Liebe Joanne,
schwierig, darauf zu antworten...
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Eigentlich mache ich durch mein ausharren 3 Menschen krank ,denn mein Mann soll sich so ändern wie ich es mir wünsche,und anscheinend kann er es nicht,er kann nicht so sein
.
Ja, vielleicht machst du damit dich und dein Kind krank. Aber das zu bedauern, hilft jetzt nicht. Was ihn betrifft, er hätte die Konsequenzen daraus ziehen können. Es hilft ja nichts, die Probleme im Alkohol zu ertränken.
Von der Frage, wer hat Schuld, bin ich inzwischen weg. Daran werden wir beide mehr oder weniger unseren Teil beigetragen haben. Es geht nun darum, was wir aus der Situation machen, um ein Leben führen zu können, in dem es uns beiden gut geht.
Was mich betrifft, hast du in gewisser Weise Recht. Wenn ich bei dir lese, sehe ich die ganzen Jahre, in denen ich mich abgekämpft habe, ohne daran was ändern zu können und wie die Kinder darunter gelitten haben. Die Kinder sind inzwischen groß. Jetzt geht es nur noch um mich und um ihn, wobei die Kinder in gewisser Weise immer noch mitleiden.
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Aber....ist es denn jetzt so wie du es wolltest
wahrscheinlich nicht....aber du bist ja die Gute und kannst nicht gehen....er muss erst wieder was tun damit du gehen kannst
Naja, so ähnlich, schwer auszudrücken.
Es ging am Ende nicht mehr um ihn sondern um mich. Ich wollte für mich und die Kinder unser Zuhause erhalten. Er konnte sich eh nicht mehr drum kümmern, wollte aber auch nicht gehen, hätte sein Leben ja auch gar nicht alleine auf die Reihe gekriegt. Davon war ich irgendwann ab. Dann waren es finanzielle Schwierigkeiten, Jobsuche für mich, wo landen die Kinder in ihrer Ausbildung. Wo ziehen wir dann hin. All sowas. Dann wurden noch nach und nach seine Eltern schwer krank und starben. Da habe ich es auch nicht fertiggebracht. Und so gab es immer wieder was Neues, was mich hinderte.
Als ich nicht mehr daran geglaubt hatte, hat er endlich die Therapie gemacht. Da ging es erstmal wieder auch um ihn. Aber ich merke, dass zu viel kaputt gegangen ist und ich die Nähe nicht mehr zulassen kann. Nun kommt wieder der Schmerz, mein Zuhause verlassen zu müssen. Ich weiß nicht, vielleicht empfindest du auch so.
Wenn ich dann bereit bin, hier alles aufzugeben, dann finde ich wieder keinen Weg, wie das finanziell gehen soll, ohne gleich zu verkaufen. Das wird wohl der Preis mal sein, den ich zahlen muss. Oder es bleibt alles beim Alten. An ein Happy End zu glauben für uns als Paar, fällt mir momentan schwer.
Wir leben jetzt auf Abstand, in dem ich erstmal zur Ruhe kommen soll. Die Entscheidung, was werden soll wollten wir treffen, wenn im nächsten Jahr unser Sohn hoffentlich auf eigenen Füßen steht. Das erleichtert die Sache und er kann in Ruhe seine Ausbildung beenden. Vielleicht möchte er das Haus mal übernehmen. Das wär schön, dann wär nicht alles umsonst.
Aber es ist für uns beide sehr schwer damit umzugehen. Und dabei habe ich auch wieder Angst, dass dann was Neues kommt, was mich hindert.
Zum Glück habe ich eine liebe Familie, Freunde und viele Hobbys. So war ich wenigstens ein bisschen in der Lage , mein Leben für mich zu leben. Ich habe dann mein Ding gemacht.
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wenn ich so darüber nachdenke,und durch dein schreiben hier,haben sich auch meine Augen über mich etwas geöffnet
Ich habe nur wieder ausgehalten,gewartet,die Beziehung ist nicht gut,mit oder ohne Alkohol
Ja, genau darauf wollte ich bei dir hinaus
. Zumal es bei euch ja so aussieht, als wenn er auch ohne Alkohol nicht wirklich Interesse an eurem Familienleben zeigt. Oder er hat nie wirklich aufgehört zu trinken.
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(obwohl er es ja am Anfang alles konnte,war wohl bloß gespielt und aufgesetzt,weil er wusste das ich ein absoluter Familienmensch bin)
Am Anfang der Beziehung scheinen sich alle Mühe zu geben. Entweder das passt auf Dauer, oder jeder entwickelt sich in eine andere Richtung. Das ist ja auch oft bei Paaren ohne Alkoholproblem so.
Was soll man da machen? Darin unglücklich ausharren oder was ändern.
So, nun habe ich ein kleines Buch geschrieben
.
Jetzt habe ich Hunger.
LG Eklisee