Beiträge von Marie04

    Hallo Tiger!

    Nur bei ihm stört es mich, weil er so komisch wird wenn er trinkt. Er verträgt es einfach nicht. Hab ich überhaupt das Recht einzufordern, dass ich sowas eben nicht will? Überschreite ich eine Grenze?

    Das hat mich bei meinem Mann auch so gestört wenn er (auch heimlich) getrunken hat. Dieser Geruch nach Alkohol, das Lallen, es war keine Unterhaltung mehr möglich, er wurde teilweise frech und blöd zu mir und nachts das laute Schnarchen und der Gestank im Schlafzimmer. Ich hatte oft das Gefühl der Alkohol ist ihm wichtiger als alles andere.

    Natürlich hast du das recht es einzufordern, aber leider hast du kein Recht darauf daß er sich danach richtet. Es sind ja deine Grenzen die er überschreitet. Aber leider ist die Sucht meistens stärker und egal was du sagst oder machst bringt dich nicht weiter.

    Nichts zu sagen ist auch keine Lösung mein Mann hat danach noch mehr getrunken so nach dem Motto."Endlich lässt sich mich in Ruhe trinken". Früher oder später gehen die meisten Beziehungen bei denen Alkohol ein Problem ist kaputt. Kaum jemand hält auf Dauer einen trinkenden Partner aus, die ganze Familie leidet letztendlich darunter.

    Es ist zwar eine Krankheit die nur er stoppen kann aber wenn er das nicht will sind Ärzte, Therapeuten und Familienangehörige vollkommen machtlos.

    LG Marie

    Hallo Laura!

    Wie habt ihr CO’s es geschafft zu gehen ?

    Ich bin an seiner Seite krank und depressiv geworden, außerdem liebte ich ihn nicht mehr. Ich habe meinen Auszug länger vorbereitet und geplant. Ich war total erleichtert als ich den Schritt gemacht habe, es war ein tolles Gefühl endlich frei zu sein.

    Im Grunde ist jeder Tag mit so einem Partner zuviel!

    LG Marie

    Hallo maibisjuni!

    Wie sorgt denn dein Mann dafür, dass er von deinem Essen nicht zunimmt?

    Kochst du/er dann anders? Oder isst er woanders?

    Ganz einfach er hat weniger davon gegessen aber sein Problem lag eher beim übermässigen Alkoholgenuß. Ich hatte das deswegen erwähnt weil mein süchtiger Mann immer anderen die Schuld zugeschoben hat, selbst seine Gewichtszunahme.

    Jetzt bin ich mit dem Gewichtsproblem alleine, mein Mann ist tot und die Kinder ausgezogen. Ich koche immer noch einfache gesunde Sachen, aber hierhin gekommen bin ich wegen meiner Co-Abhängigkeit die ich erfolgreich abgelegt habe. Ich war bereits getrennt als ich mich hier angemeldet habe.

    Ich kann deinen Frust wegen der Gewichtszunahme schon verstehen, aber wie gesagt du musst selbst dafür sorgen abzunehmen. Niemand schiebt uns die Nahrungsmittel in den Mund, ausserdem muss man ja nicht direkt eßsüchtig sein wenn man etwas mehr auf die Waage bringt.

    Manchmal denke ich es wird viel zuviel Aufhebens um alles gemacht.

    LG Marie

    Hallo Laura!

    Wenn er betrunken so ein Zeug redet das kannst du doch nicht für voll nehmen. Er appeliert an dein Mitgefühl, du willst ihm helfen weil er dir leid tut und so dreht sich das Karusell immer weiter.

    Es kostet unendlich viel Nervenkraft das auszuhalten. Mein Mann hat auch öfter rumgejammert was er doch für ein Versager wäre, ich habe ihm aber in aller Deutlichkeit gesagt für seine Sucht wäre ich nicht zuständig das müsste er schon selber machen.

    Seine Aussage dir einen tollen Mann zu suchen würde ich doch glatt umsetzen aber erst müsstest du ihn ja loswerden.

    LG Marie

    Hallo Laura!

    Ich liebe es wenn er mich in den Arm nimmt wenn er mich zärtlich küsst , und andersrum ertrage ich ihn nicht wenn er betrunken ist.

    Du kannst ihn nur insgesamt haben, es ist Fakt daß er zuviel trinkt und dann Terror betreibt. Schon das müsste ausreichen daß du die Reissleine ziehst. Die zärtlichen Küsse mögen ja sehr schön sein aber überlege mal derselbe Mund beleidigt dich oder versucht dich wieder rumzukriegen.

    Fakt ist du kannst ihm nicht helfen und was er betrunken von sich gibt kannst du auch nicht für voll nehmen. Er braucht dich im Grunde nicht, Hauptsache ist sein Alkohol, er benutzt dich für seine Psychospielchen. Er unterscheidet sich in seinem Verhalten von anderen nassen Alkoholikern überhaupt nicht.

    Sind die wenigen schönen Momente wirklich wert daß du so eine Beziehung mitmachst?

    LG Marie

    Hallo maibisjuni!

    Dürfte ich da von meinem Partner nicht auch erwarten, dass er auf den Kauf von Lebensmitteln verzichtet, die eine ungesunde Versuchung darstellen und meinem Vorhaben abzunehmen, entgegenstehen?

    Nein finde ich überhaupt nicht es muß doch jeder für sich selber sorgen in deinem Fall daß du nicht zunimmst. Das erinnert mich jetzt an meinem Mann der mir immer die Schuld gegeben hat daß er zugenommen hat, ich würde zu gut kochen und ihn damit in Versuchung führen.

    Ich selber kämpfe auch mein Leben lang mal mehr oder weniger erfolgreich gegen mein Übergewicht, es sind aber nicht die leckeren Lebensmittel die es überall gibt schuld, sondern meine eigene Verfressenheit.

    LG Marie

    Hallo!

    Um nicht mit Alkohol konfrontiert zu werden , dürfte ich nicht mehr mein Haus verlassen , noch nicht einmal einkaufen. Das kommt für mich nicht in Frage und für viele Andere ist es wohl auch keine Alternative, sich zu Hause einzuschließen.

    Ich bin zwar von der anderen Seite, ich bin eine Angehörige. Es sagt ja niemand daß du dich zu Hause einschliessen sollst aber es gibt viele Veranstaltungen die sehr alkohollastig sind, es gibt aber auch viele andere Dinge bei denen kaum oder nicht getrunken wird.

    Ich finde es sowieso sehr nervig und abtörnend wenn irgendwo die Leute besoffen sind. Was will man denn da, Gespräche sind kaum möglich weil nur Unsinn geschwafelt wird, die Leute torkeln durch die Gegend und machen Dinge die sie später bereuen. Das hat meiner Meinung nach mit Genuß wenig zu tun und ist nur schwer bis gar nicht zu ertragen.

    LG Marie

    Hallo wieweiter!

    Die Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte haben sich so liebevoll um ihn gekümmert. Er durfte in Würde gehen.

    Das ist sehr viel wert! Mein Mann ist auch vor einigen Jahren an seiner Alkoholsucht verstorben, es ging ganz schnell und wie mir die Ärzte sagten hat er wohl auch nicht mehr gelitten. Ich war sehr betroffen von seinem Tod, auf der anderen Seite dachte ich aber auch jetzt ist er erlöst. Nichts und niemand konnte ihm helfen, seine Sucht war einfach stärker.

    Lasse dich auffangen in deiner Trauer und wenn dir danach ist schreib hier von deinem Kummer.

    LG Marie

    Da gebe ich Dir schon recht aber bei meinem xy gab es in der Kindheit ein traumatischen Erlebnis das er nie aufgearbeitet hat. Das ist keine Entschuldigung vielleicht eine Erklärung.

    Millionen Menschen hatten traumatische Erlebnisse und sind nicht süchtig geworden. Für mich gibt es keinen Grund mit dem Saufen anzufangen weil dies oder das passiert ist. Traumatische Erlebnisse kann man verarbeiten und überwinden, sie prägen zwar oft das Leben und die Persönlichkeit aber z.B. mir wäre nie der Gedanke gekommen zu saufen.

    Manchmal denke ich das reden sich die Betroffenen oft ein um nicht aufhören zu müssen. Häufig ist die Sucht auch stärker als jede Psychotherapie. Wenn es nicht "klick" macht ist jede Therapie sinnlos und das "Ich arme Sau-Syndrom" wird die Suchtspirale und auch die Depressionen immer weiter verschlimmern.

    LG Marie

    Hallo wieweiter!

    Wenn die Depression der Auslöser für die Alkoholerkrankung ist, dann wäre es doch wichtig die Depression psychotherapeutisch zu behandeln.

    Es lässt sich oft schwer sagen was zuerst da war. Aber zu trinken weil jemand depressiv ist ist ein fataler Schritt in die falsche Richtung. Es ist aber erwiesen daß durch das Trinken die Depressionen verstärkt werden.

    Es ist unheimlich wichtig erst zu entgiften und dann zu versuchen die Depressionen in den Griff zu bekommen. Es ist eigentlich eine Doppeldiagnose einmal die Suchtkrankheit und einmal die Depressionen. Beides muß behandelt werden sonst werden sich beide Erkrankungen gegenseitig hochschaukeln.

    Der Suchtkranke muß auch lernen daß Trinken bei einer Depression nichts bringt sondern den Zustand meist verschlechtert.

    Wenn ich weiter darüber nachdenke, das passiert ja dann in der Entwöhnungsklinik, vorausgesetzt der Alkoholiker ist bereit einen Entzug zu machen.

    Ja aber die Zeit ist meistens viel zu kurz das ist ein langwieriger Prozess der oft Jahre dauern kann das kann die Entwöhnungsklinik nicht leisten.

    LG Marie

    Hallo Myla!

    Lies dir bitte deinen ersten Beitrag nochmal genau durch! Meinst du nicht selber daß das nicht ausreicht um die "Beziehung" zu beenden. Erst ein Jahr seid ihr zusammen soll das Jahre so weitergehen? Wenn jemand so aggressiv wird wenn er getrunken hat hat jegliche Hemmschwelle verloren. Ich traue mich fast zu wetten daß es in dem Modus weitergeht. Leider beschönigst du alles was passiert ist. Ich hätte mich schon bei der Sache mit dem Jugendlichen getrennt, mit so einem Schläger wollte ich nichts zu tun haben.

    Willst du überhaupt etwas ändern oder nur auf seine wundersame Heilung hoffen?

    Hallo Myla!

    Ich bin selber Angehörige eines Alkoholikers aber schon lange getrennt. Ich war viele Jahre mit ihm zusammen und konnte mich lange nicht lösen aber wenn ich deine Geschichte lese läuft es mir kalt den Rücken runter. Ich habe psychiatrisch gearbeitet und so manche mißhandelte Frau gesehen. Kieferbrüche, gebrochene Rippen und Gliedmaßen, Schädel-Hirn-Traumen, Hirnblutungen - die Liste liesse sich fortsetzen. Ein großer Teil kehrte immer wieder zum gewalttätigen Partner zurück das ging oft Jahre so, manche trennten sich nie, manchmal hatten sie Glück und der Partner hat sich zu Tode getrunken. Klingt vielleicht jetzt schrecklich ist aber Realität.

    Was ich dabei nie verstehen konnte daß diese Frauen ihren Partner nicht in die Wüste geschickt haben, sie bekamen oft viel Hilfe um ein eigenes Leben anzufangen und gingen trotzdem immer wieder zurück. Was deine Beweggründe sind weiß ich auch nicht ich kann mich da nicht reindenken so co-abhängig war ich nie.

    Ich verstehe auch nicht dass man sich so einen Mann auch noch schönreden kann weil er vielleicht mal ab und zu nett ist. Aber die meiste Zeit Ist er doch betrunken und attackiert dich verbal und körperlich und du hast Angst vor ihm.

    Was muß denn passieren daß du zur Besinnung kommst, ist dir dein Leben nicht zu kostbar um so zu leben?

    LG Marie

    Hallo Myla!

    Der Hausarzt jedoch meinte, dass er ihm nicht helfen kann, mein Partner bei ihm an der falschen Adresse ist.

    Er soll sich im Internet belesen.

    Sag deinem Freund bloss nicht daß du hier schreibst, das soll dein Geheimnis bleiben. Ich glaube nicht daß er beim Arzt war, das hört sich für mich an als ob er dich beschwichtigen wollte um dich weiter einzulullen.

    Ansonsten bin ich der Meinung wie meine Vorschreiberinnen, beende diese Beziehung bevor er dich ernsthaft verletzt oder noch Schlimmeres passiert.

    LG Marie

    Hallo Aufundab!

    Es ist so schwierig, weil 90% der Zeit alles gut ist.

    Das kann ich mir nicht vorstellen daß nach seinen Eskapaden direkt wieder alles gut ist. Ich bin auch der Meinung daß diese 10% die schlecht sind vollkommen ausreichen um ins Grübeln zu kommen und zu überlegen ob man so eine Beziehung will.

    Mein Mann war viele Jahre Quartalstrinker oft lagen Monate zwischen seinen Abstürzen ich war trotzdem unglücklich und unzufrieden mit meinem Leben. So wie er sich betrunken aufgeführt hat hat mich jedesmal tief getroffen.

    LG Marie