Beiträge von Marie04

    Guten Abend!

    Heute hatte ich mal einen ganz faulen Tag ich bin nur rumgehangen habe viel hier gelesen und mich mit einem Buch auf die Couch gekuschelt. Ich lese gerade "Die Tore der Welt" es ist sehr gut geschrieben und von der Thematik her spricht es mich sehr an.

    Mir macht das Wetter zu schaffen, ich friere ständig und hatte keine Lust mich aus dem Haus zu begeben. Das Besondere daran ist eigentlich dass ich das tun konnte ohne schlechtes Gewissen zu empfinden.

    Ich habe nicht gedacht: Du musst aber dies und jenes erledigen sondern einfach meine Auszeit genossen. Das ist für mich auch etwas was ich noch richtig üben muss.

    Viele Jahre dachte ich immer es steht jemand hinter mir und treibt mich an und sagt "Sei nicht so faul" aber dieser Jemand war ich selber und niemand sonst.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Lindi!

    Ich wollte schon als kleines Mädchen Kinder haben und habe mit Begeisterung auf die Kinder meiner grossen Schwester aufgepasst.

    Meine Kinder waren beide geplant und ich fühle immer noch diese tiefe Freude in mir als sie gesund auf die Welt kamen.

    Ich hätte auch ein Kind adoptiert wenn es mit eigenen Kindern nicht geklappt hätte, da war meine Beziehung auch noch intakt.

    Was ich dir noch sagen wollte es geht mir wie dir ich sitze auch noch im gemeinsamen Domizil fest wenn auch in abgetrennten Wohnbereichen.

    Leider ist einiges schiefgelaufen beim Häuschen renovieren und ich muss noch etwas Geduld haben. :roll:

    Dass du ohne dein Pferd nicht gehen möchtest verstehe ich sehr gut, da gibt es bestimmt auch bald eine Lösung. Hauptsache wir verlieren unser Ziel nicht aus den Augen. :)

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Uschi!

    Zitat

    und da muss ich zzt durch weil xy die oberhand hat. er hat den kontakt abgebrochrn und ich muss es akzeptieren.

    Er hat keineswegs die Oberhand über dich das erscheint dir momentan nur so. Nasse Alkoholiker ticken einfach so die Sucht steht an oberster Stelle und erst weit danach kommt etwas anderes. Im Grunde sind ihm andere Menschen nur so lange wichtig wenn sie einen Nutzen daraus ziehen können sei es einfach ihre Launen an ihnen auszulassen oder ihnen die Schuld an ihrer Trinkerei zu geben.

    Selbst wenn man alles für sie macht finden sie immer noch etwas zum Meckern oder gehen einfach und suchen sich eine andere die ihre Spielchen mitmacht.

    Zurück bleiben wir Co-Abhängige die die Welt nicht mehr verstehen können und mal wieder sich für alles den Schuh anziehen wollen.

    Ich bin auch eher ein harmoniebedürftiger Mensch und konnte früher mit Ablehnung sehr schlecht umgehen da ich dann immer an mir gezweifelt habe.

    Es ist einfach so dass man nicht Everybodies Darling sein kann das möchte ich auch gar nicht mehr. Mir reicht es mich im Alltagsleben höflich und fair zu benehmen und mich abzugrenzen, ich muss niemanden überzeugen dass ich nett bin.

    Ich nehme mir auch das Recht heraus andere Leute abzulehnen die mir nicht liegen. Früher hätte ich sie überzeugen wollen mich zu mögen.

    Du siehst es vielleicht noch nicht so aber dein xy hat dir einen grossen Dienst erwiesen als er gegangen ist denn dadurch ist dir richtig klar geworden dass du etwas bei dir ändern musst.

    Das dauert seine Zeit, ich habe fast 10 Jahre gebraucht um da zu sein wo ich jetzt bin.

    Alles Liebe und gute wünsche ich dir

    Speranza

    Hallo!

    Am Anfang waren es eher negative Gefühle die mir geholfen haben da rauszukommen, es war eine unheimliche Wut auf meinen Partner der mich so mit seiner Sucht tyrannisierte dass es mir total schlecht ging.

    Ich dachte nur "es reicht" :!: ich lasse mir mein restliches Leben nicht so versauen. Der Gedanke dass auch ich Schuld daran trage da ich es ja geschehen lasse kam mir lange nicht.

    Schon lange bevor ich die Trennung aussprach hatte ich gedanklich schon mein neues Leben geplant. Ich merkte wie absurd es eigentlich war zu denken ich sei nicht in der Lage mein Leben alleine zu gestalten.

    Da ich mich im Leben ausserhalb der Beziehung relativ gut abgrenzen kann ist es für mich gar nicht so schwierig NEIN zu sagen wenn ich etwas nicht möchte.

    Ich wollte auch noch nie die ganze Welt retten und habe auch kein schlechtes Gewissen deswegen.

    Ich helfe zwar gerne aber nur dann wenn ich mich nicht überfordert fühle, Bequemlichkeit von anderen Menschen unterstütze ich aber nicht. Ich höre mir auch keine Leidensgeschichten an die sich ständig im Kreis drehen.

    Jetzt möchte ich erstmals ganz alleine die Schönheiten dieser Welt wieder neu entdecken ohne auf irgendjemanden Rücksicht zu nehmen. Ich habe vielfältige Interessen und keine Angst vor dem Alleinsein.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hepzibah!


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    und letztendlich ist er für seine gesundheit und was er aus seinem leben macht selbst verantwortlich...

    So ist es denn er ist ein erwachsener Mensch und kann jederzeit fachärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

    Zitat

    nur ich möchte dabei nicht mehr zugucken...wenn er sich irgendwann totgesoffen hat

    Eben das wollte ich auch nicht und es ist mir klar geworden dass er weitetrinken wird ob ich da bin oder nicht und ich es nicht beeeinflussen kann. Helfen kann man nur wenn der andere die Hilfe annimmt.

    Du kannst dir nur selber helfen dass es dir wieder besser geht und du hast heute NEIN gesagt. Es fällt dir noch schwer aber je öfter man NEIN sagt umso besser klappt es.

    Zitat

    vieleicht habe ich die ganze zeit ja auch nur liebe mit mitleid verwechselt...

    Das ging mir in den letzten Jahren meiner Beziehung auch so es war ganz bestimmt keine Liebe, was es eigentlich war kann ich so genau selber nicht sagen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo sarawen!

    Zitat

    Mittlerweile wurde mir ein Helfersyndrom bestätigt und auch Beziehungssucht .... "meine Herren- was habe ich denn nun?!"

    Im Grunde ist es doch egal was du hast, Hauptsache du hast erkannt dass etwas total schief läuft und arbeitest daran, nur das zählt.

    Ich habe gar keine offizielle Diagnose ausser Depressionen ist mir auch wurscht was das Kind für einen Namen hat. :lol:

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hepzibah!


    Zitat

    ich selber kann nur für mich sprechen...wenn mein partner nichts trinken würde und mich so dermaßen schlecht behandeln würde dann würde ich nicht lange fackeln und wäre schneller von dem weg wie man gucken kann.....
    aber das er ja trinkt schiebe ich persönlich halt vieles auf den alkohol und habe halt immer das bedürfnis ihm helfen zu müssen...da spielt auch ne gehörige portion mitleid eine rolle....

    Da hätte ich eine Frage an dich wie stufst du dein eigenes Verhalten ein? Findest du es normal ihm so viel zu helfen und sich so schlecht behandeln zu lassen?

    Möchtest du dass er aufhört zu trinken und alles ist wieder gut? Denkst du wenn er nicht trinken würde wäre er nett und zuvorkommend?

    Für mich macht es keinen Unterschied ob jemand trinkt und den Partner schlecht behandelt oder nicht trinkt und "die Sau rauslässt".

    Du brauchst auch mit ihm kein Mitleid zu haben denn er ist nicht gezwungen worden sich das Zeug reinzuschütten.

    Ich verstehe dich gut denn ich war auch in so einer Situation wenn auch nicht so krass wie du es beschreibst, ich hatte schon viel früher die Nase voll.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo dorothea!

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    aber beziehungssucht mit co vergleichen klappt nicht so ganz, da liegen einfach andere strukturen zu grunde, weshalb wir dabei hier dann auch nicht weiter kommen.

    Das sehe ich auch so denn es muss nicht immer eine Beziehungssucht sondern könnte auch ein starkes Helfersyndrom sein.

    Was letztendlich dahintersteckt können wir Laien nicht wissen sondern nur vermuten. Natürlich ist Co-Verhalten eine ausgeprägte Störung und gehört meistens in die Hände eines Psychologen da eine Verhaltenstherapie oft der einzige Weg ist sich daraus zu befreien.

    Fakt ist dass es meist ohne Trennung gar nicht geht und dass es damit aber nicht getan ist sondern man viel an sich arbeiten muss um nicht in den nächsten Schlamassel zu rutschen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallöchen!

    Ich finde ohne emotionale Trennung ist es nicht möglich sich auch räumlich zu trennen. Solange ich noch einen Funken Gefühl für meinen Partner hatte war ich nicht in der Lage mich auf den Weg zu machen.

    Es war keine Liebe mehr sondern das Gefühl ihm doch helfen zu müssen da er sonst vor die Hunde gehen würde. Ich konnte gar nicht mehr klar denken und es drehte sich alles nur darum.

    Momentan wohne ich noch im gemeinsamen Haus aber habe mich räumlich abgegrenzt. Das funktioniert und ich käme nie auf den Gedanken einen Schritt zurück zu tun.

    Ich lebe mein eigenes Leben mit allem was dazugehört.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Jonas!

    Zitat

    Gleichwohl kommt der Beziehungsabhängige doch nicht weiter, wenn er in einer Sackgasse (falsch angenommene Co-Abhängigkeit) unterwegs ist. Und umgekehrt ist es für den Co-Abhängigen wenig hilfreich, wenn er von Beziehungsabhängigen naturgemäß nicht angemessen beraten wird.

    Da gebe ich dir vollkommen recht das wäre genauso als wenn sich nasse Alkoholiker austauschen würden das ginge zu einem hohen Prozentsatz schief.

    Hier sehe ich es bei den Co-Abhängigen so dass klare Worte durchaus angebracht sind um ihn erstmals aufzurütteln. Wenn sich jemand dann gekränkt zurückzieht ist er noch nicht soweit ernsthaft etwas an SICH verändern zu wollen.

    Viele denken einfach wenn man den Partner verändern bzw. trocken "legen" würde wäre alles wieder gut und damit wäre es getan.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Jonas!

    Jetzt antworte ich dir hier weil im anderen Thread wollte ich dir nicht mehr schreiben.

    Zitat

    An dieser Stelle könntet ihr m.E. vorsortieren oder Empfehlungen aussprechen. Dazu müsste eventuell ein neues Subforum "Beziehungs-Abhängigkeit" eingerichtet werden, denn die (Alkohol-)Sucht des anderen spielt hier keine oder nur eine marginale Rolle, es liegt keine Co-Abhängigkeit vor.

    Meines Erachtens ist es schwierig zu sagen wer nun ein richtiger Co-Abhängiger ist und wer nicht denn das Krankheitsbild kann sehr ausgeprägt sein.

    Co-Abhängige können sich in nur bestimmten Bereichen fehlverhalten zum Beispiel in einer Partnerschaft bis hin zur Hörigkeit , es kann sich aber auch auf das gesamte Leben ausweiten.

    Ich habe in den letzten Monaten kaum geschrieben denn ich war mit meinem eigenen Leben sehr beschäftigt. Ich brauchte auch einfach eine Pause weil ich selber merkte dass es mir zuviel wurde wenn jemand sich zwar ständig beklagt aber doch nichts umsetzt.

    Mir war auch lange einfach nicht klar dass auch ich Schuld an der Misere trage, schuld in dem Sinne dass ich nie klar Stellung bezogen habe sondern zwar immer gelabert, geschimpft und gedroht habe aber inkonsequent blieb.

    Den Weg da heraus habe ich ganz alleine geschafft weil ich das Gefühl hatte zugrunde zu gehen und das ist mir kein anderer Mensch auf dieser Welt wert.

    Was wirklich mit mir los war dass ich co-abhängig bin habe ich erst hier erkannt und darüber bin ich sehr dankbar.

    Ich arbeite jetzt genauso an meiner "Trockenheit" wie du das heisst mir soll so etwas nie wieder passieren. Das sollte eigentlich das Ziel sein, für mich zumindest.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo hepzibah!

    Zitat

    dann kommt so einer und zieht mich noch mehr runter und schreibt ich hätte selber schuld weil mich ja niemand mit vorgehaltener pistole zwingt zu ihm in die wohnung zu gehen....

    Der "so einer" hat schwer an sich gearbeitet um heute so da zu stehen nämlich als trockener Alkoholiker. Das erfordert viel Arbeit an sich selbst anders geht es gar nicht, er hat meinen vollen Respekt, denn auch er ist krank.

    Ich verstehe auch deine Situation aber es ist wirklich so dass dich niemand zwingt solche Dinge zu tun. Vielleicht wäre es mal gut darüber nachzudenken warum das so ist.


    Zitat

    ich werde hier zu hause schon genug runtergemacht und mir wird hier zu hause auch für alles die schuld zugeschoben

    Das kenne ich nur zu gut ich wars auch immer schuld zumindest sagte ER das immer. Was natürlich Blödsinn ist denn ich bin nicht für ihn verantwortlich.

    Jedem kann es passieren dass er so einen Menschen kennenlernt aber nicht jeder lässt so etwas mit sich machen. Die meisten würden fluchtartig die Szene verlassen. Wir sind da anders, wir dulden, wir leiden, wir lassen es uns gefallen.

    Wichtig ist zu erkennen warum wir so handeln. Was hält uns zurück so einem Menschen einfach den Laufpass zu geben?

    Warum sind wir es uns nicht wert anständig und mit Respekt behandelt zu werden?

    Nur WIR können es stoppen und etwas Besseres aus unserem Leben machen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Jonas!

    Zitat

    Und warum kann der (echte) Co-Abhängige nicht "einfach zum Arzt gehen"? Für den Suchtkranken ist es ebenfalls sehr schwer, sich einem Arzt anzuvertrauen.

    Es ging mir nicht darum dass es schwer ist sich einem Arzt anzuvertrauen aber:

    Da gibt es wohl gewisse Unterschiede, wenn du zum Arzt gehst weil du vom Alkohol loskommen möchtest bekommst du sofortige Hilfe. Du kannst in der Klinik einen Entzug machen oder eine Selbsthilfegruppe aufsuchen oder eine Langzeittherapie beantragen.

    Gehe ich als Co-Abhängige zum Arzt weil ich nicht mehr kann wird er mir vielleicht einen Besuch beim Psychologen empfehlen auf einen Termin warte ich dann im Regelfall monatelang.

    Vielleicht wird er auch einfach sagen "dann trennen Sie sich doch" und nicht verstehen warum ich das nicht kann. Wenn ich dann selber nicht die Kraft aufbringe um mich sofort zu trennen schaue ich erstmals in die Röhre.

    Wenn ich Glück habe bekomme ich vielleicht Medikamente gegen meine Depressionen oder eine Adresse zu einer Selbsthilfegruppe.


    Liebe Grüsse
    Speranza

    Zitat

    Buongiorno Speranza (schöner italienischer Name),

    Danke :)

    Hallo Jonas!

    Zitat

    Um freigeschaltet zu werden, muss der Suchtkranke einen Arzt konsultiert und das Suchtmittel aufgegeben haben. Dann erst darf er sich an der kollektiven Arbeit beteiligen.

    Ich sehe Alkoholismus und Co-Abhängigkeit als verschiedene Dinge. Der Co-Abhängige "tickt" vollkommen anders als der Alkoholiker bei mir war und ist es zumindest so.

    Ich konnte lange nicht begreifen dass ich meinen suchtkranken Partner nicht ändern oder ihm helfen kann sondern nur mich selbst retten kann. Ich habe krampfhaft über Jahre versucht ihn vom Alkohol loszubringen und mich im Grunde immer weiter in den Abgrund ziehen lassen.

    Wie man hier lesen kann nehmen Co-Abhängige oft sehr vieles in Kauf um zu erreichen dass der kranke Partner sich ändert und verstehen nicht dass ihre Bemühungen fruchtlos sind.

    Der Co-Abhängige kann nicht einfach zum Arzt gehen und erstmals einen Entzug machen um darauf dann aufbauen zu können.

    Ich habe mich selber viele Jahre vollkommen falsch wahrgenommen da ich ja eigentlich nur Gutes wollte und dann so wenig zurückbekommen habe. Das Problem dabei ist dass ich immer dachte mich nicht genug angestrengt zu haben.

    Umgeschwenkt habe ich erst als ich selber nicht mehr konnte und krank wurde. Als ich hier ankam war ich bereits emotional getrennt aber das sind die wenigstens wenn ich die Beiträge durchlese.

    Viele wollen erstmals ihr Herz ausschütten und für mich es nachvollziehbar dass derjenige nicht in der Lage ist Ratschläge sofort anzunehmen oder gar umzusetzen. Das ist ein ganz langer Prozess und erfordert viel Kraft und Ausdauer.

    Jeder der sich hier anmeldet weiss ja im Grunde dass etwas schief läuft und möchte es ändern aber ich denke jedem sollte erstmals zugestanden werden Dinge sacken zu lassen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Linde!

    Deinen Beitrag finde ich sehr treffend und wichtig.

    Ich fasse es mal für mich in kurze Worte zusammen:

    Als mir egal wurde was "ER" macht und ich begriffen habe dass es kein "Wir" mehr gibt habe ich angefangen mein "ICH" wahrzunehmen und das war der Beginn meines Weges aus der Co-Abhängigkeit.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hepzibah!

    Was du dir hast gefallen lassen und immer noch gefallen lässt ist schon echt heftig.

    Aber es ist schon so wie Jonas schreibt in dem Falle ist man sein eigenes Leid selber schuld denn kein erwachsener Mensch auf dieser Welt muss sich das bieten lassen.

    Du hast sehr viele Möglichkeiten deinen gewalttätigen Freund loszuwerden aber die grösste Falle dabei stellst du dir selbst. Ich verstehe dich gut dass du dein Herz ausschütten möchtest denn es passieren schlimme Dinge und du lässt sie zu und weisst nicht was du machen sollst.

    Du musst nicht zu ihm hingehen und für ihn putzen dich beschimpfen lassen. Du musst ihn auch nicht in deine Wohnung lassen und dir anhören wie schlecht du doch bist.

    Verstehst du was ich meine? Wer sich solche Dinge gefallen lässt der hat eine Verhaltensstörung. Ich hin auch viele Jahre in so einer Beziehung fest wenn auch nie solche schlimmen Dinge passiert sind.

    Eines Tages kam der Punkt an dem ich mich fragte warum ich mir das immer wieder antue. Ich bin im sonstigen Leben selbstbewusst und weiss wo es langgeht.

    War es aus Liebe wie ich mir vorgaukelte? Wenn ich jemand lieben würde der mich so behandelt das wäre wohl nicht normal. Was war es dann dass ich nicht da rauskam? Bei mir war es ein Helfersyndrom gepaart von unendlichem Pflichtbewusstsein und Pflichterfüllung.

    Ich war mir selbst nicht wichtig genug und fühlte mich für alles verantwortlich, dass er nicht mehr trinkt, dass die Nachbarn nichts mitbekommen, dass der Freundeskreis es nicht erfährt usw.

    Das ging so lange bis ich selber krank wurde ich bekam Depressionen. Mich hat das wachwerden lassen und ich fing an zu handeln und endlich realistisch zu gucken.

    Irgendwann dachte ich soll er doch trinken bis er tot umfällt aber ich will dieses Leben nicht mehr. Ich habe mir etwas Schöneres verdient und etwas Besseres zu tun als hinter ihm herzulaufen und zu sorgen dass die Fassade gewahrt bleibt.

    Für dich sehe ich nur in einer totalen Kontaktsperre eine Möglichkeit ihn loszuwerden. Es wäre auch sehr wichtig mit evt. professioneller Hilfe zu überlegen warum du so handelst.

    Wenn dir das Lichtlein aufgeht und du dein Verhaltensmuster durchschaust wird der Weg einfacher.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallihallo!

    Es gibt mich wirklich noch und es geht mir weiterhin gut :) Viel ist passiert in den letzten Monaten und nicht nur Positives. Aber jetzt sitze ich auf gepackten Koffern und es wird in den nächsten Wochen wahr ich ziehe endlich um.

    Im Herbst hatte ich sehr viel Pech einer der wichtigsten Handwerkern hat mich hängen lassen und ich musste erst einen neuen suchen. Bis der gefunden war war das Wetter so schlecht dass er mit der Aussenisolierung nicht mehr anfangen konnte.

    Der Mann der innen die Decken tiefer hängen sollte wurde immer unzuverlässiger bis ich dahinter kam dass er Alkoholprobleme :!: hat.
    Er hat öfters vergessen seine Bierflaschen einzusammeln und liess sie einfach auf der Baustelle stehen und hatte öfters eine Fahne.

    Das war natürlich für mich ein rotes Tuch und ich kündigte ihm die Freundschaft. Ob durch den ganzen Stress oder die schwere Arbeit ausgelöst bekam ich direkt mehrere Rheumaschübe hintereinander und musst erst warten bis es mir wieder besser ging.

    Aber im Dezember gings dann recht zügig weiter jetzt ist fast alles fertig, es ist auch schön warm im Haus. Zwischendurch überlegte ich auch mir mir vorübergehend ein Zimmer zu nehmen weil es natürlich immer schwerer erträglich wird noch hier zu wohnen.

    Aber er verhält sich meistens friedlich und ich habe meinen Wohnbereich abgegrenzt und halte weiter durch bis zum Tag X.

    Obwohl der Weg doch viel länger dauert als ich dachte habe ich keine Sekunde an meinem Entschluss ein neues Leben anzufangen gezweifelt und bin nach wie vor 100% überzeugt das einzig Richtige zu tun.

    Diesen Monat suche ich mir Möbel aus dann kann die grosse Aktion beginnen.

    Die Vergangenheit fange ich an hinter mir zu lassen nur manchmal kocht das eine oder andere Erlebnis in mir hoch und ich ärgere mich über mich selber.
    Aber ich versuche dann geduldig mit mir zu sein und nicht zuviel nachzudenken wie und warum in der Vergangenheit gewisse Dinge passiert sind.

    Mein schönes Leben hat in dem Moment angefangen als ich den Schlussstrich gezogen habe und ist seitdem immer schöner geworden denn ich bin frei 8)

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Geraldjin!

    Zitat

    Diese verdammten versoffenen A********* haben unseren Wunsch nach liebe ausgenutzt und uns wie Fussabtreter benutzt, wenn ihnen danach war. Erst anfüttern und uns dann am langen Arm verhungern lassen. Das wars doch eigentlich. Und wenn sie konnten haben sie uns schneller ersetzt als sie ihre Unterwäsche wechselten.

    Auch wenn ich deine Wut irgendwo verstehen kann gehören aber immer noch zwei dazu, der "Täter" und der der es zulässt.

    Wir haben es zugelassen so behandelt zu werden, ich frage mich heutzutage nur noch "Warum habe ich es zugelassen?" Das ist für mich der Punkt an dem ich ansetzen muss.

    Die Vergangenheit kann ich nicht mehr ändern, aber was mache ich also dass mir so etwas nie wieder passiert? Ich mache mich stark und so ein Mann wie oben beschrieben kann mir gestohlen bleiben denn so etwas brauche ich bestimmt NIE wieder.

    Es wird immer Menschen geben die mich ausnutzen wollen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen (Liebe, Freundschaft, Lob meiner Person usw.)

    An mir liegt es dies rechtzeitig zu erkennen und bei mir zu bleiben und das zu machen was ich will.

    Ich habe in meinem Inneren Frieden geschlossen, er hat das gemacht was ihm die Sucht vorgegaukelt hat und ich konnte lange nicht NEIN sagen.

    Wir gehen eigene Wege ich meinen den ich mir alleine erarbeite und er den den er sich aussucht, micht interessiert es nicht mehr, denn wir sind beide erwachsene eigenständige Menschen.


    Liebe Grüsse
    Speranza