Beiträge von Micha

    Zitat

    Nur irgendwo muß ich für mich eine Grenze ziehen und mir ja auch ein gewisses Quantum an Stärke bzw. drüberstehen zollen.


    Hallo Claudia,

    das mit der Grenze stimmt.

    Die Frage ist, welche Kriterien lege ich an, um die Grenzziehung zu ermitteln? Wenn ich erst so kurz trocken bin, dann verfüge ich ja nicht über die notwendige Erfahrung, mich realistisch einschätzen zu können.

    Deswegen ist es sehr wichtig, im Zweifelsfall immer die sichere Alternative zu wählen. Ich habe das so gemacht, dass ich hier im Forum auf Ratschläge vertraut habe von Menschen, die diese Erfahrung des langjährigen Trockenlebens schon hatten und die zuvor - so wie ich bis dahin - auch schon sehr sehr viele missglückte Versuche hinter sich bringen mussten, die letztlich immer wieder beim Saufen endeten.

    Und ein Zahn habe ich mir von Anfang an ziehen lassen: Mit Stärke und Drüberstehen bekommt man seine Alkoholkrankheit nicht in den Griff. Kein Mensch würde zum Beispiel versuchen seine Zuckerkrankheit durch Drüberstehen zu stoppen.

    Natürlich wird man in unserer Gesellschaft auch in Situationen mit Alkohol konfrontiert, die sich nicht vermeiden lassen, aber das heißt nicht, dass Stärke darin liegt, sich bewusst in eine Situation zu begeben, in der man nur eine Armlänge von einem Bier entfernt sitzt und in der man vor noch kurzer Zeit dieses Bier getrunken hätte.

    Dabei geht es gar nicht darum, dass man es in diesem Moment nicht schafft, dies seinzulassen, aber es dient nicht einem geistigen Loslösungprozess vom Alkohol, den man dringend in Gang setzen sollte, wenn man wirklich dauerhaft trocken leben möchte.

    Dieser Prozess geht über Jahre. Ich selbst habe das Gefühl, dass echte Veränderungen bei mir jetzt nach einem Jahr ohne Alkohol erst anfangen und ich nun beginne, ein Leben ohne Alkohol zu verinnerlichen. Und das meine Verhaltensmuster, die dazu beitrugen und mich veranlasst hatten immer wieder zum Mittel der Betäubung zu greifen, sich erst jetzt langsam verändern und meine neu erlernten Konfliktbewältigungs- und Entspannungstrategien erst jetzt anfangen zu greifen.

    Ich hatte immer wieder gehört: "Du musst Geduld haben" und das sage ich mir nun jeden Tag selbst.

    Und ich wünsche sie dir, diese Geduld.


    Herzliche Grüße vom Micha

    Zitat

    nur eine meiner Kolleginnen hatte doch sage und schreibe ein Bier.

    Hallo Claudia,

    was willst du mehr für einen Rückfall?


    Aber davon abgesehen muss ich gestehen, hatte ich mir dein Treffen im Kollegenkreis etwas nasser vorgestellt und deine Einstellung zum Ganzen etwas wankelmütiger herrausgelesen. Manchmal muss man sich auch erstmal schriftlich besser kennenlernen. Mich bringt das Schreiben und der Austausch hier jedenfalls auch wesentlich voran. Ich habe im geschlossenen Bereich eine Art Tagebuch, was ich führe seit ich hier bin.


    Erfreulich, dass du gesundheitlich mit einem blauen Auge davon gekommen bist und durch eine vernünftige Lebensweise alles soweit ins Lot bekommen kannst.

    Für heute wünsch' ich dir und deinem Sohn einen schönen trockenen Badetag und würde mich freuen, wieder von dir zu hören.


    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo Claudia,

    du hast am 11.07. geschrieben:

    Zitat

    So richtig vorstellen, daß ich nie wieder was trinken "darf" kann ich mir noch nicht. Aber es wird wohl so sein müssen und ich freu mich im Endeffekt auf den Tag, wo es für mich kein besonderer Gedanke mehr ist, sondern ich einfach verinnerlicht habe, daß ich nie wieder trinken will.

    da kannst du das Wort "darf" in noch so große Gänsefüßchen setzen. Es ist in diesem Zusammenhang einfach fehl am Platz. Wenn du willst, darfst du alles.
    Du sagst, du freust dich auf den Tag, an dem du nicht mehr willst. Heißt das, dass du heute trinken willst?

    Man könnte es fast denken, wenn man liest, wie du dich heute gegen das Saufen "schützt":

    Zitat

    Und heute abend werde ich mit ein paar Kollegen mal wieder schön zum Essen ausgehen. Um mir wirklich auch mein allerletztes Hintertürchen zuzusperren hab ich mich entschlossen, mit meinem Auto dorthin zu fahren.

    An meinem Schein hänge ich denn doch sehr viel mehr als an der Flasche.

    Ich gehe mal davon aus, dass die Kollegen trinken werden und du dein Auto als Ausrede benutzt vor ihnen, anstatt die Karten auf den Tisch zu packen.

    Wenn du vor deinem Partner auch so taktierst, dann wundert's mich nicht, wenn er dich nicht ernst nimmt. Du machst vermutlich noch keinen sehr ernsthaften Eindruck.

    Wenn du heute wirklich das letzte Hintertürchen hättest schließen wollen, hättest du das Essen abgesagt. So kannst du entweder ein Taxi nehmen, dich von einem Kollegen nach Hause bringen lassen oder angetrunken die guten Vorsätze, nicht zu fahren in den Wind schlagen.

    Sind das genug Hintertürchen?


    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo Kelestina,

    indem wir uns für ein trockenes Leben entschieden haben, haben wir uns entschieden, uns zu verändern. Das betrifft natürlich auch die Partnerschaft.

    Du flüchtest nicht mehr in die Betäubung oder eine Scheinwelt und nimmst deine Beziehung nun anders wahr. Realistischer.

    Wenn ich mich einsam in einer Partnerschaft fühle, muss ich das meinen Partner wissen lassen. Nur im Austausch mit ihm kann ich dies verändern. Ich muss verstärkt das Gespräch mit ihm suchen, auch wenn er es in diesem Maße nicht gewohnt ist.

    Für ihn ist das natürlich auch eine Umstellung und es wird sich zeigen, wie er damit zurechtkommt. Er braucht auch eine Zeit, sich darauf einzustellen und Geduld ist da sicher ein guter Ratgeber, aber auf der anderen Seite, solltest du deinen Bedürfnissen immer wieder Gehör verschaffen und dich nicht abspeisen lassen.

    Es ist gut, wenn er sich bewusst ist, dass Trockenwerden für einen Alkoholiker mit massiven Veränderungen einhergeht. Sprich mit ihm. Sag, was du dir von ihm wünschst.


    Herzliche Grüße vom Micha

    Liebe Skye,

    ich wünsche dir alles Gute zum Geburtstag. Hoffentlich macht dir deine Mutter das schönste Geschenk, das du dir von ihr wünschst und bleibt nüchtern.

    Wenn aber nicht, mach' deine Stimmung nicht restlos davon abhängig und setze deine Erkenntnisse der letzten Zeit um, indem du dich rasch wieder verabschiedest und deinen Geburtstag ganz nach DEINEN Wünschen gestaltest.

    Du bist in den letzten Jahren gut vorangekommen, bleib' weiter auf deinem Kurs, auch wenn du manchmal gerne schneller wärst.

    Ich wünsche dir die Geduld, die du dafür brauchst.


    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo Scrooge,

    willkommen zurück. Schön, dass du deinen Weg konsequent weitergehst.

    Mich würde auch interessieren wie du so schnell vom Saulus zum Paulus geworden bist :wink: . Wie sieht den deine Tätigkeit bei der Suchthilfe aus?


    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo Eric,

    schön zu hören, dass es dir trocken zufrieden großartig geht.
    Positive Beispiele sind besonders für Frischlinge immer wieder aufbauend und ich freue mich, dass du dich entschlossen hast, etwas von deinen Erfahrungen weiterzuvermitteln.


    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo Fantasy40,

    ich kann mir eigentlich nur einen einzigen Grund vorstellen, warum du dich nicht zur Ärztin traust. Weil du Angst vor dir selbst hast und deiner eigenen Courage. Weil du weißt, dass du dann deinen Worten Taten folgen lassen müsstest.

    Aber es gibt nichts Gutes außer man tut es. Das gilt insbesondere beim Trockenwerden.

    Ich wünsch' dir den Mut, der dich diese wichtige Schwelle nehmen lässt.


    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo Blizzard,

    hast du dir schon Gedanken über die Hochzeit unter dem Aspekt "Alkohol" gemacht? Das Eine wird doch für gewöhnlich gerne mit dem Anderen verbunden. Wie wirst du das handhaben?

    Auch Urlaub wurde bei vielen von uns zu einer Sauftour, wie wird das bei dir aussehen?


    Ich wünsch' dir heute einen schönen trockenen 102. Tag in deinem neuen Lebensabschnitt.


    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo Blizzard,

    ich genieße es auch zunehmend, wenn es mir mal gelingt, auf die Frage "Wie geht es dir" zu sagen:

    "Miiir geht guut."

    Natürlich nur wenn es stimmt und nicht im Sinne einer Small-Talk-Antwort, sondern aus momentaner Überzeugung.

    Auf der anderen Seite finde ich aber :wink: , dass es dieses "Aber" eben auch meistens gibt. So ganz rein sind Gefühlslagen ja selten, sondern sie bestehen nun mal aus verschiedenen Zutaten, so wie ein Lebensmittel auch nie nur salzig oder nur bitter oder süß ist.

    Und da finde ich es auch schön und genauso wichtig, dieses "Aber" auch annehmen zu können und sich auch mit der Kehrseite der Medaille zu versöhnen und zufrieden damit leben zu lernen.

    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo Fantasy,

    "Allein schaffe ich es nicht" und "Ich muss das ohne meine Mitmenschen regeln" ist ein Widerspruch, den du noch auflösen musst.

    "Ich nehme auch jeden Rat und jede Hilfe an" und "Eine Entgiftung brauche ich nicht" genauso.

    Um es zu schaffen, ist es ganz wesentlich, dass du aus deiner Heimlichkeit rauskommst, weil genau diese zu deinem Krankheitsbild gehört. Du solltest dich deinem Arzt ohne falsche Scham anvertrauen. Er ist ausgebildet für den Umgang mit kranken Menschen. Und ein Alkoholiker ist ein kranker Mensch.


    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo liebe Leut',

    für mich ist die beste Möglichkeit nicht zuRückzuFallen, voranzuschreiten.

    Ich benötige eine Art Frühwarnsystem, das klingelt, wenn ich mal im Stau steh'. Aber manchmal kommt die Weiterentwicklung ja so schleichend zum Stillstand, dass man es vielleicht nicht gleich merkt.

    Ich hab' mir deswegen angewöhnt einer solchen Klingel nicht 100%ig zu vertrauen, die eben nur anspringt, wenn das Kind schon auf dem Brunnenrand spielt, sondern täglich von mir aus ein Update zu machen, ganz unabhängig von meiner aktuellen Stimmung. Manchmal auch mehrfach täglich.

    Ich habe mir eine Art "Systemwiederherstellungspunkt" gesetzt (aus der PC-Sprache), auf den ich testweise mein inneres System zurücksetzen kann. Dieser Punkt ist identisch mit meinem persönlichen Tiefpunkt. Das ist bei mir die Phase der letzten 4 Wochen, die ich noch trank.

    Diese Erinnerung rufe ich nach Belieben ab und verknüpfe sie ganz unmittelbar, ohne Umwege mit einem ersten Glas. Ohne Wenn und Aber.
    Ich halte meine emotinale Erinnerung daran frisch, warum ich nicht trinken will. Ich hatte damals seelisch schlimme Schmerzen, die ich für nichts auf der Welt noch einmal haben möchte.

    Erstes Glas=diese seelischen Schmerzen

    Grundlage ist selbstverständlich, dass mein Gedankenprozess über kontrolliertes Trinken ein- für allemal abgeschlossen ist.


    Herzliche Grüße vom Micha


    P.S.: Das ist jetzt wie gesagt nur zu dem Thema: Wie nicht zurückfallen? Das Entscheidene ist natürlich das Voranschreiten

    Hallo Sunside,

    ich denke auch, dass sich ein nasser Alkoholiker belügt. Geht ja gar nicht anders.

    Aber du bist ja nicht mehr nass. Du bist zwar auch noch nicht trocken, aber du bewegst dich in diesem Zwischenraum sehr reflektiert, stellst dir und uns Fragen, ziehst Schlüsse für dich aus Antworten und setzt um, arbeitest eben an deiner Trockenheit. Solange man das tut, befindet man sich auch auf dem Weg dorthin und nicht in einer Trinkpause.

    Aber man wird ja nicht über Nacht trocken und so wird man auch nicht von heute auf morgen die Selbstlüge einstellen können. Ich finde, hierbei ist die Richtung des Weges wichtig und viel Geduld mit sich selbst.

    Vielleicht wird sich ein selbstkritischer Mensch nie sicher sein dürfen, sich nicht zu belügen. Bei mir ist es aber so, dass ich mir mit wachsender Trockenheit mehr selbst ver traue, mir selbst die Frage beantworten kann, ob ich ehrlich bin.

    Soweit ich das sagen kann, zeigt dein Weg in die richtige Richtung und die Geduld, die wünsch' ich dir.


    Herzliche Grüße vom Micha

    Zitat

    Es geht mir gut, obwohl nicht alles gut ist

    Liebe Tabbi,

    das ist ein Satz, der mich hier seit meinem Einstieg ins Forum jeden Tag begleitet hat. Ich werde ihn wohl nie wieder vergessen :lol: .

    Auch wenn für dich nicht immer alles gut war, konntest du ihn doch immer sagen. Nun schon anderthalb Jahre lang.

    Einen herzlichen Glückwunsch dazu vom Micha

    Zitat

    Jetzt stellt sich aber doch noch eine Frage: Denke ich so, weil ich saufe oder saufe ich, weil ich so denke? Stellte sich jemand diese Frage hier vor Erstellen einer Antwort? (Bezogen auf Suizidgedanken)

    Hallo Wanderer,

    Huhn oder Ei?
    Ich denke, dass sich jeder von uns Alkoholikern schon einmal diese Frage gestellt hat. Oft genug viel zu lange. Denn Saufen ist für uns ja nichts anderes als Suizid.

    Nur bringt sie uns nicht weiter, sondern ist sogar mit ursächlich, dass wir nicht aus dem Teufelskreis herrausfinden. Was wir brauchen sind zwar zuerst Fragen, dann aber auch Antworten und erst das Handeln kann etwas bewirken.

    Besuch' deinen Internisten, was kannst du dabei verlieren?


    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo Erik, gefällt mir auch gut.

    Annika, mir ging es wie dir. Ich hab' auch etwas nachdenken müssen, aber das kann ja nicht schaden :wink:
    Hier sowas ähnliches wie eine Tabelle darzustellen ist gar nicht so einfach. Ich hab' mal versucht, es mir etwas deutlicher zu machen


    Vorher ------>-----Trinker ---->----- Alkoholiker ----->----- Trocken 

    verklemmt ------------ locker ---------------bescheuert ------------selbstbewusst

    einsam --------------- gesellig ----------------asozial -------------------geliebt


    Herzliche Grüße vom Micha

    Zitat

    Plötzlich sagt er sehr trotzig zu mir: "Ich habe gestern übrigens auch nichts getrunken!"

    Davon war ich geplättet, denn was soll das? Ich habe ihm gesagt, dass mich seine Trinkgewohnheiten nicht interessieren. Vor fast einem Jahr habe ich für mich die Entscheidung getroffen, ohne Alkohol zu leben. Da sagt der Typ doch tatsächlich: "Man kann es ja auch übertreiben mit dem Trockensein."


    Hallo Peter,

    ich weiß natürlich, was du meinst und wie sich so ein Gespräch entwickeln kann. Aber manchmal ist es auch so wie in vielen tausend anderen Gesprächen, die unabhängig vom Alkohol geführt werden einfach auch mal so, dass man sich missversteht oder es sich im Verlauf fehlentwickelt.

    Wenn das Gespräch in dieser Reihenfolge - wie im Zitat - abgelaufen ist, könnte ich ihn auch verstehen, dass er sich etwas verhärtet auf auf seine Position zurückgezogen hat.

    Du hast gar nicht gewusst oder nachgefragt, warum er dir das erzählt hat, sondern ihm gleich etwas barsch entgegnet, es interessiere dich nicht, was er da sagt (seine Trinkgewohnheiten).

    Das hättest du vermutlich bei keinem anderen Thema entgegnet. Stell' dir umgekehrt den Gesprächsauftakt vor, dass du jemandem etwas von dir erzählst um ein Gespräch anzufangen und du bekommst entgegnet: "Das interessiert mich nicht."

    Vielleicht meinte er eben deine Reaktion und wie du aus seiner Sicht mit der Trockenheit umgehst, man könne das auch übertreiben. Wir reagieren halt vielleicht manchmal auch etwas sehr sensibel auf dieses Thema. Zumindest sensibler, als ein Nichtalkoholiker nachvollziehen kann.
    So kann es sein, dass seine Message ursprünglich gar nicht war: " Man kann es auch übetreiben ...", sondern das Gespräch hat eben diese Wendung genommen. Dazu gehören auch zwei.

    Ich finde, da ist es für das tägliche Leben in unserem eigenen Interesse zu lernen, auch etwas gelassener damit umzugehen. Ich meine selbstverständlich nicht in der Sache, sondern nur in der Außendarstellung, im zwischenmenschlichen Miteinander.

    Wenn dir jemand sagt, er hätte übrigens gestern auch nichts getrunken, geht es ja erstmal um ihn, nicht um dich. Und man könnte nachfragen, wieso er das gerade gestern nicht getan hätte, ob es einen speziellen Grund gibt. Und vielleicht erfährst du ganz unvermittelt etwas darüber, dass er am liebsten auch keinen Alkohol mehr trinken würde oder sonst etwas persönliches, was du noch nicht wusstest.

    Denkbar wäre auch:

    XY: "Ich habe gestern übrigens auch nichts getrunken!"
    Peter: " Das ist aber ausgesprochen löblich, Herr XY, nur weiter so."


    Ich verstehe deine Befindlichkeiten natürlich absolut, weil ich sie selbst kenne aber ich denke auch, wir stellen uns selbst ein Bein, wenn wir es nicht hinbekommen, etwas gelassener damit umzugehen. Ich persönlich gehe immer am selbstverständlichsten und aufgeräumtesten mit etwas um, wenn ich persönlich völlig überzeugt bin und ich werte eine gewisse Angespanntheit in einem Thema meinerseits, dass ich damit noch nicht so ganz durch bin.


    Herzliche Grüße vom Micha

    Hallo Annax,

    dich wird wohl weniger interessieren, was andere Männer darüber denken, wie weit ein solches Verhalten (deines Freundes) statistisch verbreitet oder wie es beziehungsmäßig zu interpretieren ist.

    Was zählt ist, dass es dich verletzt und du darunter leidest. Und da gehört Abhilfe geschaffen. Du solltest mit ihm darüber reden. Ihm sagen, dass es dir nicht gut dabei geht und ihn bitten, dass er das seinlässt, weil es dir nicht gut damit geht. Ich finde, dies genügt als Grund. Fremdgehen fängt bei jedem woanders an und was für dich zählt, ist deine eigene Definition.

    Wenn du ihm wichtig bist und für ihn das "Gedate" nur ein unwichtiges Spielchen am Rande ist, dann wird es ihm leicht fallen, deinem Wunsch zu entsprechen.

    Herzliche Grüße vom Micha