Beiträge von Rhein

    Hi Lindi,

    - to do listen helfen auf alle Fälle; damit kannst du deinen Kopf entlasten, die Sache aufschreiben, gleich noch Prioritäten setzen und das beste - die erledigten Dinge rausstreichen.

    - mit Konsequenzen zurechtkommen ist immer son Ding. Konsequenzen kann man dann ja auch wieder beeinflussen, indem man neue Entscheidungen in der Sache trifft und weiter an dem Projekt arbeitet

    - Entscheidungen treffen: warum fällt das schwer? weil du nicht weißt was du willst und die Auswahl so groß ist? weil Du nicht weißt wer Du bist? weil Du meinst Dich für die Entscheidungen rechtfetigen zu müssen? weil Du vorher schon denkst, daß Du Entscheidungen später bereuen wirst?

    - Beim Entscheidungen treffen fällt mir als Co Abhängiger ein: hier fällt es "uns" ja schwer sich zu trennen, was andere vielleicht schon längst gemacht hätten. Wir schieben die Trennung auf, weil wir denken, es gibt kein zurück, weil wir denken wir könne uns falsch entscheiden, müßten uns große rechtfertigen.

    - und vielleicht wollen wir immer DIE RICHTIGE Entscheidung treffen. Es allen recht machen. Perfektionismus. Ein Co Abhängägigien Zeichen?

    Gruß
    Rhein

    Hallo,
    auf Paddy Ausgangsbeitrag zurückkommen

    "dass wir Coabhängige meinen, dass unsere Liebe die Sucht besiegen könne."

    kann jeder von Euch einmal kurz und knapp jeweils mitteilen, ob er oder sie tatsächlich dachte, daß

    "seine/ihre Liebe die Sucht des Alkoholabhängigen besiegen könnte"

    zu mir: nein, das hatte ich nie gedacht. Ich brauchte nur leider viel zu viel Zeit um sein Alkoholproblem zu erkennen.

    Bittet antwortet doch alle kurz, danke

    Rhein

    hallo,

    paddy schreibst: "dass wir Coabhängige meinen, dass unsere Liebe die Sucht besiegen könne."

    Hier im Forum wurde ja kürzlich diskutiert, ich glaube auch im Beitrag "er", wer wir co abhängigen eigentlich sind, rumeierer, Beziehungsohmächtige, Fehlgeleitete, oder eben pathologisch Co Abhängige.

    Nach Paddys Definitionsansatz oben sehe ich mich nicht als stark Co Abhängig. Ich habe nie gedacht, daß meine Liebe ihne vom Alkohol loskriegen würde. Dass ich soweit nicht ging, dafür bin ich dankbar und habe auch kein Problem damit, daß ich nicht zu den schweren 'Co Abhängigen Fällen gehöre. Dennoch weiß ich um die Schwierigkeiten, die in der Beziehung mit dem Alkoholiker für mich und mit mir entstanden sind. Sie sind entstanden, da ich Co Abhängigen Anteile habe, aber eben nicht so stark wir von Paddy beschrieben, nicht in diesem Ausmaß. Es ist eben auch gut zu ahnen, wo man steht.

    lg
    Rhein

    hallo Renate,

    vielleicht die Frage umformulieren, also den Inhalt in der Klammer "z.B. ein Alkoholiker" durch "z.B. ein Co Abhängiger" zu ersetzen.
    Würde das nicht viel mehr Sinn machen, hier?
    Eine Frage, die sicher weh tut, so denke ich auch für mich.

    Rhein

    Hallo Hepzibah,

    Du scheinst richtig tief drin zu stecken.
    Ich schätze, du denkst auch, du hast das nicht verdienst, niemand hätte das verdient.

    manchmal wirst Du Gedanken haben, wie Du gerne leben würdest. Wie Dein Partner sein sollte. Und da gehört er in Deinen Gedanken nicht rein, nicht so, wie er sich zeigt, sich Dir gegenüber verhält.

    Und vielleicht fragst Du Dich, wenn er sich ändern würde, wenn er doch kein 'Alkohol mehr tränke, dann wäre es vielleicht gut. Vielleicht. Aber dafür müßte er erst konsequent mit dem Alkohol aufhöhren. Darauf wirst Du länger warten müssen, als Dir lieb ist. Nimm Deine Sachen und laufe weg. Seis zu Deinen Eltern, Geschwistern, Jugendamt, Diakonie.

    Du bist hier nicht alleine, wir verstehen Dich und ahnen, wie es Dir geht. Du bist hier gut aufgehoben.

    Rhein

    Hallo sE,

    kann es sein, daß ihr in der Partnerschaft Kommunikationsprobleme habt? und daß Deine Partnerin Dich irgendwie dominiert? daß Du etwas Furcht hast ihr zu sagen was Du ihr sagen willst?

    wenn es so ist, willst Du in einer solchen Partnerschaft leben, abgesehen von dem Alkoholproblem?

    Du wirst es ihr nicht recht machen können, egal ob Brief oder Gespräch, Du wirst immer denken, daß Du es nie perfekt rüberbringen wirst. Dabei geht es doch nur um ein paar klare Sätze, siehe ganz am Anfang dieses Threads.

    Du wirst sie nicht retten können aber Dich.

    Gruß
    Rhein

    Hallo Nilay,
    herzlich willkommen hier im Forum. Du wirst hier viel für Dich lernen können, ich wünsche 'Dir einen guten Austausch.

    Wie sieht denn dein Rückzug konkret aus?

    Zu Deinen Fragen: ich denke, diese Fragen mögen Dich zwar beschäftigen, sie sollten aber nicht Deine Entscheidungen/Gefühle beeinflussen. Das sind Fragen, die er sich selber stellen kann, zu denen er selber Antworten suchen kann.

    Wichtig ist, daß´Du merkst, daß es Dir mit seinem Alkoholkonsum nicht gut geht, daß Du so nicht leben möchtest, kannst, ohne, daß Du darunter leidest.

    Du schreibst:
    "Er hat lange Zeit alles abgetan, geleugnet oder mich verbal angegriffen, wenn ich versuchte, dass heikle Thema anzusprechen. Seine Argumentation war: Dort wo er aufgewachsen ist, gehöre Alkohol zur Freizeitkultur, er habe nun mal gerne Spaß und sei in allem was er macht nun mal ein sehr intensiver Mensch. Er habe alles im Griff, ich solle mich nicht so aufregen und außerdem sei ich diejenige mit einem gestörten Verhältnis zu Alkohol, da meine Mutter trinkt (tut sie tatsächlich aber erst seit wenigen Jahren)."

    1:1 wie von "meinem" xy. Als er das zu mir sagte fühlte ich: Blödsinn. Aber ich dachte auch: vielleicht hat er doch recht, vielleicht bin ich der Spießer und spielverderber = ich gleich Schuld. Das war einer seiner Manipulationsversuche, mit denen er seinen Alkoholkonsum versuchte weiterhin im Alltag beibehalten zu können.

    Ein Jahr danach (Trennung, Abstand usw.) sagte er mir, daß das von seiner Seite aus alles Show usw. war.

    Du hast vor zehn Tage geschrieben. Wie gehts Dir heute? was gibt es neues?

    Rhein

    Hallo Brummbär,

    zur Unterkunft: ich war kürzlich in Berlin und hatte in einem hostel für 10 EURO/Nacht inkl. Frühstück übernachtet. War am Herrmannplatz, erstaunlich ruhig und sauber.

    Wenn Du zurück in die wohnung gehst, warum nicht. Wie wäre es aber mit einer Exitstrategie für den Notfall (Notfall: daß DU mit der Situation überfordert bist und DIR die Situation nicht gut tut), so daß DU im Notfall eine Unterkunft hättest, notfalls im Hostel für 10 EURO/Nacht.

    Und als Notfallstrategie könntest Du vorab bei einem Sozialdienst im Kiez dir eine Telefonnummer geben lassen, wer - solltest Du nicht länger in der Wohnung bleiben wollen - bei Deiner Mutter vorbeiguckenk würde -ob Deine Mutter dann die Tür aufmacht ist ihre Sache.

    Rhein

    Hallo Brummbär,

    gibt es denn nicht andere Verwandte, Tanten, Onkel, Cousine usw. mit denen Du drüber sprechen könntest? die Dich unterstützen können?

    Was meinst Du denn, was Du ihr jetzt konkret zurückgeben könntest, für das was sie die die Jahre über gegeben hat (was als Mutter ja eine ganz selbstverständliche Sache ist)?

    Willst Du ihr etwas geben, damit es ihr den Moment erträglicher macht oder damit es ihr langfristig besser geht oder damit Du keine Schuldgefühle mehr hast?

    Ich wünsche Dir viel Kraft, auch gerade jetzt in der dunklen und kalten Jahreszeit. Guck auch, daß es Dir gut geht, ruh Dich aus, entspanne Dich, nimm eine heiße Dusche.

    Was ist mit Deiner Wohnsituation nach dem 21.12.2012?

    Gruß
    Rhein

    Hallo Flower,

    Du schreibst "Die Nähe hat uns beiden sehr gut getan.(Ich habe mich nicht mit ihm treffen wollen,um ihn vom aufhören zu überzeugen),sondern einfach weil ich ihn sehen wollte,umarmen wollte,einfach weil mir seine Nähe gefehlt hat.Dieses Vertraute."

    hört sich nachvollziehbar an. Als co Abhängiger ist es aber eben oft nicht "einfach" xy sehen zu wollen. Als Co Abhängiger hinterfrage ich mich manchmal, was macht mir die Nähe xy so wertvoll, wenn sein Alkoholkonsum sein Wesen verändert und ich - wenn ich nicht aufpasse - mit den Auswirkungen seines Alkoholkonsum nicht zurechtkomme.

    Auch etwas schlechtes kann Vertraut sein. Was meinst du mit Vertrauen? Ist das eher eine Illusion? Worin vertraust Du? Welche Antennen werden da bei Dir angefunkt? Sind Deine Sensoren empfänglich für Störungen?

    Das körperliche Nähe fehlt ist menschlich. Ich konnte und wollte nach meniem Tiefpunkt aber keine körperliche Nähe mit xy. Diese körperliche Nähe konnte den Aufbruch der Illusion, die 'Ent-täuschung über Alles nicht mehr aufheben. Bei Verlangen nach körperlicher Nähe mit xy war ich nach meiner D'istanzierung sehr vorsichtig und fand mich, wenn ich körperliche Nahe danach wollte, egoistisch.

    Gruß
    Rhein

    Hallo Brummbär,

    Hut ab vor Deiner Handlung in der Kneipe, in der Du Deine Mutter angetroffen hattest. Du hast Dich stark abgegrenzt, daß war sicher nicht einfach aber es liest sich so, als seist du ganz klar gewesen in dem Moment und als hätte es kein Zögern gegeben, die Sache auf die Wirtin zu übertagen. Ich denke auch, daß das sehr wohl ihre Aufgabe ist.

    Wie ging es Dir hinterher, als du wieder weg aus der Kneipe warst? hattest Du schuldgefühle? hast Du nachverfolgt, daß mit Deiner Mutter dann passiert ist?

    Ich habe nicht deinen ganzen Faden gelesen, aber hast Du schon mal bei einer sozialpsychiatrischen Beratungsstelle vorgesprochen? das die bei Deiner Mutter mal vorgucken?

    Viel Kraft
    Rhein

    Hallo Brummbär,

    das hört sich gut an. Aber, hallo, "ein kleiner Schritt"? Ich finde, das war ein großer Schritt! Denke jetzt erstmal nicht daran was in vier Wochen ist, komm erstmal zu Dir, sei mit Dir.

    Rhein

    Hallo Zimttee,
    interessant was du über die Kinder Deiner Tante schreibst. Kannst Du erklären, wie die Verhaltensweisen deiner Cousiinen und Cousins damit zusammenhängen, daß sie seinerzeit in Watte gepackt wurden?

    und auch: siehst Du einen Zusammenhang zwischen EKA Deiner Tante und das in Watte ´packen ihrer Kinder?

    Danke, Rhein

    Hallo Martin,

    ja, nicht nur über Co Abhängigkeit, sondern auch "Warum Alkoholiker trinken".

    Das hängt ja alles zusammen und man will ja auch die Sachen versuchen zu verstehen. Aber auch wenn ich einiges verstanden habe zu Alkoholismus so habe ich immer noch kein Verständnis für bestimmte Verhaltensweisen meines ex xy.

    Was ich sagen will: sei vorsichtig, wenn Du jetzt in Deiner noch frischen Trennungszeit Alkoholismuß "verstehst", das könnte dazu führen, daß Du viel Verständnis für Deine alkoholkranken Partnerin aufbringst, Verständnis für iihr Verhalten Dir gegenüber und dadurch evtl. mit ihr wieder zusammenkommst, bevor Du von Dein Co Abhängikeit genesen bist und Deine Partnerin "zuverlässig" trocken ist.

    Berichte mal wie das Treffen verlaufen ist.

    Rhein

    Hallo Suzy,

    sorry, was heitß "angreifen lassen müssen"?

    und, warum sagst Du etwas 100 Mal, reichen nicht drei Mal?

    warum meinst Du xy noch Sachen erklären zu müssen, wie es Dir mit seinem Alkoholkonsum geht? warum nicht "einfach" handeln? Wills tDu ihm etwas erklären, damit er dann seine Einwlligung für Dein Handeln gibt?

    und, was der Mensch von der Suchtberatung von vor einem Jahr sagte: ich denke, daß man als akut Co Abhängiger der Wahrheit noch schlecht ins Gesicht sehen kann und auch dem Erfahrungswert eines Beraters argwöhnisch gegenübersteht. So wie es mir scheint siehst Du seine Aussage von vor einem Jahr mittlerweile aus einer anderen Perspektive. Das zeigt doch, daß Du schon etwas Abstand gewonnen hast.

    paß auf Dich auf
    Rhein

    Lieber Martin,

    auch von mir herzlich willkommen! schreibe hier alles was Dich bedrückt, Du bist hier in guter Gesellschaft.

    Nutze Die Zeit wo nun Dein Suchtmittel Dir entzogen ist, versuche ohne es bzw. sie zu leben ohne Ersatzabhängigkeiten aufzubauen.

    Das Du beim Arzt warst ist ein großer Schritt.

    Ja, etwas für sich selber tun. Fühl Dich wieder selber, laß es Dir gut gehen, laß Dir eine Massage geben, gehe in die Therme, tu etwas für DICH

    Rhein

    Hallo Prinzessin,

    vielleicht naiv und unerfahren von mir, aber, da --Du-- nichts mehr tun kannst, damit sie wieder gesundet wäre es doch auch für Dich gut Frieden mit dem Unausweichlichen zu suchen.

    Es hilft doch Dir und Deinem Mann nicht, wenn Du gerade jetzt nicht weißt wo Dir der Kopf steht. Wäre es nicht schlecht gerade jetzt zur Ruhe zu kommen, zu regeln was zu regeln ist und in Ruhe Abschied zu nehmen? Vielleicht willst Du Dir irgendwie spirituellen Beistand suchen, damit Du eine andere Sicht bekommst, um dann auch somit Deinem Mann eine bessere Stütze sein zu können.

    Rhein

    Hallo je suis,

    habt ihr eine KOntaktsperre ausgerufen? wie reagierst Du sollte er Dich anrufen/SMSen/vor der Haustür stehen?

    Nimm Dir erstmal Zeit für 'Dich selber, tu Dir was Gutes (Sauna, Massage, frische Luft, Freunde treffen); der Schmerz über die Trennung wird wohl erstmal anhalten aber jeden Tag ein ganz bischen weniger werden.

    alles gute und schreib hier wenn Dir danach ist.

    Rhein

    hallo,
    ich kann das verstehen. Andererseits ist es ja immer dieses Ding: man will eine Beziehung nicht aufgeben WEIL man ja schon soundsolange in der Beziehung steckt und scheinbar (zumindest sehe ich das so) eine Beziehung an wert gewinnt umso länger man zusammen ist. ach ja, bis das der Tod uns scheidet.
    ja, das kenne ich. Und ausprobieren soll man es auch, wer will schon die Flinte voreilig ins Korn schmeißen. Da muß ich immer wachsam bleiben und erkennen, wann es anfängt, daß "das länger zusammenbleiben" keinen Mehrwert mehr bringt weil ich in der Beziehung mit xy immer tiefe in die co reinrutsche.

    Gruß
    Rhein