernehmen.....kann das sein? mit ein Grund fürs Co ab?

    Rhein

    @ Aurora: kann das gut verstehen, was Du schreibst.
    Das was Du schreibst paßt in kleinen Ansätzen so auch auf mich. Bei mir wars, daß ich bei meinem Alk Partner nicht gemerkt hatte, daß ich meine Bedürfnisse immer weniger wahrgenommen hatte, daß ich immer später merkte was ich vielleicht gewollt hatte, dann war ich nur noch ungläubig, wie das passieren kann daß ich meine Bedürfnisse ständig weggedrückt habe bis ich mich fast verloren hatte.

    Rhein

    hallo Speranza,

    ist das jetzt eine Kleinigkeit, was Du nun geschrieben hast oder nicht? Ich schreibe das in Bezug auf Deinen anderen Thread und Deinem kürzlichen 'Beitrag dort. Wenn das jetzt eine Kleinigkeit für Dich ist, was Du geschrieben hast, so ist das doch wunderbar.

    Frage: wie machst Du das eigentlich, daß Du zwei Threads hast und pflegst? was schreibst Du in welchen Thread und hättest 'Du nicht lieber alles in ein und dem selben Thread?

    LG
    Rhein

    hallo Speranza,

    kürzlich hatte eine Moderatorin ein Mitglied dazu angeregt, einen eigenen Thread zu eröffnen. Die Anregung geschah, da das neue Mitglied noch keinen eigenen Thread hatte und ausschließlich in den Threads der anderen schrieb. Die Moderatin gab als Begründung an, daß man als Co Ab eben auch lernen sollte sich selber dazustellen, sich um sich selber zu kümmern. Das könnte in diesem Forum bedeuten, eben einen eigenen Thread aufzumachen. Das Mitglied machte dann einen eigenen Thread auf und ich glaube, daß war eine gute Sache.

    Es gibt Mitglieder, die schreiben vielleicht nur in ihren eigenen Threads. Es gibt Mitglieder, die schreiben ihren eigenen Thread und schreiben aber auch in anderen Threads, bringen sich dort mit ihren eigenen Erfahrungen ein, also eine Mischform.

    Ich stellte zu mir auchmal fest, daß ich eine zeitlang nicht in meinem Thread schrieb, mehr bei anderen. Und ich glaube das hing schon damit zusammen, daß ich mich nicht so wichtig nehmen wollte, micht nicht wichtig fand. Daß ich dann wieder in meinem eigenen thread schrieb und das auch in nunmehr etwas kürzeren Abständen hat mir gut getan, ich darf mich darstellen, ich werde gelesen, ich kann es aushalten, wenn niemand darauf reagiert. Ich schreibe auch bei anderen weiter, so wie hier bei Dir.

    Ich denke, die Mischung machts, je nach Bedarf. Ich für mich denke, will nicht mehr als ca. 2 Beiträge pro Tag in anderer Leute Threads schreiben um zu verhindern, daß ich nicht mehr bei mir bleibe. Ich kann aber durch das Schreiben in anderen Threads auch manches verarbeiten, wenn ich es in Worte fasse. Ich verbringe pro Tag ca. 45-60 min im Forum, das seit einigen Monaten, es ist im Moment ein fester Bestandteil meines Alltags.

    ja, es geht beides, wie Du schreibst. Als co Ab achte ich darauf, daß es geht, aber nichts einseitig wird.

    im seinem thread kann man über vieles Schreiben, über die neue Wohnung, Angst vorm Alleinsein, keines und großes.

    wenn Du Deinem Bauchgefühl vertrauen kannst, deinen Bauch spürst, wahrnimmst, vertraust, das ist doch wunderbar.

    Rhein

    hallo,

    Erwartung an mein Co Ab trockenes Leben? dieses Thema berührt mich, verunsichert mich, habe ich Angst vor. ich will soviel und fühl mich so klein.

    ich möchte, daß ich zufrieden alleine (=partnerlos) sein kann, wenn es denn so ist; daß ich ohne schlechtes Gewissen mein eigenes Leben leben kann (z.B. auch Eltern gegenüber, dem (Ex?) Partner), mir gegenüber; daß ich mich nicht mehr provozieren lasse, ich andere Meinungen stehen lassen kann und nicht mehr so oft widersprechen muß;

    daß ich es aushalten kann, wenn ich unglücklich bin oder mich so fühle; daß ich, auch wenn mein Leben Wege nimmt, die dunkel und ohne Licht sind, ich mutig bin; daß ich verstehe, daß Leben nicht nur Pflichterfüllung ist sondern daß ich sagen darf: ich möchte das so und so, weil ich mich dann wohl fühle - dies vor allem auch hinsichtlich meinem Arbeitgeber, der nicht geringen Einfluß auf meine ganz persönliche Lebensplanung hat;

    ich hoffe auf respektvolle, wertschätzende, nicht manipulative Liebe, daß ich von meinen bisherigem Partnermuster abzuweichen schaffe;

    ich wünsche mir, daß ich aus meine Co Ab Tiefpunkt von vor sieben Monaten noch das eine oder andere lernen kann; daß ich die Verunsicherungen aus dem Tiefpunkt überwinden werde, daß ich noch mehr wieder mein psychisches Gleichgewicht wiedererlangen werde; daß ich mich unabhängiger von der Anerkennung anderer mache.

    ich erwarte mir vom trockenen Co Ab leben ein glücklicheres Leben, auch wenn mir im Moment mein Suchtmittel fehlt.

    puhh, wird schon :)

    Rhein

    hallo Ela,
    ich kann mit Deiner Notiz nichts anfangen.
    - wach sein kann ja ok sein, auch um 9:00 uhr, aber bereits angerufen worden sein, fünf mal, am Sonntag morgen, ist nicht normal;
    xxx
    - ich kenne dar Wort arbeiten, ich arbeite 41 h die Woche.

    Was willst Du mit Deinem Beirag auf meinen Beitrag mitteilen? Ich habe das nicht verstanden.

    Rhein

    Hallo,
    Du hast Sonntags morgens um 09:08 schon fünf Anrufe gehabt? vielleicht arbeitest Du ja Schicht und die Leute rufen Dich auf der Arbeit an, ansonsten fände ich das sehr ungewöhnlich. Und dann noch mit solch einem wichtigen Inhalt.
    Ich würde das nicht wollen.
    Rhein

    hi melanie,
    ja, sowas würde ich auch nicht wollen, weder noch.
    Ich kann mir vorstellen, daß es BZ gibt, in denen einer einfach krank ist (psychisch, körperlich) bei denen der anderen Aufgaben des anderen übernimmt und auch in der Fürsorge für den anderen Verantwortung übernimmt. Das sehe ich manchmal bei Eltern, die mit ihren bereits weit erwachsenen behinderten Kindern unterwegs sind. Dann kann ich mir auch vorstellen, daß der Umgangston manchmal rauer dabei ist.

    LG
    Rhein