Beiträge von eklisee

    Hallo zusammen,

    Aurora, ich habe mich bisschen doof ausgedrückt. Ich sage das ihm ja so, dass ich zur Zeit nichts fühle. Ob das 100-prozentig so bleibt, wollte er wissen und das kann ich nun noch nicht sagen. Er will das nicht hören, ich soll doch positiv denken. Das hat doch nichts mit denken zu tun. Ich fühle das so.

    Wir fahren jetzt erst mal in den Urlaub. Habe mir vorgenommen, wenns danach noch nicht besser ist, ihm zu sagen, das es nicht mehr geht mit uns.
    Wir hatten ja gesagt, dass wir dann eine Lösung für alle finden wollen. Auf jeden Fall möchte ich aber unser Kind in Ruhe die Ausbildung beenden lassen (geht bis Mitte nächsten Jahres), dann bin ich beruhigter und dann ist auch alles besser realisierbare. Ene andere Lösung fällt mir im Moment nicht ein.


    Leonia, Er war ganz und gar nicht pflegeleicht. Er hat zwar viel geschlafen, aber wenn er wach war, war er nicht apatisch, sondern meistens biestig, ein echtes Kettensägeninstrument, zu mir und zu den Kindern, na spätestens als sie pupertär waren und ihre eigene Meinung hatten.
    Da hat man irgendwann nicht mehr den Drang zu helfen, eher wegzulaufen.
    Weh tut es erst jetzt, wo versucht, alles wieder gut zu machen.
    Werde nach dem Urlaub mal sehen, ob ich eine passende Therapie für mich finde.

    Danke für die Urlaubswünsche

    LG Eklisee

    Hallo Clärchen,

    Zitat

    ... ich will dann keine Nähe, ich will dann rennen..........!

    :twisted: Das trifft es voll auf den Kopf, musste eben lachen, wenn es doch nicht so traurig wäre.

    Habe in meinem Thema auch noch was für dich geschrieben.
    Gehe jetzt endlich Wäsche aufhängen. :wink:

    LG Eklisee

    Hallo Ihr Lieben, :)

    vielen Dank euch erstmal.

    Wie immer das selbe, ich habe endlich frei, muss noch so viel machen u. wache schon fix und fertig mit Kopfschmerzen auf. Das ist oft so, an dem ersten Tag, nachdem der Stress der Woche abgeklungen ist.
    Naja, nach viel Kaffe geht es jetzt einigermaßen.

    Ach Aurora, ja ich weiss,ich muss wohl nur an mich denken, tue mich aber schwer mit dem Egoismus ihm gegenüber. Er ist ja auch nur ein Mensch, der sich einen Weg für sich wünscht.


    Ja Clärchen

    Zitat

    hat er dann überhaupt eine Chance? Oder strampelt er ganz umsonst?

    Kann sein, das ist auch so ein Problem, ich habe das Gefühl ihn hinzuhalten. Das kann doch nicht gut sein. Ich bin ehrlich mit ihm u. sage ja, dass ich jetzt nichts fühlen kann. Er wollte dann schon mal wissen, ob das zu 100% meine Meinung ist. Wie soll ich das denn wissen? Er kann mir doch auch nicht versprechen, dass er zu 100% trocken bleibt.
    Du bist ja gleich allein in den Urlaub gefahren :wink: , vielleicht besser so.
    Vor der LZT wäre ich auch nicht so lange mit ihm weggefahren..

    Na mal sehen, was der Urlaub bringt.

    Ganz liebe Grüße
    von Eklisee

    Hallo Aurora,

    ja, es ist zur Zeit schlimm.

    Er hat früher mal Schichten gearbeitet, da hatte ich ab und zu mal Zeit für mich. Während seiner Therapie habe ich mich erst recht daran gewöhnt, mein Ding zu machen. Jetzt arbeitet er nicht mehr in Schichten und ist immer da, wenn ich da bin. Damit kann ich nicht umgehen.
    Dabei verstehe ich ihn sogar. Er will jetzt alles richtig machen, mir das Gefühl geben, für mich da zu sein. Das habe ich ja früher vermisst. Aber weil ich ehrlich bin und ihm oft genug gesagt habe, dass mich das überfordert und ich im Moment nichts für fühlen kann, beobachtet er ständig meine Gemütslage und hofft, dass sich das bald ändert. Mich macht das aber wahnsinnig. Ich sage ihm, dass ich Zeit für mich brauche, dann lässt er mich auch in Ruhe, meistens mit einem zynischen Spruch. Später entschuldigt er sich immer dafür und sagt, er wüsste ja, dass ich das brauche, es fällt ihm schwer. Immerzu höre ich den Satz: Wir müssen es doch versuchen, sonst kann es doch nicht gehen. Und ich soll nicht immer alles so negativ sehen. Wie soll ich denn was versuchen, wenn ich es nicht fühle und was glaubt denn er zu wissen, was negativ oder positiv für mich ist? Ich sage ihm das auch so, aber er begreift es nicht, er will es nicht begreifen.

    Jetzt ist er gerade krankgeschrieben, hat sich den Fuß verletzt. Er hat scheinbar lange Weile, ist überempfindlich und wird immer bockiger.
    Warum ich hier geblieben bin, weißt du ja. Eigentl nur wegen meinem zu Hause, weil es weh tut u. so viel dranhängt, nicht wirklich wegen ihm. Ich drehe mich im Kreis.

    Naja, morgen habe ich frei und muss noch viel machen. Samstag fahren wir in den Urlaub. Meine Blitzentscheidung nach dem ich Umzug abgeblasen hatte. Vielleicht bin ich ja danach schlauer. Aber langsam habe ich gelernt, dass das so schnell nicht geht mit dem Entscheiden. Vielleicht geht danach gar nichts mehr. Obwohl, wenn wir was gemeinsam unternehmen, geht das ganz gut mit uns. Dann ist alles lockerer. Bei mir steht dann aber immer die Unternehmung im Vordergrund und nicht mehr die gemeinsame Zeit. Schade, aber es ist leider so.
    Auf die See freue ich mich jetzt. Wir waren nicht oft im Urlaub. War ja immer zu wenig Geld da.

    Es ist aber auch verzwickt. Jedes Mal, wenn ich auf Arbeit bin, fühle ich irgendwie anders und freue mich auf zu Hause, wenn ich dann hier bin, holt mich die Realität wieder ein. Als ich noch entschlossen war auszuziehen, Hatte ich auf Arbeit Panik davor, wusste aber zu Hause, dass ich weg muss, bis ich dann nur noch Panik hatte. Ich hatte ja schon fast eine Wohnung, hat sich nur mit der Wartezeit so lange hingezogen. Wenn das nicht gewesen wäre, würde ich wahrscheinlich nicht mehr hier sein. Ist doch bekloppt, oder?

    Ach Aurora, ich schreibe auch Romane :wink:
    Werde mal bei dir lesen, mal sehn ob ich es vorm Urlaub noch schaffe.

    LG Eklisee

    Ja Melinak,

    ich bewege mich da irgendwie im Kreis. Ich weiß, ich muss aus der Spirale irgendwie raus, habe nur noch nicht den richtigen Weg gefunden. Vieles ist wirklich den nassen Zeiten ähnlich. Er versucht mich ganz schön zu manipulieren. Er weiß, dass das so nicht geht, fällt aber immer wieder in dieses Muster, ich wehre mich u. es gibt Streit.
    Ich arbeite an mir, hoffentl. irgendwann mit Erfolg.

    LG Eklisee

    Na klar Clärchen sind wir starke Frauen !!! :o Habe mich nur manchmal "verkorkst "gefühlt, war ironisch gemeint.
    Mein Mann sagt, er hat mich bewundert, wie ich das trotz allem alles geschafft habe. Meine Kinder waren ja auch mal klein u. ich habe immer voll gearbeitet, mir auch zwischendurch noch eine neue Arbeit suchen müssen. Dann noch das Haus und der Garten u. ihn als drittes Kind.
    Diese Umschwärmerei habe ich auch, ist echt nervig. Kriege Verfolgungswahn davon. Kann keinen Schritt unverfolgt tun. Ständig wird meine Gemütslage überwacht.
    Ja , die lernen das in der LZT, aber das Umsetzen ist schwer. Die Angehörigengespräche waren sehr interessant. Das Paargespräch hat mir nicht so gefallen (die Therapeutin).

    Lass es einfach auf dich zukommen

    LG Eklisee

    Guten Morgen Clärchen und allen anderen,

    na klar du hast ja Recht. Das ist ein riesengroßer Schritt nach vorn. Ohne Therapie geht gar nichts. Ich bin auch so froh, dass er das gemacht hat. Er ist wie ausgewechselt, hat so viel gelernt. Nur die Erwartungshaltung von ihm ist jetzt sehr hoch. Er hat alles gemacht und versteht nicht, warum jetzt nicht alles gut sein kann. Das braucht eben Zeit. Es kann wachsen mit viel Geduld. Aber versprechen kann man es nicht und auch nicht vorraussehen, was man morgen fühlt.

    Wünsche allen einen schönen Tag
    :D
    LG Eklisee

    Hallo Blumenwiese,


    Zitat

    Wo er die leeren Flaschen überall deponierte... und dann meinte, er hätte die extra dahin gestellt um zu sehen, ob ich ihn kontrolliere!

    Dein Partner versucht vom Thema abzulenken, in dem er als Kontrollfreak hinstellt. Reagier da nicht drauf. Sag ihm, dass du ihn nicht kontrollieren musst um zu wissen, dass er trinkt. Du weißt es!
    Mein Mann hat mr auch immer vorgeworfen, ich mache das alles nur, um ihn zu kontrollieren und suche nur Gelegenheiten, ihn zu kritisieren.

    Bis jetzt hat die Therapie gefruchtet. Er hat eine 12-monatige Therapie gemacht. Ende Mai ist er wiedergekommen. Er will sich nie wieder so schlecht fühlen wie früher. Ich bin eigtl. guter Hoffnung, dass er es schafft. Er ist jetzt ein neuer, mir aber fremder Mensch. Es ist zu viel passiert, als dass jetzt gleich alles gut sein könnte, Ich wollte mich trennen, habe es nicht, oder viell. noch nicht geschafft. Ich habe die Gefühle verloren, die man für einen Partner haben sollte. Ich weiß nicht, ob das je wieder anders werden kann.
    Du kannst gern mal in meinem Thema lesen:" Alles könnte gut sein u doch tut alles weh". Ich muss jetzt leider schlafen gehen, muss 5.30 Uhr wieder raus.
    Morgen abend gerne mehr.

    Ich weiß nicht, wie jung ihr seid. Vielleicht schafft ihr das. Aber du bist relativ ungebunden. Überlege dir gut, ob du solch ein Leben führen möchtest. Dir stehen alle Wege offen. Die Wohnung, sagst Du, Ist deine. Was hast du zu verlieren? Denk an dich und mache das, was dir gut tut!

    Trotz allem, schlaf schön

    LG Eklisee

    Hallo Blumenwiese,

    mit so einem Menschen kann man eigentlich gar nicht zusammen leben. Irgendwann machst du dich kaputt.
    Da muss meistens erst irgendwas Schlimmes oder was Gravierendes passieren, ein schwere Krankheit o. ä., bevor so ein Mensch zur Erkenntnis kommt, etwas ändern zu müssen.

    Wie lange machst du das schon mit?

    Bei mir ging das 10 Jahre o. mehr so. Es kam schleichend, habe das erst gar nicht so realisiert. Ich habe Jahre gebraucht, meinen Partner dazu zu kriegen, eine Therapie zu machen. Ich kenne diese Heimlichkeiten, Verharmlosungen und leeren Versprechungen nur zu gut.
    Er hat immer so getan, als stände die Bierkiste schon Wochen so halbvoll u. unberührt im Keller.Ich habe zeitweise ganz kleine Punkte auf die Etiketten gemacht, um zu sehen, wie viel er trinkt.
    Später stand keine Kiste mehr im Keller. Da hat er alles versteckt. Ach wo ich sie überall gefunden habe, die leeren Bierpullen. Irgendwann habe ich aufgehört danach zu suchen. Es half ja doch nichts. Ich habe es ihm auch so angesehen und sein Verhalten war einfach zum Weglaufen. Immer dieses zynische gehässige Gelaber. Stinkbesoffen war er auch nie, nur auf Feiern. Sein gewisser Spiegel, und schon war er nicht mehr zu ertragen.
    Als er nüchtern war, hat er mir immer das Blaue vom Himmel versprochen, alles war schön. Die Abstände bis zum nächsten Theater wurden dann aber immer kleiner.
    Ich habe geredet, gebettelt, gemacht und getan, gedroht, ihn zu verlassen. Habe es aber nicht geschafft aus Angst und wegen der Kinder. Damit wurde ich unglaubwürdig und er fühlte sich in Sicherheit. Eigentl. wollte ich, dass er geht . Aber schmeiß mal einen Mann aus seinem eigenen Haus.
    Er war auch stinkend faul, hat bis Mittags geschlafen, wenn er frei hatte. Lange Zeit war er arbeitslos. Ich habe ganztags gerackert, habe mich zu Hause auch fast alleine gekümmert und das Geld hat vorn u. hinten nicht gereicht.

    Ich denke nicht, dass du drauf hoffen solltest, dass das von allein aufhört. Du vergeudest deine schönsten Jahre. Drohe nicht mit Konsequenzen, welche du nicht einhalten kannst. Weiß nicht, vielleicht hilft es, wenn du eine Weile ausziehst. Vielleicht kommt er dann zur Besinnung. Habt ihr Kinder? Es ist schwer, da eine Lösung zu finden, aber versuche, was zu machen. Es macht dich sonst früher oder später fertig.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft

    Ganz liebe Grüße von Eklisee :wink:

    Ach Clärchen,

    ich wollte noch sagen. Bei dir habe ich übrigens zuerst gelesen, als ich verzweifelt hier im Forum gesucht habe nach ähnlich gebrannten Kindern, als ich dachte, inzwischen schon völlig verkorkst zu sein. :oops:

    LG Eklisee

    Hallo Clärchen,

    du bist ja schon länger hier als ich und du hast ja auch schon bei mir gelesen und geschrieben.
    Wie du weißt hat mein Mann dieTherapie schon hinter sich. Er war 12 Wochen weg und ist seit Ende Mai wieder da.
    Mein Tipp: Setz dich nicht unter Druck, eine Entscheidung treffen zu müssen und erwarte nicht zu viel Erkenntnis für die Zeit danach, du kommst sonst nicht zur Ruhe. Bei mir war es jedenfalls so. So schnell geht das alles nicht. Genieße die Zeit, erhol dich und mach was für dich. Die Zeit geht schneller vorbei als du denkst.
    Als ich ihn dort hingebracht habe, habe ich mich gefüht, als hätte ich ihn ausgesetzt, habe auf der Rücktour geheult. Ich konnte ihn nicht oft besuchen. Es war zu weit weg. Wochentags nach der Arbeit ging es garnicht. Außerdem wollten wir ja Abstand. Da war aber nicht viel mit Abstand. Er hat jeden Tag angerufen ganz lange. Ich habe ihn leider nicht vermisst (o. gut so? weiß ich noch nicht). Als ich ihn aber besuchen war, haben wir schöne Zeit miteinander verbracht u. viel geredet. Danach war ich immer sehr verwirrt, wusste gar nichts mehr. Zum Schluss habe ich nur noch Blitzentscheidungen getroffen. Mir ein Wohnung gesucht, weil ich zu kaputt war u. das alles nicht mehr wollte. Dann bin ich doch geblieben, um es nochmal zu versuchen. Habe kurz darauf einen Urlaub gebucht für eine Woche (geht Samstag los). Habe später gedacht, ich bin verrückt, weil ich jetzt so viel Nähe gar nicht ertrage. Naja, nun freue ich mich doch schon drauf, jedenfalls auf die See (würde lieber mit ´ner Freundin o. meiner Tochter fahren).

    Ich will dir keine Angst machen. Ich will nur sagen, erwarte nicht zu viel von dir.
    Du musst nichts übers Knie brechen. Jemand hat hier gesagt, höre auf dein Bauchgefühl. Ich finde das richtig. Wir können nicht wissen was morgen ist u. nichts mit Sicherheit planen. Auch wenn wir uns eine klare Linie wünschen, damit ketten wir uns nur fest.

    LG Eklisee :wink:

    Ach Aurora,

    deine „Romane“ tun mir gut. Schön zu wissen, dass man nicht die einzige mit solchem Kopfsalat ist.
    Ja ich setze mich damit auseinander, weil ich es gewohnt bin meine Probleme angehen zu wollen und mich nicht unterkriegen lassen will. Ich bin eigentlich ein lebenslustiger Mensch, und hab es satt, mich fast permanent mies und ausgelaugt zu fühlen und rumzujammern. Das bin ich nicht!

    Lange Zeit ging es noch. Er hatte für kaum noch was Interesse. Da habe ich eben gesehen, dass ich mir mein Leben, früher mit den Kindern, so schön wie möglich mache. Habe mich viel mit Freundinnen getroffen, bin meine eigenen Wege gegangen. Anfangs gab es Stress, später war er scheinbar froh, seine Ruhe zu haben und ungestört trinken zu können.

    Du bist schon so viel weiter als ich. Freue mich, dass es dir dabei so gut geht.
    So wie du geschrieben hast, bist du ausgezogen, als er noch getrunken hat? Das hätte ich auch machen sollen. War immer zu feige, wegen der schwierigen Umstände. Du hast dann deine Kinder genommen und bist weggezogen, obwohl deine Eltern dort auch gewohnt haben? Naja, ich dachte ja auch mal, soll doch er gehen, hat eh kein Interesse mehr an allem. So habe ich gedacht, als die Kinder noch klein waren und meine Arbeit am Ort. Aber die haben ja unter Alk gar keine Kraft und kein Motiv, auszuziehen und ihr Leben in die Hand zu nehmen.
    Ich wollte in meinen Heimatort ziehen, der nicht weit weg ist. Dort leben meine Eltern und meine neuen alten Freunde hatten mich schon verplant. Eigentlich hatte ich mich schon gefreut auf das freie Leben. Dann habe ich ja die Panik gekriegt und sitze scheinbar in der alten Sackgasse.
    Aber etwas ist vielleicht gut daran. Ich probiere es jetzt nochmal nach der Therapie, lasse uns noch etwas Zeit. Wenn es dann nicht geht, dann weiß ich es genau. In einem Jahr hat mein jüngstes Kind die Ausbildung beendet, wird neue Wege gehen. Bis dahin werde ich hoffentlich schlauer sein.
    Oder ich halte es nicht aus, weil ich ständig gedrängt werde, es doch probieren zu müssen.

    Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit, hier mal zu lesen. Wenn ich zu Hause bin, werde ich ständig beobachtet. Naja ist ja bald wieder Herbst und Winter, schrecklich.

    LG Eklisee

    Hallo Ihr lieben,

    jetzt komme ich endlich dazu, mich zu bedanken für euren Beistand und eure Gedanken.

    Ich bin montags bis donnerstags mind. 10 Stunden unterwegs. Habe dann noch bei meiner Walkingrunde Sauerstoff durch mein Gehirn geblasen und hatte noch einiges zu erledigen.
    Ich war aber in der Frühstückspause schon mal auf eure Beiträge neugierig. Es war sehr interessant. Ich kann das gar nicht so schnell verarbeiten und weiß jetzt zu so später Stunde nicht, ob ich das alles so schnell beantwortet kriege.
    Mein Mann ist heute auch wieder etwas bockig, weil ich mich nicht auf Schritt und Tritt von ihm verfolgen lassen möchte. Er guckt immerzu was ich mache, wie ich gucke u. will an allem teilhaben.
    Ich verstehe das auch, er will jetzt wieder alles mit mir teilen, aber kriege langsam Verfolgungswahn davon.

    Hallo Clärchen,
    ja bei uns ist es auch so. Wenn einer nicht so will wie der andere, gibt’s auch ohne Alk endlose Diskussionen (nur mit mehr Niveau als früher), hauptsächlich, wenn es um unser jetziges Zusammenleben geht.
    Ich soll doch nicht ständig in der Vergangenheit rumrühren und positiv in die Zukunft schauen.
    D.h. ich soll mich wieder voll auf ihn einlassen und alles ist wieder schick. Das geht aber nicht so einfach. Ich will ihm keine Vorhaltungen von früher machen. Aber das kommt so durch, wenn er nicht versteht, dass ich jetzt so bin, wie ich bin und eben nun mal jetzt so fühle.

    Versuche die Zeit, in der dein Partner die Therapie macht, intensiv für dich zu nutzen und zur Ruhe zu kommen. Ich habe mich in der Zeit viel zu fertig gemacht, meinte ich müsste, bis er wieder da ist, unbedingt eine Entscheidung treffen. Das geht aber nicht unter Druck.
    Allerdings habe ich die Zeit auch genutzt, um alte Freundschaften aufzufrischen, die mir jetzt sehr wichtig sind. Hatte vorher auch Freundinnen. Aber jetzt habe ich wieder mehr Kontakt zu meinem früheren Heimatort. Das tut mir sehr gut.
    Erst hat mein Mann nur rumgejault, wie schlecht es ihm dort geht und hatte es schwer mit den strengen Regeln dort. Dennoch hat er dort viel für sich mitnehmen können und ist jetzt froh, dass er die Therapie gemacht hat.

    Hallo Aurora

    Zitat

    Du schreibst an Leonie, dass du es geschafft hast, deinen Mann zur ambulanten Therapie zu überreden. Das ging nicht so gut, deshalb macht er nun eine stationäre, und du schreibst, dass du es für ihn richtig findest so. Was sagt eigentlich dein Mann dazu? Will er denn das überhaupt? Denn was du findest, welche Therapie für ihn richtig ist oder ob er es überhaupt will, ist egal. Er muss es wollen!


    Das mit der stationären Therapie war die Idee meines Mannes. Er hatte den Eindruck, dass ihm die ambulante nicht ausreicht. Nicht mal wegen des Alk, aber für die Psyche. Er meinte, dann hätte ich meinen gewünschten Abstand. Zu dem Zeitpunkt begriff er aber noch nicht, dass er es für sich tun muss. Er tat es nur, um unsere Ehe zu retten.

    Zitat

    Der Co fühlt sich stark und gebraucht, ohne ihn geht eben nix... Und das geht dann so, bis es nicht mehr geht, kräftemäßig. Der Co vergisst sich selbst darüber.


    Richtig, das mit dem Gebrauchtwerden wurde mir irgendwann zu viel. Ich merke jetzt erst, wie kaputt ich eigentlich bin.

    Zitat

    Dein Mann ist genauso erwachsen, er kann alleine Verantwortung tragen für seine Handlungen. Auch wenn es ihm dann weh tut. Traust du ihm nicht zu, dass er es kann? Warum sollte er es nicht können?


    Ich traue ihm das schon zu. Aber es tut weh, ihn so zu verletzen, jetzt wo er verzweifelt versucht, alles wieder gut zu machen. Und dann noch das Gehühl, das ich Schuld bin, wenn er wieder abrutscht.( Ich weiß, das ist nicht richtig.)
    Allerdings hat uns ja auch keiner gefragt, wie es uns vorher in all den Katastrophen erging.

    Zitat

    Ich möchte dich einfach aufmerksam machen für dich selbst und deine Bedürfnisse. Dass du siehst, was heute für dich gut ist. Denn heute lebst du und legst deinen Grundstock für morgen. So war es jedenfalls bei mir. Ich gebe dir hier ja meine eigenen Erfahrungen wieder. Ich hoffe, du kannst was damit anfangen.


    Das ist ein guter Ansatz. Danke dafür. Vielleicht sollte ich noch mehr auf mein Inneres hören und mit dem Tempo vorwärts gehen, das mir gut tut und mich nicht überfordert. Alles zu seiner Zeit, habe nur Angst, damit nur wieder alles aufzuschieben und zu kneifen.

    Hallo Leonia,
    ja meinem Mann hat man auch oft nicht gleich angemerkt, dass er was getrunken hat. Ab einem gewissen Punkt aber habe ich bloß in seine Augen schauen müssen, um zu sehen was los ist. Vernünftig unterhalten konnte man sich auch nicht mehr. Man konnte ihn nicht mehr für voll nehmen und hat mit der Zeit jeglichen Respekt verloren.
    Nun steht da ein völlig neuer Mensch, selbstbewusst, umgänglich und mit so viel Lebensmut, aber doch so fremd, dass ich mich nicht darauf einlassen kann.
    Und dann wahrscheinlich auch noch die versteckte Angst, es könnte doch alles wieder kippen. Und man wird ja auch nicht jünger, will doch einfach nur mal ganz ... normal… leben!

    Ja zum Thema Therapie: Ich sollte vielleicht mal drüber nachdenken, habe ich auch schon. Mein innerer Schweinehund hat es noch nicht zugelassen. Zeitlich gesehen auch schwierig zu gestalten.
    Fühle mich so ausgelaugt. Die Therapien sind alle nicht am Ort und passen schlecht zu meinen Arbeitszeiten. Aber mein Mann schafft es ja auch, die Therapie ambulant fortzuführen.
    Aber der Anfang ist, dass ich euch gefunden habe, Danke, dass ihr da seid.

    Übrigens fahren wir am Samstag in den Urlaub eine Woche. Mal sehen, ob die Nähe nicht zu viel wird.
    Das war auch solche Blitzreaktion nach meinem Entschluss, es noch mal zu versuchen. Na mal sehn...

    Schlaft schön,
    würde mich freuen, wieder was von euch zu hören.

    ganz liebe Grüße von Eklisee

    Hallo Aurora,

    so viele Beiträge schon habe ich gar nicht erwartet. Ich freue mich, dass ihr alle da seid.

    Schön, dass du deinen Weg schon so gefunden hast.
    Ich glaube keine Liebe mehr zu empfinden, jedenfalls jetzt nicht, eher Mitgefühl.
    Nur für mich gesehen, wäre der Abstand schon richtig gewesen um herauszufinden, was für mich gut ist. Wir hätten uns aber keine zwei Haushalte leisten können. Ich hatte Angst, das alles in der Katastrophe endet und das mein Kind zu sehr leidet. Es ist zwar eigtl. erwachsen, aber ich will, dass es erst die Ausbildung beenden kann. Ich habe mir auch Vorwürfe gemacht dass ich den beiden so gar keine Wahl gelassen habe, mitzuentscheiden , wie das jetzt am besten zu lösen geht. Wir haben abgemacht, dass wir , wenns nicht geht mit uns, eine Lösung finden, mit der alle vernünftig leben können. Ich kann mir allerdings nur vorstellen, das wir dann unser Haus verkaufen müssten. Ich bin dem ganzen irgendwie noch nicht gewachsen. Aber der momentane Zustand ist auch belastend.

    LG Eklisee

    Hallo Leonia,
    danke für die Antwort.
    Es stimmt, ich bin nach all den Jahren ausgelaugt. Irgendwann kann man einfach nicht mehr.

    Mein Mann ist noch ambulant in Betreuung. Darüber könnten wir evt. eine Paartherapie machen, wovor ich aber Angst habe und momentan auch keine Kraft da ist, weil ich nicht weiß, ob ich das alles noch kann.
    Ich muss mal was richtig stellen. Er ist seit 2 Monaten aus der REHA zurück. Trocken ist er schon seit November 2011. Das hat er ganz allein geschafft nach dem Schock eines gewissen Ereignisses. Ich hatte ihn dazu gekriegt eine ambulante Therapie zu machen. Er hat gedacht, er macht das und alles ist gleich wieder i.O zwischen uns. Ich wollte Abstand. Er sollte erst zeigen, dass er das wirklich macht und durchhält. Leere Versprechungen und Enttäuschungen gab es zu viele.
    Damit ist er nicht klar gekommen. Er hat sich dann in stationäre Therapie begeben, so dass ich meinen Freiraum habe und er intensiver betreut ist. Für ihn fand ich es richtig. Ich habe mich wieder festgesetzt gefühlt, nichts für mich entscheiden zu können. Zu dem Zeitpunkt wollte ich eigtl. schon ausziehen.

    Ich habe mir erlaubt, etwas in deinem Thema zu lesen. Deine Geschichte ist ähnlich aber auch etwas anders. Anders als du habe ich das Helferbedürfnis und den Wunsch die Starke in der Beziehung sein zu wollen nur bis zu einem gewissen Grad. Irgendwann suche ich auch mal Geborgenheit u. einen Partner, an den ich mich anlehnen kann.
    Mein Partner war auch ein Spiegeltrinker, war aber aggressiv und anstrengend und nicht lustig. Ruhiger ist er trocken und will mir jetzt fast alles recht machen.
    Ich habe aber leider, dadurch dass es permanent nur Stress gab und alles, was Familie und Haus betraf, in meiner Verantwortung lag , das Anlehnungsbedürfnis bei ihm nicht mehr und irgendwie kein Gefühl. Ich weiß nicht, ob das alles noch einen Sinn macht. Ich fühle eher sowas wie Freundschaft, weil wir jetzt reden können, was es vorher nicht gab, und Verantwortung für ihn und Mitleid.

    Bei mir gab es auch einen Interessenten, als mein Mann noch getrunken hat. Durch ihn ist das alles erst ins Rollen gekommen. Ich bin ihm aus dem Weg gegangen und kenne ihn kaum. Aber diese Begegnung hat mich nicht kalt gelassen. Ich habe mich gefragt, warum ich immer lieber in mein liebloses Chaos zurückgehe ohne mir die Chance zu geben, diesen Menschen mal kennenzulernen, der ja evt. ein besseres Leben bedeuten könnte (oder auch nicht).
    Mein Mann hat das mitgekriegt, gedacht dass ich fremdgehe und ist endlich aufgewacht, hat endlich geglaubt, dass ich ihn verlassen werde, wenn er nichts tut.
    Seitdem ich beschlossen habe, doch erstmal hierzubleiben, schwirrt diese Begegnung wieder in meinem Kopf rum, obwohl das Schwachsinn. Ich glaube, es ist gar nicht er, sondern das Gefühl, das ich vermisse, was ich bei meinem Mann nicht mehr empfinden kann.
    Ich weiß nicht, ob man das nach vier Wochen schon sagen kann , ob das jemals wieder anders wird.(vor vier Wochen wollte ich ausziehen).
    Mein Mann will, das ich endlich wieder auftaue. Das geht doch aber nicht so einfach wie er das denkt. Ich tue ihm nur weh.

    LG Eklisee

    Hallo,

    ich bin Angehörige eines trockenen Alkoholikers und bin auf der Suche nach Leuten denen es ähnlich geht wie mir.

    Mein Mann ist vor guten 2 Monaten aus der stationären Behandlung gekommen. Während er früher unter Alkohol (ungefähr 10 Jahre o. mehr)oft jähzornig, antriebslos war und sich um wenig gekümmert hat, versucht er jetzt alles gut zu machen. Diese Probleme sind jetzt eigentlich scheinbar gebannt.
    Mein Problem ist, dass ich mich kaum noch auf ihn einstellen kann, dass ich seine Nähe nicht wirklich ertragen kann, weil einfach zu viel passiert ist. Er gibt sich jetzt Mühe, aber bei mir bloggt alles, wobei ich aber auch schlecht ertrage, ihm wehzutun.
    Ich wollte mich eigentl. trennen, hatte schon eine Wohnung. Kurz vorm Umzug bekam ich Panik und es ging mir noch schlechter. Ich habe alles abgesagt und bin nun immer noch hier. Ich konnte nicht von meinem zu Hause loslassen (Haus u. Garten) u. hatte das Gefühl, meine ganze Familie in die Katastrophe zu schicken, meinen Mann selber und mein Kind (noch in Ausbildung), weil das ganze uns finanziell wahrscheinlich in Richtg. Zwangsvollstrecker geführt hätte. Auf die Art konnte ich das nicht und habe gedacht, wir könnten nach der Therapie erstmal beobachten, wie es uns dabei geht und versuchen wieder zueinander zu finden. Tatsache ist, dass es mir dabei immer schlechter geht und habe das Gefühl nichts für mich entscheiden zu können.
    Ich war bisher ein lebenslustiger optimistischer Mensch mit vielen Interessen, trotz der vielen Probleme. Ich habe viel für mich gemacht, dass ich selber nicht untergehe. Vor ca. einem Jahr hörte das auf. Ich hatte es zunehmend schwerer, meinen Tag zu bewältigen, die Kraft reichte gerade so für meine Arbeit oder für schöne Unternehmungen, wo ich von zu Hause weg konnte. Zu Hause bekam ich wenig auf die Reihe und war nur noch depri.
    Als er noch getrunken hat, war klar, dass ich irgendwann meine Konsequenzen ziehen muss. Jetzt weiß ich gar nichts mehr. Es tut alles einfach nur noch weh. :cry:

    Über Antworten von euch würde ich mich sehr freuen.

    LG Eklisee

    Hallo zusammen,

    ich bin ganz neu hier. Ich weiß gar nicht, wann mein Tiefpunkt mal angefangen hat. Vielleicht ist es ja noch nicht der wirkliche Tiefpunkt. Und woran merke ich
    , ab wann ich selber krank bin? Erst wenn es zu spät ist und gar nichts mehr geht ???
    Jedenfalls bin ich nicht mehr der lebenslustige, optimistische Mensch mit den vielen Interessen und Ideen, der ich mal war. Ich denke, gerade noch alles im Griff zu haben. Wenn ich arbeiten bin oder unterwegs funktionierts und ich bin abgelenkt. Aber kaum bin ich zu Hause, wo ich eigtl. viel zu tun habe, bin ich matt und erschlagen und es geht oft nichts mehr.
    Das war so, als mein Mann noch getrunken hat und ist, nachdem er in der Reha war und trocken ist nicht besser. Es könnte alles schön sein. Aber ich habe das Gefühl, ich kann das alles nicht mehr. Es ist zu viel passiert. Ich habe das Gefühl nichts für mich entscheiden zu können, ohne den Rest der Familie in die Katastrophe zu schubsen. :(

    LG Eklisee