Beiträge von Marie04

    Hallo Neuweg!

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    Nein, ich will XY nicht mehr an meiner Seite. Ich habe die letzten Tage erkannt, dass hier ein ganz falsches Spiel gespielt wird voll Lug und Trug. Von ihm und von mir. Es gab auch wieder so viele Vorfälle, die enttäuschend und verletzend waren und die ich mir noch viel mehr zu Herzen nehme, wie früher. Ich spreche sie auch an, dann gitbs Streit und im Großen und Ganzen leben wir mehr in einer WG als in einer Ehe. Ich denke mir auch oft, dass xy das doch auch erkennen muss?.

    Es ist doch egal ob xy das erkennt es geht doch um dich und deine Gefühle. Du willst ihn nicht mehr reicht das nicht als Grund um zu gehen?

    Natürlich gab es wieder viele Vorfälle, xy hat dir auch nicht versprochen etwas Grundlegendes zu ändern. Du bist ja diejenige die eingebrochen ist und wieder zurückgegangen ist.

    Du kennst doch den Weg, du hast ja schon angefangen ihn zu gehen. Du hältst deine Beziehung als gescheitert worauf wartest du noch?

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Renate!

    Vieles ist schon geschrieben worden was ich auch so sehe. Was mir noch so dazu einfällt, Hilfe zur Selbsthilfe ist gar nicht so einfach weil wir ja selber Betroffene sind. Mir geht es oft so wenn ich Beiträge lese dass irgendetwas in mir hochkommt weil es mich an frühere Zeiten erinnert, die Geschichten ähneln sich ja.

    Internet ist zwar geduldig aber ich denke schon dass viele der Beiträge hier authentisch sind. Was mir oft auffällt ist dass die Betroffenen sehr unter der Situation leiden und etwas ändern wollen. Aber sie haben noch nicht alle Hoffnung verloren dass xy etwas ändern wird, sprich nicht mehr trinkt. Denn immer wieder liest man auch momentan trinkt er nicht, er hat mir versprochen zum Entzug zu gehen usw.

    Das erinnert mich an meine früheren Zeiten ich habe mich an jeden Strohhalm geklammert und bin immer wieder geblieben.

    Ich finde mich in diesem Moment damit ab dass es halt Leute gibt die noch nicht so weit sind und sich helfen lassen wollen, sie können es einfach (noch) nicht.

    Um mich selber zu schützen kann ich mich in solchen Fällen nicht zu sehr engagieren sondern muss mich auf mich konzentrieren. Wer sich als Erwachsener nicht helfen lassen will den muss ich eben gehen lassen, das ist beim nassen Alkoholiker ja auch so.

    Es gibt auch genug Menschen die nie aus ihrer Rolle herauskommen dass ist bei den Suchtkranken aber auch bei den Co's so.

    Mir geht es ja auch beruflich so, ich kenne viele Drehtürpatienten denen ich nicht helfen kann da muss ich mich auch abgrenzen und abschotten oder eine feste Mauer aufbauen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

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    Hallo
    Ich habe es genau anders rum empfunden, nämlich so das ich keine Mauern /Grenzen hatte.

    Das mit den Mauern war so gemeint dass ich mich in einer für unerträglichen Situation befunden habe, man könnte auch sagen gefangen in einem Albtraum war, zwar fürchterlich darunter gelitten habe aber lange Zeit keinen Ausweg gesehen habe.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Engel!

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    Nur jetzt hab ich das Gefühl ich sitze in einem grossen schwarzen Loch, sehe zwar den Ausgang, aber die Wände sind so steil und nass und glitischig, ich komm da nicht hoch.

    Ich habe mich immer gefühlt als wäre ich in einem von hohen Mauern umgebenen dunklen Raum mit verschlossenen Türen. Ich hatte nur kleine Werkzeuge um die Mauern abzubauen aber ich habe es geschafft immer wieder ein Stückchen Mauer aufzubrechen.

    Ich kam irgendwann wieder Tageslicht zu sehen und das war unglaublich befreiend. Manchmal machte ich kleine Fortschritte, manchmal grosse, ich hörte aber nie auf an der Mauer zu arbeiten.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Engel!

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    Mir geht es gut. Ist immer so, wenn er nix trinkt nur dann gehts mir auch gut. Die Angst das er wieder trinkt ist natürlich immer da.

    Mir ging es nie gut wenn mein Ex eine Trinkpause machte, ich hatte über das Gefühl es schwebt ein Damoklesschwert über mir.

    Ich war angespannt und wusste genau er wird wieder trinken, aber weil ich nie wusste wann drehten sich meine Gedanken oft nur darum. Ich versuchte in seinen Trinkpausen Kraft zu schöpfen das gelang mir aber auch immer schlechter.

    Findest du es nicht schade dass du dein Wohlbefinden nur von ihm abhängig machst?

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Nys!

    Ich schreibe ja sehr selten in deinem Fädchen aber diese Problematik kommt mir sehr bekannt vor. Bei mir geht es aber nicht um meine Mutter sondern um meine Schwiegermutter die ich bis an ihr Lebensende betreut habe.

    Wir wohnten Tür an Tür und hatten ein gemeinsames Grundstück. Sie war eine Frau die sehr egoistisch war und nur sich und ihre Probleme sah. Als der Schwiegervater starb wurde es ganz schlimm, ich verstand ja ihre Trauer aber ich konnte ihre klammernde Art sehr schlecht vertragen.

    Ich versuchte sie in die Familie miteinzubinden das wollte sie aber nicht. Nichts konnte ich ihr recht machen alles sollte nach ihrem Willen geschehen. Ich war irgendwann fix und fertig, mir sträubten sich schon die Nackenhaare wenn sie an meiner Tür klingelte.

    Ich war gesundheitlich sehr angeschlagen und fuhr in Reha, der Psychologe dem ich mein Leid klagte sagte einen Satz zu mir den ich bis heute verinnerlicht habe. "Sie können andere Menschen nicht ändern, nur sich selbst".

    Das ist sehr schwierig besonders wenn man dabei vom schlechten Gewissen geplagt wird weil der andere natürlich weiterhin mit seinen Waffen kämpft und erst nicht versteht warum plötzlich Widerstand kommt.

    Es war ein jahrelanger Weg mich abzugrenzen, das ging sogar so weit dass sie öfters den Satz: "Dann häng ich mich eben auf" losliess wenn sie ihren Willen nicht bekam. Ich fühlte mich so unter Druck gesetzt dass ich "Dann musst du das eben tun" geantwortet habe und mich im Nachhinein fürchterlich schämte.

    Ich habe mich weiterhin um sie gekümmert aber eben so dass mir es guttat.
    Als sie gestorben ist war ich bis zum Schluss an ihrer Seite.

    Was ich jetzt eigentlich sagen will du bist zu nichts verpflichtet was dir nicht guttun würde, es wirft dich bloss zurück. Sie ist so wie sie ist, du kannst nur lernen dich abzugrenzen und ihr dann auf einer anderen Ebene zu begegnen.

    Ich liebe meine Kinder auch über alles aber sie sind erwachsen und gehen ihren Weg. Durch mein Loslassen haben wir ein herzliches Verhältnis zueinander, ich käme nie auf die Idee ihnen Vorschriften zu machen oder ihnen etwas vorzujammern.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo pingi!

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    Alles Lügen! Ich wollte nicht raus weil ich Angst hatte!
    Angst, dass die Leute wieder reden, lästern, sich das Maul zerreissen.
    SO habe ich es erlebt, jahrelang. Und so empfinde ich es auch heute noch manchmal.

    Es gibt Tage da lässt mich das total kalt. "Na und? Lass den/die doch gucken! Mir egal"
    Aber jetzt nach der Trennung.... wenn ich jetzt raus muss, selbst zum einkaufen.... da geht das nicht mehr. Dann habe ich das Gefühl dass mich wirklich JEDER anguckt. Und dann: "was macht DIE denn für ein Gesicht?"
    Klar renn ich nach einer Trennung nicht mit einem lächeln durch die Gegend. Es tut weh! Egal ob nun co oder nicht co, alk oder nicht alk.

    Diese Gedanken kann ich nachvollziehen. Ich leide zwar nicht unter einer sozialen Phobie aber fühlte mich zeitweise so unwohl in meiner Haut dass ich vieles auf mich bezogen habe.

    Jeder Blick war da zuviel und schon fing es in meinem Kopf an zu arbeiten. Ich habe das meiste negativ verarbeitet, der guckt weil:

    "ich so traurig gucke"
    "weil ich nicht schlank und schön bin"
    "weil ich anders leben will als der Nachbar"
    "weil ich auf der Arbeit Fehler gemacht habe"
    "weil mich eh keiner leiden kann"

    usw.

    Nicht von alledem stimmte es war meine verzerrte Wahrnehmung der Dinge, ich fühlte mich klein und mies und hatte gar keinen Grund dazu.

    Den meisten Leuten ist es doch egal wie es dir geht, sie sind mit sich selbst beschäftigt oder wollen von sich ablenken um ihr eigenen Probleme nicht sehen zu müssen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo sunshine!

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    Also wird die Liebesnummer vorgezogen und evtl. auch noch die Verantwortlichkeitsnummer in Sachen "in guten wie in schlechten Tagen".

    Das Fatale ist bei der Sache dass der Co wirklich meint zu lieben, er denkt allen Ernstes es wäre Liebe sich so zu verhalten. Ändern wollen die Co's ja was - ihren Partner, sie verstehen nicht dass sie erst nach sich schauen müssen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo pingi!

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    Und nein, ich denke nicht dass meine Gedanken um ihn kreisen um von meinen eigenen Problemen abzulenken. Es ist eher so, dass meine eigenen Probleme nicht mehr da waren, als ich mit ihm zusammen war. Die kommen erst jetzt, nach der Trennung, wieder zum tragen.
    Wäre ich am 30.04. noch mit ihm zusammen gewesen, dann hätte ich ganz sicher nicht allein und traurig zuhause gesessen sondern wäre irgendwo unterwegs gewesen. Mit ihm!
    Aber das ist ja nun vorbei Weinen

    Ich denke schon dass deine Probleme auch da waren als du mit ihm zusammen warst, du warst einfach abgelenkt. Dafür waren doch viele andere Probleme da wie du selber geschrieben hast.

    Eine Partnerschaft mit einem Alkoholiker ist für mich das grösste Problem überhaupt, ich war zwar mit ihm zusammen aber total einsam an seiner Seite. Es gab nichts Gemeinsames mehr ausser dass wir zusammen gewohnt haben.

    Wenn du am 30. noch mit ihm zusammen gewesen wärst hättest du dich da total wohl gefühlt? Ich denke nicht denn er hätte das gemacht was er will und das scheint sein Suchtbedürfnis zu befriedigen zu sein.

    Nasse Alkoholiker reden und versprechen dir viel wenn der Tag lang ist und enttäuschen dich doch immer wieder.

    Ich habe mittlerweilen die Ansicht lieber alleine auf einer einsamen Insel als zu zweit mit einem nassen Partner, das ist die Hölle überhaupt.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Renate!

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    Sie ignorieren soweit es geht oder die Grenzen klarmachen, das ist eher die Frage.
    LG R..

    Sei DU selbst - die Renate die sehr viel geleistet hat in ihrem Leben und es nicht nötig hat sich so behandeln zu lassen.

    Ich mache es so, ich stehe da drüber, so oft treffe ich sie ja nicht. Wenn mir etwas nicht passt grenze ich mich ab ohne mich zu streiten.

    Kleinreden würde ich es nicht aber in Situationen handeln, es muss ja keine ewige Diskussion sein, ein zwei Sätze reichen oft.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Renate!

    Ich nage zum Glück nicht am Hungertuch aber käme nie auf die Idee mit materiellen Dingen rumzuprotzen. Ich lebe recht bescheiden und mein uraltes Auto fährt prima und tut seinen Dienst.

    Die Schwiegereltern meiner Tochter sind auch gut betucht aber das interessiert mich nicht. Ich gebe das was ich möchte und kann. Viel wichtiger ist mir das gute Verhältnis das ich mit meinen Kindern und mit meinem Schwiegersohn habe.

    Aber diese Frau ist einfach anders, sie möchte ein Statussymbol nach aussen. Was sich innerhalb ihrer Familie abspielt wird entweder vertuscht oder schöngeredet, Hauptsache man präsentiert.

    Brauche ich so etwas? Nein ich bestimmt nicht.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Renate!

    Das Ganze erinnert mich jetzt gerade fatal an die zukünftige Schwiegermutter meiner Tochter :shock: Ins Gesicht sehr freundlich und Küsschen hier und Küsschen da aber hintenrum erfahre ich dann Dinge die sie sich vollkommen aus den Fingern saugt :shock:

    Da unsere Kinder weit weg wohnen bot es sich an dass wir Mütter gemeinsam unsere Kinder besuchen fahren. Ich erlebe sie dann immer mehrere Tage und wir sind auch tagsüber zusammen unterwegs. Was sie dann abends manchmal für Stories erzählt, ich schlackere dann nur noch mit den Ohren und überlege mir ob ich da wirklich dabei war. :shock:

    So eine Verdrehung der Tatsachen und natürlich stellt sie sich immer in ein gutes Licht egal wie doof sie sich angestellt hat. :lol: Am Anfang hat mich das tierisch aufgeregt, mittlerweile denke ich mir wer so etwas nötig hat mit dem stimmt etwas nicht.

    Es ist halt so Freunde kann man sich aussuchen, Verwandte erträgt man. Die Gesellschaft ist oft so, schneller, höher, weiter. Ich spiele da schon länger nicht mehr mit und distanziere mich so gut es geht. Finden Familientreffen statt mache ich gute Miene zum bösen Spiel und verhalte mich auch eher oberflächlich.

    Es ist schade nicht offen und ehrlich sein zu können aber auf das Getratsche habe ich keine Lust mehr. Ich habe wenige gute Freundinnen mit denen ich auch in die Tiefe gehen kann und das reicht mir.

    Ich habe mich lange genug verbogen und angepasst.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo pingi!

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    Danke für deine Anwort, auch wenn das jetzt sehr seht weh getan hat. Alles nur Lug und Trug....
    Und doch.... es ist kein bewusstes und vorsätzliches Verhalten, oder???
    Bin jetzt grad total geschockt.

    Es war nicht meine Absicht dich zu schocken, aber so habe ich es erlebt, ich war 32 Jahre mit ihm verheiratet und davon hat er 10 Jahre massiv getrunken. Ich dachte auch oft es kann ihm doch nicht vollkommen egal sein dass alles den Bach runtergeht und ihm der Alkohol wichtiger ist, es war aber so.

    Er wird von der Sucht geleitet das ist ihm das Wichtigste überhaupt. Die Sucht verändert ihn so sehr dass es zum Lebensinhalt wird diese zu befriedigen oder andere Menschen zu manipulieren.


    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo pingi!

    Ich versuche jetzt mal alles etwas zu sortieren was du geschrieben hast.

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    Das hat bei mir wieder eines meiner grundlegenden Probleme aufgewühlt. Nämlich die Frage: "Bin ich es nicht wert? Habe ich was falsch gemacht?"

    Dass eher wenige Antworten kamen liegt sicher nicht daran dass du etwas falsch gemacht hast. Du hast einige deiner Probleme erkannt, es fehlt die Umsetzung etwas daran zu ändern. Da du aber wie du geschrieben hast dich demnächst in Behandlung begibst ist das ein sehr guter Weg deinem Leben Schritt für schritt eine Wendung zu geben.

    Das Gefühl der Wertlosigkeit hat mich auch viele Jahre meines Lebens begleitet. Ich fühlte mich nur etwas wert wenn ich viel geleistet habe und mir damit Anerkennung verdienen wollte.

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    Ich bin nicht der Mensch der einfach irgendwo allein hingehen kann. Ich komme mir da vor wie auf dem "Präsentierteller". So nach dem Motto: "Die hat wohl keinen abgekriegt"

    Gestern war nun überall Tanz in den Mai. Und ich? Ich sass hier zuhause. Allein

    Hast du keine Freundinnen mit denen du etwas unternehmen kannst? Ich bin von meinem Partner schon länger getrennt und fühle mich durchaus nicht alleine. Ich treffe mich mit Freundinnen, gehe zum Yoga, verreise mit anderen alleinstehenden Frauen, alleine fühlte ich mich eher mit meinem trinkenden Ehemann an meiner Seite.

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    Da ist immer noch diese Angst um ihn und vor allem die Angst, dass er mich wirklich nur "ausgenutzt" hat. Hat er das? War da wirklich nichts anderes?

    Er ist alkoholkrank und "duldet" dich nur so lange wie du nützlich für ihn bist. Du schreibst doch selber dass du ständig fahren musstest oder der S** mit ihm eher lieblos war. Als du über seinen Konsum mit ihm reden wolltest hat er dich schnell fallen lassen, du warst ihm nicht mehr nützlich. Er hat nicht einmal zu dir gesagt dass er sich ändern möchte und schon gar nicht dir zuliebe.

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    Aber bei einem Deltatrinker... irgendwas streubt sich da noch in mir das so zu sehen.
    Ist wahrscheinlich Selbstschutz, dieses nicht wahr haben wollen, dass ich ihm egal bin.
    Aber woher soll ich denn überhaupt wissen, ob ich ihm egal bin?

    Ich denke nicht dass es da gravierende Unterschiede im Verhalten gibt ob er nun Delta-Trinker ist, er ist auch süchtig wie andere Trinktypen. Dass ihm der Alkohol wichtiger ist merkst du doch an seinem Verhalten dir gegenüber, wieviele Beweise brauchst du noch?


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    Habe ich es mir zu einfach gemacht indem ich immer sagte, er kann ja nichts dafür dass er sich so verhält? Es ist die Sucht, die ihn zwingt? Er kann keine Gefühle mehr spüren oder leben weil der Alkohol ihm diese genommen hat?
    Ich weiss es einfach nicht!

    Er kann nichts dafür dass er krank ist du aber auch nicht du bist nicht für seine Krankheit zuständig und kannst ihn nicht retten. Du kannst nur deine Baustellen bearbeiten damit es dir wieder besser geht.

    Oft verändert sich dadurch die Sichtweise so sehr dass so ein Partner gar nicht mehr in Frage kommt. Ein Partner der es ernst mit dir meint würde dich nie so behandeln und du würdest niemals so einen Partner aussuchen weil du dir zu schade dafür bist.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo caro!

    Leider ist es so niemand kann deine Mutter zwingen ins Heim zu gehen so lange sie noch in der Lage ist Entscheidungen zu treffen.

    Die einzige Möglichkeit die bleibt ist sie zusammen mit dem Sozialarbeiter zu überreden.

    Es klingt jetzt vielleicht hart aber bleibe bei deinem Standpunkt, du kannst nicht mehr und basta.

    Vielleicht kann man sie ja zu einer Kurzzeitpflege überreden damit du erstmals Kraft schöpfen kannst. Ich würde sie mal ganz konkret fragen wie sie sich das Leben zu Hause vorstellt.

    Das ist jetzt vielleicht kein Trost für dich aber es gibt viele alte Leute die sich so wie deine Mutter verhalten. Sie sehen nur noch ihre eigenen Bedürfnisse.

    Viel Kraft
    und liebe Grüsse

    Speranza

    Hallo hurts!

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    du hast recht, ich habe keinen Einfluss auf ihr Trinkverhalten. Gerade habe ich einen totalen Tiefpunkt, kann sie den Mist nicht einfach lassen !

    Deine Partnerin ist schwer suchtkrank, sie kann nicht einfach aufhören zu trinken und alles ist wieder gut. Sie kann es nur schaffen wenn sie ihr Leben umkrempelt und lernt ihre Probleme anders zu bewältigen, das ist harte Arbeit.

    Das kann sie nur ganz alleine machen, du spielst da erstmals keine Rolle, du kannst dich nur für dich starkmachen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Linde!

    Ich mache mal den Anfang, ich kehre aber zu dem Zeitpunkt zurück als ich hier anfing zu schreiben.

    Ich habe damals gar nichts erkannt was zu Punkt 4 gehört. Ich war zwar schon getrennt aber das geschah aus Selbsterhaltungstrieb. Er war für mich der Böse der mit seiner Trinkerei alles kaputt gemacht hat.

    Beruflich habe ich einige Menschen gesehen die einen alkoholkranken Partner hatten. Der Begriff "co-abhängig" wird dabei eher selten gebraucht, eher die Folgen die daraus entstehen können wie z. B. Depressionen bis hin zum Suizidversuch.

    Ich sah diese Menschen und zog trotzdem keine Parallelen zu mir, vielmehr dachte ich desöfteren "wie kann man nur immer wieder zu so einem trinkenden Partner zurückgehen. Wie kann man sich mehrmals krankenhausreif prügeln lassen und nicht reagieren?"

    Ich habe mir dann immer alles schöngeredet, ich habe bei mir nie die psychische Misshandlung wahrhaben wollen, mir die Schuld gegeben und gleichzeitig eine Stinkwut auf ihn gehabt.

    Er war für mich der Schlüssel dazu dass unsere Beziehung wieder funktionieren sollte, er sollte doch endlich aufhören zu trinken. Ich konnte und wollte mich einfach nicht damit abfinden, ich war doch die grosse Kämpferin es musste mir doch gelingen dass er aufhört und alles wird wieder gut.

    Als ich hier ankam fing ich an zu lesen und staunte erstmals. Mit einigen Dingen war ich absolut nicht einverstanden. Ich las viel und dachte viel über mich nach, monatelang.

    Meine Erkenntnis war dass ich zwar nicht dafür kann dass er trinkt aber wohl dafür kann dass ich in diesem Zustand verharrt habe, dass ich nicht ein armes Opfer bin denn er hat mich ja nicht eingesperrt, ich hätte ja gehen können.

    Ich spreche nur mit einer Arbeitskollegin über meine Co-Abhängigkeit, sie hat Ähnliches erlebt und wir können uns gut austauschen und sind mittlerweilen befreundet.

    Mittlerweilen sind mir ganze Lichterketten aufgegangen was Co-Abhängigkeit angeht und ich erkenne viele Fallen. Manchmal werden durch eine bestimmte Situation Flashbacks ausgelöst aber damit kann ich umgehen.

    Ich muss mir nur immer wieder sagen dass es an mir liegt was ich zulasse und toleriere.

    Uff das war aber jetzt lang :wink:

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Inwen!

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    Die Beiden haben offensichtlich sehr viel Spaß miteinander.

    Die Kind-Vater Beziehung und die Beziehung zwischen euch beiden sind zwei verschiedene Dinge. Es stellt sich die Frage ob du deswegen weiterhin in einer Beziehung bleiben möchtest die für dich so unbefriedigend ist.

    Auf Dauer wird das nicht funktionieren, denn das Kind merkt irgendwann dass sich Mama und Papa nicht mehr lieb haben. Die Atmosphäre wird immer gespannter denn auf Dauer heile Welt zu spielen schafft niemand.

    Dein Mann wird immer der Vater bleiben aber ob du weiterhin seine Frau bleiben möchtest musst du für dich entscheiden.

    Leider hält ihn ja auch die schöne Beziehung zu seinem Kind nicht davon ab zu trinken.

    Viel Glück und
    liebe Grüsse

    Speranza