Beiträge von Micha

    Hallo Marcel und herzlich willkommen,

    dass deine nächste Anlaufstelle ein Arzt sein sollte, hast du schon gehört. Mit ihm kannst du beratschlagen, welche Form von Entzug für dich geeignet ist. Sei von Anfang an ehrlich. Das bringt's. Stell' dich offen zu dem, was du hier geschrieben hast. Je schneller du echt verinnerlichst, dass du Alkoholiker bist, umso weniger dramatisch ist das.

    Wandel' deine Wut in positive Energie und beginne ein neues Leben. Und nichts anderes als ein neues Leben erwartet dich. Wie das dann im Einzelnen aussehen wird, bestimmst du. Vielleicht das erste Mal.

    Ich persönlich habe es vom ersten Tag genossen, nicht mehr trinken zu müssen. Ich habe die Sauferei gehasst. Ich hatte es zutiefst satt, deratig von etwas abhängig zu sein, was ich verabscheute und was mir zuerst die Lebensqualität und dann das ganze Leben rauben würde.

    Mach' dir nicht einen zu großen Kopf, wie es sein wird. Mir war egal, wie es sein würde, denn ich wusste: nichts wäre schlimmer, als so weiter zu leben. Ich habe das Verlassen des Alkohols aus meinem Körper und auch jeden einzelnen Tag danach als Befreiung erlebt, auch wenn im Leben deswegen nicht von heute auf morgen alles von allein rundläuft.

    Trockenwerden ist Arbeit. Der Entzug ist "nur" ein Schritt. Aber der erste. Und dann muss man bereit sein, viel für sein neues und trockenes Leben zu tun und zu lernen.

    Ich fühle mich vom Denken her noch nicht trocken. Aber ich bin mittlerweile auf einem guten Weg dorthin und kann sagen: Es lohnt sich. Und jeder kann es packen, wenn er ehrlich bereit ist und am Ball bleibt.

    Man braucht viel Mut und viel Kraft und viel Geduld mit sich und dafür bekommt man sein Leben zurück.

    Ich wünsche dir auf deinem Weg alles Gute

    Gruß vom Micha

    Kein Problem Speedy, ich will dir noch einmal verzeihen :wink::lol:

    Einen dicken Kopf nach dem Verzehr von Früchtetee kann ich mir nicht wirklich erklären, allerdings wundert mich in der Richtung gar nichts. Ich würde mal versuchen zu ermitteln, was in den Tee an Aromastoffen drin ist, die du vielleicht nicht verträgst. Oder andere Substanzen.

    Jedenfalls würde ich es mal auf die Sorte schieben und es mit einer anderen probieren.


    Petter, ich gehe davon aus, dass wir "zivilisierten" Menschen von allem und jedem abhängig werden können, wenn wir dazu neigen und nichts dagegen unternehmen.


    Ich denke, dass Teein ähnlich gelagert ist wie Koffein, aber da würde ich mir nicht so einen großen Kopf drum machen, wenn sich der Konsum in Grenzen hält und keinen spürbaren Schaden anrichtet.

    Für mich wird mein Verhalten eindeutig als Suchtverhalten offenbar, wenn ich etwas tue, obwohl mir bewusst ist, dass es mir schadet und der Nutzen in keinem rationalen Zusammenhang zum Schaden steht.

    Das ist bei mir in Bezug auf Kaffee eindeutig der Fall, da ich in den Dosen, in denen ich Kaffee konsumier(t)e arge Magenprobleme davon bekomme.

    Aber da wollte ich hier eigentlich gar nicht drauf hinaus. Was mich so nachdenklich machte, war die Art und Weise, wie ich koffeinrückfällig wurde. Nämlich über diese blöden "Pocket Coffees".

    Ich bekam durch diesen Vorgang eine Ahnung, was bei mir abgehen könnte/würde, wenn ich - im Bewusstsein Alkohol zu mir zu nehmen - eine dieser berühmten Cognacbohnen essen würde.

    Gruß vom Micha

    Hallo und willkommen Mondlandwirt,

    ich kann, wie Kijara auch, zu einer stationären Entgiftung oder unter ärztlicher Aufsicht aus eigener Erfahrung auch nichts sagen, aber denke auch, dass du hier noch einige Antworten dazu bekommen wirst. In jedem Fall solltest du einen Arzt aufsuchen.

    Wie heftig der Entzug wird ist individuell sehr unterschiedlich. Wichtig ist deine Entschlossenheit gegen Hyde anzugehen - unabhängig von der Stärke seiner Gegenwehr.

    Du kannst ihn nicht töten, um bei deinem Bild zu bleiben, aber du kannst sehr gut und zufrieden mit ihm leben lernen. Ich bin dabei dies mit Hilfe der Menschen hier im Forum zu tun.

    Ich bin jetzt 5 Monate trocken und hätte dies alleine sicher nicht geschafft.

    Ich wünsch' dir für deine weiteren Schritte viel Kraft und Entschlossenheit.

    Herliche Grüße vom Micha

    Hallo Micha,

    ich bin auch ein Micha aus Berlin, 5 Monate trocken.

    Ich kenne den Ernst und weiß, dass er am Bundesplatz in Privatinitiative eine alkoholfreie Begegnungsstätte betreibt.

    Ich war nie dort, weiß nicht, ob man ihn dort auch antrifft, aber vielleicht wäre das eine Anlaufstelle für dich.

    Gruß Micha

    Hallo liebe Leute,

    ich habe eine für mich sehr interessante Erfahrung gemacht mit einem süchtigmachenden Stoff in "Lebensmitteln".

    Ich bin seit 5 Monaten trocken und es geht nicht um Alkohol. Meine Erfahrung lässt sich aber meiner Meinung nach auf die Gefahren bei der Alkoholsucht problemlos übertragen.

    Oft ist ja die Frage, wieviel Alkohol und in welcher Form darf ein Lebensmittel enthalten, um dem trockenen Alkoholiker nicht gefährlich zu werden. In manchen Punkten sind sich da fast alle einig, die ganz genaue Grenze muss wohl mit der Zeit individuell von jedem selbst herausgefunden werden.

    Ich habe vor 3 Jahren mit dem Nikotin schlussgemacht und vor 5 Monaten mit dem Alkohol und vor 4 Wochen mit dem Koffein. Ich bin auch stark koffeinsüchtig. Sicher interessieren sich die wenigsten für Koffeinsucht, aber der Vorgang wie ich vor 2 Wochen rückfällig wurde, war sehr interessant für Alkoholiker.

    Ich hatte vor 4 Wochen eine vorrübergehende Arbeitsuntüchtigkeit genutzt, um endlich auch einen langersehnten Koffeinentzug zu machen. Ich trinke wesentlich mehr Kaffee, als mir das gut tut. Der Entzug war auch nicht so harmlos, wie das viele beim Kaffee annehmen würden. Natürlich kein Vergleich zum Alkoholentzug, darum geht es mir aber auch gar nicht. Aber etwas wie einen starken Migräneanfall über drei Tage hatte ich mir schon eingehandelt.

    Vor 2 Wochen dann bekam ich bei der Arbeit Süßigkeiten angeboten, die extra groß ausgewiesen Kaffee enthalten und wohl auch als "Wachmacher" auf dem Markt beworben werden. Ich las mir extra die Zutatenliste durch und fand gleich als erstes den Kaffee in irgendeiner Form.

    Ich dachte als Alkoholiker sofort an die "berühmte" Cognacbohne, die ich selbstverständlich nicht essen würde. Ich legte diese Kaffeepralinen erstmal beiseite, dachte aber die ganze Zeit darüber nach, ob ich sie essen solle.

    Ich muss dazu sagen, dass ich nur zu 99% davon überzeugt war, nie wieder Kaffee zu trinken. Das wusste ich auch. es war nicht diese Unbedingtheit da wie beim Alkohol, die so wichtig ist, um es dauerhaft zu schaffen. Ich hatte nicht alle Türen hinter mir verschlossen. Hatte beispielsweise noch eine Packung verführerisch riechenden frischen Kaffees zu Hause.

    Ich schlawenzelte noch eine halbe Stunde um die Pralinen herum, um dann schließlich drei von 5 zu verzehren. Sie schmeckten scheußlich. Ich bin gar kein Fan von so einer Art Süßschleim ...brrrrr. Aber ich as sie trotzdem.

    Das Verrückte war, dass ich in dem Moment, da ich die Packung aufbrach auch wusste, dass das ein Rückfall wäre. Mir war klar, dass ich in dem Moment meine koffeinlose Zeit beenden würde und nun wieder koffeinsüchtig war.

    Als ich 2 Stunden später zu Hause war, ging ich ganz selbstverständlich an den Herd, setzte mir Kaffeewasser auf, ließ ein paar Bohnen in die Mühle purzeln und seit diesem Moment war ich (und bin ich noch) bei der selben Konsumdosis wie zuletzt.

    Ich werde natrürlich damit leben, obwohl es magenmäßig schon mein Wohlbefinden imens einschränkt. Ich werde auch versuchen zu gegebener Zeit wieder davon runterzukommen.

    Für mich als Alki war es aber eine sehr wichtige Erfahrung, sozusagen live mitzuerleben, auf welche Weise ein Stoffsüchtiger sich wieder verführen und zurück in die Abhängigkeit begeben kann - freiwillig und sehenden Auges. Ich konnte genau registrieren, welcher Kurzschluss sich in meinem Kopf ereignete.

    Das hat meine Sinne für im Alltag in Spuren vorliegende Alkohole noch sensibilisiert.

    Ich wollte das in dem Zusammenhang bloß mal erzählen, aber nicht euch euren Frühstücks oder Nachmittagskaffee vermiesen. Kaffee war nur das Beispiel.


    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo Dante,

    dass der Drang nach Isolation nachlässt empfinde ich einfach als gute Entwicklung. Ob das nun ein Erfolg der Therapie war oder die Gewöhnung ist doch egal. Vielleicht arbeitet eine Therapie halt mit der Gewohnheit.

    Ich find's auch kräfteaufwendig, sich mit sich selbst auseinaderzusetzen, aber zugleich auch kräftigend. Wenn man sich erstmal auf seine innersten Gefühle einzulassen versteht, kann ein Kräftekreislauf zustande kommen, der eine ausgeglichene oder dann auch positive Energiebilanz aufweist.

    Ich find's klasse mit welcher Nüchternheit du deinen Weg in kleinen Schritten durchziehst, auch wenn die großen Highlights ausbleiben.

    Gruß vom Micha

    Hallo Chrissie,

    herzlich willkommen bei uns.

    Ich habe keine Kinder und weiß keinen konkreten Rat, wie das mit einem Entzug bei dir am besten zu regeln wäre organisatorisch.

    Aber ich finde es total gut, dass du dir Hilfe suchst und du wirst hier sicher auch noch welche bekommen.

    Das ist der erste wichtige Schritt, dass man sich eingesteht, dass etwas völlig schief läuft mit einem und man sich alleine nicht mehr helfen kann und Hilfe sucht.

    Mir hat das Forum sehr geholfen und das tut es auch noch immer. Du hast hier eine gute Adresse erwischt. Warte noch auf ein paar Antworten.

    Ich wünsche dir viel Kraft für deinen Weg und den Mut, weiter am Ball zu bleiben. Es lohnt, glaub' mir.

    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo 0,0,

    du schreibst, du denkst immer noch an Alkohol.

    Ich bin 5 Monate nüchtern und denke nicht nur jeden Tag, sondern jede Stunde an Alkohol, obwohl er schon vor vielen Wochen meinen Körper verlassen hat. Ich habe seine tiefgreifende Wirkung auf meine Psyche anerkannt. Er sitzt sehr tief. Ich lasse diese Gedanken an den Alkohol so kommen wie sie sind, weil ich so verstehen lerne, was er eigentlich noch von mir will und welche Methoden er anwendet, mir wieder das Saufen schmackhaft zu machen.

    Ich kann den Feind studieren, um ihn zu besiegen. Und besiegen kann ich ihn nur, wenn ich mich nicht mehr körperlich mit ihm einlasse. Aber genau das habe ich über 25 Jahre nicht kapiert und wundere mich jetzt auch nicht mehr, dass es mindestens einige Monate dauert, bis ich trockenes Leben erlernt habe. Ich sehe das als meine Hauptaufgabe, um dieses Leben wieder als Leben bezeichnen zu können. Mich lebendig spüren zu können.

    Daran arbeite ich tagtäglich und ich merke Erfolge dabei, die mich bestätigen und anspornen und mir zeigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich habe hier im Forum sehr viel über unsere Krankheit gelernt und über mich und was sie mit mir machte. Dieses Wissen zu erarbeiten macht mich richtig glücklich, es ist mir nicht lästig. Weil ich merke, dass es für mich der Schlüssel zurück ins Leben ist.

    Du schreibst: " Ich werde versuchen weiter durchzuhalten."

    Nur 'durchhalten' haut nicht lange hin. Und 'versuchen' klingt so nach Glücksspiel. Mach' dir doch mal klar was es für dein Leben bedeutet, wenn du wieder trinkst. Was gibt es da durchzuhalten? Sei doch froh, wenn du nicht mehr trinken musst. Und statt 'versuchen' wirst du dir das erarbeiten müssen.

    Was hast du jetzt vor weiter für deine Trockenheit zu tun ?

    Ich wünsche dir alles Gute

    Micha

    Hallo Coraly,

    du schreibst: "Nichttrinken macht irgendwie einsam."

    Ich denke, ich weiß was du meinst. Ich bin aber für mich dahinter gekommen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Nach und nach erkenne ich, dass ich mir die Einsamkeit über lange Jahre angesoffen hatte und jetzt nüchtern natürlich erst richtig spüre.

    Vielleicht fühle ich mich vorrübergehend alleine wenn ich mich von trinkenden Bekannten und nassen Gewohnheiten entferne, aber was Einsamkeit bedeutet hat mir der Alkohol gezeigt.

    Ich wünsch' dir weiterhin alles Gute auf deinem Weg und bleib' wachsam ... jetzt geht das Erlernen des trockenen Denkens und Lebens erst richig los.


    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo 0,0,

    du hast so einen schönen Namen.

    Wofür steht er ? Für 0,0 Lebensmut ?

    Es gibt keine Gründe für's Trinken. Ausser Entzugserscheinungen, die man bekommt weil man suchtkrank ist. Und das gehört angegangen und behandelt. Aber nicht mit Alkohol. Geh' zum Arzt.

    Halte dich nicht länger mit Selbstmitleid auf, denn das kostet dich nur unnötig viel kostbare Zeit deines Lebens.

    Jetzt heißt es handeln. Wann sonst?

    Wir können dich hier begleiten, aber den ersten und wichtigsten Schritt musst du allein gehen wollen.

    Ich wünsch' dir viel Kraft

    Micha

    Hallo Coraly,

    ich hatte anfangs auch die Idee, "alkoholfreies" Bier zu trinken. Aber ich habe mich hier schnell eines besseren belehren lassen.

    Selbst wenn wirklich kein Alk enthalten wäre, erinnert das ganze Ritual viel zu sehr ans Saufen. Man glaubt kaum, was das im Kopf anstellen kann.

    Als ich bewusst mein erstes "alkoholfreies" Bier soff - das ist schon eine ganze Weile her, während einer meiner vielen Trinkpausen - zelebrierte ich das richtig. Es war kalt und von der gleichen Firma, die ich sonst auch meistens soff und schmeckte dem Original schon recht ähnlich. Und ich goss es in ein Glas, so richtig mit Blume und so.

    Und was soll ich dir sagen: nach dem ersten großen Schluck meldete mein Hirn Alkoholwirkung. Nicht von dem Bisschen, was da drin ist, sondern viel stärker, weil es darauf programmiert ist. Da kommen alte Suchtprozesse hoch, die wir nicht wecken möchten.

    Ich denk' mir heute: ich hab' vor zweieinhalb Jahren mit dem Rauchen schlussgemacht und renne ja auch nicht mit einer Schokoladenzigarette durch die Gegend.

    Solche Rituale gehören nicht ins trockene Denken.

    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo coraly,

    genauso ist es: du bist unheilbar krank, denn du bist Alkoholikerin. Und die Krankheit Alkoholismus ist unheilbar.

    Das ist immer die schlechte Nachricht.

    Und die gute ist: Die Krankheit wird dich weder töten, noch deine weitere Lebensqualität beeinträchtigen, wenn du deinen trockenen Lebensweg (mit uns gemeinsam) fortsetzt.

    Der Gedanke, den du hast gefällt mir und er beflügelt mich auch. Und sogar jeden Tag ein wenig mehr ...

    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo Kiki und herzlich willkommen,

    ich fasse zusammen: Du hast dein Meerschweinchen bereits mit in die Beziehung gebracht :wink: und du hast die beste Entscheidung deines Lebens getroffen, den Rest deines Lebens ohne den Krank- und Totmacher Alkohol zu verbringen.

    Das zweite habe ich auch gemacht und ich freue mich jeden Tag etwas mehr darüber. Ich habe hier im Forum gut zugehört und mir sagen lassen, dass das nicht so mit links nebenbei zu machen ist - und das stimmt. Und ich habe mir sagen lassen, dass es aber durch ständiges arbeiten an sich und Weiterentwicklung möglich ist, ein zufrieden-trockenes leben zu führen - und soweit ich das nach 4 Monaten überblicke stimmt das auch.

    Ich wünsch' dir weiterhin viel Erfolg auf deinem Weg und das du noch ganz viel Freude daran hast, dich so lieb bei deinem Körper zu bedanken.

    Viele Grüße vom

    Micha
    der auch von Tag zu Tag mehr daran glaubt, dass alles gut wird

    Hallo liebe Leute,

    vielen Dank für das Vorkramen des Briefes. Ich freue mich sehr, wenn er dem einen oder der anderen etwas sagt.

    Ich hatte ihn so für mich geschrieben weil ich mich dabei ertappte, fortwährend mit dem Alkohol zu reden. Also schrieb ich meine Gedanken auf in meinem Tagebuch im geschlossenen Bereich. Dort hat er ein nettes Echo ausgelöst, sodass ich mich entschloss, ihn hier in den offenen Bereich zu stellen damit ihr ihn alle lesen könnt.

    Ich freue mich echt über jeden, den er ein wenig weiterbringt und finde es schön, wenn er unter diesen Umständen immer mal wieder gelesen wird.

    Dankeschön für eure netten Rückmeldungen und weiterhin allen einen zufrieden-trockenen Weg

    Viele Grüße vom Micha

    Hallo liebe Leute,

    zu der zuletzt angetippten Frage, ob ich mich in der richtigen Gruppe befinde ? Ja, klar und deutlich.


    Ich empfinde es als großes Glück hier gelandet zu sein. Ich habe hier all' die Dinge wie Schwarz/Weiß-Denken in Bezug auf Alkohol, die dafür notwendige Konsequenz und die Blödsinnigkeit des versuchten kontrollierten Trinkens, ein alkoholfreies Zu Hause, Umbau des Bekanntenkreises und aktives Arbeiten am Trockenwerden gelernt. Und vor allem Offenheit und Ehrlichkeit, die für mich die wesentliche Grundlage der positiven trockenen Veränderung sind.

    Sich also ganz konsequent und zielgerichtet ein Netzwerk zu zimmern, in dem ich mich trocken, sicher und zufrieden wohlfühlen kann.

    Mein Vorstellungsthread vor einigen Wochen hieß "Eiertanzende". Das war anscheinend damals von Beginn an mein Bauchgefühl, dieser Eierei ein Ende setzen zu wollen. Und ich habe genau das Handwerkszeug, das ich dafür brauchte hier gefunden.

    Ich möchte an dieser Stelle nochmal hervorheben, dass Annika keineswegs geschrieben hat, sie hätte Angst vor einem Rückfall. Eben nicht. Sie hat gelernt, nie den Respekt vor einer Rückfallgefahr zu verlieren und konnte so ihre Angst davor abbauen.

    Dabei bin ich auch: die kleinen Zeichen in mir und meinem Denken und Verhalten erkennen zu lernen, die mich hellhörig werden lassen, wenn sich "nasses" Denken einschleicht. Und dem dann ganz konsequent nachzugehen und zu verändern.


    Grüße vom Micha