Guten Morgen!
Das war die erste gute Nacht, der Kopf wurde ruhiger, ich habe über viel über das, was ich hier gelesen und was ihr hier gepostet habt, nachgedacht.
Ich denke, ich bin mir noch lange nicht über die Konsequenzen meines Alkoholproblems bewußt. Gestern abend hab ich mir vorgestellt, wie es wäre, auf diesem oder jenem Geburtstag zu sitzen. Zuerst habe ich gedacht, na, wird wohl kein Problem werden, stell Dich mal nicht so an, trink einfach nicht.
Da merkte ich schon, wie ich mir vorstellte, ich würde doch ein Glas Wein trinken. Da wurde ich traurig. Es geht nicht. Ich muß wegbleiben. Dann habe ich an meine Trinktage gedacht- so soll es nicht wieder sein. Das alles verwirrt mich. Ich glaube das Problem ist, dass ich etwas umsetzen muß, das noch gar nicht zu 100% in meinem Kopf angekommen ist.
Ich neige wohl noch immer dazu, mein Trinken zu verharmlosen. Also denke ich an meine Trinktage- da gibt es nichts Positives. Jetzt schon. Denn ich trinke nicht mehr.
@Linde:
Hi, Linde!
Zitat
sondern ich wünsche dir, daß du dich auf den Prozeß einlassen kannst, deine Trockenheit nicht irgendwelchen vermeintlich wichtigeren Dingen unterzuordnen.
Genau da stehe ich wohl. Maßnahmen hab ich ja ergriffen, andere Umstellungen folgen und gerade über Deinen Satz habe ich viel nachgedacht. Ich will mir nicht vormachen, dass ich da schon irgendwie weiter wäre.
Spanijoggel :
Zitat
Jetzt,nach 3 Jahren,bin ich manchmal in Country-Events.
Hallo Yvonne! Ich hab die drei mal fett gemacht. Du bist nach 3 Jahren noch sehr vorsichtig. Also werde ich nach meinen paar Tagen noch vorsichtiger sein. Das Schlimme ist, dass es sich mir noch nicht ganz erschließt. Kopfmäßig vielleicht schon, theoretisch, aber im Gefühl ist es nicht angekommen und so muß ich Entscheidungen auf eine ganz andere Art treffen, als ich es gewohnt bin. Dadurch, dass ihr es geschafft habt, kann ich sehen, dass es geht und man dennoch damit leben kann.
consuela :
Hi Consuela,
Zitat
Ich versuche erst mal mich nicht mehr selbst so zu zerfleischen, denn dadurch gehts mir noch schlechter und ich setze mich selber bloss noch mehr unter Druck
Ich hoffe, dass Dir das gelingt.
Tja, meine letzte Trinkpause war eben auch so hinterhältig: Mir ging es gut und ich hab auch kaum an Alkohol gedacht. (Dazu muß ich allerdings sagen, dass da das Wort Alkoholiker bei mir noch keine Rolle gespielt hat. Aber dann-zack, hat es mich wieder erwischt.) Das will ich nicht mehr. Mehr weiß ich nicht.
Zitat
und immer weiter zu gehen.
Genau. Ich fühle da ähnlich, obwohl ich wirklich noch nicht ruhig bin...
Ich habe hier mal von so einer Anfangseuphorie gelesen. Die hatte für kurze Momente. Dann dachte ich- hmmm, aber so einfach ist es wohl doch nicht. Täusch Dich nicht, ab jetzt bist Du mit Deinem Leben allein und alles hängt von Dir ab. Ich wünsch Dir jedenfalls viel Kraft auf Deinem Weg!
So. Einen Teil meines Plans hab ich heute schon erfüllt- regelmäßig früh aufstehen. Dann werde ich heute den Brief schreiben, Telefonieren wg Fest nächste Woche. Schrank ist noch voller Wein/Longdrinkgläser. Die werde ich nie wieder brauchen. Mal sehen, wer die bekommt. Dann werde ich heute abend mal auf einen Vortrag meiner Kirche gehen. War ich ewig nicht mehr. Wird 100% nicht getrunken.
Ich grüße Euch alle und wünsche Euch einen starken Tag,
klabund