Beiträge von s.z.

    Hi Hartmut!

    Zitat von Hartmut

    was "Individualisten" darunter verstehen .

    Hier ist einer.... :wink:

    Wobei wenn ich mir die Definition von Alkoholismus mal anschaue, interpretiere:

    Unheilbare Krankheit die wenn sie von dem Betroffenen nicht zum Stillstand gebracht wird zum vorzeitigen Tod führt, entweder versagt der Körper irgendwann, oder die Psyche hält dem Druck nicht mehr stand und der Betroffene gibt sich die Kugel, wie auch immer, Selbstmord auf Raten....

    Habe ich das mal verstanden und für mich akzeptiert bleibt nicht mehr viel Spielraum für Individualität an diesem Punkt....

    Nur wie?
    Nun suche ich neuzeitlich Hilfe im I- Net und werde in diesem Forum fündig, online SHG, Klasse!....

    Aber was bringt mir die Hilfe?
    Relativ einfach ich kann aus der Erfahrung derer die schon Jahrelang trocken Leben lernen wie es funktioniert trocken zu werden, das sind Erfahrungswerte aus welchen ich schöpfen kann, hier im Forum die Grundbausteine, nehme ich diese als gegeben an und projiziere sie auf mein Leben, kann ja gar nicht mehr allzu viel schief gehen....

    Nun denn kommt genau an dieser Stelle der Individualismus mit ins Boot...

    Aus z. Zt. gegebenen Anlässen erkläre ich das hier nun am Beispiel Disco/ Party- Time....
    In den Grundbausteinen steht was von Risikominimierung, Distanz zum Alkohol, was bdt. das nun für mich?

    Entweder:
    soll ich nie wieder in eine Disco, für immer auf Party verzichten? Ich, der jedes Wochenende Halli Galli in irgendwelchen Clubs veranstaltet hat, ich kann doch da auch hin, halt ohne was zu trinken künftig, soll ich etwa daheim sitzen und Däumchen drehen während meine Kumpels mega Spass haben? Mir machen die lauter Flaschen, Gläser, klirrenden, grölenden Besoffenen ,usw. etc pp doch nichts aus, mein Suchtgedächnis ist da immun dagegen...

    In so, oder so ähnlicher Gedanken Abfolge scheint Distanz zum Alkohol, bzw Risikominimierung natürlich eine fast unüberwindbare Barriere darzustellen, reiß ich mich dennoch zusammen und zwinge mich daheim zu bleiben, kann das ganze in ein Lebensgefährliches "Na dann lieber kurz und knackig, statt lang und öde Denken" umschwenken, Resultat dürfte klar sein...

    Oder:
    erfinde ich mich neu, lerne mich von einer anderen Seite kennen, betrachte ich auch mal Beschäftigungen von denen ich bisher immer gesagt habe "das würde ich niemals tun", Finde gefallen an Dingen, Tätigkeiten, Beschäftigungen die eben gleichzeitig mein Leben Lebenswert machen und Distanz zum Alkohol bzw. Risikominimierung schaffen, dann erreiche ich einen Mehrwert, für den es sich lohnt zu sagen: Ich will Leben....
    Und früher oder später ist auch der letzte Funken Lust an Party Time verflogen....

    Und genau nach diesem Schema kann es funktionieren ein zufriedenes abstinentes Leben zu führen, in allen Bereichen/ Abschnitten meines Lebens schaue ich wie ich die Gegebenheiten (Grundbausteine) individuell integriere, so das mir die Abstinenz nicht als Barriere im weg steht, sondern als Chance einen Mehrwert zu erreichen beiseite steht ...

    Grüße Sven....

    Hi Erik!

    Zitat von Erik

    aber haben mich nicht getriggert! Nicht währendessen und nicht danach!

    Eins ist Fakt die fehlende Distanz, oder anders rum, die Nähe zum Suchtmittel ist bei allen Süchtigen Gehirnen gefährlich und riskant, da gibt es keine Individualität, Unterschiede oder der gleichen, das ist einfach Sucht (Krankheit)....

    Diese Zusammenhänge zu verstehen, zu akzeptieren, Konsequenzen daraus zu ziehen und diese dann umzusetzen ist der Anfang, erst dann kommt Individualität ins Spiel....

    Das kannste auch gern Deinem Therapeuten zeigen.... :wink:

    Grüße Sven....

    Moin!

    Solche Studien usw. bringen null, denn die Macht der Suggestion in Richtung Alkoholkonsum ist stärker als jeder Bericht in Richtung alk. ist schädlich, denn davor verschließt der trinkende die Augen, solange er noch an der Flasche hängt, die Gegen Gehirnwäsche kann sich jeder nur selbst verpassen, indem er die Augen auf macht und betrachtet wo der Konsum hin geführt hat....

    Meine Meinung

    Zimbo...

    Hi Erik!


    Zitat von Erik

    Das Verdrängen der "Nachwehen"

    ungesund und deswegen:

    Zitat von Erik

    haben letztes Jahr über lang meinen Rückfall verursacht!

    Aber mit Absicht noch welche verursachen weil es den Willen stärken soll halte ich für fraglich, ich verdränge nicht, sondern hol mir meine Trigger ins Bewusstsein, somit entkräfte ich sie....

    Daheim eingeschlossen habe ich mich auch nie, sondern ich habe meine Prioritäten verändert, mir sind nun Dinge wichtig, machen mir Spaß die halt nichts mit Alk. zu tun haben, diese nehmen soviel Zeit und Energie in Anspruch das Dinge die mit Alk. zu tun haben (Dico etc.) aus meinem Rahmen Fallen, somit schlage ich zwei Fliegen mit einer Klatsche...

    1. Ich muss nicht verzichten irgendwo hinzugehen, weil's Riskant wäre, sondern ich habe da einfach keine Böcke mehr drauf....

    2. Ich setzte mich nicht zusätzlichen Alk. Berührungen aus, ich denke die die es sowieso schon gibt im Alltag reichen vollkommen....

    Aber das alles ging nicht von heut auf morgen und ist immer noch ausbaufähig....

    Frage kennst Du denn alle Deine Trigger?.....

    Gruß Sven....

    Moin,!

    Kleine Anmerkung meiner seits....

    Ne Nacht bei besoffenen rumhängen, dabei trocken bleiben, no problem....

    Viel gefährlicher sind die Nachwehen, die Schnappschüße die das Suchtgedächnis aufnimmt, welche dann unterbewusst ihre volle Energie entfalten und genau dann werden auch nicht vermeidbare Situationen gefährlich (Einkaufsladen etc.).....

    Grüße Zimbo....

    Ups war noch gar nicht fertig....

    Welche dann wiederrum ungesund wäre und evtl. wieder Verlangen auslösen könnte.....

    Ein wichtiger Faktor ist Zeit, ich habe diesen "ich habe keine Zeit" oder "das dauert mir zu lang" Gedanken abgelegt, dadurch bin ich geduldig geworden und verhindere somit ein warten auf etwas, dadurch ergeben sich einfach viele Dinge aus dem nichts herraus.....

    Grüße Zimbo...

    Hi Jamor!

    Also in erster Linie habe ich alles ausgeblendet, mich arbeitslos gemeldet und meine ganze Energie in die Stabilisierung meiner Abstinenz gesteckt....

    Der wichtigste Punkt dabei war die Hosen vollständig runter zu lassen, den Kreislauf aus lügen, betrügen und verheimlichen zu durchbrechen, dadurch ergab sich dann automatisch wieder Vertrauen in mich durch mich und mein Umfeld....

    Das hat mir dann Kraft gegeben alles Konsequent durchzuziehen, ich konnte und kann mir immer wieder neue Ziele setzen, aber eins nach dem anderen zu viele auf einmal bringen mich in eine überlastungs Situation

    Hi!

    Ich seh das so ähnlich, meine Empfehlung dazu:

    1. Stationärer Entzug
    2. Motivationsgruppe
    3. Geeignete Therapieform

    Haste heute keine Zeit für Gesundheit, brauchste morgen viel Zeit für Krankheit....


    Grüße Zimbo....

    Moin Hans!

    Ich kann nur bewerten ob ich Dein Verhalten auf mich bezogen als falsch empfinde, aufgrund der Erfahrungen die ich selber gemacht habe....

    Dies kann ich Dir mitteilen,aber....

    Ob da nun ein fehlerhaftes Verhalten Deiner seits vorliegt kannst nur Du selber sehen/ beurteilen......

    Sei mir nicht bös aber das war's dann auch schon von mir.....

    Grüße Sven....

    Hi Hans!

    Und immer, und immer wieder:

    Zitat von Hans

    Seine Eigenen Fehler sieht man doch nicht.

    Vielleicht kann ich die Auswirkung meiner Fehler nicht vorhersehen,

    aber meine Fehler kann ich nur selber sehen in dem ich hin schaue niemand

    kann mir sagen "hei Du machst da einen Fehler"

    nur ich kann mir sagen "hei ich hab da was falsch gemacht, oder ich begehe

    da einen Fehler"

    erst dann kann ich Konsequenzen ziehen.....

    Soviel von mir....

    Sven....

    Hi Martin!

    Bei mir war's so das ich nen Führungstermin buchen konnte, habe mich dann für eine von zwei entschieden, weil ich mich dort gleich wohler fühlte, war eher ne große Wohnung hatte nicht viel mit ner Klinik gemein, mir war das schon wichtig wo ich dann völlig nackt in der Gegend rum laufe....

    Grüße Sven....

    Hi Martin!

    Na dann haste ja noch einiges vor Dir....

    Aber nur Mut es lohnt sich auf jeden Fall, ich kenne dieses Kopfkino:


    Zitat von Martin

    Trotzdem kämpfe ich oft gegen des Gefühl der "Aussichtslosigkeit" und mich verlässt der Mut und die Kraft. Manchmal weiß ich nicht, ob und wie ich mein Leben wieder auf die Reihe kriegen kann.

    Glizegleich ging es mir auch Anfangs, aber es wurde stetig besser und die Thera hat's mir dann gebracht....

    Und Rückblickend betrachtet verging die Zeit wie im Flug, wennste Fragen hast nur zu, hab das komplett Programm durch....

    Zitat von Martin

    wenn man will!

    Mit Wille hatte das nicht viel zu tun, sondern mit Entschlossenheit, Entschlossenheit meine Leben in neue Bahnen zu lenken, meine Sterne neu zu ordnen, philosophisch ausgedrückt....

    Grüße Sven....