Hallo Emma und alle anderen, guten Morgen,
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Naja, aber einige Jahre reichen aus, um zu merken, dass der Partner
unzuverlässig ist, Ausdauerprobleme hat, sich gerne Zuhause einigelt um
zu trinken, schnell reizbar ist, unkonzentriert ist, recht beleidigend werden kann, usw....
mir war schon klar, daß mein Partner Alkoholiker ist. Eben ein Spiegeltrinker, der übrigends, was typisch für Spiegeltrinker ist, eigentlich nie einen Rausch hat, sondern stets einen gewissen Alkoholpegel hält.
Aber ich dachte eben, damit könnte ich umgehen, damit könnte ich leben. Natürlich habe ich oft mit meinem Partner über das Thema Alkohol gesprochen, habe versucht, ihn für diese Problematik zu sensibilisieren, was mir, so finde ich, auch stückweise gelungen ist. Denn er hat im Laufe unserer Beziehung deutlich weniger getrunken als am Anfang.
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Aber wie du schreibst, scheinst du davon auszugehen, dass dein
Partner wieder völlig genesen wird und dann alles in bester Ordnung ist.
Ich halte diese These für sehr gewagt
Davon kann ich leider nicht ausgehen, denn eine größere Untersuchung steht noch aus, erst dabei werden wir erfahren, ob sich ein gewisses Organ nochmal regenerieren konnte.
Klar ist aber schon, daß mein Partner unabhängig davon eine gewisse Schädigung zurückbehalten wird, mit der er allerdings gut leben kann, falls er nicht wieder Alkohol trinkt.
Trinkt er wieder, dann ist abzusehen, daß die vorgeschädigten Organe in kürzester Zeit versagen werden, das haben ihm die Ärzte klar gesagt.
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Mein Rat: Nicht du sondern XY muß lernen mit der veränderten
Situation umzugehen. Befreie dich aus den Fängen deiner
Co-Abhängigkeit, dann kann sich noch vieles zum Guten wenden.
Ja, ich weiß. Bei den AA`s und deren Angehörigen gibt es den Ausdruck dafür: "Den Alkoholiker in Liebe loslassen". Den finde ich sehr schön.
Im Moment bin ich da auch schon richtig dran. Habe begriffen, daß es eigentlich um mich geht. Um die Fragen "Wieso wähle ich einen Partner mit Alkoholproblem? Woher kommt mein Helfersyndrom? War Sucht vielleicht ein verstecktes Thema in meiner Familie?" Ich finde das sehr spannend und wichtig für mich und habe mir auch schon die hoffentlich geeigneten Ansprechpartner zur Klärung dieser Fragen gesucht und habe dort nächste Woche einen Termin.
Denn, mir ist schon klar, daß falls mein Partner wirklich weiterhin trocken leben wird, wovon ich nun einfach mal ausgehe, auch ich mich weiterentwickeln möchte, weg vom Co-Verhalten, hin zu partnerschaftlicherem Verhalten.
Wobei ja auch das schon wieder soooo Co klingt, so als ob ich es nur für die Partnerschaft tun würde. So isses aber nicht. Ich möchte für mich herausfinden, welche Wurzeln mein Helfersyndrom, mein Drang nach dem Co-Sein hat, ich will wissen, wo das herkommt. In der Hoffnung, dieses Verhalten dann auch abstellen zu können. 
Herzliche Grüße
Leonia