Hallo,
jetzt auch mein Senf:
Leute (zB Co Abs) die sich hilfe und ratsuchend an einen Psychologen/therapeuten wenden sind weder bessere noch schlechtere Menschen. D.h. ich sehe das wertfrei.
es gibt Leute, die wenden sich eher, andere später -sagen wir wenn man sich auf einer Glücklichkeitsskala von 1-10 einordnet werden manche vielleicht "schon" bei 5, andere erst bei 0,5 - also kurz vor knapp - sich hilfe und ratsuchend an eine entsprechende Stelle.
warum wendet sich einer "eher", ein anderer "später" an einen Psychologen/Theratpeuten? Tja, so als Co Ab wäre meine Antwort: ich wende mich eher später an einen Psychologen/Therapeuten, weil ich leidensfähigkeit schon lange gelernt habe und einiges aushalten kann (bzw. glaube dies zu können) als andere, weil ich es nicht wert bin mir eine Hilfe zu holen, weil ich Schmach habe, weil ich denke wenn ich mich an einen solchen Menschen wende pathologisiere ich mich selber und gebe zu ich bin wahrscheinlich krank, psychisch krank, komme mit diesem Eingeständnis nicht zurecht; Schwellenangst.
ob es ein Maßstab ist, daß es nun Zeit ist sich an einen Psychologen zu wenden, wenn man denkt immer wieder mal denkt den Wagen an den nächstem Baum zu setzen, kann ich nicht sagen. Ich denke jedoch, daß es Selbstmordgedanken unterschiedlicher Art, Stärke, gibt. Ich für mich sage daß ich glaube, daß es normal ist für Leute wenn man auf dem Bahnhof ist auch mal daran zu denken, wie es wäre jetzt vor den Zug zu springen. Für mich ist das manchmal ein automatisscher Gedanken, der mir aber nicht viel Angst macht. Das jetzt nur ein Exkurs zu Melanies Hinweis, daß ihre vor den Baum fahren Gedanken der Mo,ment waren sich Hilfe zu holen (wenn ich das richtig verstanden habe).
Lohnt sich ein Gedanke in dieser Diskussion zwischen Notaufnahme im Landeskrankenhaus/Psychatrie in einem akuten psychologischen Notfall mit Selbst/Fremdgefährung und sich an einen Psychologen/Psychotherapeuten wenden mit dem entsprechenden Vorlauf (so wie ich mir den vorstelle).
D.h.: ich finde es beruhigend im Notfall bei einer psychatrischen Klinik um Einlaß anzuklopfen wennes aus eigener Kraft jetzt NICHT mehr geht. Einen Psychotherapeuten aufzusuchen wäre für mich eine Riesensache, was ich evtl. überbewerte. Die Beraterin bei der Diakonie sagte mir damals, als ich meinte ein Besuch beim Psychotherapeuten hätte was von pathologisch für mich, ich könnte einen Psychotherapeutenbesuch auch als Wellness sehen, Psychowellnes.
Es gibt wie so oft nicht nur den einen Weg, insofern glaube ich kann man in dieser Diskussion nicht von falsch oder richtig sprechen sondern von hilfreich und nicht hilfreich. Das kann nur jeder für sich herausfinden . Für den einen ist Tanztherapie, Meditaionsseminar, Gestalttherapie usw. was, der andere kann damit gar nichts anfangen.
Wenn ich eine PsychoTherapie machen würde hätte ich für mich eine große Schwelle überschritten, in der HOffnung durch eine Therapie nicht als krank zu gelten; interessiert auf eine Reise zu gehen, an der ich aktiv teilnehmen kann, für mich selbstverständlich ohne dabei in Abhängigkeit zum Therapeuten zu geraten. Wie genau eine Abhängigkeit hier aussehen könnte weiß icht nicht, dazu fehlt mir die Erfahrung.
LG
Rhein