Hallo Sarawen,
ach ehe ich hier im Offenen zum Schreiben komme mit meiner knappen Zeiteinteilung, gab´s schon so viele andere Antworten, wo es gar nicht mehr viel dazu zu fügen gibt. Nu gut zeitweilig setze ich mich auch nicht gern damit auseinander und ich ergreife die Flucht nach vorn und lebe einfach.
Dein Post schien mir auch erstmal ziemlich resigniert. So ähnlich sieht´s in mir auch manchmal aus, dann wenn es mir gerade nicht gut geht. Glücklicher Weise verziehn sich solche Wolken inzwischen schnell wieder. Nun hast du die rosarote Brille nicht mehr auf und kannst stattdessen aber mit klarem Blick in alle Richtungen schauen und auf dich achtgeben. Und warum meinst du, so lese ich es heraus, brauchst du unbedingt einen Mann, um ein glückliches Leben zu führen. Das scheint das alleinige Mittel zu sein, um dich wohl fühlen zu können.
Nys, deine Gedanken dazu haben mich sehr berührt. Und wo du so von den Vogelbabys schriebst....Meine Zeit nach der Trennung nach der langjährigen Co-Ehe sah auch nicht gerade rosig aus, sollte doch alles besser werden. Ich habe fast mein Kind verloren, buchstäblich in der Mitte durchgebrochen und meine Seele irgendwo mit. Dazu gesagt, wenn´s auch nie wieder richtig gut wird, nun aber immer besser mit Blick nach vorn und neuer Lebensfreude....Davor und danach je einmal neu verliebt und gleichmal auf die Fre...e geflogen damit, auch wenn ich heute meine, dass das ganz wichtige Erfahrungen für mich waren, auch wenn sie am Ende sehr weh getan haben.
Danach aus lauter Verzweiflung auch immer mal wieder nach Stopschildern gesucht, die endlich diesen verdammten Schmerz stillen sollten!!! So manchen Prinz geküsst, der dann doch nach Frosch geschmeckt hat 
. Und auch so einige Dates gemacht, um am Ende festzustellen, dass das Verschwendung kostbarer Zeit ist und nicht mein Weg. Und ich bin nicht die, die sich ohne Gefühle auf Körperliches Einlassen will. Solche die mir die Welt zu Füßen legen wollen, die gibt's, da stimmt die Chemie von meiner Seite nicht...schade. Angezogen fühle ich mich von solchen, wo ich weiß, das gibt geradewegs die nächste Katastrophe....also mache ich einen großen Bogen. Finde es aber schon gruselig, eher in solche Richtungen zu driften.
Nun aber, bei allem Schmerz und der Sehnsucht die schon irgendwo da ist...Ich will leben...schön leben !!! Und ich will nicht mehr suchen und damit gehts mir zunehmend besser.
Ich genieße mehr und mehr mein Leben in Freiheit, so wie ich es mir zurechtgebastelt habe. Mir geht's besser in Zeiten, wo ich ganz bei mir bin. Und ich habe mir in den zwei Jahren nach der Trennung so viele gute neue freundschaftliche Kontakte aufgebaut, die mich nehmen, so wie ich bin, geben ohne Gegenleistung zu verlangen und auch ich keine Erwartungen habe, sie tun mir einfach gut, viel besser als was zu suchen, was momentan eben nicht da ist.
Ich mache all die Aktivitäten, für die ich früher wenig Raum hatte, meine Tanzerei, den Sport. Das mache ich jetzt einfach und bin in der wenigen Zeit, die ich habe, ausgefüllt. Und das fühlt sich unheimlich gut an. Mein Leben ist wieder bunt und ich hab es selber in der Hand, wie bunt es ist....
Klar fühle ich mich manchmal einsam und wünsche mir, dass da mal wieder auch was in Sachen Liebe kommt. Nur muss es dann zu meinem Leben passen und ich mag da gar nicht viel dran ändern.
Je mehr ich mir mein Leben nur für mich gestalte, ohne mich von anderen abhängig zu machen, um so besser fühlt es sich an. Das kannst du bestimmt auch Sarawen.
Wünsch dir ein schönes Osterfest
LG Eklisee
Was machst du nur für dich Sarawen