Beiträge von Marie04

    Hallöchen an alle im Forum!

    Ich wollte mal ein kleines Lebenszeichen von mir geben. Mein Leben verläuft recht angenehm ich bin jetzt ca. 5 Jahre getrennt und habe noch keinen Tag davon bereut. Ich habe mich richtiggehend freigestrampelt und innerlich von meinem Expartner gelöst obwohl wir immer noch (friedlichen) Kontakt haben.

    Er hatte im Herbst einen sehr üblen Rückfall, mich haben die Exnachbarn angerufen und ich habe ihn im Krankenhaus abgeliefert und bin wieder nach Hause.
    Ich habe ihn weder besucht noch ihm Sachen gebracht noch sonst etwas. Seit dieser Entgiftung ist er tatsächlich trocken, besucht eine Selbsthilfegruppe und arbeitet intensiv an sich.

    Für ihn freut es mich für mich hat es keine Konsequenzen ich lebe weiterhin mein Leben ohne ihn. Ich war im November in einer Reha für chronische Schmerzkrankheiten was mir sehr gutgetan hat. Trotzdem komme ich berufsmässig wohl nicht mehr auf die Beine aber na gut was solls ich mache mir da keinen Kopf mehr ich bin eh fast 60 und nach 42 Jahren Dienst als Krankenschwester ist es einfach mal genug.

    Ich werde jetzt einfach ein ruhiges angenehmes Leben führen und kann endlich das tun was mir guttut. Langeweile kenne ich eh nicht ich kann mich sehr gut beschäftigen :)

    Noch einen Aufruf an alle die noch zögern und zaudern geht euren Weg auch wenn ihr euch momentan euer Leben ohne IHN nicht vorstellen könnt und noch an ihm hängt. Jeder Tag den ihr leidet ist ein verschenkter Tag und keiner wird jünger.

    Jeder Mensch hat sich das Allerbeste verdient und da gehört ein ewig trinkender Partner der überhaupt nicht bereit ist trocken zu werden bestimmt nicht hin.

    Ich habe den Absprung nach 32 Ehejahren von denen er 10 massiv getrunken hat geschafft, es ist nie zu spät seinem Leben eine positive Wendung zu geben.

    LG
    Speranza

    Hallo LinusFan!

    Herzlich willkommen hier im Forum, fühl dich wohl hier.

    Zitat

    Ich habe Angst, was wird, Angst Angst und Angst.....

    So wie du deine Situation schilderst ist es für dich unerträglich geworden und du fühlst dich hoffnungslos dass sich jemals etwas ändert.

    Du hast recht was deinen Mann betrifft den kannst du nicht ändern weil er es nicht will. Er kann ja in Ruhe trinken und du wuppst alles und er kann dein sauer verdientes Geld versaufen. Wenn du aufmuckst verspricht er dir Besserung und nichts passiert.

    Du bist an einem unerträglichen Zustand angelangt, schlimmer kann es doch gar nicht mehr werden. Als ich in diesem Zustand war fand ich die Kraft zu handeln. Mir war es als ob ich um mein Leben kämpfen würde, mir war plötzlich egal was er denkt oder tut wenn ich gehe.

    Es ging nur noch um mich und das hat mir die Kraft gegeben mich endlich auf meinen eigenen Weg zu machen. Es hat lange gedauert aber ich habs geschafft und so gut wie jetzt ist es mir noch nie gegangen.

    Ich fühle mich frei und muss nichts mehr ertragen was ich nicht möchte, es ist ein neues Leben für mich.

    LG
    Speranza

    Hallo Maggy!

    Zitat

    Jetzt habe er gründlich nachgedacht, wolle die Arbeit zurückstellen....

    So lange keine konkreten Taten erfolgen wird sich gar nichts ändern bei ihm. Solange er nicht Nägel mit Köpfen macht und sich qualifizierte Hilfe für seine Krankheit sucht wird es so bleiben wie es ist.

    Alkoholkranke Menschen sagen oft solche Dinge und setzen davon nichts um, die Sucht ist einfach stärker und es ist häufig Selbstbetrug.

    Jemand der kein Suchtproblem hat wird nicht trinken wenn er sich beruflich übernimmt und sich durch Alkohol bestimmt nicht leistungsfähiger fühlen. Es wird immer etwas im Leben geben was Probleme macht da müssten ja Millionen Menschen zur Flasche greifen.

    Das sind Aussagen die alkoholkranke Menschen oft treffen sie sehen nicht dass sie süchtig sind sondern es fällt ihnen immer etwas anderes ein warum sie getrunken haben.

    Also bitte nicht weich werden bei solchen halbherzigen Versuchen.

    LG
    Speranza

    Hallo Hartmut!

    Zitat

    Alleine wenn jemand schon sein Trinkverhalten erklärt hat er ein Problem. Das machen nämlich Gesunde nicht .

    Das sehe ich etwas anders, mir ging es als ich noch mit meinem Partner lebte oft so dass ich betont habe dass ich kaum etwas trinke (also mein Trinkverhalten erklärt). Vielleicht wollte ich mich damit unbewusst von der Sucht meines Partners distanzieren, ich wollte nicht so sein wie er.

    Ich war ja jahrelang mit diesem Problem des Partners konfrontiert worden und habe zum Schluss öfters mein eigenes Trinkverhalten hinterfragt obwohl ich es nicht nötig gehabt hätte.

    Vielleicht war auch die Angst da auch in so ein Suchtverhalten zu rutschen. Mir ist es trotzdem sehr schwer gefallen mich zu trennen obwohl ich kein trinkender Co war.

    Nun weiss ich natürlich nicht wie trinkende Co's darüber denken und ob sie sich schlechter lösen können. Ich finde dass solche Partner ein eigenes Suchtproblem haben und es für sich lösen müssen.

    Gesunde würden nicht anfangen zu trinken nur weil es der Partner macht so ist meine Meinung.

    LG
    Speranza

    Hallo Hartmut!

    Zitat

    Alles was du schreiben willst . Wo steht denn geschrieben das du es nicht machen kannst ? Wieso kommst du darauf ?

    Ich komme deswegen darauf weil ich den Verlauf eines Threads beobachte. Wenn du aus irgendeinem Grund als Moderator deines Amtes waltest (in diesem Moment war es vollkommen berechtigt) überlege ich erstmals und bilde mir meine Meinung dazu.

    Ob ich es nun gut oder schlecht finde spielt keine Rolle denn ich würde niemals über Moderatorenentscheidungen diskutieren.

    Ich bin und war noch nie betroffen, bin noch nie angemahnt worden also könnte es mir ja egal sein wenn du eingreifst.

    Aber dann folgt dieser Thread "Der Über-Co" und ich fange an mich zu hinterfragen. Teils ärgere ich mich auch weil ich mir denke wie kommt Hartmut jetzt darauf und fühle mich in eine Schublade gesteckt.

    Denn ich möchte ja gar nicht so sein wie der "Über-Co" aber weiss von mir dass ich auch sehr offen und spontan bin und mit der "Du"-Form schreibe.

    Zum Beispiel schreibe ich dass ich mich getrennt habe weil es für mich der einzige Weg war. Mein Gegenüber fragt aber was könnte ich tun um meinem Partner zu helfen?

    Meine Antwort ist dann aber "Du kannst nichts tun wenn er nicht will", bin ich dann schon übergriffig weil ich ihm jede Hoffnung raube?

    Vielleicht spielt sich bei mir auch vieles im Inneren ab weil es mir von Natur aus zuwider ist jemanden zu nahe zu treten oder gar übergriffig zu werden.

    LG
    Speranza

    Hallo Karsten!

    Zitat

    Im Rahmen der Selbsthilfe würde ich gerne so schreiben, wie mir der Schnabel gewachsen ist.

    Genau das ist oft das Problem hier im Bereich Co-Abhängigkeit. Im Bereich Alkoholiker finde ich es einfacher, da wird nicht so viel höflich verpackt wenn jemand uneinsichtig ist.

    Das kann doch nicht nur daran liegen dass Alkoholismus eine tödlich verlaufende Krankheit ist?

    LG
    Marie

    Hallo Hartmut!

    Eine kurze Frage an dich: Was verstehst du als Ratschlag oder Aufforderung und was als psychologische Kenntnisse?

    Allmählich kommen mir wirklich Zweifel hoch was hier geschrieben werden sollte und was nicht.

    Ich schreibe das was ich real auch jemanden sagen würde wobei ich ja immer nur danach gehen kann was der andere mir sagt oder schreibt.

    Ich war wegen meiner Co-Abhängigkeit noch nie beim Psychologen aber andere waren es. Wäre es jetzt verkehrt zu schreiben dass mir ein Psychologe gut helfen konnte? Das sind dann ja auch selbstgemachte Erfahrungen.

    LG
    Marie

    Hallo Hartmut!

    Zitat

    Marie04 ,

    Zitat:
    Ich vergleiche Co-Abhängigkeit nicht mit Alkoholkrankheit aber auch hier gibt es Grundsätze die man nicht aus den Augen lassen sollte.


    Zitat

    Das passiert ja auch nicht . ich hatte es schon mal geschrieben das wir Moderatoren auf Meldungen sehr sensibel reagieren und wenn unserer Meinung es nicht notwendig ist einzugreifen , kann das doch auch mal akzeptiert werden . Jedem recht machen geht ja nicht.

    Ich habe ja gar nicht etwas kritisiert oder hatte den Wunsch etwas zu melden, mir braucht auch niemand etwas recht zu machen. Wenn ich mich hier so unwohl fühlen würde oder ständig ärgern würde, wäre ich einfach weg.

    Ich bin einfach ein offener selbstbewusster Mensch und vertrete eine eigene Meinung, die ich einfach zum Ausdruck bringen möchte.

    LG
    Speranza

    Hallo Hartmut!

    Zitat

    Zitat:

    [quote]ich kann den Leidesdruck nicht an einer Post messen und unterstelle auch jedem Neuen das er für sich das Richtige herauszieht .

    Schade dass du diesen einzelnen Satz aus dem Zusammenhang gerissen hast. Aber wenn jemand hier schreibt dass er bedroht beschimpft oder geschlagen wird nehme ich mal an dass er total verzweifelt ist und Hilfe sucht.

    Ich habe auch zu verstehen gegeben dass ich respektiere und akzeptiere wie Emma lebt, ist ja nicht mein Leben.

    Aber für mich ist das eine Aussenseitermethode und nicht die Norm. Wozu gibt es dann die Grundbausteine für Co-Abhängige? Ich vergleiche Co-Abhängigkeit nicht mit Alkoholkrankheit aber auch hier gibt es Grundsätze die man nicht aus den Augen lassen sollte.

    Ich denke es gibt auch Halt wenn jemand sich nach etwas richten kann.
    Natürlich macht der Ton die Musik, ich ziehe mich auch zurück wenn jemand nichts von dem was andere ihm vermitteln wollen annimmt.

    Das ist real so wenn jemand nicht bereit ist an seiner Misere etwas zu ändern kann ihm keiner helfen.

    Wenn jeder Neue wüsste was das Richtige für ihn ist bräuchte er sich erst gar nicht anmelden, dann findet er seinen Weg alleine. Ich melde mich ja in einer Selbsthilfegruppe an weil ich nicht mehr weiter weiss und den Austausch suche.

    LG
    Marie

    Hallo Hartmut!

    Co-Krankheit ist keine Krankheit sondern eine komplizierte Verhaltensstörung, der Meinung ist mein Chefarzt (Ich bin in der Psychiatrie tätig).

    Aber zum Glück kann man dieses Fehlverhalten ja soweit beseitigen dass es besser wird, es gibt auch da bestimmte Grundbausteine. Das muss ja nicht immer der trinkende Ehemann sein, es gibt da viele Seiten die in Frage kommen.

    Gut wenn ich bei Emma lese denke ich mir so könnte ich nicht leben aber es ist ja ihre Sache. Wenn sie sich damit zufrieden gibt ist es vollkommen okay für mich.

    Aber wenn jemand kommt und unter sehr hohem Leidensdruck steht wäre es unehrlich von mir zu sagen, lies mal bei Emma die macht es richtig.

    Zitat

    Was ich von den CO gelernt auch mitgenommen habe, das es eine Lebensaufgabe ist aus dem Co verhalten rauszukommen

    Das sehe ich nicht so wenn ich mal verstanden habe um was es geht und das auch umsetze automatisiert es sich irgendwann, der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

    Zitat

    ..... auch welche die auf einmal kein Co mehr waren, als sie eine neune Partner hatten.

    Naja die haben sich aber dann auch getrennt, vielleicht haben sie aus der überaus schlechten Erfahrung soviel gelernt dass sie nicht mehr in diese Falle tappen.

    Zitat

    Hängt denn bei den "Über COs " die Verbitterung noch so tief oder ist die eigen gemachte Erfahrung wirklich der Auslöser .

    Ich persönlich bin nicht verbittert, manchmal bin ich noch traurig dass meine langjährige Ehe so geendet ist, manchmal auch enttäuscht, ich hätte mir auch etwas anderes vorstellen können.

    Aber meistens freue ich mich des Lebens und geniesse es auch, zum Glück war ich immer sehr selbstständig und nicht unbedingt auf den Partner angewiesen. Beziehungen scheitern eben warum sollte mir das nicht passieren?

    Ich fahre auch eine klare Linie, versuche aber keinen zu bequatschen. Wenn ich merke er will nichts von meinen Erfahrungen wissen schreibe ich nicht mehr denn dann kann ich nicht helfen.

    Aber es ist wirklich so dass man da nur rauskommt wenn man zu Änderungen bereit ist, anders geht es gar nicht.

    LG
    Speranza

    Hallöchen!

    Zitat

    zum Thema fällt mit spontan ein Satz ein, den ich in einem Buch gelesen habe: "Die Hoffnung ist der Stoff, aus dem ein Dauerleiden entstehen kann."

    Das sehe ich durchaus nicht so, Hoffnung ist für mich etwas sehr Positives und Wichtiges. Ich muss nur erkennen wann ich die Hoffnung aufgeben muss um durch neue Hoffnung meinem Leben eine Wendung zum Positiven zu geben.

    Wenn sich in einer langjährigen Partnerschaft die Alkoholerkrankung des Partners sehr schleichend entwickelt werde ich ihn nicht direkt zum Teufel jagen sondern erstmals hoffen dass er seine Krankheit in Angriff nimmt.

    Co werde ich dann wenn ich mich an seiner Erkrankung schuldig fühle und alles dafür tue oder gefallen lasse um ihn vom Trinken abzuhalten aber das hat meiner Meinung nach nichts mehr mit Hoffnung zu tun.

    Als ich mich hier angemeldet habe entschied ich mich für "Speranza" was ja "Hoffnung" bedeutet. Aber nicht weil ich hoffte ihm helfen zu können sondern weil ich mir die Hoffnung auf ein neues besseres Leben gemacht habe und kräftig daran gearbeitet habe.

    LG
    Speranza

    Hallo Elisa!

    Zitat

    Zur Karriere eines Alkoholikers: Eine Fachfrau sagte zu mir auch vor ein paar Jahren: Diese Krankheit hört nicht auf, sie geht immer weiter...
    Das hab ich ständig im Kopf, aber ich bin nicht sicher, ob man das wirklich generell sagen kann. Sobald der Alkoholiker körperlich abhängig ist , dann ja. Aber ich würde sagen, die Höhe des Konsums bei meinem Mann ist seit Jahren schon ziemlich gleich, aber es ist natürlich wichtiger geworden. Außerdem denke ich, seine Arbeit ist ihm doch noch wichtiger als Alkohol.

    Was die Fachfrau sagt ist vollkommen korrekt, bei dieser Krankheit geht es unbehandelt immer weiter bergab, sie endet schlimmstenfalls mit dem Tod.

    Ob dabei jemand körperlich oder psychisch abhängig ist spielt keine so grosse Rolle. Es gibt auch Alkoholiker die einen Beruf ausüben, mein Ex- Mann hat immer gearbeitet und der Beruf war ihm äusserst wichtig, er ist im Beruf sehr zuverlässig. Trotzdem ist er alkoholkrank, er kann von heute auf gleich aufhören zu trinken ohne körperliche Entzugserscheinungen.

    Wenn jemand aber permanent trinkt kann es früher oder später zu organischen und/oder psychischen Schäden kommen. Mich hat es auf Dauer krank gemacht an seiner Seite zu leben, es dreht sich ja im Endeffekt nur noch um den Alkohol :(

    Ich wünsche dir viel Glück.

    LG
    Speranza

    Hallo Ko!


    Zitat

    Das nächste Mal will ich versuchen, die Diskussion ohne Begründung zu beenden. Ob ich es schaffe???

    Es ist schwer das zu schaffen besonders im der gemeinsamen Wohnung aber machbar. Ich habe meinen Ex einfach mit den Worten: "Das ist dein Problem, ich kann dir nicht helfen, ich rede nicht mehr darüber" stehen lassen und das permanent wiederholt.

    Anstrengend war das es hat aber geholfen. Was mir auch geholfen hat mich zu trennen war in die Zukunft blicken wenn ich mit ihm zusammen bleibe. Da er ja nicht bereit war etwas zu ändern stellte ich mir vor wie mein Leben in 10 oder 20 Jahren aussehen wird, das hat mich so schockiert dass ich (endlich) in Bewegung gekommen bin.

    LG
    Speranza

    Hallo Ko!

    Willkommen hier im Forum du wirst sehen hier gibt es viele Betroffene die den Weg daraus geschafft haben.

    Zitat

    Die Jahre waren so zermürbend, ich habe immer versucht, alles von ihm ferzuhalten, damit er nicht trinkt.

    Ja da stimme ich dir zu und ich wurde immer kleiner und unglücklicher weil ich es nicht geschafft habe dass er aufhört. Bis ich eines Tages gemerkt habe es liegt nicht in meiner Hand ihn zu ändern.

    Ich bin in kleinen Schritten ausgestiegen, habe vorher monatelang geplant wie mein eigenes Leben aussehen sollte, ohne Angst und ganz in Frieden.

    Mein Traum ist wahrgeworden, ich lebe wieder. Die lange Zeit die ich ausgeharrt habe kann mir keiner wiedergeben aber ich schaue nach vorne.

    Nur Mut, es kann nur besser werden.

    LG
    Speranza

    Hallo Lea!

    Willkommen hier im Co-Bereich fühle dich wohl hier. Du wirst merken dass du hier nicht alleine mit deinen Problemen bist.

    Ich habe auch viele Jahre mit einem Alkoholiker zusammengelebt, bin mittlerweile getrennt. Ich habe auch viele Jahre versucht ihn vom Alkohol wegzubringen und bin kläglich gescheitert.

    Was du da beschreibst ist ganz typisch, besonders die Uneinsichtigkeit des nassen Partners. Du kannst nichts für ihn machen wenn er nicht einsieht dass er ein Suchtproblem hat.

    Zitat

    ich kann damit nicht umgehen. Einerseits waren die letzten Jahre schlimm und es kann für mich eigentlich nur besser werden.
    Aber er tut mir so leid. Was ist, wenn er wirklich alleine versackt und sich totsäuft ????

    Wenn er nicht aufhört zu trinken würde er auch an deiner Seite versacken und sich totsaufen und du stündest hilflos daneben.

    Du machst sein Problem zu deinem, er ist ja erwachsen und hat sich gegen dich entschieden. Wenn du etwas Gutes für dich tun willst nimm ihn nicht wieder zurück. Er würde sonst weiterhin seine Spielchen mit dir treiben und dich mit in den Abgrund reissen.

    LG
    Speranza

    Hallo Raggy!

    Herzlich willkommen hier im Forum, vielleicht liest du hier die eine oder andere Geschichte und merkst dass es nie zu spät und durchaus möglich ist etwas an seiner schlimmen Situation zu ändern.

    Ich hatte auch schreckliche Angst zu gehen und alleine nicht zurechtzukommen. Ich war durch den jahrelangen Alkoholmissbrauch meines Partners so entmutigt dass ich mich klein und nutzlos fühlte.

    Ich hatte den Gedanken ich hätte versagt da ich es nicht geschafft habe ihn vom Alkohol wegzubringen. Mir ging es irgendwann so schlecht dass ich dachte wenn ich jetzt nicht reagiere gehe ich mit drauf.

    Das war vor 3 Jahren da hatte ich endlich den Mut eigene Wege zu gehen. Was ich befürchtet hatte trat nicht ein, ich kam alleine viel besser zurecht.

    Ich will damit jetzt nicht sagen jeder sollte sich trennen für mich war es der einzige Weg um wieder glücklich zu werden. Er wollte nicht aufhören zu trinken, ich konnte das nicht beeinflussen.

    Ich habe mich fürs Leben entschieden, ich wollte nicht mit ihm untergehen.

    Wofür würdest du dich entscheiden, wählen kannst nur du ganz alleine.

    LG
    Speranza

    Hallo Chloe!

    Zitat

    Aber ich will mich eigentlich gar nicht zurückziehen, weil sie ja offensichtlich auch totale Depressionen hat und wir sehen uns auch 'zwangsläufig' oft und ich kann den Kontakt nicht abbrechen - zumindest im Moment nicht.
    Es fällt mir echt total schwer zu akzeptieren dass ich ihr nicht helfen kann, weil ich auch totale Angst um sie habe, dass sie vllt wieder versucht sich was anzutun.

    Wenn ich es richtig gelesen habe hat sie nicht persönlich mit dir gesprochen dass sie ein Alkoholproblem hat kann ja sein dass deine Vermutungen richtig sind. Aber wenn jemand nicht bereit ist darüber zu reden kannst du noch weniger tun.

    Du musst sehr auf dich aufpassen sonst zieht sie dich total in ihre Spirale mit rein und dein einziger Gedanke wird sein wie kann ich ihr helfen. Wie willst du verhindern dass sie sich etwas antut du kannst nicht 24 Stunden neben ihr sitzen und ins Krankenhaus um sich behandeln zu lassen will sie ja offenbar nicht.

    Zitat

    Will ihr auch keine Vorwürfe machen - sie macht sich innerlich selbst bestimmt genug - aber ich würde auch gern sehen dass da irgendwo noch ein Gewissen vorhanden ist. Sie zeigt nicht, dass ihr auch nur irgendetwas leid tut.

    Woher weisst du dass sie sich Vorwürfe macht? Selbst wenn sie sagen würde dass es ihr leid tut solltest du das nicht zu hoch bewerten denn Süchtige sagen vieles was sie nicht so meinen, die Sucht macht das.

    Was du machen könntest ihr klar und deutlich sagen dass sie so nicht mit dir umspringen kann und dann aber auch konsequent bleiben.

    Es ist sogar schädlich für den Süchtigen ihn immer wieder helfen zu wollen damit er endlich etwas unternimmt. Ich habe meinem Partner zum Schluss nur noch gesagt ich kann dir nicht helfen das kannst nur du alleine zusammen mit dem Arzt oder einer Therapie.

    Er ist verantwortlich für sein Wohl und du für deins und jeder muss alleine dafür sorgen.

    LG
    Speranza

    Hallo Chloe!

    Herzlich willkommen hier im Forum! Ich habe viele Jahre an der Seite eines alkoholkranken Partners gelebt. Alles was du an Emotionen beschreibst habe ich durchlebt, ich war wütend, traurig, deprimiert, voller Hoffnung und zum Schluss total hoffnungslos.

    Ich konnte ihm nicht helfen, letztendlich konnte ich nur mich schützen indem ich mich von ihm getrennt habe. Er wollte nicht aufhören zu trinken, ich war machtlos gegen seine Sucht, sie war stärker als alles andere.

    Er hat mich auch belogen, hingehalten und mir immer Hoffnung gemacht dass er etwas ändert, hat das aber nie getan.

    Du kannst niemandem helfen der nicht aufhören will zu trinken, du kannst es nicht beeinflussen. Er wird dann aufhören wenn er von sich aus zur Einsicht kommt, bei manchen wird das nie passieren.

    Du kannst nur für dich und dein Wohlbefinden sorgen, sie ist für sich und ihre Sucht selber verantwortlich und es ist ihr Ding. Sie ist ein erwachsener Mensch und hat das Recht zu trinken, du hast das Recht dich zurückzuziehen und aus diesem Kreislauf auszusteigen.

    LG
    Speranza

    Hallo else!

    Willkommen zurück!

    Zitat

    zuerst habe ich auch gezweifelt ob ich überreagiere,aber NEIN ..dies kann der anfang vom ende sein .

    Du siehst es genau richtig, er ist bereits rückfällig wenn er Alster trinkt da darin Alkohol enthalten ist.

    Zitat

    ich für mich habe mich aber auch entschieden- ich will ein leben ohne Alkohol.wenn er das nicht kann,dann müssen wir getrennte wege gehen.

    Eine sehr gute Entscheidung denn das Leben neben einem nassen Alkoholiker ist vergeudete Lebenszeit.

    LG
    Speranza