Beiträge von Marie04

    Hallo Minna!

    Ich hoffe, Du trägst nicht zu viel davon weiterhin auf den Schultern mit Dir rum.

    Nein, alles gut, ich habe mir ein eigenständiges Leben aufgebaut und mittlerweilen viel Abstand gewonnen. Ich habe auch viel im Forum gelesen und mir ist vieles klarer geworden was ich vorher nicht begreifen konnte.

    Ich lebe recht zufrieden mit meinem Alltag der mittlerweilen ganz anders ist als früher mit ihm zusammen.

    LG Marie

    Hallo Minna!

    Ich bin damals viel zu lange geblieben, ich war 32 Jahre verheiratet in denen Er anfangs seltene Abstürze hatte und zum Schluß jeden Tag betrunken war. Ich habe ihm ja öfters mit Trennung gedroht, er hat mich gar nicht mehr ernstgenommen.

    Er meinte dann es wäre besser wir trennen uns in aller Freundschaft dann könne er endlich in Ruhe trinken. Der Alkohol war im auf jeden Fall wichtiger als ich. Ich habe ihn nicht mehr geliebt als ich gegangen bin und war irgendwie erleichtert endlich in Ruhe leben zu dürfen.

    Er hat weiter getrunken und ist vor 7 Jahren tot aufgefunden worden.

    LG Marie

    Hallo Minna,

    Warum kommt der Alkoholiker nicht raus aus seinem Kreis... Warum?

    Das weiß nur er ganz alleine, wir als Co-Abhängige können den Faktor "Sucht" nicht verstehen oder nachvollziehen. Ich habe es nach vielen Jahren in denen sich alles hauptsächlich um seine Sucht drehte aufgegeben es zu verstehen. Ich habe es einfach hingenommen und verstanden daß es einzig und alleine sein Ding ist und habe damit abgefunden.

    Ich habe mich um meine Person gekümmert und zugesehen daß es mir wieder besser ging. In meinem Fall habe ich mich getrennt und ihn seinem selbst ausgesuchten Schicksal überlassen. Irgendwann verspürte ich eine Riesenerleichterung diese mir selbst auferlegte Bürde nicht mehr tragen zu müssen.

    Schau auf dich und sorge für dich.

    LG Marie

    Liebe wifey!

    Er hat dich doch selber gesagt daß er dich nicht mehr liebt, ich denke er hat dich noch nie geliebt so schlecht wie er dich behandelt. Er hat in meinen Augen einen ganz miesen Charakter und ändern wird er auch nichts. Er hat ja eine bequeme Partnerin an seiner Seite die er wie er will körperlich und seelisch mißbraucht. Es tut mir weh zu lesen wie er mit dir umspringt.

    Du mußt unbedingt da weg, kannst du vielleicht ins Frauenhaus? Der Weg da heraus ist bestimmt schwer für dich aber unbedingt notwendig. Du wirst an seiner Seite niemals glücklich werden und der Horror geht immer weiter.

    LG Marie

    Hallo wifey!

    Daß du da schnellstmöglich weg musst brauche ich ja nicht extra erwähnen denn das ist klar und sehr wichtig. Es gibt ja zum Glück genug Anlaufstellen aber du mußt deinen ganzen Mut zusammennehmen und das auch wollen. Es ist mir unbegreiflich daß du schreibst diesen Menschen zu lieben ich verstehe das nicht. Dein Freund ist ein gewalttätiger Alkoholiker, der dein Geld verplempert und dich behandelt wie den letzten Dreck. Was hast du denn Schlimmes erlebt daß du so wenig Selbstachtung hast?

    Egal wohin du gehst, alles ist besser als das was du im Moment hast. Dein Sohn wäre doch bestimmt froh wenn er mit dir friedlich in einer Wohnung leben könnte. Dein Sohn müsste dir doch mehr wert sein als dein gewalttätiger Freund. Ich weiß ja nicht wie alt er ist aber daß du in so einer schrecklichen Beziehung lebst bekommt er doch bestimmt mit und das hinterlässt Spuren.

    Du spielst mit deinem Leben irgendwann schlägt er so heftig zu daß noch mehr gebrochen ist als deine Nase. Wer kümmert sich dann um deinen Sohn?

    Bitte setze alles daran in die Gänge zu kommen, es kann doch nur besser werden!

    LG Marie

    Hallo wieweiter!

    Um so hilfloser stand ich der Alkoholkrankheit meines xy gegenüber. Ich dachte immer es muss doch eine Lösung aus der Sucht geben.

    Das geht nicht nur dir so sondern allen Menschen die nicht süchtig sind. Sucht ist nur von Süchtigen zu verstehen. Ich habe auch immer gedacht:"Warum trinkt er nicht weniger bzw. gar nichts", ich verstand es lange Zeit als Willensschwäche. Bestimmt hast du alles Menschenmögliche versucht ihn vom Trinken abzuhalten und es hat trotzdem nicht funktioniert..

    Ich habe viele Jahre geraucht und kann es ein wenig die Sucht nachvollziehen aber mit dem Trinken kann man es auf keinen Fall gleichsetzen. Das finde ich ist viel massiver und heftiger.

    Aber da war noch seine Depression. Ich möchte niemanden Schuld geben, aber das berufliche Umfeld war nicht gerade hilfreich.

    Das ist überall so im Berufsleben darauf nimmt niemand Rücksicht. Aber bist du dir sicher er hätte nicht getrunken wenn alles gepasst hätte? Es trinken ja auch Menschen bei denen alles stimmt oder zumindest glatt läuft.

    Ich finde auch diesen Grundsatz, solange jemand trinkt, kriegt er keinen Platz bei einem Psyotherapeuten nicht in Ordnung.

    Er hätte sich ja auch stationär einweisen lassen können und dort entgiften und seine Depressionen behandeln lassen können. Wie sollte man ernsthaft eine Therapie machen wenn man angetrunken zum Psychologen geht? Dazu gehört schon ein einigermassen klarer Kopf.

    Ich hatte immer das Gefühl es müsste zuerst die Depression behandelt werden, da die die Ursache war.

    Nein das funktioniert nicht, es ist ja im Grunde egal warum jemand trinkt, er muß erst damit aufhören um weiterführende Therapien in die Wege zu leiten. Ausserdem ist er schon viel früher einen falschen Weg gegangen wenn man depressiv ist fängt man im Normalfall nicht an zu trinken sondern geht zum Psychologen.

    Bitte quäle dich nicht so mit diesen Gedanken das führt ja zu nichts. Er war suchtkrank und hat es wie mein Mann nicht geschafft aus der Suchtspirale auszusteigen. Sehr viele schaffen es trotz Therapie nicht und gehen einen ganz schrecklichen Weg.

    LG Marie

    Hallo Tea-Time!

    Nun hab ich mich da eingelesen und leider trifft einiges davon sehr auf mich zu.

    Das ging mir anfangs hier genauso und mir ging ein Licht auf, ich dachte immer ich müsste mich um meinen Partner kümmern und dafür sorgen daß er nicht mehr soviel trinkt. Ich fühlte mich für alles verantwortlich und sorgte dafür daß der Laden lief und dachte das wäre richtig so.

    Manchmal hatte ich richtig Wut im Bauch weil er weitergetrunken hat, es war ein viele Jahre dauernder Kampf den ich nur verlieren konnte. Hier habe ich viel dazugelernt und meine Meinung total geändert.

    Er hat ja trotz daß ich ihn verlassen habe niemals seinen Tiefpunkt erreicht aber ich habe mich selber gerettet und eingesehen daß ich in erster Linie für mich und mein Wohlbefinden sorgen muß.

    LG Marie

    Hallo Flori!

    Ich habe natürlich die Hoffnung, dass in dieser Beratung darauf hingearbeitet wird. Genau weiß ich es aber nicht.

    Leider kann ich dir auch nicht sagen was da alles besprochen wird. Bei meinem Mann war ich dabei aber das war im Krankenhaus bei seiner Entgiftung. Er bekam Adressen und Telefonnummern und konnte recht schnell eine ambulante Langzeittherapie anfangen. Leider wurde er immer wieder rückfällig und flog aus der Therapie.

    Vielleicht können dir die trockenen Alkoholiker eher sagen was bei einer Beratung so alles besprochen wird.

    LG Marie

    Hallo Tea-Time!

    Es kann funktionieren, wenn er irgendwann wirklich will. Ob es dazu kommt, weiß ich aber nicht.

    So uneinsichtig wie er im Moment sich verhält kann es noch lange dauern bis er wirklich will - wenn überhaupt. Mein Mann hatte lange Zeit auch diesen Kontrollverlust beim Trinken, es kam anfangs nur alle paar Monate vor. Vor der Hochzeit habe ich nie erlebt daß er sich so betrunken hat, wir wohnten aber noch nicht zusammen. Wer weiß schon was er gemacht hat wenn ich nicht anwesend war.

    Im Laufe der Jahre wurde der Alkoholkonsum immer häufiger und immer heftiger ich habe mich oft für ihn in Grund und Boden geschämt. Er hat zwar immer versprochen etwas dagegen zu tun aber es ist nur ein halbherziger Versuch erfolgt.

    Ich habe mich irgendwann getrennt, ich war depressiv geworden und in einem schlimmen Erschöpfungszustand. Er hat sich zu Tode getrunken und nie den Tiefpunkt erreicht. Die Sucht war einfach stärker als alles andere.

    Ich würde wenn ich nochmals handeln könnte viel viel früher die Flucht ergreifen, das Leben ist zu kurz um so eingeschränkt zu leben.

    LG Marie

    Hallo Flori!

    Ich habe angestoßen, dass er zu einer Suchtberatung geht, auch ich habe mich beraten lassen.

    Herzlich willkommen hier im Forum, hier bist du richtig. Es wäre ja schön wenn dein Partner zur Suchtberatung ginge, aber - sieht er überhaupt ein daß er ein Suchtproblem hat? Es kann auch sein daß er sich schlicht weigert dorthin zu gehen weil er in seinem Trinkverhalten überhaupt kein Problem sieht.

    Die Beratung ist das eine aber bei ihm müsste ja anschliessend eine qualifizierte körperliche Entgiftung erfolgen und danach fängt die Trockenarbeit an. Leider werden viele nasse Alkoholiker direkt wieder rückfällig und das Hoffen und Bangen des Partners geht von vorne los.

    Wie lange gebe ich ihm und uns Zeit?

    Das ist sehr schwierig zu sagen, ich habe lange gehofft und ertragen bis ich merkte er wird sich nie ändern, es ist immer schlimmer geworden. Aber es ist auch so, ER muß sich um sein Suchtproblem kümmern und es angehen. Tut er das nicht bist du machtlos, er wird dir zwar immer wieder versprechen es ändert sich was aber es wird Jahre und Jahrzehnte so weitergehen wenn du nicht aussteigst.

    Besonders wenn Kinder da sind sollte man schnell handeln denn die leiden oft ihr Leben lang. Du solltest auch nicht das Problem deines Partners zu deinem eigenen Problem machen. Das kostet nur unnütze Zeit und ruiniert dein Nervenkostüm.

    LG Marie

    Hallo Tiger!

    Nur bei ihm stört es mich, weil er so komisch wird wenn er trinkt. Er verträgt es einfach nicht. Hab ich überhaupt das Recht einzufordern, dass ich sowas eben nicht will? Überschreite ich eine Grenze?

    Das hat mich bei meinem Mann auch so gestört wenn er (auch heimlich) getrunken hat. Dieser Geruch nach Alkohol, das Lallen, es war keine Unterhaltung mehr möglich, er wurde teilweise frech und blöd zu mir und nachts das laute Schnarchen und der Gestank im Schlafzimmer. Ich hatte oft das Gefühl der Alkohol ist ihm wichtiger als alles andere.

    Natürlich hast du das recht es einzufordern, aber leider hast du kein Recht darauf daß er sich danach richtet. Es sind ja deine Grenzen die er überschreitet. Aber leider ist die Sucht meistens stärker und egal was du sagst oder machst bringt dich nicht weiter.

    Nichts zu sagen ist auch keine Lösung mein Mann hat danach noch mehr getrunken so nach dem Motto."Endlich lässt sich mich in Ruhe trinken". Früher oder später gehen die meisten Beziehungen bei denen Alkohol ein Problem ist kaputt. Kaum jemand hält auf Dauer einen trinkenden Partner aus, die ganze Familie leidet letztendlich darunter.

    Es ist zwar eine Krankheit die nur er stoppen kann aber wenn er das nicht will sind Ärzte, Therapeuten und Familienangehörige vollkommen machtlos.

    LG Marie

    Hallo Laura!

    Wie habt ihr CO’s es geschafft zu gehen ?

    Ich bin an seiner Seite krank und depressiv geworden, außerdem liebte ich ihn nicht mehr. Ich habe meinen Auszug länger vorbereitet und geplant. Ich war total erleichtert als ich den Schritt gemacht habe, es war ein tolles Gefühl endlich frei zu sein.

    Im Grunde ist jeder Tag mit so einem Partner zuviel!

    LG Marie

    Hallo maibisjuni!

    Wie sorgt denn dein Mann dafür, dass er von deinem Essen nicht zunimmt?

    Kochst du/er dann anders? Oder isst er woanders?

    Ganz einfach er hat weniger davon gegessen aber sein Problem lag eher beim übermässigen Alkoholgenuß. Ich hatte das deswegen erwähnt weil mein süchtiger Mann immer anderen die Schuld zugeschoben hat, selbst seine Gewichtszunahme.

    Jetzt bin ich mit dem Gewichtsproblem alleine, mein Mann ist tot und die Kinder ausgezogen. Ich koche immer noch einfache gesunde Sachen, aber hierhin gekommen bin ich wegen meiner Co-Abhängigkeit die ich erfolgreich abgelegt habe. Ich war bereits getrennt als ich mich hier angemeldet habe.

    Ich kann deinen Frust wegen der Gewichtszunahme schon verstehen, aber wie gesagt du musst selbst dafür sorgen abzunehmen. Niemand schiebt uns die Nahrungsmittel in den Mund, ausserdem muss man ja nicht direkt eßsüchtig sein wenn man etwas mehr auf die Waage bringt.

    Manchmal denke ich es wird viel zuviel Aufhebens um alles gemacht.

    LG Marie

    Hallo Laura!

    Wenn er betrunken so ein Zeug redet das kannst du doch nicht für voll nehmen. Er appeliert an dein Mitgefühl, du willst ihm helfen weil er dir leid tut und so dreht sich das Karusell immer weiter.

    Es kostet unendlich viel Nervenkraft das auszuhalten. Mein Mann hat auch öfter rumgejammert was er doch für ein Versager wäre, ich habe ihm aber in aller Deutlichkeit gesagt für seine Sucht wäre ich nicht zuständig das müsste er schon selber machen.

    Seine Aussage dir einen tollen Mann zu suchen würde ich doch glatt umsetzen aber erst müsstest du ihn ja loswerden.

    LG Marie

    Hallo Laura!

    Ich liebe es wenn er mich in den Arm nimmt wenn er mich zärtlich küsst , und andersrum ertrage ich ihn nicht wenn er betrunken ist.

    Du kannst ihn nur insgesamt haben, es ist Fakt daß er zuviel trinkt und dann Terror betreibt. Schon das müsste ausreichen daß du die Reissleine ziehst. Die zärtlichen Küsse mögen ja sehr schön sein aber überlege mal derselbe Mund beleidigt dich oder versucht dich wieder rumzukriegen.

    Fakt ist du kannst ihm nicht helfen und was er betrunken von sich gibt kannst du auch nicht für voll nehmen. Er braucht dich im Grunde nicht, Hauptsache ist sein Alkohol, er benutzt dich für seine Psychospielchen. Er unterscheidet sich in seinem Verhalten von anderen nassen Alkoholikern überhaupt nicht.

    Sind die wenigen schönen Momente wirklich wert daß du so eine Beziehung mitmachst?

    LG Marie

    Hallo maibisjuni!

    Dürfte ich da von meinem Partner nicht auch erwarten, dass er auf den Kauf von Lebensmitteln verzichtet, die eine ungesunde Versuchung darstellen und meinem Vorhaben abzunehmen, entgegenstehen?

    Nein finde ich überhaupt nicht es muß doch jeder für sich selber sorgen in deinem Fall daß du nicht zunimmst. Das erinnert mich jetzt an meinem Mann der mir immer die Schuld gegeben hat daß er zugenommen hat, ich würde zu gut kochen und ihn damit in Versuchung führen.

    Ich selber kämpfe auch mein Leben lang mal mehr oder weniger erfolgreich gegen mein Übergewicht, es sind aber nicht die leckeren Lebensmittel die es überall gibt schuld, sondern meine eigene Verfressenheit.

    LG Marie

    Hallo!

    Um nicht mit Alkohol konfrontiert zu werden , dürfte ich nicht mehr mein Haus verlassen , noch nicht einmal einkaufen. Das kommt für mich nicht in Frage und für viele Andere ist es wohl auch keine Alternative, sich zu Hause einzuschließen.

    Ich bin zwar von der anderen Seite, ich bin eine Angehörige. Es sagt ja niemand daß du dich zu Hause einschliessen sollst aber es gibt viele Veranstaltungen die sehr alkohollastig sind, es gibt aber auch viele andere Dinge bei denen kaum oder nicht getrunken wird.

    Ich finde es sowieso sehr nervig und abtörnend wenn irgendwo die Leute besoffen sind. Was will man denn da, Gespräche sind kaum möglich weil nur Unsinn geschwafelt wird, die Leute torkeln durch die Gegend und machen Dinge die sie später bereuen. Das hat meiner Meinung nach mit Genuß wenig zu tun und ist nur schwer bis gar nicht zu ertragen.

    LG Marie