Beiträge von Rhein

    Hallo Nys,

    wenn ich darf (ohne das vorherige Thema im Thread nochmal aufzukauen), aber es ist mir schon wichtig, für sunshine und zum thema:

    meine Theorie ist (dazu hatte ich mal einen Faden eröffnet), dass die Ausformung, Auslebung der Sexualität in einer Beziehung mit einem Alkoholkranken mti Ausdruck von Co Abhängigkeit zeigen kann. auch eben gerade wie sich die Sexualität anders gestaltet als mit vorherigen Partnern oder wie sich die Sexualität im Laufe der Beziehung mit einem Alkoholkranken verändert. Ob die vom co Abhängigen mit dem Alkoholabhängigen gelebte Sexualität vergleichbar mit vorherigen Erfahrungen mit anderen Menschen ist oder ob der Alkoholabhängige z.B. auch im Sexualleben manipuliert oder ob man auch dort Sachen macht, die man ansonsten eher ausgeschlossen hatte.

    Insofern hat aus meiner Sicht die Schilderung von Sexualität als Teil der Beziehung mit einem Alkoholkranken hier im Forum sehr wohl seinen Platz.

    Sorry, Nys, hoffe das war hier und jetzt ok.
    Rhein

    Hallo Dani,

    " Die Tatsache, dass man dem nicht mit rationalen Argumenten beikommen kann, dass sich Diskussionen immer wieder im Kreis drehen und doch wieder im Suff enden, ist für mich schwer zu akzeptieren"

    Warum und was ganz genau ist da schwer zu akzeptieren?

    "Ich möchte nicht mehr ans Telefon gehen, weil ich genau weiss, dass sich die Gespräche immer wiederholen..."

    hört sich gut an. Hör auf Dein Gefühl. Der Kopf und der Bauch sind bei Cos oft so weit voneinander entfernt. Sei dankbar, dass Du fühlst, was Du nicht willst. Keiner kann von Dir verlangen, ans Telefon zu gehen, wenn xy anruft.

    hast Du mal daran gedacht, Dein Bauch- und Körpergefühl stärker zu entwickeln?
    Wie Du schreibst, fühlst Du ja was richtig wäre für Dich, aber Du setzt es nicht um. Wenn Du Deine Gefühle trainierst um sie stärker und besser wahrzunehmen, zu gucken was Dein Körper Dir sagt und was für Wünsche in Dir sind, dann könntest Du weniger kopfgesteuert sein.

    Ich hatte nach meinem Tiefpunkt in einer kleinen Gruppe therapeutisches Tanzen gemacht, sechs Abende. Das hatte mir SEHR gut getan.

    Vielleicht wäre das mit etwas für Dich auf dem Weg zu Dir zurück.

    Gruß
    Rhein

    Hallo Renate,

    das ging mir auch oft so mit xy: ich konnte manche Sachen, Sätze, Verhaltensweise gar nicht so schnell fassen, erfassen, wie sie passierten. Ich konnte das teilweise gara nicht für wahr halten, was ich sah, hörte. Das mußte doch ein Mißverständnis gewesen sein, was xy sagte, dachte ich manchmal.

    ja, und ich war manchmal auch nicht in der lage, dann etwas richtig zu stellen, in dem Moment.

    Das nicht fassen können, das nicht richtig stellen können, dadurch habe ich mich von mir entfernt. Und genau in diesem unvermögen, schnell richtig zu reagieren, da spürte ich, es stimmt etwas nicht und da sehe ich auch einen großen Moment, dass meine Co Abhängigkeit erstmals erkennbar wurde und sich durch mein "Fehlverhalten" dann im Verhalten verstärkte.

    Warum kann man in solchen Situationen nicht schnell adäquat reagieren?

    Das interessiert mich.

    Gruß
    Rhein

    Hallo Renate,

    "Ich fühle mir richtig befreit.
    Ich habe begriffen das seine erste Wahl immer wieder der Alkohol sein wird"

    Hört sich gut an. Vor allem die Befreiung. Ich sagte xy nach meinem Tiefpunkt: Beziehung nur ohne, dass er Alkohol trinkt. Entweder oder. Es war seine Entscheidung zu handeln. Das hatte mich befreit, da es nur einen Weg gab: xy ohne Alkohol.

    Gruß
    Rhein

    Hallo Maxi,

    herzlich Willkommen im Forum.

    Ich machs kurz: nimm die Beine in die Hand und lauf schnell weg von xy.
    Suche Abstand, wenn zunächst auch vorläufig, fällt manchmal leichter, dann sich um Dich kümmern und Dein jüngstes Kind und dann gucken, was Dir gut tut und versuchen, die Dynamik und Verhaltensweisen in der Beziehung nachzuvollziehen, welches Verhalten von ihm alkoholbedingt ist und welches Verhalten von Dir Co bedingt ist.

    Schreib hier soviel wie Du willst, das tut gut!

    Gruß
    Rhein

    Hallo,

    mein Kommentar:
    das ist doch fuer Co s einer der PUnkte: dass man lernt, dass der Wert der eigenen Person nicht von jemandem anderen bestimmt werden kann.

    Insofern wuerde ich nie sagen: sowas hat man nicht verdient , dass man sowas nicht wert ist.

    nein, keiner will sowas, es ist kommt aber eben manchmal so im leben. wir versuchen uns darueber hinwegzutroesten. Aber was ich mir wert bin oder nicht, dass kann nur ich selber sagen. und wenn ich mich zu lange situationen aussetze, unsicher bin und evtl. gewaehren lasse, dann muss ich daraus meine Lehren ziehen. dann muss ich mir sagen, dass ich sowetwas nicht wert bin, aber ich muss auch sehen, welchen raum ich jemanden eingeraeumt habe.

    Gruss
    Rhein

    Hallo Zimttee,

    das mit Lust/Unlust: könnte man hier auch "niedrige Frustrationsschwelle" sagen?

    hängt für mich irgendwie mit der (in der Kindheit erlernten) Möglichkeit zu Selbstdisziplin und Selbstmotivation zusammen.

    Das mit dem Glückshormon und der Verstärkung durch Alkohol war mir neu.

    Rhein

    Hallo failure,

    hast du schon mal überlegt zu einer Beratungsstelle zu gehen und Dich dort hinsichtlich Deiner Beobachtungen zum Alkoholkonsum und zum Verhalten Deiner Frau beraten zu lassen?

    Dort kann man Dir aus professioneller Sicht besser sagen, wie der Alkoholkonsum einzuschätzen ist und wie das von Dir geschilderte Verhalten Deiner Frau durch den Alkoholkonsum bedingt sein kann.

    Eine solcheh Beratung hatte mir damals sehr geholfen, nachdem ich mich zuvor mit der Thematik, wieviel Grundalkoholmengen in Gramm in welchen Getränkemengen steckt, wie sich das zusammenaddiert und welche Kategorien des Suchtausmaßes es dann gibt.

    Zu dem Thema Haushalt: Deine Schilderung läßt meiner Ansicht nach erkennen, dass Du eine klare Aufgabenverteilung bei euch siehst. Ist denn diese Aufgabenverteilung abgesprochen zwischen euch?

    Da hier nun vornehmlich Frauen in diesem Unterforum unterwegs sind könnte ich mir vorstellen, dass der eine oder Beitrag in Reaktion auf Deine Beiträge etwas unter dem Aspekt zu katalysieren sind, dass der einen oder anderen Schreiberin die von Dir beschriebene Aufgabenverteilung und Rollenzuteilung nicht paßt. Gut, darüber kann sich unterhalten, daher auch meine Frage oben, ob diese Aufteilung denn so zwischen euch beiden abgesprochen war.

    Lindi schreibt:" Davon abgesehen ...... natuerlich will ich nicht kleinreden, dass "Spielsucht" und "Alkoholmissbrauch" definitv ernste Probleme sind.....aber sie deuten, wie Magna Mater schon sagt, eher darauf hin, dass Deine Frau versucht eine "Existenzielle Leere" zu fuellen. Auf eine sehr riskante und destruktive Art, schon klar..... "

    Diesen Ansatz finde ich hier im Co Abhängigen Forum fehl am Platze und für den Co Abhängigen nicht hilfreich. Vielmehr Verstärkt es ein mögliches Schuldgefühl, an der Alkoholsucht des Partners Schuld zu sein.

    Ist das denn überhaupt möglich?

    Rhein

    hallo,

    wenn ich mitbekomme, dass jemand - neues oder länger hierseiende/r - eine Flaute hat, nicht schreibt, ja manchmal hohle ich dann seinen oder hren thread nach oben und schreiben:

    hey, wie gehts? noch da?

    dann denke ich , vielleicht hat er oder sie die Benachrichtigungsfunktion über neue Nachrichten aktiviert und bekommen ein Zeichen, dass jemand da ist, der sich nach ihm oder ihr erkundigt.

    ich denke, jemand der hier im Forum durch den Vorstellungsthread durchgekommen ist WIKRLICH_ ein Problem hat. Wenn dieser Mensch dann inaktiv im _Forum wird, dann bin ich der Meinung, dass dies passiert, weil

    - es ihm oder ihr noch VIEL schlechter geht als man vermuten kann
    - sie oder er ----ein Zwischenhoch hat und denkt, ach, alles wird gut in meiner Partnerschaft mit dem Alkoholiker oder der Alkoholikerin (ja,blauäugig, denke ich dann, aber bitteschön...)
    - ich schreibe hier nicht um meiner selbst willen in anderer Leute threads. Ich erwarte nichts wenn ich bei jemandem etwas schreiben. ich erwarte nicht, dass man bei mir schreibt. ich erwarte hier nichts! und insofern erwarte ich auch nicht, dass jemand hier mehr oder weniger schreibt, oder überhaupt schreibt, auch wenn er gerade angefangen hat.

    Auch wenn ich einen Beitrag geschrieben habe, habe ich dadurch letztlich auch etwas bekommen, nämlich eine Reflektion.

    Sollen wir hier alle schreiben, bis wir in (Beziehungs)Rente gehen?

    Nein, für mich gibt es hier kein Klassengesellschaft.

    lg
    Rhein

    Hallo,

    möchte anmerken, dass ich die Aufteilung in `so sind die Männer und so sind die Frauen` unnötig sexistisch und diskriminierend finde.

    Die Verständnisanleitungen und Erklärungsversuche sowie Selbst- und Fremdwahrnehmungsschilderungen in Abhängigkeit zur Geschlechterzuteilung in einem solchen pauschalen Ausmaß ist mir zu einfach, da mache ich nicht mit.

    Grüße
    Rhein

    hallo sarawen,

    was Renate in ihrem vorletzten und letzten Beitrag geschrieben hat finde ich gut.

    spannend, um es positiv auszudrücken, ist nun in deiner neuen Beziehung, alte, belastende Verhaltensmerkmale aus der Beziehung mit xy zu erkennen. Du bist ja in Therapie, ich könnte mir vorstellen, dass Du da die aktuelle Beziehung mit einbeziehst und Dich in der Therapie darüber austauscht.

    Wo könnten Parallen sein in der jetzigen und der alten Beziehung und Deinem Verhalten?

    ....xy zu sagen was deine Bedürfnisse sind
    ....authentisch zu sein....
    ...sich selber genug sein und mit weniger Aufmerksamkeitszuwendung als gewünscht zurechtzukommen und dies zu akzeptieren
    ....nicht zu gucken was einem "zusteht" sondern was die wirklichen, eigenen Bedürfnisse sind und versuchen, die Beziehungsrealität und die Lebensumstände so wahrzunehmen wir sie sind (was man bei einem alkoholkranken Partner mitunter aus Unwissenheit heraus nicht konnte; vielleicht in einer neuen Partnerschaft bei anderen Umständen auch nicht...?)
    ...bei sich zu bleiben

    Du schreibst, dass Du grübelst über die Beziehung. Du suchst nach Erklärungen und Rechfertigungen.

    Liebe Sarawen, sei nicht betrübt, das Leben ist nicht immer einfach, auch wenn versucht wird, das manchmal so hinzustellen.
    Ich kann mir irgendwie vorstellen, wie es Dir geht. Und da ich selber etwas Angst davor habe, sowetwas zu durchleben, ist dies mit einer der Gründe, warum ich noch keine neue Partnerschaft habe.

    Kopf hoch
    Rhein

    hallo,

    schnuffig, zu deinen LiebesSätzen, da muß ich an Hermann Hesse denken, der sinngemäß geschrieben hatte, dass geliebt zu werden kaum Wert hat, jedoch selber zu lieben das Eigentliche ist.

    ja, was habe ich davon wenn ich geliebt werden, ich es aber nicht spüre oder es mir gar einbilde.

    und aber was habe ich davon, zu lieben, wenn ich co abhängig liebe?

    diese Leichtigkeit der Liebe verliert sich bei co abhängigen oder Personen mit schlechten Erfahrugnen aus der Vergangenheit. Der Himmel zieht sich zu, Bedenken, Unsicherheiten.
    Ich kann Deine Definition von Liebe nicht ganz teilen.
    Manchmal glaube ich, dass mir weniger Verschmelzung, so wie Du sie beschreibat, besser getan hätte in vergangenen Beziehungen. Und das diese Art von Verschmelzungsideal der Liebe (so empfinde ich Deine Sätze) Co Abhängigkeit begünstigen kann.

    Rhein

    hallo Renate,

    das was Du schreibst ich, denke ich, sehr sehr wichtig, dass ein Fehler beim wieder zusammenkommen ist: alkohol beim alkoholkrankekn partner bedingt zu akzeptieren.

    Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
    ich hatte xy gesagt: ich nehm Dich nur noch komplett ohne Alkohol. Und das fühlt sicih auch nach zwei Jahren noch immer richtig an. Das ist die Linie, die für mich zählt mit xy.

    Rhein