wie gings bei mir die letzten Wochen weiter?
Treffen bei ihm vor so um sechs Wochen, gucken wie es dem anderen so geht, wie man so fühlt, ohne jeweilige Absichten mit dem anderen abzurechnen usw. .
Ich fühlte mich wohl in seiner Wohnung, er sah äußerlich gesund aus, also nichts besonderes.
Durch dieses Forum und Beschäftigung mit dem Thema Alks und Co Abs war ich auf das dann folgende Gespräch vorbereitet.
Es folgte eine Vorhaltung seinerseits, daß ich ihm vor Wochen durch eine bestimmte Bemerkung zu seinem Alk Problem und meiner Co Ab seinen Kurzurlaub versaut hätte.
Dazu habe ich mich hervorragend abgegrenzt, daß es mir mit der fraglichen Bemerkung nicht um ihn gegangen wäre sondern ausschließlich um mich weil es mir darum geht, daß es mir gut geht und die fragliche Bemerkung als Mittel zu diesem Zweck genau richtig war. Daß ich mich so gut abgrenzen konnte und mir nicht für etwas die Schuld habe zuschieben lassen war eine supi Erfahrung.
Danach erzählte er, wie unzufrieden er sei usw.; darauf sprang ich dann leider an und schlüpfte automatisch irgendwie in die Rolle eines Therapeuten (zumindest so wie ich mir das vorstelle). Ich erkannte dies dann in dem Moment auch, brauchte aber ca. drei Minuten um aus dieser Rolle wieder auszusteigen. Positiv sehe ich daran, daß ich erkannt habe, daß ich in diese Rolle reinschlüpfte und die Rolle mit etwas Verzögerung auch wieder verlassen konnte.
Dann kamen von ihm aus eigenem Antrieb Gründe die er äußerte, die im Wege stünden, daß er einen Alkoholentzug machen könnte (Info wäre dann auf Versichertenkarte, evtl. später Probleme mit dem Arbeitsamt). Dank des Forums konnte ich erkennen, daß es sich hier um reine Vorwände handelte, mit denen er sich etwas vormacht um nicht vom Alkohol lassen zu müssen. Es geht ihm eben noch nicht schlecht genug.
Schließlich sagte ich, daß zum Schluß unserer Zeit ich angefangen hätte seinen Alkoholkonsum zu beobachten und daß ich merkte, daß dies ein Co Ab Zeichen war und für mich das Anfang vom Ende der Beziehung darstellte - wobei wir ja bis heute noch nicht "offiziell" getrennt sind. Darauf reagierte er ungewohnt heftig und sagte er ließe sich in einer Beziehung nicht beobachten, wenn ich ihn beobachten würde sei die BZ beendet. Das nahm er ein paar Min später zurück und ich ging.
Bei dem oben beschrieben kam ich noch zu dem Schluß: er hatte sich an zwei Punkten (verdorbener kurzurlaub sowie nicht beobachten lassen zwar jedes Mal aufgeregt ist aber nie zu dem eigentlichen Punkt, nämlich Alkohol durchgedrungen. Und ich war nunmehr aufgeklärt genug ihn nicht extra darauf hinweisen zu müssen, daß das eigentlich Problem bei beiden Punkten sein Alkoholproblem ist).
Eine Woche danach schrieb ich ihm eine SMS, da wir verabredet hatten mal was an frischer Luft zu machen. Seine Antwort war unsachlich mit unverbindlicher Verabschiedung. Danach habe ich mit ihm keinen Kontakt mehr aufgenommen, was manchmal schwerfiel aber richtig war (konsequent sein). Gestern kam eine SMS von ihm, spät am Abend, unsachliches Zeug, etwas zynisch und leicht abwertend. Meiner Meinung nach war er bei Absendung der SMS betrunken. Das einzige was ich aus der SMS mitnehme ist, daß er mit mir Kontakt aufgenommen hat, daß der Inhalt mich aber nicht betrifft und ich somit auf die SMS nicht reagieren werde. In der Vergangenheit hatte er im Nachgang an solche SMS am nächsten Tag eine 'EntschuldigungsSMS geschickt. Pffffh, das waren dann nur noch leere Entschuldigungen ohne jegliche Erklärungen. Wenn er jetzt eine Entschuldigungs SMS hinterherschickt, erst dann würde ich reagieren, und zwar"Eine Entschuldigung interessiert mich nicht, wenn Du magst kannst Du Dein Verhalten aber mal erklären". Ich spürte wie gut es war, daß ich auf seine unsachlicheh SMS von vor Wochen bis zu nunmehrigen SMS nicht reagiert hatte. Heute kam eine SMS ob wir uns am WE treffen könnten.
Ich weiß, als CO AB soll man ja nicht so über den Partner schreiben sondern über sich, aber ich möchte schildern, wie ich mittlerweile auf sein Verhalten reagiere und daß ich in meinem Verhalten erkenne, daß ich dabei bin - so meine ich -aus meinem Co Ab Verhalten ihm gegenüber auszusteigen.
Ich lasse ihn sein Leben leben, er muß gucken was ihm gut tut, es interessiert mich nicht wirklich, ich habe noch Gefühle für ihn, gucke mir diese an, freue mich, daß es mir jetzt vier Monate nach meinem Tiefpunkt viel besser geht und ich dies nicht mehr aufs Spiel zu setzen beabsichtige, für irgendeine Illusion, daß es mit ihm wieder gutginge, solange er keinen Entzug und keine Therapie gemacht hat.
Und ich bin happy, daß ich sein Verhalten und seine Muster dank des Forums und eurer eigenen ErfahrungsBerichte besser erkennen und einschätzen kann.
Ich habe jetzt zwar viel über ihn geschrieben, aber das ist eigentlich nur das, was die letzten sechs oder so Wochen passiert ist zwischen ihm und mir, und das ist ja nicht viel aber dennoch für mich wichtig hier zu schreiben.
Mir gehts derzeit so gut wie seit dem Punkt nicht mehr, an dem es mit mir in der Beziehung bergab ging. Der Integrative Tanztherapiekurs ist vorbei, hat mir supi gut getan und werde ich fortsetzen wenn er wieder angeboten wird. Auch war ich kürzlich auf einem Meditationswochenende, war auch supi, da konnte ich auch üben mich abzugrenzen von vom was andere in mich reinprojezieren sowie konnte ich einem anderen Teilnehmer klar sagen, daß mich sein Verhalten in einem Punkt störte. Er hat sich hinterher bedankt, daß ich ihm das so klar gesagt hätte, daß er sich auch wünschen würde sich so klar positionieren zu können.
Rhein