Beiträge von Marie04

    Hallo Jonas!

    Zitat

    Du hast viele Aufnehmegespräche mit psychisch Kranken geführt, interessierst dich aber nicht für die Ursachen der Erkrankung, für das "Warum". Dieser Ansatz ist mir ganz neu.

    Natürlich interessiere ich mich für die Ursache und was dahintersteckt aber ich kann nur vermuten und es ist nicht meine Aufgabe das zu hinterfragen das gehört in die Hände des Arztes oder Psychologen.

    Meine Aufgabe ist es den Behandlungsplan (der sehr verschieden sein kann) des Arztes oder Psychologen einzuhalten, den psychisch Kranken zu beobachten und ihm zuzuhören und gegebenenfalls einzuschreiten.

    Natürlich mache ich mir bereits beim Aufnahmegespräch meine Gedanken und ziehe auch Schlüsse daraus. Aber ich wäre nie so vermessen zu sagen dass jemand ein Neurotiker ist weil er seit der Kindheit Ängste hat zurückgewiesen zu werden.


    Zitat

    Die Angst vor Zurückweisung begleitet die Foristin nach eigenen Angaben schon seit ihrer Schulzeit, vielleicht schon viel länger. Hier wären analytisch orientierte Einzelgespräche mit einem Fachmann, der möglichst eine Lehranalyse absolviert haben sollte, indiziert.

    Zitat

    Die ständige Angst zurückgewiesen zu werden deutet auf eine Neurose hin.

    Das sind für mich keine Vermutungen sondern klare Aussagen. Ich hatte mich deswegen eingemischt weil ich es eben für fatal halte anderen die man nicht kennt so etwas zu schreiben.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Nancy!


    Zitat

    die frage die mir gerade stelle : War dieser Mist wirklich nötig für meine Lebensentwicklung? Warum diese lange Zeit?
    Nun , und heute fühle immer noch teilweise co. naja, aber es tut sich was.

    Das frage ich mich auch öfters musste ich wirklich so einen Leidensweg ertragen um mich zu ändern? Manchmal denke ich von mir "was warst du doch blöd das alles zuzulassen".

    Ich tröste mich dann damit dass auch ich einfach krank war/bin und das nicht erkannt habe. Co fühle ich mich auch noch und verhalte mich auch so aber ich merke es viel schneller und kann dann gegensteuern.

    Das ist das Wichtigste überhaupt :)

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Jonas!

    Zitat

    Speranza hat Folgendes geschrieben:

    Ob es jetzt unbedingt neurotisch ist sich so zu verhalten sei mal dahingestellt das festzustellen gehört in die Hände eines Fachmannes.

    Guten Morgen, Sperenza,

    unbedingt. Die Angst vor Zurückweisung begleitet die Foristin nach eigenen Angaben schon seit ihrer Schulzeit, vielleicht schon viel länger. Hier wären analytisch orientierte Einzelgespräche mit einem Fachmann, der möglichst eine Lehranalyse absolviert haben sollte, indiziert. Es wäre sonst nicht ausgeschlossen, dass die nächste Beziehung einen ähnlichen Verlauf nimmt, auch wenn der Partner nur übermäßig viel Tütensuppen trinkt.

    LG Jonas

    Ich schreibe jetzt lieber in deinem Thread weiter ich möchte Uschis Thread nicht "zerschiessen". Was mich jetzt mal brennend interessieren würde wie du zu deinen psychologischen Einschätzungen kommst und dann auch direkt eine Behandlungsmethode vorschlägst.

    Ich habe schon viele Aufnahmegespräche mit psychisch Kranken geführt und kann nach diesen Gesprächen nur vermuten was dem Betreffenden fehlt. Um hinter die Fassade zu schauen bedarf es viel mehr als zwischen den Zeilen zu lesen.

    Natürlich hat Co-Abhängigkeit nicht nur mit alkoholkrankem Partner zu tun die Störung ist beliebig ausweitbar auf alle Lebensbereiche.

    Aber nicht jeder ist neurotisch oder hat grosse Defizite in der Kindheit erlebt.
    Für mich reicht es mein Fehlverhalten zu erkennen und daran zu arbeiten.

    Auf weiteres würde ich mich nie einlassen denn in der Vergangenheit rumzusuchen und ewig nach dem "Warum" zu fragen würde mich nicht weiterbringen. Ich schaue nach vorne und lebe im Heute und Jetzt und arbeite in der Gegenwart an mir.

    Aber ich spreche ja für mich und jeder Mensch ist anders. Fatal finde ich es nur anderen Menschen die hier ein paar wenige Beiträge schreiben Diagnosen zu stellen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo c2h5oh!

    Zitat

    Menschen brauchen aber beides: Zusammensein und Getrenntsein (Symbiose und Separation). Für eine Beziehung ist es wichtig, das "Mein", "Dein" und "Unser" zu respektieren.

    Vollkommen richtig deswegen ist auch die Konstellation nasser Alkoholiker/Co-abhängiger so fatal. Keiner von Beiden ist in der Lage
    "Mein", "Dein" und "Unser" einzuhalten.

    Sie nehmen sich beide die Luft zum Atmen weil sie sich beide grenzüberschreitend verhalten.

    Ob es jetzt unbedingt neurotisch ist sich so zu verhalten sei mal dahingestellt das festzustellen gehört in die Hände eines Fachmannes.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Uschi!

    Zitat

    - edit - hmm ich muss von dem gedanken weg kommen es muss mir egal sein...

    Ein nasser Alkoholiker ist nicht beziehungfähig er ist vielleicht am Anfang nett, lieb und zärtlich das hat aber mit Liebe eher weinger zu tun denn oft zeigt er schnell sein wahres Gesicht wenn er denkt er hätte dich am Wickel.

    Nasse Alkoholiker suchen sich oft solche Partnerinnen aus denn eine "normale" Frau würde ihm recht schnell den Laufpass geben wenn sie merkt was los ist.

    Mein Mann tönt auch immer rum welche Chancen er noch hat aber mir ist das sowas von egal, ich gönne ihm alles Gute, soll sich meinetwegen jemand suchen. :lol:

    Mich kränkt das nicht mehr denn im Grunde ist er ein kranker Mensch mit vielen Defiziten und merkt es selber nichtmal.

    Also Kopf hoch das Leben hat viel Besseres zu bieten als so eine kranke Beziehung. :)

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Guten Abend!

    Heute hatte ich mal einen ganz faulen Tag ich bin nur rumgehangen habe viel hier gelesen und mich mit einem Buch auf die Couch gekuschelt. Ich lese gerade "Die Tore der Welt" es ist sehr gut geschrieben und von der Thematik her spricht es mich sehr an.

    Mir macht das Wetter zu schaffen, ich friere ständig und hatte keine Lust mich aus dem Haus zu begeben. Das Besondere daran ist eigentlich dass ich das tun konnte ohne schlechtes Gewissen zu empfinden.

    Ich habe nicht gedacht: Du musst aber dies und jenes erledigen sondern einfach meine Auszeit genossen. Das ist für mich auch etwas was ich noch richtig üben muss.

    Viele Jahre dachte ich immer es steht jemand hinter mir und treibt mich an und sagt "Sei nicht so faul" aber dieser Jemand war ich selber und niemand sonst.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Lindi!

    Ich wollte schon als kleines Mädchen Kinder haben und habe mit Begeisterung auf die Kinder meiner grossen Schwester aufgepasst.

    Meine Kinder waren beide geplant und ich fühle immer noch diese tiefe Freude in mir als sie gesund auf die Welt kamen.

    Ich hätte auch ein Kind adoptiert wenn es mit eigenen Kindern nicht geklappt hätte, da war meine Beziehung auch noch intakt.

    Was ich dir noch sagen wollte es geht mir wie dir ich sitze auch noch im gemeinsamen Domizil fest wenn auch in abgetrennten Wohnbereichen.

    Leider ist einiges schiefgelaufen beim Häuschen renovieren und ich muss noch etwas Geduld haben. :roll:

    Dass du ohne dein Pferd nicht gehen möchtest verstehe ich sehr gut, da gibt es bestimmt auch bald eine Lösung. Hauptsache wir verlieren unser Ziel nicht aus den Augen. :)

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Uschi!

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    und da muss ich zzt durch weil xy die oberhand hat. er hat den kontakt abgebrochrn und ich muss es akzeptieren.

    Er hat keineswegs die Oberhand über dich das erscheint dir momentan nur so. Nasse Alkoholiker ticken einfach so die Sucht steht an oberster Stelle und erst weit danach kommt etwas anderes. Im Grunde sind ihm andere Menschen nur so lange wichtig wenn sie einen Nutzen daraus ziehen können sei es einfach ihre Launen an ihnen auszulassen oder ihnen die Schuld an ihrer Trinkerei zu geben.

    Selbst wenn man alles für sie macht finden sie immer noch etwas zum Meckern oder gehen einfach und suchen sich eine andere die ihre Spielchen mitmacht.

    Zurück bleiben wir Co-Abhängige die die Welt nicht mehr verstehen können und mal wieder sich für alles den Schuh anziehen wollen.

    Ich bin auch eher ein harmoniebedürftiger Mensch und konnte früher mit Ablehnung sehr schlecht umgehen da ich dann immer an mir gezweifelt habe.

    Es ist einfach so dass man nicht Everybodies Darling sein kann das möchte ich auch gar nicht mehr. Mir reicht es mich im Alltagsleben höflich und fair zu benehmen und mich abzugrenzen, ich muss niemanden überzeugen dass ich nett bin.

    Ich nehme mir auch das Recht heraus andere Leute abzulehnen die mir nicht liegen. Früher hätte ich sie überzeugen wollen mich zu mögen.

    Du siehst es vielleicht noch nicht so aber dein xy hat dir einen grossen Dienst erwiesen als er gegangen ist denn dadurch ist dir richtig klar geworden dass du etwas bei dir ändern musst.

    Das dauert seine Zeit, ich habe fast 10 Jahre gebraucht um da zu sein wo ich jetzt bin.

    Alles Liebe und gute wünsche ich dir

    Speranza

    Hallo!

    Am Anfang waren es eher negative Gefühle die mir geholfen haben da rauszukommen, es war eine unheimliche Wut auf meinen Partner der mich so mit seiner Sucht tyrannisierte dass es mir total schlecht ging.

    Ich dachte nur "es reicht" :!: ich lasse mir mein restliches Leben nicht so versauen. Der Gedanke dass auch ich Schuld daran trage da ich es ja geschehen lasse kam mir lange nicht.

    Schon lange bevor ich die Trennung aussprach hatte ich gedanklich schon mein neues Leben geplant. Ich merkte wie absurd es eigentlich war zu denken ich sei nicht in der Lage mein Leben alleine zu gestalten.

    Da ich mich im Leben ausserhalb der Beziehung relativ gut abgrenzen kann ist es für mich gar nicht so schwierig NEIN zu sagen wenn ich etwas nicht möchte.

    Ich wollte auch noch nie die ganze Welt retten und habe auch kein schlechtes Gewissen deswegen.

    Ich helfe zwar gerne aber nur dann wenn ich mich nicht überfordert fühle, Bequemlichkeit von anderen Menschen unterstütze ich aber nicht. Ich höre mir auch keine Leidensgeschichten an die sich ständig im Kreis drehen.

    Jetzt möchte ich erstmals ganz alleine die Schönheiten dieser Welt wieder neu entdecken ohne auf irgendjemanden Rücksicht zu nehmen. Ich habe vielfältige Interessen und keine Angst vor dem Alleinsein.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hepzibah!


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    und letztendlich ist er für seine gesundheit und was er aus seinem leben macht selbst verantwortlich...

    So ist es denn er ist ein erwachsener Mensch und kann jederzeit fachärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

    Zitat

    nur ich möchte dabei nicht mehr zugucken...wenn er sich irgendwann totgesoffen hat

    Eben das wollte ich auch nicht und es ist mir klar geworden dass er weitetrinken wird ob ich da bin oder nicht und ich es nicht beeeinflussen kann. Helfen kann man nur wenn der andere die Hilfe annimmt.

    Du kannst dir nur selber helfen dass es dir wieder besser geht und du hast heute NEIN gesagt. Es fällt dir noch schwer aber je öfter man NEIN sagt umso besser klappt es.

    Zitat

    vieleicht habe ich die ganze zeit ja auch nur liebe mit mitleid verwechselt...

    Das ging mir in den letzten Jahren meiner Beziehung auch so es war ganz bestimmt keine Liebe, was es eigentlich war kann ich so genau selber nicht sagen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo sarawen!

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    Mittlerweile wurde mir ein Helfersyndrom bestätigt und auch Beziehungssucht .... "meine Herren- was habe ich denn nun?!"

    Im Grunde ist es doch egal was du hast, Hauptsache du hast erkannt dass etwas total schief läuft und arbeitest daran, nur das zählt.

    Ich habe gar keine offizielle Diagnose ausser Depressionen ist mir auch wurscht was das Kind für einen Namen hat. :lol:

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hepzibah!


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    ich selber kann nur für mich sprechen...wenn mein partner nichts trinken würde und mich so dermaßen schlecht behandeln würde dann würde ich nicht lange fackeln und wäre schneller von dem weg wie man gucken kann.....
    aber das er ja trinkt schiebe ich persönlich halt vieles auf den alkohol und habe halt immer das bedürfnis ihm helfen zu müssen...da spielt auch ne gehörige portion mitleid eine rolle....

    Da hätte ich eine Frage an dich wie stufst du dein eigenes Verhalten ein? Findest du es normal ihm so viel zu helfen und sich so schlecht behandeln zu lassen?

    Möchtest du dass er aufhört zu trinken und alles ist wieder gut? Denkst du wenn er nicht trinken würde wäre er nett und zuvorkommend?

    Für mich macht es keinen Unterschied ob jemand trinkt und den Partner schlecht behandelt oder nicht trinkt und "die Sau rauslässt".

    Du brauchst auch mit ihm kein Mitleid zu haben denn er ist nicht gezwungen worden sich das Zeug reinzuschütten.

    Ich verstehe dich gut denn ich war auch in so einer Situation wenn auch nicht so krass wie du es beschreibst, ich hatte schon viel früher die Nase voll.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo dorothea!

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    aber beziehungssucht mit co vergleichen klappt nicht so ganz, da liegen einfach andere strukturen zu grunde, weshalb wir dabei hier dann auch nicht weiter kommen.

    Das sehe ich auch so denn es muss nicht immer eine Beziehungssucht sondern könnte auch ein starkes Helfersyndrom sein.

    Was letztendlich dahintersteckt können wir Laien nicht wissen sondern nur vermuten. Natürlich ist Co-Verhalten eine ausgeprägte Störung und gehört meistens in die Hände eines Psychologen da eine Verhaltenstherapie oft der einzige Weg ist sich daraus zu befreien.

    Fakt ist dass es meist ohne Trennung gar nicht geht und dass es damit aber nicht getan ist sondern man viel an sich arbeiten muss um nicht in den nächsten Schlamassel zu rutschen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallöchen!

    Ich finde ohne emotionale Trennung ist es nicht möglich sich auch räumlich zu trennen. Solange ich noch einen Funken Gefühl für meinen Partner hatte war ich nicht in der Lage mich auf den Weg zu machen.

    Es war keine Liebe mehr sondern das Gefühl ihm doch helfen zu müssen da er sonst vor die Hunde gehen würde. Ich konnte gar nicht mehr klar denken und es drehte sich alles nur darum.

    Momentan wohne ich noch im gemeinsamen Haus aber habe mich räumlich abgegrenzt. Das funktioniert und ich käme nie auf den Gedanken einen Schritt zurück zu tun.

    Ich lebe mein eigenes Leben mit allem was dazugehört.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Jonas!

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    Gleichwohl kommt der Beziehungsabhängige doch nicht weiter, wenn er in einer Sackgasse (falsch angenommene Co-Abhängigkeit) unterwegs ist. Und umgekehrt ist es für den Co-Abhängigen wenig hilfreich, wenn er von Beziehungsabhängigen naturgemäß nicht angemessen beraten wird.

    Da gebe ich dir vollkommen recht das wäre genauso als wenn sich nasse Alkoholiker austauschen würden das ginge zu einem hohen Prozentsatz schief.

    Hier sehe ich es bei den Co-Abhängigen so dass klare Worte durchaus angebracht sind um ihn erstmals aufzurütteln. Wenn sich jemand dann gekränkt zurückzieht ist er noch nicht soweit ernsthaft etwas an SICH verändern zu wollen.

    Viele denken einfach wenn man den Partner verändern bzw. trocken "legen" würde wäre alles wieder gut und damit wäre es getan.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Jonas!

    Jetzt antworte ich dir hier weil im anderen Thread wollte ich dir nicht mehr schreiben.

    Zitat

    An dieser Stelle könntet ihr m.E. vorsortieren oder Empfehlungen aussprechen. Dazu müsste eventuell ein neues Subforum "Beziehungs-Abhängigkeit" eingerichtet werden, denn die (Alkohol-)Sucht des anderen spielt hier keine oder nur eine marginale Rolle, es liegt keine Co-Abhängigkeit vor.

    Meines Erachtens ist es schwierig zu sagen wer nun ein richtiger Co-Abhängiger ist und wer nicht denn das Krankheitsbild kann sehr ausgeprägt sein.

    Co-Abhängige können sich in nur bestimmten Bereichen fehlverhalten zum Beispiel in einer Partnerschaft bis hin zur Hörigkeit , es kann sich aber auch auf das gesamte Leben ausweiten.

    Ich habe in den letzten Monaten kaum geschrieben denn ich war mit meinem eigenen Leben sehr beschäftigt. Ich brauchte auch einfach eine Pause weil ich selber merkte dass es mir zuviel wurde wenn jemand sich zwar ständig beklagt aber doch nichts umsetzt.

    Mir war auch lange einfach nicht klar dass auch ich Schuld an der Misere trage, schuld in dem Sinne dass ich nie klar Stellung bezogen habe sondern zwar immer gelabert, geschimpft und gedroht habe aber inkonsequent blieb.

    Den Weg da heraus habe ich ganz alleine geschafft weil ich das Gefühl hatte zugrunde zu gehen und das ist mir kein anderer Mensch auf dieser Welt wert.

    Was wirklich mit mir los war dass ich co-abhängig bin habe ich erst hier erkannt und darüber bin ich sehr dankbar.

    Ich arbeite jetzt genauso an meiner "Trockenheit" wie du das heisst mir soll so etwas nie wieder passieren. Das sollte eigentlich das Ziel sein, für mich zumindest.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo hepzibah!

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    dann kommt so einer und zieht mich noch mehr runter und schreibt ich hätte selber schuld weil mich ja niemand mit vorgehaltener pistole zwingt zu ihm in die wohnung zu gehen....

    Der "so einer" hat schwer an sich gearbeitet um heute so da zu stehen nämlich als trockener Alkoholiker. Das erfordert viel Arbeit an sich selbst anders geht es gar nicht, er hat meinen vollen Respekt, denn auch er ist krank.

    Ich verstehe auch deine Situation aber es ist wirklich so dass dich niemand zwingt solche Dinge zu tun. Vielleicht wäre es mal gut darüber nachzudenken warum das so ist.


    Zitat

    ich werde hier zu hause schon genug runtergemacht und mir wird hier zu hause auch für alles die schuld zugeschoben

    Das kenne ich nur zu gut ich wars auch immer schuld zumindest sagte ER das immer. Was natürlich Blödsinn ist denn ich bin nicht für ihn verantwortlich.

    Jedem kann es passieren dass er so einen Menschen kennenlernt aber nicht jeder lässt so etwas mit sich machen. Die meisten würden fluchtartig die Szene verlassen. Wir sind da anders, wir dulden, wir leiden, wir lassen es uns gefallen.

    Wichtig ist zu erkennen warum wir so handeln. Was hält uns zurück so einem Menschen einfach den Laufpass zu geben?

    Warum sind wir es uns nicht wert anständig und mit Respekt behandelt zu werden?

    Nur WIR können es stoppen und etwas Besseres aus unserem Leben machen.

    Liebe Grüsse
    Speranza