Beiträge von Rhein

    Hallo Cocomel,
    schön Dich wieder hier zu lesen.

    "Mir wäre viel Kummer und Schmerz viel früher erspart geblieben."
    ja, das kenne ich. Aber es gab ja sicher auch schöne Momente.

    Ich habe eine Frage: hattest Du bei Deiner neuen Partnerschaft irgendwie Angst, dass der neue Partner evtl. ein Alkoholproblem haben könnte? hast Du auf seinen Alkoholkonsum geachtet um ggfls. rechtzeitig ein Alkoholproblem zu erkennen? Oder war das kein Problem, keine Vorbelastung, Entspanntheit in dieser Richtung?

    Das würde ich mir für mich wünschen, fürs "näxte Mal", sollte ich wieder jemandes "special" kennenlernen. einfach jemanden normales mit max. normalem Alkoholkonsum und das ich entspannt bin, wenn er mal ein Glas trinkt wie ich auch.

    Rhein

    Hallo Renate,

    was hältst Du davon, wenn Du wieder in die Geschlossenen einziehst? Dort gibt es, wie Du aus Deiner "Geschlossenen" Zeit weißt, Diskussionen "für Fortgeschrittene", vielleicht findest Du Impulse, die Dich weiterbringen werden auf Deinem Weg.

    Ich bin noch in der "Geschlossenen" , der finanzielle Beitrag ist es mir auf alle Fälle mehr als wert.

    lg
    Rhein

    Liebes Engelchen,

    herzlichen Willkommen hier im Forum! Ich wünsche Dir einen guten Erfahrungsaustausch. Schreibe Dir von Seele, was Du mitteilen möchtest. Du wirst hier gelesen.

    Warum nennst Du Dich eigentlich Engel bzw. Engelchen?

    Gruß
    Rhein

    Hallo Renate,

    ich stelle bei mir auch fest, dass ich sone Art unterschiedliche Phasen hier im Forum durchgelebt habe wenn ich Beiträge schreibe.

    Ich glaube aber zu spüren, dass dies, auch wenn sich manche Beiträge von mir sich mit der Situation eines anderen Co befassen, mir immer und jedes Mal dazu beigetragen hat, dass ich mich damit auch mit meiner eigenen Erfahrung auseinandergesetzt habe.

    Vorsichtig wurde ich wenn ich irgendwann merkte, dass ein Beitrag mal nicht wirklich passte und ich mich dann fragte, ob ich vorschnell geschrieben hatte. Dann habe ich mich etwas zurückgezogen und eine bestimmte Beitragsphansenschreiberei endete und ich glaube ein weiterer Verarbeitiungsschritt ist bei mir dann vorangegangen.

    Vielleicht ist bei Dir jetzt mit dem von Dir geäußerten Gefühl auch eine bestimmte kleine oder große Phase der Auseinandersetzung mit Deinem Erlebten zuende gegangen. Vielleicht wirst Du künftige anders schreiben, andere Sichtweisen sehen, andere Beiträge interessant finden, wer weiß, weniger oder mehr schreiben. Wichtig ist doch, dass Du fühlst, dass da was passiert.

    Übrigens finde ich, .dass Deine Art zu schreiben derzeit sehr plastisch und verständlich - manche würden sagen direkt ist. Ich finde das nicht schlecht und weiß sofort was Du meinst. Ich selber schreiben zu meinem Leidwesen manchmal nicht so direkt und irgendwie zu theoretisch und zu lange Sätze usw.. Vielleicht auch um die Deutung für den Leser offener zu lassen um somit beim Leser vielleicht einfacher zu ermöglichen, in eigene Richtung weiter zu denken.

    Grüße
    Rhein

    Hallo Beno,
    diese Frage liest man immer wieder von neuen Mitgliedern im Co Bereich. Statistische Daten sagen nichts über den Einzelfall aus geben aber Hinweise auf Wahrscheinlichkeiten. Insofern....

    Bei mir wäre es anders als mit Distanzierung und dann schleichender Trennung nicht anders gegangen. Ich wäre ansonsten drauf gegangen, war damals irgendwie auf dem Wege dazu.

    Rhein

    hallo Beno,

    super, dass das Gespräch bei der Beratung stattgefunden hat. Habt ihr besprochen, ob Du nicht auch noch einen Folgetermin für Dich alleine möchtest?

    Du schreibst:
    "Das sind zumindest unsere weiteren Schritte….dann schauen wir weiter. "

    Und was sind Deine nächsten schritte?

    Bist Du Dir sicher, dass Du das umsetzen werden könntest?
    "Die Therapeutin und ich haben nun einen weiteren Termin vereinbart, an dem meine Frau teilnehmen muss. Das ist für mich Grundvoraussetzung, damit wir als Familie eine gemeinsame Zukunft haben."

    " Ich habe ihr dann gesagt, dass für mich dann der Punkt gekommen wäre, zu reagieren und sie ja dann wisse, was ich dann machen muss. Für mich ist es dann Zeit, die Koffer zu packen"

    Bist Du Dir sicher, dass Du das machen würdest? Als ich die alkoholkrankheit meinesn Partners erkannte habe gehandelt und mich distanziert weli es nicht anders ging. Ich habe kein Angebot mehr gemacht, außer zu sagen: ich will keinen Partner mit Alkoholproblem.
    Mir war da bereits klar, dass ich ihm da nicht raushelfen kann sondern nur er alleine. Da er sich entscheide muß zu genesen. Wenn er das nicht tut, so ist es mit ein Teil seiner Krankheit. Aber deshalb ist er nicht schuldig. D.h. ich habe mich für mich entschieden ohne zu drohen oder Maßnahmen anzuiündigen. Dann geht es hinterher vielleicht darum, dass "ich habe Dich gewarnt habe Du hast nicht gewollt", einen Art Schuldzuschreibung. Und das widerum fand ich meinem Partner gegenüber nicht fair, da es ja eine Krankheit ist, die auch die Willensstärke beeiniträchtigt.

    Ich schließe mich daher Karl an.

    Gibt es denn bei euch im wirklich noch ein "uns"? Was macht dieses "uns" zur Zeit bei euch konkret aus?

    Rhein

    Hallo Beno,

    Du schreibst "Eine Entgiftung ist für mich eine Pficht und die anschließende psychologische Betreuung. Das wäre für mich die einzige Alternative."

    Dieser Satz bedeutet so viel und kann doch nichts sein.

    Bewahr Dir Deinen Satz auf. Wenn er einem starken Leidensdruck von Dir entspringt, dann könntest Du diesen Satz tatsächlich umsetzen. Wenn es eine Selbstberuhigung ist, dann wird das verpuffen. Ist es bestimmend/angebliche Stärke zeigend/etwas besserwisserisch, dann wird der Satz möglicherweise bald in Vergessenheit geraten sein.

    Wenn Du ihr damit drohst fällst Du hinten runter, weil es etwas gibt, was ihr wohl wichtiger sein wird: Alkohol. Und gerade auf den kann und will sie anscheinenden nicht verzichten.

    Du willst mit ihr kämpfen aber Du kämpfst mit ihrer Krankheit. Da Du jedoch kein Arzt bist verpufft der Satz einfach - bei ihr.

    Es hängt wirklich davon ab, was Du daraus machst.
    "Das wäre für mich die einzige Alternative."

    Bist Du bereits so weit? ist Dein Tiefpunkt wirklich bereits erreicht? solange Du noch verstecken spielst mit Deiner Umwelt bezweifle ich, dass Du den Tiefpunkt erreicht hast.

    Wie war das Gespräch bei der Beratung?

    Rhein

    hallo beno,

    für den Termin bei der Suchtberatung Alles Gute.
    Du wirst dort wohl schildern was du an der partnerin beobachtest in sachen alkohol und Persönlichkeit sowie was das mit dir macht.

    Alkohol verändert die Persönlichkeit. Wenn der Alkoholiker seinen Stoff braucht und mitten in dieser Krankheit steckt, dann richtet sich ein Großteil seines Verhaltens in Richtung Alkohol. Seine Persönlichkeit tut alles, um dem Alkoholbedarf nachzukommen, einschließlich Manipulation der Umwelt, Lügen, Gegenlügen, ohne Grenzen und das manchmal irgendwie ganz lammfromm und "unschuldig".

    Wenn mein nächster Partner erkennbare Zeichen für 'Alkoholiklismus hat dann good bye - so hoffe ich dann zu reagieren.

    Und von der 'Einstellung habe ich mich derzeit bei allem Verständnis für 'Romantik entzogen: bis auf alle Ewigkeit zusammenzubleiben. Um welchen Preis? warum? nicht mit einem A'lkohilker.

    Bist 'Du DIR WICHTIG?

    Rhein

    Hallo Sarawen,
    schön, dass Du dich wieder mal meldest. Das Gefühl wieder sichereren Boden unter den Füßen zu haben habe ich nun aucn, manchmal ziehts einen wieder runter, manchmal stoße ich an Grenzen meiner Persönlichkeit, bei denen ich bereits bin zu akzeptieren, dass es so ist. Die Idee in bestimmten Bereichen sich zu verändern, neue Fertigkeiten zu erwerben, kommte auch. Da bräuchte ich manchmal mehr Mut oder Unterstützung für konkrete Projekte, das klappt dann nicht immer.

    Es gibt ja sicher auch einen Leidensdruck, dass man sich WIRKLICH verändern muß, z.b. das man das Gefühl hat sich weiterbilden zu MÜSSEN damit man weiter reifen kann. Aber sich weiterzubilden um Anerkennung zu kriegen und dafür viel Zeit zu investieren - wenn es wirkliclh für die Anerkennung wäre - ist das so bei Dir?

    Ich schreibe im Moment im eigenen Thread in der Geschlossen auch weniger, allerdings sonst hier und da im Forum, das hilft mir und ich brauche immer noch die Auseinandersetzung mit dem Thema. Ich lese jeden Tag im Forum. Soweit ich mich erinnere hatte Du und ich unsere Tiefpunkt so einigermaßen im selben zeitlichen Zusammenhang.

    wäre schön, wenn Du Dich wieder mal meldest.

    Rhein

    Hallo und herzlich willkommen,

    der Brief vom Amt ist nun der Anlaß, dass das Kartenhaus ins Wackeln kommt. So wie ich Dich verstehe konntest Du das nie ganz ausschließen, dass das irgendwann mal passieren würde. Dann scheint es jetzt soweit zu sein.

    Ob der Anlass als solcher bzw. der Anspruch vom Amt gerechtfertigt ist und ob Du evtl. Ansprüche bereit bist zu zahlen oder nicht ist vielleicht im Ganzen ein Aspekt von mehreren.

    Weißt Du wie es Deinem Vater im Moment ganz konkret geht? wie er wo mit wem lebt und was er tut (arbeitet)? würde Dich das interessieren? hat Deine Schwester auch einen Brief bekommen?

    Rhein

    Hallo Girasole,

    ich frage mich immer, wie das mit dem "inneren Kind" funktionieren soll. Du schreibst, du hättest es in der Kur umsorgt.

    das hört sich gut an, dass Deine Gefühle unabhängig von seinem Verhalten waren in den Tagen.

    Und ich finde auch, dass eine Arbeit, die einem Spaß macht, wichtigt ist. Herzlichen Glückwunsch dafür.

    Rhein

    Hallo Karl,
    das kann ganz nützlich sein, sich solche Beobachtungen genau aufzuschreiben, so wie Du es machst. Ich würde das fortführen. Dadurch überprüft man nochmal seine eigenen Beobachtungen, das Erlebte wird durch das Aufschreiben dann "wirklich" zur "Wahrheit". Das kann Dir keiner mehr nehmen, auch Deine xy nicht, wenn sie nach drei Wochen alles in Abrede stellen und Deine eigene Erinnerung schlechtreden will. Für mich war mein "echtes" Tagesbuch mein bester Zeuge für das mit xy erlebte. Meine Bibel, mein Ruhekissen, mein Zeuge.

    Gruß
    Rhein

    Hallo Strickliesel,

    festhalten an dem Lebenstraum: ja, es fällt schwer zuzugeben, dass Sachen anders gelaufen sind, als man es sich gewünscht hat. Können wir alles im leben kontrollieren und nach unserem Willen gestalten?

    Ist jemand Alkoholkrank ist Deine Gestaltungsmöglichkeit für Dein Leben, das gemeinsame Leben mit Deinem alkoholkranken Partner, stark eingeschränkt, da Dein Partner Dir kein zuverlässiger Partner sein kann, da er andere Prioritäten setzt, den Alkohol. Danach kommst Du irgendwann.

    Der nicht alkoholkranke Partner ist nicht schuld, wenn die Lebenspläne sich ändern und eine Beziehunng zuende geht.

    und wenn es Dich befreit und Dein leiden erleichtert, warum soll man dann nicht anderen, vertrauten Personen von Deinem Zusammenleben mit einen Alkoholkranken Menschen berichten.
    Und vielleicht werden mehr Leute als du denkst dir sagen, dass sie Deine Erkenntnis teilen.

    Du wirst Deinen Mann damit auch nicht verraten, denn Du hast ihm nie versprochen, ein Leben mit einem Alkoholiker zu führen.

    Vielleicht willst Du mal zu einer Beratungsstelle für Co Abhängige gehen (z.B. bei der Diakonie oder Caritas?).

    Warum sollten andere Dich verurteilen? Ich vermute Du wirst schon erkennen, wer warum was sagt, wer es ernst meint, wer sich damit auseinandersetzt oder wer vielleicht selber ein alkoholproblem hat.

    Du kannst Dich auch von Deinem Mann distanzierren, Abstand suchen ohne es nach außen zu tragen. Beraten aber lassen würde ich mich vielleicht schon.

    Wie ist zur Zeit Dein Körpergefühl? Sagen Kopf und Bauch das gleiche oder sind sie zur Zeit "nicht verknüpft"?

    herzlich willkommen noch hier im Forum
    Rhein

    Liebe Ela,

    es freut mich für Dich, dass Du Dir mit dem Wegzug in einer andere Stadt vor drei Jahren ein noch selbständigeres Leben unabhängiger vom Alltag mit den Eltern aufbauen konntest. Auch wenn Du nach wie vor viel für sie gemacht hast.

    Du hast jetzt geheiratet und einen Mann, der Dir zur Seite steht, das ist schön.

    Wer erwartet von Dir, die Betreuung der Eltern zu übernehmen? Die Gesellschaft? Dein Mann? die 'Familie Deines Mannes?

    Der Alkoholismus Deiner Eltern, ob er sich erst mit Deinem Wegzug rausgebildet hat? was heißt rausgebildet? trinken sie seitdem offener? mehr? sieht man es erst jetzt? oder haben sie vorher tatsächlich weniger getrunken? wegen Dir? um Dich zu schützen? hättest Du deeshalb ewig bei Ihnen leben sollen um zuverhindern, dass sie mehr trinken? also war es unvermeidlich?

    Du bist erwachsen, sie sind erwachsen, jeder macht das beste drauß, jeder kann scheitern, jeder kann sich helfen lassen - wenn er will. Jeder darf aber auch nein sagen.

    Gruß
    Rhein

    ...upss...da wars weg...

    das Gewalt nicht akzeptabel ist, da sind wir uns hier alle einig. In den zahlreichen Co Berichten hier im Forum war nur ziemlich selten von Gewalt des oder der Co gegenüber der Alkohol Partnerin bzw. dem Partner zu lesen.

    Gewalt gegenüber dem Alkohol Partner scheint somit nicht die Regel zu sein. Jede Co Abhängigkeit äußert sich unterschiedlich, es gibt viele Gemeinsamkeiten, manches ist bei jedem einzigartig in seiner Co Abhängigkeit.

    Ob Gewalt gegenüber dem Alkoholpartner dann ein individuelles Zeichen von Co Abhängkeit ist oder gar in jedem von uns steckt oder andere Gründe hat könnte man sich genauer ansehen und damit muß sich der Betroffene auseinandersetzen. Das Du keine Wiederholung willst hast Du ja bereits geschrieben.

    Was ich sagen will: ich halte nicht viel davon, jetzt über Dir die Moralkeule zu schwingen. Es geht darum, dass Du Dir hier Hilfe suchst und Austausch möchtest, und das sollte vorurteilsfrei erfolgen. Ehrlichkeit gehört dazu und dafür ist die Anonymiät des Forums auch da. Das evtl. Einzelne hier möglicherweise Gewalt erfahren haben und daher aus eigenem Gewalterlebnisleid möglicherweise betroffen oder vorwurfsvoll reagieren - so eine mögliche Sichtweise - fände ich nachvollziehbar.

    Jetzt, so finde ich, gehts um Dich und Deine Situation. Ich wünsche Dir hier einen guten Austausch.

    hast Du mal daran gedacht zu einer Beratungsstelle zu gehen? Es gibt zB bei der Caritas oder der Diakonie Beratungsstellen für Alkoholkranken sowie für deren Angehörige. Ich hatte damals dort auch Hilfe und Beratung gesucht und gefunden, ich bin immer noch sehr dankbar, dass es das Angebot gab.

    Gruß
    Rhein