Beiträge von eklisee

    Also ich finde die Frage von Zimtee nicht provokativ, eher dazu gedacht, dass du in dich hineinhorchen kannst...für dich als Denkanstoß, weil du möchtest ja was herausfinden. So deute ich es. Das kann sie dir aber am besten selbst beantworten, wie sie das meint
    Fragen, wie pflege ich am besten meinen Alkoholiker, verhalte mich möglichst ruhig, damit er nicht aufgebracht ist, was kann ich tun, dass niemand davon was bemerkt, und unterstütze ihn, damit er in Ruhe trinken kann...dafür wirst du hier wenig Austausch finden....Und das liest sich jetzt evt. auch provokativ, ist so aber nicht gedacht, denn leider ist das so Realität... dass du ihn damit eher Unterstützung bietest.
    Wenn ich in einer glücklichen Beziehung lebe, würde mir am heiligen Abend sicher besseres einfallen, im Internet auf Suche zu gehen....

    Zitat

    auf sich achten,...dass sie " durchkommen"...

    was ist daran Bereicherung ?

    LG Eklisee

    Hallo Tautröpfchen,

    nun habe ich mich mal durch deine Fädchen gelesen, auch durch das im Vorstellungsbereich...
    Vielleicht bleibst du am Anfang besser in einem Fädchen mit deiner Geschichte, um dir besser folgen zu können.

    Nun...ob coabhängig oder abwägend, vielleicht findest du beim Lesen und Schreiben hier für dich was heraus.
    Das Wichtigste ist am Anfang doch für dich...du bist unglücklich mit der Situation und wendest dich an Weihnachten an das Forum hier, weil du nicht mehr weiter weißt. Dein erster Titel hier im Offenen heißt " Ich habe es satt" und nun schreibst du ist doch zu 80 Prozent alles schick und er ist "pflegeleicht" gegenüber den anderen Männern, die du bisher hattest....Dann frage ich mich, wie hast du vorher gelebt ? :shock:
    Du schreibst von Selbstverwirklichung...In deinem Vorstellungsthread lese ich es eher so, als dürftest du nicht Piep sagen, nicht Luft holen und solltest nur für ihn da sein. Selbstverwirklichung in seinem Haus, abhängig von ihm, ob du das so leben kannst oder nicht....

    Weißt du....ich habe auch lange Zeit abgewogen, anfangs ging es noch um ihn und auch um unsere Kinder....Später habe ich mich hinter meiner Blümchengartenwelt versteckt, die mir bei allem und in meinem Arbeitsalltag so viel Ruhe gab....und auch meine geliebten Tierchen....um hinterher festzustellen, dass es auch anderes gibt, nämlich ein selbstbestimmtes Leben, wo ich mich bewegen kann, wie ich es für richtig halte. Es war vorher auch selbstbestimmt, aber der psychische Stress, den ich mir durch seine Suchterkrankung aufhalf, begann mich krank zu machen und ich habe abgewogen, so wie du.....und ich wollte nicht mehr "ertragen".
    Und so ergab sich nach dem Loslaufen für alles eine Lösung, für die Finanzen, für eine besser bezahlte Arbeit, für die Wohnsituation, wo ich mich zwar einschränken musste, aber es gibt nun anderes, was mir inzwischen viel wichtiger geworden ist...
    Da ist dann deine Kreativität gefragt....und DU entscheidest, wie glücklich du sein möchtest und was dann nicht so läuft, da liegt es allein in deiner Hand, was du da tun kannst.... :wink:

    LG Eklisee

    Hallochen,

    du hast Recht, es findet sich für alles eine Lösung, wenn man sich selbst und seiner eigenen inneren Stärke vertraut und die kleinen Dinge zu genießen weiß...und was ist schon "normal" ???
    Ich bin kein Alkoholikerkind, ich war "nur" lange Jahre mit einem Alkoholiker verheiratet. Nach der Trennung wieder unglücklich verliebt und dann fast mein Kind verloren, ist erwachsen aber nun heute schwer körperbehindert. Auch finanzielle Sorgen waren mit allem verbundene und dann noch meinen Job verloren. Auto...auch böses Thema immer mal wieder.
    Ich habe einen neuen viel besseren Job gefunden, mit tollen Kollegen und mein Leben inzwischen so zurechtgebastelt, dass ich mich wohl fühle, neben der Arbeit viele schöne Hobbys und neue Freundschaften. Und seit kurzem ein Enkelkind.
    Ich liebe mein Leben jeden Tag :)

    Alles Gute für dich :wink:
    Gruß Eklisee

    Ich meine...was bringt es DIR???, da einen Text nach dem anderen zu verfassen, draufzuhauen um sie zur "Vernunft" zu bringen....kostet deine Energie, so wie ich das lese...anstatt an der Stelle zu sagen ich lasse es, wo du meinst, es bringt nichts.....

    Hallo Renate,,

    Zitat

    das die Menschen die hierher kommen Hilfe suchen und etwas ändern wollen und nicht nur fortlaufend ihre schlimmen Situationen schildern und völlig ausblenden das sie selbst aktiv werden können und hier viele Wege aufgezeigt werden wie das gehen kann.


    in meinen Augen richtig...und ob hier, bei Freundinnen oder sonstwem...für mich gleiches Thema.

    Zitat

    Und da setze ich vorraus(ist das falsch?)


    Ja liest sich für mich so, als dass du deine Sichtweise aufdrücken möchtest.

    Ich will keine Else beschützen und auch nicht bestrafen und sehe dich auch nicht als Böse oder sowas. Ist für mich auch nicht so wichtig. Ich hab meins.
    Ich denke eher, du verstehst nicht was ich damit sagen will. Nun so driften die Sichtweisen wieder stückweit auseinander.

    LG Eklisee

    Hallo RenateO,

    klare Worte ok und auch hilfreich...hier dennoch, von außen betrachtet mein Eindruck, kann es sein, dass dich dein Co-Denken doch noch mehr im Griff hat als du selbst glaubst ? Du dich an dieser Stelle reinsteigerst und immer noch einen Text verfasst, anstatt loszulassen wo sie eben nicht will, noch nicht soweit ist oder wie auch immer...wie beim Alk der eben seinen Stoff nicht loslassen will ?
    Was macht es mit dir ?, dass sie jetzt nicht antworten will, oder auch gerade nicht kann, warum auch immer.
    Immerhin hast du auch eine Ehrenrunde mit einem zweiten alkoholkranken Partner gebraucht, bis es erfolgreich tief in deinem Inneren angekommen ist.

    Ich hatte dazu auch gute Übungsfelder im Leben draußen, wo Freundinnen, eine mit Alkpartner, andere mit anderem, ihre kaputten Beziehungen nicht loslassen konnten, wollten, wo ich mir das nicht mehr so wirklich reinziehen wollte, an einer Stelle, wo andere bei mir zu gegebener Zeit vielleicht auch verzweifelt sind.....
    Hab dann ab und an drei Worte zu gesagt, sie dann aber machen lassen und signalisiert, ich bin da, wenn du den Schritt da raus gehen willst. Irgendwann war´s dann soweit.
    Ist oft ein Spiegel meiner Selbst, eine Wiederholung meiner eigenen Vergangenheit, was ich da erlebe, auch was ihnen dann danach so widerfährt, und sehr lehrreich für mich.

    LG Eklisee

    Hallo Helene,

    von mir auch mein Beileid. Traurig, wie das doch enden kann, bei vielen noch wird. Bei einem früheren Nachbarn war´s ebenso wie du schreibst und im gleichen Alter.
    Das wird sicher nochmal nicht leicht, bis alles geregelt ist und ihr euch in Würde verabschiedet habt. Ihr habt alles richtig gemacht. Mehr konntet ihr nicht tun und auch nichts aufhalten.

    LG Eklisee

    Hallo Engel,

    meine Vorschreiberinnen haben schon alles gesagt, und meine Ansicht dazu ist die selbe.

    Einige Erfahrungen von mir dazu, nun schon einige Jahre her....

    Im Urlaub war er unter Kontrolle, den ganzen Tag, und zwar von mir, zu einer Zeit, wo ihm das Problem bewusst war und unter uns auch angsprochen. Evt. hat er es auch ernsthaft versucht.
    Abends dann "mal" zwei Bier und der Urlaub lief harmonisch und erlebnisreich...(bis auf die innere Distanz zwischen uns, die da schon war, mal nebenbei bemerkt. Solche Urlaube gab es zu der Zeit öfter. Oft fiel auch das Unwohlsein und das Zittern auf...und ab und an, wenn ein Teil meiner Familie dabei war, ich somit ja beschäftigt, gab es immer mal einen Grund zu "verschwinden" (Zigaretten holen, weil es ja seine Sorte vor Ort nicht gab, oder sowas :wink: ). na was glaubst du...da wurde erstmal was gegen das Zittern getan.
    Und zu Hause, wo man sich ja gut wieder verkrümeln kann und ab und an alle aus dem Weg, war´s schnell wieder beim Alten.

    LG Eklisee

    Huhu Nys,

    Zitat

    hab dann die Rückmeldung bekommen, daß das Quatsch ist. Ich soll mir nen Mann suchen! Geschockt NÖ brauch ich nicht - hab ich gesagt. Der Doc: Doch! Das wünschen sie sich doch!

    Puff. - ja - und wenn ich es abgestritten hätte, wäre ich wieder wunderbar dabei gewesen mich selbst zu verleugnen

    .

    über den musste ich jetzt schmunzeln....da hab ich auch mich drin gesehen :wink:

    Wenn ich mir vorstelle, ich solle für immer allein bleiben, was Partnerschaften betrifft, finde ich den Gedanken gruselig, genau wie ich Angst habe davor, was passiert, wenn ich mich morgen neu verliebe, womit ich auch nicht rechne.
    Nur ist es jetzt bei mir auch anders inzwischen. Ich mag nicht mehr nach suchen. Habe ich doch so manchen Prinz geküsst auf der Suche, der dann doch nach Frosch geschmeckt hat und gemerkt, das bringt es nicht.
    Gehe meinen Weg und gestalte mein Leben für mich und mit Familie sowie dem Freundeskreis, im Rahmen meiner Möglichkeiten so wie es sich für mich gut anfühlt, so dass ich mit meinem Leben zufrieden bin, ohne dass ich da einen speziellen "Jemanden" für brauche. Und das fühlt sich sogar irgendwie befreiend an.
    Und wenn dann mal was kommt, was mein Leben bereichern könnte, dann darf es mir gern begegnen.

    Ich freue mich für dich.... :wink: .

    Lieben Gruß Eklisee

    Ups...was das für ne Diskussion ?

    Nun richtig, machen können wie nix gegen diese Gesetzgebung.
    Ich finde die Regelung generell Sch...., egal wen es nun trifft, ob Männlein oder Weiblein und Gleichberechtigung hin und her. War es doch, wie Sonny schon schreibt, mal gedacht für die Hausfrauen, welche die Kinder großgezogen haben, was damals so üblich war und da auch ok war in meinen Augen und nicht für Leute, die sich selbst bedauern, sich nicht helfen lassen wollen, was das Thema Alk betrifft oder schlicht weg keine Lust haben, sich selbst um ihren Lebensunterhalt zu kümmern ....und und und...egal ob das nun Mann oder Frau betrifft, und der andere dann dafür herhalten muss. Überholt in meinen Augen und nicht mehr zeitgemäß.
    Bei uns ist es auch so, dass ich dafür herhalten muss, was die Rentenpunkte betrifft, aus Jahren, wo mein xy der Ansicht war...nach mir die Sintflut und sich nicht mehr kümmerte, danach schwer auf die Füße gekommen und wenig verdient, mal abgesehen noch von den ganzen Aggressionen, die so einiges hinterlassen haben.
    Er sieht das auch irgendwo im Nachhinein. Wir machen die Verzichtserklärung. Nun...dafür bin ich ihm an anderer Stelle entgegengekommen. Ob das nun alles ok so ist, und die Entscheidungen für mich richtig, werde ich wahrscheinlich auch erst später sehen. So manche Entscheidung war da recht schwer zu treffen und immer wieder nervenaufreibend, wo ich auch endlich mal zur Ruhe kommen und alles hinter mir lassen will...Nun so ist das eben und schade, so schön solch Eheschließung ist und ein Lebenstraum mit verbunden ist, kann man ja fast nur von abraten, wenn man selbst von solch Scherbenhaufen am Ende steht...
    Gut wenn man sich über solche Dinge gütlich einigen kann. Das ist ja mit ´nem nassen Alkoholiker kaum möglich, wie ich auch bei ner Freundin erlebe. Mein xy ist ja inzwischen trocken nach einer Therapie.

    LG Eklisee

    Hallo Pingi,

    danke dass du diesen Buchtipp hier gegeben hast. Habs mir bei Amazon mal angesehen. Übrigens wusste ich auch nicht, dass Karsten da eine Prämie kriegt. Bestelle dort auch ab und an was. Sieht sehr interessant aus, dieses Buch auch für mich, hat auch gute Kritiken.
    Bei mir bin ich ja auch sehr am Forschen, was das so alles ist, was ich erst jetzt in der Zeit nach der Trennung aus der langjährigen Ehe an mir entdecke. Wenn ich auch schon einige "Erleuchtungen" :lol: habe, irgendwo ein Buch mit sieben Siegeln bei mir, zumal ich, bis auch einige Dinge, die ich meinen Eltern nicht vorwerfe, weil sie es einfach nicht besser wussten, im Grunde ein harmonisches und liebevolles Elternhaus hatte.
    Ich bin eine, die ziemlich ihren eigenen Kopf hat und dementsprechend auch gern ihr Ding macht mit allem was mir eben so Spaß macht und mir wichtig ist. dennoch die Sehnsucht nach einem gewissen Gefühl, wo ich, wenn ich mich tatsächlich verliebe, mich ziemlich einsaugen lasse mit dem Gefühl und es dann schwer habe, mein Gegenüber wirklich zu erkennen, in dem, was er ist und was ich für ihn bin. Dass das jetzt noch so ist, hat mich ziemlich entsetzt, auch wie ich drauf reagiere. Vielleicht kann ich da auch so manches für mich mitnehmen.
    Ist nicht billig, wie ich sehe, denke werds mir dennoch bestellen.

    LG Eklisee

    Huhu Nys,

    oh ich hab mir auch schon manches Mal Gedanken gemacht und mich gefragt, was ist, wenn ich mich wieder verliebe. Flirts gibt's immer mal, aber schon lang nicht mehr dabei, wo ich es heranlassen möchte und das ist vielleicht auch gut so und brauche die Zeit, denke ich. Hab regelrecht etwas Angst davor, wenn es mich mal wieder erwischt. Packe mir so einiges wie Girasole zurecht, was ich auf keinen Fall wiederholen möchte, also das, wo ich denke, das war grundlegend falsch. Ob das dann so klappt, das umzusetzen, was der Verstand weiß, wenn Gefühle im Spiel sind ? Nun...hab ich doch auch anfangs bei den kurzen Beziehungen geglaubt, so vieles passt, so viele Ähnlichkeiten sind da und hab mich verbunden und verstanden gefühlt...am Ende festgestellt, viel zu viel von mir preisegegeben zu haben vom Innersten, was den anderen vielleicht verschreckt haben könnte ?....was ja wiederum bedeutet, die Schuld bei mir zu suchen.Oder doch einfach nur "missbraucht" worden, um Schmerzen zu lindern, die nicht meine sind ? Und wenn ich dann was angesprochen habe, hinterher bereut....und doch froh, es getan zu haben. Denn dann hatte es ein Ende und ich hab mich nicht noch Monate drangsaliert und bin wieder frei. Und ich würde es immer wieder so machen...für mich.
    Ich wünsche mir trotzdem auch, einfach mal was zu genießen, ohne so viel drüber grübeln zu müssen. Nur so einfach ist es mit uns Gefühlsmenschen wohl nicht :oops::) . Irgendwie möchte ich das auch nicht verlieren, bin eben ich mit meinen vielen Gedanken. Ist eben nicht so oberflächlich und will auch nicht da hin kommen, dass ich mir über nichts mehr nen Kopp mache. Dann bin ich so, wie so mancher, der mir weh getan hat...oder besser, wo ich zugelassen habe, dass das passiert.
    Dennoch wünsche ich mir, mit mehr Gelassenheit alles auf mich zukommen zu lassen...und das wünsche ich dir auch. Hör aber dabei vor allem auf dein Bauchgefühl. Wo es da bei mir Warnungen gab, haben die sich immer bestätigt...leider, auch wenn ich erst nicht hinsehen wollte oder man mir meine Empfindungen ausreden wollte.

    LG Eklisee

    Hallo,

    ich muss Girasole leider recht geben. Ich weiß es aus eigener böser Erfahrung mit meinem Kind. Ich kann nur zu unserem Schutz darüber nicht hier im Offenen schreiben, auch wenn ich es oft gern machen möchte zum Wachrütteln....Ich hab das wirkliche Ausmaß auch erst später gesehen und begriffen. Wenn sie klein sind leben sie in ihrer eigenen kleinen heilen Welt. Sie kennen es ja nicht anders.

    LG Eklisee

    Hi Firebird,

    ja es gab noch Kontakt. Wir haben ja Kinder (schon erwachsen). Und eins ist vorerst dort geblieben. Ich wollte, dass wir ganz normal im Gespräch bleiben. Er war ja schon trocken. Dennoch gestaltete sich das schwierig. Er sah es als Beziehungspause, ich schon nicht mehr. Als er das langsam mehr und mehr begriff, dass die Bemühungen ins Leere laufen, gab es auch immer mal wieder mächtig Stress und Vorwürfe. Ich hab dann auch einfach den Hörer aufgelegt. Es war einfach zu viel passiert und bei uns hat es auch böse Folgen hinterlassen und es ist für alle besser so, wie es jetzt ist. Bei mir war entgültig zu, ob am Ende mit oder ohne Alk.
    Momentan...zweieinhalb Jahre später, halte ich gut Abstand und er nun mittlerweile auch. So richtig wollte er es bis vor kurzem immer noch nicht akzeptieren. Aber bei uns rückt nun auch der Scheidungstermin näher.
    Das beste ist es für mich, den Kontakt und die Gespräche aufs notwendigste zu reduzieren. So meine Erfahrung.

    LG Elkisee

    Hallo Sarawen,

    ach ehe ich hier im Offenen zum Schreiben komme mit meiner knappen Zeiteinteilung, gab´s schon so viele andere Antworten, wo es gar nicht mehr viel dazu zu fügen gibt. Nu gut zeitweilig setze ich mich auch nicht gern damit auseinander und ich ergreife die Flucht nach vorn und lebe einfach.

    Dein Post schien mir auch erstmal ziemlich resigniert. So ähnlich sieht´s in mir auch manchmal aus, dann wenn es mir gerade nicht gut geht. Glücklicher Weise verziehn sich solche Wolken inzwischen schnell wieder. Nun hast du die rosarote Brille nicht mehr auf und kannst stattdessen aber mit klarem Blick in alle Richtungen schauen und auf dich achtgeben. Und warum meinst du, so lese ich es heraus, brauchst du unbedingt einen Mann, um ein glückliches Leben zu führen. Das scheint das alleinige Mittel zu sein, um dich wohl fühlen zu können.

    Nys, deine Gedanken dazu haben mich sehr berührt. Und wo du so von den Vogelbabys schriebst....Meine Zeit nach der Trennung nach der langjährigen Co-Ehe sah auch nicht gerade rosig aus, sollte doch alles besser werden. Ich habe fast mein Kind verloren, buchstäblich in der Mitte durchgebrochen und meine Seele irgendwo mit. Dazu gesagt, wenn´s auch nie wieder richtig gut wird, nun aber immer besser mit Blick nach vorn und neuer Lebensfreude....Davor und danach je einmal neu verliebt und gleichmal auf die Fre...e geflogen damit, auch wenn ich heute meine, dass das ganz wichtige Erfahrungen für mich waren, auch wenn sie am Ende sehr weh getan haben.
    Danach aus lauter Verzweiflung auch immer mal wieder nach Stopschildern gesucht, die endlich diesen verdammten Schmerz stillen sollten!!! So manchen Prinz geküsst, der dann doch nach Frosch geschmeckt hat :x:oops: :lol: . Und auch so einige Dates gemacht, um am Ende festzustellen, dass das Verschwendung kostbarer Zeit ist und nicht mein Weg. Und ich bin nicht die, die sich ohne Gefühle auf Körperliches Einlassen will. Solche die mir die Welt zu Füßen legen wollen, die gibt's, da stimmt die Chemie von meiner Seite nicht...schade. Angezogen fühle ich mich von solchen, wo ich weiß, das gibt geradewegs die nächste Katastrophe....also mache ich einen großen Bogen. Finde es aber schon gruselig, eher in solche Richtungen zu driften.

    Nun aber, bei allem Schmerz und der Sehnsucht die schon irgendwo da ist...Ich will leben...schön leben !!! Und ich will nicht mehr suchen und damit gehts mir zunehmend besser.
    Ich genieße mehr und mehr mein Leben in Freiheit, so wie ich es mir zurechtgebastelt habe. Mir geht's besser in Zeiten, wo ich ganz bei mir bin. Und ich habe mir in den zwei Jahren nach der Trennung so viele gute neue freundschaftliche Kontakte aufgebaut, die mich nehmen, so wie ich bin, geben ohne Gegenleistung zu verlangen und auch ich keine Erwartungen habe, sie tun mir einfach gut, viel besser als was zu suchen, was momentan eben nicht da ist.
    Ich mache all die Aktivitäten, für die ich früher wenig Raum hatte, meine Tanzerei, den Sport. Das mache ich jetzt einfach und bin in der wenigen Zeit, die ich habe, ausgefüllt. Und das fühlt sich unheimlich gut an. Mein Leben ist wieder bunt und ich hab es selber in der Hand, wie bunt es ist....
    Klar fühle ich mich manchmal einsam und wünsche mir, dass da mal wieder auch was in Sachen Liebe kommt. Nur muss es dann zu meinem Leben passen und ich mag da gar nicht viel dran ändern.
    Je mehr ich mir mein Leben nur für mich gestalte, ohne mich von anderen abhängig zu machen, um so besser fühlt es sich an. Das kannst du bestimmt auch Sarawen.

    Wünsch dir ein schönes Osterfest
    LG Eklisee

    Was machst du nur für dich Sarawen

    Hallo Firerbird,

    ich habe lange gebraucht, mein neues Zuhause als ein solches anzunehmen. Ich hatte irre Heimweh. Es war für mich schon in sofern ein schwerer Schritt, weil ich aus unserem Häuschen mit Garten, in dem ich unsere Kinder groß gezogen habe, in ein ausgebautes Dachgeschoss umgezogen bin, welches zwar total süß ist, aber ich hab mich eingesperrt gefühlt. Es hat nicht mal einen Balkon und auf dem Hof hab ich keine Ruhe und nichts ist meins.
    Inzwischen fühlt es sich aber super gut an, mein Leben so gestalten zu können, wie ich es möchte, nach anfänglichen Schwierigkeiten. Ich habe mir mein Leben und mein Umfeld so eingerichtet, wie es sich für mich gut anfühlt, mache alles was mir Spaß macht, ohne dass mich da was bremst oder mir die Abende und Wochenenden zur Hölle macht. ich habe hier meinen Rückzugsort und mach die Türe zu und hab Ruhe, wann immer ich es will.
    Ich bereue keinen Schritt.
    Aber das dauert eben und ist nicht einfach, nach vielen Jahren das Leben komplett umzustellen und braucht ne Menge Verarbeitungszeit. Nun hast du die Ruhe, alles ordnen zu können. Hab Geduld mit dir, auch wenn es sich mal alles andere als gut anfühlt.

    LG Eklisee

    Hallo Inwen.

    ich habe auch lange Zeit nicht gewusst, ob ich meinen alkoholkranken Mann noch liebe. Seine bloße Anwesenheit wurde mir irgendwann zu viel. Ich hatte das Gefühl, für alles die Verantwortung auf meinen Schultern zu haben, auch für unsere Kinder. Es wurde immer schlimmer und ich hatte auch solch kalten Gedanken, ob ich denn traurig wär oder erleichtert, wenn er einfach "weg" wär. Ab und an ließ ich mich wieder ein. Da kamen die Gefühle von früher wieder. Und nach ernsten Gesprächen, wo er seine Felle davon schwimmen sah, gab es Versprechungen, die nicht eingehalten wurden und es ging im gleichen Trott weiter. Um so enttäuschter und verzweifelt war ich dann immer, wenn ich mich gefühlsmäßig eingelassen habe, so dass es in mir mehr und mehr zugemacht hat.
    Irgendwann sagte ich zu meiner Mutter und zu Freundinnen...selbst wenn er es noch in Angriff nehmen würde, vom Alkohol zu lassen, ich weiß nicht, ob ich es noch könnte....
    Und es kam der Tag, an dem sich das Blatt wendete. Als bei mir völlig zu war und ich ernst machte. Er begann sogar eine Therapie und zog es durch....Ich konnte nicht mehr, habs versucht. Spätestens da wusste ich, das es keine Liebe mehr war und es hat sich wie Würgegriff angefühlt. Ich habe buchstäblich keine Luft mehr bekommen. Es war einfach zu viel passiert und meine Liebe zu ihm war tot. Das hing auch damit zusammen, dass er ziemlich mies auch zu den Kindern war, allgemein oft jähzornig....nun klammernd. Es sollte sofort wieder alles gut sein und er machte sein Wohlergehen völlig von mir abhängig.
    Ich hatte auch lange Zeit so Ängste wie du. Wie soll ich das alles hinkriegen, allein, finanziell. Ich habe mich so lange im Kreis gedreht und der Suff wurde schlimmer, so dass ich bei dem, wo ich anfangs wie du auch nicht durchgeblickt habe, was denn wo bezahlt werden muss, am Ende sowieso alles allein managen musste. Trotzdem war es so, dass ich lange zeit Varianten überlegt habe, wie es gehen soll, habe alle für unmöglich gehalten und bin verzweifelt im Kreis gelaufen....und dann dieses schlechte gewissen und diese Verantwortungsgefühle.
    Nun am Ende, als der Leidensdruck zu groß wurde, ging es doch. Ich lebe seit zweieinhalb Jahren getrennt und bereue keinen Schritt.

    Schau genau hin Inwen, was dich hält....Ist es Liebe oder die Angst vor der Zukunft und was da kommt. Oder die Traurigkeit um einen zerplatzten Lebenstraum. Das vergeht....Oder das Kind, das seinen Vater braucht ? Wenn das nur eine Trinkpause ist ....für Kinder ist das ganz und gar kein guter Raum um gesund groß zu werden. Da hab ich ganz böse Erfahrungen mit beiden schon erwachsenen Kindern, die ich Ihnen gern erspart hätte, nun aber die Zeit nicht zurückdrehen kann.

    Nun wünsche ich dir erstmal trotz allem ein schönes Osterfest.
    LG Eklisee