Beiträge von Marie04

    Hallo Art3mis!

    Herzlich willkommen hier im Forum und einen guten Austausch wünsche ich dir.

    Ich habe mich vor 3 Jahren von meinem Mann getrennt und lebte noch längere Zeit in unserem gemeinsamen Haus in getrennten Wohnbereichen.

    Ich war nur dann gesprächsbereit wenn es um alltägliche Dinge ging alles was seine Sucht betraf habe ich direkt abgeblockt und ihm mitgeteilt dass das seine Sache wäre. Ich habe mich auf nichts mehr eingelassen was seine Baustellen betraf oder höchstens gesagt ich könne ihm da auch nicht helfen.

    Ich hatte ja all die Jahre vorher mit ihm rumdiskutiert und es drehte sich nur im Kreis, es war alles gesagt worden.

    Ich war es einfach satt mir immer Schuld zuweisen zu lassen oder mir anzuhören dass ich einen kranken Mann verlassen würde. So halte ich es heute noch obwohl ich mittlerweilen ausgezogen bin habe ich noch Kontakt zu ihm.

    Mir hat es gut getan diese vermeintliche Verantwortung für ihn abzugeben, anfangs musste ich aber lernen das ungute Gefühl dabei auszuhalten.

    Er alleine ist für seinen Part verantwortlich, niemand hält ihm die Flasche an den Hals und zwingt ihn zu trinken. Wenn er sich keine Hilfe sucht ist es auch seine Sache, schliesslich sind schon einige Dinge passiert die ihn hätten wach machen müssen.

    LG
    Speranza

    Hallo Florena!

    Zitat

    Meine ehem. Schwiegermutter brachte nämlich auch das Argument, dass wenn man weiß, dass sich jemand in einer lebensbedrohlichen Situation befinden könnte, man zu handeln hat, da sonst der Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung erfüllt sein könnte.

    Das stimmt bis zu einem gewissen Punkt aber ich muss mich dabei nicht unnötig in Gefahr begeben, ich kann den Notruf wählen wenn XY vor der Tür steht und randaliert, ich muss aber nicht aufmachen.

    Wenn jemand meint er müsse sich in der eigenen Wohnung zu Tode trinken ist das zwar traurig aber helfen kann ich dann nicht, wie denn auch?

    Zitat

    Eine Woche später las ich seine Todesanzeige in der Zeitung, er hatte sich noch in der gleichen Nacht das Leben genommen.

    Du kannst doch keinem hinter die Stirn gucken und auch nicht jeden bei dir übernachten lassen weil er Zoff mit der Freundin hat. Für sein Leben und sein Wohlbefinden ist er selber verantwortlich, wenn es ihm so schlecht ging konnte er sich doch Hilfe holen.

    Natürlich ginge so ein Erlebnis auch nicht spurlos an mir vorbei aber Schuldgefühle würden mich nicht quälen.

    Der Focus muss auf dich und dein Kind gerichtet sein damit es euch beiden gut geht das hat oberste Priorität.

    LG
    Speranza

    Hallo Katha!

    Zitat

    Mittlerweile bin ich mir auch ohne Bluttest ziemlich sicher, dass mir Magnesium fehlt, ich habe schon wieder unangenehme Wadenkrämpfe. :/ Hab mir eben mal eine Brausetablette aufgelöst, leider wird mir immer schlecht, wenn ich sowas trinke ... Bäh!

    Das gibt es auch als Hartkapseln zu kaufen.

    LG
    Speranza

    Sorry jetzt hänge ich mich auch mal hier rein. Ich finde es auch nicht gut und passend was Manfred schreibt aber:

    Ist er wirklich dafür verantwortlich wenn jemand angeblich rückfällig wird weil er solche Dinge schreibt?

    Ist nicht jeder der hier ankommt für sich verantwortlich und bekommt einen Hinweis auf die Grundbausteine an die er sich halten sollte?

    Mich erinnert das jetzt sehr stark an meinen Ex bei dem auch immer andere Dinge schuld waren dass er rückfällig wurde.

    Wo bleibt die Selbstverantwortung, ich kehre als Co ja auch nicht zu meinem trinkenden Ex zurück weil xyz das tun, ich habe doch einen eigenen Willen?

    Nachdenkliche Grüsse
    Speranza

    Hallo girasole!

    Hmmm ob der Herr jetzt zuviel trinkt kann man so nicht beurteilen wichtig ist doch was du dabei empfindest. Ich könnte mich auf niemanden einlassen wenn ich das Gefühl hätte er trinkt zuviel.

    Was mich misstrauisch machen würde dass er so oft den Alkohol erwähnt dass du nachfragst. Da fehlt von Anfang an die Basis wenn es dich stört und du ein Leben ohne Alkohol verbringen möchtest.

    LG
    Speranza

    Hallo Quantensprung!

    Zitat

    Die Anpassung von der ich spreche hat etwas damit zu tun, dass ich mich auf mein Gegenüber einlassen kann.

    Das sehe ich auch so, ich kann mich auf mein Gegenüber einlassen ohne mich dabei zu verbiegen und habe trotzdem eine eigene Meinung, ich nenne es mal Flexibilität wenn ich so agiere.

    Hallo Matthias!

    Ganz liebe Grüsse an dich ich habe mich über deine "Äpfel vom Baum der Erkenntnis" immer sehr gefreut ich habe es als Lob und Anerkennung gesehen, mir tat das einfach nur gut.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Jürgen!

    Zitat

    die Diskussion muss ich in der Öffentlichkeit überhaupt nicht führen.

    Das stimmt, mich interessiert es in dem Sinne auch gar nicht was jemand in der Öffentlichkeit trinkt oder raucht wenn ich nicht selber involviert werde, es liegt ja nicht in meiner Verantwortung.

    Ich dachte jetzt eher wenn jemand zu Besuch kommen würde von dem ich nicht weiss dass er solche Probleme hat. Es geht in dem Fall ja auch um den versteckten Alkohol in Lebensmitteln, zum Beispiel Weinessig oder ähnliches. Ich bin da ja sehr flexibel wenn ich Bescheid weiss und mir schadet es ja nicht aber eventuell dem anderen.

    Die Denkweise "was andere jetzt denken könnten wenn ich Wasser oder Limo trinke" und sich deswegen zu rechtfertigen gehört für mich auch eher in den suchtkranken Bereich.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Manni!

    Zitat

    ich sage den Leuten lieber "ich bin Antialkoholiker" wenn ich was angeboten bekomme.

    Warum sagst du nicht ganz offen "Ich trinke nicht mehr da ich alkoholkrank bin und mit Alkohol nicht umgehen kann"? Das würde doch vieles erleichtern denn jeder der dich kennt würde dir erst gar nichts mehr anbieten.

    Ich selber habe keine Probleme mit dem Alkohol aber mein Ex-Mann war /ist Alkoholiker. Der wollte das auch immer vertuschen dass er Probleme hat. Ich persönlich biete Besuch nie Alkohol an sondern frage einfach was er trinken möchte. Wenn er nach Wasser fragt bekommt er das auch ich würde nie hinterfragen warum er das haben möchte oder gucke ihn seltsam deswegen an.

    Wenn jemand offen und verantwortungsvoll mit seiner Krankheit umgeht hat er meinen Respekt, er kann schliesslich nichts dafür dass er suchtkrank ist.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo quicksilver!

    Zitat

    gibt es eigentlich grundsätzlich wie soll ich mich ausdrücken......
    unterschiedliche """Härtegrade""" oder Einstufungen vom entzug ??

    Ja das gibt es aber man kann im Voraus nie wissen ob es zu Komplikationen kommt oder eine Entgiftung problemlos verläuft. Deswegen ist es sehr wichtig eine Entgiftung unter strenger ärztlicher Beobachtung bzw. stationär in einer Klinik zu machen, alles andere ist sehr gefährlich.

    Es kann sehr viele Komplikationen geben vom Entzugskrampf und Delier bis hin zum multiplen Organversagen das tödlich enden kann.

    Das hängt auch nicht von der Trinkmenge oder der Konstitution des einzelnen ab, deswegen ist jeder kalte Entzug ein sehr hohes Risiko und ein Spiel mit dem eigenen Leben.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Zitat von Neuweg

    Hi Speranza,

    stimmt, ich habe mir den Mund auch fusselig geredet. Außer dass ich mit meinem "Psychokram" und meinen schlauen Büchern selbstgerecht bin, hat es nichts gebracht. Auf diese Einsicht, die ich mir so gewünscht habe, werde ich wohl warten müssen, bis ich krumm und buckelig bin. Un wozu auch.
    Aber nur weil der Kopf jetzt das eine oder andere beginnt zu begreifen, macht das Gefühl noch lange nicht mit.

    Liebe Grüße
    Neuweg

    Hallo Neuweg!

    Du kannst dir vieles wünschen ob es jemals erfüllt wird steht in den Sternen. Du hast recht auf seine Einsicht wartest du wahrscheinlich bist du alt und buckelig bist, das habe ich irgendwann in meiner Beziehung auch verstanden.

    Aber das muss ja nicht heissen auszuharren bis du alt und buckelig bist. Ich habe mir ein weiteres Leben an seiner Seite vorgestellt, das war eine Schreckensvision, das hat mich so geschockt und mich klar erkennen lassen wenn ich noch einmal im Leben glücklich sein will muss ich gehen.

    Leicht ist es nie, zum Glück hatte ich mich damals innerlich schon von ihm distanziert. Es war mir egal was aus ihm wird und was er dazu sagt dass ich mich trenne. Zum Glück haben wir uns gütlich geeinigt, vielleicht auch deshalb weil ich so entschlossen aufgetreten bin.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Neuweg!

    Zitat

    Und ja, dass trifft mich, und ich denke dann immer, dass ich Jahrelang so viel ausgehalten habe und gekämpft habe. Und ich habe (noch) immer diesen Drang, ihm das nahezubringen, dass er versteht.

    Er wird es aber nicht verstehen denn er sieht es ja ganz anders, er ist uneinsichtig. Ich habe mir jahrelang den Mund fusselig geredet und dachte er muss doch endlich verstehen dass er nicht so mit mir umspringen darf.

    Es gehören aber immer zwei dazu, einer der macht und einer der es mit sich machen lässt. Solange du es zulässt dass er dich so behandelt wird er so weiter machen, in seinen Augen funktioniert es ja.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Neuweg!

    Zitat

    Nein, ich will XY nicht mehr an meiner Seite. Ich habe die letzten Tage erkannt, dass hier ein ganz falsches Spiel gespielt wird voll Lug und Trug. Von ihm und von mir. Es gab auch wieder so viele Vorfälle, die enttäuschend und verletzend waren und die ich mir noch viel mehr zu Herzen nehme, wie früher. Ich spreche sie auch an, dann gitbs Streit und im Großen und Ganzen leben wir mehr in einer WG als in einer Ehe. Ich denke mir auch oft, dass xy das doch auch erkennen muss?.

    Es ist doch egal ob xy das erkennt es geht doch um dich und deine Gefühle. Du willst ihn nicht mehr reicht das nicht als Grund um zu gehen?

    Natürlich gab es wieder viele Vorfälle, xy hat dir auch nicht versprochen etwas Grundlegendes zu ändern. Du bist ja diejenige die eingebrochen ist und wieder zurückgegangen ist.

    Du kennst doch den Weg, du hast ja schon angefangen ihn zu gehen. Du hältst deine Beziehung als gescheitert worauf wartest du noch?

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Renate!

    Vieles ist schon geschrieben worden was ich auch so sehe. Was mir noch so dazu einfällt, Hilfe zur Selbsthilfe ist gar nicht so einfach weil wir ja selber Betroffene sind. Mir geht es oft so wenn ich Beiträge lese dass irgendetwas in mir hochkommt weil es mich an frühere Zeiten erinnert, die Geschichten ähneln sich ja.

    Internet ist zwar geduldig aber ich denke schon dass viele der Beiträge hier authentisch sind. Was mir oft auffällt ist dass die Betroffenen sehr unter der Situation leiden und etwas ändern wollen. Aber sie haben noch nicht alle Hoffnung verloren dass xy etwas ändern wird, sprich nicht mehr trinkt. Denn immer wieder liest man auch momentan trinkt er nicht, er hat mir versprochen zum Entzug zu gehen usw.

    Das erinnert mich an meine früheren Zeiten ich habe mich an jeden Strohhalm geklammert und bin immer wieder geblieben.

    Ich finde mich in diesem Moment damit ab dass es halt Leute gibt die noch nicht so weit sind und sich helfen lassen wollen, sie können es einfach (noch) nicht.

    Um mich selber zu schützen kann ich mich in solchen Fällen nicht zu sehr engagieren sondern muss mich auf mich konzentrieren. Wer sich als Erwachsener nicht helfen lassen will den muss ich eben gehen lassen, das ist beim nassen Alkoholiker ja auch so.

    Es gibt auch genug Menschen die nie aus ihrer Rolle herauskommen dass ist bei den Suchtkranken aber auch bei den Co's so.

    Mir geht es ja auch beruflich so, ich kenne viele Drehtürpatienten denen ich nicht helfen kann da muss ich mich auch abgrenzen und abschotten oder eine feste Mauer aufbauen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Zitat



    Hallo
    Ich habe es genau anders rum empfunden, nämlich so das ich keine Mauern /Grenzen hatte.

    Das mit den Mauern war so gemeint dass ich mich in einer für unerträglichen Situation befunden habe, man könnte auch sagen gefangen in einem Albtraum war, zwar fürchterlich darunter gelitten habe aber lange Zeit keinen Ausweg gesehen habe.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Engel!

    Zitat

    Nur jetzt hab ich das Gefühl ich sitze in einem grossen schwarzen Loch, sehe zwar den Ausgang, aber die Wände sind so steil und nass und glitischig, ich komm da nicht hoch.

    Ich habe mich immer gefühlt als wäre ich in einem von hohen Mauern umgebenen dunklen Raum mit verschlossenen Türen. Ich hatte nur kleine Werkzeuge um die Mauern abzubauen aber ich habe es geschafft immer wieder ein Stückchen Mauer aufzubrechen.

    Ich kam irgendwann wieder Tageslicht zu sehen und das war unglaublich befreiend. Manchmal machte ich kleine Fortschritte, manchmal grosse, ich hörte aber nie auf an der Mauer zu arbeiten.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Engel!

    Zitat

    Mir geht es gut. Ist immer so, wenn er nix trinkt nur dann gehts mir auch gut. Die Angst das er wieder trinkt ist natürlich immer da.

    Mir ging es nie gut wenn mein Ex eine Trinkpause machte, ich hatte über das Gefühl es schwebt ein Damoklesschwert über mir.

    Ich war angespannt und wusste genau er wird wieder trinken, aber weil ich nie wusste wann drehten sich meine Gedanken oft nur darum. Ich versuchte in seinen Trinkpausen Kraft zu schöpfen das gelang mir aber auch immer schlechter.

    Findest du es nicht schade dass du dein Wohlbefinden nur von ihm abhängig machst?

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Nys!

    Ich schreibe ja sehr selten in deinem Fädchen aber diese Problematik kommt mir sehr bekannt vor. Bei mir geht es aber nicht um meine Mutter sondern um meine Schwiegermutter die ich bis an ihr Lebensende betreut habe.

    Wir wohnten Tür an Tür und hatten ein gemeinsames Grundstück. Sie war eine Frau die sehr egoistisch war und nur sich und ihre Probleme sah. Als der Schwiegervater starb wurde es ganz schlimm, ich verstand ja ihre Trauer aber ich konnte ihre klammernde Art sehr schlecht vertragen.

    Ich versuchte sie in die Familie miteinzubinden das wollte sie aber nicht. Nichts konnte ich ihr recht machen alles sollte nach ihrem Willen geschehen. Ich war irgendwann fix und fertig, mir sträubten sich schon die Nackenhaare wenn sie an meiner Tür klingelte.

    Ich war gesundheitlich sehr angeschlagen und fuhr in Reha, der Psychologe dem ich mein Leid klagte sagte einen Satz zu mir den ich bis heute verinnerlicht habe. "Sie können andere Menschen nicht ändern, nur sich selbst".

    Das ist sehr schwierig besonders wenn man dabei vom schlechten Gewissen geplagt wird weil der andere natürlich weiterhin mit seinen Waffen kämpft und erst nicht versteht warum plötzlich Widerstand kommt.

    Es war ein jahrelanger Weg mich abzugrenzen, das ging sogar so weit dass sie öfters den Satz: "Dann häng ich mich eben auf" losliess wenn sie ihren Willen nicht bekam. Ich fühlte mich so unter Druck gesetzt dass ich "Dann musst du das eben tun" geantwortet habe und mich im Nachhinein fürchterlich schämte.

    Ich habe mich weiterhin um sie gekümmert aber eben so dass mir es guttat.
    Als sie gestorben ist war ich bis zum Schluss an ihrer Seite.

    Was ich jetzt eigentlich sagen will du bist zu nichts verpflichtet was dir nicht guttun würde, es wirft dich bloss zurück. Sie ist so wie sie ist, du kannst nur lernen dich abzugrenzen und ihr dann auf einer anderen Ebene zu begegnen.

    Ich liebe meine Kinder auch über alles aber sie sind erwachsen und gehen ihren Weg. Durch mein Loslassen haben wir ein herzliches Verhältnis zueinander, ich käme nie auf die Idee ihnen Vorschriften zu machen oder ihnen etwas vorzujammern.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo pingi!

    Zitat

    Alles Lügen! Ich wollte nicht raus weil ich Angst hatte!
    Angst, dass die Leute wieder reden, lästern, sich das Maul zerreissen.
    SO habe ich es erlebt, jahrelang. Und so empfinde ich es auch heute noch manchmal.

    Es gibt Tage da lässt mich das total kalt. "Na und? Lass den/die doch gucken! Mir egal"
    Aber jetzt nach der Trennung.... wenn ich jetzt raus muss, selbst zum einkaufen.... da geht das nicht mehr. Dann habe ich das Gefühl dass mich wirklich JEDER anguckt. Und dann: "was macht DIE denn für ein Gesicht?"
    Klar renn ich nach einer Trennung nicht mit einem lächeln durch die Gegend. Es tut weh! Egal ob nun co oder nicht co, alk oder nicht alk.

    Diese Gedanken kann ich nachvollziehen. Ich leide zwar nicht unter einer sozialen Phobie aber fühlte mich zeitweise so unwohl in meiner Haut dass ich vieles auf mich bezogen habe.

    Jeder Blick war da zuviel und schon fing es in meinem Kopf an zu arbeiten. Ich habe das meiste negativ verarbeitet, der guckt weil:

    "ich so traurig gucke"
    "weil ich nicht schlank und schön bin"
    "weil ich anders leben will als der Nachbar"
    "weil ich auf der Arbeit Fehler gemacht habe"
    "weil mich eh keiner leiden kann"

    usw.

    Nicht von alledem stimmte es war meine verzerrte Wahrnehmung der Dinge, ich fühlte mich klein und mies und hatte gar keinen Grund dazu.

    Den meisten Leuten ist es doch egal wie es dir geht, sie sind mit sich selbst beschäftigt oder wollen von sich ablenken um ihr eigenen Probleme nicht sehen zu müssen.

    Liebe Grüsse
    Speranza