Beiträge von eklisee

    Liebe Joanne,

    ich habe mir auch schon oft solche Lobeshymnen anhören müssen, wie toll er das jetzt alles macht, wie schön dass doch ist für uns, und dass ich ihm doch nun einen Chance geben muss, wo er das doch nun macht...für uns :x .Es ist ja auch schön, für ihn. Ich kanns aber nicht mehr hören. Wo nix mehr is, is nix, tut mir leid, ist eben so. Aber ich brauche es nicht erklären, habe ich auch keine Lust zu. Dafür habe ich das Forum. Es gibt auch gute Freundinnen und Bekannte, welche das anders sehen, zum Glück.

    Ich finde es so super für dich und deine Tochter, dass du es geschafft hast, es so zu regeln. Meinen Mann kriegen hier scheinbar keine 10 Pferde raus, Schade, so einfach wirds mir nicht gemacht. Aber ich werde einen anderen Weg finden, wenns auch etwas dauert. Leider erlauben unsere Finanzen z.Zt. keine zwei Haushalte. Aber ich werde, muss das irgendwie hinkriegen.
    Ich wünsche dir viel Kraft, das nun alles durchzuziehen.

    LG Eklisee

    Liebe Joanne,

    ich kann dir nur den Tip geben, ziehe es durch. Wenn du es schaffst, dass er auszieht, um so besser. Dann kann auch deine Tochter im gewohnten Umfeld bleiben. Jetzt oder nie.

    Bei mir ist es gekippt. Ich war noch zu unsicher. Er ist nicht gegangen. da wollte ich gehen. Kurz vorher habe ich es doch nicht gepackt. Konnte nicht loslassen von meinem zu Hause, hatte Angst um meinen Sohn und vor den finanziellen Problemen. Ich wollte nochmal sehen, was nach der Therapie mit uns ist.
    Er ist gefestigt. Aber meine Gefühle sind schon zu lange weg und sind auch nicht wieder gekommen. Ich sitze nun wieder hier, mit den gleichen Problemen und muss neue Wege suchen. Und es geht mir schlecht dabei.
    Das einzig Gute ist, dass ich es nun genau weiß.

    LG Eklisee

    Marie04 ,

    ich bin auch nicht mehr bereit mit ihm gemeinsam den Weg zu gehen. Das ist das, was ich im ersten Beitrag zu diesem Thread als mein Standpunkt bezeichnete. Ich tue mich nur schwer mit den riesigen Klamotten, die einer räumlichen Trennung im Weg liegen.(steht alles im geschlossenen Bereich) Wir leben getrennt im gleichen Haus. Ich sehe das so, er noch nicht. Meinerseits ist das alles schon geklärt. Es will nur nicht bei ihm ankommen. Er will es nicht verstehen.

    Doro

    Das ist interessant, was du schreibst. Das passt auch zu meinen Vorstellungen vom Wohbefinden. Ist wohl eher typisch weiblich.

    Jürgen

    Zitat

    "Diskutanten" - eine Abwandlung von Duellanten und Diskussion

    Diskutanten na das ist doch mal was Neues :lol:.
    Ich habe zusammen mit einer gewissen Forumteilnehmerin eine schöne Wortsammlung begonnen. Dürfen wir das dort mit aufnehmen ?
    Aber als Persönlichkeitsstörung möchte ich es für mich eigentlich nicht gleich annehmen. Wenn alles Persönlichkeitsstörung ist, was in mir mal so herumspinnt. Hilfe :shock:, bei dem Gedanke fühle ich mich ja erst so richtig krank.
    Bitte nicht falsch verstehen. Aus vielen Problemen kann sicher auch was ernst zu nehmendes werden, womit man sich dann auch auseinandersetzen sollte.

    LG Eklisee

    Hallo Speranza.

    Zitat

    Ich habe ihn weder umsorgt noch umtüttelt wenn er getrunken hat sondern ihm deutlich meine Meinung gesagt. Mir gehen Leute die betrunken sind grundsätzlich auf den Wecker.


    So war und ist es bei mir auch.

    Wir sind wahrscheinlich da hängen geblieben, weil wir meinten, ihnen unsere Meinung und unser Verständnis aufzwingen zu können, damit es uns besser geht.
    Ich war nicht bereit mein ganzes Leben und das der Kinder über den Haufen zu werfen. Wir wollten unser zu Hause behalten. Wenn er nicht verstehen und ändern will, soll er gehen, dachte ich. Ich wurde eines Besseren belehrt. Ich habe viele Jahre vergeudet, in denen ich vielleicht glücklicher hätte sein können, auch die Kinder. Das lässt sich nicht mehr ändern.
    Als ich irgendwann auch am Ende war, wurde er trocken. Das ist eine völlig neue Situation für uns, in der wir aber schmerzlich begreifen müssen, dass sich die Zeit nicht zurückdrehen lässt und sich vieles verändert hat und das wir neue Wege, jeder für sich, finden müssen. Ich habe es begriffen, er leider noch nicht.

    LG Eklisee

    Hallo,

    Zitat Speranza

    Zitat

    Ich spreche jetzt für MICH denn DEN co-Kranken gibt es nicht, auch co-Abhängige sind grundverschieden.


    Ich finde auch dass „man“ es nicht verallgemeinern kann.

    Ich möchte mich auch nicht direkt als Co- krank bezeichnen. Ich komme nicht aus einer Familie, in der es Suchtkranke gab. Ich habe auch nicht das Bedürfnis, jemanden versorgen und bevormunden zu wollen, was mir irgendwelche Stärke geben soll. Es ist mir eher zu anstrengend. Ich bin da praktisch so reingerutscht. Ich wünschte mir einen Partner auf Augenhöhe. Das er alkoholkrank sein könnte, war mir nicht bewusst. Ich weiß nicht, ob das zu Zeiten unseres Kennenlernens schon ein Problem war. Sein Wohl liegt mir auch jetzt noch nahe, ich war aber nie bereit, meins dafür völlig aufzugeben.
    Anfangs wollte ich ihm helfen, ja. Später ging es mir darum, mir selbst zu helfen. Deswegen wollte ich, dass er versteht. Aber ich musste begreifen, dass er mich nicht verstehen kann in seinem Zustand. Vielleicht konnte er es verstehen, konnte es aber nicht ändern, nicht für mich und nicht für sich.

    LG Eklisee

    Hallo Hartmut,

    interessante Frage, aber auch verwirrend.
    Ist das nicht der Wunsch von jedem Menschen, verstanden zu werden?

    Bei uns sind beide oft so diskussionswütig und wollen verstanden werden, ich, sowie mein inzwischen trockener Partner. Es betrifft also Co und Alk.

    Als er noch getrunken hat, habe ich oft auf ihn eingeredet, im sanften sowie auch im bösen Ton, wenn er aggressiv war. Ich meinte, dass doch mal irgendwas ankommen muss, dass er doch mal begreifen muss. Wenn ich nicht so drauf war und ihm lieber aus dem Weg gegangen bin, kam er oft angetrunken hinter mir her und belegte mich mit irgendwas, dessen Sinn ich meistens gar nicht verstand.

    Nun ist er trocken. Nachdem ich eine Zeit lang noch unsicher war, wie es weiter gehen soll, habe ich jetzt einen Standpunkt, von dem ich nicht mehr abweichen möchte. Ich habe es einige Male erklärt.
    Er versteht meinen Standpunkt nicht, oder will ihn nicht verstehen.

    Inzwischen habe ich weitgehend loslassen können, von dem Drang, dass mich alle verstehen sollen. Ich muss es akzeptieren und kann es so stehen lassen. Ich will mich nicht mehr befassen mit solchen Auseinandersetzungen, weil sie mir nicht gut tun. Ich will mich nicht mehr ständig erklären müssen, warum ich nun mal so fühle, wie ich fühle, so bin, wie ich jetzt bin. Mein Gegenüber kann das leider nicht akzeptieren. Er versucht mich umzukrempeln. Ich soll ihn verstehen und scheinbar wieder so funktionieren, wie es ihm gut tut. Dafür gibt es auch regelmäßig mal richtig Stress.

    Kurz gefasst. Ich hätte es gern, dass „man“ mich versteht. Wenn es aber nicht so ist, kann ich es auch so stehen lassen. Ich kann auch nicht alles verstehen, was andere denken.

    LG Eklisee

    Hallo Joanne,

    sei vorsichtig. das nicht anrufen könnte jetzt auch eine Taktik sein. Er will vielleicht sehen, wie du reagierst, dich hinhalten. Ich weiß grad nicht, wie ich das ausdrücken soll. Kannst du dir vorstellen, wie ich das meine? Könnte eine neue Masche sein.Hat meiner auch gemacht. Fall nicht darauf rein.

    LG Eklisee

    Liebe Joanne,

    deine Wut hilft dir, das durchzuziehen.

    Ich wünsche dir gaaaaaaaanz viiiiiiiiiiiieeeell Kraft, das nun durchzustehen. Du schaffst das :wink: !!!!!

    Ich wünschte, ich könnte mein Männe mit in den Flieger setzen...... :?:lol::lol: .
    Aber der räumt das Feld nicht so einfach.

    LG Silke

    Hallo Befreieung,

    willkommen hier im Forum.

    Ich habe gerade deinen 1. Beitrag hier gelesen und finde es ungewöhlich, dass er im betrunkenen Zustand gemütlich, ruhig und verträglich ist, aber im nüchternen Zustand so gereizt und ungerecht. Bei den meisten Partnern von uns ist das genau andersrum.
    Na gut, wenn er betrunken ist, macht das vielleicht die Menge, und er kann nicht mehr anders. Aber bist du dir sicher, dass er zu Hause nicht doch auch heimlich trinkt, so pegelmäßig?....ist nur eine Vermutung.

    Gut, dass du den Weg, hier ins Forum gefunden hast.
    Sich mit anderen darüber auszutauschen ist sehr hilfreich. Es wird dir gut tun :wink: .

    LG Eklisee

    Danke Joanne,

    Zitat

    bei mir passiert es dann beim schreiben...
    ich schreibe und bin dann erstaunt über das was ich geschrieben habe

    geht mir auch so, kriege manchmal fast Angst vor dem, was da so alles raus kommt. Deswegen bin ich jetzt auch im Geschlossenen, da kann ich offener schreiben.

    Du hast schon einen 25-jährigen Sohn? Ist ja genauso früh wie bei mir, meine Tochter ist auch schon 24.

    LG und einen schönen Sonn(en)tag
    von Eklisee :)

    Hallo Melinak, hallo Joanne

    Zitat

    das ihr eure lebenssituation eben immernoch vom anderen abhängig macht und da nach dem anderen schaut und nicht nach euch, euren bedürfnissen euren wünschen, vorstellungen von partnerschaft.

    Zitat

    weil ihr euch das anderst vorgestellt habt, dann könnt ihr das niemals so umbiegen (ihn umbiegen) das es so wird wie ihr euch das vorgestellt habt.

    Was mich betrifft, bin ich schon weg davon, meinen Partner verbiegen zu wollen.
    Während de LZT habe ich gemerkt, dass ich eher dazu neige, vor der ganzen Situation Abstand nehmen zu wollen.

    Zitat

    aber unwohl fühlt ihr euch immer noch.ich habe sogar den eindruck das ich nicht gehen könnt weil er was getan hat (nicht mehr trinken) jetzt erst recht bei ihm bleiben zu müsen, weil ihr euch verpflichtet fühlt bei ihm zu bleiben, weil er ja was getan hat. der schuss geht doch da naich hinten los.

    Ja, bisschen ist das so. Nach der LZT war ich schon auf dem Sprung, weil meine Kraft am Ende war un dich nicht mehr wollte. Dann blieb ich doch erstmal, um uns beiden eine Chance zur Aufarbeitung zu geben. Ich wollte sehen, was fühle ich nach der LZT oder was auch nicht. Ich war da sehr unsicher. Da es nun scheinbar beim NICHT bleiben wird,gibt es jetzt noch andere Sachen von denen ich mich lösen muss und die ich regeln muss. Was nicht so einfach ist, aber das ist der nächste Schritt.

    Weiter will ich das hier gar nicht so ausführen, weil es ist ja Joannes Thread.
    Aber Melinak, deine Sichtweisen sind immer wieder interessant, auch wenn sie manchmal wehtun. Hut ab, wie du deinen Weg gefunden hast, nachdem du ja schon so arge Probleme aus deinem Elterhaus mitgebracht hast und dich von so vielem lösen musstest, dass es dir besser geht.

    LG Eklisee

    Liebe Joanne,

    schwierig, darauf zu antworten...

    Zitat

    Eigentlich mache ich durch mein ausharren 3 Menschen krank ,denn mein Mann soll sich so ändern wie ich es mir wünsche,und anscheinend kann er es nicht,er kann nicht so sein

    .

    Ja, vielleicht machst du damit dich und dein Kind krank. Aber das zu bedauern, hilft jetzt nicht. Was ihn betrifft, er hätte die Konsequenzen daraus ziehen können. Es hilft ja nichts, die Probleme im Alkohol zu ertränken.
    Von der Frage, wer hat Schuld, bin ich inzwischen weg. Daran werden wir beide mehr oder weniger unseren Teil beigetragen haben. Es geht nun darum, was wir aus der Situation machen, um ein Leben führen zu können, in dem es uns beiden gut geht.

    Was mich betrifft, hast du in gewisser Weise Recht. Wenn ich bei dir lese, sehe ich die ganzen Jahre, in denen ich mich abgekämpft habe, ohne daran was ändern zu können und wie die Kinder darunter gelitten haben. Die Kinder sind inzwischen groß. Jetzt geht es nur noch um mich und um ihn, wobei die Kinder in gewisser Weise immer noch mitleiden.

    Zitat

    Aber....ist es denn jetzt so wie du es wolltest
    wahrscheinlich nicht....aber du bist ja die Gute und kannst nicht gehen....er muss erst wieder was tun damit du gehen kannst

    Naja, so ähnlich, schwer auszudrücken.
    Es ging am Ende nicht mehr um ihn sondern um mich. Ich wollte für mich und die Kinder unser Zuhause erhalten. Er konnte sich eh nicht mehr drum kümmern, wollte aber auch nicht gehen, hätte sein Leben ja auch gar nicht alleine auf die Reihe gekriegt. Davon war ich irgendwann ab. Dann waren es finanzielle Schwierigkeiten, Jobsuche für mich, wo landen die Kinder in ihrer Ausbildung. Wo ziehen wir dann hin. All sowas. Dann wurden noch nach und nach seine Eltern schwer krank und starben. Da habe ich es auch nicht fertiggebracht. Und so gab es immer wieder was Neues, was mich hinderte.

    Als ich nicht mehr daran geglaubt hatte, hat er endlich die Therapie gemacht. Da ging es erstmal wieder auch um ihn. Aber ich merke, dass zu viel kaputt gegangen ist und ich die Nähe nicht mehr zulassen kann. Nun kommt wieder der Schmerz, mein Zuhause verlassen zu müssen. Ich weiß nicht, vielleicht empfindest du auch so.
    Wenn ich dann bereit bin, hier alles aufzugeben, dann finde ich wieder keinen Weg, wie das finanziell gehen soll, ohne gleich zu verkaufen. Das wird wohl der Preis mal sein, den ich zahlen muss. Oder es bleibt alles beim Alten. An ein Happy End zu glauben für uns als Paar, fällt mir momentan schwer.
    Wir leben jetzt auf Abstand, in dem ich erstmal zur Ruhe kommen soll. Die Entscheidung, was werden soll wollten wir treffen, wenn im nächsten Jahr unser Sohn hoffentlich auf eigenen Füßen steht. Das erleichtert die Sache und er kann in Ruhe seine Ausbildung beenden. Vielleicht möchte er das Haus mal übernehmen. Das wär schön, dann wär nicht alles umsonst.
    Aber es ist für uns beide sehr schwer damit umzugehen. Und dabei habe ich auch wieder Angst, dass dann was Neues kommt, was mich hindert.

    Zum Glück habe ich eine liebe Familie, Freunde und viele Hobbys. So war ich wenigstens ein bisschen in der Lage , mein Leben für mich zu leben. Ich habe dann mein Ding gemacht.

    Zitat

    wenn ich so darüber nachdenke,und durch dein schreiben hier,haben sich auch meine Augen über mich etwas geöffnet
    Ich habe nur wieder ausgehalten,gewartet,die Beziehung ist nicht gut,mit oder ohne Alkohol

    Ja, genau darauf wollte ich bei dir hinaus :wink: . Zumal es bei euch ja so aussieht, als wenn er auch ohne Alkohol nicht wirklich Interesse an eurem Familienleben zeigt. Oder er hat nie wirklich aufgehört zu trinken.

    Zitat

    (obwohl er es ja am Anfang alles konnte,war wohl bloß gespielt und aufgesetzt,weil er wusste das ich ein absoluter Familienmensch bin)

    Am Anfang der Beziehung scheinen sich alle Mühe zu geben. Entweder das passt auf Dauer, oder jeder entwickelt sich in eine andere Richtung. Das ist ja auch oft bei Paaren ohne Alkoholproblem so.
    Was soll man da machen? Darin unglücklich ausharren oder was ändern.

    So, nun habe ich ein kleines Buch geschrieben :lol: .
    Jetzt habe ich Hunger.

    LG Eklisee

    Ja Melinak, ich verstehe dich schon richtig.

    Wenn es sich auch bisschen ironisch anhört, ich weiß, du willst mich damit in die richtige Richtung schubsen.
    Auch wenn ich noch den Eindruck habe, gegen Windmühlen kämpfen zu müssen, ich muss vorwärts gehen, sonst wird gar nichts besser.

    LG Eklisee

    Ach Joanne,

    Melinak hat es geschafft, ich eigentlich noch nicht.
    Ich kann eigentlich nur klugscheißen :oops::wink: und meine Erfahrungen aus den nassen Zeiten schildern, als Warnung, was du dir besser nicht noch Jahre antun solltest, auch in Bezug auf deine Tochter.
    Als ich mich endlich lösen wollte, hat er ja endlich gemacht, was ich von ihm wollte. Er ist in Therapie gegangen und ist nun schon fast 11 Monate trocken. Da habe ich beschlossen, nochmal abzuwarten was noch kommt und ob es doch noch eine Chance für uns gibt. Nur ist zu viel kaputt gegangen in der Zeit, so dass ich glaube, mich nie wieder wirklich auf ihn einlassen zu können. (ist nachzulesen, bei Alles könnte gut sein und trotzdem tut alles weh. Der Austausch findet nun aber vorwiegend im Geschlossenen Bereich statt.)
    Das ist jetzt meine Baustelle, einen Weg zu finden, der mich da entlastet.

    Eins haben wir jetzt immernoch gemeinsam. Wir haben noch die Sache mit dem Haus am Hals, eine Aufgabe, wo wir noch eine Lösung finden müssen., nicht einfach.

    Schön, dass du gut geschlafen hast.
    Viel Spaß u. Entspannung bei deinem Buch

    LG Eklisee

    Zitat

    da wurden mir sogar die worte im mund verdreht befor sie raus kamen und ich habe immer versucht gehabt das richtig zu stellen. erzähl einem der himmel ist blau wenn der, der den himmel grün sieht darauf besteht das er grün ist. ich versteh das bis heute noch nicht wie das alles so läuft

    Hilfe :? , das kenne ich zu gut!!! Das hast du schön beschrieben, Melinak. Ich musste lachen, obwohl es eigentlich sehr traurig ist. Mir wurden auch sehr oft Dinge in den Mund gelegt, die ich nie gesagt oder so nicht gemeint habe. Nur damit er mich wieder als die Böse hingestellen konnte. Auch dem, was ich gut gemeint hatte, wurde letztendlich was Böses unterstellt. Aus Gesprächen, in denen er mich angriff wurde am Schluss nur noch das gesehen, was ich am Schluss antwortete, als es mir gereicht hat. Der Vorspann wurde einfach vergessen.
    Das ist wohl überall das selbe. Ist unsinnig, sich auf solch ein Gespräch überhaupt einzulassen, kostet unnötig Energie und Nerven.

    Nur leider hatte ich gestern mit ihm ein ähnliches Gespräch in seinem Trockenzustand, nicht so krass und nicht so beleidigend, mit anderem Niveau. Aber es hat mich doch sehr erschreckt und runtergezogen.
    Das liegt wohl daran, dass er mich nicht versteht und immernoch nicht zuhören kann, bzw. will.

    LG Eklisee

    Guten Morgen Joanne,

    Hast du nun in der ersten Nacht etwas Ruhe finden können?

    Zitat

    Ich hatte dabei ein komisches Gefühl,nicht wie beim 1.Mal,da dachte ich ich gebe ihn ab,wie ein Hund den man nicht mehr will

    Gut, dass du da schon ein leichteres Gefühl hattest. Siehst du, du kannst schon loslassen.
    Auweia, als ich das gelesen habe, kamen Erinnerungen hoch. Genauso ging es mir auch, als ich meinen Mann zur Langzeittherapie (84 km weit weg) abgegeben hatte. Ich hatte das Gefühl, als würde ich ihn aussetzen.
    Es war aber gut, dass er so weit weg war, da konnte ich ihn gar nicht dauernd besuchen fahren.
    Wobei ich das auch gar nicht wollte. Als ich zu Hause im Alltag war, habe ich ihn nicht vermisst, weil alles viel einfacher war. Das kam nur hoch, als ich ihn besuchen war.

    Zitat

    Ich habe ihm aber gesagt das ich das nicht kann, das es mir im Gegenteil zu ihm nicht gut geht, denn hier zu Hause ist niemand, der mir meine Probleme abnimmt und ich erst mal wieder zur Ruhe kommen muss und will

    Das ist richtig, jetzt hast du Zeit bisschen zur Ruhe zu kommen und Luft zum Atmen.

    Zitat

    ich musste doch alles regeln.......habe ich ihn noch schwächer gemacht ???Also habe ich doch dazu beigetragen das er noch mehr depressiv geworden ist ???

    Ja sicher, machen wir sie dadurch schwächer. Aber irgendwie muss der Alltag ja organisiert werden, für uns und die Kinder. Ich denke, sich nun zusätzlich Vorwürfe zu machen, bringt nichts.
    Das ist auch so´ne Sache, die mich irgendwann völlig den Respekt vor ihm verlieren lies. Auch ein Grund, warum ich mich auch im trockenen Zustand nicht wirklich auf ihn einlassen kann, weil ich das nie wieder so haben will.

    Zitat

    ich kann mich noch gut daran erinnern das er unsere Tochter nicht abgeholt hat,vergessen, und das nicht einmal,das ist öffters passiert

    Ist ja krass, das hat meiner nicht fertig gebracht. Als die Kinder klein waren, war er aber auch noch nicht so schlimm drauf.
    Ich erinnere mich böse daran, dass ich mich in seinen Arbeitslosenzeiten nicht darauf verlassen konnte, dass das Hausaufgabenheft kontrolliert wurde. Da wurde dann, als ich von meiner Ganztagsstelle am späten Nachmittag nach Hause kam gesagt:… Ja ja, alles erledigt. Und am nächsten Tag kam doch ein Eintrag von der Schule.

    Nein, sowas brauchst du nicht, bis dein Kind groß ist. Ich wünsche dir, dass du einen Weg findest die Dinge zu regeln und viel Kraft dazu.

    LG Eklisee :wink:

    Liebe Joanne,

    nein du wirst nicht verrückt.

    Dass dir das jetzt erstmal alles zu viel ist und du am Boden zerstört bist, nach dem, was da alles abgegangen ist, ist ganz klar.
    Und das mit dem kapieren, das ist nicht so einfach.

    Bei uns sind am Schluss auch so Dinge abgegangen, wo ich dachte, ich müsste davon wahnsinnig werden. Die möchte ich hier im offenen nicht so einfach schreiben. Ich war sooo enttäuscht, dass ich da nicht schnellstens den Abflug gemacht habe.
    Letzendlich hat dieser Tiefpunkt ihn dazu gebracht, endlich Hilfe anzunehmen. Und ich habe zu der Zeit endlich geschafft mich gefühlsmäßig zu distanzieren, um mich davon nicht fertigmachen zu lassen.

    Natürlich tun die einem Leid, uns verbinden ja die gemeinsamen schönen Jahre und die Kinder. Da ist es schwer zu sehen, wie sich der Partner so zu Grunde richtet.Aber am Schluss fand ich den Anblick auch einfach nur erbärmlich. Das war nicht meins und entsprach nicht meinen Vorstellungen vom Leben.

    Und du bist !!!nicht!!! Schuld, lass dir das nicht einreden!!! Du kannst da jetzt gar nichts machen. Es liegt nun an ihm, die Hilfe im KH anzunehmen.

    Versuch ein bisschen zu schlafen, viell. hast du morgen einen klareren Kopf.
    Das muss jetzt erstmal sacken. Dieses extreme und verzweifelte Schockgefühl, das du jetzt hast, geht wieder runter, glaub mir.
    Es ist gut, dass er ins KH geht. Dann hast du Zeit, dich etwas zu erholen und die Gedanken zu sortieren.

    Ich wünsche dir viel Kraft :wink:

    LG Eklisee